Das 2. Wort: Unendlichkeit: Eine besondere Reise

So endlich sollte auch mal das 2. Wort kommen. Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Geschrieben habe ich das Ganze am 16.02.18

Eine besondere Reise

Ich saß im Unterricht. Wir schrieben das Jahr 2201. Es gab jetzt Unterrichtsfächer für Gehirnpflege, Genetik oder das biologische Abbausystem. Die Welt hatte sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Das würde sie immer tun bis zur Unendlichkeit. Egal ob es die Menschheit dann noch gab oder nicht. Wir Menschen waren nur Besucher dieser Welt. Ohne wirkliche Lebensdauer. Die Welt aber wird immer weiter existieren. Vielleicht gab es sogar irgendwann eine neue Menschheit.
Gehirnpflege. Ein durchaus interessantes Fach. Es lernte uns die Reise in unser eigenes Gehirn. Unser Bewusstsein speicherte so viele Dinge, dass es unmöglich war sich an alles zu erinnern. Die Gehirnreise ermöglichte es uns zu unseren Erinnerungen zu reisen.
Die erste Phase der Gehirnreise entsprach der Meditation oder auch Entspannung genannt. Unser Körper musste unglaublich entspannt sein um den sensibelsten Teil des Gehirns erreichen zu können. Diese Phase hatte ich nun erreicht.
Ich sah Bilder vor mir herlaufen. Ich mit Lik an der Strandbar, ich mit Lik spazieren gehend. Lik wie er mir seine Liebe gestand. Ich wusste noch genau welche Worte er dafür benutzte: „Maddie!“, hatte er gesagt. „Ich liebe dich und ich will dich.“ Ganz schlicht und einfach ohne große Worte. Ein einfaches Ich liebe dich und ich war überglücklich gewesen. So einfach war das.
Weitere solcher Bilder folgten diesen. Immer wieder Lik. Ich vermisste ihn. Es tat weh ihn so zu sehen. Ich suchte nach Hinweisen zu seinem Aufenthaltsort. Und plötzlich wusste ich es. Einfach so. Mein Unterbewusstsein hatte es mir gezeigt, doch war er so unglaublich weit entfernt von mir. Diese Sitzung hatte gar nicht so lange gedauert. Ich wurde wieder wach und hatte Tränen in den Augen.
Sofort kam Daisey zu mir. Meine beste Freundin. Sie fragte aufgeregt: „Hast du etwas herausgefunden?“
„Ja“, hauchte ich. „Er ist in der Vergangenheit im Jahr 2018.“
„Was?“, rief Daisey aus. „Wie ist er denn da hingekommen?“
„Ich habe keine Ahnung“, antwortete ich.
Auf Lik lag ein Fluch. Jedes Jahr reiste er am 5.11. in ein anderes Jahrhundert. Meine Aufgabe war es ihn wieder zu finden und zurück zu holen. Jetzt hatten wir schon den 20.12.
„Und wie kommen wir dort hin?“, fragte Daisey verwirrt.
Bisher waren wir immer in die Zukunft gerwechselt. Mit der Vergangenheit kannten wir uns nicht so aus.
„Wir hüpfen durch die Geschichten. Hauptsächlich durch die von dieser Corly“, klärte ich sie auf.
„Aber die lebte doch vor über 200 Jahren“, bemerkte Daisey. „Die erreichen wir nie.“
„2018 war sie Mitte 30“, stellte ich klar. „Wir machen eben einen sehr langen Zeitsprung.“
