Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt 13

Ich hab gestern die Bloggeschichte schon vorgeschrieben. Von daher muss ich sie heute  nur noch abtippen.

Die geheimnisvolle Stadt (13)

Nachdem Sternenausflug gingen wir noch ein wenig durch die Stadt. Henry war still und wirkte nachdenklich. Ich vermutete, dass ihm unser Gespräch nicht ganz aus dem Kopf ging. Ich überlegte, wie ich ihn ablenkenk konnte, und dann fiel mir etwas ein, was Kyle erwähnt hatte.

„Ich hab gehört, du siehst gerne Filme aus meiner Welt.“
„Ja.“ Sofort strahte er wieder und sah mich begeistert an. „Die sind toll. Hier unten würde nie jemand auf die Idee kommen, einen Film zu drehen, aber ich würde es so gern mal versuchen.“
„Einen Film drehen?“, fragte ich verwundert. Nicht, weil ich nicht glaubte, dass das unmöglich sei. Ich stellte mir vor, dass hier mit Magie ziemlich viel möglich war. Ich konnte mir nur nicht Henry in der Rolle als Regisseur vorstellen.
„Ja.“ Seine Begeisterung kannte keine Grenzen. „Genug Möglichkeiten gäbe es ja, aber hier im Wasser spiegelt sich alles immer so.“
Da hatte er Recht. Absolut. Es würde schwierig werden, aber … „Vielleicht könnten wir es versuchen. Welcher Titel soll es denn werden?“
„Schiffsbruch“, erklärte er vollkommen sicher und lächelte strahlend.
„Ernsthaft?“, lachte ich. „Wie passend!“
Jetzt grinste er spitzbübisch. „Ja, ein Schiff sinkt und alle überleben und kommen hier in die Stadt.“
„Wäre es dann hier nicht ziemlich überfüllt?“, fragte ich ihn zaghaft.
„Möglich, aber wir helfen eben gern.“ Er zuckte nur lässig mit den Schultern.
„Okay, klingt interessant. Und wie sieht es mit den Hauptrollen aus?“
„Meine Brüder, du und ich, und natürlich Romy. Wir wären vornehm gekleidet und würden eine Dinnerparty auf dem Schiff geben.“
„Klingt cool“, fand ich. Allerdings bezweifelte ich, dass seine Brüder da mitmachten.
„Das ist sowas wie ein Traum von mir“, gestand er mir sehnsüchtig.
Ich nahm mir vor mit Adam darüber zu reden. Henry hatte mir ein Stück meiner Sternenwelt geschenkt. Jetzt konnte ich auch was für ihn tun. Vielleicht konnte Adam ja etwas auf die Beine stellen. Allerdings lenkte ich ihn erst mal wieder in eine andere Richtung ab.
„Und was sind deine Lieblingsfilme aus meiner Welt?“
Er überlegte sich seine Antwort gewissenhaft: „James Bond, Fluch der Karibik und Der Herr der Ringe. Dafür, dass ihr von Magie keine Ahnung habt, habt ihr erstaunlich viel davon im Kopf. Ich wollte schon immer wissen ob es Mittelerde vielelicht wirklich gibt.“ Er sah mich geradezu hoffnungsvoll an.
Ich lachte erneut. „Mittelerde? Nein, ich fürchte nicht. Vielleicht landschaftlich ein bisschen. Ich glaube, es wurde in Neuseeland gedreht.“
„Neuseeland?“, strahlte er. „Wie komm ich da durch das Meer hin?“
„Ähm … Ich glaub, da fragst du die Falsche. Aber ich glaube nicht, dass es dort unter Wasser anders ist als hier.“
„Ich will einmal in meinem Leben nach Mittelerde-Neuseeland“, setzte er sich als Ziel.
„Na dann viel Glück.“ Dabei hätte er es verdient, dass seine Wünsche in Erfüllung gingen.
„Irgendwann were ich dort sein. Du wirst schon sehen.“ Seine Augen leuchteten bei dem Gedanken einen Tuck heller. Doch dann wurde er wieder ernst. „Aber vorerst sollte ich dich nach Hause bringen. Es ist spät geworden.
„Henry, der Abend war wunderschön“, dankte ich ihm. „Das können wir gerne mal wiederholen …“
„Da sag ich nicht nein“, grinste er und führte mich zurück zu Romy. An der Haustür verabschiedete ich mich von ihm, sah ihm aber hinterher bis er fort war. Erst dann ging ich ins Haus.

Und wie es mit Jileen, Henry und Kyle weiter geht erfahrt ihr morgen.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt 12

Und weiter gehts  mit meiner Bloggeschichte. Mal sehen, was mir heute so einfällt.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 12)

Abens zog ich mich etwas feiner an. Kein Kleid, aber zumindest eine schicke Hose und eine rote Bluse. Romy reichte mir noch eine silbern verzierte Kette und rundete somit mein Aussehen ab.

Ich war nervöser als heute morgen bei Kyle. Das hier fühlte sich einfach mehr wie ein Date an. Ein Date mit Henry.

„Wie sehe ich aus?“, fragte ich Romy und ließ zu, dass sie mich von oben bis unten anerkennend musterte.
„Großartig“, war ihr Abschlussergbnis. „Du brauchst dir überhaupt keine Sorgen machen. Herny wird begeistert sein.

Schon klingelte es an der Tür. Diesmal ging ich selbst hin. Henry stand davor in einem blauen feineren Pullover und einer Jeans. Seine Haare ordentlich gekämmt und auf seinem Gesicht ein Lächeln plaziert.

„Hey, wie gehts dir? Kanns losgehen?“, fragte er betont locker. Offenbar war auch er nervös.
„Ja klar“, nickte ich und lächelte jetzt ebenfalls.
„Na dann los.“ Er war schon fast wieder aus der Tür raus, als Romy uns noch nachrief: „Viel Spass!“
„Danke!“, riefen wir beide und dann fiel die Tür hinter uns zu.

