Drabble – Dienstag 1: Das Loch

Heute gibts mal wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

Spinne-Medusa-Helm

Ich ging in den Garten und entdeckte ein Loch.  War das eine Spinne da drin?  Ich konnte es nicht erkennen. Irgendwie musste ich gerade sehr an Medusa denken. Trug sie einen Helm oder was war das? Das war irgendwie eine merkwürdige Kombination. Was war hier los? Sah ich schon Gespenster oder war das hier ein Traum? Aber wenn war es ein seltsamer Traum. Ich sah noch mal in das Loch und Spinne, Medusa und Helm oder was immer es war, waren verschwunden.  Also doch nur ein Traum? Vielleicht würde ich das nie erfahren. Wer wusste schon, was ich gesehen hatte?

 

Uff, 100 Wörter sind schon eine Herausforderung, da ich immer irgendwie mehr schreiben will. 300 find ich schon recht schwer, aber 100. Uff.

Und was meint ihr?

Etüde 30/44: Das magische Korsett Teil 22

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 20+21 | 365tageasatzaday

 

Hier gehts zu den vorherigen Teilen: Klick

Das magische Korsett Teil 22

Wetterbericht
ordentlich
irisieren.

Es blieb erst mal weiterhin grün. Die Tiere wurden weniger, aber ein paar begleiteten uns, ohne sich groß bemerkbar zu machen. Vielleicht hätten wir vorher den Wetterbericht lesen sollen, denn die Wolken wurden plötzlich grau. Das konnte nichts gutes verheißen, oder? Ich seufzte. Das gefiel mir alles ganz und gar nicht. Und dann änderte sich die Landschaft vor uns tatsächlich. Es wurde hügeliger und ging bergauf. Ich musste mich ganz schön anstrengend mit Lance mitzuhalten. Aber er sah sich immer wieder um und wartete auf mich.

Oben auf der Kuppe entdeckten wir dann tatsächlich ein Dorf. Es war nur klein, wirkte aber ordentlich. Nur sah man draußen niemanden. Seltsam. Es wirkte so ruhig als sei das Dorf komplett ausgestorben. Das irritierte mich noch viel mehr. Verwirrt sah ich Lance an. Er zuckte nur mit den Achseln und wir sahen uns weiter um. Hier war wirklich nichts obwohl die Häuser intakt aussahen. Obwohl wir uns nicht abgesprochen hatten sahen wir uns schweigend um. Ich fand nichts auffälliges. Doch plötzlich war Lance wieder an meiner Seite. Er sah alamiert aus. Doch er sagte weiterhin nichts.

Und dann entdeckte ich es. Er hatte etwas in der Hand. Es wirkte wie ein kleiner Gegenstand, der ständig seine Farben änderte. Es wirkte wie ein Phänomen mit irisierenden Einfluss.
„Was ist das?“, fragte ich Lance.
„Komm her“, sagte er nur. „Ich habe da eine Idee.“
Er hielt mir seine Hand hin. Ich nahm sie und er hielt den Gegenstand in die Sonne. Es fing an zu blitzen und die Farben veränderten sich in Senkundenschnelle. Ich konnte den Änderungen kaum folgen. Und dann flackerten wir plötzlich wieder. Wir waren umgeben von Farben und Licht und ich hatte keine Ahnung wo wir diesmal hinkamen. Hoffentlich nach Hause. Vielleicht sollte ich einfach langsam mal dieses blöde Korsett ausziehen? Das war mein letzter Gedanke bevor ich endlich wieder auf dem Boden stand.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Etüde 29/43: Das magische Korsett Teil 21

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Das magische Korsett Teil 21

Giraffe
mondsüchtig
suchen.

