Legoland Teil 2

Und nun kommt der zweite Legolandteil. Irgendwie bin ich aktuell am Schreiben, schreiben, schreiben. Das macht aber auch Spass und ich komme mal voran.

Und hier kommt ihr zu Teil 1: Klick

Was bisher geschah:

Im Legoland war Aufruhr. Die Legoleute aus der Menschenwelt sollten wie so oft zurück kommen. Mit Kenny zusammen ging ich zum Marktplatz und wartete auf ihre Ankunft. Währenddessen unterhielten wir uns mit Yvaine, die Besuch hatte.

Legoland Teil 2

Die Ankunft der Legomenschen wirbelte Aufruhr durch unsere Welt. Sie kamen zwar regelmäßig, aber es waren nicht immer alle mit dabei. Pippa und Pane waren schon lange nicht mehr hier.
Schließlich stiegen unsere Besucher aus dem Fluggefährt aus und kamen von der Landebahn her auf uns zu. Es waren einige bekannte wie unbekannte Gesichter mit dabei.
Ich entdeckte Pippa sofort. Sie strahlte geradezu und lief auf uns zu. Sie umarmte uns alle, Pane im Schlepptau, der uns lächelnd zuwinkte. Kenny schien etwas enttäuscht zu sein, weil Jani nicht dabei war, aber als wir uns mit Yvaine, Demi, Pippa und Pane etwas abseits von der Menge setzten, schien er Jani schnell vergessen zu haben.
„Wie läuft es bei den Menschen?“, fragte Yvaine die beiden und sie fingen sofort an zu erzählen.
„Es ist so cool da.“ Bei Pippa war immer alles cool. „Ich lebe bei einer Familie, die selbst für Menschen eigenartig sind. Die Frauen haben pinke Haare und die Männer laufen ganz in schwarz herum und schminken sich. Sie tragen seltsame Kleidung, sind aber herzensgut. Die Kinder sind wirklich süß und sie haben einen Spielroboter mit dem ich mich immer unterhalte.“ Sie klang ganz aufgeregt.
Pane dagegen verzog sein Gesicht. „Dieser Roboter ist ätzend. Die Kinder nennen ihn Lork und immer wenn ich Pippa besuche ist er sofort an ihrer Seite.“
„Lork beschützt mich nur“, verteidigte Pippa besagten Roboter. „Er mag kein Spielzeug, dass er nicht kennt.“
„Ich bin kein normales Spielzeug“, bemerkte Pane nur.
„Ist schon gut.“ Pippa verdrehte die Augen.
„Und wie ist es bei dir, Pane?“, wollte Yvaine nun wissen.
„Ich habe eine Spielzeugfigur namens Sim getroffen. Siim lebt bei einem Teenagerjungen namens Dennis und fühlt sich dort pudelwohl. Er ist nicht direkt eine Legofigur. Er gehört eher zur Duplofamilie. Sim ist klasse.“
„Stimmt, du hast mir von Sim erzählt, oder?“, fiel nun Pippa ein. „Er wohnt im Nachbarhaus von dir, nicht wahr?“
„Ja, genau. Tut er. Jedenfalls ist bei mir zu Hause alles im Lot. Die Kinder sind cool und ich bin ihr Held. Für mich lassen sie alles links liegen. Sie bauen wahre Landschaften und Straßen und ich kann mich dort total austoben. Es gefällt mir dort.“
„Du lässt dich zu sehr gehen“, kritisierte Pippa Pane. „Sport würde dir gut tun.“
„Pah!“, machte Pane abfällig. „Sport ist was für Anfänger. Sowas brauche ich nicht. Nur weil du dich ständig mit den Legobarbies anlegst. Lass mich bloß in Ruhe damit.“
„Die sind alle so schlank. Seht euch die Barbies hier doch mal an. Wie können die nur so schlank sein?“, stöhnte Pippa.
„Du brauchst ihre Schlankheit gar nicht. Du bist gut so wie du bist“; versicherte Pane ihr und wurde rot.
„Oh, dankeschön.“
Kenny und ich lachten. „Mensch, Pane. Du bist ja total der Aufreißer.“
„Ach was“, winkte Pane ab. „Ich doch nicht.“
„Er umgarnt Legobarbie ständig. Wenn er jemanden aufreizt, dann sie“, vertraute Pippa uns an.
„Stimmt doch gar nicht“, währte Pane sofort ab. „Ich steh nicht auf Legobarbie. Sani ist viel zu anstrengend.“
„Das hört sich interessant an bei euch“, fand Yvaine. „Dann werdet ihr gut behandelt?“
„Auf jeden Fall!“, bestätigten beide.
Pippa und Pane waren also zufrieden bei den Menschen.  Kenny und ich wechselten einen Blick und lächelten uns an. Pippa erzählte wieder jede Menge Geschichten. Die Nacht in der Menschenwelt schritt voran und hier ging am Horizont langsam die Sonne unter. Blutrote Streifen bildeten sich am Himmel.
„Warst du schon mal in Amsterdam?“, fragte Pippa mich plötzlich. Wir saßen immer noch am Wasser und ließen die Beine baumeln.
„Amsterdam?“, fragte ich verwirrt. „Nein, was soll das sein?“
„Es ist ein Ort in der Menschenwelt. Soll wunderschön sein dort. Die Menschen, wo ich wohne, wollen dort bald in den Urlaub hin. Ich hoffe sie nehmen mich mit, aber das ist sehr wahrscheinlich. Das Mädchen Janna liebt mich“, erzählte sie.
„Ich war noch nie in der Menschenwelt“, erinnerte ich Pippa nun.
„Solltest du dringend ändern“, riet sie mir fachmännisch. „Es gibt so viele tolle Orte dort. Einige konnte ich mir ansehen, wenn Janna mich mitnahm.“
„Hier ist es auch schön“, hielt ich dagegen, heimatverbunden wie ich war.
„Nicht so wie in der Menschenwelt. Ich muss es wissen. Es ist einfach nicht zu vergleichen.“ Wir schwiegen eine Weile, dann fragte Pippa mich: „Es ist wegen ihm, oder?“ Sie deutete auf Kenny.
„Was?“, fragte ich entsetzt darüber, dass ich so leicht zu durchschauen war.
„Keine Sorge. Er hat es bestimmt nicht bemerkt. Aber ich finde es süß. Du hast die richtige Wahl getroffen.“ Sie grinste schief.
„Er interessiert sich doch gar nicht für  mich“, wehrte ich ihre Aussage ab.
„Und ob er das tut“, versicherte Pippa mir und klang sehr sicher. „Er ist der Richtige für dich.“
Ich verdrehte die Augen und beobachtete Kenny. Er unterhielt sich angeregt mit Pane.
„Komm!“, forderte Pippa mich auf, stand auf und zog mich hoch. Ich habe Lust ein wenig spazieren zu gehen. Begleitest du mich?“
„Klar“, nickte ich zustimmend und so standen wir dort und hüpften begeistert durch meine Welt.
In Gedanken fragte ich mich die ganze Zeit ob Pippa Recht hatte wegen Kenny. War er wirklich an mir interessiert?

Fortsetzung folgt …

Juhu, noch ein Teil vom Legoland ist fertig. Irgendwie hat diese Welt ja was. Was meint ihr?

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Das 9. Wort 2017: Abgehen: Das Waldlabyrinth

Eine weitere Geschichte wird es von mir geben. Allerdings ist es zur Abwechslung mal nur ein Teil. Inspiriert wurde ich von Frau Vroh mit ihrer Herbstidee sowie von einem Maislabyrinth in unserer Nähe, von dem ich gehört habe.

Das Waldlabyrinth

Der Wald lag so dunkel vor mir wie es mir beschrieben wurde. Ein dunkles Waldlabyrinth in das man sich verliren konnte. Aber es hieß, dass es auch ein magisches Labyrinth war, dass Dinge zeigte, die einem bekannt waren. Ich war gespannt, zögerte aber doch, hineinzugehen.
Doch dann rief es plötzlich. Es rief mir zu. „Julian, Julian. Trete ein!“
Ich wollte auf jeden Fall eintreten und trat dann fast automatisch die nächsten Schritte. Ich betrat also das Labyrinth bevor ich wusste was ich tat. Ich konnte nicht  mehr zurück. Der Wald hielt mich gefangen.
Die Blätter rauschten um die Wette als würden sie sich eine Geschichte erzählen. Ich konnte mich dazu durchdringen weiter zu gehen. Die Blätter flogen jetzt grünleuchtend um mich herum und das wirkte irgendwie unwirklich. Das Rauschen wurde immer lauter und der Wind wehte mir um die Ohren. Ich hatte drei Gänge vor mir, die ich betreten konnte. Einer schimmerte bläulich, einer rot und einer gelb. Ich hatte keine Ahnung, was sich in diesen Gängen verbarg. Auf gut Glück wählte ich den gelben Gang und ging ihn ab.
Ich war im puren Sommer gelandet. Hier strahlte die Sonne warm am Himmel, die Vögel zwitscherten ihre Lieder und um mich herum befand sich der Strand und das Meer. Es kam mir vor wie im Paradies.
„Geh weiter“, forderte mich eine glockenhelle Stimme auf, die von nirgendwoher zu kommen schien.
Ich hielt es für besser die Anweisungen zu befolgen. Also ging ich an den Palmen entlang, hörte Meeresrauschen und genoss die Wellen, die die Muscheln umspülten. Dieser Gang war hell, freundlich und friedlich. Hier konnte ich es aushalten.
Aber am Ende des Ganges musste ich schließlich die nächste Richtung wählen und mich für einen anderen Gang entscheiden. Ich gelang in einen bunten Wald, wo der Sturm wütete. Ich erschauderte, weil es so sehr stürmte und regnete. Dennoch wurde ich nicht nass. Egal welche Böen mich trafen. Außerdem kam auch die Sonne strahlend durch die Bäume hindurch und bahnte sich ihren Weg. Sie zog lange Schatten hinter sich und der Geruch von Schnee lag in der Luft. Dieser Gng des Labyrinths wirkte so magisch und mystisch. Ich sammelte ein paar Kastanien, sah ein paar Eichhörnchen an mir vorbei huschen und entdeckte eine Eule in einem Baum sitzen. Dann kam der Nebel durch. Doch auch dieser Gang erreichte irgendwann sein Ende und las ich erneut die Richtugn wechselte bog ich in einen weißen Weg ab.
Hier wütete der Schnee. Er lag meterhoch und es fielen immer noch sanfte Schneeflocken auf den Boden. Frau Holle schien hier besonders fleißig zu sein. Ich formte Schneebälle und bewarf damit die Luft, baute einen Schneemann, fuhr Schlitten und freute mich über den Winter, der hier wütete. Den Winter hatte ich schon immer geliebt. Die Sonne glitzerte auf den Schnee und der Himmel war strahlend blau. Der winterliche Eispalast und die Tannenbäume drum herum bildeten für mich den krönenden Abschluss.
Als nächstes bog ich in einen grün leuchtenden Gang ab. Hier war der Wald nicht so dicht. Frühling breitete sich aus. Grüne Wiesen waren überall, Blumen blühten in den schönsten Farben und die Bäume waren wieder voller Blätter. Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten. Alles wirkte friedlich und voller Leben. Hier gab es Bewegung. Das blühende Leben. Die Sonnenstrahlen wärmten auf der Haut und es fühlte sich einfach angenehm an.
Der nächste Gang, den ich nach erneuten Richtungswechsel betrat, erinnerte ebenfalls an den Frühling. Genauer gesagt an Ostern. Hasen liefen geschäftig hin und her. Osterfeuer brannten überall, bemalte Ostereier warteten in ihren Nestern darauf gefunden zu werden. Küken waren hier besonders beliebt, genau wie Süßigkeiten. Die Wiesen zeigten sich in einem kräftigen saftgrün und die Sonne strahlte wie immer am Himmel. Ich umarmte den Osterhasen, ging mit ihm Hand in Hand gemütlich durch den Gang und winkte ihm zum Abschied zu.
Nachdem das Osterglockengeläut verklungen war wechselte ich den Gang und begrüßte Weihnachten. mit offenen Armen. Diesen Feiertag liebte ich ja besonders. Die Christbäume waren reich geschmückt, Engel flogen durch die Luft und golden strahlend glänzten sie am Himmel. Die Kirche öffnete ihre Toren und die Gemeinde sang Stille Nacht, heilige Nacht, der Schnee war auch hier wie früher ziemlich hoch und ließ Kinderaugen strahlen. Geschenke lagen unter den Bäumen und der Weihnachtsmann fuhr mit seinen Rentieren den Gang entlang. In diesem Gang des sonderbaren Waldlabyrinths schien das Glück besonders greifbar zu sein. In der Mittte stand eine lange Tafel und der Braten und andere leckeren Gerichte waren gedeckt. Doch irgendwann musste ich weiter. Besonders hier wollte ich eigentlich nicht weg, aber das Labyrinth trieb mich vorwärtst. Auf zum nächsten Gang.
Hier wurde es gruselig. Herbst lag wieder in der Luft. Geister schwebten durch die Bäume und gruselig gekleidete Leute bewiesen, dass Halloween war. Vampire liefen durch die Straßen, in einer Ecke stand eine Geisterbahn und Kinder rannten herum und riefen: „Süßes oder Saures!“ Herbstblätter rieselten von den Bäumen und Hexen begegneten mir. Ich machte, dass ich schnell weg kam. Ich mochte Halloween nicht.
Allerdings war der nächste Gang auch nicht gerade besser. Hier herrschten die Toten. Sollte das Allerheiligen darstellen? Gruselig. Besser ich verschwand von hier.
Und dann gelang ich in den letzten Gang. Der hier war voller Hoffnung, ich spürte das pure Glück und reinen Frieden. Hier herrschte die Harmonie. Ich war vollkommen entspannt. Vor allem aber spürte ich die tiefe Liebe, die mich glatt überwältigte. Und plötzlich kam ein Mädchen auf mich zu. Es erinnerte mich an einen Engel mit den goldenen Haaren und dem weißen Kleid. Ihre Füße waren nackt. Sie wirkte so rein und gut, dass ich mein Glück kaum fassen konnte. Ein Lächeln erschien auf meinem Gesicht und auch auf ihren Lippen spiegelte es sich wieder. Ihre Stimme war glockenhell als sie sprach. „Julian, ich habe lange auf dich gewartet.“
„Wie heißt du?“, wollte ich neugierig wissen.
„Such dir einen Namen für mich aus“, forderte sie mich auf.
Ich dachte eine Weile darüber nach und antwortete dann: „Alissa.“
Sie packte nach meiner Hand und zog mich mit sich. Raus aus dem Labyrinth und rein in den Märchenwald. Und dann war ich plötzlich wieder in meinem Bereich des Waldes mit Alissa an meiner Seite. Das war eine unvergessliche Reise durch ein einzigartiges Labyrinth gewesen. Ich war glücklich und überwältigt und noch viel wichtiger: Ich war nicht mehr allein.

