Etüde 17/ 31: Das magische Korsett Teil 9

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

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Hier gehts zu den vorherigen Teilen:

Teil 1 – 6
Teil 7
Teil 8

Das magische Korsett Teil 9

Biedermeier
niederträchtig
flöten.

Er sah mir tief in die Augen und ich konnte nicht anders als seinen Blick zu erwidern. Er sah aus als könne er aus der Biedermeier-Zeit stammen. Ich kannte ihn. Das wusste ich. Aber es fiel mir nicht ein woher.

„Wer bist du?“, fragte ich ihn deswegen.
„Das weißt du nicht mehr? Ich war in deinem Traum. Ich habe dich hierher geschickt“, erklärte er.  „Ich wollte sehen wie du reagierst und was du tust.“
Ich wusste nicht, ob ich das niederträchtig finden sollte oder fasziniert sein sollte. Ich verstand vor allem nicht wieso. Was sollte das hier.
„Und was ist das hier jetzt? Eine Art Aufwachstation oder so was?“, fragte ich ihn unsicher.
„Eher sowas wie die Zwischenwelt“, antwortete er. „Hier kannst du entscheiden, was du jetzt tun willst.“
„Wie was ich jetzt tun will?“
Ich verstand immer noch nur Bahnhof.
„Wie es weiter gehen soll. Willst du hier bleiben oder willst du wieder zurück in deine Welt?“
„Was passiert mit diesen Menschen? Warum sind sie so komisch? Ich bin für sie unsichtbar.“ Das war in der Tat etwas, was ich nicht verstand. Ich fand das alles sehr beunruhigend. „Selbst mein Begleiter sieht dich nicht.“
„Dein Begleiter war nur Mittel zum Zweck. Du kannst dir einen anderen suchen.“ Er zuckte mit den Achseln als wäre das keine große Sache.
„Und wenn ich das nicht will?“, wollte ich wissen. Wie konnte ich so etwas so schnell entscheiden. „Ich brauche mehr Zeit.“
„Du hast keine Zeit“, verkündete er mir:

Und dann hörte ich jemanden flöten. Ich erschauderte. Wie sollte ich mich bloß entscheiden?

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?

Etüde 16/30: Das magische Korsett Teil 8

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2021 40+41 | 365tageasatzaday

Geheimkünstler
sperrig
suggerieren.

Das magische Korsett Teil 8

Wir sprangen also in den Brunnen und fielen in die Tiefe. Wir fielen und fielen und ich hatte keine Ahnung ob mein Begleiter überhaupt noch in der Nähe war. Wenn er kein Geheimkünstler war, war er vielleicht schon verloren gegangen.
Jedenfalls sah ich nun endlich Licht am Himmel. Falls es denn der Himmel war. Seltsamerweise hatte ich keine Angst. Ich war total entspannt. Auch wenn diese Reise etwas sperrig wirkte. Und schließlich landete ich im Schnee. Ich spürte, dass es schneite und mir war nicht kalt, obwohl ich nichts warmes an hatte. Aber es fühlte sich ganz zauberhaft an. Das hatte ich so gar nicht erwartet.
Ich musste mich erst mal suggerieren und dann stellte ich fest, dass ich nicht alleine war. Hier waren lauter Menschen und auch meinen Begleiter entdeckte ich mitten zwischen ihnen. Er schien mich gar nicht zu bemerken. Niemand schien mich zu bemerken. Seltsam. Was ging hier vor?
Ich ging zu ihm und tippte ihm auf die Schulter, aber er reagierte gar nicht. Wieso sah mich niemand? Ich wollte ihn ansprechen, hatte aber seinen Namen vergessen.
Langsam bekam ich Panik. Ich begann mich umzusehen. Ich musste unbedingt heraus finden, was hier los war. Und dann sah ich ihn. Das irritierte mich noch viel mehr. Doch er sah mich direkt an und kam auf mich zu. Ich wusste nicht, wohin ich sollte …

Eigene Zusammenfassung

Da hat sich mal wieder was verselbstständigt. Und was meint ihr?

Etüde 15/29: Das magische Korsett Teil 7

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Prophezeiung
anständig
verkrümeln.

abc.etüden 2021 38+39 | 365tageasatzaday
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Das magische Korsett Teil 7

Wir gingen erkundeten weiter die Umgebung. Die Wüste zog sich weiter. Es wirkte unendlich lang. Aber immer wieder fand man kleine Seen, die aber nicht so schön waren wie der erste.
„Was kannst du mir denn noch so von diesem interessanten Ort erzählen?“, fragte ich ihn nun.
„Oh, da gibts einiges. Es gibt eine Prophezeiung, die hier jeder kennt“, erzählte er.
„Was denn für eine Prophezeiung denn?“, wollte ich neugierig wissen.
Was kam jetzt wieder?
„Ach, das sind nur Erzählungen wie mit dem See“, winkte er ab. „Man sagt wer anständig ist kommt auch heile aus dem See wieder raus.“
Äh, okay. Gut zu wissen.
„Und, habt Ihr es schon ausprobiert?“, fragte ich ihn nur.
„Bestimmt nicht. Ich würde jämmerlich versagen und bestimmt würde jeder, der mir begegnet sich auf der Stelle verkrümeln„, bemerkte er entrüstet und fast spöttisch.
„Das glaub ich nicht“, sagte ich, musste mir aber ein Lachen verkneifen. „Vielleicht sollten wir das mal zusammen ausprobieren.“
Er sah mich völlig erschrocken an. „Das wollt Ihr wirklich ausprobieren? Was, wenn wir nicht zurück kommen? Oder habt Ihr Angst?“
„Eigentlich nicht. Aber was ist, wenn wir nicht zurück kommen oder wirklich sterben?“
Er wirkte immer noch skeptisch.
„Also habt ihr doch Angst“, forderte ich ihn heraus.
„Na gut. Tun wir es“, sagte er plötzlich entschlossen und wir kehrten um Richtung See. Ob das wirklich so eine gute Idee war? Ich war ja selbst sehr unsicher. Aber was, wenn ich dadurch nach Hause kam?

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Etüde 14/28: Das magische Korsett Teil 6

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin wieder mit dabei.

abc.etüden 2021 36+37 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den anderen Teilen:

Teil 1 
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Das magische Korsett Teil 6

Schlick
ominös
putzen.

Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, was er mir zeigte. Wir brachen unser Picknick ab und er führte mich um die Burg herum. Etwa eine halbe Stunde von der Burg entfernt lag ein schimmender See. Darin befand sich Schlick, aber er wirkte trotzdem klar und sauber. Ich konnte bis auf den Grund sehen und als die Sonne sich darin spiegelte glitzerte das Wasser wie tausend kleine Diamanten.

„Wow, das ist ja traumhaft schön“, staunte ich.
Er grinste mich an.
„Das ist der Diamantensee. Manche finden ihn omniös, weil er so magisch wirkt. Wie nicht von dieser Welt und vermutlich ist er das auch. Hier sind ein paar Menschen ertrunken. Oder besser gesagt verschwunden.“

„Die Oberfläche des Wassers sieht aus als hätte man sie nicht putzen müssen“, bemerkte ich.
Er grinste: „Seen putzen. Darauf können nur Frauen kommen. Jedenfalls gibt es eine Legende um den See. Man sagt die, die darin verschwunden sind leben jetzt in einer anderen Welt.“

Das überraschte mich jetzt doch. Etwa in meine Welt? Das konnte ich mir kaum vorstellen.
„Woher wisst ihr von den Gerüchten?“, fragte ich ihn neugierig.
„Ach, Ihr wisst doch wie das ist. Man erzählt sich alles mögliche. Ich sag ja nicht, dass es stimmt“, antwortete er.
Aber ich wollte es auf jeden Fall heraus finden. Was hatte es mit diesem See auf sich? Ich würde mich umhören müssen.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Etüde 13/27: Das magische Korsett Teil 5

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Praline
herzhaft
wandern.

abc.etüden 2021 25+26 | 365tageasatzaday


Das magische Korsett Teil 5

Er öffnete seinen Picknickkorb und darin fanden sich allerlei Leckereien. Kuchen, Brot, Käse, Obst, die ein oder andere Praline, Getränke. Einfach alles mögliche. Er reichte mir Wasser und einen Kuchen, den ich nur zu gerne annahm. Ich war ausgehungert, denn ich hatte tatsächlich länger nichts mehr gegessen.

