Das zwölfte Wort/ Schreibklick Altlast/: Weihnachten/ Das Licht

Dieses Thema gabs mal zu der Aktion Schreibklick, ist aber schon ewig her. Aber auch zu dem zwölften Wort Weihnachten passt das Wort gut.

Das Licht

„Siehst du das Licht da hinten? Es wirkt sehr klein und irgendwie dunkel, aber doch so hell“, bemerkte Milian verwundert. „Was glaubst du, was das ist?“
„Keine Ahnung, aber es ist Adventszeit“, entgegnete ich. „Vielleicht ist es ein Weihnachtslicht.“
„Oder ist es das Licht von der Krippe aus Bethlehem? Hat Casper nicht erzählt, dass er nach Betlehem pilgert, weil dort ein Kind geboren wurde oder geboren wird?“
„Ach, Milian. Das war doch der Anfang aller Dinge.“ Ich schüttelte mit dem Kopf. „Wie soll das Licht denn bis hieher kommen? Und noch dazu in unser Jahrhundert. Außerdem ist Bethlehem weit weg.Wir sind in einem ganz anderen Land, mein Lieber.“
„Aber das Licht kann magisch sein“, bemerkte Milian nun. „Bei magischen Licht kann alles möglich sein.“
Wir gingen näher zu dem Licht. Dachten wir zumindest. Aber es wurde nicht größer und kam auch nicht näher. Das war seltsam. Schließlich brauchten wir eine Pause und was zu trinken.
„Ich sag doch es ist ein magisches Licht. Es könnte das Licht aus der Krippe sein“, überlegte Milian weiter.
Plötzlich kam das Licht auf uns zugesaust und kaum berührte es uns erschienen ganz viele Tannenbäume um uns herum. Sie hatten alle Lichterketten und leuchteten, sahen aber unterschiedlich aus und waren unterschiedlich geschmückt. Doch da hier sonst nichts war wirkten sie irgendwie fehl am Platz.
„Denise! Sieh nur“, staunte Milian. „Das war das Licht. Ein ganzer Wald. Veilleicht finden wir ja Geschenke.“
Ich seufzte und bremste ihn wie immer. „Bleib ruhig, Mil. Wir wissen weder etwas über das Licht noch über den Wald.“
Doch es war zu spät. Milian lief schon zwischen den Bäumen hindurch. Und so lief ich ihm hinterher, aber wir verloren uns aus den Augen. Orientierungslos eilte ich zwischen den Weihnachtsbäumen umher. Leider fand ich den Ausweg nicht mehr. Dafür gab es wirklich Geschenke. Eingepackte Päckchen, einen Weihnachtsstern und manchmal auch Weihnachtsanhänger. Schlichte Dinge, die ich aufhob. So gelangte ich zur Mitte dieses seltsamen Weihnachtslabyrinth und dort stand wirklich eine Krippe mit Licht. Eine Projektion von der Krippe in Bethlehem. Milian und ich setzten uns auf den Boden und sahen zu wie Maria ihr Baby hielt. Das Wunder, dass die Welt verändern sollte. Die heiligen drei Könige waren vor Ort, ebenso die Hirten und die Schafe. Und natürlich die kleine Familie. Maria, Josef und ihr Baby. Und auch viele andere Besucher waren gekommen. Alle spürten, dass dieses winzige Baby etwas besonderes war. Ein Wunder eben.
Und wir saßen hier und Casper zwinkerte uns zu. Hatte er uns das geschickt? Aber wie war das möglich?
„Magie!“, würde Milian sagen, aber ich glaubte nicht an Magie. Nicht wirklich. Doch diese Projektion in der Krippe war das schönste, was ich bisher gesehen hatte und sogar der Weihnachtsstern leuchtete darüber.
„Es ist wunderschön, oder?“, fragte Milian mich.
„Vor allem ist es sehr weihnachtlich“, antwortete ich. „Lass uns nach Hause gehen.“
Und so wachte ich zu Hause auf. Ich war noch immer von diesem Traum wie gebannt. Es war noch ein bisschen Zeit bis Weihnachten,  aber endlich war die Weihnachtsstimmung auch bei mir angekommen. Dieses Bild in der Krippe hatte irgendwas in mir berührt. Es war nur ein Traum gewesen. Ein Traum von Weihnachten. Wie es sein sollte oder sein könnte. Aber er hallte lange nach, denn Weihnachten gehörte der Familie.

Ende

Wieder eine Dezembergeschichte fertig. Und da hatte ich mal Lust auf was weihnachtliches. Wie gefällt sie euch?

1 Jahr 12 Wörter : Das Zehnte Wort: Phantomschmerz: Schlummiland

Das neunte Wort habe ich noch nicht veröffentlicht, weil es der Anfang einer Geschichte ist, aber das zehnte Wort gefällt mir ganz gut.

Schlummiland

„Mein Bein tut weh“, beklagte ich mich und biss die Zähne zusammen. Und das jetzt schon seit Tagen. Ich war kein Jammerlappen, aber langsam wurde es nervig. Irgendwann musste das doch auch mal aufhören. Das konnte nicht so weiter gehen. Meine Frenudin Sanna würde wieder über mich lästern, wenn sie das mitbekam.
Auch Nils lästerte immer, wenn ich mit ihm über solche Schmerzen redete. Sie konnten es nicht verstehen. Sie waren selten krank, hatten selten Schmerzen und verstanden nicht, wie man darüber jammern konnte. Irgenwas an diesen Schmerzen irritierte mich aber auch. Irgendwas stimmte nicht. Es fühlte sich nicht nach echten Schmerzen an. Eher nach Veränderung.
Als ich Abends meine Hose auszog traf mich der Schock. Meine Beine waren blau. Aber so richtig blau. Wie bei einem Schlumpf. Was nun? Was passierte mit  mir? Nach meinen Beinen wurden auch meine Arme blau. So konnte ich niemals aus der Haustür. Auch vor Sanna wollte ich mich nicht so blicken lassen. Also versteckte ich mich im Schrank. Dumm. Ich weiß, weil ich irgendwann rauskommen musste, aber ich wusste mir nicht anders zu  helfen. Vielleicht hätte ich mich im Bad verstecken sollen. Da hätte ich mich einschließen können. Jetzt war es zu spät.
Und da hörte ich sie auch schon rufen: „Julius! Bist du zu Hause?“
Ich schwieg. Was sollte ich auch sonst tun?
„Julius?“, rief sie noch einmal.
Ich blieb im Schrank sitzen. Ich wollte sie jetzt nicht sehen. Nicht, wenn ich so blau war. Doch plötzlich passierte was. Die Gegend um mich herum veränderte sich. Was nun? Und plötzlich stand ich in einer blauen Welt. Einzig und allein die Blautöne unterschieden sich. So erkannte ich auch die Wesen, die hier rumliefen. Ansonsten hätten sie sich nicht unterschieden.
„Oh, ein neuer.“ Sofort wurde ich umschwärmt. „Wer bist du denn?“
„Ähm, Julius“, antwortete ich.
„Julius! Julius! Julius“, riefen sie im Chor. „Willkommen!“
„Ähm, danke?“, sagte ich. „Wo bin ich?“
„Im Schlummiland“, antwortete einer von ihnen.
Alles klar. Jetzt war ich endgültig geistesgestört. Ich hatte es ja schon immer gewusst.
„Er glaubt uns nicht, Alissa“, vermeldete eine der blauen Wesen den Stand der Dinge.
„Natürlich nicht. Das hat keiner von ihnen“, erwiederte Alissa nur.
Alissa kam zu mir und nahm meine Hand. Sie fühlte sich komisch an. Irgendwie rau. Und dann sah ich es. Die volle Wahrheit. Ich hatte schon immer ins Schlummiland gehört. Wärme breitete sich in mir aus.
„Siehst du. Geht doch“, meinte Alissa nur zufrieden. „Du gehörst zu mir und jetzt zeige ich dir unser Land.“
Und dann führte sie mich rum. Je länger wir uns bewegten wurde das Land um uns herum wieder bunt. Das Gras wurde wieder bunt, die Sonne grün, die Straßen grau usw. Doch blieben wir stehen war die Welt um uns herum wieder blau.
„Wie?“, fragte ich nur.
„Das ist Schlummiland“, erklärte Alissa nur. „Das ist immer so. Jeder Mensch kommt irgendwann hier hin.“
„Bin ich tot?“, kam es mir in den Sinn.
„Ich weiß nicht. Vielleicht kurz davor“, überlegte sie. „Du schimmerst noch manchmal hautfarben durch.“
„Aber daran erinnere ich mich nicht“, warf ich ein. „Ich bin doch nicht tot. Ich saß im Schrank.“
„Hattest du Phantomschmerzen?“, fragte sie mich und musterte mich sorgfältig.
„Ja, mag sein“, überlegte ich. Das könnten die Schmerzen in meinem Bein gewesen sein. „Und danach wurde ich blau.“
„Das war bei mir auch so“, erklärte sie. „Und ich bin jetzt schon sehr lange hier.“
„Ich kann aber nicht hierbleiben. Ich muss zurück“, meinte ich panisch.
„Glaubst du, du kannst dir deinen Tot aussuchen?“, fragte sie nur.
Vermutlich nicht. Ich seufzte. Was konnte ich tun?
„Aber du bist noch nicht ganz verloren. Wie ich bereits sagte. Du kannst kämpfen“, erklärte sie mir nun, klang dabei aber etwas traurig.
„Und wie?“, fragte ich. Zu allem bereit, was mich zurück nach Hause bringen konnte.
„Du musst an dein zu Hause denken und daran, dass du gesund werden kannst“, erklärte sie mir.
Ich hatte keine Ahnung wie ich das machen sollte. Aber Alissa gab auch keine weiteren Erklärungen ab.
Also versuchte ich ganz stark an mein zu Hause und an Sanna zu denken. An unsere Wohnung und die Inneneinrichtung. Und vor allem dachte ich daran, dass ich keine Schmerzen hatte und richtig gesund war. Ich war fitt wie ein Turnschuh und glücklich zu Hause.
Plötzlich wurde meine Haut wieder hautfarben.  Ich sah wieder gesund aus und nichts tat mir mehr weh. Ich verließ das Schlummiland und wachte in meinem Bett zu Hause auf. Sanna saß auf einem Stuhl neben meinem Bett und wachte gerade auf. Als sie sah, dass ich wach war, sprang sie sofort auf und setzte sich zu mir.
„Du bist wach! Gott sei Dank. Ich dachte, du wachst nie wieder auf!“, meinte sie und klang sehr besorgt.
„Wieso bin ich nicht in einem Kranknenhaus, wenn du dir solche Sorgen um mich gemacht hast?“, fragte ich sie.
„Du wurdest am ganzen Körper blau. Der Arzt war hier. Er meinte, sowas hätte er noch nie gesehen. Aber wollte nicht, dass du ins Krankenhaus gehst. Der Arzt kam jeden Tag.“
Oh. „Wie viele Tage war ich weg?“
„Drei“, antwortete sie.
Verdammte Phantomschmerzen. Ich musste aufpassen, dass sowas nicht nochmal passierte. Das fehlte mir gerade noch. Ich wollte nicht noch mal nach Schlummiland. Mein Platz war hier. Und zwar noch ganz lange.

