Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 23)

So, für Montag muss ich jetzt aber auch schon vordartieren. Sonntag komm ich vermutlich eh nicht zu und ich bin jetzt gedanklich gerade so in der Geschichte vertieft. Also weiter gehts …

Achtung: Ich muss euch leider warnen. Wer irgendwann mal Dylan & Darleen lesen will wird hier vielleicht etwas sehr gespoilert oder aber auch nicht. Ich bin mir noch nicht sicher ob das hier wirklich eine Art Fortsezung wird oder eher ein Nebenband undabhängig von der Hauptstory und nur mit ein paar Aspekten von Dylan & Darleen. Jedenfalls werden ab jetzt wohl ein paar Charaktere aus der Geschichte auftauchen. Ihr müsst selbst entscheiden ob ihr weiterlesen wollt, aber dann wisst ihr für Dylan & Darleen vielleicht schon zu viel. Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Das war so eigentlich nicht geplant gewesen. Aber falls ihr doch weiterlest: Viel Spass beim Lesen:

Weiterlesen auf eigene Gefahr: Ansonsten gilt wirklich: Betreten verboten!

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 23)

Wir fuhren tatsächlich zunächst erst mal zu der Höhle. Seit wir hier angekommen war hatte Kyle den Rucksack, den er mitgenommen hatte von sich geschleudert und war die ganze Zeit hin und her gelaufen. Das machte mich wahnsinnig. Entschlossen ging ich zu ihm und zog ihn in meine Arme damit er sich beruhigte. Er zitterte am ganzen Körper. So aufgelöst hatte ich ihn noch nie gesehen.
„Kyle, hör auf. Beruhige dich. Ich kann verstehen, dass du aufgewühlt bist, aber das du hier so abdrehst hilft niemanden was.“ Es tat mir leid ihm das so unsanft klarmachen zu müssen, aber sonst würde es gar nicht erst bei ihm ankommen.
Er ließ die Schultern hängen und ich spürte in meinem Armen wie er zusammensackte. Das war noch viel schlimmer als das Hin- und herlaufen.
„Kyle …“ Sanft zog ich ihn noch enger an mich. Dieses Zittern musste endlich aufhören.
„Tut mir leid“, sagte er schließlich. „Einfach alles. Ich hätte dich da nicht mit reinziehen dürfen. Ich hätte stärker sein müssen.“
„Hör auf Kyle“, wies ich ihn erneut zurecht. „Hör auf dir die Schuld zu geben. Ich habe mich in dich verliebt, okay? Dafür kann keiner was. Für deine Gefühle kannst du auch nichts. Und vergiss gar nicht erst mir irgendwas auszureden. Ich werde gar nicht erst daran denken dich wieder gehen zu lassen.“
„Das solltest du aber besser“, sagte er hart und ich zuckte zusammen. „Du kennst mich überhaupt nicht. Du kennst Kyle vielleicht ein bisschen, aber nicht mich. Du weißt nichts über mich. Du hast keine Ahnung worauf du dich da eingelassen hast.“ Er steigerte sich da immer mehr herein. Das war nicht gut. Gar nicht gut.
Plötzlich hörte ich etwas. Schritte. Riesige Schritte. Wer war das?
„Kyle, da ist jemand“, rief ich panisch. Kyle sah sich allamiert um.
„Vielleicht sollten wir lieber verschwinden“, meinte er halbherzig.
„Wartet!“, rief die Stimme und Kyle zögerte. Er spannte sich an, aber er war nicht in Fluchtbereitschaft. Stattdessen fragte er zaghaft und ungläubig: „Fidi? Bist du das?“
Und plötzlich tauchte ein riesiger Drache auf. Ich drückte mich näher an Kyle. Der Drache war grün und groß und schuppig und … beänstigend.
Doch Kyles Haltung veränderte sich völlig. Fast überglücklich fragte er: „Fidi, was machst du hier? Ich dachte, ihr wärt alle tot.“
„Kyle?“, fragte ich zaghaft, doch er beachtete mich überhaupt nicht mehr. Er sah nur noch zu Fidi.
„Also wirklich, Kumpel. Alle? Ist das dein Ernst? Deswegen hast du dich also jahrhundertelang versteckt? Nein, oben ist längst alles wieder wie neu. Selbst ein Teil von Himmelstür ist wieder da. Ich dachte, du bist der Wissenshüter. Müsstest du sowas nicht wissen?“ Der Drache klang fast spöttisch, falls das bei Drachen überhaupt möglich war. Ich starrte die beiden nur sprachlos an. Wissenshüter? Jahrhunderte? Was war hier los.
Kyle krampfte sich beim Wort Wissenshüter sichtlich zusammen. „Ich bin schon lange kein Wissenshüter mehr.“
„Nein“, stimmte ihm der Drache zu. „Wie ich hörte nennst du dich jetzt Kyle. Was deinem alten Namen niemals gerecht wird. Aber deine silbernen Haare von damals sind dir offenbar geblieben.“
„Wer ist noch am Leben, Fidi? Wie konnten sie überleben?“, fragte Kyle nur.
„Eine Handvoll Leute. Ein paar Engel. Darunter Devy. Ein paar meiner Drachenbrüder. Die Träumer und Aemilian“, zählte Fidi auf.
„Dylan und Darleen?“, hakte Fidi nach.
Fidi schüttelte bedauernd mit dem Kopf. Kyle sackte erneut in sich zusammen.
Was zum Teufel war hier bloß los? „Hey!“, verschaffte ich mir Gehör. „Ich will wissen, was hier los ist. Kyle?“
Kyle drehte sich nun zu mir um. „Das ist ein alter Freund von mir. Fidi. Er hat mich lange Zeit begleitet. Fidi das ist Jileen. Meine …“
„Ich rieche Liebe, wenn ich sie sehe“, unterbrach Fidi ihn. „Du musst mir nichts erklären. Das freut mich für dich, Wissenshüter. Du hast lange genug gelitten. Aber offenbar hast du selbst ihr nicht erzählt, wer du wirklich bist.“
„Wir kennen uns noch nicht so lange“, hauchte Kyle kleinlaut.
„Dann wird es jetzt offenbar Zeit. Du warst noch nie so lange hier. Mal ausgenommen von dem Ausflug mit dem Mädchen“, bemerkte Fidi. Kyle starrte ihn mit offenen Mund an.
„Ja, was glaubst du denn? Ich habe dich beobachtet. Einer muss es ja tun.“ Schnaubend bedachte er Kyle mit einem bösen Blick.
„Du hast mich die ganze Zeit beobachtet?“, staunte Kyle.
„So gut es unter Wasser ging, ja. Ich bin kein Wasserdrache, Wissenshüter. Ich kann durch alle Welten wandern, aber mein zu Hause ist und bleibt Himmeltür.“
„Nenn mich nicht Wissenshüter“, sagte Kyle nur. „Der bin ich nicht mehr.“
„Doch, er steckt immer noch tief in dir drin. Du kannst ihn nicht einfach so ablegen wie es dir passt“, versicherte Fidi ihm. „Du bist immer noch Avin.“
Avin. Ein schöner Name. Avin. Hatte ich den schon mal gehört?
„Nein, bin ich nicht. Ich bin Kyle“, behauptete mein wunderbarer Freund stur.
„Deine Zeit als Kyle ist offenbar vorbei. Dein Schutz ist aufgehoben worden, wenn ich es richtig mitbekommen habe. Du bist hier nicht mehr sicher. Soweit du geschützt worden bist konnte ich deine Geflogenheiten akzeptieren. Aber da das nun vorbei ist solltest du nach Himmelstür zurück kehren. Du solltest die Engel aufsuchen. So wie damals. Wenn du das Mädchen mitnehmenwillst, von mir aus. Aber erzähle ihr erst deine Geschichte. Sie muss wissen worauf sie sich einlässt. Das ist nur fair. Ich werde in der Höhle des Wissens solange warten bis du hier fertig bist. Aber dann müssen wir los.“ Der Drache wandte sich wieder um, doch Kyle – nein Avin – rief ihn zurück. Der Drache betrachtete ihn neugierig.
„Du wusstest, dass es so kommen würde, oder? Das meine Zeit im Wasser irgenwann vorbei sein würde“, fragte er.
„Ich hab es geahnt. Ich wusste nicht wann. Aber es war nur eine Frage der Zeit. Du gehörst nach Himmelstür. Nicht ins Wasser. Ich hab dich nur wegen Nele hier gelassen. Sonst wärst du schon lange wieder oben.“ Und mit diesen Worten drehte sich der Drache um und verschwand aus meiner Sicht. Wir hörten seine tapsenden Schritte noch eine Weile. Dann war er fort.
„Kyle? Bitte, erzähl mir alles? Wer bist du wirklich und was hast du erlebt?“


