Antho Alice: Utopia: kleine, heile Welt

Utopia war für mich ein schwieriges Thema, da ich mir nicht so wirklich was drunter vorstellen konnte. Hier mal ein Versuch zumindest was kurzes zu schreiben.

kleine, heile Welt

Ich stehe amRnad der Erde und habe das Gefühl jeden Moment runter zu fallen, aber ich falle nicht. Dazu bin ich zu glücklich. Vögel zwitscherten am Himmel und das Wasser unter mir rauschte in meinen Ohren. Der Himmel ist strahlend blau mit einem zarten Hauch von rosa darin.
Diese Welt ist einfach wunderbar. Sie funktioniert nicht nur. Sie lebt. Die Städte erleben gerade einen Boom und auch die Dörfer können sich mit ihrem Tourismus nicht beschweren. Alles wächst und gedeiht.
Wir Menschen müssen kaum noch arbeiten. Dafür gibt es Maschinen und Roboter. Alle sind freundlich und Krieg hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Filme über Krieg, Unruhen und Gewalt waren seit langer Zeit verboten.
Am Rand der Welt fühlte sich alles so leicht an. Ich könnte springen, aber ich wollte nicht. Ich wollte einfach nur die Ruhe und Einsamkeit genießen, die ich sonst selten erlebte.
Da wir alle in Harmonie und Einklang miteinander lebten verbrachten wir viel Zeit mit den anderen. Wir waren Gemeinschaftsmenschen.
Aber ehrlich gesagt war das auch manchmal anstrengend. Ich hatte kaum noch Zeit für mich. Selbst wenn ich auf meiner Terasse oder im Garten saß kamen die Nachbarn vorbei um zu quatschen. Und wenn ich mein Einhorn auf der Wiese besuchte kamen immer Kinder vorbei um Nancy zu betrachten. Ihr Lachen und ihre Freude bei Nancys Anblick erfüllte mich mit Glück, aber ich liebte auch die Zeit mit ihr alleine.
Jake sagt immer ich sei ein Alleingänger. Er ist der Ansicht, wenn ich ihn nicht hätte würde ich mich irgendwann einigeln. Vielleicht hatte er Recht, aber auf Jake wollte ich in keinem Fall verzichten. Er sah nicht nur gut aus. Er  war auch gütig und äußerst hilfsbereit. Er hatte geradezu ein Helfersyndrom. Er hatte mir auch Nancy geschenkt. Ich hatte mich auf Anhieb in ihn verliebt. Schon lange vor Nancy.
Er selbst interessierte sich nicht so für Nancy. Er arbeitete gerne im Garten. Außerdem beschäftigte er sich mit Hingabe mit dem Reh, dass seit einem Jahr bei uns wohnt. Es war wirklich niedlich, aber mit Nancy konnte es nicht mithalten.
Ich spürte Jake schon bevor er neben mir stand. Natürlich war er hierher gekommen. So war es immer.
„Na, beschnupperst du wieder den Rand der Welt?“, neckte er mich.
Dieser Platz war nicht weit von unserem zu Hause entfernt und ich kam oft hierher.
„Du weißt, ich liebe diesen Platz“, bemerkte ich.
„Ja, ich weiß. Aber jetzt komm mit nach Hause, ja? Nancy hat schon nach dir gefragt.“
„Nancy kann nicht sprechen“, erinnerte ich ihn. „Und du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich werde nicht springen.“
Jake hatte immer Angst ich würde eines Tages doch springen.
„Ich weiß, aber ich finde es schöner, wenn du auch da bist.“
Ach, war er nicht süß?
„Na gut“, gab ich schließlich nach und Hand in Hand gingen wir nach Hause in unsere fröhliche kleine Welt samt Einhorn und Reh.
Wir waren glücklich dort und würden es immer sein, denn wir lebten in einer fröhlichen, glücklichen Welt.

Ende

Und, was meint ihr zu meinem kleinen Text?

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6 Gedanken zu “Antho Alice: Utopia: kleine, heile Welt

  1. Pingback: AnthoAlice – Utopia – Finale – Make a Choice Alice

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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