Ende

Was meint ihr zu meiner Schlummilandgeschichte? Kamm wieder ganz spontan. So ein kleiner Ausflug ins Jenseits.

1 Jahr – 12 Wörter: Das 8 Wort: Hundstage: Magischer Pool

Ich horte gerade meine Geschichten, weil ich vor lauter Rezension schreiben gar nicht mehr zum Posten komme.

Zu Hundstage fiel mir irgendwie sofort was ein und ich mag die Geschichte auch.

Magischer Pool.

Es war heiß. Einfach nur heiß. So richtig heiß und das jetzt schon den ganzeh lieben Tag lang. Da tat die Abkühlung Abends im Pool auch richtig gut. Wobei das Wasser mittlerweile auch einfach nur noch warm war. Es war einfach viel zu heiß.
Trotzdem war ich froh als ich endlich im Pool war. Einfach entspannen. Balkonien genießen und die Beine baumeln lassen. Ich schlief fast ein, doch dann veränderte sich etwas. Ich sackte im Pool weg. Durchs Wasser hindurch. Buchstäblich. Es fühlte sich an wie in einer Wasserbahn. Und plötzlich war da kein Pool mehr. Ich trug auch keine Schwimmsachen mehr. Stattdessen lag Schnee, ich trug einen Wintermantel, lange Hose und darunter noch eine Unterhose. Die unberührte Schneedecke glitzertein in der Sonne. Ich liebte Schnee. Es war so kalt.
“Wo bin ich?“, fragte ich in die Stille hinein.
Ich rechnete nicht mit einer Antwort, aber vor mir erschien ein Mann. Er war im mittleren Alter und trug eine Jeans und ein T-Shirt. Seine dunklen Haare wirkten verwegen zerzaust und er strahlte eine unheimliche Gelassenheit aus.
Er antwortete: „Du bist in der Zukunft. So könnte eure Welt eines Tages aussehen, wenn ihr nicht aufpasst. Klar, es wirkt friedlich, aber täusche dich nicht.“
Wie auf Kommando kam ein Sturm auf mich zu. Er war so eisig und ich wehte fast weg. Ich fror noch viel mehr. Nach dem Sturm folgte ein heftiger Schneefall, der einfach nicht aufhörte, gefolgt von einem Gewitter. Ich bekam es mit der Angst zu tun.
“Was ist hier los?“, fragte ich den Mann panisch.
“So könnte bald eure Zukunft aussehen. Entweder harte Winter oder monatelange Dürre, so wie jetzt. Das ist gar nicht so weit entfernt. Die Dürre hat schon angefangen.“
“Was kann man dagegen tun?“, wollte ich entsetzt wissen.
“Gar nichts. Es ist zu spät. Es ist nicht mehr aufzuhalten“, erwiderteder Mann erbarmungslos. „Ihr könnt nur fliehen.“
“Wohin?“, fragte ich verwirrt.
“In die Jahreszeiten. Den Sommer, den Herbst, den Frühling und den Winter. Ihr könnt auch eine aussuchen, aber dann ist diese Jahreszeit nicht mehr zu ändern. Das ist dann eure Welt.“
“Aber die anderen Menschen wissen doch gar nichts davon“, gab ich zu Bedenken.
“Sie werden es spüren, wenn es so weit ist“, antwortete er nur.
“Aber ich will nicht nur eine Jahreszeit. Ich will alle“, teilte ich ihm mit.
“Das hättest du dir vorher überlegen sollen. Ihr alle, die in die Natur eingegriffen habt. Die Natur holt sich nur zurück was ihr gehört.“

„Und weswegen bin ich hier?“ Das war die große Frage.
“Du bist die Vertreterin deines Viertels. Du wirst den Umzug in die Jahreszeiten organisieren. In jedem Viertel gibt es einen wie dich. Aber bevor es soweit ist wird das Wetter noch öfter ins Extreme umwandeln.“
“Und wie soll ich das alles machen?“ Ich war einfach überfordert.
“Du bist ab heute Autumn. Du bist der Herbst, denn in dir sind noch alle Jahreszeiten vertreten. Am Anfang sind die Blätter noch grün wie im Frühling. dann kommen die bunten Blätter, die Nässe, die Kälte und der Nebel, aber es kann im Herbst auch sonnig sein und zum Winter hin kann es schon mal schneien. Deine Schwestern sind Winter, Summer und Spring. Du wirst sie zu gegebener Zeit kennen lernen.
Das war alles so verwirrend und nachdem der Mann zu Ende gesprochen hatte verschwand er. Und nicht nur er verschwand sondern auch der Winter. Auch das Gespräch mit dem seltsamen Mann war vorerst vergessen, doch etwas veränderte sich. Das Wetter änderte sich ständig von einem Extrem ins Andere. Bis die Bäume bunt wurden und ich wieder zu Autumn. Ich traf auf meine Schwestern und zusammen kämpften wir um eine Welt mit vier Jahreszeiten. Wir wohnten in einem Haus und regierten von dort aus. Bis die Ordnung der Welt wieder hergestellt wurde war es ein weiter Weg, aber wir würden es schaffen. Meine Schwestern und ich zusammen. Für den Sommer, für den Frühling, für den Herbst und für den Winter kämpften wir und die Menschen halfen uns dabei.

Und das wars schon wieder. Eine eher kurze Geschichte. Was sagt ihr dazu?

1 Jahr 12 Wörter- Das vierte Wort: Mischen: Geschichten Mischen: Treff von Corlys Charaktere

 

Mir fiel lange nichts zu Mischen ein, aber dann habe ich einfach ein Crossover meiner Geschichten gemacht. Das geht ja irgendwie immer.