Owei, was hab ich nur getan? Eigentlich wäre es jetzt logisch, wenn ihr an dieser Stelle Dylan & Darleen lesen würdet, aber es wird vermutlich noch dauern bis ich die drei Teile fertig hab oder gar abgeschrieben. Also müsst ihr selbst entscheiden ob ihr etwas gespoilert werden wollt und weiterlesen wollt. Denn jetzt bin ich richtig in Kyle & Jileen drin. Euer Pech. Mal sehen, wie es mit den beiden weiter geht. Irgendwann …

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 22)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Der nächste Teil steht an.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 22)

Kyle brachte uns sicher zurück in die Stadt. Er legte an seinem Haus wieder an und beeilte sich alles fest zu machen. Er ließ es sich aber nicht nehmen mir aus dem Boot zu helfen, indem er mir seine Hand reichte. Ich lächelte ihn dankbar an. Er brachte seinen Rucksack kurz rein und brachte mich zu Romy. Bevor wir klingelten gab er mir noch einen sanften Kuss auf den Mund.
„Es war schön heute mit dir“, sagte er.
„Fand ich auch.“ Ich küsste ihn noch mal, dann lösten wir uns voneinander und er klingelte.
Romy machte auf und wirkte erleichtert als sie uns sah. „Na, endlich. Wir haben uns schon Sorgen gemacht. Wo hast du sie aufgegabelt, Kyle?“
„Bei mir“, sagte er schlicht.
„Was?“ Überrascht starrte Romy uns beide an.
„Lässt du uns rein?“, fragte Kyle mit einem Lächeln auf seinem Gesicht.
„Klar.“ Sie öffnete die Tür weiter und dort waren sie alle versammelt. Kyle, Henry und sogar Adam. Ich seufzte tief. Hatten sie mich alle gespürt. Nur Kyles Anwesenheit war es zu verdanken, dass ich ruhiger wurde, statt nervöser. Unmerklich hatte er meine Fingerspitzen mit seinen berührt und das hatte schon ausgereicht.
„Was ist hier los, Kyle?“, fragte Adam nur.
„Wir haben einen Ausflug gemacht“, antwortete er gelassen.
„Und du hast es nicht für nötig gehalten uns davon zu erzählen? Du hast nicht einmal daran gedacht, dass wir uns Sorgen machen konnten?“, wütete Romy.
„Ihr könnt nicht nur ihm die ganze Schuld in die Schuhe schieben. Ich hab zu dem Ausflug zugestimmt. Ich brauchte einfach mal eine Auszeit“, verteidigte ich Kyle jetzt.
„Oh, zu dir komm ich schon noch“, erwiederte Romy bissig.
„Es ist nicht ihre Schuld und sie hat Recht. Sie brauchte ihre Auszeit.“ Kyle hatte sich versteift. Offenbar meldete sich gerade sein Beschützerinstinkt mir gegenüber.
„Ich hab schon gehört, was sich zwischen euch ereignet hat.“ Plötzlich wurde Adam eisig und ich griff nach Kyles Hand. Er drückte sie sanft. Dann wandte sich Adam direkt an mich. „Ich hatte gehofft, du entscheidest dich für Henry.“ Ich spürte wie Kyle sich noch mehr versteifte.
„Du hast mir die Wahl gelassen zwischen Kyle oder Henry oder meine Welt. Ich hab mich für Kyle entschieden. Wieso soll das auf einmal nicht richtig sein?“ Geschockt starrte ich Adam an. Henry schien sich sehr unwohl in seiner Haut zu fühlen.
Adam schien seine Worte zu bereuen. „Aber nur weil ich davon ausgegangen war, dass du Henry wählen würdest.“
„Und wieso das?“, fragte ich. Ich wusste überhaupt nichts mehr. Nur, dass ich mich nicht von Kyle abwenden wollte, nur weil ein paar Wasserwesen irgendetwas gegen ihn hatten.
„Weil Kyle nicht mein Sohn ist. Ich hab ihn nur adoptiert“, gab er schließlich zu. Kyle zuckte zusammen und da wir uns immer noch an den Händen hielten, drückte ich sanft seine Hand, um ihm zu zeigen, dass mir diese Tatsache nichts ausmachte. Im Gegenteil. Dieser Grund machte mich nur so richtig wütend. Kyle muss das gewusst haben. Sein Vater muss ihm von Anfang an gesagt haben, dass er sich von mir fern halten sollte. Er hatte es nie gewollt. Das tat mir unendlich leid für ihn. Offenbar wurde er hier nicht so geliebt wie ich es mir für ihn gewünscht hätte. Offenbar war das alles nur vorgetäuscht gewesen solange Kyle sich an Henrys Abmachung hielt. Aber das würde ich nicht zulassen. Ich würde nicht zulassen, dass sie sich Kyle gegenüber so benahmen. Als wäre er weniger wert als Henry oder sogar überhaupt nichts.
„Deswegen ist er nicht weniger wert. Im Gegenteil!“, schleuderte ich Adam entgegen. Wegen Henry taten mir meine Worte anschließend leid, aber ich wollte sie nicht zurücknehmen.
„Tja, wenn du das so siehst, solltest du vielleicht wirklich zurück in deine Welt und Kyle wird verbannt“, erwiederte der König hart. Wie hatte ich ihn nur je für freundlich halten können?
„Was?“ Entsetzt sah ich Kyle an. Er war in sich zusammen gesackt.
Zu meiner Überraschung war es Henry, der sich für uns einsetzte. „Vater, das kannst du nicht machen. Jileen hat nur getan was du ihr aufgetragen hast. Was wäre gewesen, wenn sie zurück in ihre Welt gewollt hätte? Hättest du sie auch nicht gelassen?“
„Davon verstehst du nichts, Henry. Ausserdem bist du voreingenommen“, warf Adam ihm nur vor.
„Nein, Vater. Das denke ich nicht. Du bist es, der falsch reagiert. Jileen hat nichts falsch gemacht.“ Nun klang auch Henry panisch. Offenbar bemerkte er erst jetzt in welcher Situation Klye und ich steckten.
„Beruhigen wir uns doch erst mal wieder alle“, versuchte Romy die Situation zu entschärfen. „Adam, ich hab keine Ahnung was gearde in deinem Kopf vorgeht, aber ich muss Henry recht geben. Du hast Kyle ebenso als deinen angesehen wie Henry. Callum sag doch auch mal was.“ Hilfesuchend sah sie sich zu unserem Mann gewesen. Er war die ganze Zeit beunruhigend still gewesen.
„Adam hat Kyle nie als seinen Sohn angesehen“, erklärte er und sah niemanden an.
„Was? Du wusstest davon?“, fuhr Romy ihn an. Offenbar hatte sie nichts geahnt.
Callum sagte nichts. Auch Romy schwieg betroffen. Was war hier bloß los? Wie konnte alles so eskalieren. Ich war doch nur meinem Herzen gefolgt.
Adam schien sich zum Aufbruch bereit zu machen. Vorher sagte er noch: „Kyle unser Abkommen ist beendet. Ich gewähre dir keinen Schutz mehr in dieser Stat. Inzwischen sollte genug Zeit vergangen sein, dass du nicht mehr überall gesucht wirst. Vielleicht findest du ja noch irgendwo einen deiner kleinen Freunde wieder. Du solltest von hier verschwinden. Ich decke dich nicht mehr und ich lüge auch nicht mehr für dich.“ Damit verließ Adam Romys Haus.
„Kyle, was meint er damit?“, fragte ich meinen Freund unsicher.
Er schüttelte nur frustriert den Kopf. „Später …“
Zu meiner Überraschung stellte sich jetzt Callum vor uns. „Das kann ich nicht zulassen. Du kannst sie nicht mitnehmen.“
Sofort drückte Kyle meine Hand fester.
„Das hast du kaum zu entscheiden. Sie ist so oder so verbannt von hier. Ob sie jetzt mit mir mitkommt oder nicht“, sagte Kyle nur als wäre es nicht weiter von Bedeutung ob ich mitkomme oder nicht. Hatte er mir alles nur vorgespielt? Ich warf ihm verstohlen einen Blick zu. Er schüttelte fast unmerklich mit dem Kopf. Diese Maske hatte er gelernt vor langer Zeit in genau solchen Situationen aufzusetzen. Er hattte mir nichts vorgespielt. Das konnte nicht sein.
„Jileen“, wandte sich Callum jetzt direkt an ihn. „Du gehörst hier her. Du gehörst zu Henry. Du gehörst zu uns. Kyle ist nicht der für den du ihn hälst. Du solltest hier bleiben.“
„Wie Kyle schon sagte, ich wurde doch sowieso schon verbannt. Ich kann gar nicht hier bleiben. Und ich wüsste nicht, was es dich angeht wohin ich gehe“, spie ich ihm nur entgegen.
„Wenn du bei Henry bleibst könntest du auch hier bleiben“, versuchte es Callum noch mal.
„Nein“, sagte ich entschieden. „Das wäre falsch. Ausserdem fühl ich mich hier nicht mehr wohl. Ich werde gehen.“ Entschuldigend sah ich Henry an, dann wandte ich mich an Kyle. „Lass uns von hier verschwinden. Offenbar sind wir hier unerwünscht.“
Kyle nickte mir zu, doch Romy hielt mich zurück. „Halt, deine Sachen …“
„Das sind nicht meine Sachen. Ich hab nichts von zu Hause hier mit hingenommen.“ Und damit zog ich Kyle zur Wohnungstür und verließ Romys Heim für immer. Was war nur aus uns geworden? Wo sollten wir jetzt hin? Und was war wirklich Kyles Geheimnis? Ich machte ihm keine Vorwürfe. Ich hatte gewusst, dass er mir noch nicht alles anvertraute. Ich hatte nur nicht erwartet, dass es sowas war.
Wir liefen so gut es ging durch die Menschenmenge, die sich heute auf den Straßen lümmelte. Kyle wollte durchaus noch ein paar seiner Sachen aus seinem Haus holen. Ausserdem brauchten wir Nahrung. Also verstaute er alles ins Boot, half mir hinein und dann fuhren wir los. Ob er mich zunächst wieder zu der Höhle bringen würde? Dort würde uns doch niemand suchen, oder? Ich wusste es nicht. Hauptsache, wir kamen weg von hier. Ich wollte einfach nur weg.

