Etüden 2 2021 Januar: Verlorene Seelen Teil 12

Heute gibts wieder die Etüden und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2021 03+04 | 365tageasatzaday

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Verlorene Seelen Teil 12

Sam

Nouras Welt war ganz anders als ich gedacht hatte. Ich war gerade erst angekommen, aber ich hatte irgendwie Lautsprecher und irgendwas dystopiemäßiges erwartet. Ich wusste selbst nicht genau warum. Eigentlich hatten sie ja nur von Magie gesprochen. Aber ich hatte schon so viele Welten gesehen und meine Fantasie war grenzenlos. Doch so eine wie diese hier war mir noch nicht unter gekommen.

Hier war alles voller Farben und man spürte die Magie tastsächlich. Das Orange der Blumen auf der Wiese blendete mich geradezu. Ich musste mich erst mal orientieren. Was hatte Noura noch mal gesagt, wohin ich gehen sollte? Wo wohnte diese Linnea noch mal? Ich hatte keine Ahnung. Dabei hatte er mir das sicher erklärt. Doch gerade war mein Kopf wie leer gefegt.

Es kann recht erschüttern, wenn man eigentlich alles wusste und doch den Großteil vergessen hatte. Einfach weil man zu fasziniert von einer neuen Welt war. Das war mir schon öfter passiert. Nur war das nie so extrem wie hier gewesen. Schließlich machte ich mich auf den Weg. Irgendwo würde ich schon ankommen. Und zur Not konnte ich fragen ob jemand Linnea kannte. Irgendwie würde ich schon voran kommen. Das tat ich immer.

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr?

Writing Friday 1 2021: Januar: Die Winterwichtel Teil 2

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

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  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das…” beginnt.

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das es noch kälter wurde. Dabei war es schon so eiskalt, dass ich mich nicht mal raus traute. Minus 20 Grad. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Was war hier los?
Die Schneeflocken peckten an der Scheibe und draußen gefror alles. Bald konnte man gar nicht mehr raus.
Gut, dass ich für Wochen einen Vorrat im Haus hatte.
So konnte sie sich mit einem guten Buch auf die Couch vor dem Kamin kuscheln. Das machte ich sowieso total gerne. Das Buch war auch total spannend und ich versank darin. Es ging um Wichtel und um den Winter und ich fand Fantasy-Geschichten einfach toll.
Ruckzuck hatte ich 100 Seiten durch. Ich brauchte dringend erst mal eine Pause. Das Feuer ging sowieso langsam aus. Also holte ich aus dem Keller neues Holz und füllte es nach.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Verdutzt blieb ich sitzen, da ich so wenig damit gerechnet hatte. Allerdings klingelte es nun erneut.
Also stand ich auf und ging zur Tür. Ich öffnete sie zögerlich. Doch da war nichts. Sie wollte gerade die Tür wieder schließen als sie aufgeregte Stimmen hörte. Ich sah nach unten und entdeckte zwei ulkige Kerle vor mir. Das war doch sicher nur ein Traum. Sowas gabs gar nicht wirklich.
„Willst du uns noch länger anstarren oder bittest du uns rein?“, fragte einer der beiden kleinen Kerle.
Der seufzte nur tief. „Nicht schon wieder. Bittest du uns vielleicht erst mal rein?“
Ich brauchte gar nichts zu tun. Die Wichtel ließen sich einfach selbst rein. Also schloss ich die Tür hinter mir und folgte ihnen ins Wohnzimmer.
„Wer seit ihr und was wollt ihr hier?“, fragte ich sie immer noch verwirrt.
„Wir sind Wichtel“, erklärte mir der kleinere, als wäre ich total dumm. „Mehr brauchst du nicht zu wissen.“
„Und was wollt ihr hier?“, fragte ich dennoch noch mal nach.
„Du hast uns gerufen“, erklärte der Sprecher.
„Ich habe was?“ Irritiert sah ich sie an. „Ich habe euch bestimmt nicht gerufen.“
„Doch, sonst wären wir nicht hier.“ Der Wichtel sah sich suchend um und sah dann mein Buch. „Das da. Damit hast du uns gerufen.“
„Ich habe nur gelesen“, entgegnete ich.
„Und uns damit gerufen“, erklärte der Wichtel bestimmt.
„Aber ich weiß nicht mal wieso ihr hier seit“, wiederholte ich noch mal.
„Magst du den Winter?“, fragte der Wichtel nun. Mittlerweile saß ich wieder auf meinem Sofa und sie auf einem Sessel.
Ich brauchte nicht groß zu überlegen. „Ja, schon. Aber es ist viel zu kalt. Die Welt gefriert.“
„Aber die Welt braucht den Winter“, erklärte der Wichtel. „Immer nur Sommer tut ihr nicht gut. Da wird alles zu trocken.“
„Das stimmt, aber bei diesen Temperaturen friert man total“, fand ich. „Das kann doch auch nicht gesund sein.“
„Also möchtest du wärmeres Wetter?“, fragte er Wichtel zweifelnd.
„Zumindest wärmer“, nickte ich. „Ausgeglichener.“
Der Wichtel seufzte nur. „Immer das Selbe. Einer will Schnee, einer nicht. Also schön. Dann weiß ich ja jetzt, was meine Aufgabe ist. Auch wenn ich eigentlich ein Winterwichtel bin und kein Sommerwichtel.“
Und so verwandelten sich die beiden Wichtel vor meinen Augen in Sonnenstrahlen. Sie flogen aus dem Fenster heraus als wäre es unsichtbar. Und so wurde die Nacht von hellen Lichtstrahlen erhellt. Der Schnee schmolz und dennoch kam der Winter jedes Jahr wieder. Die Winter kamen und gingen, aber wir hatten auch wieder richtigen Sommer. Die Wichtel sah ich nie wieder. Vielleicht war es ja doch nur ein Traum gewesen. Doch das Wetter wurde wieder besser und beständiger. Mehr wie früher und ich merkte die Veränderung jeden Tag.