Henry schien zu wissen wohin er wollte. Er nahm mich an der Hand und das Gefühl war sehr angenehm. Sie war warm und er drückte sanft zu. Zielstrebig führte er uns durch die Gassen.
„Wohin gehen wir?“, fragte ich ihn neugierig.
„Warts ab. Ich hoffe es wird dir gefallen“, sagte er nur unbestimmt.
Also führte er mich einfach weiter durch die erleuchteten Gassen. Obwohl es hier eigentlich kaum zu unterscheiden war wurde es trotzdem dunkeln im Wasser. Ob es nach Tag oder Nacht ging wusste ich aber nicht.
Schließlich blieb er vor einem Gebäude mit mehreren Steinen an der Wand stehen. Ich musterte es interessiert, wusste aber immer noch nicht, was mich erwartete.
„Was ist das?“, fragte ich also dennoch.
„Lass uns reingehen. Dann wirst du schon sehen“, forderte er mich auf und so gingen wir ins Innere des Gebäudes.
Also betraten wir das Gebäude. Zunächst kamen wir in eine Eingangshalle wo ein Mitarbeiter an einer Rezeption saß. Henry ging auf ihn zu und ich folgte ihm.
„Guten Abend“, begrüßte er den Mann, der etwas dicker wirkte und einen Hai auf seinem T-Shirt trug.
„Guten Abend. Sie wünschen?“, fragte er in einem langweiligen Ton.
„Eintrittskarten für zwei Personen“, bestellte Henry lächelnd.
Der Mann händigte sie ihm aus und Henry übergab ihm einen Geldschein. Dann gingen wir ins Innere der Halle. Kaum waren wir in dem abgeschotteten Raum darinter konnte ich kaum fassen was ich da sah.
„Es sind keine echten Sterne. Eher mit gewisser Wassertechnick und Wassermagie wurde dieser Raum erschaffen. Aber es ist hier unglaubliches möglich. Manchmal gibt es sogar eine regelrechte Sternenshow. Mal sehen, was uns heute erwartet. Ich glaube nicht, dass noch groß wer kommen wird. Komm, lassen wir uns auf dem Gras nieder.“
Wir legten uns also in das Gras und sahen hinauf in die Sterne. Vielleicht hatte Kyle falsch gelegen. Vielleicht konnte Henry mich gewissermaßen doch in meine Welt begleiten. Auf seine Weise.
„Gefällt es dir?“, fragte er mich hoffnungsvoll.
„Es ist wunderschön“, strahlte ich.
„Freut mich, dass es dir gefällt.“ Henry wirkte völlig entspannd und zufrieden und ich merkte, wie alle Anspannung der letzten Tage von mir abfiel. „Ist es so bei euch in der Welt über Wasser? Seht ihr immer die Sterne?“
„Nicht immer. Oft genug ist es auch bewölkt und regnerich, aber in klaren Nächten schon“, erzählte ich ihm.
„Ich würde es so gern mal in echt erleben. Wenn du nicht hierbleiben möchtest, könnte ich es verstehen. Die Welt da oben ist bestimmt viel reizvoller als unsere.“ Er wirkte plötzlich so traurig und ich hatte das Bedürfnis seine Hand zu nehmen. Er streichelte sie zärtlich.
„Ich weiß es noch nicht, Henry“, gab ich ehrlich zu. „Auch diese Welt hier unter Wasser ist faszinierend und es gibt so unglaublich viel zu entdecken. Außerdem kann ich der Welt oberhalb des Wassers immer noch einen Besuch abstatten.“
„Aber nicht mit mir“, wandte Henry ein.
„Henry …“ Ich wollte nicht, dass er heute traurig war. Nicht, wenn es so schön mit ihm war.
„Nein, schon gut. Lass uns einfach weiter Sterne angucken“, bat er mich.
Also sahen wir wieder in die Sterne. Sie waren so wunderschön und funkelten hell. Ich konnte sogar die Milchstraße erkennen. Da hatte Henry mir ein schönes Geschenk gemacht und ich war ihm sehr dankbar. Er konnte nicht wissen, wie sehr ich die Sterne liebte.

Wie es mit Jileen und Henry weiter geht und was sie noch so unternehmen könnt ihr dann morgen erfahren. Für heute wars das erst mal wieder mit diesem Teil.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt 11

Die letzten Tage bin ich gar nicht zu meiner Bloggeschichte gekommen. Das möchte ich jetzt nachholen. Denn jetzt hab ich auch wieder Lust dazu und ich hoffe, die Ideen kommen dann auch. Die zwei Zahlen im Titel zeigen, dass ich nicht genau weiß bei welchem Teil ich bin. Bin einmal durcheinander gekommen.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 10/11)

In den nächsten Tagen sah ich weder Henry noch Kyle. Offenbar waren beide ziemlich beschäftigt. Romy dagegen hielt mich auf Trab. Sie wanderte weiterhin mit mir durch die Straßen und ich lernte die faszinierende Wasserstadt besser kennen. Hohe Türme begegneten mir, dunkle Wasserstraßen, über die wir gingen, und sie zeigte mir die verschiedensten Läden. Die Wasserstadt war anders als alles was ich bisher gesehen hatte, und viel größer, als ich je geahnt hatte.

Ich war jetzt gerade mal eine Woche lang hier, aber es fühlte sich schon an wie eine Ewigkeit. Nachdem Romy und ich Vormittags Wasserbrötchen gebacken hatten, klopfte es nachmittags an der Tür. Kyle stand davor und wirkte etwas verlegen.