Was ist denn hier passiert. Eigentlich sollte es doch eine friedliche Rückkehr werden und sie sollten bleiben. Da hat sich meine Geschichte das wohl mal wieder anders gedacht. Wow, war das heftig, oder was meint ihr? Arme Jileen. Armer Henry. Aber noch mehr leid tut mir Kyle. Er wächst mir immer mehr ans Herz. Wie es wohl weiter geht? Ich weiß es selbst noch nicht genau. Hab aber so eine dunkle Ahnung. Das seltsame ist, dass ich super mit Kyle und Jileen mitgefiebert hab, obwohl es doch meine Charaktere sind und ich wissen sollte, was mit ihnen geschieht …

Was meint ihr dazu?

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 21)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Irgendwie bin ich ja heute weder beim Bloggen wesentlich weiter gekommen noch beim Lesen und Schreiben. Momentan ist echt der Wurm drin …

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 21)

Ich setzte mich also zu Kyle und wir langten zu. Es war echt lecker. Er hatte Käse in Stückchen geschnitten, Wurst in Scheiben gelegt und Trauben und Algen dazwischen gelegt. Und dann die ganzen Kerzen … Einfach schön.
„Kyle?“ Er hatte bis jetzt gedankenverloren vor sich hingestarrt und gegessen. Nun fiel sein Blick auf mich.
„Ja?“, fragte er.
„Danke“, sagte ich nur und schenkte ihm ein Lächeln.
„Wofür?“, wollte er ehrlich überrascht wissen.
„Für diesen Ausflug und dafür, dass du mich abgelenkt hast“, sagte ich.
„Das hab ich doch gern gemacht. Ausserdem hatte ich es sowieso vor. Allerdings erst viel später. Und wenn es nur für den Unterricht gewesen wäre. Aber du hast noch lange nicht alles gesehen. Da ist noch mehr. Ein bisschen möchte ich dir heute noch zeigen“, lächelte er.
„Da bin ich ja mal gespannt.“ Allerdings konnte ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen wie ich in jemals nur als Lehrer oder Bruder betrachten konnte.
„Das darfst du auch.“
Als wir aufgegessen hatten, fragte ich: „Und was jetzt?“
„Jetzt zeige ich dir den Rest der Höhle.“ Wir standen auf und er nahm meine Hand. Den Korb ließ er da. Wir aber gingen in einen der Gänge. Er sah erst mal ganz normal aus.
„Denk an irgendetwas was mit Farbe zu tun hat“, riet er mir.
Ich dachte an die Sonne. So strahlend gelb wie sie bei uns immer am Himmel schien. Ein bisschen vermischt mit einem orange vom Sonnenuntergang. Nach etwa zwei Sekunden passierte etwas. Lauter untergehende Sonnen erschienen an den Wänden.
„Wow“, hauchte ich.
„Denk an noch etwas anderes“, riet er mir.
Ich dachte an das orangerote Feuer und nach weiteren Sekunden vermischte sich es mit den Sonnenbildern auf der Wand. Staunend sah ich Kyle an. „Wie?“
„So ähnlich wie mit den Farben. Du musst bedenken, wir sind hier in der Welt der Träumer. Hier ist so gut wie alles möglich …“, sagte er nur.
„Und jeder Bereich der Höhle ist anders?“, fragte ich weiter, obwohl ich mit Träumern immer noch nicht fiel anzufangen wusste.
„Ein bisschen“, nickte er. „In jedem Bereich ist mehr oder weniger alles möglich, aber es gibt auch einen Bereich, wo man nichts verändern kann. Diese Träume sind fest. Sie sind extra als Andenken dagelassen worden. Komm mit.“
Er zog mich weiter. Bis sich jetzt wieder etwas veränderte dauerte es eine Weile. Ich genoss es einfach ihn in meiner Nähe zu haben. Auch wenn wir beide recht schweigsam waren.
Und dann kamen wir wieder in einen großen Raum. Hier befanden sich lauter Bilder an der Wand. Ich sah kleine geflügelte Wesen (Vielleicht Engel?), Drachen, Zwerge und einige mir unbekannten Wesen. Es waren bunte Bilder mit einer Geschichte dazu. Das spürte ich.
Ich brauchte gar nicht mehr nachzufragen. Kyle erzählte mir von sich aus, was er über diesen Bereich unserer Höhle wusste.
„Das hier ist die Geschichte aus der Zeit in der die Träumer lebten. Dass es damals vier Welten gab erzählte ich ja bereits. Die Welten hießen Himmelstür, Erdfall, Wasserrad und Feuerrad. Wir leben hier in den Bereichen, die noch von Wasserrad übrig sind. Es gibt eine Geschichte, die erzählt von einem jungen Paar. Dylan & Darleen. Es heißt, sie konnten nicht zusammen sein, weil keine Welt die andere besuchen konnte. Jeder musste für sich bleiben. Woran das liegt weiß ich nicht.“ Eine Weile schien es als würde er in Erinnerungen schwelgen. Was waren das für Erinnerungen? „Darleen war eine Himmelsbewohnerin und Dylan kam aus Erdfall. Eines Tages wurde Dylan durch einen falschen Fluch. Als Geist konnte er in Himmelstür verweilen und zusammen suchten Dylan, Darleen und ihre Freunde diesen Fluch wieder rückgängig zu machen. Die Geschichte geht noch weiter, aber das würde jetzt zu lang werden.“ Er schüttelte kurz mit dem Kopf wie um längst vergangene Erinnerungen abzuschütteln. „Jedenfalls war einer aus der Gruppe ein Träumer. Er kam im Laufe der Zeit hier her und gestaltete diesen Raum nach Erzählungen oder seinen eigenen Erlbenissen. Hier steckt ein Stück von Dylan und Darleens Geschichte drin.“
„Kyle …“ Ich spürte, dass er etwas mit dieser Geschichte zu tun hatte, aber ich wollte ihn noch nicht danach fragen. Er war noch nicht bereit mit mir darüber zu reden. Wir kannten uns zu wenig. Also nahm ich ihn nur tröstend in meine Arme und eine Weile standen wir so dar.
Dann löste er sich langsam wieder von mir.
„Wir sollten langsam gehen. Romy wird sich Sorgen machen. Daran hätte ich denken sollen. Wir hätten ihr Bescheid geben müssen“, fand er dann und fühlte sich offenbar etwas unwohl.
Oh, verdammt, Romy. An sie hatte ich gar nicht gedacht. Ich wollte hier nicht weg, aber er hatte recht. Romy machte sich bestimmt schon Sorgen.
„Ja, du hast vermutlich Recht.“ Also gingen wir zurück zu Kyles Rucksack und den Picknickresten. Auf dem Rückweg genoss ich nochmal die ganzen Farben. Ihre Vielfalt und Formen. Kyle sammelte unsere Sachen ein und wir verließen die Höhle.
Vielleicht würde ich ja irgendwann noch mal hierher zurück kommen. Wenn ich Kyles ganze Geschichte kannte. Wenn ich wusste, was die Geschichte von Dylan und Darleen ihm wirklich bedeutete. Wenn er mir so sehr vertraute, dass er zum ersten mal in seinem Leben darüber redete. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass selbst seine Familie keine Ahnung hatten, dass in Kyle mehr steckte als er zeigte. Vielleicht kannten sie nicht mal diese Höhle. Hatte Kyle sie nur mir gezeigt? So viele Fragen, aber ich musste abwarten bis er zu Antworten bereit war. Ich würde schon noch hinter seinem Geheimnis kommen. Das nahm ich mir fest vor. Zunächst einmal stiegen wir aber wieder in das Boot, damit er uns zurück in die Stadt bringen konnte, wo uns unsere Freunde erwarteten.


