Writing Friday: Dezember 1: Rentier als Vertetung

Heute gibts mal wieder einen Writing Friday und ich bin mal wieder dabei.

  • Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona! Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Also echt, wo gibts denn sowas? Der Weihnachtsmann ist verhindert die Geschenke auszutragen. Jetzt muss ich mich um die Geschenke kümmern. Wie konnte er sich auch mit Corona anstecken? Er war doch die ganze Zeit hier. Oder hat er sich wieder heimlich verdrückt? Und wieso kann eigentlich nicht stattdessen das Christkind die Geschenke austeilen? Die kann das doch auch. Ich bin eigentlich nur der Fahrer.
Deswegen war ich auch dementsprechend nervös als ich jetzt abfahrbereit vor dem Schlitten stand. Immerhin war das Christkind gerade bei mir und gab mir noch ein paar Tipps. Ich hörte gut zu und versuchte mir alles zu merken. Dann ging es los. Ich fuhr mit dem Schlitten voller Geschenke hinter mir und meinen zwei Begleitern an und schon bald hob der Schlitten ab. Er war mit feinem Sternenglanz umzogen, damit uns keiner sehen konnte. Und dann nahm der Schlitten an Fahrt auf und stieg in den Himmel. Wir wurden immer schneller bis wir in den Sternen verschwanden. Ich liebte dieses Schlittenfliegen. Da fühlte ich mich frei und Teil eines großen ganzen.
Doch viel zu schnell mussten wir wieder landen. Wir kamen in ein verschneites, winterliches Dorf. Hier war ich schon gewesen. Hier kannte ich die Häuser mit den Kindern. Das eigentliche Problem war in die Häuser zu kommen. Der Weihnachtsmann hatte spezielle Weihnachtsmann Magie dafür. So wurde er kleiner und kam in den Kamin. Doch ich konnte das nicht. Warum auch immer. Ich musste einfach warten bis alle schliefen und hoffen, dass eine Garage oder so offen war. Ich wurde also vom Schlitten abgespannt und dann gings los.
Vorsichtig ging ich an das Haus ran. Waren alle Lichter aus? Schliefen alle? Nervös trabte ich um das Haus rum und sah mich um. Ich versuchte einen Eingang zu finden, aber es gab keinen. Wie in aller Welt sollte ich da reinkommen? Sollte ich schon beim ersten Haus versagen?
Dann hörte ich plötzlich die Stimme des Weihnachtsmannes in meinem Kopf.
„Benutze den Beutel. Aber nur wenig, sonst bleibt nicht genug.“
Welcher Beutel? Wo war denn bitte schön ein Beutel? Ich lief noch mal in Windelseile zum Schlitten zurück. Ich war schon viel zu lange hier. Ich wühlte und fand dann tatsächlich einen Beutel. Damit ging ich wieder zum Haus und schleppte auch gleich den Beutel mit den Geschenken hinter mir her. Er war so schwer und ich kam kaum voran. Ich war froh als ich es endlich zum Haus geschleppt hatte. Dann streute ich das Pulver vom Weihnachtsmann zur Tür. Endlich bekam ich sie auf und konnte rein. Doch das war auch nicht so leicht. Ich war nicht so gelenkig wie der Weihnachtsmann.
Irgendwann schaffte ich es aber doch. Es dauerte viel zu lange, aber schließlich lagen die Geschenke darunter. So schlängelte ich mich von Haus zu Haus.
Es wurde eine lange Nacht für mich. Als ich beim letzten Haus ankam war ich total erschöpft und müde. Es war aber alles dunkel. Kein Wunder. Es war ja auch schon spät. Hoffentlich ging das hier jetzt auch noch gut. Ich schlich mich an das Haus ran. Mein Pulver um reinzukommen war fast aufgebraucht. Ich streute den Rest auf die Tür. Ich bekam sie schwerer auf, aber es ging. Als ich endlich im Wohnzimmer war legte ich die Geschenke unter dem Baum. Als ich gerade zurück wollte stolperte ich und es rumste. Ich erstarrte und blieb ganz still stehen. Doch ich hatte die Bewohner trotzdem geweckt. Ich versuchte schnell zu entkommen, aber ich steckte irgendwie fest. Und dann sah ich das Kind. Entsetzt starrte ich es an. Es wirkte eher erschrocken. Schnell trat ich den Rückzug an und verließ in aller Eile das Haus. Ich stürzte auf den Schlitten zu und kaum war ich vorgespannt hob ich in der Luft ab. Ich konnte es kaum erwarten zurück im Weihnachtsdorf zu sein. Als ich landete war ich überglücklich. Ich war nicht der Weihnachtsmann, aber ich hatte es geschafft. Auch der Weihnachtsmann war zufrieden über meinen Bericht. Das Kind ließ ich natürlich weg. Nach meinen Geschenke verteilen konnten auch wir endlich Weihnachten genießen. Ich bekam zur Belohnung viel zu fressen und Musik. Das war doch toll. Ein erfolgreiches Weihnachtsfest trotz Corona.

Ende

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

4 Responses to Writing Friday: Dezember 1: Rentier als Vertetung

  1. wunderschön fantasievoll!

    Gefällt 1 Person

  2. Rina says:

    Armer Rudolf, der ist bestimmt dann einfach in seinem Stall umgekippt und ist eingeschlafen…Aber er hat es ja gut gemeistert.

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: