Writing Friday: 04.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 4

Und nun gibts den nächsten Teil vom Weihnachtsdorf. Hier gibts die Aktion dazu. Klick

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: nass, kalt, Pferde, klitzeklein, rot

 

Wir bereiteten uns darauf vor die Geschenke in den Häusern der Menschendörfer zu verteilen. Zuerst war es noch nass, aber dann fing es plötzlich an zu schneien. Ich freute mich, denn Schnee an Weihnachten war magisch und genau die richtige Zeit dafür. Während wir die Geschenke auf den Schlitten luden fiel der Schnee immer dichter. Ich freute mich und Ruben schüttelte nur mit dem Kopf.
„Was ist?“, fragte ich ihn. „Ich liebe Schnee.“
„Na, dann bist du hier ja genau richtig“, fand er. „Hier gibts jede Menge Schnee.“
„Na hoffentlich“, entgegnete ich.
Noch mal schüttelte er den Kopf und meinte: „Also ich hasse es ja, wenn es kalt ist, aber das ist Ansichtssache.“
„Wie? Du wohnst hier, aber du hasst die Kälte?“
„Tja, man kann nicht alles haben“, antwortete er nur.
Ich grinste vor mich hin. Das gefiel mir irgendwie. Nicht alles war nur schwarz oder weiß.
„Und jetzt?“, fragte ich nur.
„Na, der Schlitten zieht sich nicht von alleine, oder?“, bemerkte er.
Und so führte er mich um das Dorf rum zu den Ställen. Dort waren einige Tiere, die ich nicht erwartet hätte. Zum Beispiel gab es in einer Ecke Gänse und in einer anderen Enten. Außerdem fand ich Pferdeähnliche Tiere, die aber keine Rentiere waren. Sie erinnerten mich eher an Zebras. Ich starrte sie nur an.
„Was ist das?“, fragte ich nur.
„Nicht, was. Eher wer ist das?“, korrigierte er mich.
„Und wer ist das?“, änderte ich meine Frage um.
„Susi und Strolch, unsere Schlittenzieher“, antwortete er stolz.
Ich starrte ihn erneut nur irritiert an.
„Aber das ist doch gar nicht weihnachtlich.“
Er lachte in sich hinein und ich musterte ihn verdutzt.
„Ach, wart es ab. Du wirst dich wundern.“
Und dann öffnete er die Boxen von Susi und Strolch. Die Zebras flitzten heraus und schlugen sofort die Richtung zum Ende des Stalls ein. Ruben hielt sie nicht auf sondern wir folgten ihnen einfach.
Sie fanden alleine ihren Weg zum Schlitten. Vermutlich kannten sie ihn auswendig. Auch beim Anhängen mussten wir nicht helfen. Sie brauchten den Schlitten nur zu berühren und schon waren sie eins mit ihm. Ich staunte nicht schlecht.
„Magie“, flüsterte mir Ruben ins Ohr, der mir plötzlich sehr nahe war.
Ich grinste. Ob er wirklich daran glaubte? Vielleicht hatte er mittlerweile genug gesehen um es zu tun.
„Darf ich bitten?“, fragte er schließlich und hielt mir seine Hand hin um mir auf den Schlitten zu helfen.
„Gerne.“ Ich nahm seine Hand und stieg auf. Dann folgte er mir auf die andere Seite.
Er sagte: „Ho, ho, ho“ und dann gings los. Dann hoben wir ab und der Schlitten flog. Wir flogen in die Nacht hinein und wurden immer schneller.
„Ernsthaft? Das ist der Startschuss damit die Tiere in die Lüfte fliegen?“, fragte ich nur lachend.
„Warum? Was ist daran auszusetzen? Susi und Strolch hören drauf.“
Ich beschloss das einfach unkommentiert zu lassen und genoss lieber die Schlittenfahrt. Wir waren mittlerweile hoch oben am Himmel und die Sterne kamen immer näher. Das war irgendwie verrückt. Aber es war auch richtig toll. Und dann waren wir im … Weltall? Zumindest sah ich die Erde von oben. Das war der Wahnsinn.
„Wie ist das möglich?“, fragte ich beeindruckt.
„Wie ist das möglich?“, fragte er mich.
„Das hier. Das wir einfach so ins Weltall fliegen“, erklärte ich.
Er grinste nur verschlagen. „Wieder so ein Weihnachtsding und Magie.“
Ich schüttelte nur mit dem Kopf. „Verrückt.“
Aber trotzdem war es einfach toll. Langsam ließen wir die Sterne hinter und und drangen in die Erdathmosphäre ein. Es war ein komisches Gefühl, aber auch kaum greifbar, da Susi und Strolch so schnell waren. Die Welt unter uns wirkte so klitzeklein. Wirklich beeindruckend. Und dann ging es immer schneller die Erde herab.
Ich sah schon rot. Ob die Tiere wirklich genau dort landen würden, wo wir es wollten. Wo wollten wir eigentlich landen?
„Woher wissen die Tiere wo sie landen müssen und in welchen Land und so?“, fragte ich Ruben deswegen.
„Hm. Sie wissen es einfach. Es ist ihnen sozusagen angeboren. Sonst wären sie keine Weihnachtstiere“, erklärte er.
„Hm, okay.“ Angeboren. Was auch immer.
Und dann kamen wir der Erde immer näher, aber elegant und geschmeidig. Als wüssten die Tiere genau was sie taten und das war vermutlich auch so. Und dann setzten wir auf einer Wiese auf. Es war dunkel, die Sterne leuchteten am Himmel und der Schnee war bestimmt knöcheltief.
„Sehr weihnachtlich“, kommentierte ich grinsend.
„Ja, nicht wahr? Das ist der Weihnachtszauber.“
Ich lächelte und so verteilten wir die Geschenke von Haus zu Haus. Manchmal gings durch die Tür, manchmal durchs Fenster und manchmal auch durch den Kamin. Es machte richtig Spass. Erst mal freute ich mich die ganzen weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer zu sehen und auch die Geschenke zu verteilen hatte seinen Reiz. Aber es kostete auch ziemlich viel Zeit. Doch die nahmen wir uns gerne.
Wir waren die ganze Nacht unterwegs. Wir fuhren von Ort zu Ort. Oder besser gesagt wir flogen. Manchmal lag Schnee und manchmal nicht. Die Kinder schliefen alle und die Eltern waren ebenfalls ins Bett gegangen oder wach oben in ihren Zimmern oder unterwegs. Aber wir beschenkten nicht nur Familien. Auch alleinstehende und Studenten bekamen was ab. Zu Weihnachten sollte jedem eine Freude gemacht werden.
Doch schließlich flogen wir ins Weihnachtsdorf zurück. Es war früh am Morgen als wir dort ankamen. Wir waren ziemlich erschöpft und legten uns erst mal hin. Am Mittag würden wir uns mit den Dorfbewohnern treffen. Dann wollten auch wir die Weihnachtstage feiern. Ich hatte längst beschlossen hier zu bleiben. Ich wollte dieses Weihnachtsdorf und ich wollte Ruben näher kennen lernen. Also blieb ich. Weihnachten für Weihnachten packte ich Geschenke ein und verteilte sie zusammen mit Ruben. Es bereitete mir Freude. Hier gehörte ich hin. Das war meine Welt und so wollte ich leben.

Ende

Na, was meint ihr?

2 Gedanken zu “Writing Friday: 04.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 4

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s