Etüden 4 2021: Februar: Verlorene Seelen Teil 14

Heute gibts wieder die Etüden und es geht weiter mit meinen verlorenen Seelen.

abc.etüden 2021 08+09 | 365tageasatzaday

Verlorene Seelen Teil 14

Strickjacke
trügerisch
entdecken.

Sie trug eine weiße Strickjacke zu einem Kleid und wirkte wie ein Engel. Ich konnte sie nur anstarren. Dann gab ich mir einen Ruck und seufzte. Es war viel zu lange her.
„Ich bin wegen Freunden hier“, erklärte ich ihr dann.
„Was für Freunde sind das?“, fragte sie und ließ nicht durchblicken, was sie fühlte. Meine Reaktion auf sie konnte durchaus trügerisch sein.
„Sagt dir der Name Noura was?“, fragte ich zurück.
Sie seufzte tief, was vermutlich ja bedeutete. Ich sah sie fragend an.
„Was hat er nun wieder angestellt?“, fragte sie nur.
Ich berichtete ihr kurz, was geschehen war und was das für Auswirkungen auf meine Welt hatte.
„Jetzt müssen wir eine Möglichkeit finden um ihn zurück zu holen. Bei uns kann er nicht bleiben“, schloss ich meinen Bericht ab.
„Und da dachtest du, du findest die Lösung bei mir?“, fragte sie skeptisch. „Wieso sollte ich die Lösung des Rätsels entdecken?“
„Das dachte ich gar nicht“, erklärte ich ihr. „Ich kam allgemein in diese Welt um mehr heraus zu finden. Aber du bist mein einziger Anhaltspunkt, wo ich anfangen könnte zu suchen.“
„Tja, du hast Glück. Ich muss gestehen, dass ich ihn mit diesem Fluch belegt habe.“
„Was?“, fragte ich sie und sah sie fassungslos an. Wie konnte das sein? Aber was wusste ich schon von diesem Fluch oder Noura. Vielleicht hatte er es ja verdient gehabt. Ich war jedenfalls gespannt auf ihre Geschichte.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Etüden 3 2021: Januar: Verlorene Seelen Teil 13

Heute gibts wieder die Etüde und ich bin mit dabei.

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Extraetüden 05.21 | 365tageasatzaday

, weichmütig, backen
Lautsprecher, orange (NICHT die Frucht, die Farbe), erschüttern.

Verlorene Teil 13

Weichmütig kam ich voran. Landschaftlich veränderte sich erstmal nicht viel. Ich lief auf einem breiten, leeren Weg und neben mir waren bunte Blumenwiesen. Keine Menschenseele begegnete mir. Oder sollte ich sagen kein magisches Wesen? Ich war ganz alleine. Das war doch merkwürdig, oder? Sollte nicht irgendjemand auftauchen oder sich verändern?

Ich ging sicher eine Stunde durch diese Welt, ohne dass sich etwas veränderte. Doch dann tat sich etwas. Ein Tor breitete sich vor mir aus. Es brannte Feuer darin und ich zuckte zurück. Ich hoffte, da war jetzt keine Hexe drin, die mich backen wollte. Musste ich etwa dadurch? Ach, ne. Das konnte doch nicht deren Ernst sein.