Ende

Juhu, ich habs ja heute doch noch geschafft es abzuschreiben. Und was haltet ihr jetzt von meinem Waldlabyrinth?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Und auch ein weiter Teil meiner Spielzeugfigur braucht nur noch abgeschrieben zu werden. Fertig ist er schon.

Hier gehts zu den Vorgängerteilen: Klick

Was bisher geschah:

Sim und Dennis hatten heraus gefunden, dass es noch weitere Spielzeugfiguren gab, die lebendig waren und rebellierten. Zu Hause hatte Dennis Schaulaufgaben gemacht, während Sim Robin Hood im TV anguckte.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Am Morgen musste ich früh wieder raus. Als ich wach wurde schlief mein kleiner Freund noch tief und fest in seiner Schublade. Ich rüttelte ihn wach. Simm murrte, machte sich aber bereit.
Ich machte mich fertig für die Schule. Heute war ein schöner Sommertag. Ich trug über meinem kurzen Hemd eine Jake und steckte Sim in die Tasche. Nachdem ich mein Essen in meiner Schultasche verstaut hatte ging ich zum Schulbus. Dort traf ich auf meine beiden Freunde. Sim kam mir in meiner Tasche recht ruhig vor. Er zappelte nicht mal. Vielleicht war er wieder eingeschlafen. Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt.
„Kennt ihr schon dieses neue Videospiel? Man kann Spielzeugfiguren zusammenschrauben und wieder auseinander nehmen. Soll voll Spass machen“, bemerkte Lex.
Es zuckte kaum merklich in meiner Tasche. Also doch nicht eingeschlafen. Zu früh gefreut. Armer Kerl. Wäre vielleicht besser für ihn gewesen, er hätte geschlafen.
„Ne, hab ich noch nicht gehört“, verneinte Tom. „Klingteher langweilig. Scheint was für Kinder zu sein.“
„Nein, überhaupt nicht“, widersprach Lex ihm. „Die können sich auch gegenseitig bekriegen.“
Wieder kam ein Zucken aus meiner Tasche.
„Man, ist doch öde. Ich schließe mich Tom an. Dafür sind wir zu alt.“
„Ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst“, prophezeite Lex uns.
Als der Bus kam ließ ich mich etwas zurück fallen und flüsterte meiner Tasche zu: „Keine Angst. Dich baut niemand zusamen oder auseinander.“
Daraufhin wurde es in meiner Tasche wieder ruhiger und sie hörte auf zu zappeln. Ich war erleichtert. Für den heutigen Schultag konnte ich eine verstörte Spielzeugfigur nicht gebrauchen.