„Hallo, ich hoffe ich störe nicht“, begrüßte er uns.
„Nein, gar nicht“, sagte Romy und musterte ihn gründlich. „Was gibts?“
Jetzt wandte er sich an mich. „Du wolltest doch am Unterricht teilnehmen, oder?“
Ich hob nur eine Augenbraue und er lachte. „Okay, du wolltest von mir unterrichtet werden?“
„Ja klar. Ich bin hier immer noch so fremd“, nickte ich begeistert und wusste, dass ich fast kindlich wirkte.
„Jetzt hätte ich Zeit dafür“, bot er mir schlicht an.
„Geht nur“, nickte Romy lächenld. Also zog ich mir eine Jacke über und folgte Kyle hinaus in die frische Meerluft.
„Wo gehen wir hin?“, fragte ich neugierig als Kyle mich gleich durch die nächste Seitengasse führte. Heute wirkte er besonders eindrucksvoll und dunkel.
„Ziemlich ans Ende der Stadt. Dort kann ich dir einiges über unsere Welt sagen“, erklärte er geheimnisvoll.
Also führte er mich quer durch die Stadt bis zum Stadtrand. Bis hierhin war ich bisher noch nicht gekommen. Es wirkte düsterer als innerhalb der Stadt und irgenwie auch gefährlicher.
„Geh nie allein hier her. Hier ist es gefährlicher als es ausiseht“, schärfte er mir auch sofort ein.
„Nein, natürlich nicht“, versprach ich ihm sofort.
„Gut, dann los.“
Es fühlte sich an als gingen wir durchs Wattenmehr. Es war glitschig und wir sackten hin und wieder ein. Dann half Kyle mir meist hinaus. Nach einiger Zeit blieb er stehen und sah mich erwartungsvoll an.
„Was ist?“, fragte ich nur.
„Was glaubst du, was das hier ist?“, fragte er mich nur.
„Keine Ahnung. Ich bin hier um zu lernen. Schon vergessen? Aber bei uns nennt man das Wattenmeer“, sagte ich nur. Verstand er das als lernen?
„Wattenmeer.“ Es war als würde er hören wollen wie das Wort klingt. „Interessant. Bei uns heißt es einfach Grund. Die Stadt ist voller Wasser, aber es gibt auch Flächen rund um unsere magische Stadt, die teilweise wasserlos sind. Aber Achtung! Nur für ein paar Stunden. Dann füllt es sich wieder und das rasend schnell. Wäre also besser, wenn du dann in der Stadt wärst.
„Also so ähnlich wie bei uns Ebbe und Flut?“, fragte ich aufgeregt.
„Ich hab schon von den Begriffen gehört. Ja, so ähnlich könnte man es wohl ausdrücken“, nickte Kyle nachdenklich.
„Und wieso bringst du mich hier zum Grund?“, wollte ich wissen.
„Weil es hier viel zu entdecken gibt“, sagte er. „Guck zum Beispiel hier!“ Er deutete neben seine nackten Füße. „Ein Wurm, winzig klein, aber nützlich und vorhanden.“
„Wattwurm“, nickte ich wissend. „Sowas gibts bei uns auch.“
„Ich weiß nicht, ob wir die gleiche Sorte meinen“, gab Kyle zu bedenken. „Bei uns heißen sie Spleerer.“
„Und wofür sind die gut?“, fragte ich immer noch neugierig.
„Interessant, dass du das fragst. Sie sind es, die das Wasser aufsaugen. Es gibt sie nur an speziellen Ecken“, erklärte Kyle mir als hätte er auf diese Frage meinerseits schon gewartet.
„Die saugen das auf?“, staunte ich. „Aber bei uns ist vor allem der Mond für Ebbe und Flut verantwortlich. Erdanziehungskraft und so.“ Das war mir alles immer noch so fremd.
Kyle schmunzelte bei meinem fast entsetzten Gesichtsausdruck. „Das hier ist auch nicht direkt Ebbe und Flut. Wir sind hier so tief unten, dass der Mond hier gar nichts erreichen würde. Es sollte nur als Vergleich dienen“, erklärte Kyle mir geduldig.
„Okay, also keine Ebbe und Flut sondern Wattwürmer“, nickte ich fast mechanisch.
„Spleerer“, berichtigte er mich automatisch. „Ich vermute das hier hat nicht dazu beigetragen, dass du dich hier weniger fremd fühlst?“
Ich schüttelte mit dem Kopf. „Nein, nicht wirklich.“
„Okay, dann gib mir einen zweiten Versuch“, bat er mich. Ich nickte und wir gingen weiter.
Er führte mich weiter in das Watt hinein und bald kamen wir wirklich auf eine geteerte Straße. Die Luft war hier frischer und ich konnte mir fast einbilden die Vögel zwitschern zu hören. Eine Bank stand an der Straße und wirkte wie eine verlassene Bushaltestelle. Aber um die Bank herum hatten sich grasähnliche Flecken gebildet und sogar ein paar Wilde Wasserblumen, sodass ich mir fast einbilden konnte in einem Park zu sein.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich ihn ehrfürchtig.
„An meinem Lieblingsplatz“, erklärte ich. „Hier komme ich oft her. Besonders wenn ich mal wieder einen Film über die Erdoberfläche gehört hab und Sehnsucht danach bekommen hab. Einmal am Strand langspazieren zu gehen, das Gras unter den Füßen zu spüren oder auch nur in ein normales Einkaufszentrum zu sein. Dafür würde ich alles geben.“
Wir schwiegen eine Weile und dann meinte er. „Deswegen tut mir auch Henry leid. Er liebt diese Filme von der Erdoberfläche und zieht sich alles rein was es nur gibt, aber ihm wird es nie möglich sein sie wirklich zu sehen.“
„Das ist irgendwie traurig“, fand ich.
„Ja, allerdings“, nickte Kyle. Dann sah er mich ganz genau von der Seite an. „aber du magst Henry lieber, oder?“
„Kyle …“, seufzte ich.
„Nein, ist schon gut. Ich bin mir nicht mal sicher, was ich für dich empfinde. Ich kenne dich ja kaum.“ Er lachte nervös. Vielleicht war er einfach nicht der Typ, der viel über sowas redete. „Henry dagegen schwärmt die ganze Zeit von dir. Er ist einfach so ein sonnig sympatischer Typ. Mit ihm wird man leicht warm. Aber dir muss klar werden, dass dein Herz deinem Verstand folgt. Henry wird dich nie an die Wasserfläche begleiten können. Er wird nie das Sonnenlicht in echt sehen. Er wird immer nur diese Wasserwelt kennen.“
„Du gagegen könntest das alles tun“, sprach ich das Ungesagte aus.
„Das wollte ich nicht sagen. Du solltest dich unbedingt für Henry entscheiden. Aber dir muss klar sein, dass ich es bin, der dich zur Wasseroberfläche begleitet, nicht Henry. Mit ihm wirst du das nie haben können. Wenn du bereit bist, diesen Preis zu zahlen, solltest du unbedingt ihn wählen.“
„Ich weiß noch überhaupt nicht, was ich will“, gestand ich Kyle. „Das  hier ist alles so neu und ich vermisse meine Welt. Henry muss man einfach mögen, oder? Aber ich weiß nicht, ob ich bereit bin wirklich für immer unter Wasser zu bleiben.“
„Unterschätz die Wasserwelt nicht. Du hast nur einen Bruchteil davon gesehen, was wir kennen. Und du kannst ja der Erdoberfläche immer noch einen Besuch abstatten. Ich werde dir weiterhin ein bis zwei mal pro Woche Exklusivunterricht geben, aber deine freie Zeit solltest du mit Henry verbringen“, riet Kyle mir.
„Ist er es denn wert?“, fragte ich ihn unsicher.
„Unbedingt. Er ist das liebenswerteste atemde Wesen, dass ich kenne“, versicherte er mir.
„Na ja, aber du kennst ja auch keine Erdbewohner“, gab ich zu bedenken.
„Nein, aber ich hoffe, dass sich das bald ändern wird. Jetzt sollten wir dich zurück bringen. Ich hab Henry versprochen, dass der Abend ihm gehört.“
„Ach, hast du? Und ich hab da gar keine Mitrede?“ Ich wusste nicht, ob mir das so gefiel.
„Doch. Natürlich hab ich das unter der Bedinung getan, dass du damit einverstanden bist“, erklärte Kyle ernst.
„Natürlich!“ Ich rollte mit den Augen, grinste aber dabei. Diese zwei Jungs hatten beide irgenwie was. Auch wenn Kyle nicht ganz unrecht hatte. Ich mochte Henry bisher lieber. Das seltsame war, dass ich in allen Büchern, die ich bisher gelesen hatte, Dreiecksgeschichten hasste. Steckte ich jetzt selbst in einer? Henry war mir lieber, aber noch hatte ich Kyle nicht ganz ausgeschlossen. Wir würden sehen.
Er führte mich zurück in die Stadt und zu Romy. Die ganze Zeit über schwieg er und mir war das ganz recht so. Wir hatten schließlich schon genug geredet für heute.

Und wie es abends mit Henry weiter geht, erfahrt ihr morgen oder die Tage ….

Endlich hab ich mal wieder ein Stück von der geheimnisvollen Stadt geschafft.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 10)

So, weiter gehts mit meiner Blogeschichte. Mal sehen, was Kyle und Jileen so auf dem Balkon treiben.

Auf dem Balkon hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Wasserstadt. Romy und Callum wohnten weiter oben in einem höreren Gebäude und abends waren überall Lichter an. Es war einfach wunderschön. Ausserdem war es heute auch recht warm hier unten im Meer.

„Und, fühlst du dich wohl bei uns?“, fragte Kyle mich.
„Eigentlich immer noch ein bisschen fremd“, gab ich zu. Wir setzten uns auf die Stühle und zu Trinken stand auch schon bereit. Kyle goss uns ein.
„Das verstehe ich. Ich stelle es mir auch schwer vor. Man ist fremd, man kennt die Sitten nicht, und wird irgendwo hineingeschmissen“, nickte ich. „Da würde ich mich auch unwohl fühlen.“
„Ja, so in der Art. Wobei hier ja schon alle sehr nett zu mir sind.“ Darüber war ich sehr froh. Das Wasserland scheint ein friedliches Fleck Erde zu sein. Doch meine Seifenblase, die ich mir gerade von meinen Vorstellungen erschaffen hatte, zerplatzte mit Kyles nächsten Worten.
„Sei dir nicht so sicher, dass es bleibt. Wir haben genug Feinde und es könnte sein, dass sie dich zu ihren Mitteln benutzen.“
„Na toll. Das war ja klar“, seufzte ich und er lachte herzlich.
„Keine Sorge, wir passen gut auf dich auf“, versprach er mir.
„Aber sicher ist das trotzdem nicht“, befürchtete ich besorgt.
„Nein, aber besser als nichts“, bestätigte er.
„Das stimmt.“
Wir schwiegen eine Weile. Dann fragte Kyle mich: „Du magst Henry sehr, oder?“
„Ja, aber ich mag dich auch. Ein Bild kann ich mir aber noch von keinem von euch machen. Ich kenne euch ja kaum.“
„Das stimmt. Also, was willst du wissen?“ Er bot mir jetzt die einmalige Chance ihm Fragen zu stellen. Die musste ich unbedingt nutzen.
„Keine Ahnung. Was machst du, wenn du nicht gerade Aufträge erledigst?“, fragte ich und leckte mir über die Lippen, wo mein Kirschwasser hängen geblieben war.
Kyle lachte aus Gründen, die mir nicht so klar waren. „Meistens lerne ich. Ab und zu spiele ich auch mit Henry und unseren Jungs Karten.“
„Wofür lernst du denn und welche Jungs sind das?“, fragte ich weiter.
„Es gibt spezielle Programme, die es uns erlaubt zu lernen, wie wir an der Oberfläche überleben können, aber es dauert Jahre bis wir damit zurecht kommen, und nicht jeder ist dafür geeignet. Henry zum Beispiel nicht. Das macht ihn traurig. Ich will es aber wenigstens versuchen. Die Welt da oben interessiert mich“, erklärte er.
Verdammt, das machte Kyle natürlich wesentlich interesanter, als Henry. Aber so zu denken war auch unfair gegenüber Henry.
„Und was lernst du da so?“, wollte ich neugierig wissen.
„Vor allem wie ich an der Oberfläche atmen kann. Unserer Atemrhytmus hier ist anders. Wir müssen versuchen ihn an die Verhältnisse der Welt da oben anpassen können.“
„Klingt schwierig“, fand ich.
„Ist es auch. Ausserdem lernen wir mehr über deine Welt als normal, damit wir uns nicht so fremd vorkommen wie du dich jetzt bei uns“, sagte er dann.
Meine Augen fingen aufgeregt an zu leuchten. „Kannst du mir auch mehr über eure Welt beibringen?“
„Möglich, aber vielleicht bist du da bei unseren Lehrern besser dran“, riet er mir.
„Ja, vielleicht.“
„Aber es wird auf jeden Fall eine Möglichkeit geben“, versprach er mir zuversichtlich.
„Das wäre schön. Und was ist mit deinen Abenden mit den Jungs?“ Ich hatte seine zweite Antwort nicht vergessen.
„Na ja. Eine Gruppe von etwa 4 – 6 Jungs. Wir pokern oder sowas. Manchmal zocken wir auch Skipbo. Einfach damit wir eine Beschäftigung haben.“ Er schien sich bei dieser Aussage etwas unwohl zu fühlen.
„Hört sich doch toll an“, fand ich betont munter. Ich fand das ganz normal. Für ihn war es vermutlich eher seltsam.
„Mein Vater sieht es nicht gern“, sagte er nur unbestimmt.
„Kann ich mir denken“, nickte ich und jetzt war ich es, die lachte.
„Okay, vielleicht sollten wir die Fragerunde hier jetzt abbrechen und wieder reingehen“, schlug Kyle vor. „Henry wird schon ziemlich beunruhigt sein. Seit er dich zum ersten mal gesehen hat, schwärmt er in einer Tour von dir.“
„Oh, wirklich? Hm …“ Unsicher sah ich zu Tür.
„Keine Sorge, er erwartet nichts von dir. Egal wie du dich letztendlich entscheidest, selbst wenn du keinen von uns wählst … Er wird es verstehen und akzeptieren“, versicherte mir Kyle.
„Okay“, erwiederte ich erleichtert. Enttäuschen würde ich ihn aber vermutlich dennoch.

Wir gingen also wieder in das Wohnzimmer und setzten uns wieder an den Tisch. Eine Weile unterhielten wir uns noch bis sich unser gemütliches Zusammensein sich bald auflöste und Kyle und Henry sich verabschiedeten. Ein bisschen verwirrt blieb ich zurück. Aber ich erinnerte mich daran, dass ich mich ja nicht sofort entscheiden muste. Ich hatte noch genug Zeit die beiden kennen zu lernen. Meinen Favorit hatte ich allerdings schon jetzt und bei dem lächelnden Gedanken an ihn schlief ich ruhig ein.

Das wars von heute. Kp ob es morgen weitergeht oder wann. Je nachdem wie ich Zeit hab und was ich so vorbereiten werde für die kommenden Tage.