Na, schon neugierig geworden auf Dylan & Darleen? Mir schwirrt jetzt noch so ein Gedanke im Kopf rum. Wie Kyle mit der Geschichte verankert sein könnte. Irgendwie gefällt mir die Idee total gut. Mal sehen, wie ich sie umsetzen kann.

Wie fandet ihr diesen Teil? Irgendwelche Anmerkungen?

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 20)

dann kann ich mal wieder meine Geschichte für morgen vorschreiben, wenn jetzt noch Zeit ist.

Jetzt gehts also los mit der Bootstour.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 20)

Wir stiegen in das Boot und Kyle paddelte drauflos. Er war sehr konzentriert und schien zu wissen was er tat. Dennoch ließ er mich nicht aus den Augen. Es war seltsam unter Wasser zu leben. Noch immer schrie alles in mir nach Luft zu holen, doch ich konnte unter Wasser genauso atmen wie an der Oberfläche. Es schien mir im Blut zu liegen. Während die Wellen rund um uns herum schwappten bewegte sich unser Boot immer weiter vorwärts. Ich verstand immer noch nicht genau wie dieses Unterwasserleben funktionierte, aber das würde ich schon noch lernen. Apropo lernen …
„Wirst du mich weiter unterrichten?“, fragte ich ihn.
„Wenn du das möchtest.“ Sein Blick war undurchschaubar. Ich wusste nicht, was er dachte.
„Willst du es denn?“, fragte er.
„Solange du bereit bist mehr über meine Welt zu lernen, bin ich auch bereit dir Unterricht zu geben“, erklärte er mir.
„Ist es jetzt nicht unsere Welt?“, wagte ich mich zaghaft vor.
Sein Lächeln wurde auf einmal ziemlich bald. Er strahlte geradezu und mein Atem stockte. So glücklich hatte ich ihn bisher noch nie erlebt. Er wirkte noch schöner als sonst. Eigentlich sah er gar nicht so perfekt aus. Nicht wie ein typischer Prinz eben. Aber für mich war er auf jeden Fall perfekt. Er hielt im Paddeln inne und legte sie ins Boot, sodass wir auf dem Wasser treiben konnten. Während er sich zu mir setzte wackelte das Boot ein bisschen. Ich hielt den Atem an. Was dachte er jetzt?
„Meinst du das ernst?“, fragte er nur.
„Ja“, nickte ich immer noch unsicher.
„Du willst nicht wieder zurück an die Wasseroberfläche?“, hakte er nach.
„Na ja, zu Besuch vielleicht. Ich würde gerne meine Freunde und Verwandten wieder sehen, wenn das möglich ist. Aber du bist hier und ich möchte bei dir sein.“ Hatte ich zu viel gesagt. Was, wenn ihm das alles zu schnell ging. Ich kannte ihn ja kaum.
„Es wird dir möglich sein deine Leute da oben zu besuchen, aber vermutlich werden sie unangenehme Fragen stellen, sollte ich mitkommen“, sagte er zunächst und beobachtete mich genau.
„Okay …“, sagte ich nur gedehnt.
„Und was das andere betrifft …“ Er ließ seine Worte im Wasser hängen und küsste mich stattdessen sehr sanft und sehr zärtlich. Ich zog ihn in meine Arme und eine Gänsehaut breitete sich über meine Arme aus. Kyle war wirklich toll. Ich konnte mir gut vorstellen, dass er ziemlich romantisch war. Kyle kostete den Kuss völlig aus. Dann löste er sich langsam von mir und sah mir tief in die Augen. „Reicht das als Antwort.“
Jetzt verstand ich auch mal den Spruch: „Küssen sagt mehr als tausend Worte. Das stimmte also wirklich.
„Ja“, nickte ich.
„Gut.“ Dann riss er sich wieder von mir los und widmete sich wieder seinem Paddeln. Ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden.
Wir paddelten eine Weile durch das Wasser. Mein niegelnagelneuer Freund schwieg beharrlich. Ich fragte mich, wo er mich hinbringen wollte. Als ich schon fast dachte, dass er vielleicht gar kein richtiges Ziel hatte bog er um eine Ecke und vor uns lag ein Höhleneingang. Okay. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber er paddelte genau darauf zu. Das Boot hielt am Höhleneingang. Er packte die Decke in einen Rucksack, den ich bisher nicht gesehen hatte, und schnallte ihn sich auf den Rücken. Er stieg aus, reichte mir die Hand und half mir aus dem Boot.
„Echt jetzt? Eine Höhle?“, fragte ich ihn verwirrt.
„Lästere lieber nicht zu früh über diese Höhle. Sie ist eine besondere Höhle, aber das solltest du dir besser selbst ansehen“, riet er mir. „Na komm.“
Also verkniff ich mir jeden Kommentar zu der Höhle und fragte ihn stattdessen: „Was hast du in deinem Rucksack?“
„Später“, sagte er nur und zog mich in die Höhle. Zunächst erkannte ich nichts besonderes ausser gelbes Licht, dass aus dem Boden zu kommen schien. Ausserdem war hier keine Spur von Wasser. Alles war trocken. Konnte Kyle hier denn überleben? Vielleicht ja, weil wir eigentlich immer noch unter Wasser waren.
Wir drangen tiefer in die Höhle ein. Erst nach etwa einer viertel Stunde als ich Kyle schon fast fragen wollte, ob wir nicht wieder umkehren wollten, bemerkte ich Veränderungen. Plötzlich war das Licht dunkelblau und kam von den Wänden, nicht vom Boden. An dem blau funkelten tausende von Sternen.
Ich warf Kyle einen Blick zu und er lächelte, ging aber schweigend weiter. Also folgte ich ihm. Jetzt war ich gespannt was mich noch erwartete.
Nach weiteren fünf Minuten war da grünes Licht, das von der Decke schimmerte. Es wirkte etwas schuppig. Sprachlos blieb ich stehen.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich nur.
Kyle lächelte noch breiter. „Nur noch ein Abschnitt. Dann sind wir am Ziel. Dann werde ich dir auch alles erklären.“
Also musste ich mich noch etwas gedulden. Ich ging neben Kyle her und er nahm meine Hand in seine. Sie fühlte sich warm und vertraut an. Der nächste Raum kam nach einem langen Gang und hatte mehrere Säulen zu bieten. Das Farbenspiel hier war total verrückt. Alle Farben der Welt wechselten sich langsam wie bei einer Diashow ab, bildete Formen, Tiere, Wesen und alles mögliche. Ich betrachtete das Farbenspiel fasziniert. Ich konnte meinen Blick gar nicht davon abwenden. Deswegen bemerkte ich auch nicht wie Kyle zufrieden seinen Rucksack leerte und ein Picknick für uns vorbereitete.
„Hast du genug gesehen? Du kannst deinen Blick jederzeit wieder den Farben zuwidmen. Wir werden hier eine Weile bleiben“, amüsierte sich Kyle.
Wiederwillig wandte ich meinem Blick den Farben zu. Dann erst bemerkte ich das Picknick. Er hatte wirklich an alles gedacht. Das leckerste Essen, Wein, und sogar Kerzen, die er angezündet hatte. Ich ging zu ihm und drückte ihn an mich. Er umarmte mich nur.
„Wo sind wir hier?“, flüsterte ich an sein Ohr.
„In der Farbenhöhle. Manche nennen sie auch die Lebenshöhle. Hast du schon mal von Träumern gehört?“, erzählte Kyle mir.
„Ja, Träumer. Sie waren vor langer Zeit sehr mächtig. Allerdings wusste kaum jemand was von ihnen. Es gibt immer noch alle Welten, aber die anderen sind jetzt verborgen. Nur noch die Wasserwelt ist zu erreichen. Früher nannte man sie Wasserrad. Oh, Mann. Ich sollte dir unbedingt was über unsere Geschichte beibringen.“
„Ja, das solltest du wohl. Ich versteh nämlich kein Wort von dem was du sagst“, stimmte ich ihm zu.
„Na, jedenfalls gab es füher mal Träumer. Und die haben diese Höhle erschaffen. Dieses Fabenspiel und teilweise auch das Abbild der damaligen Welten“, überging er meinen Kommentar mehr oder weniger.
„Es ist wunderschön“, hauchte ich.
Kyle lächelte nur. „Ja, das ist es. Ich habe Hunger, du auch?“

Und da die Zeit schon wieder rennt und ich gleich noch Fernsehen gucken wollte folgt die Fortsetzungen dann ein andermal.