In der Schule trafen wir auf Ronja und Feline. Feline hing gleich wie eine Klette an Lex und für den Rest des Tages brauchten wir nicht mehr mit ihm rechnen. Also gesellten wir uns zu Ronja, damit sie nicht so allein war.
„Hey, wie gehts?“, fragte ich sie nervös.
„Gut, und dir?“, fragte sie mich zurück und lächelte mich an.
„Auch gut.“ Sehr einfallsreich.
„Ich muss jetzt los. Wir sehen uns in Musik.“ Und schon war sie weg.
„Du solltest dringend an deiner Kommunikation arbeiten“, rief TOm mir lachend zu und klopfte mir auf die Schuler. Ich biss die Zähne zusammen.
Wir betraten das Schulgebäude. Um diese Zeit waren die Gänge alle ziemlich voll. Ich ging zu meinen Spind und tauschte ein paar Bücher ein. Außerdem packte ich meine Jacke in den Schrank. Erst als ich schon fast im Klassenzimmer war, fiel mir wieder ein, dass Sim ja in meiner Jackentasche steckte. Oh nein, hoffentlich machte er keinen Blödsinn.
Die ganzen zwei Schulstunden Mathe rutschte ich unruhig auf meinem Stuhl herum. Ich war in Mathe  nie eine Leuchte gewesen, aber heute konnte ich mich gar nicht konzentriren. Wenn ich Glück hatte schlief Sim in meinem Schrank. Wenn ich Pech hatte verbreitete er das reinste Chaos.
Ich war der Erste, der nach dem Leuten auf den Beinen war. Ich flitzte so schnell wie möglich zu meinem Spint. Ein Mädchen stand zwei Spindtüren von meinem entfernt und sah mich verwirrt an. „Was ist denn da mit deiner Tür los? Die klappert wie verrückt.“
„Keine Ahnung. Ich sehe mir das gleich mal an“, versprach ich dem Mädchen und schenkte ihr ein Lächeln. Sie schnappte sich ihre restlichen Sachen und verschwand. Ich wartete bis der Flur leer war und öffnete dann vorsichtig meinen Schrank.
Ich entdeckte einen total verängstigten Sim und rings um ihn herrschte wie erwartet Chaos. Meine Jacke lag wer weiß wo.
„Tut mir Leid, Sim. Ich habe wirklich vergessen, dass du in meiner Jacke bist. Ich wollte dich nicht in meinem Spind einschließen. Bist du böse auf mich?“, flüsterte ich.
„Ich hatte solche Angst. Ich dachte, ich komme nie wieder raus“, schluchzte Sim so leise wie möglich und kuschelte sich an mich.
„Schon gut. Irgendwann hätte ich dich schon befreit. Tut mir wirklich leid. Du musst jetzt wieder leise sein, okay?“
Sim kuschelte sich kurz an mich, dann nickte er und wurde wieder ruhig. Ich wechselte noch mal meine Bücher und steckte Sim nach ordentlicher Vorwarnung in meine Hosentasche. Er rührte sich nicht und ich schob mein Hemd darüber.
Dann schloss ich meinen Spint und musste zur nächsten Stunde. Sim ließ ich nicht mehr aus den Augen. Der kleine Kerl war mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hatte einen Schock bekommen, als ich bemerkte, dass ich ihn in meinen Spint vergessen hatte, aber jetzzt war alles gut. Ihm ging es gut.
Bis zur Musikstunde war ich nicht ganz bei der Sache. Meine Gedanken waren die ganze Zeit bei Sim, aber dann kam der Musikunterricht und mein gemeinsames Projekt mit Ronja begann heute. Ich war schon ganz gespannt. Hoffentlich würde mich mein kleiner Freund nach meine Aktion immer noch unterstützen. Ich konnte es ihm schlecht verübeln, wenn nicht. Armer Kerl. Er musste heute schon einige Schrecken verdauen. Hoffentlich wurde der Tag noch besser für ihn …

Fortsetzung folgt …

Wieder ein Teil fertig. Der arme Sim. Diesmal hatte er nichts zu lachen …

Was sagt ihr zu diesem Teil?

Schreibklick 5: Sommerausklang: Legoland Teil 1

Der Schreibklick kommt von mir wieder etwas später. Ich hatte die Geschichte schon vor einer Woche geschrieben. Bin aber erst heute mit Abtippen fertig geworden.

Willkommen im Legoland Teil 1

Die letzten schönen Tage waren eingeläutet. Nun wurden sie kürzer und die Nächte kälter. Der Sommer war fast vorüber und an den letzten Sommertagen war es hier immer besonders heiß.
Im Legoland ging die Zeit langsamer. Sie stand ganz still. Die Kinder ausserhalb unserer Welt liebten ihr Legospielzeug, aber sie hatten keine Ahnung was Lego eigentlich wirklich konnte. Denn das Legospielzeug aus aller Welt kamen in der Nacht, wenn die Kinder schliefen in ihre Heimat zürück. Dann war hier immer viel los und wir trafen uns alle zusammen am Marktplatz. Besonders kamen viele Legobewohner wieder hierher. Im Winter blieben sie lieber in der Welt der Menschen.
Kenny und ich waren unter anderem dazu da mit diesen Legofiguren zu sprechen und sie nach ihren Erfahrungen zu befragen. Manchmal hüpften auch verirrte Dominosteine zwischen uns her, weil sie nichts besseres mit sich anfangen konnten. Dominosteine waren eh seltsam. Eigentlich gehörten sie gar nicht zu unserer Legofamilie, aber sie kamen uns gerne besuchen. In der anderen Spielewelt fühlten sie sich nicht so wohl und Dominosteine entdeckten gerne neue Welten. Ich hatte schon viele kennen  gelernt, die beim Domino Day in der Menschenwelt gewesen waren und da gab es immer viel interessantes zu erzählen. Besonders gute Liebesgeschichten erzählten Dominosteine richtig gern.