Ende

Und was meint ihr?

 

Etüden 1: Januar 2020: Verlorene Leben Teil 11

Heute gibts wieder die Etüden und ich bin mit dabei.

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abc.etüden 2021 01+02 | 365tageasatzaday

Teil 1 – 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10

Und es geht weiter mit meiner Geschichte Verlorene Leben

Verlorene Leben Teil 11

Ich sah Sam wie verdattert an. Zetermordio fiel mir irgendwie gerade als Begriff ein. Keine Ahnung wie ich darauf kam.
„Wieso meinst du, du könntest alleine in Nouras Welt?“
„Na, weil ich doch der Magiehüter bin“, antwortete Sam als sei es das Selbstverständliche auf der Welt. Wir können durch die Welten wandern.“
„Und was willst du da machen?“, fragte ich weiter.
Jetzt schwieg Sam eine Weile und dachte darüber nach. Als er nicht antwortete wurde mein Blick weichmütig.
„Sam, was weißt du über Nouras Welt?“, wollte ich weiterhin wissen.
„Nicht viel, ich weiß ja auch gar nicht aus welcher Welt er genau kam“, gestand er und sah dann Noura an. „Was muss ich wissen? Wird es etwas bringen in deine Welt zu gehen?“
Noura dachte über seine Frage nach. Backen brachte da bestimmt nichts. Ich war gespannt auf seine Antwort.
„Gute Frage. Wenn ich das wüsste. Du könntest Linna fragen. Sie hat meistens auf alles eine Antwort“, überlegte er.
„Wer ist Linna?“, fragte ich misstrauisch.
„Eine Zauberin, eine sehr alte Zauberin. Sie ist weise und hat viel mitbekommen. Vielleicht hat sie schon mal von so einem Fluch gehört“, erklärte Noura und betonte das Wort „alt“ besonders deutlich.
„Okay, das klingt doch nach einem Anfang eines Plans“, fand ich.
Die anderen stimmten mir zu. Und wir bereiteten alles für Sams Übergang vor …

Fortsetzung folgt

und, was sagt ihr?

Writing Friday 2021 1: Die Winterwichtel Teil 1

heute gibts wieder eine Geschichte zum Writing Friday und ich bin mit dabei.