Bloggeschichte Teil 9: Die geheimnisvolle Stadt

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Wieder mal vordartiert, damit es weiter geht.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 9)

Das Essen schmeckte besser als erwartet. Ich genoss es wirklich. Während des Essens unterhielten sich vor allem die drei Brüder miteinander über Angelegenheiten aus der Wasserwelt. Romy beobachtete sie dabei missbilligend, sagte aber nichts. Nachdem Romy abgeräumt hatte (sie bat mich inständig am Tisch sitzen zu bleiben), wurde es geselliger und die Männer unterbrachen ihr Gespräch.
Romy schaltete leise Musik im Hintergrund an, die für mich sehr merkwürdig klang, und Callum lehnte sich genüsslich zurück. Selbst Kyle wirkte entspannter als sonst.

„Habt ihr schon gehört, dass Lane, die Verkäuferin von Wasser & Life, angeblich mit diesem Spinner Norwen zusammen gekommen sein soll?“, fragte Henry beiläufig, aber ich spürte, dass es irgendwie wichtig zu sein schien.
„Lane? Ernsthaft? Ist das nicht die Blonde, die immer mit ein paar Mädels durch die Stadt läuft und irgendwelche Traumgeschichten von sich gibt?“, fragte Callum seinen Bruder verdutzt.
„Also wirklich. Lena ist eine sehr liebenswerte Person“, mischte sich nun Romy in das Gespräch ein. „Und Norwen … nun ja, ein bisschen eigenartig ist er schon, aber eigentlich passen sie doch zusammen, oder?“
„Seid ihr unhöflich. Jilieen hat nicht die geringste Ahnung von wem wir reden“, wies Kyle seine Familie zurecht. „Ihr könntet sie wenigstens aufklären, und selbst dann könnte sie vermutlich nicht viel damit anfangen.“ Ich lächelte Kyle dankbar zu. Dieses Gespräch hatte mich wirklich etwas verwirrt.
„Danke“, formte ich mit meinen Lippen in seine Richtung. Er nickte nur.
„Oh, entschuldige. Natürlich.“ Romy schien sich unbehaglich zu fühlen, weil sie nicht selbst an mich gedacht hatte, sondern Kyle. Henry wirkte sogar etwas enttäuscht.
„Kein Problem“, versicherte ich ihnen und wollte doch auf das Thema zurückkommen. Henry sah so traurig aus. „Was wird in Wasser & Life denn verkauft?“
Jetzt strahlte mich Heny glücklich an.
„Wassergras. Das ist ein bisschen so wie eure Drogen an Land. Ein bisschen zwielichtig, aber bei uns nicht illegal. Ausserdem noch einige eher merkwürdige Gegenstände“, erklärte Henry. „Lane ist ein bisschen älter als Kyle und sehr hübsch, doch sie wirkt auch immer etwas sonderbar.
„Kein Wunder“, erwiederte Kyle fast etwas verächtlich. „Vermutlich nimmt sie das Zeug selbst zu sich.“
„Kyle“, rügte Romy ihn. „Bitte keine waghalsigen Vermutungen in meinem Haus.“
Daraufhin schwieg er.
„Kyle mag sie nicht besonders“, erklärte Henry mir. „Er hatte mal eine unangenehem Begegnung mit ihr.“
„Sehr unangenehm“, bestätigte dieser. „Als sie mir mal auf der Straße begegnete, wollte sie mir irgendein Traumpulver verkaufen. Dummerweise hatte sich das Päckchen selbst geöffnet und ist mir alles ins Gesicht geweht. Der ganze Inhalt.“
„Traumpulver bewirkt, dass man sofort in Schlaf verfällt und träumt“, erzählte Henry grinsend weiter. „Eigentlich sollte man es nur zu Hause im Bett ausprobieren.“
„Ich stand da also, die Augen zu, schwankte hin und her und fiel irgendwann einfach um. Der Laden war recht voll. Ich wachte in Lanes Büro auf. Frag mich nicht wie ich da hingekommen bin. Ich hatte einen sehr lebhaften eigenartigen Traum, den ich lieber vergessen würde, und war ziemlich benommen“, schloss Kyle seinen Bericht naserümpfend ab.
„Ich musste Kyle abholen und er schien immer noch benebelt zu sein. Wochenlang wurde er von allen unterschiedlichen Leuten gefragt, was passiert war“, ergänzte Henry noch.
„Diesen Laden werde ich sicher nie wieder betreten“, murrte Kyle.
„Es war ein Unfall, Kyle“, verteidigte Callum Lane. „Sie hat es nicht absichtlich gemacht.“
Kyle verzog nur sein Gesicht.
„Also ein Laden, den ich lieber vermeiden sollte?“, riet ich und Kyle nickte heftig. Ich konnte ein Grinsen allerdings nicht vermeiden. Die Vorstellung, dass dieser geheimnisvolle Mann so hilflos einem Traumpulver ausgeliefert gewesen sein soll war mir unvorstellbar. Jetzt war mir allerdings klar wieso Henry das Thema erst angesprochen hatte. Offenbar hatte er unbedingt davon erzählen wollen.
„Sowas kann in unserer Welt immer mal wieder passieren“, erklärte Romy mir vage. „Solange nichts schlimmeres passiert, sind wir eigentlich noch ganz gut bedient.“

Wir unterhielten uns noch weiter über diese Welt und ihr Leben. Ich fand es faszinierend wie unterschiedlich sie von meiner Welt her war. Aber wie sollte ich ihnen davon erzählen, wo die Männer nicht mal an die Wasseroberfläche konnten? Würden sie es verstehen?
„Begleitest du mich auf den Balkon, Jileen?“, fragte Kyle mich. Ich wollte Henry zwar nicht vernachlässigen, aber ich stimmte ihm zu, stand auf und folgte ihm.

Und was auf dem Balkon passiert, erfahrt ihr dann beim nächsten mal. Für heute reicht es erst mal. Oft fällt es mir schwer weitere gute Ideen zu finden. Mir liegt es eher auf dem Sofa auf meinem Blog zu schreiben. Deswegen bin ich gespannt ob nicht irgendwann die leuchtende Idee kommt wie ich diese Geschichte voran bringen kann.

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt Teil 8

Die Bloggeschichte dartiere ich lieber schon mal vor. Sonst wird das nichts. Morgen früh bin ich ja erst unterwegs.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 8)

Romy und ich fingen früh mit dem Abendessen an. Henry hatte im Laufe des Tages seine Zusage gegeben. Viele Gerichte kannte ich natürlich nicht, aber Romy zeigte mir wie damit umzugehen war. Es gab zum Beispeil gegrillte Haie oder Seetangsalt mit Süßrahmfilet. Viele Tiere fingen die Meeresbewohner selbst, wobei viele es verabscheuten Meerestiere wirklich zu essen. Ihre Getränke waren auch eher gewöhnungsbedürftig. Das Zeug, was Romy bunten Smootie nannte war aus Algen, Seerosen und Froscheuter gemacht. Hörte sich selsam an, aber Romy schwörte darauf. Sie süßte es immer mit speziellen Wassersaft. Ich blieb skeptisch, war aber gespannt auf die Gerichte.

