Etüde 19: Die verschwundenen Möwen

Heute kommt die Etüde etwas später, aber sie kommt noch.

Ich war am Meer spazieren und ungewöhnlich viele Drachen wurden hier steigen gelassen. Das kam mir seltsam vor. Sah man deswegen keinen Vogelflug am Himmel? Das war schon verwirrend. Gerade hier am Meer. Da flogen ja zumindest immer irgendwelche Möwen am Himmel rum.

Ein wenig ängstlich ging ich weiter. Irgendwas stimmte hier doch nicht. Das war irgendwie gruselig, aber ich wollte auch nicht umdrehen. Ich liebte das Meer. Gerade war das Wasser wieder da. Das passte sich gut.

Dann wurde ich irgendwie auf das Wasser gezogen. Ich wusste nicht wie. Ich machte überhaupt nichts. Der Sturm kam so plötzlich auf und zog ich mit sich. Ich fühlte mich in die Lüfte schwingen, aber ich war nicht mehr ich. Ich war jetzt die Möwe und flog übers Wasser. Ich wollte die anderen Vögel wieder finden, aber wie weit würde ich dafür fliegen müssen? Würde ich es je schaffen oder waren sie gar nicht fort? Vielleicht hatten die Drachen sie vertrieben. Doch ich würde es herausfinden. Das versprach ich mir.

Und so verbrachte ich mein Leben als Möwe. Es war kein langes Leben, aber ein glückliches. Ich konnte mir nichts besseres vorstellen. Doch die Vögel kamen nicht wieder, aber die Drachen vermehrten sich. Doch da es mich nicht störte flog ich immer weiter meine Kreise und erfreute mich daran.

Ende

So, das war meine Etüde diesmal. Was meint ihr?

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

9 Responses to Etüde 19: Die verschwundenen Möwen

  1. Katharina says:

    Eine schöne Idee selbst zum Vogel zu werden. Nur etwas traurig, wenn man bedenkt, wie viel weniger Vögel es gibt.
    Grüße, Katharina

    Gefällt 1 Person

  2. Christiane says:

    Und? Hast du herausgefunden, wohin die anderen Vögel verschwunden sind? Die Drachen werden sie ja wohl kaum gefressen haben … oder doch? 😉
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 1 Person

  3. Rina says:

    Eine schöne Idee – wenn ich ein Tier wählen könnte, wäre es auch ein Vogel – so schön frei – überall kommt man hin und von oben sieht alles besser aus.

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 45.46.19 | Wortspende von „Meine literarische Visitenkarte“ | Irgendwas ist immer

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