Schreibe eine Geschichte und lass folgende Wörter mit einfliessen: Schnee, herrlich, kristallklar, aufgeregt, Wollmütze

Die Winterwichtel

In diesen Tagen war ich gerne draußen. Ich ging gerne in unserem winterlich verschneiten Ort spazieren. Hier war die Luft so herrlich klar, wenn es klirrend kalt war und draußen Schnee lag. Der Ort wirkte dann immer so magisch und gerade im Wald war es einfach wunderbar. Der Schnee lag schwer auf den Bäumen und jeder Ast hatte schwer zu tragen. Aber das beste war, dass in der Mitte ein See mit Wasser war, dass so kristallklar wie die Luft um mich herum war. Auch wenn er momentan eingefroren war. Doch irgendwas schimmerte darin. Ich beugte mich näher rüber, doch ich konnte es nur schemenhaft erkennen.
Was geschah da drinnen? Wie konnte da drin überhaupt jemand sein? Ich konnte mir darauf keinen Reim machen. Doch die Lichter verschwanden nicht. Sie bewegten sich im Kreis. Und während ich auf den See starte brach das Eis. Die Lichter schwirrten heraus und umherwirbelten sie. Dann wurden aus ihren winzige Wesen, die sie an Schmetterlinge und doch auch gleichzeitig an Schneeflocken erinnerten. Und dann wurden sie zu Wesen, die wie kleine Wichtel aussahen.
„Wer seit ihr?“, fragte sie die ulkigen Wesen.
„Wer bist du?“, fragten sie zurück. „Du hast uns doch gerufen.“
„Ich habe was?“ Ich verstand kein Wort mehr.
„Du hast uns gerufen. Wer uns sieht ruft uns“, erklärte der Wichtel.
Der andere Wichtel stupste aufgeregt seinen Kumpel an und der erste seufzte und rollte mit den Augen.
„Na, schön. Wir sind Winterwichtel“, erklärte er.
Ich sah ihn nach wie vor verständnislos an. Also erklärte er ohne Aufforderung: „Wir kommen von weit her. Aus der Winterwelt im Norden. Aber nicht im Menschennorden. Wir haben unseren eigenen Norden. Auch nicht die Weihnachtswelt. Einfach die Winterwelt. Wir sind dafür da, dass der Winter erhalten bleibt.“
„Aber wieso sollte ich euch rufen?“, fragte ich und verstand es immer noch nicht.
„Das weiß ich auch nicht. Sag du es mir.“ Er zog an seiner Wollmütze von der anschließend Schnee rieselte.
„Hier ist alles in Ordnung. Wie du siehst liegt hier viel Schnee“, erzählte ich ihm.
„Und in dem Rest der Welt?“, fragte er.
Ich dachte darüber nach. Ich konnte nicht glauben, was mir hier passierte. Sowas passierte sonst nur im Märchen. Aber er hatte Recht. Es gab natürlich nicht überall Schnee.
„Nein, nicht auf der ganzen Welt“, gab ich also zu. „Es wird immer weniger.“
„Und deswegen sind wir vermutlich hier“, stellte der Wichtel fest.
„Und was wollt ihr jetzt machen?“, erkundigte ich mich. „Wie wollt ihr das Wetter ändern?“
„Wir sind Winterwichtel. Lass uns mal machen.“ Die beiden Kerlchen strahlten mich an.
Und dann legten sie los. Sie wurden zu Schneeflocken, die sich überall vermehrten. Es schneite ziemlich dicht und ich versuchte die Flocken aufzufangen. Die Wichtel sah ich danach nie wieder, aber es gab dann kein Jahr mehr ohne Schnee. Die Wichtel hatten unsere Welt verändert. Sie hatten sie verschönert. Es schneite jetzt überall auf der Welt. Ich freute mich darüber. So konnte der Winter immer sein.

Ende

Na, was sagt ihr?

Writing Friday Dezember 4: Der Schlittenunfall

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wobei ich diesmal etwas spät dran bin

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass…” beginnt.

