Lance und Shailene Teil 9: Dornröschen unterwegs

Endlich ist es so weit. Ein weiterer Teil von Lance und Shailene ist da. Die Aufgabe ist eine ältere und wurde gestellt in der Aktion Writing Friday.

Lance und Shailene Teil 9 Dornröschen unterwegs …

Schreibe eine Geschichte bei der folgende Wörter irgendwann auftauchen.: Sonnenschein, ungeduldig, Kunststück, Raupe, Sommergewitter

Zu den vorherigen Teilen kommt ihr hier: Klick

Lance und Shailene Teil 9

Dornröschchen

Pip piekte gerade mit seinem Schnabel an meinen Daumen und ich lachte. „Das kitzelt.“
Der Vogel starrte mir direkt in die Augen als wollte er mir was sagen. Ich starrte zurück. Ach, wenn er doch mein Prinz wäre. Im selben Moment klingelte es an der Haustür. An dieses Geräusch würde ich mich wohl nie gewöhnen.
Kurze Zeit später rief Shailene durchs Haus: „Rose, Marco ist hier.“
Ich sah aus dem Fenster aus dem mir purer Sonnenschein entgegen strahlte. Dann wurde ich ungeduldig, ließ den Vogel links liegen und hüpfte praktisch ins Zimmer. Ich hatte Marco seit dem Kostümball vor zwei Wochen nicht mehr gesehen.
Doch nun stand nicht Marco vor mir. Das war ein fremder Mann. Zumindest vom Aussehen her. Seine Stimme sagte etwas anderes.
„Hallo“, begrüßte er mich und lächelte zaghaft.
„Hallo“, antwortete ich vorsichtig. „Du siehst so anders aus.“
Im ersten Moment sah er verwirrt aus, doch dann erinnerte er sich offenbar. „Ach, du meinst, weil ich kein Robin Hood – Kostüm trage?“
„Robin Hood?“, fragte ich verwirrt.
Hilfesuchend sah Marco Shailene an.
„Ich dachte du hättest mittlerweile genug Folgen von Once upon a time gesehen. Robin Hood ist eine Märchenfigur.“ Sie warf mir vielsagende Blicke zu.
„Und Robin Hood war mein Kostüm auf dem Kostümball“, fügte Marco noch hinzu. „Kennst du etwa Robin Hood nicht?“
Jetzt war ich es, die Shailene hilflos ansah. Sie nickte mir unauffällig zu. Diese Welt war immer noch sehr verwirrend für mich.
„Doch, na klar“, beeilte ich mich zu sagen. „Ich war nur irgedenwie überrascht.“
Marco lachte nur. Dann schien seine Nevösität wieder zu kommen.
„Tja, also. Ich dachte vielleicht können wir durch den Park gehen. Da führen Schausteller heute ein Kuststück nach dem nächsten auf.“
Ich war sofort begeistert. Kunststücke hatte ich schon immer geliebt.
„Au, ja!“, jubelte ich. Dann wandte ich mich an Shailene. „Darf ich?“
Shailene wirkte unsicher, lachte aber.
„Klar, darfst du.“
„Ich komme gerne mit“, verkündete ich Marco strahlend. Wir gingen nach unten und Marco hielt eine von diesen neumodernen Kutschen an. Sie parkte fast vor unserem Haus. Er drückte an einem Knopf an diesem Ding, was Lance immer als Autoschlüssel bezeichnete. Dann öffnete er die Tür.
„Würdest du Raupe die Ehre erweisen und mit ihm fahren? Und natürlich auch mit mir“, fragte er.
„Raupe?“, fragte ich verwirrt.
„So nenne ich mein Auto“, erklärte ich grinsend, aber auch verlegend. „Der Name kam mir irgendwie perfekt vor.“
„Oh!“, erwiederte ich verwirrt. „Natürlich.“
Und so stieg ich mit ihm in seine Kutsche, die er Raupe nannte.
„Hoffentlich gibt’s kein Sommergewitter“, überlegte ich mit einem Blick auf die dunklen Wolken am Himmel. Sie wirkten bedrohlich.