Also kommt hier meine Geschichte zu Mischen:

Halbjähriges Treffen von Corlys Geschichten

Es war Zeit für das halbjährliche Jahrestreffen von Corlys Geschichtscharaktere. Ich war zusammen mit Ryk da und saß mit Leinar und Mianna aus Die Zauberfeen, Dylan und Darleen aus magische Welten und Kane undn Pippa aus Legoland an einem Tisch. Ryk und ich kamen ja aus Weihnachten in Island und wir sollten bei diesem Treffen mit Corly und den anderen Charakteren Neuigkeiten austauschen. Es gab Buffet wo wir uns selbst bedienen konnten. Ich aß Pizza und trank eine schlichte Cola. Ryk hatte sich für ein isländisches Gericht entschieden, dass ich beim besten Willen nicht aussprechen konnte. Dylan und Darleen aßen Nudeln und tranken irgendein farbliches Wasser und Leinar und Mianna reichte Obst aus. Leinar trank natürlich Mandarinensaft und Mianna Kiba. Kenny und Layne hatten sich für Butterbier entschieden und aßen seltsam undefinierbares Essen.
“Wie geht es Lucy? Ich habe sie lange nicht mehr gesehen?“, wandte sich Lucy an Darleen.
“Sie ist okay, aber nicht reisefähig. Aemilian lässt sie nicht aus den Augen“, erzählte sie.
Die Geister aus magische Welten hatten sich zurück gezogen und ohne sie war Lucy einfach nicht die selbe. Aemilian tat alles um sie glücklich zu machen, aber sie vermisste die Geister.
“Das ist traurig“, fand Layne. „Ich mochte sie so.“
“Sie wird schon wieder“, versicherte ihr Darleen zuversichtlich. „Solange Aemilian bei ihr ist. Und was ist in eurer Welt los?“
“Der Wiederaufbau hält an. Es geht schleppend voran, aber voran geht es.“ Layne klang etwas betrübt.
“Braucht ihr Unterstützung?“, bot ich ihr an.
“Danke, es geht schon.“ Layne und ich waren noch nie miteinander warm geworden. Keine Ahnung wieso Corly uns zusammen an einen Tisch gesetzt hatte.
“Das hört sich nicht so gut an mit Lucy“, fand nun auch Mianna. „Aber sonst seht ihr glücklich aus.“
“Sind wir auch“, bestätigte Dylan und sah Darleen liebevoll an. „Wir sind zufrieden und außer Lucy geht es allen anderen gut. Ihr seht aber auch glücklich aus.“
“Oh ja.“ Mianna strahlte. Unser Leben ist jetzt ruhig im Kreise unserer Freunde und Familie.“
Layne nickte nur. „Wie geht es Tiljan?“ Sie war schon immer ein Fan von Tiljan gewessen.
“Es geht ihm gut. Er vermisst Cameron, wie wir alle, aber er hat seine Leyna“, erzählte Leinar.
“Das ist wichtig. Jemanden zu haben, den man liebt“, stimmte ihm Kane und lächelte Layne an.
“Und Jana und Ryk? Wie geht’s euch?“, fragte Mianna uns nun.
“Gut“, antwortete ich. „Island ist wie immer schön. Ich lebe gerne dort und mit Ryk an meiner Seite sowieso.“
Ryk schenkte mir eins seiner tollen Lächeln.
Plötzlich setzte sich Corly an unseren Tisch und fragte: „Wie geht’s euch so?“

Wir brachten sie auf den neusten Stand und sie hörte uns aufmerksam zu.
“Und wie geht es dir?“, fragte Mianna sie. Sie kannte sie am längsten von uns allen und traute sich von uns am meisten.
“Auch ganz gut. Oft war es recht stressig, aber das hat sich jetzt erledigt. Jetzt ist es gerade etwas traurig, aber die Zeit rannte die letzten Monate nur so dahin.“
“Stehen neue Schreibprojekte an und was hast du sonst so geschrieben?“, traute ich mich nun doch sie zu fragen.
“Ein neues Schreibprojekt steht an. Ich schreibe gerade von einer Clique, die eine Zauberschule besucht. Die Hauptcharaktere sind Lila und Charline. Bisher läuft es gut und gerade hat mein Durchhaltevermögen auch ganz gute Chancen dabei zu bleiben. Eigentlich stand bei mir recht viel an, aber das hat sich leider in Luft aufgelöst. Die letzten Monate hab ich viel schluren lassen aus Zeitmangel und wegen lauter anderen Gedanken, aber jetzt wird es hoffentlich wieder besser. Auch das Berichtigen und die Blockgeschichten mussten drunter leiden, aber ich hoffe wieder mehr Zeit dafür investieren zu können. Manchmal war es aber auch einfach viel zu heiß um einfach irgendetwas zu tun.
“Aber das hört sich doch gut an. Wenn auch nicht das Traurige“, fand nun auch Layne. „Eine neue Geschichte. Wie toll. Ich freue mich schon darauf sie zu lesen.“
“Wie kommst du eigentlich immer auf die ganzen neuen Ideen?“, fragte Kane nun bewundernd. „Das müsste doch irgendwann mal aufhören, oder?“

„Das habe ich auch gedacht und eine zeitlang war das auch so“, antwortete Corly. „Aberjetzt kommen die Ideen wieder von automatisch. Sie fließen wieder und neue Ideen und Bilder laufen durch meinen Kopf.“
“Das ist gut.“ Mianna strahlte wieder. „Ich liebe deine Geschichten.“
“Was ist eigentlich mit Methias?“, hakte Ryk nun nach. „Ich habe ihn neulich getroffen und er war traurig, weil seine Geschichte nicht weiter ging.“
“Bin ich auch. Ich liebe die Geschichte rund um Methias, aber ich weiß nicht ob ich da wieder reinkommen würde und die Fortsetzung klappen würde.“

„Wieso habe ich nie von Layne gehört?“, fragte Methias nun.
“Vielleicht, weil seine Geschichte noch unvollständig ist“, antwortete Kenny. „Er stammt aus der Sternenwelt, oder?“
“Ja.“
Corly stellte uns noch ein paar Fragen zu unseren Welten und dann verschwand sie wieder. Wir übringen Charaktere hielten unterhielten uns weiter über unsere Welten und genossen die Zusammenkunft bis das Treffen zu Ende war.

Das 2. Wort: Unendlichkeit: Eine besondere Reise

So endlich sollte auch mal das 2. Wort kommen. Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Geschrieben habe ich das Ganze am 16.02.18