Jetzt hab ich es doch getan. Ich spielte schon eine Weile mit dem Gedanken meine Bloggeschichte mit meiner DIN A 5 Block-Geschichte zu verbinden. Jetzt hab ich es getan. Durch die Träumer. Mal sehen, was noch draus wird.

Was sagt ihr zu diesem Teil? Was sagt ihr zu der Höhle?

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 19)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Heute mal wieder recht früh.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 19)

Es war mir ganz recht, dass Kyle nicht weit vom Schloss entfernt wohnte. So musste ich nicht erst groß durch die halbe Unterwasserstadt laufen. Ich klopfte also an Kyles Tür. Hoffentlich war er da.
Ich hatte Glück. Fast im nächsten Augenblick ging die Tür auf und er zog mich herein. Er warf mir einen Blick zu und stuzte. „Was ist los?“ Besorgt musterte er mich.
„Ich hab Henry alles erzählt“, platzte es aus mir heraus. Er umarmte mich einfach nur. Das tat gut.
Er zog mich wieder zu seinem Sofa und bemerkte: „Ist offenbar nicht so gut gelaufen.“
„Nein. Er hat es nicht gesagt, aber ich hab das Gefühl, dass er es nicht so gut aufgenommen hat.“
Kyle spendete mir Trost. „Das wird schon wieder. Henry braucht einfach nur Zeit. Wenn er erst mal seinen Film kriegt ist er wieder ganz der Alte. Du wirst sehen.“
„Aber wie wird er jetzt zu dir sein? Ich will nicht, dass ihr euch auseinanderlebt oder so.“ Das machte mir wirklich Sorgen.
„Mach dir keine Sorgen darum. Henry ist nicht besonders nachtragend“, versicherte er mir. Ich war trotzdem nicht überzeugt.
Wir schwiegen eine Weile. Schließlich schlug er vor: „Weißt du was? Wir sollten etwas unternehmen. Einfach nur den Tag genießen bevor es wieder richtig turbolent losgeht.“
„Und was schlägst du vor?“, fragte ich sofort begeistert. Heute würde ich mit ihm unterwegs sein, ohne das er den Lehrer miemte.
„Wir könnten mit dem Boot rausfahren. Bisher bist du doch nicht weiter gekommen als bis zum Grund gekommen. Ich hab dir doch erzählt, dass der Grund nur für ein paar Stunden Grund ist und sich dann wieder füllt. Heute ist alles voller Wasser. Den ganzen Tag über.“
„Das klingt gut“, fand ich aufgeregt.
„Gut, ich muss nur kurz noch ein paar Sachen vorbereiten. Dann kanns los gehen. Wartest du solange hier?“, erklärte er.
„Natürlich.“ Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und verschwand dann nach draußen. Was er wohl vorhatte? Ich war schon ganz hibbelig und freute mich auf die Bootstour mit ihm.
Ich wartete also ungeduldig. Was er so kurz nannte. Mein Wasserfreund ließ sich Zeit. Ich hatte mich sogar schon hingelegt und war fast eingeschlafen als er endlich wieder kam. Gekleidet mit einer kurzen Hose und einem schlichten blauen Hemd. Seine silbernen Haare standen ihm vom Kopf ab, was recht merkwürdig aussah.
„Was hast du getrieben?“, fragte ich lachend.
„Wirst du gleich sehen“, grinste er ebenfalls, reichte mir seine Hand und zog mich vom Sofa hoch. Doch wir gingen nicht gleich raus. Erst nahm er sich noch die Zeit mich ordentlich in seine Arme zu ziehen.
„Ich bin froh, dass du auf mich zukamst. Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn du dich für Henry entschieden hättest“, gestand er mir nun.
„Du hast dir einfach das Leben selbst schwer gemacht“, sagte ich und strich ihm das verirrte Haar aus der Stirn. „Ich hab so das Gefühl, dass diese Eigenschaft nicht so leicht ablegen wirst.“
„Vermutlich nicht“, stimmte er mir zu. „Aber ich geb mir Mühe. Deinetwegen.“
„Das weiß ich zu schätzen.“ Und ohne Vorwarnung küsste er mich. Diesmal nicht ganz so sanft wie sonst. Eher verlangend und heftig. Ich erwiederte seinen Kuss ebenso drängend.
Als wir uns wieder voneinander lösten meinte Kyle: „Allein deswegen könnte ich dich schon gar nicht mehr gehen lassen.“
Ich lachte und stupste ihn an. „Na, wenn das so ist …“, und dann küsste ich ihn gleich noch mal.
Als wir uns das nächste Mal voneinander lösten lachte er. So befreit hatte ich ihn noch nie lachen gehört. „Wenn wir so weiter machen, können wir die Bootstour vergessen.“
„Du hast recht“, nickte ich. „Also zeig mir das Boot mit dem du heute unseren Tag bereichern willst.“
Er nahm also meine Hand und führte mich hinters Haus. Dort war ein grünes Boot befestigt, dass recht klein wirkte, aber stabil. In ihm hatte Kyle eine Decke und einen Korb verstaut. Es gab sogar Sitzbänke.
„Du bist recht sparsam für einen Prinzen“, fand ich.
„Ich war noch nie so für das Luxiöröse. Meine Familie hält  mich deswegen für verrückt, aber ich fühl mich so wohler“, erklärte er.
„Das find ich gut. Du bleibst so wie du bist und veränderst dich nicht nur wegen deinem Stand.“ Dafür liebte ich ihn fast noch mehr.
Er lächelte mich dankbar an. „Fahren wir jetzt endlich los? Sonst wird das wohl nichts mehr …“

Was sagt ihr zu diesem Teil? Irgendwelche Anmerkungen?

Und wie die Bootstour so wird erfahrt ihr dann, wenn ich das nächste Mal Zeit habe zu schreiben.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stat: Teil 18

Nun schaffe ich es auch mal wieder mit meiner Gechichte weiter zu kommen. Gestern bin ich wirklich nicht dazu gekommen.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 18)