Verschlungene Wege führten uns schließlich auf eine Straße. Langsam kamen wir wieder in die Zivilisation. Doch es war eine seltsame Gegend. Das hier sollte mein zu Hause sein? Hier lief die ein oder andere Giraffe über die Straße als sei das das Gewöhnlichste auf der Welt. Ich starrte Lance an, der sich interessiert umsieht.
„Was ist hier los? Sicher, dass das unsere Zeit ist?“, fragte ich ihn.
„Ich habe nicht die geringste Ahnung“, antwortete er mir. „Ich dachte wir wären in unserer Zeit, aber vielleicht auch nicht.“

Er sah sich verwirrt um und fragte mich: „Findest du nicht auch, dass diese Tiere mondsüchtig wirken?“
Ähm. Darauf wusste ich nichts zu sagen. Tatsächlich kamen jetzt immer mehr Tiere auf die Straße. Zebras, Löwen, Spatze, Hunde …. Wo kamen die denn auf einmal alle her?
„Lance, glaubst du, das ist normal?“, fragte ich meinen Begleiter.
„Woher soll ich das wissen?“, gab er zurück. „Aber wohl nicht normal für unsere Welt.“
„Also sind wir nicht in unserer Welt?“, hakte ich noch mal nach, jetzt panischer.
„Sieht fast so aus“, gab er schließlich widerwillig zu.

Na, das war ja ganz toll. Und ich hatte gehofft wir wären wenigstens wieder in unsere Welt gelangt. Mussten wir denn jetzt ewig weiter suchen? Was hatte ich mir nur dabei gedacht mit Lance zu reisen. Aber grübeln half mir auch nicht weiter.
„Und jetzt?“, wollte ich von ihm wissen. Er musste doch mehr wissen als ich, oder?
„Gucken wir uns erst mal weiter um“, schlug er vor.
Schaden konnte es nicht. Vielleicht irrten wir uns ja und wir waren doch in unserer Welt. Man konnte nie wissen.
Und so schlenderten wir weiter relativ ziellos durch diese Welt. Was würde uns hier wohl noch erwarten?

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Etüde 28/42: Das magische Korsett Teil 20

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 16+17 | 365tageasatzaday

Und hier kommt ihr zu den anderen Teilen: Klick

Königskuchen
akribisch
träumen.

Das magische Korsett Teil 20

Ich drehte mich zu Lance um. Er war auch da und sah nicht gerade aus wie ein Königskuchen sondern eher genau so verwirrt wie ich. Wir sahen uns um, aber ich erkannte nichts wieder. Fragend sah ich Lance an.
„Wo sind wir und wo ist Johan abgeblieben?“
„Ich glaube wir sind wieder in unserer Zeit“, antwortete er mir. „Aber wo kann ich dir leider auch nicht sagen. Vielleicht sollten wir uns umsehen.“
„Und Johan?“, fragte ich noch mal nach.
„Er muss für die nächsten zehn Jahre im Raum des Wissens bleiben“, antwortete er und sah mich entschuldigend an. Ich warf ihm einen entsetzten Blick zu.

„Was?“ Ich würde ihn nie wieder sehen? Das gefiel mir nicht.
„Tut mir leid“, sagte er betroffen und sah akribisch auf seine Finger. „Aber wir sollten jetzt gucken, wo wir gelandet sind.“
Er hatte recht. Über Johan konnte ich mir später Gedanken machen. Also machten wir uns auf den Weg um die Gegend zu erkunden. Doch zunächst liefen wir weiterhin im nirgendwo herum. Deswegen setzte ich meine Unterhaltung mit Lance fort.
„Wo kommst du überhaupt her und wie bist du im Raum des Wissens gelandet?“

„Das ist eine lange Geschichte“, antwortete er mir. „Es begann damit, dass ich anfing zu träumen.“
„Hä?“, fragte ich verwirrt und Lance begann mir folgendes zu erläutern.
„Ich träumte von einer anderen Zeit und einer anderen Welt. Ich begegnete nie dagewesenen Dinge. Ich lernte Sachen kennen, die ich mir nie einfach so hätte erträumen können. Vielleicht träume ich immer noch.“
„Aber dann würde dein Traum ganz schön lange gehen, oder?“, fragte ich ihn.
„Allerdings. Und das bereitet mir Sorgen.“
„Was geschieht als nächstes in diesem Traum?“, wollte ich von ihm wissen.
„Keine Ahnung. Wir werden sehen.“
Das war nicht gerade eine zufriedenstellende Antwort, aber es war die beste, die ich bekommen würde. Zumindest vorerst. Jetzt mussten wir erst mal aus diesem nirgendwo heraus kommen.