Sie fuhren rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass da vor ihnen irgendetwas war. Sie konnten nur nicht genau sehen was. Wir versuchten schlitternd zum Stehen zu kommen, doch es war zu spät. Wir rammten Jemanden. Wir kollidierten und fielen vom Schlitten. Sie fielen alle in den Schnee. Benommen durchdrang sie die Kälte wie ein Schock. Sie versuchte mich aufzurappeln. Ihr Freund half ihr. Sie stellten den Schlitten wieder auf.
Erst da entdeckten sie die Gestalt im Schnee. Sie hatte einen roten Umhang um und eine Jeans an. Es kam langsam Bewegung in ihn. Er rappelte sich auch auf und saß dann im Schnee. Wir machten große Augen. Er sah aus wie der Nikolaus persönlich.
Er beobachtete uns misstrauisch. Dann gab er sich einen Ruck. „Tut mir Leid. Ich habe nicht aufgepasst.“
„Schon gut. Wir waren zu schnell“, sagte Liam lächelnd.
Er reichte dem Nikolaus die Hand und zog ihn hoch.
„Danke. Ich hatte nicht mit anderen Schlittenfahrer gerechnet“, gab der Nikolaus zu.
„Wir auch nicht. Das hier ist ein sehr abgelegener Hang.“
„Ich muss dann auch weiter. Ich hab es eilig“, verabschiedete er sich schnell.
„Moment, bist du der Nikolaus?“, traute sie sich zu fragen.
Er sah mich verwundert an. „War das so einfach zu erkennen? Vielleicht sollte ich meine Tarnung verbessern.“
„Na, ja. Der Umhang ist ein Zeichen, aber sicher war ich mir nicht“, antwortete sie.
„Hmpf“, brummte der Nikolaus.
„Wohin warst du denn unterwegs?“, fragte nun auch Liam.
„Ins Dorf“, antwortete er. „Ich wollte die Geschenke abholen.“
„Ach so?“, Wir schauten ihn verwundert an. „Können wir dich begleiten?“
„Begleiten?“ Er sah uns verständnislos an. Offenbar schien ihm das völlig abwegig. Verwirrt sah er uns fragend an.
„Klar“, sagte Liam nur. „Wenn du uns lässt.“
Der Nikolaus vor uns überlegte hin und her. Dann stimmte er schließlich zu. Also fuhren wir zusammen mit unseren Schlitten den Berg runter. Dann gingen wir die Straße entlang zum Dorf. Dort wählte der Nikolaus die Poststation aus. Es stellte sich heraus, dass er dort seine Säcke mit Süßigkeiten verstaut hatte. Die holte er heraus und zog die Säcke hinter sich her. Es stellte sich heraus, dass hinter der Poststation ein großer Schlitten parkte auf den wir jetzt stiegen. Dann gings los und wir verteilten die Süßigkeiten in die Dörfer. Das war ein Spaß. Wir gingen von Haus zu Haus und sangen und verteilten Geschenke. Wir waren traurig als es Abend wurde und wir nach Hause mussten.
Wir verabschiedeten uns von dem Nikolaus und gingen nach Hause. Wir sahen den Nikolaus nie wieder, aber diesen besonderen Tag sollten wir nie vergessen. Diesen Tag vergaßen wir nie.

Ende

Und, was meint ihr?

Writing Friday Dezember 3: Weihnachten und Schnee

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Weihnachtskerzen, Schneesturm, grosse Freude, Zuckerguss, rote Stiefel