Henry zu finden war gar nicht so leicht. Wie sich herausstellte war er im Schloss im Unterricht. Also wartete ich einfach auf dem Flur auf ihn und setzte mich auf einen der Stühle dort. Ich war nevös. Wie sollte ich Henry nur erklären, dass ich mich in Kyle verliebt hatte.
Ich hatte noch etwas Verschnaufspause bis Henry aus dem Unterricht kam. Überrascht sah er mich an als er mich entdeckte, aber dann strahlte er schon wieder. Ich schluckte hart.
„Hi! Wie gehts dir? Irgendwie haben wir uns in letzter Zeit nicht oft gesehen. Ist alles in Orndung mit dir?“, fragte er mich fröhlich.
„Ja, aber kann ich mit dir reden? Allein?“, bat ich ihn.
„Na klar! Komm mit.“ Überschwenglich führte er  mich durch das Schloss. Ich befürchtete schon wo er mich hinbringen würde.
Ich sollte recht behalten. Ich gelangte direkt in sein Zimmer. Es war luxiriös und schick eingerichtet, aber Kyles kleine Wohnung fand ich gemütlicher. Hier wirkte alles so alt und so groß. Dennoch hatte Henry Stil. Er hatte seinem Zimmer eine eigene Note gegeben. Denn in dem Alten kam auch immer wieder modernes zum Vorschein. Zum Beispiel ein riesieger Fernseher, was mich natürlich nicht weiter wunderte.
„Wow!“, stieß ich hervor.
„Gefällts dir?“, fragte er glücklich und ließ seine Schultasche achtlos auf seinem Bett fallen.
„Ja“, gab ich zu. Wieso sollte ich ihn belügen.
„Das hatte ich gehofft. Setz dich doch“, bat er mich und deutete auf seinen Schreibtischstuhl. Ich setzte mich, währen er sich auf sein Bett im Schneidersitz setzte.
„Du hast dich verändert“, stellte er fest.
„Wie meinst du das?“, fragte ich ihn unsicher.
„Keine Ahnung. Du wirkst ernster und zurückhaltender“, überlegte er.
„Henry, ich muss dir was sagen …“, begann ich, aber zu meiner Überraschung unterbrach er mich sofort.
„Es ist wegen Kyle, oder? Er wirkt auch verändert. Irgendwie gelassener und doch wachsam. Er hat versucht es vor mir zu verbergen, aber das klappte nicht besonders gut.“
Ich seufzte tief: „Ja, es ist wegen Kyle.“
„Ist schon gut“, sagte Henry. „Ich hab es schon geahnt. Kyle ist eben eher jemand, in den man sich verlieben kann.“ Henry wirkte so traurig.
„Nein, Henry. Das stimmt nicht. In dich kann man sich auch verlieben und ich hätte es auch fast getan, aber es wäre falsch gewesen. Denn meine Gefühle für Kyle hätte ich einfach nicht ignorieren können. Aber ich wollte es wirklich. Ich wollte mich in dich verlieben. Aber …“ Gott, stellte ich mich ungeschickt an.
„Lass gut sein. Kyle hat es verdient. Ich freu mich für euch. Wirklich. Ich glaub das mit uns beiden hätte sowieso nicht geklappt. Vielleicht wollte auch ich es einfach zu sehr.“ Herny lächelte mich zaghaft an und ich erwiederte sein Lächeln halbherzig.
„Aber mir tut es trotzdem leid. Ich weiß, dass ich dir Hoffnungen gemacht hab.“ So leicht konnte er mich nicht davon überzeugen, dass es für ihn okay war.
„Vielleicht. Und unser Date war wirklich schön, aber ich weiß auch nicht … Manchmal bin ich einfach zu eifrig.“
„Nein, es war auf keinen Fall deine Schuld“, versicherte ich ihm.
„Lass uns das Thema hiermit einfach beenden. Vielleicht versuchen wir besser einfach nur Freunde zu sein“, schlug er mir vor. Offenbar wollte er nicht weiter drüber reden. Trotzdem fühlte ich mich dabei unwohl.
„Ich sollte dann jetzt auch Hausfaufgaben machen“, sagte er. Damit schmiss er mich praktisch aus seinem Zimmer. Okay, das hatte ich wohl verdient. Ich fragte mich, ob wir jemals wieder normal miteinander umgehen konnten.
„Na klar“, sagte ich nur und stand auf. Als ich schon an der Tür war sagte er noch: „Grüß Kyle von mir.“
Schweigend verließ ich sein Zimmer mit einem wirklich unguten Gefühl. Das hätte besser laufen können, aber auch wesentlich schwächer. Jetzt wollte ich nur noch zu Kyle.

Nun hat sie ihr Gespräch mit Henry auch hinter sich. Wie´s dann weiter geht erfahrt ihr beim nächsten Mal.

Wie fandet ihr das Gespräch mit Henry? Hattet ihr es so erwartet oder eher anders?

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 17)

So, endlich komme ich auch mal dazu meine Bloggeschichte weiter zu führen. Endlich!

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 17)

Ich schob mein Gespräch mit Henry vor mich hin. Kyle war nicht glücklich darüber. Er sagte zwar nichts, aber ich konnte es ihm ansehen. Allerdings fiel es auf, dass ich Henry nicht mehr traf, aber jeden Tag unterwegs war. Natürlich besuchte ich Kyle, aber das hatte ich nicht mal Romy gesagt. Auch gerade war ich bei ihm.
„Du musst es ihm sagen. Er hat mich schon gefragt, ob du ihm ausweichst. Ich konnte ihn abwimmeln, aber bald geht das nicht mehr gut“, redete er mir zu.
„Ich weiß. Morgen geh ich zu ihm. Versprochen. Hast du noch was erreicht wegen seinem Film? Kann ich ihm da was Positives geben? Er soll nicht völlig hoffnungslos sein“, versprach ich Kyle. Ich wusste, dass er sich nur Sorgen um seinen Bruder machte und es war auch unfair von mir ihm Henry zu überlassen. Kyle hatte sich in mich verliebt, aber ich hatte mich für Kyle entschieden.
Ich kuschelte mich enger an Kyle. Wir saßen wieder auf seinem gemütlichen Sofa. Ich war ihm gerne nah. Bei ihm fühlte ich mich sicher. Wieso hatte ich das nicht schon vorher gemerkt?
„Ja. Ich wollte es dir sowieso erzählen. Mein Vater hat zugestimmt. Er bereitet alles vor. Ich weiß nicht, wie lange es dauert“, nickte mein Wasserfreund.
„Das sind gute Neuigkeiten“, fand ich. „Was erzähle ich Henry?“
Er strich mir nachdenklich über den Rücken. Seine Hände fühlten sich wahnsinnig angenehm an. Ich genoss seine Berührungen sehr.
„Am besten noch gar nichts bis wir mehr wissen.“ Er beobachtete meinen Reaktion.
Ein bisschen enttäuscht war ich schon. „Okay, dann muss ich wohl so klar kommen.“
„Du schaffst das. Henry mag dich. Er wird dir nicht böse sein. Und wenn er seinen Film kriegt, wird er total aus dem Häuschen sein“, heiterte er mich auf. „Aber jetzt lass uns bitte über was anderes reden, ja?“
„In Ordnung. Worüber willst du reden?“, stimmte ich ihm schließlich zu. Auch ich hatte keine Lust über ihn zu reden. Über Henry konnte ich mir morgen genug Gedanken machen.
„Eigentlich kenne ich dich kaum. Wie war dein Leben oben über Wasser? Hattest du Freunde? Was für Hobbys hattest du? Hast du eine Lieblingsfarbe?“
Ich lächelte. Das war mein Kyle. Ich kannte ihn ebenfalls noch nicht mal annährend so gut wie ich gerne würde. Aber ich wusste schon, dass er mit sowas kam, wenn ich am wenisten damit rechnete.
Ich erzählte ihm, dass ich an einer Gesamtschule war und dort immer mit zwei Mädchen in meinem Alter zusammen war. Den Zwillingen Nica und Ricarda. Wir waren immer zusammen nach der Schule in den Park gegangen und hatten uns auf die Wiese gelegt. Wir hatten geplaudert und über Jungs getrascht und über andere gelästert. Alles, was  man eben als Freundinnen so macht. Ich vermisste die beiden. Irgendwann musste ich zurück nach Hause und mein plötzliches Verschwinden erklären. Außerdem erzählte ich ihm, dass ich gerne ins Kino gegangen war und gelesen hatte. Kyle hörte mir die ganze Zeit aufmerksam zu und wenn ich traurig klang, drückte er mich fester an sich.
„Und meine Lieblingsfarbe ist übrigens gelb wie die Sonne“, erzählte ich ihm abschließend. „Ich liebe die Sonne.“
Er lächelte mich an. „Irgendwann werden wir zusammen an Land gehen und dann werden wir deine Freundinnen besuchen.“
„Die werden Augen machen“, strahlte ich. Aber vermutlich sollte ich mich nicht zu sehr freuen. Es würde noch ein bisschen länger dauern bis Kyle wirklich in meine Welt konnte.
„Ich weiß, es ist nur ein schwacher Trost …“, begann er, doch ich unterbrach ihn sofort.
„Kyle, ist schon okay. Erzähl mir lieber was von dir.“
Also erzählte er mir von seiner Freizeit. Wie er mit seinen Brürdern Filmabende gemacht hatte, weil Henry so verrückt danach gewesen war, wie er gerne ins Meer hinausschwamm um einfach mal aus der Stadt rauszukommen. Wie er gerne allein war, weil er das Leben mit anderen als anstrengend empfand.
„Aber mit dir ist es nicht anstrengend“, versichterte er mir und ich boxte ihn lachend in die Seite.
Von seinen Aufträgen erzählte er mir nicht, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Dafür war es noch zu früh. Wir mussten uns erst besser kennen lernen.
Irgendwann wurde Kyle unruhig und ich wusste, dass es Zeit für mich war zu gehen. Ich wollte ihn nicht verlassen. Am liebsten hätte ich geschlafen, aber Romy machte sich vermutlich jetzt schon so ihre Gedanken wo ich die ganze Zeit war. Ich musste gehen. Seufzend stand ich auf und Kyle tat es mir nach.
„Wir werden uns morgen wieder sehen“, versprach er mir. „aber erst nachdem du mit Henry gesprochen hast.“
Ich schluckte, weil ich lieber nicht an mein Gespräch mit Henry denken wollte, aber ich nickte trotzdem. Kyle wusste schon jetzt, was ich fühlte und nahm mich in Seine starken Arme. Dann küsste er mich zärtlich zum Abschied.
„Du wirst es überleben. Bis Morgen.“
„Bis Morgen“, verabschiedete ich mich von ihm und hielt so lange seine Hand fest, bis wir und fast die Arme verrenkt hatten. Ich drehte mich ein letztes Mal zu ihm um und machte mich dann auf den Weg nach Hause. Ich vermisste ihn jetzt schon.

