Etüden 12: Die gewünschten Worte

Heute gibts wieder eine Etüde. Da ich die Wörter bei Janna und Janson schon hatte versuche ich mal wieder was eigenes. Mal sehen, was bei raus kommt.

Extraetüden 27.19 | 365tageasatzaday

Abweichung, unabwendbar, verengen
Froschkönig, trüb, helfen
.

 

Ich lief und lief. Die Strecke war immer gleich. Es gab keine Abweichung. Jeden morgen lief ich hier her. Ich liebte das zwischen all dem grün und den vielen Blumen. Das war für mich unabwendbar.

Meistens traf ich niemanden auf dieser Strecke. Ich hatte sie ganz für mich alleine. Ich liebte es alleine zu sein und nachdenken zu können. Ich lief und lief, doch plötzlich stolperte ich über etwas kleines. Was war denn das? Wollte sich der Weg verengen?

Doch dann sah ich sie. Einen kleinen Frosch auf dem Boden. Was machte der denn hier? Ich bückte mich und sah mir das genauer an. War das ein Froschkönig? Ich lächelte bei dem Gedanken. Doch er wirkte etwas trüb und ich wollte ihm gerne helfen. Er sah so traurig aus. Soweit das bei Fröschen möglich war.

Ich streichelte ihn und dann passierte etwas. Er bewegte und veränderte sich. Und plötzlich starrte mir ein Mann entgegen. Zwar nur ein kleiner, aberb immerhin ein Mann.

„Bist du der Froschkönig?“, fragte ich ihn.

Er sah mich an als sei ich bekloppt.

„Nein, natürlich nicht“, sagte er entrüstet. „Ihr Menschen immer mit euren Märchen. Willst du nun 3 Wünsche haben oder nicht?“

„Wünsche?“, fragte ich verständnislos.

„Ja, Wünsche. Also mach schon. Ich habe nicht ewig Zeit.“

Ein Glücksfrosch, enrsthaft? War das ein Scherz? Aber ich konnte es ja zumindest versuchen.

„Kannst ich mir Worte wünschen?“, fragte ich.

„Worte?“, fragte er verwirrt. Wofür denn Worte?“

„Für die nächsten Etüden.“

„Okay, wieso nicht. Aber du könntest alles haben. Ein Haus, einen Laden, ein Hemd. Was weiß ich.“

„Ich möchte die Worte“, beharrte ich.

„Na gut. Lass mich kurz überlegen. Oh, ja. Ich weiß.

Märchen, Flügel, Religion.“

„Das sind gute Worte. Vielen Dank“, lächelte ich.

„Gut, ich bin dann mal weg. Schön, dass ich weiter helfen konnte.“ Und schon war er verschwunden und ich wieder allein, aber zufrieden. Ich hatte meine Etüdenwörter. Die konnte ich als Ersatz heute für Janson und Janna einbauen.

Ende

Die Idee kam mir spontan. Mal sehen ob ich das dann auch mache. Was meint ihr?

12 Gedanken zu “Etüden 12: Die gewünschten Worte

  1. Ich glaube, die Wörter, die du gewünscht hast hatte in der ganzen Zeit, die das Spiel läuft tatsächlich noch niemand. Wenn du mal gezogen wirst (wer spendet entscheidet Christiane ja durch Los, dass sie von einer externen Person ziehen lässt), könntest du ja eines davon spenden, falls du möchtest, dass sie auch andere Spielende verwenden.. Eines davon weil Christiane die Regel hat, dass die Spenden aus je einem Nomen, einem Verb und einem Adjektiv bestehen müssen. Es sei denn sie macht für dich eine Ausnahme oder es gibt für eines der Pausenspiele (Sommer, Winter) andere Regeln.

    Gefällt 2 Personen

    1. Äh, schicken? Ich bin noch weit davon entfernt, Wortspender zu ziehen, und das Nächste, was den Etüden an Besonderheit ins Haus steht, ist das Etüdensommerpausenintermezzo, zu dem die Neuigkeiten erst noch kommen …

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 28.29.19 | Wortspende von Kopf und Gestalt | Irgendwas ist immer

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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