„Glaubst du, Jani kommt heute auch wieder mit?“, fragte Kenny aufgeregt.
„Bist du etwa immer noch in sie verliebt?“, stöhnte ich und rollte mit den Augen. Jani war eine Augenweide für alle Legomänner. Sie trug meist einen grellrosa Pulluver und eine knallgrüne Hose. Alle Legosteine liebten grelle Farben. Jani hatte auch gelbe etwas längere Haare, was für uns Legofrauen eher ungewöhnlich war.
Auch jetzt warteten wir aufgeregt die Ankunft der fernen Legofreunde wie wir sie nannten. Was sie wohl zu erzählen hatten? Sie erlebten immer viel aufrgendes, aber für mich wäre das trotzdem kein Leben. Ständig von Kindern hin – und hergeschubst zu werden war doch öde. Außerdem liebte ich unser Legoland einfach zu sehr um es zu verlassen.
Am Brunnen versammelten sich immer mehr Legobewohner und vertrieben sich die Zeit mit Klatsch und Tratsch.
Einen Legomann mit blauen Haaren und rotem Pullover hörte ich sagen: „Hey Fred, weißt du schon das Neuste? Die aus dem Harry Potter – Viertel werden größtenwahnsinnig. Die meinen die können unsere Stadt einnehmen. Dabei können die noch nicht mal richtig zaubern.“
„Ach, das ist doch gar nichts“, trumpfte Freds Gesprächpartner auf. „Da musst du erst mal das Barbieviertel sehen. Die halten sich alle für was besseres und denken sie wären die Schösten von allen. Allesamt hochnäsig, sag ich dir, Lorn. Furchtbar. Wird Zeit, dass die endlich zu den Menschen rüber kommen. Die sind wirklich unerträglich. Dagegen sind Harry Potter und seine Gang gar nichts.“
„Zumindest haben Barbie und Ken keinen Bösewicht in ihrem Viertel, der sein Unwesen treibt“, brummte Fred.
„Ach, dieser Voldedings kann doch gar nichts ausrichten. Zaubern kann er ja sowieso nicht. Die Barbies dagegen protzen mit ihren tollen Villen und den aufwendigen Autos.“
„Noch schlimmer ist das Eisviertel mit der Eiskönigin als Anführerin“, ergänzte Lorn. „Da ist es so kalt, dass man erfiert.“ Lorn schüttelte sich schaudernd.
Fred folgte seinem Beispiel. „Wir Normalos haben da echt nicht viel zu lachen.“ Dann fiel sein Blick auf etwas anderes ärgerliches. „He, guck mal. Da sind wieder welche von diesen Dominosteinen. Was haben die bloß in unsere Welt zu suchen?“
„Verlaufen haben die sich“, erklärte Fred unbeirrt. „Denen sollte mal irgendwer sagen, dass wir Legomenschen sind und keine Dominosteine. Vielleicht sollten wir sie zu der Eiskönigin schicken. Dann können sie ordentlich frieren …“
Ich verdrehte nur die Augen. Ich fand die Dominosteine eigentlich lustig.
Jede Legogruppe hatte jedenfalls sein eigenes Viertel. Wir, die nicht zu einer Berühmtheit gehörten, wohnten im Zentrum der Stadt. Die anderen hatten ihre eigenen Viertel, die wir nicht besuchen durften. Das Zentrum konnte allerdings jeder besuchen. Wir waren immer die, die im Nachteil waren. Aber ich wollte mich nicht beklagen. Ich mochte unser Viertel. Außerdem war ich tatsächlich schon im Teddyviertel und im Puppenviertel gewesen. Die waren meist die Zugänglichsten.
„He, sieh mal! Da hinten ist Yvaine!“, fiel Kenny dann auf und er hatte Recht. Yvaine stand direkt vor dem Brunnen und diskutierte mit einer Legobarbie.
„Stimmt, was macht sie wohl hier?“, wunderte ich mich. „Sollte sie nicht im Rathaus in ihrem Büro sein?“
„Scheint jedenfalls kein angenehmes Gespräch zu sein“, stellte Kenny fest. „Komm mit, wir gucken mal nach.“
Und dann nahm er meine Hand und zog mich mit sich. Bei seiner Berührung kribbelte alles in mir drin. Verräterische, blöden Gefühle.
Yvaine sah uns kommen und winkte uns zu. Eine Aufforderung, dass wir gerne zu ihr kommen konnten. Also taten wir dies.
„Kenny, Layne, wie schön euch zu sehen. Wartet ihr auch auf die Ankömmlinge aus der Menschenwelt?“, fragte sie uns nachdem sie uns zur Begrüßung umarmt hatte.
„Ja, unbedingt. Wir sind schon sehr gespannt“, nickte Kenny eifrig.
„Wir auch, es gibt bestimmt viel zu erzählen. Besonders bei Pippa und Pane bin ich gespannt. Die sind doch in so einer verrückten Familie.“ Dann stellte sie uns ihre Begleiterin vor. „Das ist übrigens Demi. Sie ist normalerweise auch bei den Menschen, aber sie will einen Monat hier verbringen und kommt schon mal vorab. Demi, das sind Layne und Kenny.“
„Hallo“, grüßte Demi uns und wir grüßten zurück.
Plötzlich hörten wir einen Aufruhr und die ganze Legomenge stöhnte auf. „Oh nein, Barbie und ihre Gang kommt.“
Ich beachtete die Barbiegang nicht, denn nun hatte ich ganz andere Neuankömmlinge entdeckt. Vom Himmel kam ein ufoartiges Gefährt auf uns herab und landete auf unserer einzigen Landebahn kurz über dem Meer schwebend.
Auch andere entdeckten sie jetzt und riefen aufgeregt durcheinander. Als das erste Fluggerät landete und usnere Freunde ausstiegen vergaß ich alles um mich herum und war ganz gespannt wer heute gekommen war.