Weihnachten und Schnee

Zu Weihnachten brauchte man Schnee. So war es früher immer gewesen. So wollte ich es auch heute haben. Aber leider war das nicht mehr Gang und Gebe. So mussten die Weihnachtskerzen am Tannebaum leider ohne Schnee auskommen. Genau wie ich. Ich seufzte tief. Jedes Jahr das selbe. Schnee kam wenn erst nach Weihnachten.
Wie konnte man das bloß wieder wandeln?
Ich dachte über diese Frage lange nach. Eine Lösung für den Klimawandel gab es nicht. Also vorerst keine Sicht auf winterlichen Schneesturm oder Schneeballschlacht.
Ich dachte an die Winter aus meiner Kindheit zurück. Da war so viel Schnee, dass wir ständig schlitten gefahren waren. Das war so eine grosse Freude. Das hatte ich immer so gerne gemacht. Mit den anderen Kindern im Winter gespielt und mich tief im Schnee vergraben. Ich lächelte bei diesem Gedanken.
Und heute? Nur noch Regen oder es war viel zu warm. Das hielt mein Schneeherz kaum aus. Also, was konnte ich tun?
Genau. Ich buk Weihnachtsplätzchen und verzierte sie mit Zuckerguss. Ich verzierte sie mit Schneeflocken und Winterzauber. Ich lächelte. Ich liebte diese Kekse.
Eine Weile war ich nur damit beschäftigt und bekam nichts um mich herum mit. Ich buk und buk und buk und die Küche füllte sich. Doch als ich aufsah entdeckte ich den Schnee. Es schneite tatsächlich. Ungläubig starrte ich die dicken Flocken an.
Ich buk noch bis in den Abend hinein. Schließlich räumte ich die Küche auf. Total müde fiel ich ins Bett. Am nächsten Morgen wachte ich spät auf. Ich sah aus dem Fenster und vor mir breitete sich eine richtig weiße Welt aus. Staunend sah ich hinaus. Und dann kam ich plötzlich in Eile. Ich zog mich schnell warm an und schnappte mir im Flur meine rote Stiefel. Und dann lief ich in den Schnee hinaus und erfreute mich daran. War mein Weihnachtstraum am Ende doch wahr geworden? Ich würde es auf jeden Fall genießen.

Ende

 

Und, was sagt ihr?

Writing Friday: Dezember 2: Leseliste

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wobei dieser Beitrag doch später kam als gedacht und das erste ist jetzt schon gelesen.

  • Welche Bücher möchtest du im Dezember noch lesen? Stelle uns deine Leseliste kurz vor. 

Ich hab noch gar keine so richtige Leseliste und wenn weiß ich nicht ob es klappt. Kann auch was spontan dazwischen kommen.

Mehr werde ich vielleicht gar nicht schaffen. Vielleicht noch ein weiteres Weihnachtsbuch.

Tanja Janz – Dünenwinter und Lichterglanz

Das werde ich tatsächlich in einer Leserunde als erstes lesen. Ich bin schon gespannt, da ich zwei Weihnachtsbücher der Autorin mochte.

Laura Kneidl – Someone to Stay

Das würde ich auch gerne noch lesen. Dann ist die Reihe endlich abgeschlossen. Ich bin außerdem schon neugierig auf die Geschichte von Aliza und Lucien. Hoffentlich schaffe ich es da noch.

Kathinka Engel – Love is loud 

Da schleicht Corly schon ewig drum herum. Irgendwie ist sie nie in der richtigen Stimmung dafür.  Vielleicht schafft sie es ja noch im Dezember.

Britta Sabbag – Love Show

Und das letzte im Bunde würde ich auch noch gerne lesen. Es interessiert mich auch einfach vom Thema her. Mal schauen.

Und wie ist das bei euch so? Kennt ihr welche von mir und wie fandet ihr sie.

Writing Friday: Dezember 1: Rentier als Vertetung

Heute gibts mal wieder einen Writing Friday und ich bin mal wieder dabei.

  • Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona! Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Also echt, wo gibts denn sowas? Der Weihnachtsmann ist verhindert die Geschenke auszutragen. Jetzt muss ich mich um die Geschenke kümmern. Wie konnte er sich auch mit Corona anstecken? Er war doch die ganze Zeit hier. Oder hat er sich wieder heimlich verdrückt? Und wieso kann eigentlich nicht stattdessen das Christkind die Geschenke austeilen? Die kann das doch auch. Ich bin eigentlich nur der Fahrer.
Deswegen war ich auch dementsprechend nervös als ich jetzt abfahrbereit vor dem Schlitten stand. Immerhin war das Christkind gerade bei mir und gab mir noch ein paar Tipps. Ich hörte gut zu und versuchte mir alles zu merken. Dann ging es los. Ich fuhr mit dem Schlitten voller Geschenke hinter mir und meinen zwei Begleitern an und schon bald hob der Schlitten ab. Er war mit feinem Sternenglanz umzogen, damit uns keiner sehen konnte. Und dann nahm der Schlitten an Fahrt auf und stieg in den Himmel. Wir wurden immer schneller bis wir in den Sternen verschwanden. Ich liebte dieses Schlittenfliegen. Da fühlte ich mich frei und Teil eines großen ganzen.
Doch viel zu schnell mussten wir wieder landen. Wir kamen in ein verschneites, winterliches Dorf. Hier war ich schon gewesen. Hier kannte ich die Häuser mit den Kindern. Das eigentliche Problem war in die Häuser zu kommen. Der Weihnachtsmann hatte spezielle Weihnachtsmann Magie dafür. So wurde er kleiner und kam in den Kamin. Doch ich konnte das nicht. Warum auch immer. Ich musste einfach warten bis alle schliefen und hoffen, dass eine Garage oder so offen war. Ich wurde also vom Schlitten abgespannt und dann gings los.
Vorsichtig ging ich an das Haus ran. Waren alle Lichter aus? Schliefen alle? Nervös trabte ich um das Haus rum und sah mich um. Ich versuchte einen Eingang zu finden, aber es gab keinen. Wie in aller Welt sollte ich da reinkommen? Sollte ich schon beim ersten Haus versagen?
Dann hörte ich plötzlich die Stimme des Weihnachtsmannes in meinem Kopf.
„Benutze den Beutel. Aber nur wenig, sonst bleibt nicht genug.“
Welcher Beutel? Wo war denn bitte schön ein Beutel? Ich lief noch mal in Windelseile zum Schlitten zurück. Ich war schon viel zu lange hier. Ich wühlte und fand dann tatsächlich einen Beutel. Damit ging ich wieder zum Haus und schleppte auch gleich den Beutel mit den Geschenken hinter mir her. Er war so schwer und ich kam kaum voran. Ich war froh als ich es endlich zum Haus geschleppt hatte. Dann streute ich das Pulver vom Weihnachtsmann zur Tür. Endlich bekam ich sie auf und konnte rein. Doch das war auch nicht so leicht. Ich war nicht so gelenkig wie der Weihnachtsmann.
Irgendwann schaffte ich es aber doch. Es dauerte viel zu lange, aber schließlich lagen die Geschenke darunter. So schlängelte ich mich von Haus zu Haus.
Es wurde eine lange Nacht für mich. Als ich beim letzten Haus ankam war ich total erschöpft und müde. Es war aber alles dunkel. Kein Wunder. Es war ja auch schon spät. Hoffentlich ging das hier jetzt auch noch gut. Ich schlich mich an das Haus ran. Mein Pulver um reinzukommen war fast aufgebraucht. Ich streute den Rest auf die Tür. Ich bekam sie schwerer auf, aber es ging. Als ich endlich im Wohnzimmer war legte ich die Geschenke unter dem Baum. Als ich gerade zurück wollte stolperte ich und es rumste. Ich erstarrte und blieb ganz still stehen. Doch ich hatte die Bewohner trotzdem geweckt. Ich versuchte schnell zu entkommen, aber ich steckte irgendwie fest. Und dann sah ich das Kind. Entsetzt starrte ich es an. Es wirkte eher erschrocken. Schnell trat ich den Rückzug an und verließ in aller Eile das Haus. Ich stürzte auf den Schlitten zu und kaum war ich vorgespannt hob ich in der Luft ab. Ich konnte es kaum erwarten zurück im Weihnachtsdorf zu sein. Als ich landete war ich überglücklich. Ich war nicht der Weihnachtsmann, aber ich hatte es geschafft. Auch der Weihnachtsmann war zufrieden über meinen Bericht. Das Kind ließ ich natürlich weg. Nach meinen Geschenke verteilen konnten auch wir endlich Weihnachten genießen. Ich bekam zur Belohnung viel zu fressen und Musik. Das war doch toll. Ein erfolgreiches Weihnachtsfest trotz Corona.

Ende

Etüde 20-2020: Verlorene Leben Teil 10

heute gibts eine erneute Etüde von mir. Ich bin wieder mit dabei.

abc.etüden 2020 47+48 | 365tageasatzaday

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Verlorene Leben Teil 10

Quelle
griesgrämig
stöbern.

