Writing Friday: Alecto 2

Heute gibts wieder einen Teil Writing Friday von mir und zwar den 2. Teil von Alecot.

Alecto Teil 2

Welches ist dein Lieblingsgenre? Wieso ist das so und was magst du daran?

Comicbücher waren nicht unbedingt mein Lieblingsgenere. Ich bevorzugte Fantasy und Dystopien. Doch jetzt, wo seit ein paar Tagen ein Comicjunge bei mir wohnte hatte ich mich schon etwas mit Comics auseinander gesetzt. Ich suchte schließlich nach Alectos Buch. Es gab schon ein paar coole Comics, die ich mir mal genauer anschauen wollte. Die klangen ziemlich gut.
Besagter Comicjunge kam jetzt die Treppe herunter. Er hatte sich mittlerweile ein wenig eingelebt, aber das meiste war ihm immer noch fremd.
„Hey, alles klar?“, fragte ich ihn.
„Solange keine dunkle Fee stört und ich bald nach Hause zu meiner Eule kann, ja“, entgegnete er. „Schon was gefunden?“
„Leider nicht“, entgegnete ich. „Tut mir leid.“
„Ist okay“, meinte er, aber er ließ den Kopf hängen. Er tat mir so leid. Ich wollte ihm so gerne helfen.
„Wir finden einen Weg“, versprach ich ihm.
Er rang sich ein Lächeln ab. „Ist schon gut. Vielen Dank, dass du das überhaupt alles für mich tust. Ohne dich wäre ich aufgeschmissen.“
„Das mache ich gerne“, antwortete ich ehrlich. Ich hatte diesen Comicjungen einfach ins Herz geschlossen.
„Eigentlich gefällt es mir hier ja“, gestand mir so. „Wenn ich meine Eule nicht so vermissen würde.“
Und so suchten wir weiter. Tagelang schlug ich mir mit der Suche rum. Dann klopfte es erneut an meiner Tür. Ich seufzte. Hoffentlich war das nicht schon wieder dieser Polizist. Natürlich war er es. Ich seufzte.
„Ja, bitte?“, fragte ich.
„Tut mir leid, dass ich noch mal störe“, entschuldigte er sich.
„Schon okay. Was ist denn?“, fragte ich.
„Haben Sie den Comicjungen in ihrem Garten schon mal gesehen?“, fragte er.
„Äh, was?“, fragte ich und folgte seinem Blick. Oh, nein. Was machte Alecto denn hier draußen. Verdammt. Was sollte ich jetzt machen?
„Ja“, gab  ich schließlich zu. „Das ist Alecto.“
„Dachte ich es mir doch“, nickte er und wirkte zufrieden. Ich biss mir auf die Lippen. „Bitte, tun Sie ihm nichts. Er ist harmlos.“
„Keine Angst. Hatte ich nicht vor“, versuchte er mich zu beruhigen. „Er soll nur zurück in sein Buch.“
Ich schluckte. Ich würde ihn verlieren. Mein Blick fiel auf den Jungen. Ich hatte ihn in mein Herz geschlossen.
„Und wie?“, fragte ich nur bedrückt. Denn das war es ja, was Alecto wollte. Zurück zu seiner Eule.
Er holte ein Buch hervor und ich erkannte sofort die Figur auf dem Cover.
„Ist das?“, fragte ich verwirrt.
„Das ist das Buch aus dem er kommt“, nickte er. „Es fiel mir zufällig in die Hände. Die komische Fee ist schon wieder drin. Jetzt fehlt nur noch der Junge. Dann ist alles wieder in Ordnung.“
„Aber wie? Wie konnte die Fee wieder da rein?“, wollte ich wissen, denn das verstand ich wirklich nicht.
„Das ist etwas schwer zu erklären“, antwortete er. „Hat irgendwie mit Magie zu tun, glaube ich.“
„Woher haben Sie das?“, wollte ich wissen und zeigte auf das Buch.
„Die Fee. Sie hatte es.“ Er wirkte wieder leicht verlegen.
„Woher wissen Sie so viel darüber? Haben die Menschen überhaupt was von dem Himmelswunder mitbekommen?“ Irgendwie war ich immer noch misstrauisch.
„Ich bin ein Comicfan und diese Fee kam mir gleich so bekannt vor. Also habe ich sie beschattet und eingefangen. Und dann habe ich nachgesehen. Es stammt aus diesem Buch. Es hat keinen Namen.“
So, so. Der Polizist ertuppte sich als Comicfan. „Und irgendwie haben Sie die Fee wieder in das Buch bekommen“, stellte ich noch mal fest.
„Na, ja. Also eigentlich weiß ich doch wie. Es ist die Magie der Namen. Mir ist aufgefallen, dass die Namen der Fee und von dem Jungen fehlen. Also habe ich den der Fee wieder hinzugefügt“, sagte er.
„Und wieso haben Sie nicht auch gleich Alectos Namen hinzugefügt?“, wollte ich wissen. Ich stieg durch diesen Mann nicht durch.
Jetzt wirkte er fast noch verlegener. Ich sah ihn schräg von der Seite an.
„Ich wollte zunächst Sie fragen ob Sie nicht vielleicht doch Kontakt zu dem Jungen hatten.“
„Das ist aber nett … und ungewöhnlich.“ Ich zögerte.
„Ich weiß. Vielleicht auch etwas aufdringlich, aber dann wäre die Sachlage eine andere und ich liebe diese Comicreihe einfach.“
Das entlockte mir ein Lächeln, aber dennoch … „Inwiefern ist die Sachlage dann anders?“
„Dann wäre der Junge an Sie gebunden und er könnte vielleicht bei Ihnen bleiben. Falls sie das wollen.“
„Aber Alecto möchte zurück in sein Buch“, erwiederte ich nun. „Ich denke ich sollte erst mit ihm darüber reden.“
„Alles klar“, willigte er sofort ein. „Reden Sie mit ihm und wenn Sie sich entschieden haben melden Sie sich bei mir.“
„Einverstanden“, stimmte ich zu.
Und so gab mir der Polizist seine Karte und verabschiedete sich höflich.