Eine besondere Reise

Ich saß im Unterricht. Wir schrieben das Jahr 2201. Es gab jetzt Unterrichtsfächer für Gehirnpflege, Genetik oder das biologische Abbausystem. Die Welt hatte sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Das würde sie immer tun bis zur Unendlichkeit. Egal ob es die Menschheit dann noch gab oder nicht. Wir Menschen waren nur Besucher dieser Welt. Ohne wirkliche Lebensdauer. Die Welt aber wird immer weiter existieren. Vielleicht gab es sogar irgendwann eine neue Menschheit.
Gehirnpflege. Ein durchaus interessantes Fach. Es lernte uns die Reise in unser eigenes Gehirn. Unser Bewusstsein speicherte so viele Dinge, dass es unmöglich war sich an alles zu erinnern. Die Gehirnreise ermöglichte es uns zu unseren Erinnerungen zu reisen.
Die erste Phase der Gehirnreise entsprach der Meditation oder auch Entspannung genannt. Unser Körper musste unglaublich entspannt sein um den sensibelsten Teil des Gehirns erreichen zu können. Diese Phase hatte ich nun erreicht.
Ich sah Bilder vor mir herlaufen. Ich mit Lik an der Strandbar, ich mit Lik spazieren gehend. Lik wie er mir seine Liebe gestand. Ich wusste noch genau welche Worte er dafür benutzte: „Maddie!“, hatte er gesagt. „Ich liebe dich und ich will dich.“ Ganz schlicht und einfach ohne große Worte. Ein einfaches Ich liebe dich und ich war überglücklich gewesen. So einfach war das.
Weitere solcher Bilder folgten diesen. Immer wieder Lik. Ich vermisste ihn. Es tat weh ihn so zu sehen. Ich suchte nach Hinweisen zu seinem Aufenthaltsort. Und plötzlich wusste ich es. Einfach so. Mein Unterbewusstsein hatte es mir gezeigt, doch war er so unglaublich weit entfernt von mir. Diese Sitzung hatte gar nicht so lange gedauert. Ich wurde wieder wach und hatte Tränen in den Augen.
Sofort kam Daisey zu mir. Meine beste Freundin. Sie fragte aufgeregt: „Hast du etwas herausgefunden?“
„Ja“, hauchte ich. „Er ist in der Vergangenheit im Jahr 2018.“
„Was?“, rief Daisey aus. „Wie ist er denn da hingekommen?“
„Ich habe keine Ahnung“, antwortete ich.
Auf Lik lag ein Fluch. Jedes Jahr reiste er am 5.11. in ein anderes Jahrhundert. Meine Aufgabe war es ihn wieder zu finden und zurück zu holen. Jetzt hatten wir schon den 20.12.
„Und wie kommen wir dort hin?“, fragte Daisey verwirrt.
Bisher waren wir immer in die Zukunft gerwechselt. Mit der Vergangenheit kannten wir uns nicht so aus.
„Wir hüpfen durch die Geschichten. Hauptsächlich durch die von dieser Corly“, klärte ich sie auf.
„Aber die lebte doch vor über 200 Jahren“, bemerkte Daisey. „Die erreichen wir nie.“
„2018 war sie Mitte 30“, stellte ich klar. „Wir machen eben einen sehr langen Zeitsprung.“
„Das klappt nie!“, prophezeite mir Daisey trotzdem. Die ewige Pessimistin. Insgeheim gab ich ihr Recht, aber was hatten wir denn für eine Wahl?
Also sprangen wir zunächst zurück ins Jahr 2064 und dann in einige von Corlys Geschichten. Wir sahen Landschaften, Schlösser, Ruinen, Fabelwesen und vieles mehr an uns vorbeiziehen bis wir im Jahr 2018 gelandet waren. Auch ich war jetzt Mitte 30. Noch war Februar. Corly hatte im April Geburtstag. Genau wie ich.
2018 sah seltsam aus. Keine fliegenden Autos am Himmel, keine Memos, die dich ständig anrempelten, keine Drohnen, die überall rumflogen. Außerdem war diese Welt dichter bebaut als unsere.
„Spürst du ihn?“, fragte Daisey mich.
Ich nickte. „Er ist in der Nähe.“ Tatsächlich brauchten wir ihn gar nicht zu suchen. Er hatte sich getarnt und war ein alter Freund von Corly.  Nennen wir ihn einfach mal Mr. R.
„Lik!“, sprach ich ihn an. „Endlich haben wir dich gefunden. Komm wieder mit heim.“ Er starrte in das Schaufenster eines Buchladens und sah sich die Ausgaben an. Kaum hatte er meine Stimme gehört, drehte er sich um und schenkte mir ein einnehmendes Lächeln.
„Maddie! Bist du mir wieder in die Unendlichkeit des Universums gefolgt um mich zu finden?“
„Das tue ich doch immer“, sagte ich nur. Er nickte.
„Diese Welt ist sonderbar“, teilte er mir dann mit. „Keine fliegenden Autos, keine Memos, keine Drohnen.“
„Ich weiß. Das habe ich auch schon festgestellt.“
„Sonderbar, aber faszinierend“, führte er seine Überlegungen weiter.
„Mag sein“, stimmte ich ihm zu. „Also kommst du mit nach Hause?“
„Ich würde mich gerne noch etwas umsehen“, meinte er.
„Du weißt, dass das nicht geht.“ Ich griff nach seiner Hand und kaum berührte er mich schienen wir uns durchs Universum zu drehen. Wir flogen zu dritt zurück. Ich landete im Klassenzimmer und jetzt lag Lik im einzigen Bett im Raum. Er lag an Schläuchen und Apparaten, die ihm halfen am Leben zu bleiben. Eigentlich waren wir auch in gar keinem Klassenzimmer sondern in einem Krankenhaus. Lik lag seit gut fünf Jahren im Koma, aber mein Unterbewusstsein fand die Vorstellung eines Klassenzimmers besser. Jedes Jahr am 05.11. bekamen wir von unserem Unterbewusstsein einen einzigen Tag zusammen. Manchmal auch nur ein paar Minuten und das war echt keine Dauerlösung. Mir war klar, dass Lik nicht wieder aufwachen würde. Ich musste ernsthaft darüber nachdenken ob die Geräte abgestellt werden sollten. Doch noch konnte ich den Gedanken nicht ertragen. Lik hatte einen Unfall gehabt und seitdem war er mir genommen worden. Das tat verdammt weh. Ich musste mich von ihm lösen.
Ein Jahr noch, sagte ich mir. Ein weiteres Jahr. Ich wollte ihn noch einmal wiedersehen. Einen richtigen Abschied. Dann würde ich ihn loslassen. In meinem Herzen würde er in Ewigkeit sein.

Ende

Diese Geschichte ist etwas anders als die anderen. Sie ist mit ein paar persönlichen Dingen verbunden. Ein Misch aus Realität und Fantasy. Ich bin selbst überrascht wie sich das verselbstständigt hat. Ich wollte vor allem was mit Bewusstsein und Unterbewusstsein haben.

Was sagt ihr dazu?

Das erste Wort 2018: Anfang: Interview mit Darleen und Corly

Ich bin diesmal spät dran mit dem ersten Wort, immerhin habe ich es schon am 06.01. geschrieben, aber ich bin einfach nicht zum Abschreiben gekommen.

Interview zwischen Darleen und Corly (Darleen ist aus der unveröffentlichten Geschichte magische Welten)

Darleen und Corly saßen gemütlich bei einer Tasse Tee zusammen. Weihnachten war gerade vorüber und das neue Jahr hatte begonnen. Darleen hatte sich zu einem Interview angekündigt und Corly liebte es mit ihren eigenen Charakteren zu plaudern.
Darleen nippte an ihrem Tee, stellte ihn aber dann zur Seite und sah neugierig ihre Schöpferin an.

Das Gespräch:

Darleen: „Also Corly, wie hat das denn mit dir und dem Schreiben damals angefangen?“

Corly: „Oh, das ist lange her. Ich würde sagen in meiner Jugend/Kindheit. Ich war immer eher ein Einzelgänger, konnte mich aber auch gut alleine beschäftigen. Schreiben gehörte immer mit zu den Dingen, die ich am liebsten machte. Mal schrieb ich mehr und mal weniger, aber seit 2014 bin ich jetzt wieder am Ball geblieben.“

Darleen dachte kurz darüber nach, dann fuhr sie das Interview fort.

Darleen: „Das klingt gut. Ich weiß ja, dass „Die Zauberfeen“ eine absolute Herzensgeschichte von dir ist, weil sie dir durch eine schwere Zeit geholfen hat. Aber den Grundstein der Geschichte hast du doch schon vier Jahre vorher begonnen, oder? Wie kam es dazu?“

Corly sank tief in ihre Erinnerungen ein.

Corly: „2010 schrieb ich die Vorgeschichte zu „Die Zauberfeen“. Es war die Geschichte von Corentin und Lilien, die auch in „Die Zauberfeen“ vorkommen. Allerdings schriebich es damals nicht zu Ende, was mir mit vielen Geschichten passiert ist. Ich veröffentlichte sie aber auf Bookrix.de. Eine Userin bat mich sie zu beenden und das machte ich dann auch. 2014 wollte ich eine neue Geschichte beginnen um mich abzulenken. Am Anfang bemerkte ich, dass es die ein oder andere Parallele zur Rittergilde gab und verband die beiden Geschichten miteinander. So kam es, dass Cameron und Tiljan sowie Corentin und Lilien Figuren in meinen Zauberfeen wurden. Und ja. „Die Zauberfeen“ ist meine Herzensgeschichte, aber ich liebe all meine Geschichten.“

Darleen: „Und wie kam dir die Idee zu meiner Geschichte den magischen Welten?“

Corly: „Ich sammele einfach Ideen und wollte sehen was draus wurde. Schließlich fing ich an zu schreiben und oft verselbtständigten sich die Ideen einfach. Und so entstandet ihr.“

Darleen: „Aber es gibt auch schon eine neue Geschichte. Wir wurden abgehlöst. Du hast wieder angefangen zu schreiben. Erzählst du mir was darüber?“

Sie sah ein wenig traurig aus.

Corly: „Ihr wurdet doch nicht abgelöst. Ich vermisse euch ganz schön. Mit der neuen Geschichte werde ich noch nicht ganz warm, aber die Idee ist toll. Es geht um Jugendliche, die auf einer Insel leben. Die einen sind noch in der Schule und die anderen dabei Märchenspringer zu werden. Der eine Bereich ist magisch und von Glück geprägt, der andere nicht so.“

Darleen war erleichtert das zu hören.

Darleen: „Klingt spannend. Aber von Prinzen hast du doch auch mal geschrieben,  oder?“

Corly: „Tu ich auch immer noch. Ich stecke gerade im 2. Teil. Da geht es um Tinja. Aber so ganz warm werde ich damit auch noch nicht. Der erste Teil mit Alexa und Nico lag mir mehr.“

Darleen war zufrieden.

Darleen: „Die alten Geschichten sind doch immer noch die besten. Welches sind eigentlich deine Lieblingscharaktere aus deinen Geschichten?“

Corlys Augen fingen an zu leuchten.