„Das klappt nie!“, prophezeite mir Daisey trotzdem. Die ewige Pessimistin. Insgeheim gab ich ihr Recht, aber was hatten wir denn für eine Wahl?
Also sprangen wir zunächst zurück ins Jahr 2064 und dann in einige von Corlys Geschichten. Wir sahen Landschaften, Schlösser, Ruinen, Fabelwesen und vieles mehr an uns vorbeiziehen bis wir im Jahr 2018 gelandet waren. Auch ich war jetzt Mitte 30. Noch war Februar. Corly hatte im April Geburtstag. Genau wie ich.
2018 sah seltsam aus. Keine fliegenden Autos am Himmel, keine Memos, die dich ständig anrempelten, keine Drohnen, die überall rumflogen. Außerdem war diese Welt dichter bebaut als unsere.
„Spürst du ihn?“, fragte Daisey mich.
Ich nickte. „Er ist in der Nähe.“ Tatsächlich brauchten wir ihn gar nicht zu suchen. Er hatte sich getarnt und war ein alter Freund von Corly.  Nennen wir ihn einfach mal Mr. R.
„Lik!“, sprach ich ihn an. „Endlich haben wir dich gefunden. Komm wieder mit heim.“ Er starrte in das Schaufenster eines Buchladens und sah sich die Ausgaben an. Kaum hatte er meine Stimme gehört, drehte er sich um und schenkte mir ein einnehmendes Lächeln.
„Maddie! Bist du mir wieder in die Unendlichkeit des Universums gefolgt um mich zu finden?“
„Das tue ich doch immer“, sagte ich nur. Er nickte.
„Diese Welt ist sonderbar“, teilte er mir dann mit. „Keine fliegenden Autos, keine Memos, keine Drohnen.“
„Ich weiß. Das habe ich auch schon festgestellt.“
„Sonderbar, aber faszinierend“, führte er seine Überlegungen weiter.
„Mag sein“, stimmte ich ihm zu. „Also kommst du mit nach Hause?“
„Ich würde mich gerne noch etwas umsehen“, meinte er.
„Du weißt, dass das nicht geht.“ Ich griff nach seiner Hand und kaum berührte er mich schienen wir uns durchs Universum zu drehen. Wir flogen zu dritt zurück. Ich landete im Klassenzimmer und jetzt lag Lik im einzigen Bett im Raum. Er lag an Schläuchen und Apparaten, die ihm halfen am Leben zu bleiben. Eigentlich waren wir auch in gar keinem Klassenzimmer sondern in einem Krankenhaus. Lik lag seit gut fünf Jahren im Koma, aber mein Unterbewusstsein fand die Vorstellung eines Klassenzimmers besser. Jedes Jahr am 05.11. bekamen wir von unserem Unterbewusstsein einen einzigen Tag zusammen. Manchmal auch nur ein paar Minuten und das war echt keine Dauerlösung. Mir war klar, dass Lik nicht wieder aufwachen würde. Ich musste ernsthaft darüber nachdenken ob die Geräte abgestellt werden sollten. Doch noch konnte ich den Gedanken nicht ertragen. Lik hatte einen Unfall gehabt und seitdem war er mir genommen worden. Das tat verdammt weh. Ich musste mich von ihm lösen.
Ein Jahr noch, sagte ich mir. Ein weiteres Jahr. Ich wollte ihn noch einmal wiedersehen. Einen richtigen Abschied. Dann würde ich ihn loslassen. In meinem Herzen würde er in Ewigkeit sein.

Ende

Diese Geschichte ist etwas anders als die anderen. Sie ist mit ein paar persönlichen Dingen verbunden. Ein Misch aus Realität und Fantasy. Ich bin selbst überrascht wie sich das verselbstständigt hat. Ich wollte vor allem was mit Bewusstsein und Unterbewusstsein haben.

Was sagt ihr dazu?

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Das alte Herrenhaus Teil 14

Da ich festgestellt habe, dass ich heute vor einem Jahr offenbar mit dem Herrenhaus begonnen habe fand ich, dass es mal wieder Zeit wurde einen weiteren Teil abzuschreiben. Ich bin ewig nicht dazu gekommen. Irgendwie schaff ich das gerade so überhaupt nicht.

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen: Klick

Geschrieben habe ich diesen Teil am 10.12.17. , bin aber einfach nicht zum Abschreiben gekommen.

Was zuletzt geschah:

Moritz und ich frühstücten bei uns zu Hause und genossen die Ruhe. Moritz entdeckte die Vorteile vom Frühstück der Neuzeit. Dann gingen wir in die Stadtbibliothek.

Teil 14:

Als wir die Bibliothek betraten kamen wir zunächst in die Eingangshalle, aber dann kamen wir fast sofort zu den Büchern. Es wirkte wie eine riesige Galerie, die sich auf mehere Etagen ausbreitete. Als wir den Raum betraten blieben wir erst einmal stehen und Moritz sah sich staunend um. „So viele Bücher.“
„Ja, stimmt. Aber wir haben heutzutage viel mehr Bücher als ihr damals“, erklärte ich. „Man kann sich Bücher auch für eine gewisse Zeit ausleihen und mit nach Hause nehmen.“
Wir schlenderten durch die Bücherreihen und Moritz berührte jedes Buch, dass er zu greifen bekam. Manche waren unglaublich alt und manche noch recht neu. Dann kamen wir in die Geschichtsabteilung und er murmelte vor sich hin. „16. Jahrhundert, 15. Jahrhundert …“ Bei seinem Jahrhundert blieb er stehen.
„Was ist das hier?“, fragte er dann nur.
„Geschichte ist ein wichtiger Teil meiner Welt“, erklärte ich. „Historiker forschen und sammeln, was sie finden können. Ganz viel Geschichte aus deiner Zeit wurde aufgeschrieben und ist festgehalten worden. Auch aus anderen Zeiten. Diese Bücher sind meist sehr kostbar. Zumindest die Originale. Ich glaube nicht, dass es hier welche gibt.“
„Außergewöhnlich!“ Er freute sich wie ein kleines Kind an Weihnachten. „Weißt du eigentlich wie viele Geschichten erzählt werden? In all diesen Büchern?“
Ich lächelte. „Es sind aber nicht alles Geschichtsbücher hier. Es gibt auch Gegenwartsliteratur. Genug zur Unterhaltung und so.“
„Aber trotzdem. Auch diese Geschichten werden erzählt“, bemerkte er und da konnte ich ihm nur Recht geben. Es war schon erstaunlich wie viele Werke hier versammelt waren. Wir hatten wirklich eine außergewöhnliche Bibliothek in der Stadt. Wir schlenderten lange durch die Bücherreihen und Moritz berührte weiterhin alle Bücher. Er war fasziniert von ihnen.
„Ich könnte den ganzen Tag hier verbringen“, meinte er verträumt.
Tatsächlich blieben wir noch eine Weile in der Bibliothek. Moritz sah sich weiterhin Bücher an und auch ich schlenderte durch die Reihen. Doch schließlich wollte ich ihm auch noch andere Dinge zeigen und so zerrte ich ihn mehr oder weniger aus der Bibliothek. Er wirkte etwas enttäuscht.
Als wir draußen waren fragte er schließlich. „Und was jetzt?“
„Wart es ab“, war meine Antwort dazu. „Es wird dir gefallen.“
Ich nahm seine Hand und so schlenderten wir Hand in Hand durch die Straßen. Moritz sah sich überall neugierig um und ich ließ ihn gewähren.
Schließlich führte ich ihn in den grünen Park hinein. Den Anfang zierten leuchtende Blumen den Weg und je tiefer wir kamen desto grüner wurde es. In der Mitte des Parks war ein großer Brunnen und wir setzten uns auf einer der Bänke.
„Es ist so friedlich hier“, staunte Moritz ehrfürchtig. „Fast wie zu Hause. Hier kommen kaum Geräusche rüber.“ Er freute sich.
„Ja, ich mag den Park auch sehr. Schön, dass er dir gefällt. Das dachte ich mir schon“, freute ich mich.
„Ich bin froh, dass ich hier bin“, sinnierte er dann plötzlich. „Es ist eine seltsame Welt in der du lebst, aber irgendwie gefällt sie mir.“
„Da bin ich aber erleichtert.“ Ich lehnte mich an Moritz und er legte seinen Arm um mich. „Vermisst du dein zu Hause?“
„Ein bisschen, ja. Ich vermisse die Natur und die Ruhe, aber nicht den Gestank. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier sonst so anders ist.“
„Wie hast du dir meine Welt denn vorgestellt?“, wollte ich nun wissen.
„Schon irgendwie laut und vollgestopft mit seltsamen Dingern wie deinem Handy“, erklärte er. „Aber sonst vermutlich ähnlich wie meine Welt.“
„Diese Welt hat viele Vorteile“, erklärte ich. „Man kommt über verschiedene Wege von A nach B, der Krieg ist schon da, aber zumindest nicht so direkt in Deuschland und Sauberkeit hat hier eine ganz andere Bedeutung. Es gibt hier außerdem viele schöne Ecken und vieles ist einfacher.“
„Aber es gibt auch Nachteile“, klärte er mich auf. „Eure Welt ist viel zu schnell und viel zu laut. Die Hektik spürt man überall. Es ist auch viel zu voll und sicher gibt es noch einiges anderes, was mir demnächst auffallen wird.“
„Sicher“, bestätigte ich. „aber du bist jetzt hier und das lässt sich nicht mehr ändern.“
„Ich will es auch gar nicht ändern. Es gefällt mir so wie es ist.“
„Das freut mich.“
„Außerdem zeigen mir Orte wie der hier, dass es sich hier zu leben lohnt.“
Ich lächelte in mich hinein und genoss seine Nähe. Wir hatten noch einiges zu regeln und manches würde nicht leicht werden, aber er war hier bei mir. Er würde meine Freunde und mein Leben kennen lernen und wir würden zusammen sein. Dennoch machte mir all das auch Sorgen. Ich hatte Moritz hierher gebracht. Ich hatte die Verantwortung für ihn. Was, wenn es nicht funktinierte? Was, wenn etwas schief ging? Was sollte dann aus Moritz werden?
Aber darüber wollte ich jetzt eigentlich nicht nachdenken. Ich wollte einfach nur die Zeit mit ihm genießen und die ihm die schönen Seiten dieser Welt zeigen. Irgendwie würden wir das schon hinkriegen. Da war ich mir sicher. Solange wir nur zusammen waren.

