Lance und Shailene Teil 8: Dornröschens Vogel

Und jetzt kommt schon der nächste Teil von Lance und Shailene. Hätte ich ja gar nicht gedacht, dass ich den diese Wochen noch schaffe. Auch hier kommt eine alte Aufgabe vom Writing Friday.

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Lance und Shailene Teil 8 Dornröschens Vogel

Achtung: hier wird es leicht düsterer

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt „Dieser kunterbunte Vogel konnte nicht anders als ….“

Shailene

Dieser kunterbunte Vogel konnte nicht anders als gegen unsere Fensterscheibe zu fliegen. Ich hatte sihn schon während unseren Erzählungen bemerkt, aber geflissentlich ignoriert, weil ich so von Clarissas Geschichte gefangen war. Wir hatten alle an ihren Lippen gehangen und jetzt war es muchsmäuschenstill im Raum.
Lance fing sich als erster wieder. „Aber wieso habt ihr überhaupt im Untergrund gelebt und wovor seit ihr geflohen?“
„Ich komme aus einer ganz anderen Zeit und es ist schwer zu erklären“, fand Clarissa. „Wir leben in einer düsteren Zukunft. Tyrannische Herrscher, die alle Geschwister ausrotten wollen. Tristan hatte seine Schwester schon verloren. Jetzt war es nur eine Frage der Zeit bis Jack oder ich an der Reihe waren. Vermutlich eher ich, weil ich die Jüngere war. Jack hatte gute Chancen jetzt zu überleben, doch vermutlich würde man sie in Arbeitslager schicken und das wäre sein sicherer Tot. Dante ist Einzelkind und es hat sich herausgestellt, dass er ein Spion der Regierung war. Er hatte eine Weile unter uns gelebt.“
„Das ist schrecklich“, rief ich entsetzt. „Oh, mein Gott, Clarissa. Was für eine grausame Welt.“
„Ich weiß, aber so sah mein Leben aus. Wir mussten uns immer verstecken und immer auf der Hut sein. Es gab nur noch so wenige Geschwisterpaare.“
„Und dein Bruder und dein Freund sind noch da?“, fragte ich sie bedrückt.
Sie nickte. „Freiwillig hätte ich sie niemals verlassen. Das wussten sie.“
„Deine Welt ist zwar seltsam, aber dein Tristan erinnert mich an meinen Carter“, seufzte Dornröschen nun.
Lance und ich warfen uns einen ratlosen Blick zu und dann fiel mein Blick wieder auf den komischen Vogel. Er flog immer noch gegen die Scheibe.
„Was will der nur?“, seufzte ich genervt.
„Ich glaube der will rein“, bemerkte Lance und sah mich fast ängstlich an.
„Oh, nein, Lance. Vergiss es“, machte ich ihm sofort klar. „Wir nehmen nicht auch noch einen Vogel auf. Unter keinen Umständen.“
Jetzt ging Dornröschchen zum Fenster und sah sich den Vogel genauer an. „Ich glaube er ist verletzt. Hey, vielleicht ist er eigentlich ein Mensch und verwandelt sich zurück.“
Ich rollte genervt mit den Augen. Unser Dornröschchen hatte eindeutig zu viele Märchenfilme gesehen. Vor allem mit der Serie Once upon a time.
„Sowas gibt’s bei uns nicht, Dornröschchen. Vögel verwandeln sich nicht einfach in Prinzen“, erklärte ich ihr sanft.
„Aber wenn er verletzt ist müssen wir ihn aufnehmen“, warf Lance ein, ging zum Fenster und öffnete es. Na toll.
Dornröschchen nahm den Vogel sofort hoch und küsste ihn probehalber auf den Kopf. Es passierte zwar nichts, aber sie war trotzdem begeistert und sang für ihn. Das wurde ja immer besser.
Natürlich behielten wir den Vogel. Dornröschchen hatte ihn längst ins Herz geschlossen und nannte ihn Pip. Doch ich bestand darauf den Käfig in ihr Zimmer zu stellen. Schließlich wollte sie den Vogel haben. Das machte ihr allerdings gar nichts aus. Auch Clarissa war skeptisch wegen dem Vogel.
„Werde ich jetzt jeden Morgen von diesem Vogel geweckt?“, fragte sie wenig begeistert.
„Wenn du Pech hast schon“, bestätigte ich ihr ihre Vermutung.
„Dornröschen ist schon eine seltsame Märchenfigur, oder?“, wollte Clarissa dann von mir wissen. Eine, die aus ihrem Märchen gepurzelt ist. Sie liebt Märchenserien, aber erkennt Robin Hood nicht. Und jetzt taucht auch noch dieser komische Vogel auf.“
Das hatte sie wirklich gut zusammen gefasst.
„Gibts in deiner Welt Märchen?“, fragte ich sie nun, da ihr Dornröschens Welt offenbar etwas sagte.
„Ja, aber nur online. Bevor ich hierher kam habe ich noch nie ein echtes Buch gesehen. Wir hörten davon, aber wir haben den Gerüchten nie geglaubt.“
„Tja, jetzt weißt du, dass es sie gibt“, sagte ich. „Alles, was wir hier haben kannst du gerne lesen.“
„Das wäre schön. In ein paar habe ich schon mal einen Blick reingeworfen“, entgegnete mir das junge Mädchen glücklich.

Fortsetzung folgt …

Was meint ihr?

4 Gedanken zu „Lance und Shailene Teil 8: Dornröschens Vogel

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