Eine Weile aßen wir nur, doch bald war seine Neugierde wieder geweckt. Er musterte mich erneut und wirkte immer noch etwas verwirrt.
„Sie sind also von weiter her? Wie darf ich mir das vorstellen?“
Was sollte ich ihm erzählen? Was konnte ich ihm erzählen? Innerlich lachte ich herzhaft. Das hatte ich mir wohl selbst zuzuschreiben. Es war klar, dass die Frage aufkam.

„Was wollen Sie denn wissen?“, fragte ich ausweichend.
„Alles“, antwortete er und schüttelte dann den Kopf. „Tut mir leid. ich sollte nicht so neugierig sein.“
„Nein, schon gut“, beruhigte ich ihn. Das war doch verständlich.
„Was haben Sie in Ihrer alten Heimat gemacht? Warum sind Sie hierher gekommen und wie? Mit der Kutsche?“, fragte er natürlich gleich die schwierigste Frage.
„Ich war wandern„, improvisierte ich. Auch wenn das in dieser Welt vielleicht eher ungewohnt war. „Ich war neugierig auf die Welt. In meiner Heimat hielt mich nichts.“
„Das kann ich gut verstehen. Hier gibt es viel zu sehen. Ich kann Ihnen einiges zeigen, wenn Sie wollen“, schlug er vor.
„Sehr, gerne“, freute ich mich und war schon sehr gespannt darauf, was es in dieser Welt zu sehen gab.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?



Etüde 12/26: Das magische Korsett Teil 4

Und wieder gibts eine Etüde und ich bin mit dabei.

Picknickdecke
Verwegen
Recherchieren

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday

Das magische Korsett Teil 4

Ich war erstaunt als ich richtig in den Innenhof kam. Hier sah es gar nicht mehr so mittelalterlich aus. Hier gab es an jeder Ecke auf den Wiesen je eine Picknickdecke zu finden. Die Menschen saßen da drauf und lachten und unterhielten sich. Es war irgendwie ein bizarres Bild.

„Sie sehen überrascht aus? Sehen die Höfe Ihrer Burgen anders aus?“, fragte der fremde Mann neben mir und sah mich verwegen an.
„Doch, aber Picknicke sind bei uns nicht unbedingt gängig“, erklärte ich. Zumindest kannte ich das nicht von den Geschichtsbüchern her.
„Hier in der Gegend ist das normal, aber ich habe schon öfter von so seltsamen Bräuchen gehört. Kommen Sie. Gehen wir zu meinem Platz.“

Verwirrt ging ich ihm hinterher. Er hatte tatsächlich einen eigenen Picknickplatz. Wir setzten uns auf seine Decke und wir teilten uns sein Brot.

„Wie heißen Sie eigentlich?“, fragte ich ihn neugierig, denn ich war mir sicher, dass das hier ein verrückter Traum sein musste. Da konnte nichts schief gehen, oder?“
„Joseph William der II. aus Grenford“, stellte er sich vor. „Und ihr seid?“
„Lady Clementine aus Everworld“, stellte ich mich vor in der Hoffnung, dass es diesen Ort nicht wirklich gab.
„Freut mich Sie kennen zu lernen, Lady Clementine. Wirklich überaus erfreut.“
Offensichtlich nicht, denn er wirkte überhaupt nicht misstrauisch.
„Mich ebenfalls“, sagte ich und nahm mir vor zu Hause über ihn zu recherchieren. Vielleicht fand ich ja was über ihn im Internet. Wer wusste das schon so genau?