Ende

Ja, ich habe die Geschichte hiermit nun beendet. Das hatte ich auch schon am 10.12. so geschrieben, aber ich hatte trotzdem noch eine Fortsetzung geplant, denn eigentlich könnte man natürlich noch viel dazu schreiben. Aber dadurch, dass ich momentan kaum zu meinen Bloggeschichten komme und weil ich vor einem Jahr mit dem alten Herrenhaus angefangen habe fand ich, dass es ein guter Zeitpunkt war zum Abschluss der Geschichte zu kommen. So habe ich dann nämlich wirklich genau ein Jahr daran geschrieben. Das passt doch. Eigentlich blöd, dass die Geschichte erst beim letzten Teil ein Logo bekommen hat.

Was sagt ihr dazu?

Schreibklick Februar 2018: Nächtlicher Wolkenzauber Teil 1

Das ist diesmal ein richtiges Wort für mich. Ich befürchte nur es entsteht wieder eine richtige Geschichte raus.

Nächtlicher Wolkenzauber Teil 1

Ich saß auf meiner Fensterbankb und starrte in den Nachthimmel hinaus. Das Fenster war offen und eine warme Brise wehte hinein. Es war eine schöne Sommernacht und das erinnerte mich an Vergangenes. Es erinnerte mich an eine Nacht wo ich in die Wolken entführt wurde. Die wundervolle Wolkenwelt, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekamen und ich war eine davon. Alles begann so wie jetzt. Ich saß auf der Fensterbank, starrte in den Himmel und dachte an nichts bestimmtes.
Und plötzlich veränderte sich der Himmel. Die Sterne verschwanden und wurden von einem milchig glitzernden weiß abgelöst. Es glitzernte immer mehr und plötzlich wurde aus dem glitzerndem eine Gestalt. Ein wunderschöner zeitloser Mann mit sonnengelben Haar und Augen wie beim Nachthimmel. Seine Haut war milchig weiß und er hatte einen wirklich sehenswerten Oberkörper. Ich hatte diese Schönheit einfach nur angestarrt und gefragt: „Wer bist du?“
Mit einer Stimme so hell wie die Wolken antwortete er klar und deutlich: „Ich bin Mathias, der Mann aus den Wolken.“ Er sah mich dabei so ernst an als hinge sein Leben davon ab.
„Äh, ja klar“, antwortete ich verwirrt. War ich eingeschlafen und träumte?
„Du glaubst mir nicht, Riley? Ich kann es dir zeigen. Komm mit mir.“
Aber mir schwirrte eine ganz andere Frage im Kopf herum. „Woher kennst du meinen Namen?“
„Oh, ich weiß vieles über dich. Ich komme aus den Wolken und kann mir auf der Erde ansehen was ich will“, erklärte er.
„Das ist doch verrückt“, fand ich.
„Aber du bist neugierig geworden“, stellte er zufrieden fest.
„Vielleicht ein bisschen“, gab ich widerwillig zu.
„Also kommst du mit?“, fragte er hoffnungsvoll.
„Kann ich denn wieder zurück kommen?“, wollte ich wissen.
„Wenn es sein muss“, meinte er wiederwillig.
„Und werden meine Eltern hier merken, dass ich weg bin?“, hakte ich nach.
„Nein“, antwortete er sofort.
„Okay, ich kann es mir ja zumindest Mal ansehen“, gab ich nach.
Er lächelte als hätte er den Hauptgewinn gezogen und hielt mir seine Hand hin. Ich nahm sie und dann machten wir uns auf den Weg in die Wolken. Mathias griff fester nach mir und wir flogen dem Himmel entgegen.
Die Wolken fühlten sich nass an, aber ich konnte hier wunderbar atmen. Wie war das möglich? Wären sie etwa verzaubert? Vereinzelt sah man Sterne und hier fühlte ich mich ihnen näher als sonst wo. Mathias fing plötzlich an zu leuchten. Glitzernd und glänzend. Er sah schöner aus denn je. Ich starrte ihn einfach nur an bis etwas anderes meine Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Eine Art Dorf so glitzernd wie Mathias selbst. Wir schienen Mitten in den Wolken zu sein, aber der Himmel war sternenklar und die Sterne funkelten und strahlten unnatürlich helles Licht aus. Hier brauchten die Leute keine Straßenlaternen. Die Sterne reichten völlig aus.
„Wow!“, hauchte ich ehrlich beeindruckend. „Wo sind wir?“
„Es ist traumhaft schön, oder?“, strahlte Mathias zufrieden. „Willkommen in meinem zu Hause. Wolkenstern.“
Ich sah mich nur weiter um und er ließ mich eine Weile gewähren bis er sagte: „Komm. Ich möchte dir ein paar Leute vorstellen “
