Writing Friday: die traurige Prinzessin Teil 2

Irgendwie ist dieser Beitrag untergegangen. Weiß auch nicht wieso. Eine Story für den Writing Friday.

Klara schmiss das Bild an die Wand, es war Zeit für einen Abschluss. So ging es nicht weiter. Wenn sie sich nur in der Ecke verkroch würde sie sich zerstören.
„Okay, jetzt ist Schluss“, bestimmte ich und nahm ihre Hände in meine. Die böse Prinzessin ist weggeschlossen. Sie kann dir nichts mehr tun.“
Klara sah mich an und nickte. „Du hast Recht, Esme. Tut mir leid. Ich war nur so wütend auf sie.“
„Marek hat uns alle befreit“, erinnerte ich sie.
„Marek“, murmelte Klara und ihre Augen leuchteten.
Seit Marek uns befreit hatte waren zwei Wochen vergangen. Ich war mittlerweile so glücklich mit Julian und er hatte mir viel aus seiner Zeit mit der bösen Prinzessin erzählt. Obwohl er verzaubert gewesen war, hatte er immer gewusst, dass irgendwas nicht stimmte.
Nicht nur ich hatte unter ihrer Herrschaft gelitten. Auch die anderen Bewohner hatte sie aus reiner Boshaft eingeschlossen. Klara war damals meine einzige Freundin gewesen. Mein Kammermädchen.
Vermutlich war sie genauso festgehalten worden wie ich, aber sie redete nicht darüber.
„Marek“, murmelte sie wieder. „Er ist süß, oder?“
Ich grinste breit. „Ja, ist er. Aber ich muss das sagen. Ich bin schließlich mit seinem Zwilling zusammen.“
Die beiden sahen sich wirklich zum Verwechseln ähnlich, aber nicht komplett identisch. Ich erkannte die Unterschiede.
Klara litt immer noch unter den letzten 100 Jahren. Verständlich. Auch ich hatte sie nicht ganz weggesteckt. Natürlich nicht.
Nur Julian gab mir immer wieder die Kraft weiter zu machen. Er war mein Halt und mein Herz.
Am Abend nach der Befreiung waren wir in den Garten gegangen. Wir hatten den Schlüssel für das Turmschloss in das Schmuckkästchen getan und im Garten vergraben. Vielleicht waren wir damit genauso grausam wie die böse Prinzessin, aber sie sollte nie wieder jemanden Schmerzen zufügen.
Klara und Marek freundeten sich an und wurden ein Paar. Das gefiel mir ausgesprochen gut, denn sie passten gut zusammen.
Ich genoss meine wiedergewonnene Freiheit und jede Minute, die ich mit Julian verbrachte. Gerade saßen Julian und ich tief im Garten des Schlossparkes und am weitesten vom Turm entfernt. Der Mond schien über uns und überall waren Fackeln aufgestellt.
„Bist du glücklich?“, fragte Julian mich, der mich fest in seine Arme gezogen hatte.
„Ja, das bin ich.“ Wir verschränkten unsere Finger ineinander und er zog mich fester an sich. „Und du?“
„Mit dir immer.“
„Endlich ist die böse Prinzessin besiegt und wir sind frei. Das ist so toll“, fand ich.
„Ja, das ist es“, stimmte er mir zu. Und dann beugte er sich zu mir hinab und küsste mich.
Und so lebten wir Seite an Seite in unserem Schloss. Es herrschte ewiger Frieden oder zumindest Frieden für 100 weitere Jahre. Was dann kam musste eine andere Geschichte erzählen. Denn diese Geschichte war nun vorbei.

EnDE

3 Gedanken zu „Writing Friday: die traurige Prinzessin Teil 2

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