Writing Friday: Die Fuchsfreundin

Und noch eine Geschichte zum Writing Friday gibts von mir. Heute habe ich mir den Fuchs vorgenonmen.

Die Fuchsfreundin

Flippo sah sich verwirrt um. Wo war er denn hier gelandet? Das war doch nicht sein geliebter Wald. Alles war so voll und laut und er sah lauter Zweibeiner mit komischen Köpfen und Körpern. Aber seltsamerweise konnte er sie verstehen. Andererseits war das vielleicht gar kein Wunder. Er hatte vorher noch nie welche gesehen. Er hatte sein Leben lang im Wald gewohnt. Tief im Wald. Dort waren die Zweibeiner nie hingekommen. Flippo war sehr behütet aufgewachsen.
Deswegen wusste er jetzt gar nicht, was er tun sollte. All diese seltsamen Wesen. Wie sollte er da wieder nach Hause finden?
Da fiel ihm eine Geschichte wieder ein, die ihm seine Mama mal erzählt hatte. Sie war einmal ganz nah an ein Dorf gekommen und hatte dort ein Mädchen gesehen. Sie war auch ein Zweibeiner gewesen. Waren sie dann alle Mädchen? Jedenfalls hatte sie vor diesem Mädchen keine Angst gehabt. Dabei war es ganz nah gewesen. Aber es hatte nur ruhig dagestanden und sie angestarrt. Mama hatte zurück gestarrt. Das Mädchen hatte ein komisches Ding vor Augen gehabt. Mama hatte keine Ahnung, was das gewesen sein sollte. Sie hatte noch eine Weile zurückgestarrt. Irgendwann war es ihr zu langweilig geworden. Dann war sie langsam abgehauen.  Mama mochte ruhige Menschen. Kinder dagegen mochte sie nicht. Die waren viel zu laut. Da verschwand sie lieber gleich.  Sie hörte schließlich so viel besser als die Menschen. Da tat dieses Gekreische doppelt weh.
Menschen! Jetzt ging mir ein Licht auf.  Das waren Menschen. Ob Mamas Mädchen auch darunter war? Konnte sie ihm vielleicht helfen nach Hause zurück zu finden?
Flippo ging weiter in seinem humpelnden Gang zwischen den Menschen umher. Er schien gar nicht aufzufallen. Sie beachteten ihn gar nicht. Komisch. Träumte er vielleicht? Er müsste hier doch auffallen.
Dann blieb ein Mädchen vor ihm stehen und bückte sich zu ihm runter.
„Hallo, wer bist du denn?“, fragte sie ihn.
„Ich bin Flippo und ich suche den Wald und meine Mama. Ich habe mich verlaufen“, antwortete Flippo mit zitternder Stimme.
„Na, komm, Flippo.  Ich bringe dich zurück zum Wald. Ich kenne den Weg. Dann findest du sicher auch deine Mama.“
Und so begleitete das Mächen ihm zum Wald und Flippo fragte sie: „Was war das eben? Wo war ich?“
„Du bist in der Fußgängerzone“, antwortete das Mädchen. „Dort gehen die Leute einkaufen. Dort ist es immer voll.“
Flippo wusste nicht, was einkaufen war, aber voll war es auf jeden Fall gewesen. Und dann waren sie am Waldrand angekommen.
„Findest du von hier aus alleine weiter?“, fragte sie ihn.
„Ja, im Wald kenne ich mich aus“, antwortete der kleine Fuchs. „Vielen Dank für deine Hilfe.“
„Gerne, bleib jetzt am besten im Wald“, riet sie ihm.
„Ja, mach ich“, sagte Flippo kleinlaut und sah sie ernst an.
„Tschüss, Flippo“, verabschiedete sie sich und winkte ihm zu.
„Tschüss Fuchsfreundin“, verabschiedete sich der kleine Fuchs und lief dann in den Wald zu seiner Mama und erzählte ihr von seinem Abenteuer. Seine Mama hatte sich Sorgen um ihn gemacht und war nur froh ihn wieder zu haben. Allerdings war sie auch sehr stolz auf ihn, weil er alleine zurecht gefunden hatte. Flippo war auch stolz auf sich und so schlief er glücklich und zufrieden im Wald an der Seite seiner Mama ein.

Ende

Das war meine Fuchsgeschichte. Die Frau mit dem komischen Ding vor dem Auge war ich. Zumindest war es eine Erinnerung von mir, aber das Mädchen in der Geschichte bin ich nicht richtig. Einen kleinen Fuchs habe ich dieses Jahr auch schon gesehen.  Er lief ganz alleine über die Straße.  Daher die Idee mit dem Fuchs, der seine Mama sucht.

Und, was meint ihr?

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6 Gedanken zu “Writing Friday: Die Fuchsfreundin

  1. Ich erinnere mich an das tolle Foto.
    Ich sehe öfter mal Füchse, da sie Nachts oft unterwegs sind, wenn wir auf die Arbeit fahren.
    Schön, dass er einen netten Menschen gefunden hat, der ihn nach Hause geleitete.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, hatte ich ja gepostet. Füchse sind so tolle Tiere und auch wenn ich den kleinen nicht so nah gesehen habe war er schon süß. Ja, stimmt. Das ist schön.

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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