Fortsetzung folgt …

Eigentlich hätte ich das heute gerne abgeschlossen, aber die Wörter passten nicht. Was meint ihr?

Etüde 27/41: Das magische Korsett Teil 19

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 14+15 | 365tageasatzaday

Erzählstoff
sanft
vibrieren.

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen: Klick

Das magische Korsett Teil 19

Und dann führte er uns in einem runden Raum. Hier war alles voller Schriften und Zeichnungen. Staunend sahen wir uns um. Es gab so viel Erzählstoff. Das war beeindruckend.
„Was ist das hier für ein Raum?“, fragte ich Lance überrascht.
„Es ist der Raum der Möglichkeiten“, erzählte Lance. „Hier ist so gut wie alles möglich. „Und es gibt einen Hüter des Raumes.“
„Und wer ist dieser Hüter?“, wollte ich nun wissen.
Doch Johan schien es schon zu ahnen. „Schon okay. Ich glaube, ich weiß, was ich zu tun habe.“

Sanft drückte er meine Hand und ging in die Mitte des Raumes. Er stellte sich vor die große Vitrine und las dann vor:
„Zwischen Raum und Zeit und allen Welten, drehe dich um die Uhr und finde zurück, wo du hingehörst.“
Er sah Lance an und der reichte ihm wortlos den Zylinder. Dann sprach Johan weiter.
„Der Zylinder der Zeit. Bringe Victoria und Lance in ihre Zeit zurück. Lass sie die Erinnerungen wahr nehmen, als dass was sie ist. Victoria soll das Korsett hinter sich lassen und Lance sein altes Leben weiter führen.“
Entsetzt sah ich Johan an. Er erwiderte meinen Blick und lächelte.

Und dann fing es an zu vibrieren. Ich spürte, dass sich etwas veränderte und ich in Richtung Zylinder gezogen wurde. Das war ein komisches Gefühl. Was passierte hier und wollte ich das überhaupt?
„Lass es zu“, hörte ich Lance noch sagen. Dann war er im Zylinder verschwunden. Ich folgte ihm kurz danach und wir wirbelten im Zylinder herum. Mir wurde nicht schwindelig, aber es war trotzdem ein komisches Gefühl. Schließlich spuckte uns der Zylinder wieder aus und das erste, was ich sah war helles Sonnenlicht.
Wo waren wir? Waren wir wirklich zu Hause und wieso waren wir zusammen hier? Was war hier passiert?“

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?

Etüde 26/40: Das magische Korsett Teil 18

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

 

abc.etüden 2022 12+13 | 365tageasatzaday

 

Ich lächelte schüchtern und kam mir vor wie eine junge Birke. War das jetzt ein gutes Zeichen oder ein schlechtes?
„Tut mir leid. Ich hätte es dir gerne gesagt, aber ich wusste nicht wie“, entschuldigte ich mich.
„Schon okay. Ich kann dich verstehen. Ist ja auch eine ganz schöne Nummer.“
„Das stimmt.“
Wir lächelten uns zaghaft an. Lance betrachtete uns schmunzelnd.
An mich gewandt fragte er: „Schon eine Idee wie du wieder nach Hause kommst?“
„Nicht, wirklich. Und du?“, fragte ich zurück.