Corly: „In deiner Geschichte sind es zum Beispiel die großen Zess. Die beiden sind einfach klasse. Und Fidi natürlich auch. Der wäre ohne meinen Neffen wohl nie zu seinem Namen gekommen. Und Aemilian fand ich auch immer besonders toll. Und dann gibt es da noch einen gewissen kleinen Drachen, aber dazu will ich noch nicht zu viel verraten.
Bei den Zauberfeen sind es eindeutig Cameron und Tiljan, die sehr hervorstechen, aber auch Leinar. Sophann gefällt mir auch immer noch gut. Bei den Prinzen sind es Nico und Alexa und bei der kleinen Spielzeugfigur hat es mir ja Sim angetan.“

Darleen: „Das sind ja schon einige. Aber du hast doch bestimmt noch Avin vergessen, oder?“

Corly: „Oh, Avin! Natürlich. Aus deiner Geschichte. Der Wissenshüter war auch eine echt tolle Idee von mir.“

Darleen: „Was hast du denn für 2018 für deine Geschichten geplant?“

Corly: „Ich möchte natürlich weiter an der neuen Inselgeschichte und dem zweiten Prinzenteil schreiben. Da bin ich jeweils noch recht am Anfang. Dann werde ich das Herrenhaus, die Spielzeugfigur und Legoland weiterschreiben. Die Zauberfeen und die Rittergilde möchte ich weiterhin korrigieren. Ein langwidriger Prozess. Und natürlich werde ich die magischen Welten weiter abschreiben. Allerdings komme ich gerade gar nicht dazu. Neue Geschichten, die zu Fortsetzungen werden können vermeide ich gerade eher.“

Darleen: „Klingt nach einem guten Plan. Wenn du wieder Tipps brauchst bin ich gerne für dich da.“

Corly: „Gerne, aber jetzt solltest du zurück in deine Geschichte gehen. Dylan vermisst dich bestimmt schon.“

Darleen: „Ach, der kommt auch mal ohne mich klar, aber du hast Recht. Ich sollte nach Hause. War schön mal wieder mit dir zu plaudern.“

Corly: „Fand ich auch.“

Beide standen auf und umarmten sich.

Corly: „Grüß deine Freunde von mir.“

Darleen: „Mach ich.“

Nachtrag 23.01.18

Statt Darleen kam heute Aemilian zu Besuch. Darüber freute sich Darleen ganz besonders. Er strahlte und umarmte Corly zur Begrüßung. Sie setzten sich und unterhielten sich.

Corly: „Wie schön, dass du da bist. Wie gehts dir und was machen die Geister?“

Aemilian: „Uns gehts gut. Die Geister sind super gut drauf. Besser denn je.“

Corly: „Das ist doch toll. Sicher hat Darleen von unserem letzten Treffen berichtet.“

Aemilian: „Ja, Lucy hat sowas erzählt. Bist du mit dem Schreiben und Korrigieren voran gekommen?“

Corly: „Mit dem Schreiben schon. Das Schreiben auf dem DIN A 5 Block läuft super. Mit den Bloggeschichten und dem Korrigieren und Abschreiben hinke ich ziemlich hinterher.“

Aemilian: „Wieso denn? Ist so viel los bei dir?“

Corly: „Auch. Und ich sitze schon ewig an meinen Jahresstatistiken und komme nicht voran. Ständig kommen wöchentliche Beiträge dazu oder andere Dinge. Am 10.12. habe ich zuletzt korrigiert und abgeschrieben und zu den Bloggeschichten komme ich gerade auchnicht wirklich.“

Aemilian: „Ach, lass dich nicht stressen. Das wird schon. Die Listen sind ja vor allem für dich.“

Corly: „Da hast du wohl recht. Ich kann es eh nicht ändern.“

Aemilian: „Hast du denn noch was neues angefangen? Das wolltest du ja eigentlich nicht mehr.“

Corly: „Leider ja. Aber ich freu mich auf die Geschichte. Es gibt eine Aktion wo das Thema nächtlicher Wolkenzauber heißt. Da konnte ich einfach nicht anders als anfangen zu schreiben.“

Aemilian: „Na, das ist ja auch wirklich was für dich.“

Corly: „Ganz genau. Deswegen konnte ich auch nicht anders.“

Aemilian: „Ich finde es schön, dass du immer weiter schreibst. Deine Kreativität hat mich erschaffen.“

Corly: „Ich schreibe auch wirklich gerne.“

Aemilian und Corly unterhielten sich noch weiter, aber hier will ich das Interview mal abkürzen sonst wird es zu lang.

Und was sagt ihr zu der Idee. Mir fiel nicht wirklich was zu dem Wort ein und ich wollte keine Fortsetzung. Also war das eine gute Alternative.

Das 12. Wort Kitsch: Der Brautladen

So, das 12. Wort ist KITSCH und da ich sowieso mal was kitschiges wollte passte es irgendwie perfekt.

 

