Writing Friday Die dunkle Fee

 

Wieder ist mal Writing Friday und ich habe tatsächlich eine Geschichte für euch zusammen gebastelt.

Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Luis konnte nicht aufhören und musste wieder…” beginnt. 

Die dunkle Fee

Luis konnte nicht wieder aufhören und musste wieder an Zoe denken. Wieso musste er immer wieder an sie denken? Das tat ihm nicht gut. Sie war gefährlich und düster. Das hatte sie bei unserem letzten Treffen gezeigt. Wir waren spazieren gegangen und hatten uns ganz normal unterhalten. Dann hatte es dunkel um sie herum geleuchtet. Alles war ganz dunkel geworden und dann hatte es angefangen zu blitzen. Erschrocken hatte ich mich umgesehen. Was war hier los? Was war passiert?
Zoe lächelte ihn traurig an. Luis warf ihr einen fragenden Blick zu.
„Was ist passiert“, wollte Luis von ihr wissen.
„Es ist kompliziert“, antwortete sie. „Ich bin nicht wie du.“
„Was meinst du damit?“, wollte er wissen.
„Ich bin anders“, führte sie aus. „Glaubst du an Magie?“
„Magie?“, fragte er sie verwundert.
„Ja, Magie“, nickte sie bestimmt.
„Eigentlich nicht“, überlegte er. Magie gab es doch nicht. Aber das, was ich bei Zoe gesehen hatte war auch nicht natürlich gewesen. Das konnte ich nicht bestreiten.
„Es gibt sie aber. Ich bin pure Magie“, antwortete sie. Was immer das heißen mochte. „Ich bin eine Dunkelfee. Eine Fee der Dunkelheit. Ich komme aus dem Dunkelreich.“
Er starrte sie eine Weile lang nur an. Was bedeutete das jetzt?
Sie seufzte nur. „Ich bin nicht böse oder so. Nicht wirklich. Ich habe nur dunkle Magie in mir. Jedenfalls bin ich magisch.“
„Okay“, sagte sie nur, weil ich nicht wusste, was ich sonst sagen sollte.
„Ich weiß. Das muss ein Schock für dich sein“, meinte sie. „Wäre es für mich auch.“
Das stimmte. Das war es wirklich. Und jetzt hatte er den Salat. Was sollte er mit alldem anfangen? Eine Dunkelfee? Ernsthaft?
„Es ist vor allem sehr verwirrend“, gestand ich ihr. „Ich kann das immer noch nicht ganz glauben.“
„Das verstehe ich.“
„Wo kommst du her?“, fragte ich dann.
„Es gibt fern von dieser Welt eine magische Welt. Sie ist vielseitig, aber auch gefährlich. Ich gehöre eigentlich zu den gefährlichen Wesen“, erklärte sie.
„Und bist du gefährlich?“, fragte ich sie nicht wirklich ernst.
„Das möchtest du lieber nicht herausfinden“, sagte sie nur.
„Okay.“ Was sollte ich davon jetzt halten? Was hieß das jetzt für mich. Vielleicht sollte ich anders an die Sache rangehen. „Wirst du mir etwas tun?“
„Nein“, antwortete sie und sah mich dabei an. Konnte ich ihr glauben? Ich wusste gar nichts über sie. Sie schien mein Misstrauen und meine Unsicherheit zu bemerken, denn sie seufzte nur.
„Ich weiß. Du verstehst das alles noch nicht, aber ich möchte es dir gerne zeigen“, bot sie mir an und hielt mir ihre Hand entgegen. Ich zögerte zunächst. Doch dann nahm ich sie.
Und damit entführte sie sich in eine ganz andere Welt. Eine dunkle Welt. Selbst der Himmel hier war dunkel und es gewitterte. Ich war zutiefst erschrocken. Und dann führte sie mich in ein dunkles Schloss. Dort gab es lauter dunkle Gestalten, die mir Angst machen. Doch sie taten mir nichts. Sie musterten mich nur abschätzig.
Zoe ignorierte sie alle und führte mich in eine große Halle zu einem Fenster. Fragend sah ich sie an.
„Da kannst du reingucken und mein Leben sehen“, forderte sie mich auf.
Ich zögerte wieder. Sollte ich das wirklich tun? Aber was hatte ich schon zu verlieren?
Also öffnete ich die Tür des Fensters. Ich wurde wieder in eine andere Welt entführt. Ein kleines Kind lief über eine Wiese und spielte. Sie wurde älter und musste in ein Heim. Sie wurde sehr streng gezogen und das trieb die Dunkelheit in ihr an. Sie hatte es nie besonders leicht, aber immer versucht aus der Dunkelheit herauszukommen. Sie hatte es nie geschafft. Und dann war da die Version von mir gekommen. Sie hatte mich überall gesucht. Jahrelang. Jetzt hatte sie mich gefundet. Sie wollte mich davon überzeugen, dass sie es wert war gerettet zu werden.
„Hilfst du mir?“, fragte sie mich und klang irgendwie verzweifelt.
„Kriege ich Bedenkzeit?“, wollte ich wissen.*
Sie nickte nur, wirkte aber etwas enttäuscht. Und so führte sie mich zurück in meine Welt. Und jetzt stand ich hier alleine und fragte mich: Was sollte ich tun? Ich konnte mich nicht entscheiden und kam nicht weiter. Meine ganze Welt war auf den Kopf gestellt. Ich wusste nicht was ich damit anfangen sollte. Doch Zoe bedeutete mir was. Das konnte ich nicht abstreiten. Also musste ich wohl über meinen Schatten springen und ihr helfen. Vielleicht war sie ja wirklich nicht dunkel und mir würde nichts dabei passieren. Ich würde das Risiko eingehen, denn Zoe war es Wert.

Ende

Und, was sagt ihr dazu?

4 Gedanken zu „Writing Friday Die dunkle Fee

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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