„Ich für meinen Teil habe hier diesen Zylinder. Er ist nicht blumig und auch nicht rosig, aber irgendwie magisch. Ich weiß nur noch nicht wie er funktioniert.“
Er seufzte frustriert.
„Hm“, machte ich nur, weil ich nicht wusste, ob er mich auf den Arm nehmen wollte. Er merkte meine Verwirrung und lachte hell und klar.
„Sorry, ich rede selbst schon wirres Zeug. Nein, im Ernst. Ich glaube wirklich dieser Zylinder hat magische Fähigkeiten.“
Ich beschloss das erst mal zu ignorieren und fragte stattdessen: „Wieso hast du mich damals auf dem Platz woanders hingeschickt? Wie war das möglich?“

Er seufzte und schloss kurz die Augen als sei er müde.
„Jedenfalls hatte es nichts mit entgiften zu tun. So viel kann ich sagen. Es war eher ein Gefühl, dass mir die Möglichkeit gab. Vielleicht hatte es aber auch einfach mit deinem Kleid zu tun.“
Das war immerhin möglich, aber es sah so aus als wäre er dafür verantwortlich gewesen.
„Und wie finden wir jetzt heraus ob der Zylinder hilft?“, fragte ich weiter.
„Das ist eine wirklich gute Frage. Ich hatte gehofft dein Freund könne uns da weiter helfen.“
Er sah Johann demonstrativ an.
„Ich?“, fragte er nur ebenso verwirrt wie ich.
„Ja, du“, antwortete Lance. Dann stand er auf, nahm den Zylinder und forderte uns auf: „Kommt mal mit.“

Fortsetzung folgt …

So, und ein weiterer Teil ist geschrieben. Was meint ihr?

Etüde 25/39: Das magische Korsett Teil 17

Und auch heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 10+11 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den vorherigen Teilen:

Teil 1 – 14: Klick
Teil 15: Klick
Teil 16: Klick

Zylinder
rau
blühen.

Das magische Korsett Teil 17.

Ich hatte keine Ahnung. Auf seinem Tisch lag ein Zylinder und er sah mich fast majestetisch an. Ich betrachtete ihn und er erwiderte meinen Blick vollkommen ruhig. Ich hatte keine Ahnung wer er war, aber wollte ich das wirklich wissen? Offenbar konnte er meine Zukunft beeinflussen und das war gruselig genug. Ob er mich auch zurück bringen konnte? Wollte ich das überhaupt? Momentan war ich einfach ziemlich verwirrt. Doch ich erinnerte mich daran, dass er von mir auf eine Antwort wartete.

„Ich habe keine Ahnung“, gestand ich ihm schließlich. „Deine Burg? Wer bist du überhaupt?“
Das würde mich wirklich mal interessieren. Er wirkte genau so rau wie diese Burg.
Er lachte und dieser Laut klang tief und locker. „Das ist eine wirklich gute Frage. Ich bin Lance. Das hat Trix euch bestimmt schon verkündet. Was er aber nicht weiß ist, dass ich aus der selben Welt komme wie du.“
„Ähm, was?“, fragte ich nun sehr verwirrt.
„Deine Welt. Du weißt schon. Die normale Welt“, erklärte er wegen meiner Verwirrtheit.
„Definiere normale Welt“, forderte ich ihn auf.
„Punkt für dich.“ Er grinste mich gewinnend an.

„Wovon redet ihr überhaupt?“, fragte Johan schließlich. Er wirkte mehr als verwirrt. Zurecht.
„Ich mache das schon“, sagte ich sofort. Auch wenn ich nicht wusste wie unsere was auch immer so erblühen sollte. Würde er mir dann noch vertrauen? War das überhaupt wichtig?
„Ich komme aus einer anderen Zeit“, erklärte ich ihm schließlich. „Ich bin eine Zeitreisende und ich denke du jetzt auch. Das hier ist eine andere Zeit als die aus der du stammst.“
Er sah mich erst an als sei ich verrückt geworden, aber dann nickte er schließlich doch.
„Ja, das macht Sinn. Auch wenn es irgendwie verstörend ist.“

Fortsetzung folgt ….

Etüde 24/38: Das magische Korsett Teil 16

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 08+09 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den anderen Teilen: Klick

Das magische Korsett Teil 16

Haut
feurig
schweben.

Die Burg wirkte groß und unheimlich, fast zu altmodisch um hier her zu passen. Auch drinnen gab es seltsamerweise keinerlei Technik. Trix führte uns durch lange Gänge und es war recht kalt hier. Ich fühlte mich nicht besonders wohl in meiner Haut. Wir gingen so verschlungene Wege, dass ich mich nicht wirklich zurecht fand. Ich würde mich wohl verlaufen, würde man mich zwingen alleine zurück zu finden. Doch schließlich gelangen wir in einen großen kalten Raum. Er war nicht so voll, aber es waren Leute hier.