Währenddessen gesellte ich mich zu Alecto und sprach ihn an. Er saß auf der Bank vorm Haus und starrte vor sich hin.
„Hey, Alecto. was machst du denn hier?“
„Ich brauchte etwas frische Luft“, erklärte er.
„Okay, hast du gesehen? Der Polizist war da“, machte ich ihn auf unseren voherigen Besuch aufmerksam.
„Und was hat er gesagt?“, wollte er wissen.
„Er sagte du kannst nach Hause“, erzählte ich.
Jetzt horchte Alecto auf. „Wirklich?“
„Ja, er hat eine Möglichkeit gefunden“, erzählte ich.
„Aber?“, fragte er. Offenbar hörte er es genauso heraus wie es war.
„Du könntest nicht mehr zurück“, erklärte ich.
„Und du würdest mich vermissen“, schlussfolgerte er richtig.
„Ganz genau“, nickte ich.
„Wie komme ich zurück in mein Buch?“, wollte er dann wissen.
„Wir fügen deinen Namen wieder zu. Er ist verschwunden“, erzählte ich.
Alecto dachte darüber nach. Dann schien er zu einem Entschluss gekommen zu sein.
„Ich möchte nach Hause zu meiner Eule. Es tut mir leid. Ich werde dich auch vermissen, aber ich muss zu meiner Eule zurück.“
„Das kann ich verstehen.“ Er hatte ja recht. Vermutlich musste er wirklich in sein Buch zurück.

Und so rief ich den Polizisten an und er brachte Alecto in sein Buch zurück. Der Abschied von Alecto fiel mir schwer und der Polizist sah es mir an. Er lud mich zum Essen ein. So kam eines zum anderen und verliebten uns ineinander. Ben und ich waren jetzt seit einem Jahr zusammen und ich hatte Alecto nicht vergessen. Sein Buch lag immer auf meinem Nachtschrank, aber ich war glücklich und hoffte, dass Alecto das auch war.

Ende

So, das wars von Alecto. Was sagt ihr? Ich würde gerne noch weiter schreiben, aber leider fehlt mir die Zeit dazu. Deswegen musste ich es abschließen.

5 Gedanken zu „Writing Friday: Alecto 2

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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