„Eher nicht“, entgegente Marco. „Alles gut. Das verzieht sich gleich wieder. „Außerdem haben wir fast Herbst. Da brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen.“
„Okay.“ Ganz überzeugt war ich allerdings nicht.
Und so fuhr Marco aus der Parklücke und lenkte den Wagen auf die Straße. Ich war gespannt was für ein Abenteuer mich nun wieder erwartete.
Im Park war jede Menge los. Hier drängten sich die Menschen aneinander. Da ich Jeans und eine weiße Bluse trug fiel ich überahupt nicht auf. Ich hatte noch nie solche Menschen gesehen und wusste gar nicht, wo ich als erstes hinsehen sollte.
Marco beobachtete mich genau und lächelte sein bezauberndes Lächeln. Offenbar war ihm das Schauspiel nicht fremd.
„Gefällt es dir?“, fragte er lächelnd.
„Ja, es ist toll.“ Ich konnte und wollte ein Grinsen nicht verbergen. „All die Leute hier … Sie wirken so ausgefallen.“
„Nicht ausgefallener als die vom Kostümball“, hielt er dagegen.
„Stimmt auch wieder. Ist das hier auch sowas wie ein Kostümball?“
Marco sah mich verwirrt an. „Nein, es ist sowas wie ein Kirmes. Warst du noch nie auf einem Kirmes?“
„Offenbar nicht“, stellte ich fest. „Aber ich bin auch noch nicht viel aus dem Haus gekommen.“ Weder zu Hause im Schloss, noch bei Lance und Shailene.
„Hast du eine Krankheit oder so, dass du eingeschränkt bist?“, wollte er wissen.
„Sowas in der Art“, stimmte ich zu. Wenn ich hundert Jahre Schlaf und die Tastsache dazuzählte, dass ich offenbar eine dieser Märchenfiguren war, dann auf jeden Fall.
„Komm, ich führe dich rum“, sagte er, nahm meine Hand und verschränkte seine Finger mit meinen. Diese simple Berührung ließ meinen ganzen Körper kribbeln.
Er führte mich tatsachlich rum. Was er mir aber sicher nicht zeigen wollte war wie ein Mann vom Himmel fiel und direkt neben unseren Füßen landete. Die anderen Leute schienen nichts davon bemerkt zu haben. Wir schon. Verwirrt sahen wir uns an.
„Hat es geklappt? Hat es geklappt?“, fragte der Typ aufgeregt.
„Was denn?“, fragte Marco nur.
„Bin ich echt aus der Zeit gepurzelt?“
Marco wirkte nur noch verwirrter. Ich dagegen sah ihn mir genauer an.
„Wie heißt du?“, fragte ich ihn.
„Jack“, antwortete er.
„Bist du zufällig Clarissas Bruder?“, fragte ich ihn.
„Du kennst Clarissa?“, fragte er hoffnungsvoll zurück.
Hatte ich es mir doch gedacht. Mir waren in seinem Gesicht durchaus Ähnlichkeiten zu Clarissa aufgefallen.
Marco sah mich nur verwirrt an. Ich wandte mich an ihn.
„Wir sollten ihn zu mir nach Hause bringen. Clarissa wird ganz aus dem Häuschen sein. Ich hätte zwar gerne noch mehr Zeit mit Marco verbracht, aber unter den Umständen …
„Du glaubst ihm doch nicht etwa, oder?“, fragte Marco mich. „Zeitreisen gibt es nicht.“
Wenn er wüsste. Aber Shailene hatte mir schon erklärt, dass er an sowas nicht glauben würde. Da gab es nur ein paar Ausnahmen wie Lance und Shailene. Aber vielleicht konnte ich ihn ja noch überzeugen.

Fortsetzung folgt …

2 Gedanken zu „Lance und Shailene Teil 9: Dornröschen unterwegs

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