Etüden 5: Die Zwiebelpflanzen

Heute gibts wieder Etüden auch von mir und hier kommen sie.

abc.etüden 2019 15+16 | 365tageasatzaday

Frühling brach in unsere Welt heran. Es wurde langsam alles grün. Meine Tulpenzwiebeln wurden auch langsam was. Ich mochte keine Zwiebeln, aber Tulpenzwiebeln hatte ich jedes Jahr. Machte das Sinn? Vermutlich nicht. Aber ich begutachtete sie jedes Jahr ziemlich faszinier. Keine Ahnung wieso sie so eine Anzeihungskraft auf mich hatten. Es waren nur Tulpenzwiebeln.

Dieses Jahr war etwas anders. Irgendwie bewegten sich die Pflanzen. Das konnte nicht sein. Was war denn mit meinen Pflanzen los? Ich musste mich verguckt haben, aber sie bewegten sich einfach weiter. Hoffentlich war es nur kurzweilig.  Das machte einen ja verrückt.

Dann sah es sogar so aus als würen die Pflanzen auferstehen. Das konnte doch einfach nicht sein. Pflanzen taten sowas nicht. Meine offenbar schon. Denn sie liefen fröhlich durch meine Wohnung. Ohne Witz. Ich konnte ihnen nur nachstarren. Doch dann kam ich in Bewegung. Ich musste die Pflanzen schnappen. Wer weiß was sie in meiner Wohnung so veranstalteten. Ich hechtete ihnen also hinterher. Ich war schnell erschöpft. Sie waren schnell. Es war ein Wettlauf mit den Pflanzen.

Ich gewann die Jagd glücklicherweise und fing alle Pflanzen ein. Gott sei Dank. Ich steckte sie zurück in den Pott und sie blieben wieder still. Allerdings wurde aus ihnen dieses Jahr nicht und in all den anderen Jahren auch nicht mehr. Das war der Nachteil, aber wenigstens hatte ich meine Ruhe.

Ende

So, während ich schrieb fiel mir ein, dass ich zu meiner letzten Geschichte ja noch eine Fortsetzung schreiben wollte. Vielleicht mache ich das  noch. Vielleicht warte ich noch auf andere Wörter. Aber eine Etüde habe ich jedenfalls schon mal. Was meint ihr dazu?

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14 Gedanken zu “Etüden 5: Die Zwiebelpflanzen

  1. Also wie jetzt??? Deine Tulpenzwiebeln hauen einfach ab und rennen rum? Ohne den Einfluss von – äh – Geistern, Magie etc., einfach so? Und dann lassen sie sich auch noch kommentar- und klaglos wieder einfangen und in den Topf stecken? Also echt, das kann ich mir kaum vorstellen, wo bleibt denn da die Spannung? 😉 Komm schon.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Liken

    1. Das sind einfach Gedankenfetzen. Den Rest kann man sich zusammenreimen wie man will. Ich find manchmal ist es auch nicht schlecht nicht immer alles haargenau klein zu beschreiben. Ich brauche nicht unbedingt immer Spannung. Das ist einfach was mir dazu einfiel.

      LG Corly

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  2. Hehehehe – na das wäre mal was, wenn sie herum laufen würden. Stell dir vor sie würden sich jeden Tag dann woanders hinsetzen, wenn du schläfst – das würde einen ja auch total verrückt machen..hihihi

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  3. Widerspenstige Tulpenzwiebeln also!*hehe*
    Bei mir müssten sie aufpassen, dass ich sie nicht ins Gulasch schnipple. Sicherer sind sie in ihrem Topf mit Erde.
    Wobei ich mich gerade frage, ob man Tulpenzwiebeln essen kann …
    Liebe Grüße, Veronika

    Gefällt 2 Personen

  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 17.18.19 | Wortspende von Agnes Podczeck | Irgendwas ist immer

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