Er führte mich die kleine Gasse hinunter. Es gab keinen wirklichen Pattweg. Stattdessen wirkte die Straße als ginge man auf Sternen. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinsehen sollte. In den Hintergrund oder auf die Straße. Mathias lächelte als er das bemerkte.
„Man gewöhnt sich nie daran. Es ist einfach zu schön. Warte erst ab bis es Tag wird.“
Die kleinen Häuschen wirkten wie die Wolken selbst und waren außergewöhnlich rund geformt. Die Dächer endeten oben spitz.
Schließlich erreichten wir die Dorfmitte. Hier gab es eine Art Dorfkirche. Sie hatte sich ihrer Umgebung angepasst und funkelte voller Sterne. Aber noch beeindruckender war der Teich in der Mitte. Er glitzerte von all den vielen nahen Sternen und sah einfach wunderschön aus. Aussederm gab es hier eine Art offener Pavillon an dem Lampion hingen, die alles hell erleuchteten. Die Dorfmitte hatte etwas eindrucksvolles.
Mathilda führte mich noch etwa zwei Straßen weiter in eines der Häuser. Man kam nicht durch eine einfache Tür hinein sonder durch eine Art Wolkenschleier. Innen wirkte die Einrichtung dann fast normal. Er führt mich in eine Art Wohnzimmer in der vier andere Menschen in grünen Sessel saßen. Zwei waren etwa so alt wie Mathias. Die anderen beiden älter. Als sie uns entdeckten strahlten sie alle und die Frau sagte mit lieblich fröhlicher Stimme: „Ihr seid da! Wie schön.“
„Riley, dass sind Kim und Sören.“ Er zeigte auf die beiden älteren Menschen. „Und das sind Marleen und Nick.“
Ich begrüße sie Fremden und sah dann wieder Mathias an. „Sind sie deine Familie?“
„Nein.“ Er sah ein wenig traurig aus. „Aber du wirst hier wohnen solange die hier bist.“
„Oh, aber …“ Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte. Ich kannte diese Leute nicht.
„Wenn du magst bleibe ich auch ein bis zwei Nächte hier bis du dich eingewöhnt hast“, bot er dann an.
„Das wäre toll“, fand ich nickend.
Marleen juchute und fragte begeistert:“ Kann ich dir dann jetzt dein Zimmer zeigen?“
Und schon griff sie nach meinem Hand und führte mich in die oberste Etage.
Marleen führte mich in mein Zimmer, dass ich einfach nur als wunderschön bezeichnen konnte. Als erstes fiel mir das wunderschöne Himmelbett auf. Es wirkte wie ein Wolkenmeer und irgendwie majestetisch auf mich. So wunderschön. Die Vorhänge wehten leicht im Wind des offenen Fensters. Es wirkte fast magisch. Als ich endlich meinen Blick von dem Bett losreißen konnte entdeckte ich einenn antiken alten Kleiderschrank an der Wand. Er war wunderschön. Außerdem gab es einen Schreibtisch, eine Sitzecke, Bücher und andere Dinge, die man so brauchte. Der Boden wirkte wie ein Sternenmeer während die Tapeten von jeder Wand verschieden aussahen. An der Wand wo das Bett stand wirkte grasgrün und es sah aus als würde sich das Gras bewegen. Die Wand mit der Sitzecke war mit einem riesigen Regenbogen am Strand versehen, die mit dem Tisch zeigte einen Wunderschönen Sonnenuntergang und die gegenüber von dem Strand zeigte ein Wolkenmeer. Die Wolken schienen sich ebenfalls zu bewegen. Wie am richtigen Himmel.
Als ich mich eingehend umgesehen habe fragte Marleen mich aufgeregt: „Gefällt es dir?“
„Es ist wunderschön“, gab ich ungerührt zu.
„Nick und ich haben es alleine eingerichtet“, das war toll“, erklärte sie stolz.
Wow, jetzt war ich aber beeindruckt. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. „Das ist toll. Es gefällt mir wirklich richtig gut.“
Bisher hatte ich noch keinen Blick auf die Menschen hier geworfen. Jetzt musterte ich Marleen genauer. Sie war genauso schön wie Mathias. Nur anders. Ihr langes schwarzes glattes Haar wehte bei jeder Brise. Sie war schlank und schön und trug ein rotes Sommerkleid, welches ihr gut stand. Ihre wache braunen Augen musterten mich ebenfalls eingehend. „Komm, lass uns wieder runter gehen.“
Also folgte ich ihr. Im Flur entdeckte ich von der Familie Bilder an der Wand, die ich vorher übersehen hatte. Ich konnte sie mir nicht genauer ansehen, aber es waren schöne Bilder.
Wieder unten im Wohnzimmer angekommen hatte sich Methias bereits zu den anderen gesetzt. Als wir eintrafen sah er mich an und lächelte: „Es gefällt dir, oder?“
„Es ist traumhaft schön“, nickte ich.