Aber immerhin gab es einen großen Kamin in dem Raum. Es wirkte sehr feurig dort. Trix führte uns an den Ende des Raums, an dem sich ein langer Tisch befand. Und da auf dem Platz in der Mitte saß ein Mann, den ich kannte. Zumindest hatte ich ihn schon mal gesehen. Als ich mich entscheiden musste ob ich meine Reise weiter antrat oder zurück in meine Welt wollte. Was machte er hier?

Offenbar hatte er mich auch erkannt. Er musterte mich ausführlich und grinste dann. Er richtete sich auf bevor er mich ansprach.
„Oh, was für eine Freude euch wieder zu sehen“, grinste Lance. „Was vertreibt euch in meine Burg?“
Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er das längst wusste und hatte das Gefühl zu schweben.
„Wir sind durch Zufall hierher gekommen“, antwortete ich. „Was ist das hier denn für ein Ort?“
„Was glaubst du denn, was das für ein Ort ist?“, stellte er mir eine Gegenfrage.
Ich hatte keine Ahnung.

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?

Writing Friday Februar: Erschütterungen

Heute gibts auch wieder eine Geschichte von mir zu dieser Aktion.

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Er blieb stehen und schaute nochmal zurück, doch…“ beginnt.

Erschütterungen

Er blieb stehen und schaute nochmal zurück, doch er sah nichts mehr. Hatte er nicht gerade noch was komisches gesehen? Verwirrt ging ich einfach weiter. Doch dann hörte ich noch mal dieses Geräusch. Wieder sah ich mich um und dann sah ich es. Die Häuser hinter mir stürzten zusammen. Ich sah nach vorne. Da war alles okay. Strahlender Sonnenschein und die Häuser waren intakt. Also fing ich an zu laufen, doch es änderte nichts. Hinten brachen die Häuser zusammen, vorne blieb alles in Ordnung. Was war hier los?
Ich blieb stehen. Plötzlich bauten sich die Häuser hinter mir wieder wie von selbst auf. Ich konnte doch unmöglich hier für immer stehen bleiben. Was sollte ich jetzt machen und wo waren all die Leute, die sonst hier rum schwirrten? Ging es ihnen auch so wie mir? Doch wie fand ich das heraus? Oder war das hier eine Simulation und man wollte mich verarschen? Doch wie sollte ich das herausfinden? Denn wenn es Wirklichkeit war, konnte ich dann riskieren weiter zu gehen?
Und dann kam eine Durchsage durch Lautsprecher. Wo kamen die denn plötzlich her?
„Bitte bewahren Sie Ruhe. Bleiben Sie genau dort, wo sie sind. Wir holen Sie ab und bringen Sie an einen sicheren Ort.“
Ich stutzte. Ähm, Okay. Und wie lange sollte das jetzt dauern?
Unruhig versuchte ich mich nicht zu bewegen. Doch das war schwerer als gedacht. Ich zappelte schnell, doch das musste ich sein lassen. Ich musste mich beherrschen. Es dauerte gefühlte Ewigkeiten bis ich schließlich etwas hörte. Ich sah nach oben und entdeckte einen uralten Hubschrauber. Verwirrt sah ich nach oben bis er fast vor mir landete. Nur, dass er in der Luft hängen blieb.
„Steigen Sie ein“, sagte der Typ, der sich aus dem Hubschrauber rauslehnte.
Ich überlegte nicht lange sondern stieg tatsächlich ein. Kaum war ich drin hob der Hubschrauber ab. Als ich nach unten sah, sah alles wieder normal aus.
„Was ist hier los?“, fragte ich fast atemlos. „Was ist mit den Gebäuden los?“ Ich überlegte kurz und fügte hinzu: „Unserer Welt?“
„Es liegt nicht an uns Ihnen das zu sagen. Wir sammeln noch ein paar Leute ein und dann bringen wir sie in Sicherheit“, antwortete der Pilot. Was, hier sollten noch mehr Leute reinpassen? Ich staunte nicht schlecht.
