Writing Friday 02.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 2

Und hier kommt die zweite Geschichte einer Fortsetzung zur ersten. Auch hier ist wieder die Aufgabe aus dieser Aktion geholt:  Writing Friday.

  • Welchen Zauberspruch könntest du jetzt am meisten gebrauchen? Was würde dieser in deinem Leben verändern?

Entführt in ins Weihnachtsdorf Teil 2

Fragend sah ich ihn an.
„Ich brauche einen Zauberspruch“, erklärte er mir. „Und den kann mir der Kürbismensch Louis besorgen.“
„Und wie?“, fragte ich, weil ich das Gefühl hatte überhaupt nichts zu verstehen.
Ernsthaft? Der Kerl hieß Louis? Irgendwie passte das.
„Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht genau. Ich weiß auch meistens gar nicht welche Zaubersprüche ich brauche, aber er findet irgendwie immer den richtigen“, antwortete er.
„Das macht irgendwie keinen Sinn“, bemerkte ich trocken. Aber hier machte sowieso gar nichts einen Sinn.
Er grinste mich an. „Ja, oder? Aber es ist meine Realität und es ist wahr.  Und du glaubst mir. Das sehe ich dir an.“
Er hatte Recht. Ich glaubte ihm. Aber nur, weil ich den Kürbismenschen mit eigenen Augen gesehen hatte.
„Das heißt aber nicht, dass es nicht unlogisch ist“, beharrte ich.
„Ja, stimmt“, seufzte er. „Das hab ich auch nicht behauptet. Okay, hab nur ich das Gefühl, dass wir uns hier im Kreis drehen?“
„Du hast Recht. Tut mir leid.“
„Schon in Ordnung. Ich kann verstehen, dass das etwas viel für dich ist. Lass uns einfach noch mal von vorne anfangen, okay?“, schlug er vor. Als ich nickte streckte er mir seine Hand aus und ich sah seine schlanken Finger vor mir. „Mein Name ist Ruben und ich habe mit Magie zu tun.“
Ich grinste vor mich hin. War er süß.
„Hi, ich bin Maggie und ich bin durch Zufall hier her gekommen“, antwortete ich keck.
Er grinste verschlagen. „Ach, so ist das. Hast du Lust ein wenig Magie kennen zu lernen?“
„Warum nicht“, sagte ich in Erwartung dessen, was da jetzt auf mich zukommen mochte.
Und so zog mich Ruben in ein unsichtbares Loch und plötzlich waren wir in einer völlig anderen Welt. Vor uns stand der Kürbismann, Louis.
„Ah, da seid ihr ja“, bemerkte er nur ohne irgendwie überrascht zu wirken.
„Hast du was für mich?“, fragte Ruben ihn.
„Was glaubst du denn?“, fragte er zurück. „Folgt mir.“
Und so folgten wir Louis. Er ging ziemlich schnell voran. Ich fragte mich, was mich als nächstes erwartete. Aber ich sollte es sicher bald erfahren.
Und ich sollte recht behalten. Wir kamen zu einem kleinen See. Er schimmerte blau und das Glitzern der Sonne begleitete ihn.
„Was machen wir hier?“, fragte ich die beiden.
„Das hier ist nicht irgendein See“, erklärte Ruben mir. „Es ist ein verzauberter See. Wenn ich da rein springe erfüllt er mir jeden Wunsch.“
„Und genau das brauchst du jetzt“, ergänzte Louis.
„Warum?“, fragte ich, weil ich es immer noch nicht verstand.
„Ich bin in einer besonderen Situation“, erklärte er. „In meinem Land ist eine Not ausgebrochen und ich muss dringend helfen.
Bald ist Weihnachten und wir werden es dieses Jahr nicht mit den Geschenken schaffen. Deswegen brauche ich einen Wunsch.“
„Ähm, okay.“ Das fand ich jetzt doch etwas strange. „Was bist du? So eine Art Weihnachtsmann?“
„Den Weihnachtsmann gibts nicht. Oder das Christkind oder was weiß ich“, meinte er schockierend. „Wir sind alles Weihnachtselfen, die zusammen arbeiten.“
„Erzähl das bloß nicht den Kindern dieser Welt“, bemerkte ich nur.
Er grinste nur. „Hm, vielleicht lieber nicht.“
„Also willst du mir sagen, dass du in eine Art Weihnachtsdorf lebst?“, hakte ich noch mal nach.
„Sowas in der Art und doch nicht ganz“, stimmte er mir zu.
„Nimmst du sie mit dorthin?“, fragte Louis ihn.
„Erst mal steige ich in den See“, antwortete er. „Danke Louis.“