Endlich durch. Morgen gehts dann weiter mit dem Gespräch über Henry. Würdet ihr gern in Jileens Haut stecken? Ich hoffe zumindest, dass es morgen weiter geht. Kommt drauf an wie ich Zeit dazu hab.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 16)

Einen weiteren Teil meiner Bloggeschichte gibts heute auch wieder und er wird auch etwas länger. Ich hab ihn gestern schon vorgeschrieben.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 16)

Ich hatte Glück, dass ich Kyle auf der Straße begegnete. Mittlerweile kannte ich mich so gut aus, dass ich immer öfter alleine unterwegs war. Kyle stand dort und begutachtete misstrauisch die Ware. Ich überraschte ihn, indem ich mich von hinten an ihn heranschlich und rief: „Hey!“
Er zuckte zusammen und drehte sich zu mir um. „Gott, Jileen, hast du mich erschreckt. Tu das nie wieder.“
„Entschuldige.“ Aber konnte ein Grinsen trotzdem nicht verkneifen.
„Was machst du hier?“, fragte er verwirrt.
„Einkaufen.“ Ich zuckte mit den Achseln. „Aber eigentlich wollte ich sowieso mit dir reden. Können wir irgendwo hin, wo wir ungestört sind?“
„Was solls? Hier gibts sowieso nichts brauchbares. Hast du die Lärchenmuscheln gesehen? Furchtbare Qualität.“ Er verzog sein Gesicht und ich lachte. Er warf mir einen missbilligenden Blick zu.
Deswegen sagte ich schon wieder: „Tut mir leid.“ Das andere, was mir im Kopf herum spukte, konnte ich ihm nicht sagen. Jedenfalls noch nicht.
„Schon gut. Ich habe übrigens mit meinem Vater über die Filmsache gesprochen. Er war zunächst skeptisch, aber ich denke jetzt ist er nicht mehr ganz so abgeneigt von der Idee wie früher.“, erzählte er mir.
„Danke.“ Eigentlich wollte ich gerade nicht mit ihm über Henry reden. Nicht jetzt. Dann würde ich das, was ich vorhatte noch weniger hinkriegen. Ich war sowieso schon nervös genug.
Ich merkte schnell, dass Kyle mich zum Schloss führte, aber nicht direkt dorthin. Eher zu einem Gebäude daneben. Das war mir bisher nie aufgefallen. Es wirkte hübsch und hatte rote Mauern. Es war nicht groß, aber machte einen gemütlichen Eindruck. Kyle zog einen Schlüssel heraus. Er war recht klein und irgendwie seltsam verziert. Er steckte ihn ins Schloss und führte mich dann ins Haus hinein. Ich staunte nicht schlecht. Hier war alles so anders, so normal. Ich stand in einem kleinen, gemütlichen Wohnzimmer mit Kamin.
„Wo sind wir?“, fragte ich ihn.
„In meinem zu Hause“, antwortete er schlicht und beobachtete mich.
„Deinem …?“ Einen Moment stockte ich. „… Aber ich dachte, du wohnst im Schloss.“
„Ist nicht so mein Ding“, erwiederte er. Als er ein paar eingekaufte Sachen abgelegt hatte, drehte er sich zu mir um. „Also, worüber wolltest du mit mir reden?“
Plötzlich wurde ich noch nervöser als ich ohnehin schon war. „Eigentlich wollte ich eher was ausprobieren.“
„Und was?“, fragte er völlig ahnungslos.
„Wenn ich dir das sage wirst du es sowieso ablehnen“, gab ich traurig zu bedenken.
„Vielleicht sollte ich dann grundsätzlich ablehnen“, gab er zurück.
Mein Mut sang und ich sagte kleinlaut: „Vielleicht.“
Aber ohne noch weiter darüber nachzudenkenging ich zu ihm und holte einmal tief Luft. Was hatte ich schon zu verlieren? Mehr als wegstoßen konnte er mich nicht. Also küsste ich ihn. Einfach so. Ohne jede Romantik und ohne Vorwarnung. Trotzdem war es total romantisch für mich. Es war der beste Kuss, den ich je bekommen hatte. Was nicht weiter schwer war, da es auch mein erster Kuss war. Umso mehr freute ich mich darüber, dass Kyle ihn erwiederte. Ziemlich heftig sogar. Doch dann löste er sich sanft von mir und drehte sich weg. Der Zauber des Augenblicks verging damit.
„Kyle …“, begann ich zaghaft, aber ich wusste nicht weiter.
„Das hättest du nicht tun sollen. Was ist mit Henry? Was sollte das?“Er schien ziemlich verwirrt zu sein Das konnte ich ihm nicht mal übel nehmen.
„Kyle …“ Erneut versuchte ich es mit einem Ansatz. „Ich wollte es aber tun. Jetzt weiß ich wenigstens, was du fühlst.“
„Wegen einem Kuss?“ Jetzt drehte er sich zu mir um. Der Schmerz in seinen Augen brach mir das Herz. „Du hättest ihn wählen sollen. Was war daran so schwer? Er ist ein wahrer Sonnenschein. Ich habe alles dafür getan, um deine Aufmerksamkeit auf in zu lenken.“
„Und was ist mit dir und deinen Gefühlen?“, fuhr ich ihn an. „Ich glaube, ich hab wirklich zuerst vor allem an Henry gedacht, aber stille Wasser sind tief, Kyle.“
„Ich bin Niemand, den man lieben kann.“ In seiner Stimme lag so viel Schmerz. Er musste was schreckliches erlebt haben. Ich ging zu ihm und schlang meine Arme von hinten um ihn. Er bewegte sich nicht, stieß mich aber auch nicht von sich weg. Ich konnte seine Muskeln unter meinen Händen spüren.
„Du bist es Wert geliebt zu werden, Kyle“, flüsterte ich ihm zu.
„Du hättest das nicht tun dürfen. Solange ich dich auf Abstand hielt war es okay, aber jetzt …“ Er zitterte am ganzen Körper.
Ich drehte ihn zu mir um und legte meine Hand an seine Wange. „Nein, es war nicht okay, Kyle. Es war nie okay.“
Er sagte nichts mehr, sondern schloss mich nur in seine Arme.
„Was ist mit Henry?“, fragte er erneut, aber weniger aufsässig.
„Er bekommt seinen Film, aber mehr kann ich nicht für ihn tun“, erklärte ich ihm bestimmt.
„Ich weiß nicht, ob ich das zulassen kann …“, wehrte er sich halbherzig. Gequält sah er mich an.
„Du wirst keine andere Wahl haben. Ich werde dich nach heute bestimmt nicht mehr in Ruhe lassen“, warnte ich ihn.
„Du hattest ein so schönes Date mit Henry. Du warst danach so glücklich. Ich war mir ziemlich sicher, dass du dich da bereits entschieden hattest.“ Immer noch leicht verwirrt zog er mich auf sein Sofa.
„Ja, vielleicht dachte ich das auch erst. Aber erinnerst du dich noch daran wie wir allein auf Romys Balkon waren? Ich glaube, da war ich schon längst verloren. Doch ich wurde unsicher als du mich abgegewiesen hast. Also wendete ich mich zunächst deinem Bruder zu.“
„Du wirst mit Henry reden müssen“, forderte er.
„Ich weiß.“ Erleichtert sah ich ihn an. „Dann stößt du mich nicht mehr von dir weg?“
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das noch könnte“, gestand er mir.
„Gott sei Dank.“ Ich ließ mich gegen ihn sinken und streichelte zärtlich über seinen Arm. Sanft sangte ich: „Irgendwann wirst du mir erzählen müssen, wieso du mich zuerst weggestoßen hast. Aber jetzt will ich einfach nur mit dir zusammen sein.“
Er schwieg und zog mich noch enger an sich, wenn das überhaupt noch möglich war. MIr war das nur recht so. Ich kontte ihm plötzlich gar nicht mehr nah genug sein. Ich wollte diesen schönen Moment auskosten und an nichts anderes mehr denken als an ihn. Offensichtlich war es wohl an der Zeit mich bei Romy zu bedanken. Ohne sie hätte ich nicht den Mut dazu gehabt Kyle zu testen.