Doch so viele wurden es dann gar nicht. Nur zwei weitere junge Männer und eine junge Frau. Die Frau wirkte sehr verängstigt und irgendwie regte sich da mein Beschützerinstinkt. Dabei kannte ich sie gar nicht. Ich warf ihr ein paar mal Blicke zu, aber wir schwiegen alle betrübt. Wir flogen über die Wolken und ich fragte mich, wohin es ging.
Was es auch war, ich würde es schon bald erfahren. Ich war auf jeden Fall gespannt. Und ich sollte recht behalten. Wir landeten ein bisschen weiter auf einer freien Fläche, wo nichts war außer Wiese. Hier waren schon einige Menschen versammelt. Sie hatten sich teilweise zu Gruppen zusammen getan und teilweise standen sie auch alleine herum. Auch das Mädchen, das mit mir im Hubschrauber war, blieb alleine am Rand zurück.
Ich gesellte mich so unauffällig wie möglich zu ihr. Sie nahm mich erst gar nicht wahr. Doch als ich „Hallo“ sagte, sah sie mich an.
Es verschlug mir sofort den Atem. Sie war so schön. Ihre blonden, langen Haare fielen ihr in Wellen über die Schultern und ihre blaue Augen strahlten geradezu. Sie trug ein blaues Kleid und Turnschuhe und wirkte sehr elegant.
„Hallo“, antwortete sie gerade zu fragend. Es wirkte etwas schüchtern.
„Weißt du, was hier los ist?“, fragte ich sie, auch wenn ich nicht wirklich daran glaubte.
„Nein“, bestätigte sie mir auch sogleich meine Vermutung. „Ich habe keine Ahnung. Irgendwie ist das alles seltsam, oder?“
„Ja, schon. Ich meine, sowas passiert doch nicht in echt.“ Ich wunderte mich immer noch über die Ereignisse der jüngsten Zeit.  „Was soll das?“
Und dann erklang eine Stimme über das ganze Feld.
„Bitte bewahren Sie Ruhe und hören Sie mir zu. Es ist ein seltsames Ereignis eingetreten. Das haben Sie sicher schon selbst bemerkt. Wir wissen auch nicht ganz genau, was los ist. Aber wir versuchen es heraus zu finden. Bis dahin bitten wir Sie hier zu bleiben. Wir werden ein provisorisches Lager hier für Sie aufbauen. Wir könnten allerdings auch gut freiwillige Helfer gebrauchen.“
Das klang doch mal interessant. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Sollten wir die Welt noch kaputter machen?
Aber ich schloss mich der Gruppe freiwilliger erst mal an. Und dann ging es erst richtig los.
Wir stiegen wieder in den Hubschrauber. Auch die Frau neben mir war dabei. Ich schenkte ihr ein Lächeln, doch sie sah mich etwas verkrampft an. Und dann hoben wir wieder ab. Ich sah das ganze Ausmaß der Zerstörung. Viele Gebäude waren eingestürzt. Es sah erschreckend aus.
Und schließlich landeten wir auf eines der heilen Häuser. Der Pilot drehte sich zu uns um.
„Die Häuser sind nicht mehr stabil. Es ist gefährlich, wenn wir uns in unserer Welt bewegen. Am besten ihr bewegt euch ganz, ganz langsam. Dann passiert so gut wie gar nichts. Wir suchen nach noch mehr Menschen, die hier sind. In einer halben Stunde treffen wir uns wieder hier. Also, los.“
Verwirrt stieg ich aus dem Hubschrauber. Was war hier los? Warum sollten wir die Menschen holen? Ganz vorsichtig stieg ich aus dem Hubschrauber. Ganz langsam tat ich einen Fuß vor den anderen. Es funktionierte wirklich. Es stürzte nichts ein. Allerdings kamen wir so auch nur quälend langsam voran. Wie lange sollten wir dafür brauchen?
Lange, stellte sich heraus.
Es dauerte ewig bis wir auch nur eine Etage die Treppen runter gelaufen waren. Oder eher geschlichen. Es gab mehrere Etagen und das war ziemlich mühselig. Wir kämpften uns durch und sahen jedes Zimmer durch. Wir sahen alles durch, nach allen Verstecken. Doch ich entdeckte niemanden. Nach einigen Stunden befanden wir uns schließlich auf dem Dach wieder zusammen. Schließlich flogen wir zurück zum Treffpunkt. Dort wurde uns dann auch endlich erklärt, was los war.