Und da hörte ich eine Stimme, die klang als käme sie von einem Lautspecher. Irgendwie knittrig und knarschig.
„Hallo, Sam. Wenn du zu mir willst, musst du durch das Feuer. Keine Angst, es verbrennt dich nicht. Das verspreche ich.“
„Wer bist du?“, fragte ich in die Stille hinein, während das orange Feuer immer mehr in der Höhle vor sich hin brodelte.
„Linnea?“, fragte ich nur verwirrt.
„Ja, komm in mein Feuer. Dann können wir reden“, lockte sie mich weiter.
Also sprang ich einfach in das Feuer. So schnell konnte mich schließlich nichts mehr erschüttern. Tatsächlich verbrannte es mich kein bisschen. Ich schritt einfach in die Höhle und sah gleich auf der anderen Seite eine weitere Öffnung. Ich trat herauf und betrat die schönste Lichtung, die ich jemals gesehen hatte. So viele Blumen und dazwischen eine weite grüne Wiese, die an einen wunderschönen Frühlingstag erinnerte.
Und dann kam plötzlich eine Frau auf die Wiese. Sie sah wunderschön aus mit ihren braunen Haaren, den grünen Augen und das weiße Kleid schmeichelte ihrem Körper.
„Hallo, Sam. Es ist schön dich wieder zu sehen. Es ist lange her. Was hat dich zu mir gebracht?“, fragte ich sie und erst da erkannte ich sie.
Und da erkannte ich sie. Die Frau nach der ich suchte war nicht nur Linnea. Sie war so viel mehr. Wir hatten so viel zusammen erlebt und ich kannte sie unter einem anderen Namen.
„Lasina“, nannte ich sie und konnte kaum fassen, dass ich sie wieder gefunden hatte. „Ich könnte dich das gleiche fragen. Was machst du hier?“
„Ich habe viele Namen, Sam. Namen sind nicht wichtig. Nur die Menschen, die dahinter stecken“, erklärte sie mir. „Und das hier ist mein zu Hause.“
Sie deutete auf den Platz, auf den wir uns befanden und irgendwie passte er perfekt zu ihr. Ich hatte gar nicht gemerkt, wie sehr ich sie vermisst hatte.

Fortsetzung folg ….

Und, was meint ihr?

Etüden 2 2021 Januar: Verlorene Seelen Teil 12

Heute gibts wieder die Etüden und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2021 03+04 | 365tageasatzaday

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Verlorene Seelen Teil 12

Sam

Nouras Welt war ganz anders als ich gedacht hatte. Ich war gerade erst angekommen, aber ich hatte irgendwie Lautsprecher und irgendwas dystopiemäßiges erwartet. Ich wusste selbst nicht genau warum. Eigentlich hatten sie ja nur von Magie gesprochen. Aber ich hatte schon so viele Welten gesehen und meine Fantasie war grenzenlos. Doch so eine wie diese hier war mir noch nicht unter gekommen.

Hier war alles voller Farben und man spürte die Magie tastsächlich. Das Orange der Blumen auf der Wiese blendete mich geradezu. Ich musste mich erst mal orientieren. Was hatte Noura noch mal gesagt, wohin ich gehen sollte? Wo wohnte diese Linnea noch mal? Ich hatte keine Ahnung. Dabei hatte er mir das sicher erklärt. Doch gerade war mein Kopf wie leer gefegt.

Es kann recht erschüttern, wenn man eigentlich alles wusste und doch den Großteil vergessen hatte. Einfach weil man zu fasziniert von einer neuen Welt war. Das war mir schon öfter passiert. Nur war das nie so extrem wie hier gewesen. Schließlich machte ich mich auf den Weg. Irgendwo würde ich schon ankommen. Und zur Not konnte ich fragen ob jemand Linnea kannte. Irgendwie würde ich schon voran kommen. Das tat ich immer.

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr?

Etüden 1: Januar 2020: Verlorene Leben Teil 11

Heute gibts wieder die Etüden und ich bin mit dabei.

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abc.etüden 2021 01+02 | 365tageasatzaday

Teil 1 – 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10

Und es geht weiter mit meiner Geschichte Verlorene Leben

Verlorene Leben Teil 11

Ich sah Sam wie verdattert an. Zetermordio fiel mir irgendwie gerade als Begriff ein. Keine Ahnung wie ich darauf kam.
„Wieso meinst du, du könntest alleine in Nouras Welt?“
„Na, weil ich doch der Magiehüter bin“, antwortete Sam als sei es das Selbstverständliche auf der Welt. Wir können durch die Welten wandern.“
„Und was willst du da machen?“, fragte ich weiter.
Jetzt schwieg Sam eine Weile und dachte darüber nach. Als er nicht antwortete wurde mein Blick weichmütig.
„Sam, was weißt du über Nouras Welt?“, wollte ich weiterhin wissen.
„Nicht viel, ich weiß ja auch gar nicht aus welcher Welt er genau kam“, gestand er und sah dann Noura an. „Was muss ich wissen? Wird es etwas bringen in deine Welt zu gehen?“
Noura dachte über seine Frage nach. Backen brachte da bestimmt nichts. Ich war gespannt auf seine Antwort.
„Gute Frage. Wenn ich das wüsste. Du könntest Linna fragen. Sie hat meistens auf alles eine Antwort“, überlegte er.
„Wer ist Linna?“, fragte ich misstrauisch.
„Eine Zauberin, eine sehr alte Zauberin. Sie ist weise und hat viel mitbekommen. Vielleicht hat sie schon mal von so einem Fluch gehört“, erklärte Noura und betonte das Wort „alt“ besonders deutlich.
„Okay, das klingt doch nach einem Anfang eines Plans“, fand ich.
Die anderen stimmten mir zu. Und wir bereiteten alles für Sams Übergang vor …

Fortsetzung folgt

und, was sagt ihr?

Etüde 20-2020: Verlorene Leben Teil 10

heute gibts eine erneute Etüde von mir. Ich bin wieder mit dabei.

abc.etüden 2020 47+48 | 365tageasatzaday

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Verlorene Leben Teil 10

Quelle
griesgrämig
stöbern.

Im Wohnzimmer setzten wir uns auf die Couch und ich fing an Sam von Noura zu erzählen. Sam hörte aufmerksam zu. Danach sah er uns nachdenklich an.
„Das klingt übel. Kennt ihr denn die Quelle von dem Magiekram?“, fragte er nun.
„Nein“, antwortete Noura ihm. „Ich vermute sie liegt in meiner Welt, aber ich bin nicht sicher. Vielleicht gibts auch gar keine Quelle.“
„Das wäre echt blöd. Was würde denn passieren, wenn man diese Quelle vernichten würde?“, fragte Sam.
„Keine Ahnung“, wiederholte Noura und wirkte sehr unsicher. „Vielleicht verschwindet meine Welt dann oder gar ich.“
„Nein“, sagte ich sofort und die beiden Männer sahen zu mir.
„Aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit“, fand nun auch Noura.
„Nein“, wiederholte ich nur. Ich wurde langsam griesgrämig. „Das können wir nicht machen.“
„Und was schlägst du dann vor?“, fragte Sam. „Er kann nicht hierbleiben.“
Er deutete auf Noura.
„Er hat recht“, wandte Noura ein.
„Können wir nicht in einen von deinen Büchern stöbern?“, fragte ich Sam. „Und woher weißt du eigentlich von der Magie?“
„Wieso glaubst du wir finden was in meinen Büchern?“, fragte Sam zurück.
„Keine Ahnung. Du hast so viele Bücher und wenn du dich vielleicht mit Magie auskennst könnte es doch sein“, sagte ich.
„Ich kenne die Magie. Sagen wir so“, antwortete Sam. „Ich bin der Hüter der Magie. Aber wenn es nötig ist, würde ich sie auch zerstören.“
Er sah Noura ernst an. Dieser nickte ihm zu.
„Aber was wäre denn eine Welt ohne Magie?“, fragte ich nun fast verzweifelt. Ich konnte mir nicht vorstellen sie zu zerstören.
„Du kanntest doch vorher auch keine Magie“, warf Sam ein.
„Ja, aber das ist was anderes“, entgegnete ich. „Außerdem können Noura und ich sowieso nicht zurück bevor wir uns nicht ineinander verliebt haben.“
Sam sah uns an wie ein Auto. „War ja klar, dass es einen Haken gibt. Dann muss ich wohl alleine gehen.“

Fortsetzung folgt …

Wie erwartet bin ich nicht fertig geworden. Ich denke aber es könnte ein guter Schnitt sein und das nächste mal könnte vielleicht Sam erzählen, wenn ich mich noch dran erinnere. Oder beide abwechselnd. Mal sehen.

 

Und was sagt ihr?

 

 

Etüden 19 – 20: Verlorene Leben Teil 9

Heute gibts wieder eine Etüde mit neuen Wörtern. Mal sehen was sich draus machen lässt.

 

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abc.etüden 2020 45+46 | 365tageasatzaday

Teil 9 Verlorene Leben

Wir warteten bis die Nacht einbrach. Dann brachen wir zu meinem besten Freund auf. Wir nahmen die Abkürzung durch den Wald, wo uns das ein oder andere Nachtlicht verfolgte. Er wohnte auf der anderen Seite der Stadt. So kamen wir schneller hin.