Der Brautladen

Ich plante schon seit langen meine Hochzeit. Auch wenn mir noch der passende Partner fehlte. All meine Freundinnen hielten mich für verrückt. Besonders Davina musste darunter leiden, denn ich schleppte sie in jeden Brautladen mit, den ich finden konnte. Meine Zwillingsschwester ließ es über sich ergehen, verdrehte aber jedes mal die Augen.
„Wie wäre es denn, wenn du erst mal einen Partner findest?“, fragte sie mich jedes mal und sah mich dabei schräg an.
Meine Antwort war immer dieselbe. „Ich hatte einen Partner und der war perfekt.“
Davina seufzte nur: „Claire, Liebes. Er war alles andere als perfekt. Er hat dich für seinen Job sitzen lassen.“
„Er ist Verkäufer für Brautsachen und selbstständig. Er wollte immer schon Karriere machen. Das hat er nie verheimlicht“, verteidigte ich ihn wie immer.
„Trotzdem hat Lance dich verlassen“, beharrte Davina sturr. „Das ist nicht ehrenhaft. Gehst du deswegen in jeden Brautladen, den du finden kannst?“
Ich zuckte zusammen. Davina hatte mich schon immer zu gut gekannt. „Ich will meine Hochzeit nur schon mal planen. Zumindest grob.“
Und dann stand ich plötzlich vor meinem ultimativen Hochzeitskleid. Es hing in dem Schaufenster vor dem ich stand. Es war rose mit weitem Rock und Rüschchen. Es war mit blinkenden Pailetten besetzt. Es war aufdringlich und gleichzeitig schlicht und der pure Kitsch. Aber es musste unbedingt meins werden.
„Wir müssen da unbedingt rein“, verkündete ich meiner Schwester aufgegregt. Sie folgte mir schweigend. Das kannte sie von mir ja schon.
Wir betraten den Laden. Er war ungewöhnlich düster für einen Brautladen, aber das machte nichts. Ich sah mich um, aber es war niemand zu sehen.
„Hier ist keiner“, bemerkte Davina nur. „Und es ist so düster. Lass uns wieder gehen.“
„Hast du das Brautkleid im Schaufenster gesehen? Das ist mein Kleid. Unbedingt.“ Ich war ganz aufgeregt.
„Das hast du bei tausend anderen Kleidern auch schon gesagt“, erinnerte mich meine Schwester.
„Aber hier ist es anders“, behauptete ich. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass es mein Kleid ist.“
„Ich dachte ich hätte Stimmen gehört. Da wollte ich mal nachsehen ob ich Kundschaft habe“, ertönte plötzlich eine allzu vertraute Stimme, die mir durch Mark und Bein ging.
Auch Davina drehte sich zu der Stimme um. „Lance. Na, sieh mal einer an. Ist das dein Laden?“
„Ja, das ist mein Laden.“
„Boomt aber nicht gerade, oder?“, fragte Davina nur skeptisch. „Ziemlich düster hier.“
„Das lässt sich ändern. Ich habe eigentlich erst um zehn geöffnet.“ Und dann schaltete er das Lichte ein und mir und Davina fiel die Kinnlade herunter. Wie viel Licht doch verändern konnte. Der Laden war einfach nur ein Traum. Überall hingen Brautkleider wie in Schaufenstern und die waren alle nicht weiß. Ich sah blaue, gelbe, silberne, grüne und rote. Zwischen den Reihen war weißer Teppich gelegt und an den Wänden hingen Ringe oder Schleier oder Brautschmuck. Auch Schuhe entdeckte ich hier und da.
„Wow, Lance“, staunte dann auch Davina aufrichtig. „So viel Geschmack hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ein bisschen kitschig, aber hübsch.“
„Danke.“ Lance strahlte übers ganze Gesicht und musterte uns dann neugierig. Er sah immer noch verdammt gut aus mit seinem schwarzen Haar, den blauen Augen und dem schönen Gesicht. Sein Körper war schon immer sehr elegant gewesen. „Was treibt euch hier her? Braucht ihr Brautkleider?“
„Ich habe mich in das rosa Kleid im Schaufenster verliebt“, gestand ich ihm nun. „Aber dieses blaue ist auch toll.“
„Das rosa Kleid, ja“, murmelte er vor sich hin. „Es ist wahrlich ein Traum. Es würde dir ausgezeichnet stehen.“
„Bescheiden wie immer“, bemerkte Davina, doch Lance ignorierte sie gekonnt.
„Also bist du verlobt?“, fragte er mich. Ich konnte nicht heraushören ob ihn das enttäuschte.
„Nicht direkt“, mischte sich da wieder Davina ein. „Sie plant nur schon seit Jahren ihre Hochzeit.“
„Planst du denn gerne Hochzeiten?“ Lance schien wirklich interessiert zu sein.
„Nur ihre eigene“, war Davinas Kommentar dazu.
Oh, Gott. Ich musste unbedingt was sagen. Ich konnte nicht die ganze Zeit über meine Schwester reden lassen. Aber bevor ich dazu kam übernahm Lance schon wieder das Wort.
„Du könntest bei mir einsteigen“, schlug er vor. „Ich leite den Laden und du übernimmst Kunden für die Hochzeitsplanung.“
„Oh nein, Lance“ währte Davina sofort ab. „Das wird sie nicht tun.“
„Ich kann auch für  mich selbst sprechen, danke.“ Endlich hatte ich meine Stimme wieder gefunden. „Ich habe eigentlich einen Job, aber ich denke darüber nach.“
„Claire!“ Davinsas warnenden Ton konnte ich kaum überhören.
„Das ist meine Chance, Davina“, klärte ich sie auf. „Ich bräuchte nicht mehr meine eigene Hochzeit planen. Ich könnte andere planen.“
„Aber wir sprechen hier über eine Zusammenarbeit mit Lance“, erinnerte Davina mich. „Der, der dich wegen seinem Job verlassen hat. Schon vergessen?“
„Das tut mir auch echt total leid“, fing Lance gleich an sich zu entschuldigen. „Ich liebe meine Arbeit, aber ich vermisse dich in meinem Leben. Würdest du vielleicht mal wieder mit mir ausgehen?“
„Ach Gott, das kann nicht dein Ernst sein“, stöhnte Davina.
„Wenn ich hier anfange wird es nur um die Arbeit gehen“, machte ich ihm klar. Zumindest am Anfang. Ich musste erst mal sehen wie es läuft. „Du hast mich verletzt, Lance. Aber dieser Job würde mich schon reizen.“
„Alles klar. Bedinung akzeptiert. Das muss für den Anfang reichen“, willigte Lance überraschend schnell ein. „Wann kannst du anfangen?“
„Kriege ich denn keine Bedenkzeit“, fragte ich ihn.
„Dann sehe ich dich nie wieder, weil Davina dich solange bequatscht, dass du doch nicht annehmen wirst“, befürchtete er.
Da könnte er Recht haben. „Okay. Kann ich Montag anfangen?“ Heute war Freitag.
„Ausgezeichnet“, freute er sich und strahlte. Von Davina kam ein kollektives Stöhnen.
„Eine Bedingung habe ich noch“, stellte ich dann noch klar. „Wenn ich heirate will ich genauso ein Kleid wie das rosane im Schaufenster. Egal wen ich heirate.“
Er zuckte kurz zusammen, nickte aber. „Geht klar.“
„Gut, dann bis Montag. Ich freue mich.“
Und damit verließ ich mit einem guten Gefühl den Laden. Davina trabte neben mir her. Sie war nicht begeistert. Das wusste ich, aber ich musste es wenigstens versuchen  mit der Arbeit und mit Lance.

Ende

So, das war meine Geschichte zum Kitsch. Wie findet ihr sie?

`Das elfte Wort: Sagenumwoben: Verrückte Strandbegegnung

Bevor der November schon wieder vorbei ist möchte ich mich noch um das 11. Wort kümmern. Die Geschichte ist schon länger fertig, aber ich habe sie noch nicht abgeschrieben. Das ist eigentlich genau mein Thema und doch war es nicht so einfach für mich.

Verrückte Strandbegegnung

Gerrit und ich schlenderten im Urlaub gemütlich am Strand entlang. Die Sonne ging bald unter. Es war der Tag vor Allerheiligen, aber wir waren ins Warme geflogen. Deswegen trug ich ein Top und einen Rock und Garrit Jeans und ein T-Shirt. Plötzlich schlenderte eine seltsame Gestalt an uns vorbei. Sie wirkte wie aus einer anderen Zeit und trug eine Art Rüstung und ein Spielzeugschwert. Zumindest hoffte ich, dass es ein Spielzeugschwert war.
Ich tippte Garrit an und machte ihn darauf aufmerksam: „Was soll das denn?“
Gerrit grinste nur. „Irgendwie kam der mir bekannt vor. Wie hieß noch mal der Schauspieler, der in einer verfilmten Sage mitgespielt hat? So sah der Typ aus. Hier wird doch kein Film gedreht, oder?“
„Du meinst jetzt aber nicht die Niebelungensage, oder?“, fragte ich entgeistert. „Siegfried wurde von Benno Führmann gespielt, aber das war der bestimmt nicht. Das kann nicht sein.“
Gerrit beachtete mich gar nicht. „Und da drüben. Das ist doch die Tante aus Avalon.“
Ich verdrehte nur die Augen. „Meinst du die Herrin vom See? Jetzt wirds aber langsam zu verrückt.“
„Verrückt hin oder her. Das ist eine Versammlung von Sagengestalten. Das sage ich dir“, versicherte Garrit mir. „Komm, lass uns mal hingehen und fragen was da los ist.“
„Was?“, fragte ich entsetzt. „Auf keinen Fall. Das ist doch verrückt.“
Doch Gerrit zog mich schon mit sich bevor ich protestieren konnte. Die Sagengestalten wurden erst auf uns aufmerksam als wir schon mitten unter ihnen waren. Sie musterten uns neugierig und umrundeten uns.
Schließlich fragte uns eine Frau, die verdächtig nach Claire Danes und Julia aussah uns: „Wer seid ihr und was sucht ihr hier? Nie dringt jemand in unsere Welt ein.“
Gerrit hatte natürlich keine Scheu. Er antwortete einfach: „Wir sind Touristen und entdeckten euch am Strand.“
Bei dem Wort Touristen sahen sich alle Sagengestalten fragend an. Schließlich trat Benno Führmann alias Siegfried vor und fragte: „Touristen? Was soll das sein? Eine Krankheit?“
„Ähm …“ Gerrit wurde schon unsicherer. „Besucher. Urlauber.“
Sie nickten beim Wort Besucher und sahen uns dann böse an. „Hierher kommen keine Besucher. Wir sind in einer Parallelwelt zur eigentlichen Welt.“
„Ja klar. Für mich sieht es eher aus als seien wir in ein Filmset gestolpert.“, gab ich meine Meinung bekannt.
Wieder sahen sich die Menschen ratlos an und schüttelten wieder mit den Köpfen. Wieder sprach Siegfried für alle. „Wir sind echt. Wir wohnen alle an verschiedenen Orten und treffen uns einmal im Jahr zur Versammlung.“
„Ja klar. Siegfried sah bestimmt in echt so aus wie Benno Führmann.“
Gerrit schien allerdings dennoch auf diese Behauptungen einzugehen. „Wo lebt ihr denn so?“
„Ich bin aus Camelon“, beantwortete Arthur als erstes die Frage.
„Romeo und ich leben in Verona“, erklärte Julia.
„Und mein Heimatort ist Deutschland. Genau wie der von Loreley“, meldete sich nun Siegfried zu Wort.
„Und gleich kommt bestimmt noch der Weihnachtsmann zu Besuch“, schärzte ich. Wieder wurde ich mit verständnislosen Blicken quitiert.
Gerrit war dagegen an der Herrin vom See interessiert. „Gibst Avalon wirklich?“
„Natürlich. Soll ich es dir zeigen?“, lockte sie.
„Nein!“, rief ich sofort. Ich glaubte zwar nicht wirklich, dass es Avalon gab, aber ich wollte auch nicht, dass Gerrit im Nebel verschwand.
Plötzlich trat eine neue Sagengestalt auf die Ebene. Königlich und anmutig. Sie erinnerte mich an jemanden, aber mir fiel nicht ein an wen. Gerrit wusste es natürlich sofort und rief: „Die Päpstin!“
Ich musste feststellen, dass er recht hatte. Es war wirklich die Päpstin. Ich starrte sie an während sie missbilligend Gerrit anstarrte.
„Ich wüsste ja wohl, wenn ich eine Päpstin wäre. Ich bin Priester Johannes Anglicus. Das ist alles.“ Dann wandte sie sich an die anderen. „Wer sind diese seltsamen Leute?“
„Die scheinen sich verirrt zu haben“, meldete sich Loreley zu Wort. Ihre Stimme klang samt und weich. „Darf ich sie behalten? Ich könnte sie mit ins Wasser nehmen.“
„Sie müssen zurück in ihre Welt“, fand die Herrin vom See und schnippte mit den Fingern. Nun saß ich in dem bequemen Liegesessel beim Autogenen Training und kam langsam aus der Entspannung wieder heraus.
Dr. Clay musterte mich besorgt und fragte mich: „Das war interessant. Was haben Sie gesehen?“
Ich seufzte nur und antwortete völlig überzeugt: „Das wollen sie gar nicht wissen.“
Erleichtert atmete ich auf. Es war nicht echt. Gott sei Dank. Das nächste mal sollte ich aufpassen, dass ich nicht zu tief in die Entspannung versank. Echt gruselig sowas.