Und dann zog er sein T-Shirt und seine Hose aus. Und dann sprang er in den See. Minutenlang tauchte er unter und ich wurde langsam nervös. Doch Louis sah ganz und gar nicht nervös aus sondern eher entspannt.
„Müsste er nicht langsam wieder auftauchen?“, fragte ich nervös.
„Das wird er“, versicherte Louis mir zuversichtlich. „Aber Wünsche brauchen seine Zeit.“
Was auch immer das heißen mochte. Also warteten wir weiter. Und dann tat sich plötzlich etwas. Es blubberte auf dem Wasser und Louis lächelte zufrieden.
„Ah, es funktioniert. Der Wunsch breitet sich aus.“
Und dann spürte ich es. Der Wunsch breitete sich wirklich aus. Ich spürte das Beben in der Erde und die Welle, die über mich hinweg ging. Plötzlich lag der Geruch von Weihnachten in der Luft. Dann tauchte Ruben plötzlich auf der Oberfläche auf. Er war klatschnass, aber ziemlich lebendig und er strahlte. Dann kam er aus dem Wasser und die Tropfen regneten an ihm herab. Ich konnte ihn nur anstarren.
„Na, zufrieden?“, fragte Louis nur.
„Und ob. Vielen Dank.“ Ruben strahlte noch immer. „Weihnachten ist gerettet.“
„Immer zu Diensten. Na, ich bin dann jetzt mal weg. Du brauchst mich ja jetzt nicht mehr. Den Rest schaffst du auch alleine.“
Ruben nickte ihm zu und dann verschwand er.
„Und was jetzt?“, fragte ich Ruben verwirrt.
„Hast du Lust mich ins Weihnachtsdorf zu begleiten?“, fragte er mich und klang dabei hoffnungsvoll.
„Ja, gerne“, sagte ich nur und war total neugierig auf dieses besondere Land.
Und so nahm Ruben meine Hand. Was ich nicht erwartet hatte war, dass wir wieder in den See sprangen. Ich erwartete zu ertrinken, aber ich hätte mehr Vertrauen in Ruben haben sollen. Wir wurden nicht nass sondern fielen in ein tiefes Loch. Es ging immer tiefer und natürlich hatte ich erst weiterhin Bedenken. Aber schließlich fielen wir aus dem Loch heraus und landeten in einer staubigen Röhre und schließlich auf einem Teppich. Unversehrt, aber dreckig. Als ich mich wieder erholt hatte sah ich mich um und sah wodurch wir gefallen waren.
„Ernsthaft? Ein Kamin?“, fragte ich entgeistert.
„Warum denn? Das ist der Eingang zu meiner Wohnung.“
Ruben zuckte nur mit den Achseln als wäre das das natürlichste der Welt. Und dann sah ich mich noch mal um.
Wir waren in einem recht großen Raum, aber der war vollgestopft. Hier gab es allen möglichen Weihnachtskram. Kristbaumkugeln, Dekoration, Lichter und andere Dinge.
„Was ist das hier? Eine Abstellkammer?“, fragte ich verwirrt.
„Glaubst du ich lande so in meinem Wohnzimmer?“, fragte er zurück. „Ich habe in jedem Raum einen Kamin.“
Ah, ja. Natürlich. Was auch sonst?
„Na, komm. Ich zeig dir den Rest“, bot er mir an und da sagte ich nicht nein.
Und so folgte ich ihn aus dieser Abstellkammer heraus. Es folgte ein wirklich gemütlich eingerichtet Wohnzimmer. Es war sehr geräumig und als erstes entdeckte ich tatsächlich den Kamin. Er war groß und nahm den Raum ziemlich ein. Außerdem gab es ein grünes Sofa und Lichterketten. Außerdem gab es an einer Wand einen Flachbildschirm und ziemlich viel Weihnachtsdeko.
Aber am beeindruckensten war die Terassentür. Das waren richtig große Fenster, wo man gut nach draußen gucken konnte. Davor war  Wald und man hatte viel Privatsphäre. Das könnte mir auch gefallen.
„Schön, oder?“, fragte er ziemlich zufrieden.
„Ja, auf jeden Fall“, bestätigte ich. „Sehr ruhig.“
„Wart erst ab. Das wirst du draußen anders sehen“, prophezeite er mir. „Möchtest du es dir ansehen?“
„Ja, klar“, antwortete er mich und so führte er mich nach draußen. Und da konnte ich nur staunen.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

6 Gedanken zu “Writing Friday 02.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 2

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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