Callum wirkte heute vornehmer als sonst. Als er den Wohnraum betrat sah ich ihm in einem blauen schlichten Hemd und blauer Wellenhose. So richtig warm wurde ich noch nicht mit ihm, aber ich hatte ja auch noch nicht so viel mit ihm zu tun gehabt.

Henry und Kyle kamen pünktlich. Auch sie wirkten heute schicker. Henry sah besonders interessant aus. Er trug einen schwarzen Filzhut auf dem Kopf, ein weißes Haweihemd und kurze interessante Shorts. Kyle dagegen hatte ein blaugrünes Hemd an und eine lange schwarze Hose. Seine Beine wirkten noch länger als sonst.

Plötzlich war ich froh, dass Romy mich zu dem blauen samtenen Kleid mit den Regenbogenfischen drauf überredet hatte. Es schmiegte sich sanft um meine Hüften. Romys Kleid war leicht rosa und dezent. Wir sahen alle so schick aus. Ich lächelte.

„Ach, bitte setzt euch doch einfach. Kyle, Henry! Euch muss ich doch wirklich icht mehr auffordern. Ihr seid schon so oft hier gewesen“, bat Romy die Männer. Ihr Bruder saß bereits am Tisch. „Jileen, du kannst dich auch schon setzen. Ich bin gleich soweit. Ist gleich fertig.“

Also setzte ich mich zu den Männern. Genauer gesagt Henry und Kyle gegenüber. Sie lächelten mir zu und Kyle reichte mir ein Glas mit dem Smootie. Ich nahm es dankend an.

„Wie war euer Auftrag?“, fragte Callum seine Brüder zunächst.
„Können wir das Thema heute Abend nicht sein lassen, Cal? Morgen können wir gerne darüber reden?“, bat Henry ihn vielsagend.
„Na gut“, erklärte sich Callum einverstanden und schwieg wieder. Gut, dass Romy gerade mit dem Essen kam und alles auf den Tisch lud.
„Ich kann dir doch helfen“, bot Henry an.
„Nicht nötig“, wehrte Romy höflich ab.

Sie hatte das ganze Essen auch sehr schnell auf dem Tisch und wir langten ordentlich zu. Die Gespräche begannen schleppend, aber irgendwann tauten wir alle etwas auf.

So, wie es mit dem Gespräch am Essenstisch weiter geht und ob es noch lockerer wird erfahrt ihr dann morgen. Leider kann ich heute nicht mehr weiter schreiben. Das ist einfach zu lang.

Bloggeschichte: Die Geheimnisvolle Stadt Teil 7

So, ich fang mal wieder mit meiner Bloggeschichte an. Weiß noch gar nicht, ob ich die Montagsfrage heute mache. Das ist wieder so ein Fachbegriff, den ich nicht kenne. Bisher bin ich auch noch nicht wesentlich schlauer geworden. Muss ich dann erst mal nachgucken.

Keine Ahnung, ob ich ab jetzt regelmäßig zu der Geschichte komme, aber ein paar Teile die Woche gibts bestimmt, denk ich. Soweit es geht jeden Tag, aber das kann ich nicht versprechen.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 7)

Ich wanderte mit Henry also die Wasserstraße entlang. Da heute Markt war, fanden sich hier noch weitere Stände, aber Henry beachtete sich nicht mehr. Ich warf hin und wieder einen Blick auf die seltsamen dargeboten Waren, doch Henry interessierte mich wesentlich mehr.
„Also, wie ist es so in deiner Welt?“, fragte Henry mich und sah mich neugierig an.
„Es gibt definitiv weniger Wasser als hier“, begann ich zunächst meine Erklärungen. „Klar, gibt es immer mal wieder Seen, Flüsse oder Meere, aber nicht so häufig. Ich hatte bisher keine Ahnung, wie weit nach unten das Meer eigentlich reichte. Wir haben mehr Land. Festegewege ohne Wasser. Städte gibt es bei uns auch und Dörfer, Kaufhäuser, verschiedene Länder usw., aber es ist schwer, das alles kurz zusammenzufassen. Warst du denn noch nie an der Wasseroberfläche?“
Ich lachte fast über Henrys erschrockenen Blick: „Natürlich nicht. Wir sind nicht für die Oberfläche gemacht. Aber wir haben im Fernsehraum des Schlosses Filme und sowas gesehen. Allerdings sind pesönliche Erfahrungen noch wieder was ganz anderes.“
„Das stimmt. Es ist einfach was ganz anderes als hier, aber ich weiß nicht genau wie ich es erklären soll für jemanden, der es nicht kennt“, überlegte ich fieberhaft.
„Schon okay, ich kann es mir ungefähr vorstellen. Hattest du einen Beruf da oben?“
„Einen Beruf? Nein. Ich studierte Bibliothekwissenschaften“, erzählte ich ihm.
„Klingt interessant“, fand er, aber ich merkte, dass er nicht genau wusste, was er mit meiner Aussage anfangen was anfangen.
„So eine Art Schule, nur komplexer und spezieller“, versuchte ich es erneut.
Jetzt nickte er verständnisvoll. „Ach so. Okay.“
„Und du? Was ist dein Job hier? was machst du mit Kyle, wenn ihr unterwegs seid?“ Ich war nicht weniger neugierig als Henry. Auch ich wollte mehr erfahren. Wir kamen aus zwei so unterschiedlichen Welten. Es würde lange dauern bis ich die beiden gut kannte.
„Das ist eigentlich geheim“, erzählte er mir unbeghaglich. „Wir erledigen so ne Art geheime Aufträge für Dad. Manchmal sind sie gefährlich und machmal recht harmlos.“
Das sagte mir zwar auch nicht viel, aber ich konnte ihn ja schlecht weiter fragen, wenn er nicht drüber reden durfte. Also schwiegen wir eine Weile. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass wir schon wieder am Ausgangspunkt angekommen waren, wo Romy auf mich wartete.
„Ich hatte gehofft wir könnten mal was zusammen unternehmen“, erklärte Henry mir hoffnungslos. „Auch wenn es nicht so wirkt, aber man kann hier mehr tun als nur schwimmen. Allerdings ist der Ozean wirklich wundervoll. Man kann so viel entdecken. Ich könnte ihn dir auch einfach zeigen.“
„Das klingt toll. Da wäre ich auf jeden Fall dabei.“, stimmte ich begeistert zu.
„Klingt gut.“ Henry strahlte wieder.
Romy gesellte sich zu uns.
„Hallo Henry“, begrüßte sie ihn. Sie war vollgepackt mit zwei kleineren Einkaufstüten.
„Gut danke. Und dir?“, antwortete Henry lächelnd.
„Wie wäre es, wenn du und Kyle mal wieder zum Essen zu uns kommt. Heute Abend vielleicht?“, schlug Romy vor und ich war ihr sehr dankbar dafür.
„Ja klar gern. Ich frag Kyle nachher ob er Zeit hat, und schick euch eine Nachricht.“ Auch Henry wirkte begeistert.
„Klingt gut. Sagen wir um 7?“, schlug Romy vor.
„Okay, ich sollte wohl dann mal los. Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein.“ Schuldbewusst sah er uns an.
„Typisch Henry. Immer vor den Pflichten drücken“, lachte Romy.
„Gar nicht. Ich brauchte nur eine Auszeit. Also bis heute Abend dann.“ Er winkte und noch mal zu und auch wir verabschiedeten und von ihm.
„Bei Henry muss man aufpassen, was er ernst meint und was nicht. Wobei er manchmal auch verdammt ernst sein kann. Dagegen ist nicht mal Kyle was.“, erklärte Romy mir wissend als ich ihm hinterher sah.
„Er wirkt so lieb“, gab ich zu.
„Ja, aber jeder hat seine Schattenseiten“, sagte Romy nur unbestimmt. Dann gingen wir zurück zu Romy und Callum. Es war jedenfalls ein interessanter Vormittag gewesen.