Fortsetzung folgt …

Und, was sagt ihr zu der Geschichte?

Strandparty unter Vollmond Teil 4

Der letzte Teil der Strandparty ist hier geschrieben worden. Lasst euch noch einmal entführen in die Welt von Dane und Caitlin.

Hier gehts zu den anderen Teilen.

Teil 1:
Teil 2:
Teil 3:

Strandparty unter Vollmond Teil 4

Zusammen mit Dane verließ ich das Schloss und wir gingen zurück. Ich wollte mein altes Leben nicht aufgeben und Dane unterstützte mich dabei. Egal wie langweilig Flora es fand hatte ich doch Freunde dort. Deswegen sollte ich auch nach der Schulzeit nach Hause zurück.
An diesem ersten Tag landeten wir zunächst einmal aber wieder am Strand und in der Ferne hörten wir die Partymusik. Für mich war es ein absoluter Kulturschock wieder in meiner Welt zu sein. Dane sah mich verständnisvoll an.
„Wir können uns Zeit lassen, wenn du magst. Hier ist keine Zeit vergangen während wir Flora besuchten.“
„Aber Evelyn wird sich irgendwann Sorgen machen“, wiedersprach ich ihm. „Wir sollten zurück.“
„Wir sind theoretisch gerade mal eine viertel Stunde unterwegs“, beharrte Dane. „Lass dir Zeit. Du hast doch bestimmt viele Fragen, oder?“
Er wollte sich mit mir in den Sand am Meer setzten, aber ich machte mir Sorgen wegen der Werwölfen vorhin. Dane schien meine Gedanken zu lesen. „Die sind längst weg. Keine Sorge.“
Also setzten wir uns wirklich in den Sand und lauschten dem Wellenrauschen. Zunächst mal schwiegen wir bis Dane mich aufforderte: „Frag ruhig!“
„Ich habe kaum eine Vorstellung davon wie ich anfangen soll“, gestand ich. „Ich kenne dich kaum.“
„Ich dich dafür umso besser“, grinste er.
Ich erschauderte. „Das ist gruselig. Inwiefern ging deine Beschattung?“
Dane wurde jetzt ganz ernst und lehnte sich in den Sand zurück. Ich vesuchte eine bequeme Position im Schneidersitz zu finden.
„Nicht so weit wie du denkst“, schwor er mir. „Ich habe nichts unanständiges gesehen. Ich weiß auch nicht wie es in eurem Haus aussieht. Weiter als bis vor eurem Grundstück bin ich nie gekommen.“
Ich entspannte mich ein wenig. Unangenehm blieb es aber trotzdem.
„Warum hast du mich nicht angesprochen?“, wollte ich als nächstes wissen.
„Habe ich doch“, flunkerte er. „Jetzt.“ Ich hatte lediglich einen skeptischen Blick für seine Aussage übrig. Er seufzte und wurde erneut ernst. „Ich hätte dich gerne angesprochen, aber mein Auftrag war es abzuwarten und für deine Sicherheit zu sorgen.“
„Wolltest du mich aus beruflichen Interesse ansprechen?“ Ich wurde aus ihm einfach nicht schlau. War ich für ihn nur ein Job? Eigentlich war das sogar verständlich. Dennoch wünschte ich mir ich wäre mehr für ihn.
Er schwieg lange und ich dachte schon er würde gar nicht mehr antworten, aber dann gestand er mir so leise, dass ich ihn kaum hören konnte: „Nein, nicht nur.“
Ich wartete darauf, dass da noch mehr von ihm kam, aber er brauchte lange bis er zum nächsten mal sprach: Bei meinen Beobachtungen habe ich dich gut kennen gelernt und was ich da sah gefiel mir. Allerdings dachte ich, dass du sobald du von meiner Funktion als Wächter erfährst kein Interesse mehr an mir hättest.“
„Wieso?“, fragte ich nur verständnislos.
„Hast du nicht gehört, was Flora zu Augustus gesagt hat?“, fragte er.
„Was genau meinst du damit?“, hakte ich nach.
„Dass er als Wächter Prinz geworden ist und an Floras Seite blieb“, erklärte er.
„Du meinst, dass uns das auch passiert?“ Jetzt wollte ich es genau wissen.
„Zumindest haben wir dadurch automatisch eine Verbindung zueinander.“ Er sah mich abwartend an und wirkte sogar etwas nervös.
„Und was empfindest du für mich?“, fragte ich nun geradeheraus.
Er wurde nun noch nervöser. „Das versuche ich gerade herauszufinden. Auf jeden Fall spüre ich, dass das zwischen uns tiefer geht. Mehr weiß ich momentan noch nicht.“
„Dann lass es uns gemeinsam heraus finden“, schlug ich vor, nahm seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Soweit ich das in der Dunkelheit erkennen konnte lächelte er.
Dann fragte er: „Du hast doch bestimmt noch mehr Fragen, oder?“
„Jede Menge, aber für heute habe ich genug. Ich will nach Hause.“
„Gut, dann lass uns zurück gehen. Morgen nach der Schule werden wir Flora erneut aufsuchen.“
„Und solange wirst du über mich wachen?“, wunderte ich mich.
„Ja klar“, versprach er mir als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.
„Schläfst du auch irgendwann mal?“
„Natürlich, aber wir Wächter brauchen nicht so viel Schlaf. Na komm, lass uns zurück gehen.“ Dane stand auf, reichte mir seine Hand und zog mich hoch. Dann gingen wir zurück zum Strand.
Morgen würde mich viel Neues erwarten. Ich würde viel neues lernen und war bereit diese neue aufregende Welt kennen zu lernen. Es kam viel auf mich zu und das machte mir Angst. Aber das Wissen, dass Dane an meiner Seite sein würde, half mir. Ich würde auch ihn besser kennen lernen und mit ihm an meiner Seite konnte ich mir fast alles vorstellen. Ich freute mich darauf und auf die neuen Herausforderungen. Doch nun gingen wir zurück zum Strand, wo meine Freundin mich breit grinsend empfing.
Sie ahnte nichts von der versteckten magischen Welt oder von den Wölfen, die bei Vollmond durch die Gegend zogen. Aber sie bemerkte, dass sich zwischen mir und Dane etwas verändert hatte und das freute sie.
Ich wusste nicht, was meine Zukunft brachte, aber das Dane an meiner Seite blieb, da war ich mir jetzt sicher. Jetzt wollte ich aber nur noch schlafen und so brachte Dane Evelyn und mich nach Hause.
In der Nacht träumte ich von meiner Zukunft und am nächsten Morgen erlebte ich sie bereits. Ich lernte Flora besser kennen, machte meine Ausbildung in Magie und kam mit Dane zusammen. Zunächst lebten wir in der Welt der Menschen, aber als niemand mehr da war, den wir kannten, blieben wir in der magischen Welt. Dort lebten wir glücklich zusammen. Das war das Wichtigste. Ich vermisste meine alten Freunde und mein Leben dort, aber Dane war immer bei mir. Ich fühlte mich wohl in der magischen Welt und fühlte, dass ich dort auch hin gehörte.

ENDE

Juhu, ich habe es sogar  noch heute geschafft abzuschließen. Ist jetzt doch recht schnell zum Ende gekommen, aber das finde ich auch gut so und ich mag das Ende so. Und was meint ihr dazu?

Das alte Herrenhaus Teil 10

Diesen Teil vom Herrenhaus habe ich schon irgendwann letzte Woche vorgeschrieben, bin aber immer noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Jetzt möchte ich damit endlich mal anfangen.

Hier gehts zu den vorherigen Teilen: Klick

Was bisher geschah:

Moritz und Louisa treffen einen alten Bekannten von Moritz, der sie zu sich nach Hause einlädt. Moritz lehnt dankend ab. Louisa fühlt sich unwohl in seiner Gegenwart. Zu Hause sprechen sie über die kommenden Unternehmungspläne.