Tja, da hat sich Jileen wohl entschieden. Aber was ist denn da bitte wieder mit meinem Kopf geschehen? Am Anfang war ich felsenfest davon überzeugt, sie würde sich für Henry entscheiden. Oder vielleicht sogar noch für jemand anderen. Ich spielte sogar mit der Idee Avin aus meiner neuen Geschichte mit einzubinden. Und jetzt das. Aber Kyle hatte einfach zu viel Potential um ihn verpuffen zu lassen.

Wie findet ihr Jileens Entscheidung? Hättet ihr auch so entschieden?

Wie es mit Kyle und Jileen dann weiter geht erfahrt ihr morgen oder die Tage.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 15)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Mal sehen, was ich heute zusammen krieg.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 15)

Ich traf mich immer öfter mit Henry und hatte viel Spass mit ihm. Er war witzig und lieb, konnte manchmal aber auch oft traurig und einsam wirken. Kyle sah ich nur noch im Unterricht. Zusammen erstellten wir ein Konzept wie wir es Henry möglich machen konnten seinen ersten richtigen Film zu drehen.

Eines Abends beim Essen machen erklärte Romy mir: „Du wirst bald in die Wassergemeinde eingeführt. Viele kennen dich jetzt schon, aber lange nicht alle. Es wird auch immer noch welche geben, die dich nie kennen lernen werden. An diesem Abend werden wir sehen, wer sich über deine Ankunft hier freut und wer nicht.“
Das klang irgendwie beänstigend. Unsicher bemerkte ich: „Ich weiß noch gar nicht, ob ich dazu bereit bin.“
„Das ist verständlich, aber du brauchst dir überhaupt keine Sorgen zu machen. Wir stehen alle hinter dir“, versicherte sie mir.
„Trotzdem bin ich nervös. Ich kenne diese Welt zu wenig, alsdass ich forgeführt werden wollte“, erklärte ich ihr meine Bedenken.
„Möchtest du dabei gerne Henry oder Kyle an deiner Seite haben?“, bot Romy mir an.
„Am liebsten beide“, gab ich zu. Ich hatte eigentlich so gar keine Lust dazu und wusste nicht, was mich erwartete.
Romy schloss kurz die Augen, dann sah sie mich wieder an. „Ehrlich gesagt solltest du Kyle besser raushalten. Ich glaube tief in deinem Inneren hast du dich längst entschieden und es wäre unfair gegenüber Kyle ihn das nicht wissen zu lassen.“
„Ich hab mich noch überhaupt nicht entschieden“, begehrte ich auf. „Was, wenn ich keinen der beiden wählen möchte. Was ist, wenn mir jemand ganz anders übern Weg läuft, der mich viel mehr interessiert?“
Romy sah mich entsetzt an. Offenbar hatte sie mit so einer heftigen Reaktion von mir überhaupt nicht gerechnet. Verwirrt sagte sie: „Henry ist nicht die schlechteste Wahl, weißt du? Du hast in letzter Zeit so viel Zeit mit ihm verbracht, dass wir dachten, du hättest dich schon längst entschieden.“
„Henry ist toll, aber ich weiß nicht, ob es für die große Liebe reicht? Müsste da nicht mehr sein als nur liebevolle Zuneigung?“ Hatte ich ihm falsche Hoffnungen gemacht? Ich hatte nie gesagt, dass ich ihn wählen würde, aber ich hatte wirklich mehr Zeit mit ihm verbracht als mit Kyle. War ich wirklich in Henry verliebt? Ich wusste es nicht.
„Vielleicht solltest du mit beiden darüber sprechen, was sie möchten“, schlug Romy mir zaghaft vor.
„Kyle hat das doch mehr als deutlich gemacht. Er gibt Henry den Vorzug. Offenbar ist er an mir nicht interessiert.“ War ich denn an ihn interessiert? Ich wusste es nicht. Wahrscheinlich gab ich wirklich Henry den Vortritt.
„Bist du sicher? Ich kenne Kyle besser als du. Er ist sehr aufopferungsvoll und stellt seine eigenen Gefühle oft zurück. Offenbar hat er sich in den Kopf gesetzt, dass du zu Henry gehörst, weil Henry so begeistert von dir ist. Du solltest ihn nicht so schnell abschreiben. Er kann sehr stur sein“, warnte sie mich.
„Ich hatte eigentlich immer den Eindruck du selbst würdest Henry auch mehr mögen“, gestand ich ihr.
„Das tu ich vermutlich auch“, gab sie zu. „Aber ich glaube das liegt vor allem an Henrys natürlicher Magie. Man will ihn einfach lieben und zufriedenstellen. Sonst hat man das Gefühl unglücklich zu sein.“
„Das ist unfair und vewirrend“, fand ich frustriert. „Eben hast du dich für Henry ausgesprochen, jetzt für Kyle. Ich hab keine Ahnung, was ich tun soll.“
„Rede einfach mit den beiden“, riet Romy mir erneut und widemte sich dann wieder dem Essen zu, dass sie vorzubereiten hatte.

Ich wollte zunächste Kyle besuchen und hatte sogar schon eine Idee wie ich ihn aus der Riserve locken konnte. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich auch gerissen genug dafür war.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 14)

So, dann will ich mich mal wieder um meine Bloggeschichte kümmern. Ich hatte sogar schon was vorbereitet, aber bin noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben.

Die geheimnisvolle Stadt 14:

Mein nächster Unterricht mit Kyle fand im Schloss statt. Wir saßen uns gegenüber und Kyle legte Bilder auf einen Tageslichtprojektor. Er zeigte mir Meerestiere aller Art und wollte wissen, welche ich kannte. Ich war gar nicht so schlecht gewesen. Kyle war recht zufrieden mit mir gewesen.
„Gut, das tanzen heben wir uns fürs nächste mal auf“, warnte er mich schon mal vor.
„Tanzen?“, fragte ich entsetzt.
„Kannst du denn nicht tanzen?“, wollte er erstaunt wissen.
„Nein.“
„Dann ist dieser Unterricht für uns noch dringlicher als ich dachte. Bei uns wird es immer mal wieder feinere Bälle geben. Auf die sollte ich dich dann wohl vorbereiten“, erklärte er mir.
Ich verzog nur mein Gesicht und er lachte. „Das wird schon werden.“
Eine Weile musterte er mich eindringlich, dann fragte er mich: „Was hast du eigentlich mit Henry gemacht? Seit eurem letzten Date strahlt er noch mehr als sonst.“
„Nichts weiter“, schwor ich ihm. „Wir hatten nur einen sehr schönen Abend.“
„Darauf will ich wetten“, nickte er.
„Hat Henry dir schon mal mehr von Filmen erzählt, ausser dass er sie gerne guckte?“, fragte ich Kyle dann.
„Wie meinst du das?“, fragte er leicht verwirrt.
„Er würde gerne mal einen Film drehen“, sagte ich.
„Drehen? Du meinst ihn selber machen?“, hakte Kyle nach.
„Ja.“
„Hat er sich die Idee immer noch nicht aus dem Kopf geschlagen?“, stöhnte Henrys Bruder.
„Das ist doch bestimmt irgendwie machbar, oder?“, fragte ich ihn.
„Du denkst ernsthaft darüber nach? Das ist doch nur Spinnerei“, tat er Henrys Leidenschaft einfach ab.
„Nein, ich glaub nicht. Henry meint es ernst“, versicherte ich ihm.
„Ich bin nicht sicher, ob das geht.“ Gerade schien er sich etwas unwohl in seiner Rolle zu fühlen.
„Aber du kannst dich doch bestimmt erkundigen?“ So leicht ließ ich nicht locker.
„Na gut, was solls? Aber verprechen kann ich nichts“, gab er schließlich nach.
„Klar!“ Ich war ihm ja schon dankbar, dass er es überhaupt versuchte.
„Ich find es jedenfalls toll wie du dich für meinen Bruder einsetzt“, sagte Kyle mir trotzdem.
„Er hat es verdient“, war meine einfache Antwort. Hoffentlich konnte ich das für Henry tun. Das war das mindeste nach dem schönen Abend, den er mir geschenkt hatte.

Und wie es mit der geheimnisvollen Stadt weiter geht erfahrt ihr dann morgen oder auch die Tage. Je nachdem wann ich dazu kommen werde sie fortzuführen.