So, das wars von heute. Hat jetzt doch länger gedauert als ich dachte, da ich nebenbei noch E-Mails und SMS gelöscht hab, aber jetzt hab ich es geschafft.

200 Follower: 7 Geschichten 7: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 6)

Zuerst kümer ich mich mal darum, dass meine Geschichte weiter geht, denn heute werde ich wohl den ein oder anderen Beitrag noch veröffentlichen, weswegen das sonst wieder viel zu spät wird. Dies ist der letzte Teil meiner 200 Follower Reihe, die nicht ganz so verlaufen ist wie geplant. Also werd ich da bei Gelegenheit wohl doch noch mal was anderes machen. Morgen gehts dann in die Bloggeschichte über.

Die geheimnisvolle Stadt Teil 6

Ich hatte keine Ahnung gehabt wie oft mir die beiden Meeresbrüder über den Weg liefen. Ständig schien ich ihnen zu begegnen. Wenn ich nachmittags mit Romy in der Stadt war, konnte ich sicher sein, dass zumindest einer der beiden mit Anwesenheit glänzte. Was ich interessant fand war, dass sie sich blendend zu verstehen schienen, aber unterschiedlich wie Tag und Nacht waren.

Henry war lebhaft und fröhlich und unheimlich sympatisch. Er schien selten betrübt zu sein und wenn, dann war es richtig erns. Kyle zeigte sich viel ernster und nachdenklicher, aber auch er konnte ziemlich witzig sein, wenn er denn wollte.

Heute war es Henry, der auf dem Markplatz nach spezieller Wasserdeko Ausschau hielt. Dieser Dekorationsstand war selbst für Wasserbewohner merkwürdig, denn oft ging es um Schiffswrackteile oder Gegenstände eines versunkenen Schiffs. Ich wollte da eigentlich nicht so genau hinsehen, aber Henry rührte sich nicht von der Stelle. Also ging ich zu ihm.

„Hallo Henry, alles klar bei dir?“, begrüßte ich ihn. Er schrak zusammen, weil er mich nicht bemerkt hatte, so versunken war er in den Stand gewesen. Aber jetzt drehte er sich strahlend zu mir um. Er trug sein übliches Hawaihemd, aber diesmal mit einem Delphin drauf.

„Hallo Jileen. Mir gehts sehr gut“, nickte er. Dann deutete er auf den Stand mit den merkwürdigen Gegenständen. Eine blaue Tischdecke war ausgebreitet worden. „Sieh mal, siehtst du das da?“ Er zeigte auf eine Art Spiegel. „Man kann sich selbst darin sehen und das ist doch recht verwirrend.“

„Gibt es bei euch keine Spiegel?“, fragte ich ihn neugierig. Erst jetzt war mir aufgefallen, dass ich hier tatsächlich noch gar keine Spiegel gesehen hatte.

Er schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Sowas hab ich noch nie gesehen. Unsere Spiegelbilder sind höchstens verschwommen. Entweder wir sehen uns im Wasser oder in Türen oder ähnlichen. Aber richtige – Spiegel, sagst du? – haben wir nicht.“

„In meiner Welt sind sie ziemlich normal. Allerdings wirkt dieser Spiegel recht verrorstet.“ Skeptisch musterte ich das alte Ding.

Traurig musterte Henry das Schmuckstück zum letzten Mal, dann wandte er sich endgültig von dem Stand ab und dafür fragte er mich: „Gehst du ein Stück von mir und erzählst mir von deiner Welt?“ Seine Augen leuchteten geradezu. Wie konnte ich da ablehnen. Nicht, dass ich das gewollt hätte.

„Klar, gerne“, strahlte ich begeistert. Darauf hatte ich die ganze Zeit gewartet. Ich wollte Henry endlich kennen lernen. Vielleicht bekam ich ja nach meinen Erzählungen die Gelegenheit dazu, ihm ein paar Fragen zu stellen …

Szene für Szene kommt nimmt die Geschichte Gestalt an. Ich weiß selbst noch nicht worauf sie hinauslaufen wird. Wir werden sehen … Mein Lieblingscharakter ist aber bisher Henry, wobei Kyle auch Potential hat. Wen mögt ihr am liebsten? Oder ist es noch zu früh das zu sagen. Hatte, erst noch überlegt weiter zu schreiben, aber eigentlich ist diese Szene jetzt vorbei. Also lass ich es mal dabei. Morgen gehts dann mit Henry und Jileen weiter.

200 Follower: 7 Geschichten: Die Geheimnisvolle Stadt (Teil 5)

Den Abschnitt für heute hab ich gestern schon vorgeschrieben für die 200 Follower Reihe. Mehr oder weniger arbeite ich ja gerade an zwei Geschichten. Das hier ist schon der vorletzte Teil. Danach wird diese Geschichte vermutlich erweitert als Bloggeschichte.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 5)

Callum ging voran und führte uns wieder zurück ins Schloss. Diesmal bekam ich allerdings verschiedene Räume zu Gesicht. Ich bekam den Eindruck, dass es die Privaträume des Königs waren. Tatsächlich schienen wir eine Art Wohnzimmer zu betreten. Außer uns befanden sich noch drei weitere Personen im Raum. Adam und seine Söhne Kyle und Henry.