Ende

Auch mit der Geschichte bin ich nun fertig. Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Deswegen kam auch sowas verrücktes dabei heraus. Was meint ihr dazu?

Das zehnte Wort: Tangieren: Frei sein

Das zehnte Wort ist nicht leicht. Mal sehen, was mir dazu einfällt …

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Heute war es echt seltsam bei mir. Als ich diesen Jungen sah schien plötzlich alles anders zu sein. Meine geraden Linien waren weg. Plötzlich war da nur noch Chaos. Alles krumm und schief. Was war da geschehen. So besonders war er eigentlich gar nicht. Es war folgendermaßen abgelaufen:

Frei sein

Wir waren uns auf dem Schulflur begegnet. Er hatte mich angesehen, gelächelt und den Kopf geschüttelt. Ich fragte ihn: „Was ist los?“
Daraufhin erklärte er: „Du bist irgendwie anders. Du bist besonders. Komm, ich zeige dir eine Welt, an die du so nicht glauben würdest.“
Skeptisch betrachtete ich den Jungen. Dann fiel mir ein: „Wir haben Unterricht.“
„Sei doch nicht immer so geradlinig. Das ist ja schlimmer als bei Matheaufgaben. Riskier mal was. Du lebst nur ein mal.“ Der Junge sah mich herausfordernd an und wartete auf meine Antwort.
„Aber der Unterricht ist wichtig“, beharrte ich. Geradelinig hin oder her.
„Tz, tz. Wie du willst. Du weißt ja nicht, was du verpasst.“
Der Junge wollte sich gerade abwenden als ich fragte: „Wären wir lange weg?“
Lächenld drehte er sich wieder um. „Hier würde man es überhaupt nicht merken.“
Es war total verrückt. Ich kannte ihn überhaupt nicht. Wie sollte ich ihm da vertrauen? Aber wieso eigentlich nicht? Was hatte ich zu verlieren. Im besten Fall würde ich neue Dinge kennen lernen. Dinge, von denen ich nicht mal zu träumen gewagt hatte.
„Also schön. Bring mich hier weg“, forderte ich ihn dann also auf.
Der Junge nahm meine Hand, drückte sie und schloss seine Augen. Mit einem Nicken gab er mir zu verstehen, dass ich es ihm nachmachen sollte. Ich tat es und ließ mich fallen wie ich mich noch nie hatte fallen lassen. Es fühlte sich so vertraut und fremd zugleich an. Da lauerte Gefahr, aber ich hatte keine Angst. Da lauerte die Ungewissheit auf Möglichkeiten, aber ich probierte es trotz allem aus.
Und plötzlich verschwamm der Schulflur vor meinen Augen und ich landete in einer völlig neuen Welt. Eine Welt, wie ich sie nie gekannt hatte. Eine Welt in der alles möglich zu sein schien.
„Was wolltest du schon immer machen, hast dich aber nie getraut?“, fragte der fremde Junge mich.
„Fallschirm springen“, antwortete ich lächelnd.
Sofort hatten wir die Ausrüstung vor uns auf der herrlich grünen Wiese liegen und legten sie an. Ich konnte es einfach ohne es gelernt zu haben.
„Wir haben keine Flugzeuge“, bemerkte ich dann enttäuscht.
„Das macht nichts“, versicherte er mir. „Spring einfach.“
Und dann hüpfte ich und der Fallschirm sprang wie von selbst nach oben. Ich war in der Luft bevor ich wusste wie mir geschah und plötzlich hatte ich eine Ahnung wie frei die Vögel sich fühlen mussten. So fühlte man sich, wenn man ohne Sorgen war. Eine Weile flogen wir wie Vögel durch die Lüfte, immer höher und höher. Ich entspannte mich und genoss die Aussicht. Als wir hoch genug waren rief der Junge mir zu: „Und jetzt runter!“
Und das ging so richtig ab und machte richtig Spass. Ich schrie, weil ich es hier konnte und fühlte mich unendlich frei. Es war einfach traumhaft. Als es vorbei war und wir wieder auf dem Boden angekommen waren, war ich fast traurig.
„Ein unbeschreibliches Gefühl, oder?“, fragte der Junge und grinste übers ganze Gesicht. Ich nickte nur benommen.
„Auf jeden Fall.“ Auch ich grinste jetzt. Ich konnte gar nicht anders.
„Lust auf mehr?“, fragte er herausfordnernd.
„Was ist denn noch so möglich?“, fragte ich neugierig.
„Alles!“, antwortete er nur.
Ich dachte darüber nach. Dann erschien ein Lächeln auf meinem Gesicht. „Können wir eine Hüpfburg haben?“
Er lachte hell. „Eine Hüpfburg. Ist das dein Ernst?“
„Au ja. Bitte, bitte, bitte“, bettelte ich und setzte meinen Hundeblick auf.
„Na schön. Dann stellt dir doch einfach eine vor“, forderte er mich auf.
„So einfach geht das?“, staunte ich.
„Versuch es.“ Er deutete auf die leere Wiese und ich nickte vor mich hin.
Und plötzlich erschien eine Hüpfburg direkt vor mir. Riesig und einladend. Ich grinste noch mehr. Sofort sprang ich darauf zu und stürzte mich ins Vergnügen. Ich tobte mich aus, lachte und freute mich meines Lebens. Doch irgendwann merkte ich, dass der Junge immer noch auf der Wiese stand und nicht mitmachte.
„Komm her. Los trau dich. Wer hat mir gerade was von geradlinig erzählt? Wir sind hier frei, richtig?“, lockte ich ihn.
„Ich weiß nicht. Ich glaube das ist nichts für mich“, druckste er drum herum.
„Du weißt ja nicht, was du verpasst“, lachte ich dann und zuckte mit den Schultern. Schneller als ich gucken konnte war er bei mir, griff nach meinen Händen und hüpfte mit mir zusammen durch die Burg.
„Und?“, fragte ich als wir beide auf den Boden lagen und uns erholten.
„Unglaublich!“, bestätigte er nur lächelnd.
„Sag ich doch“, nickte ich zufrieden.
„Ich weiß, was wir als nächstes machen“, freute er sich.
„Was denn?“, fragte ich, aber bevor er antwortete saßen wir schon in einem riesigen Riesenrad. Es war dunkel und das Riesenrad beleuchtet und es drehe gemächlich vor sich hin.
„Ein Riesenrad? Ehrlich?“, fragte ich glücklich, denn auch ich liebte Riesenräder.
„Ja, die fand ich schon immer sehr romantisch. Und man kann so viel von so weit oben sehen.“
„Es ist dunkel“, lachte ich.
„Trotzdem“, meinte er hartnäckig. „Das wird übrigens unsere letzte Unternehmung für heute sein. Dann müssen wir zurück.“
„Was, schon?“, fragte ich furchtbar enttäuscht.
„Ich dachte du hast Unterricht“, neckte er mich.
„Ja schon, aber das hier ist so viel lustiger.“ Hier konnte ich mich frei fühlen von allem, was mein Leben betraf.
„Ach, und wer wollte erst nicht herkommen?“ Lachend sah er mich an.
„Ja, ja. Schon gut. Ich werde mich nie wieder beschweren.“
„Dann ist ja gut.“
Wir drehten noch ein paar Runden mit dem Riesenrad bis es verschwand und wir zurück mussten. Plötzlich war ich wieder in dem Schulhof, der Junge verabschiedete und ich musste zum Unterricht. Sich in den Alltag wieder einzufinden war gar nicht so leicht. In Gedanken war ich ständig bei dem Jungen und unseren Erlebnissen. Ich hatte nicht mal seinen Namen. Hoffentlich würde ich ihn wieder sehen. Ich wollte zurück in diese seltsame andere Welt. Zurück zum Vergnügen und frei sein. Abzweigungen zu nehmen war manchmal gar nicht so verkehrt.

