Schreibklick Juli: Grüße vom Glück

Und hier kommt meine Geschichte zum Schreibklick.

Grüße vom Glück

Verschlafen wachte ich auf. Irgendwas war anders. Ich hatte aber keine Ahnung was. Noch im Schlafanzug ging ich runter zur Haustür. Allerdings entdeckte ich nichts neues. Alles war beim Alten. Seufzend ging ich zum Briefkasten und öffnete ihn. Darin lag ein Briefumschlag. Verwirrt sah ich nach und nahm ihn raus. Merkwürdig. Der Briefträger war doch noch gar nicht da gewesen.
Merkwürdig war auch, dass keine Briefmarke drauf war. Dafür war der ganze Brief voller Kleeblätter geklebt. Verwirrt nahm ich den Brief mit rein. Ich setzte Tee auf und setzte mich dann an den Küchentisch. Ich betrachtete den Brief von allen Seiten, konnte aber nichts besonderes entdecken. Also öffnete ich den Brief. Heraus kam ein sorgfältig gefaltener Zettel. Ich faltete ihn auseinander. Dann las ich ihn.

Liebe Annika,

Grüße vom Glück. Hiermit schenke ich dir ein magisches Kleeblatt.

Möge das Glück dir hold sein.

Ein wohlgesinnter Freund

Verwirrt starrte ich auf dem Brief. Außerdem fand ich ein Kleeblatt darin. Was sollte das? Wollte man mich verarschen? Wer war dieser Freund?
Ich beschloss, dass ich verarscht wurde und legte den Brief bei Seite. Ich zog mich an und ging in die Stadt. Der Brief war längst vergessen. Ich hatte andere Dinge im Kopf. Die Einkaufsliste abzuarbeiten. Doch als ich nach Hause kam sah ich den Brief wieder. Er war immer noch da. Ich seufzte. Was sollte ich bloß damit anfangen? Dann leuchtete der Brief auch noch auf. Was sollte das denn jetzt? Ich griff nach dem Brief.
Und dann passierte etwas mit mir. Ich wurde in den Brief reingezogen. Das konnte doch nicht wirklich passieren. Aber es passierte gerade. Ich drehte mich und drehte mich. Es hörte gar nicht mehr auf.
Und dann hörte es doch auf. Und ich war wo ganz anders. Wo war ich eigentlich? Ich sah mich verwirrt um. Ich war auf einer Wiese gelandet und um mich herum waren lauter Kleeblätter. Okay, auch nicht schlecht. Was sollte das?
Und dann stand er plötzlich vor mir. Ein Junge ganz in grün. Er sah aus wie ein richtiges Kleeblatt. Ich konnte ihn nur anstarren.
“Wer bist du?“, fragte ich.
“Ich bin das Glück pur“, antwortete er. „Sag mir was du dir wünschst.“
“Ist das dein Ernst?“, fragte ich ihn und lachte erst mal drauf los. „Wer bist du und was willst du von mir? Du siehst aus als wärst du als Kleeblatt verkleidet.“
“Ich bin ein Kleeblatt“, antwortete er.
Er sagte das so ernst, dass ich nur noch mehr lachen musste. Er starrte mir nur an.
“Du meinst das ernst?“, fragte ich irgendwann.
“Wo bin ich hier?“, war meine nächste Frage.
“Du bist im Glücksland“, antwortete er.
Ich starrte ihn wieder nur an. Wer war er? Ein verrückter.
Er nickte nur. „Das ist die natürliche Reaktion von euch Menschen. Ihr glaubt uns nicht. Aber lass es mich dir beweisen. Magie gibt es wirklich.“
Und dann verwandelte er sich vor mir, aber vielleicht ist verwandeln nicht das richtige Wort. Er drehte sich ähnlich wie ich mich gedreht hatte im Kreis herum. Die Kleeblätter wirbelten durch die Luft. Sie umwirbelten mich. Ich könnte sie fangen, aber ich war mir nicht sicher ob sie greifbar waren. Und dann erfasste mich das Glück. So vollkommen und wunderschön. Sowas hatte ich noch nie gefühlt.
Und dann verwandelte sich der Kleejunge zurück. Er sah mich strahlend an.
“Du hast es gespürt. Also weißt du, was ich meine.“
Ich konnte nur nicken. Ich hatte tatsächlich was gespürt. Das pure Glück.
“Das ist total verrückt. Sowas gibt’s doch nicht. Das hier kann nicht echt sein.“
Der Kleeblattjunge lächelte nur nachsichtig und sah mich forschend an. „Das ist echt. Glaub mir.“
“Und was passiert jetzt?“, fragte ich. „Ich kann doch nicht hier bleiben.“
“Nein, leider nicht“, stimmte er mir zu und wirkte traurig. „Ich werde dich zurückschicken müssen. Du gehörst in deine Welt.“
“Leider ja. Aber was, wenn ich hier bleiben würde?“, fragte ich dennoch.
Er schüttelte nur mit dem Kopf. „Wieso solltest du das wollen?“
“Weil ich hier glücklich bin“, antwortete ich.
“Das wirst du auch in deiner Welt sein“, entgegnete er. „Du wirst es mitnehmen.“
Das konnte ich mir zwar nicht vorstellen, aber wenn er das sagte. Und dann spürte ich wieder Magie um mich herum. Ich drehte mich wieder und plötzlich war ich wieder in meiner Küche. Verwirrt sah ich mich um. Alles wirkte normal. Ich war wieder zu Hause und dennoch war nichts normal.
Und dann entdeckte ich den Brief auf meinem Tisch. Er hatte sich verändert. Es stand was anderes drauf. Also las ich das.

Liebe Annika,

Schön, dass du mich in meiner Welt besucht hast. Ich fand es sehr schön mit dir. Behalte das Kleeblatt immer bei dir. Dann bleibt das Glück dir hold.

Alles Liebe

Ein Freund

Und so lebte ich ein glückliches Leben, aber den Kleejungen sah ich nie wieder. Doch ich war ihm sehr dankbar für unsere Begegnung, die alles verändert hatte.

Ende

Und was meint ihr?

4 Gedanken zu „Schreibklick Juli: Grüße vom Glück

  1. Pingback: Schreibkicks 2 in 1 – Auf dem Dach vom Glück gegrüsst. Part 2 v 2 – Geschichtszauberei

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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