Writing Friday Fingerhut und Himmelblau Teil 2

Und schon kommt der 2. Teil zur Writing Friday Story. Endlich ist er auch ganz fertig.

Nachwirkungen von Himmelblau und Fingerhut Teil 2

Wir kamen Abends bei meiner Oma an. Ich parkte den Wagen in der Einfahrt. Ich war froh endlich da zu sein. Mein Opa war noch mal hin und wieder eingeschlafen, aber jetzt wirkte er hellwach.
„Alles in Orndung?“, fragte ich ihn.
„Ja. Lass uns aussteigen.“
Und so stiegen wir aus dem Auto und gingen zur Tür. Meine Oma lebte in einer Art alten Bauernhaus. Es war richtig gemütlich mit alten Möbeln und einem Kamin. Es dauerte ein wenig bis jemand an die Tür kam. Dann öffnete meine Oma die Tür. Zuerst sah sie mich und strahlte mich an.
„Lianne, wie schön, dass du endlich da bist.“
Dann sah sie über meine Schulter und erstarrte. Sie rührte sich nicht mehr als sie meinen Großvater erkannte.
„Tom?“, fragte sie mehr als verwirrt.
„Hallo Melissa.“ Er lächelte sie verlegen an.
„Was tust du hier und dann auch noch mit meiner Enkelin?“, fragte sie und ihre Stimme klang jetzt etwas schrill. So hatte ich sie noch nie erlebt.
„Unsere Enkelin“, verbesserte er meine Oma scharf.
Meine Oma funkelte ihn wütend an und wartete auf seine Antwort.
„Ich wollte dich sehen. Ich habe Heimweh bekommen“, erklärte  erkleinlaut.
„Heimweh“, fragte Oma ungläubig. „Sagtest du gerade Heimweh? Und das soll ich dir glauben nach all den Jahren?“
„Oma, können wir nicht erstmal reingehen?“, fragte ich sie.
„Natürlich“, stimmte sie mir zu. Und dann führte sie mich herein und würdigte meinen Opa zunächst keinen Blickes mehr.

Im Wohnzimmer hatte sich meine Oma wieder etwas beruhigt. Doch sie funkelte Opa immer noch wütend an. Was war nur zwischen ihnen vorgefallen? Ich stellte meine Tasche ab und wir setzten uns an den Tisch nachdem ich die Getränke organisiert hatte.
„Also“, fragte ich schließlich und sah die beiden abwechselnd an. „Was ist los mit euch beiden? Was ist genau passiert und wieso seit ihr so komisch?“
„Es ist so. Dein Großvater glaubte alleine besser klar zu kommen. Seit er damals vor deiner Geburt einfach abgehauen ist habe ich ihn nie wieder gesehen“, erzählte Oma.
„Das stimmt so nicht“, wehrte sich Opa heftig. „Ich wollte euch beschützen. Das habe ich dir erklärt.“
„Wieso wolltest du sie beschützen?“, erkundigte ich mich.
„Weil manche aus meiner Welt beim Schlafwandeln sich verändern“, erklärte er. „Sie passen sich an die Welt, die sie beim Wandeln kennen gelernt haben an.“
„Okay …“ Ich zog das Wort in die Länge, weil ich es immer noch nicht verstand.
„Es ist so“, begann jetzt Oma zu erklären. „Ich habe ihn in diese Welt reingezogen. Ich bin also selbst Schuld. Ich habe mich damals viel mit Schlafwandeln beschäftigt, weil mein kranker Vater damit Probleme hatte. Ich wollte ein Mittel testen, dass ihm helfen würde. Tom hat sich als Tester angeboten, aber leider hat es genau das Gegenteil bewirkt. Es hat mir Tom genommen.“
„Das habe ich dir nie vorgeworfen“, versicherte Opa ihr.
„Ich weiß.“ Jetzt war Oma schon um einiges versöhnlicher. „Ich war am Anfang als ich dich gesehen habe so wütend, weil alles wieder hochkam. Alles, was ich dir angetan habe.“
„Melissa.“ Er sagte die Worte so zärtlich, dass ich alle Liebe, die er für sie emfand, darin fühlen konnte.
„Nein, es ist wahr, Tom. So ist es nun mal.“ Dann wandte sie sich wieder an mich. „Wir mixen diesen Trank zusammen um dich zu schützen. Damit dir nicht das selbe passiert. Den mit dem Fingerhut und dem Himmelblau. Es gibt kein Heilmittel für den Trank, den Tom getrunken hat, aber es gibt etwas, dass so etwas noch mal verhindern lässt.“
Das war es also. Das steckte hinter dem Geheimnis für den Trank, den wir zusammen machten. Ein Rätsel wäre also gelöst.
„Und wieso willst du uns beschützen? Das habe ich jetzt immer noch nicht verstanden“, wandte ich mich an meinen viel zu jungen Opa.
„Weil einige dieser Menschen, die sich dadurch verändert sind etwas von mir wollen und sie werden alles tun um daran zu kommen.“
„Tom“, warnte Melissa ihn, doch er ignorierte sie.
„Was wollen Sie?“, wollte ich wissen.
„Dich“, antwortete er.
„Was?, fragte ich nun mehr als verwirrt. Was hatte ich denn damit zu tun.
Wieder sprang nun Oma herbei um zu erklären. „Auch das ist meine Schuld.“ Offenbar verstand sie nun wieso mein Opa hier war. „Der Trank, den wir brauen verhindert zwar, dass du das selbe erleiden musst wie Tom, aber es bewirkt auch, dass du eine Art Heilmittel in dir rumträgst.“
Ich starrte die beiden nur an.
„Das ist richtig und deswegen bin ich hier“, stimmte Opa mir zu. „Wir müssen verhindern, dass sie dich finden.“
„Und wie hast du das vor?“, wollte Oma von ihm wissen.
„Wir müssen sie verstecken, aber richtig“, meinte er.
Oma schloss die Augen einen Moment. Dann sah sie Opa traurig an. „Das meinst du nicht ernst, oder?“
„Doch“, nickte er.
„Was denn?“, fragte ich.
„Du musst in seine Welt einsteigen“, sagte sie.
Okay, das wurde immer verrückter. Fragend sah ich die beiden an.
„Nimm meine Hand. Ich zeige es dir“, forderte Opa mich auf.
Ich sah Oma an und sie nickte mir zu. Also nahm ich seine Hand und damit fing alles an …

Fortsetzung folgt …

Wird wohl doch ein Mehrteiler. Sorry, dass es zu früh rauskam. Jetzt ist es vollständig.

14 Gedanken zu „Writing Friday Fingerhut und Himmelblau Teil 2

    • Sorry, das sollte noch gar nicht raus. Vielleicht werde ich es noch mal rausnehmen. Aber auf jeden Fall wird dieser Teil noch weiter gehen. Werde dann vielleicht auch nur kommentieren, wenn der Teil ganz fertig ist. Ja, sieht schon nach Ärger aus.

      LG Corly

      Liken

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s