Ende

Ha, das war ja doch gar nicht so schwer. Hatte ich erst mal einen Anfang gings. Was sagt ihr dazu?

Das 9. Wort 2017: Abgehen: Das Waldlabyrinth

Eine weitere Geschichte wird es von mir geben. Allerdings ist es zur Abwechslung mal nur ein Teil. Inspiriert wurde ich von Frau Vroh mit ihrer Herbstidee sowie von einem Maislabyrinth in unserer Nähe, von dem ich gehört habe.

Das Waldlabyrinth

Der Wald lag so dunkel vor mir wie es mir beschrieben wurde. Ein dunkles Waldlabyrinth in das man sich verliren konnte. Aber es hieß, dass es auch ein magisches Labyrinth war, dass Dinge zeigte, die einem bekannt waren. Ich war gespannt, zögerte aber doch, hineinzugehen.
Doch dann rief es plötzlich. Es rief mir zu. „Julian, Julian. Trete ein!“
Ich wollte auf jeden Fall eintreten und trat dann fast automatisch die nächsten Schritte. Ich betrat also das Labyrinth bevor ich wusste was ich tat. Ich konnte nicht  mehr zurück. Der Wald hielt mich gefangen.
Die Blätter rauschten um die Wette als würden sie sich eine Geschichte erzählen. Ich konnte mich dazu durchdringen weiter zu gehen. Die Blätter flogen jetzt grünleuchtend um mich herum und das wirkte irgendwie unwirklich. Das Rauschen wurde immer lauter und der Wind wehte mir um die Ohren. Ich hatte drei Gänge vor mir, die ich betreten konnte. Einer schimmerte bläulich, einer rot und einer gelb. Ich hatte keine Ahnung, was sich in diesen Gängen verbarg. Auf gut Glück wählte ich den gelben Gang und ging ihn ab.
Ich war im puren Sommer gelandet. Hier strahlte die Sonne warm am Himmel, die Vögel zwitscherten ihre Lieder und um mich herum befand sich der Strand und das Meer. Es kam mir vor wie im Paradies.
„Geh weiter“, forderte mich eine glockenhelle Stimme auf, die von nirgendwoher zu kommen schien.
Ich hielt es für besser die Anweisungen zu befolgen. Also ging ich an den Palmen entlang, hörte Meeresrauschen und genoss die Wellen, die die Muscheln umspülten. Dieser Gang war hell, freundlich und friedlich. Hier konnte ich es aushalten.
Aber am Ende des Ganges musste ich schließlich die nächste Richtung wählen und mich für einen anderen Gang entscheiden. Ich gelang in einen bunten Wald, wo der Sturm wütete. Ich erschauderte, weil es so sehr stürmte und regnete. Dennoch wurde ich nicht nass. Egal welche Böen mich trafen. Außerdem kam auch die Sonne strahlend durch die Bäume hindurch und bahnte sich ihren Weg. Sie zog lange Schatten hinter sich und der Geruch von Schnee lag in der Luft. Dieser Gng des Labyrinths wirkte so magisch und mystisch. Ich sammelte ein paar Kastanien, sah ein paar Eichhörnchen an mir vorbei huschen und entdeckte eine Eule in einem Baum sitzen. Dann kam der Nebel durch. Doch auch dieser Gang erreichte irgendwann sein Ende und las ich erneut die Richtugn wechselte bog ich in einen weißen Weg ab.
Hier wütete der Schnee. Er lag meterhoch und es fielen immer noch sanfte Schneeflocken auf den Boden. Frau Holle schien hier besonders fleißig zu sein. Ich formte Schneebälle und bewarf damit die Luft, baute einen Schneemann, fuhr Schlitten und freute mich über den Winter, der hier wütete. Den Winter hatte ich schon immer geliebt. Die Sonne glitzerte auf den Schnee und der Himmel war strahlend blau. Der winterliche Eispalast und die Tannenbäume drum herum bildeten für mich den krönenden Abschluss.
Als nächstes bog ich in einen grün leuchtenden Gang ab. Hier war der Wald nicht so dicht. Frühling breitete sich aus. Grüne Wiesen waren überall, Blumen blühten in den schönsten Farben und die Bäume waren wieder voller Blätter. Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten. Alles wirkte friedlich und voller Leben. Hier gab es Bewegung. Das blühende Leben. Die Sonnenstrahlen wärmten auf der Haut und es fühlte sich einfach angenehm an.
Der nächste Gang, den ich nach erneuten Richtungswechsel betrat, erinnerte ebenfalls an den Frühling. Genauer gesagt an Ostern. Hasen liefen geschäftig hin und her. Osterfeuer brannten überall, bemalte Ostereier warteten in ihren Nestern darauf gefunden zu werden. Küken waren hier besonders beliebt, genau wie Süßigkeiten. Die Wiesen zeigten sich in einem kräftigen saftgrün und die Sonne strahlte wie immer am Himmel. Ich umarmte den Osterhasen, ging mit ihm Hand in Hand gemütlich durch den Gang und winkte ihm zum Abschied zu.
Nachdem das Osterglockengeläut verklungen war wechselte ich den Gang und begrüßte Weihnachten. mit offenen Armen. Diesen Feiertag liebte ich ja besonders. Die Christbäume waren reich geschmückt, Engel flogen durch die Luft und golden strahlend glänzten sie am Himmel. Die Kirche öffnete ihre Toren und die Gemeinde sang Stille Nacht, heilige Nacht, der Schnee war auch hier wie früher ziemlich hoch und ließ Kinderaugen strahlen. Geschenke lagen unter den Bäumen und der Weihnachtsmann fuhr mit seinen Rentieren den Gang entlang. In diesem Gang des sonderbaren Waldlabyrinths schien das Glück besonders greifbar zu sein. In der Mittte stand eine lange Tafel und der Braten und andere leckeren Gerichte waren gedeckt. Doch irgendwann musste ich weiter. Besonders hier wollte ich eigentlich nicht weg, aber das Labyrinth trieb mich vorwärtst. Auf zum nächsten Gang.
Hier wurde es gruselig. Herbst lag wieder in der Luft. Geister schwebten durch die Bäume und gruselig gekleidete Leute bewiesen, dass Halloween war. Vampire liefen durch die Straßen, in einer Ecke stand eine Geisterbahn und Kinder rannten herum und riefen: „Süßes oder Saures!“ Herbstblätter rieselten von den Bäumen und Hexen begegneten mir. Ich machte, dass ich schnell weg kam. Ich mochte Halloween nicht.
Allerdings war der nächste Gang auch nicht gerade besser. Hier herrschten die Toten. Sollte das Allerheiligen darstellen? Gruselig. Besser ich verschwand von hier.
Und dann gelang ich in den letzten Gang. Der hier war voller Hoffnung, ich spürte das pure Glück und reinen Frieden. Hier herrschte die Harmonie. Ich war vollkommen entspannt. Vor allem aber spürte ich die tiefe Liebe, die mich glatt überwältigte. Und plötzlich kam ein Mädchen auf mich zu. Es erinnerte mich an einen Engel mit den goldenen Haaren und dem weißen Kleid. Ihre Füße waren nackt. Sie wirkte so rein und gut, dass ich mein Glück kaum fassen konnte. Ein Lächeln erschien auf meinem Gesicht und auch auf ihren Lippen spiegelte es sich wieder. Ihre Stimme war glockenhell als sie sprach. „Julian, ich habe lange auf dich gewartet.“
„Wie heißt du?“, wollte ich neugierig wissen.
„Such dir einen Namen für mich aus“, forderte sie mich auf.
Ich dachte eine Weile darüber nach und antwortete dann: „Alissa.“
Sie packte nach meiner Hand und zog mich mit sich. Raus aus dem Labyrinth und rein in den Märchenwald. Und dann war ich plötzlich wieder in meinem Bereich des Waldes mit Alissa an meiner Seite. Das war eine unvergessliche Reise durch ein einzigartiges Labyrinth gewesen. Ich war glücklich und überwältigt und noch viel wichtiger: Ich war nicht mehr allein.

Ende

Juhu, ich habs ja heute doch noch geschafft es abzuschreiben. Und was haltet ihr jetzt von meinem Waldlabyrinth?