Das alte Herrenhaus Teil 10

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Moritz zeigte mir mehr von der Umgebung. Es wirkte alles so ländlich und alt. Moritz selbst war ja eigentlich auch alt. Zumindest gemessen mit mir. Abends saßen wir draußen neben seinem Haus und unterhielten uns. Wir unterhielten uns und lernten uns immer besser kennen, was die Trennung eines Tages nicht gerade einfacher machen würde. Viel zu schnell bekamen wir eine Nachricht von Moritz Freund Richard, die berichtete, dass er Fortschritte gemacht ahbe. Noch am selben Tag brachen wir zu ihm auf.
Moritz und ich waren am Nachmittag bei ihm und er empfing uns mit leuchtenden Augen. „Ich habe es geschafft. Ich habe es wirklich geschafft. Es hat funktioniert.“
„Hast du es getestet?“, fragte Moritz ihn skeptisch.
„Natürlich, du Idiot! Es funktioniert. Das kannst du mir glauben.“ Richard strahlte geradezu.
„Moritz!“, sagte ich nur und hoffte, dass er wusste, was ich sagen wollte.
Moritz sah mich liebevoll an. „Du kannst nach Hause zurück. Das wolltest du doch immer.“
„Jetzt schon?“ Ich brach in Panik aus. Ich konnte jetzt noch nicht nach Hause. Ich hatte meinen Stift nicht dabei. Mein einziges Andenken an ihn. Ich war noch nicht bereit ihn gehen zu lassen.
Das sah er aber offenbar anders. „Du bist soweit. Das wolltest du doch immer.“
Wollte ich das? Wirklich? Ich wusste es nicht mehr. Jetzt wo ich Moritz sah, lebendig und wahrhaftig vor mir, wollte ich einfach nur bei ihm bleiben.
„Kann ich alleine mit dir sprechen?“, bat ich ihn um Zeit zu schinden und weil ich das Bedürfnis dazu hatte.
„Na klar. Du entschuldigst uns kurz, Richard?“
„Selbstverständlich“, nickte Richard und zog sich taktvoll zurück.
„Was ist denn los?“, fragte Moritz sanft und besorgt.
„Vertraust du Richard?“, fragte ich ihn. „Glaubst du, er kann mich wirklich zurück schicken?“
„Wenn er es sagt wird es auch so sein. Aber ich kann verstehen, wenn du ihm nicht traust. DU kennst ihn nicht. Wir können uns ja erst mal ansehen, was er fabriziert hat“, schlug Moritz mir vor.
Ich versuchte ruhig zu bleiben. „In Ordnung.“ Allerdins konnte ich meinen Blick nicht von Moritz Augen lösen. Er sah mich mit seinen ruhigen, schönen Augen ebenfalls eindringlich an.
„Es wird alles gut. Du wirst nach Hause kommen.“
Das war es gar nicht, was mir solche Sorgen bereitete. Er war es. Der Gedanke Moritz nie wieder zu sehen machte mir plötzlich Angst. In meiner Zeit war er längst tot.
„Moritz, ich …“, begann ich, doch er unterbrach mich sofort. „Psst. Komm mit.“ Er griff nach meiner Hand und brachte mich zurück nach Richard.
„Zeig es uns“, forderte er seinen Freund auf sobald wir bei ihm waren.
Richard führte uns in eine Art Werkstatt, wo allerlei rumstand. Ich hatte keine Ahnung wofür das ganze Zeug gut war, aber er führte uns zu einer Art Kasten.
„Schau, du setzt dich hier rein und hälst dein Handy in der Hand. Dann drehst du an der Uhr und stellst die Zeit ein in die du reisen möchtest. Es ist total simpel.“ Er strahlte uns voller Stolz an.
„Ich fühle mich wie in Zurück in die Zukunft“, murmelte ich.
Die Männer starrten mich ratlos an und fragten: „Was?“
„Nichts, schon gut“, seufzte ich.
„Willst du es versuchen?“, fragte Moritz mich. Er sah traurig aus und ich war es auch. Deswegen wandte ich mich an Richard. „Für wie viele Reisen taugt dieses Ding?“
„Für mindestens zwei Personen würde ich sagen. Den Rest kann ich nur raten“, antwortete er.
„Warum willst du das wissen?“, fragte Moritz mich verwirrt.
„Wenn ich jetzt da rein gehe gibt es kein zurück mehr“, machte ich Moritz klar.
„Ich weiß, aber dann bist du wenigstens zurück in deiner Welt“, war sein Kommenatar dazu.
Er sagte es einfach so dahin, aber es schien ihm schwer zu fallen mich gehen zu lassen. Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass wir uns näher kommen. Jetzt ist es zu spät.
„Na gut, versuchen wir es“, stimmte ich schließlich zu. Moritz nickte betrübt, aber er hielt mich nicht auf. Er schien auch keine Anstalten zu machen sich von mir zu verabschieden.
„Moritz, ich …“, begann ich, doch er winkte ab.
„Lass gut sein. Mir ist es lieber wir machen es so kurz wie möglich. Na los!“, forderte er ich auf einzusteigen.
Schweren Herzens stieg ich mit einem letzten Blick auf Moritz in den Kasten ein.
„Einfach die Zeit einstellen, ja?“, hakte sie bei Richard nach.
„Genau. Totsichere Sache“, bestätigte er. „Tag, Monat, Jahr.“
Ich nickte und schloss die Tür. Dann stellte ich die Zeit ein. Es schien zu funktionieren. Plötzlich wirbelte ich im Kreis herum und nach einigen Minuten landete ich auf einer belebten Straße. Benommen sah ich mich um. Ich war wieder zu Hause.
Gefangen von der Normalität sah ich auf mein Handy. Es funktionierte wieder. Ich war zurück in meinem Jahrhundert. Ich wollte schon die ersten Schritte gehen, überwältigt von dem Lärm, der mich umgab. Da tippte mir jemand auf die Schulter. Ich drehte mich um und konnte kaum glauben wen ich da sah.
„Moritz?“, fragte ich entsetzt und erfreut zugleich. Fassungslos sah ich ihn an.
„Na, was glaubst du denn?“, gab er zurück. „Glaubst du, ich lasse dich einfach gehen, ohne einen vernünftigen Abschied?“ Doch dann sah er sich entsetzt um. Das Straßenchaos um uns herum war er nicht gewöhnt.
Diskutieren konnten wir später noch. Erstmal griff ich nach seiner Hand und zog ihn mit mir. Das konnte ja heiter werden.

Fortsetzung folgt …

Juhu, ich hab es geschafft. Ein weiterer Teil des Herrenhauses ist fertig. Wie gefällt ihr euch? Sorry, dass ich jetzt so schnell aus der Vergangenheit raus bin, aber ich wollte die Geschichte etwas voran treiben ….

Strandparty unter Vollmond Teil 3

Und hier kommt nun der dritte Teil von meiner Strandparty. Ich hatte es schon fertig, bin aber nicht dazu gekommen es abzuschreiben.