Fortsetzung folgt ….

Und, was meint ihr?

Etüde 11/25: Das magische Korsett Teil 3

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.


Korsett, rechtsdrehend, dampfen
Baracke, lau, widerfahren.

Extraetüden 22.21 | 365tageasatzaday


Das magische Korsett Teil 3


Aber bevor ich dazu kam sprach mich der Mann an. Er musterte mich und mein Korsett von oben bis unten. Ich musterte ihn meinerseits, aber nicht rechtsdrehend. Ich musste bei diesem Gedankenspiel innerlich grinsen. Dennoch konzentrierte ich mich auf den Mann. Ich konnte ihn nicht einschätzen.

„Guten Tag. Sind Sie neu hier?“, fragte er mich und ich hatte das Gefühl etwas über seinem Kopf würde dampfen. Aber vermutlich bildete ich mir das nur ein. Was war nur los mit mir?
„Ja, ich bin gerade angekommen und durch Zufall auf diesen Ort gestoßen“, antwortete ich.
Ich sah unsicher zu der Baracke hinter ihm. Ich wusste immer noch nicht was ich davon halten sollte.
„Wo kommen Sie denn her?“, fragte er mich neugierig.
Unsicher sah ich mich um. Was sollte ich darauf antworten?
Ich entschied mich für diese Version: „Ich komme von weit her. Ein unbekanntes Land.“
Das war wenigstens nicht gelogen.
Gut für mich, dass er diese Antwort akzeptierte.
„Dann kommen Sie mal mit. Ich führe sie ein wenig rum“, bot er mir an und so folgte ich ihm hinter die Mauern.
Was hatte ich für eine andere Wahl?

Der Wind kam zurück und wehte erneut lau um mich herum. Was würde mich hinter diesen Mauern erwarten? In was für eine Welt war ich da geraten? Ich konnte jetzt nur abwarten und gucken. Erneut fragte ich mich, was mir widerfahren war. Wie kam ich von hier weg?

Ich würde es gleich erfahren, denn der Mann vor mir ging schnellen Schrittes. Die Mauern waren jetzt auf der anderen Seite und ich entdeckte lauter Menschen im Inneren eines Hofes. Ich fühlte mich wie im Mittelalter und blieb dicht an der Seite meines Begleiters. Als Frau war ich hier bestimmt nicht sicher. Ich wusste auch nicht, ob ich ihm trauen konnte, aber ich hatte keine andere Wahl. Und ich war wirklich gespannt darauf, was mich nun erwartete.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?



Etüde 10/24: Das magische Korsett Teil 2

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Hier gehts zum ersten Teil: Klick

Das magische Korsett Teil 2

Baracke
lau
widerfahren.

abc.etüden 2021 20+21 | 365tageasatzaday

Es änderte sich lange nichts, doch schließlich gelangte ich zu einem Ort mit Steingebäuden. Sie wirkten verlassen und erinnerte mich an die ein oder andere Baracke. Verwundert fragte ich mich, was das hier für ein Ort war. Er passte nicht hierher. Genauso wenig wie ich in meinem Korsett. Doch je näher ich kam, desto lebhafter wurde es. Verwirrt sah ich mich erneut um. Die Baracken blieben, aber offenbar wohnten hier tatsächlich Menschen. Zögernd trat ich näher.

Der Wind war lau, aber spürbar da. Die Menschen waren ähnlich gekleidet wie ich, aber etwas einfacher. Und dann stand ich mitten in einem mittelalterlichen Hof. Zunächst bemerkte mich niemand und ich konnte mich ungeniert umsehen. Doch dann bemerkte mich ein Mann.

Wir sahen einander lange an. Er wirkte rau, aber attraktiv. Doch ich hatte keine Ahnung, wer er war? Oder was für eine Welt das war? Was würde mich hier erwarten? Was war mir bloß widerfahren und wie kam ich wieder nach Hause? Musste ich bloß das Korsett ausziehen oder brauchte ich dafür auch wieder Schaufenster? Vielleicht sollte ich einen Test vagen.

Fortsetzung folgt ….

Etüde 9/23: Das magische Korsett Teil 1

Heute ist die erste Geschichte ohne verlorene Leben. Daran bin ich gar nicht mehr gewöhnt.

Korsett
rechtsdrehend
dampfen.

Mal schauen, was man aus diesen Wörtern machen kann.

Das magische Korsett 1

An einem grauen Sommertag ging ich im Regen spazieren. Sie sah in einem Schaufenster in Korsett, wo es nicht hingehörte. Verwirrt starrte ich es an. Warum irritierte es mich so? Ich stellte mich rechtsdrehend, aber es veränderte sich nichts. Das Korsett war immer noch da. Ich schaute es mir genauer an. Das Korsett sah altmodisch aus und wirkte wie nicht wie aus dieser Zeit. Ich ging näher heran und wollte das Schaufenster berühren. Doch da löste es sich einfach so in Luft auf. Ich fiel in das Fenster und sobald ich das Kleid berührte, trug ich es am Körper. Verwundert sah ich an mir herunter.

Und dann fing es vor meinen Augen an zu dampfen und das Schaufenster verschwand vor meinen Augen. Ich kam auf eine Straße, die sehr vernachlässigt wirkte. Es wirkte so anders hier. Irgendwie ruhiger und natureller. Wo befand ich mich hier? Mir blieb nichts anderes übrig als in eine Richtung zu gehen um es heraus zu finden.

Doch je weiter ich ging, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass ich gar nicht voran kam. Irgendwas stimmte hier nicht, aber ich kam nicht drauf was. Verwirrt versuchte ich heraus zu finden, was hier los war.

Fortsetzung folgt …

Tja, schon ziemlich am Anfang wusste ich, dass es wieder eine Fortsetzung wird. Mal sehen was die nächsten Wörter bringen.

Was meint ihr?

Etüde 8/22: Verlorene Leben Teil 18

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

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Verlorene Leben Teil 18

Pfanne
glücklich
trennen.

Wir saßen bei Linnea und die Stunde war fast vorbei. Sie war schon längst wieder bei ihrem Trank. Allerdings kam sie jetzt mit einer Pfanne zurück, wo es fröhlich vor sich hin brutschelte. Noura und sie zogen sich zurück, damit sie ihm den Trank auf die Haut massieren konnte. Sam und ich warteten auf sie.

Als sie wieder kamen war Noura sehr ruhig. Erwartungsvoll sah ich die beiden an. Linnea lächelte. Ich lächelte zurück. Sie hatte es geschafft. Es hatte funktioniert. Ich war so glücklich und fiel Noura in die Arme.

Aber er war immer noch so still. Ich erkundigte mich bei Linnea was los war. Sie seufzte tief.
„Er wird mit dir kommen, aber er wird nie mehr hierher zurück können“, antwortete sie. „Der Trank ist zu stark. Die Wirkung zu heftig für ihn.“
Was immer das heißen mochte. Doch es traf ihn. Das sah ich ihn an.
„Oh, nein, Noura“, rief ich entsetzt aus. Ich kann verstehen, wenn du hier bleiben willst.“
Hier war sein zu Hause und er musste sich davon trennen.
„Nein, ich komme mit. Ich will in deine Welt“, antwortete er.

Und so verabschiedeten wir uns von Linnea und gingen zurück nach Hause. Noura musste in meine Welt eingeführt werden, aber das würden wir schaffen. Er bekam eine Identität und ein Leben. Die Hauptsache war, dass der Fluch gebrochen war und er bei mir war. Für immer. Alles andere würde sich schon fügen. Doch die Magie würde uns verlassen. War das jetzt gut oder schlecht?

ENDE

So, spontan hab ich es jetzt abgeschlossen. Sonst hätte es sich noch zu lange hinaus gezögert. Dazu hatte ich keine richtige Lust mehr und es passte gerade.

Was meint ihr?