Und dort wurde uns endlich erklärt was los war. Es gab eine Erschütterung in der Erde. Die hatte ausgelöst, dass die Gebäude zusammen brechen sobald wir uns bewegten. Wir sollten auf einen anderen Kontinent reisen, wo wir besser leben konnten. Aber zunächst sollten wir nach Überlebenden suchen. Diese Welt war vor dem Aussterben bedroht, da immer mehr solcher Erschütterungen auf uns zukommen würden. Deswegen würden wir die Erde verlassen. Doch das sollte nicht sofort passieren. Zunächst wurden wir woanders unter gebrachtUnd so landeten wir auf einem anderen Kontinent. Dort war es nicht ganz so schlimm wie bei uns. Wir lebten uns dort ein und arrangierten uns mit der neuen Situation

Es dauerte lange bis sich unsere Welt von diesen Erschütterungen erholte. Wir lebten eingeschränkt, aber wir lebten. Das war auch gut so. Auf einen anderen Planeten mussten wir dann Gott sei Dank doch nicht. Aber es war haarscharf gewesen. Dennoch würden wir weiter leben. Und das war alles, was zählte.

ENDE

Und, was meint ihr?

Etüde 23/37: Das magische Korsett: Teil 15

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

PNG_abc.etüden 2022 06+07 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den vorherigen Teilen: Klick

Zwerg
quer
fühlen.

Das magische Korsett: Teil 15

Doch zunächst musterte ich den Mann genauer. Er wirkte sehr klein und erinnerte mich an einen Zwerg. Allerdings sah er ein bisschen sehr technisch aus für einen Zwerg. Er hatte einen Display als Gesicht und überall ragten Kabel aus ihm heraus. Er sah interessant aus. Ein anderes Wort fiel mir dazu nicht ein. So etwas wie ihn hatte ich noch niemals gesehen. Auch Johann wurde immer verwirrter.

Ich bin Trix“, sagte er hochnäsig. „Der erste Hofschreiber seiner Lordschaft Lance Velix Kamender.“
Ähm, okay. Das sagte mir jetzt mehr. Vielen Dank für die Information.
„Und was für eine Lordschaft ist das?“, fragte ich ihn nun ebenso hochnäsig. Wenn er sich quer stellte, konnte ich das auch.
„Er regiert unser Land hier. Sie sollten ihm mehr Respekt erweisen. Deswegen frage ich jetzt noch mal nach Ihren Namen“, sagte er nun eindringlicher und durchbohrte mich mit seinen Blicken.
„Mein Name ist Johann und das ist meine Begleiterin Victoria. Wir würden diese Lordschaft gerne sprechen“, erklärte Johann förmlich.
„Und wo kommt ihr her?“, ratterte der Hofschreiber weiter runter.
„Das wird Ihnen nichts sagen. Wir kommen aus einem unbekannten Land.“

Das schien er nun hinzunehmen, doch was ich davon halten sollte wusste ich noch nicht. War es überhaupt klug diesen Lord zu sehen? Wer war er und wie würde er uns begegnen. In dieser Welt war alles möglich. Ich wusste nicht, was ich fühlen sollte.
Während wir Trix weiter folgten flüsterte mir Johann zu: „Das gefällt mir nicht.“
„Willkommen im Club“, antwortete ich brummend. „Mir auch nicht.“
„Das beruhigt mich nicht gerade“, war seine Antwort und dann schwiegen wir. Was mochte uns in dieser Welt erwarten?

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?