Im Wohnzimmer setzten wir uns auf die Couch und ich fing an Sam von Noura zu erzählen. Sam hörte aufmerksam zu. Danach sah er uns nachdenklich an.
„Das klingt übel. Kennt ihr denn die Quelle von dem Magiekram?“, fragte er nun.
„Nein“, antwortete Noura ihm. „Ich vermute sie liegt in meiner Welt, aber ich bin nicht sicher. Vielleicht gibts auch gar keine Quelle.“
„Das wäre echt blöd. Was würde denn passieren, wenn man diese Quelle vernichten würde?“, fragte Sam.
„Keine Ahnung“, wiederholte Noura und wirkte sehr unsicher. „Vielleicht verschwindet meine Welt dann oder gar ich.“
„Nein“, sagte ich sofort und die beiden Männer sahen zu mir.
„Aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit“, fand nun auch Noura.
„Nein“, wiederholte ich nur. Ich wurde langsam griesgrämig. „Das können wir nicht machen.“
„Und was schlägst du dann vor?“, fragte Sam. „Er kann nicht hierbleiben.“
Er deutete auf Noura.
„Er hat recht“, wandte Noura ein.
„Können wir nicht in einen von deinen Büchern stöbern?“, fragte ich Sam. „Und woher weißt du eigentlich von der Magie?“
„Wieso glaubst du wir finden was in meinen Büchern?“, fragte Sam zurück.
„Keine Ahnung. Du hast so viele Bücher und wenn du dich vielleicht mit Magie auskennst könnte es doch sein“, sagte ich.
„Ich kenne die Magie. Sagen wir so“, antwortete Sam. „Ich bin der Hüter der Magie. Aber wenn es nötig ist, würde ich sie auch zerstören.“
Er sah Noura ernst an. Dieser nickte ihm zu.
„Aber was wäre denn eine Welt ohne Magie?“, fragte ich nun fast verzweifelt. Ich konnte mir nicht vorstellen sie zu zerstören.
„Du kanntest doch vorher auch keine Magie“, warf Sam ein.
„Ja, aber das ist was anderes“, entgegnete ich. „Außerdem können Noura und ich sowieso nicht zurück bevor wir uns nicht ineinander verliebt haben.“
Sam sah uns an wie ein Auto. „War ja klar, dass es einen Haken gibt. Dann muss ich wohl alleine gehen.“

Fortsetzung folgt …

Wie erwartet bin ich nicht fertig geworden. Ich denke aber es könnte ein guter Schnitt sein und das nächste mal könnte vielleicht Sam erzählen, wenn ich mich noch dran erinnere. Oder beide abwechselnd. Mal sehen.

 

Und was sagt ihr?

 

 

Writing Friday: Magische Zeiten

Heute kann ich tatsächlich mal wieder eine Geschichte zu Writing Friday veröffentlichen. Das hat es lange nicht mehr gegeben.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Salbei, Aufmerksamkeit, etwas daneben, Hormone, ein Versuch