Ich wusste nicht, wer wer war, aber einer der Wasserbrüder drehte sich gerade von der Wand zu uns. Er wirkte schlacksig. Seine blaugrauen Haare schlugen sanfte Wellen um seinen Kopf. Sein Gesichtsausdruck wirkte warm, aber misstraurisch. Er trug eine Art Oberhemd mit Fischen drauf und eine kurze Hose.

„Du bist bestimmt Jileen. Ich bin Kyle“, stellte er sich mir vor und reicht mir seine bläuliche Hand, die ich nahm. An seinem Ohr baumelte ein Ohrring in Form eines Ankers.

„Ja, die bin ich“, bestätigte ich ihm. „Freut mich auch. Kyle schenkte mir ein zauberhaftes gewinnendes Lächeln.

„Prinzessin Jileen!“, rief Henry erfreut und drehte sich jetzt ebenfalls zu mir um. „Wie schön, dass du endlich da bist.“

Henrys offene Freundlichkeit raubte mir den Atem. Er strahlte eine unglaubliche Energie aus. Was sein Bruder faszinierend machte, machte Henry mit seiner offenen Art wieder wett. Dabei sah er aber keinesfalls schlecht aus. Im Gegenteil. Er war vielleicht etwas kleiner als Kyle, aber er war schlank und sehnig. Sein Gesicht wirkte seltsam markant und seine Augen erinnerten an das pure Meer.  Auch er war recht seltsam angezogen. Er trug ein blaues Hawaihemd mit einem Surfbrett drauf und eine Art Hosenrock. Ich konnte meine Augen nicht von ihm abwenden und er erwiderte meinen Blick strahlend.

„Schön, habt ihr euch also kennenglernt. Das ist ein Anfang.“, bemerkte Adam zufrieden.

Kyle musterte mich und Henry, und schien irgendetwas beschlossen zu haben. Ich wusste natürlich nicht, was.

„Und was jetzt?“, wollte er von seinem Vater wissen.
„Jetzt wird Jileen hoffentlich bald wissen, ob sie hierbleiben möchte oder nicht. Das liegt ganz bei ihr.“

Ich wusste nicht, ob ich bleiben wollte, aber ich wusste definitiv, dass ich Henry besser kennen lernen wollte. Wobei Kyle sicherlich auch interessant war. Ich wollte ihm wenigstens eine Chance geben.

Das wars für heute von der geheimnisvollen Stadt. Morgen gehts dann hoffentlich munter weiter.

200 Follower: 7 Geschichten 5: Die Geheimnisvolle Stadt (Teil 4)

Heute sehr spät, aber es kommt noch. Der nächste Teil meiner geheimnisvollen Stadt. Ich bin nur eher heute wirklich nicht dazu gekommen.

Ein paar Tage vergingen und Romy hatte mir ziemlich viel von der Wasserstadt gezeigt. Es gab beeindruckende Museen, interessante Restaurants, seltsamer Weise Schwimming Pools, eine Bibliothek und sogar ein Kino. Die Wassermenschen sangen furchtbar gern und immer wenn man durch die Straßen ging, erklang Musik. Nach und nach lernte ich ein paar Bewohner kennen und lebte mich langsam ein. Ich konnte nicht leugnen, dass es mir hier gefiel. Sehr sogar.

Dann kamen Callum, Henry und Kyle zurück. Sie schwammen einfach durch die Barriere aus Wasser und Luft. Mittlerweile wohnte ich mehr oder weniger bei Romy. Sie hatte eine gemütlich eingerichtete Wohnung mit seltsamen Möbeln. Wir waren gerade beim Abendessen als Callum den Raum betrat.

„Callum“, rief Romy sofort glücklich, unterbrach ihr essen und lief zu ihm. Die beiden umarmten sich herzlich. Während dieser liebevollen Geste musterte ich Callum so gut es ging. Er wurde zum Teil von Romy verdeckt. Er sah weniger wie ein Wasserwesen aus wie viele Bewohner hier. Vielmehr wirkte er unheimlich menschlich. Sein braunes Haar fiel ihm sanft in die Augen und sein Blick war voller Liebe. Er wirkte leicht muskulös, aber nicht übertrieben, und trug ein blaues Shirt zu einer Jeans. Irgendwie wirkte er hier fast fehl am Platz. Ich konnte mich noch nicht entscheiden, ob er wirklich gut aussah, aber auf jeden Fall sympatisch.

Nachdem er sich endlich leicht von Romy gelöst hatte, fiel sein Blick auf mich. „Wer ist denn da heute bei uns zu Besuch?“
„Cal, das ist Jileen aus der Menschenwelt“, erklärte Romy ihm sanft.
Er sah mich nur fragend an. Romy seufzte.
„Jileen“, wiederholte sie. „Prinzessin Jileen!“
„Prinzessin?“ Er sah mich immer noch verständnislos an, doch dann wurde ihm offenbar klar was Romys Aussage bedeutete.
„Oh, die Prinzessin aus der Prophezeiung?“, fragte er nur.
Romy nickte.
„Oh!“, wiederholte er und betrachtete mich eingehender. Dann schien er sich an seine Marnieren zu erinnern, denn er kam auf mich zu und streckte mir seine Hand hin. „Tut mir leid, wie unhöflich. Ich bin Callum Prinz von Illailas.“
„Kein Problem. Ich bin Jileen. Nennt ihr Illailas eure Wasserstadt?“, erkundigte ich mich.
„Exakt“, nickte er, ging dann aber nicht genauer darauf ein, sondern wechselte das Thema. „Hast du meine Brüder schon kennen gelernt?“
„Nein. Sie waren mit dir auf Reisen“, erinnerte ich ihn.
„Stimmt. Natürlich. Manchmal bin ich etwas vergesslich. Ich bin ja nicht gerade mehr der Jüngste.“ Dann wandte er sich an seine Liebste. „Romy, was meinst du? Findets du nicht auch, dass sie Henry und Kyle kennen lernen sollte. Besser früher als später.“
„Natürlich. Bist du damit einverstanden, Jileen?“, fragte Romy mich.
„Klar bin ich das“, versicherte ich den beiden. Schließlich war ich tatsächlich neugierig auf Callums Brüder.

So, gerade hatte ich mal etwas Zeit und eine weitere Szene ist fertig geschrieben. Ich denke diese Geschichte wird auch nächste Woche noch weiter gehen. Allerdings vielleicht nicht mehr so regelmäßig, weil ich nicht jeden Tag gleich viel Zeit hab.