Dort angekommen wirkte alles so lieblich. Er wohnte in einem kleinen Häuschen zusammen mit seinen Eltern. Ich warf Steinchen vor sein Fenster. In seinem Zimmer brannte noch Licht. Es tat sich auch gleich danach was und er kam runter. Verwundert musterte er Noura.

„Wer ist er?“, fragte er dann nur.
„Ein Freund der Hilfe braucht“, antwortete ich ihm.
Er musterte Noura erneut und bat uns dann herein. Drinnen fragte er ihn überraschend: „Also, wieso rieche ich Magie an dir?“
„Du kannst Magie spüren?“, fragte ich zu überrascht um vorsichtig zu sein.
„Du ja offenbar auch“, entgegnete er.
„Nicht richtig. Ist kompliziert. Erkläre ich später“, antwortete ich.
„Und wobei braucht ihr meine Hilfe?“, fragte er mich nun immer noch sehr skeptisch.
„Noura braucht frische Kleidung. Wir dachten du würdest sie vielleicht mit ihm teilen.
Ich sah, dass es ihm nicht gefiel, aber er ließ uns herein. Er tat es für mich. Ich wusste, dass er Noura seltsam fand, aber er würde mir helfen. Außerdem war ich verdammt neugierig darauf, warum er Magie spüren konnte. Was da wohl bei rauskam?

Fortsetzung folgt

Und, was meint ihr?

 

Etüde: 18-2020: Verlorene Leben Teil 8

und nun gibts die Fortsezung zum verlorenen Leben bei den Etüden.

abc.etüden 2020 43+44 | 365tageasatzaday

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Verlorene Leben Teil 8

Schmutzfink
fabelhaft
mopsen.

Doch was sollten wir tun? Noura saß hier fest und wir mussten uns kennen lernen. Zwangsläufig. Das war die einzige Lösung, die wir hatten. Und so stellte ich ihn meiner Familie als Freund aus der Schule vor. Natürlich waren sie misstrauisch, da sie meine Freunde in der Regel kannten. Ich wusste nur nicht, wie ich ihn weiterhin in dem Schuppen verstauen sollte. Wenn er allerdings weiterhin im Schuppen hauste würde er wie ein Schmutzfink leben und daran musste sich etwas ändern.

Wie stellte sich Noura unsere Welt wohl vor? Seine war so fabelhaft und voller Magie. Unsere hat ihm doch nichts zu bieten, oder? Andererseits war da die Sache mit der Zerstörung. Also vielleicht doch nicht so toll.

„Worüber denkst du nach?“, fragte mich Noura als wir zurück in der Hütte waren und ich ihn nachdenklich musterte.
„Darüber wo wir dich unterbringen können. Und vielleicht solltest du dir ein paar Sachen mopsen„, erklärte ich.
„Sachen mopsen?“, fragte er verständnislos.
„Na, Sachen zum Anziehen. Ich könnte meinen besten Freund fragen. Vielleicht sollten wir ihn sowieso einweihen. Er müsste ungefähr deine Größe haben“, erklärte ich.
„Ich hatte nicht vor lange zu bleiben“, erklärte er mir im Gegenzug.
„Ich weiß, aber Kleidung brauchst du trotzdem.“
Das würde nicht einfach werden. So viel stand fest. Da lag noch viel Arbeit vor uns.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

 

Etüden Oktober 16-20: Verlorene Leben Teil 7

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Hier gehts zu den anderen Teilen:

Teil 1 – 5 Klick 
Teil 6 Klick

abc.etüden 2020 41+42 | 365tageasatzaday

Landvermesser
undankbar
aussetzen
.

Verlorene Leben Teil 7

Ich erzählte ihm von unseren Bräuchen und wie Magie bei uns bekannt war. Vor allem, dass wir kaum Magie kannten oder nicht daran glaubten. Er sah mich an wie ein Auto oder wie ein Landvermesser ohne Land. Das war offenbar eine völlig neue Welt für ihn.
„Eine Welt ohne Magie? Wie langweilig!“, fand er auch sogleich.
„Tja, für uns ist das normal“, fand ich jetzt.
„Und wie soll ich dann je wieder hier weg kommen?“, fragte er nun.

Es war nicht so, dass er undankbar war, er wirkte eher verzweifelt. Zumindest sah es für mich so aus. Er wirkte frustriert und nachdenklich. So hatte ich ihn bisher noch nie gesehen, aber ich kannte ihn auch noch nicht lange. Also war das vielleicht kein Wunder.