Hier gehts zu den vorherigen Teilen:

Teil 1

Teil 2

Strandparty unter Vollmond Teil 3

„Hallo Dane. Wen bringst du mir denn da?“, begrüßte Flora meinen Begleiter und musterte mich neugierig und ungeniert. Auch Augustus warf neugierige Blicke auf mich. Seine grünen Robin Hood Augen glänzten dabei freundlich.
„Das ist Prinzessin Caitlin Monrose“, stellte er mich galant vor. Wie bitte? Prinzessin? Das war ja wohl ein Scherz! Und den Namen Monrose hatte ich auch noch nie gehört. Verwirrt warf ich Dane einen Seitenblick zu, aber er ignorierte mich.
Nun machte das Kinderpaar große Augen. Flora blieb sogar der Mund offen stehen, was so gar nicht königlich wirkte.
„Larais Tocher?“, fragte sie erstaunt. „Das kann nicht sein!“
Bevor ich überhaupt dazu kam mich zu beschweren, dass ich keine Larais kannte und der Name meiner Mutter Liz war, entgegnete Dane: „Ihr habt mir doch aufgetragen sie zu beschützen. Erinnert ihr euch? Glaubt mir, das ist Caitlin.“
„Mein Name ist Caitlin“, bestätigte ich Danes Aussage. „aber eine Larais kenne ich nicht.“
„Ach, Kind“, seufzte Flora traurig. „Nein, natürlich kennst du sie nicht. Ich denke, wir haben viel zu bereden.“
Diese halbe Portion nannte mich Kind? Doch kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, verwandelte sich Flora vor meinen Augen und wurde viel größer. So groß wie ich um genau zu sein.
„Viel besser“, seufzte sie. „Ich hasse es so klein zu sein. „Ist aber eine Vorsichtsmaßnahme. Kindern tut man so schnell nichts.“
Sie drehte sich zu Robin Hood dem zweiten um und stöhnte: „Augustus, hab dich nicht so!“
Also nahm auch Augustus seine normale Größe wieder an.
„Er mag es nicht sich vor anderen zu verwandeln. Es ist ihm zu intim“, vertraute  Flora mir an und rollte mit den Augen.
Jetzt sahen die beiden nicht mehr aus wie Robin Hood und Aschenputtel sondern wie König und Königin. Nur der Zylinder an Augustus Kopf wirkte fehl am Platz. Auch Flora bemerkte ihn.
„Augustus, der Zylinder“, zischte sie ihm zu und schon verschwand der Hut.
„Ich hasse diesen Robin Hood Look“, berschwerte er sich lautstark.
Flora überging seine Bemerkung und widmete sich mir zu. Dane blieb auf meinen Wunsch hin an meiner Seite. Ich brauchte ihn jetzt. Er war der Einzige, den ich kannte. Wir setzten uns in bequeme Kaminsessel und eine Dienerin brachte Tee. Flora änderte mit einem Fingerschnippen unsere Kleidung. Wir trugen jetzt alle Jogginhosen und Pullover. Auf Floras Pullover war eine Prinzessin abgebildet. Desweiteren stellte sie einen Billiardtisch auf und platzierte eine Dartscheibe an der Wand.
„Viel besser. Dane und Augustus. Geht ein bisschen spielen. Dann können Cait und ich uns ein wenig unterhalten“, forderte Flora die Männer auf. Dane sah mich fragend an und ich nickte ihm bestätigend zu. Fast erleichtert widmete er sich zusammen mit Augustus den Billiardtisch. Ich staunte immer noch mit welcher Leichtigkeit die Geräte plötzlich erschienen waren.
„Männer. Bring ihnen was zu spielen und schon sind sie zufrieden“, lachte Flora. Jetzt, wo sie in Jogginhosen vor mir saß wirkte sie fast normal. Nur ihre goldgeflochtenen Haare sowie ihr ebenmäßiges Gesicht und die strahlend blaue Augen stachen hervor. Plötzlich bemerkte sie: „Du kannst das übrigens auch.“
„Was kann ich?“, fragte ich leicht verwirrt. „Billiard spielen?“
„Vielleicht. Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.“ Sie musterte mich fragend. „Ich meinte eher das hier.“ Und sie ließ eine Kerze auf dem Tisch erscheinen. Sie brannte. „Du kannst die Welt mit Magie selbt gestalten. Natürlich gibt es gewisse Regeln, aber im Prinzip kannst du es.“
„Wie?“, fragte ich nur. „Ich hatte noch nie Magie gewirkt, geschweige denn daran gedacht es zu tun.
„Du kannst und wirst es lernen. Wir haben eine Schule dafür. Du bist dazu bestimmt sie zu besuchen.“
„Das ist alles zu viel. Das ist alles so neu für mich.“ Ich wurde ganz panisch und sie legte sanft ihre Hand auf meine.
„Ich weiß. Du musst dich erst an die Magie gewöhnen. Deswegen wirst du mit Dane so oft wie möglich herkommen damit wir uns kennen lernen können. Wenn du so weit bist wirst du die Schule besuchen.“
„Und wenn ich das nicht will?“, überlegte ich nun.
Das brachte Flora völlig aus dem Konzept. „Was?
„Es könnte doch sein, dass ich einfach nur mein altes Leben zurück will“, führte ich meine Überlegungen fort.
„Du meinst dein langweiliges Leben ohne Magie? In der du Tag ein, Tag aus, das selbe tust, ohne groß nachzudenken?“, fragte sie skeptisch.
„Manchen reicht das völlig“, behauptete ich nur.
„Mag sein, aber du kannst so nicht leben“, nahm sie mir jede Illusion. „Du musst lernen deine Magie zu beherrschen bevor sie von selbst erwacht. Sonst gefährdest du dich und andere. Willst du das?“
„Nein“, sagte ich kleinlaut. Aber ich glaubte imer noch nicht daran, dass ich Magie in mir trug.
„Dachte ich mir“, nickte sie zufrieden. „Deswegen wirst du die Schule besuchen.“
„Augustus beherrscht auch Magie, oder?“, wechselte ich das Thema.
„Bis zu einem gewissen Grad. Er ist ein Wächter, genau iwe Dane. Ihre Magie dient ihnen vor allem im Kampf zur Tarnung“, erklärte sie mir.
„Augustus kann als Wächter ein Prinz werden?“, staunte ich.
„Aber natürlich. Fast jeder Wächter ist eines Tages Prinz. Deswegen sind Wächter auch eher selten. Eins musst du dir von Anfang an merken. Hier geht nichts nach Norm. Bei uns ist alles anders. Wir sind anders. Wir haben viel zu bereden, aber nicht mehr heute. Jetzt spielen wir Billiard. Komm!“
Und so gingen wir zu Dane und Augustus und spielten Billiard. Mit Hilfe von Magie. Vollkommen verrückt. Ich war hoffnungslos verloren. Dane und Augustus waren dagegen unglaublich gut. Magiebilliard machte einfach Spass.

Fortsetzung folgt …

Endlich bin ich fertig mit diesem Teil. Geschrieben war er ziemlich schnell. Leider bin ich nicht dazu gekommen abzuschreiben. Ich befürchte es entwickelt sich doch zu einer Bloggeschichte. Wollte ich eigentlich vermeiden. Aber die Idee hat so viel Potential … Was meint ihr?