Magische Zeiten

Der Oktober war angebrochen und so langsam kam die gemütliche Zeit auch zu uns. Ich wollte zum Markt und in die Apotheke um Salbei zu holen. Das brauchte ich ganz dringend für meinen aktuellen Zaubertrank. Salbei war ein regelmäßiger Bestandteil meiner Tränke. Ich war deswegen auch Dauergast in der Apotheke. Ruben kannte mich schon ziemlich gut. Als ich den Laden betrat kam er auch gleich aus dem Hinterzimmer her. Er sah so verdammt gut aus. Selbst in Arbeitskleidung. Seine dunklen Haare fielen ihm in die Stirn und sein Lächeln war entwaffnend. Er war einer der wenigen, der wusste, was ich wirklich mit den Zutaten tat. Ich vertraute ihm wie keinem anderen.
„Hallo Janina“, begrüße er mich. „Na, was möchtest du heute?“
„Hallo Ruben. Ich brauche Salbei und ein wenig Rosmarin.“, bestellte ich bei ihm.
„Salbei was sonst“, grinste Ruben. Er kannte meine Neigungen. Ich mochte es, wie seine Aufmerksamkeit nie nachließ. Er bereitete die Zutaten vor und reichte sie mir dann.
„Danke“, sagte ich und lächelte ihn an.
„Sehr gerne.“ Er lächelte zurück. „Und schon wieder jemanden verzaubert?“
Ich grinste nur. „Ich verzaubere keine Leute. Jedenfalls nicht so.“
„Ich weiß. Nimm mich einfach nicht so ernst.“
„Okay, ich sollte dann auch gehen“, verabschiedete ich langsam von ihm.
„Oh, ja klar. Komm einfach wieder, wenn du etwas neues brauchst. „Ich hoffe die Hormone spielen nicht wieder verrückt.“
Ich grinste bei seiner Andeutung. Neulich hatte ich etwas gezaubert. Danach hatten meine Hormone total verrückt gespielt. Und auch Ruben hatte das zu spüren bekommen.
Verlegen erwiderte ich seinen Blick. „Ich werde mir Mühe geben.“Also ging ich nach Hause. Mein Wohnhaus lag ziemlich am Rand der Stadt. Es lagen kaum Häuser darum herum und wenn dann mit Abstand. Das war auch gut so, denn ich experimentierte gerne mit meinen Zaubern. In meinem Haus herrschte meistens ein heilloses Durcheinander.
Mitten im Wohnzimmer stand mein Zauberkessel. Er brutschelte meistens vor sich hin. Momentan sah die Flüssigkeit darin braun, blau aus. Ich gab das Salbei dazu und es wurde grün. Genau so wie ich den Trank haben wollte. Er musste nur noch einen Tag ziehen, dann war er fertig.
Also widmete ich mich anderen Dingen zu. Ich las in dem neusten Zauberband und hörte nebenbei Musik. Ich war sehr vielseitig und freute mich auf Abwechslung.
Doch ich bemerkte, dass nach einiger Zeit etwas komisch wurde. Die Luft wurde irgendwie dünn. Es wurde stickig. Schnell rannte ich zu meinem Trank. Er sah nicht mehr grün aus sondern gelb. Ich wurde panisch. Was war da nur passiert und wie konnte ich es beheben? Vielleicht gab es nur ein Versuch.
Ich versuchte es mit einen erneuten Spruch. Es beruhigte sich etwas, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es etwas brachte. Und dann passierte etwas mit mir. Ich wurde in den Trank rein gezogen. Obwohl es heiß war verbrannte ich mich nicht. Ich wirbelte nur durch den Kessel. Es war etwas seltsam und fühlte sich unschön an. Und dann veränderte sich wieder etwas. Und schon wurde ich wieder ausgespuckt. Und plötzlich merkte ich, dass etwas anders war. Ich konnte plötzlich zaubern. Allerdings wusste ich nicht wie das funktionierte. Zunächst zerstörte ich auch die ein oder anderen Möbel. Glas splitterte durch die Gegend. Ich brauchte einige Zeit bis ich herausfand wie es funktionierte und mich wieder raus traute. Doch dann besuchte ich sofort Ruben.
Er war tatsächlich in der Apotheke. Und er war alleine. Er lächelte mich lächelnd an und fragte wissend: „Hat es funktioniert?“
„Was funktioniert?“, fragte ich verwirrt.
„Bist du jetzt auch magisch? Können wir zusammen sein?“, fragte er fast aufgeregt.
„Du bist magisch?“, wunderte ich mich.
Und dann erklärte er es mir. Er hatte als er mich kennen lernte immer meine Magie beobachtet. Er hatte gemerkt, dass ich wie er magische Veranlagungen hatte. Er hatte gehofft einen Weg zu finden wie wir uns vielleicht näher kommen könnten, wenn ich das wollte. Er vermutete, dass das durch seine Magie sonst nicht möglich war. Das mochte vielleicht seltsam klingen, aber ich fand es irgendwie süß.
„Oh, Ruben.“ Ich konnte nicht aufhören zu grinsen.
„Darf ich das als JA deuten?“, fragte er grinsend.
„Ja“, sagte ich und dann fielen wir uns in die Arme. Überglücklich gaben wir uns unseren ersten Kuss. Danach fing unser gemeinsames Leben an. Ein Leben voller Magie und Liebe. Ein Leben, dass mich jeden Tag erfüllte und ich leibte. Es war perfekt.

Ende