„Ich weiß es nicht, Noura“, gab ich zu. „Wir müssen eine Lösung finden.“
„Du kannst mich ja einfach aussetzen„, überlegte er nun. „Ganz weit weg und dann könntest du mich vergessen.“
Skeptisch musterte ich ihn. „Ich glaube, das wird nicht funktionieren. Außerdem würdest du so nicht wieder in deine Welt zurück kommen. Das ist keine Lösung. Wir müssen etwas sinnvolles finden.“
„Du hast recht“, lenkte er ein. „Und wir werden eine Lösung finden. Da bin ich sicher.“

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

 

 

Etüde 16-20: Verlorene Leben Teil 6

Heute gibts wieder eine Etüde von mir. Gestern hab ich es nicht geschafft, weil ich unterwegs war.

abc.etüden 2020 39+40 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den Vorgängerteilen: Teil 5

Verlorene Leben Teil 6

Vor dem Schuppen blieb ich stehen und sammelte mich. Was Noura wohl gerade machte? Seufzend machte ich die Tür auf. Er saß auf dem Boden und sortierte irgendwas. Ich konnte nicht sehen was. Doch als ich rein kam sah er auf.
„Was machst du da?“, fragte ich ihn neugierig.
„Ich sortiere die Pilze„, erklärte er. „Ich habe heute Nacht welche gegessen, denn die esse ich ziemlich gerne.“

„Du warst heute Nacht draußen?“, fragte ich ihn erschrocken. Ich hatte erwartet er würde hier bleiben.
„Ja“, antwortete er und wirkte irgendwie traurig. Mehr sagte er dazu allerdings nicht sondern sortierte weiterhin seine Pilze. Er schien sie geradezu besessen zu sortieren.

„Brauchst du denn gar nicht zu schlafen?“, fragte ich nun.
„Nein, ich bin nicht wie ihr. Ich brauche keinen Schlaf“, antwortete er. „Und mir war langweilig. Also habe ich mich hier als Vogel umgesehen.“
„Noura, wir müssen ein paar Sachen klar stellen. Das hier ist nicht deine Welt. Hier könnte man dich sehen, wenn du dich einfach in einen Vogel verwandelst.“
„Ich war vorsichtig,“ sagte er nur.
Seufzend setzte ich mich zu ihm. Wir mussten schließlich reden. Offenbar dringender als ich dachte.

Fortsetzung folgt ….

 

Und, was meint ihr?

Etüde 15.01.-2020: Gedankenstränge

abc.etüden 2020 37+38 | 365tageasatzaday

Hier gibts noch eine Etüde, denn die Wörter mag ich irgendwie.

Idee
engelhaft
vergraben.

Es war Herbst. Die Jahreszeit der bunten Blätter. Die Jahreszeit der Gemütlichkeit und im Herbst kamen auch immer meine neuen Ideen. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Meistens über Fantasywesen.

Diesmal waren Engel in mein Visier geraten. Ich liebte alles, was engelhaft war. Vielleicht Weihnachtsengel oder war das noch zu früh? Aber Engel hatten viel Potential und man konnte viel daraus machen.

Sie waren alle irgendwie in meinem Gehirn vergraben. Da war ich mir ganz sicher. Ich musste sie nur heraus holen. Und so schaute ich, was da so versteckt war. Ich schrieb einfach los.

Es waren einmal zwei Engel, die verirrten sich in den Herbst. Sie waren verwirrt, weil überall Laub lag und es gar nicht so kalt war. Eigentlich sollten sie doch erst im Winter auf die Erde kommen. Aber dann sahen sie das schöne bunte Laub auch endlich mal aus der Nähe und nicht nur von oben. Das sah so wunderschön aus. Vielleicht konnten sie ja den Weihnachtsmann überreden hier bleiben zu dürfen oder die Geschenke schon im Herbst zu verteilen.

Sie wollten im Herbst bleiben, denn hier war es so schön. Aber jetzt mussten sie erstmal gucken, dass sie wieder in den Himmel kamen. Und dann kam das Gespräch mit dem Weihnachtsmann.

Ende

Und, was meint ihr?