Fortsetzung folgt …

So, der erste Teil ist fertig. Der zweite auch schon auf Din A 5 Block. Das war ja wieder genau ein Wort für mich. Nach meinen magischen Welten wurde ich mit meinen zwei Geschchten nicht mehr richtig warm, aber hier konnte ich völlig drin abtauchen. Das habe ich mal wieder gebraucht.

Und was sagt ihr nun dazu?

Das erste Wort 2018: Anfang: Interview mit Darleen und Corly

Ich bin diesmal spät dran mit dem ersten Wort, immerhin habe ich es schon am 06.01. geschrieben, aber ich bin einfach nicht zum Abschreiben gekommen.

Interview zwischen Darleen und Corly (Darleen ist aus der unveröffentlichten Geschichte magische Welten)

Darleen und Corly saßen gemütlich bei einer Tasse Tee zusammen. Weihnachten war gerade vorüber und das neue Jahr hatte begonnen. Darleen hatte sich zu einem Interview angekündigt und Corly liebte es mit ihren eigenen Charakteren zu plaudern.
Darleen nippte an ihrem Tee, stellte ihn aber dann zur Seite und sah neugierig ihre Schöpferin an.

Das Gespräch:

Darleen: „Also Corly, wie hat das denn mit dir und dem Schreiben damals angefangen?“

Corly: „Oh, das ist lange her. Ich würde sagen in meiner Jugend/Kindheit. Ich war immer eher ein Einzelgänger, konnte mich aber auch gut alleine beschäftigen. Schreiben gehörte immer mit zu den Dingen, die ich am liebsten machte. Mal schrieb ich mehr und mal weniger, aber seit 2014 bin ich jetzt wieder am Ball geblieben.“

Darleen dachte kurz darüber nach, dann fuhr sie das Interview fort.

Darleen: „Das klingt gut. Ich weiß ja, dass „Die Zauberfeen“ eine absolute Herzensgeschichte von dir ist, weil sie dir durch eine schwere Zeit geholfen hat. Aber den Grundstein der Geschichte hast du doch schon vier Jahre vorher begonnen, oder? Wie kam es dazu?“

Corly sank tief in ihre Erinnerungen ein.

Corly: „2010 schrieb ich die Vorgeschichte zu „Die Zauberfeen“. Es war die Geschichte von Corentin und Lilien, die auch in „Die Zauberfeen“ vorkommen. Allerdings schriebich es damals nicht zu Ende, was mir mit vielen Geschichten passiert ist. Ich veröffentlichte sie aber auf Bookrix.de. Eine Userin bat mich sie zu beenden und das machte ich dann auch. 2014 wollte ich eine neue Geschichte beginnen um mich abzulenken. Am Anfang bemerkte ich, dass es die ein oder andere Parallele zur Rittergilde gab und verband die beiden Geschichten miteinander. So kam es, dass Cameron und Tiljan sowie Corentin und Lilien Figuren in meinen Zauberfeen wurden. Und ja. „Die Zauberfeen“ ist meine Herzensgeschichte, aber ich liebe all meine Geschichten.“

Darleen: „Und wie kam dir die Idee zu meiner Geschichte den magischen Welten?“

Corly: „Ich sammele einfach Ideen und wollte sehen was draus wurde. Schließlich fing ich an zu schreiben und oft verselbtständigten sich die Ideen einfach. Und so entstandet ihr.“

Darleen: „Aber es gibt auch schon eine neue Geschichte. Wir wurden abgehlöst. Du hast wieder angefangen zu schreiben. Erzählst du mir was darüber?“

Sie sah ein wenig traurig aus.

Corly: „Ihr wurdet doch nicht abgelöst. Ich vermisse euch ganz schön. Mit der neuen Geschichte werde ich noch nicht ganz warm, aber die Idee ist toll. Es geht um Jugendliche, die auf einer Insel leben. Die einen sind noch in der Schule und die anderen dabei Märchenspringer zu werden. Der eine Bereich ist magisch und von Glück geprägt, der andere nicht so.“

Darleen war erleichtert das zu hören.

Darleen: „Klingt spannend. Aber von Prinzen hast du doch auch mal geschrieben,  oder?“

Corly: „Tu ich auch immer noch. Ich stecke gerade im 2. Teil. Da geht es um Tinja. Aber so ganz warm werde ich damit auch noch nicht. Der erste Teil mit Alexa und Nico lag mir mehr.“

Darleen war zufrieden.

Darleen: „Die alten Geschichten sind doch immer noch die besten. Welches sind eigentlich deine Lieblingscharaktere aus deinen Geschichten?“

Corlys Augen fingen an zu leuchten.

Corly: „In deiner Geschichte sind es zum Beispiel die großen Zess. Die beiden sind einfach klasse. Und Fidi natürlich auch. Der wäre ohne meinen Neffen wohl nie zu seinem Namen gekommen. Und Aemilian fand ich auch immer besonders toll. Und dann gibt es da noch einen gewissen kleinen Drachen, aber dazu will ich noch nicht zu viel verraten.
Bei den Zauberfeen sind es eindeutig Cameron und Tiljan, die sehr hervorstechen, aber auch Leinar. Sophann gefällt mir auch immer noch gut. Bei den Prinzen sind es Nico und Alexa und bei der kleinen Spielzeugfigur hat es mir ja Sim angetan.“

Darleen: „Das sind ja schon einige. Aber du hast doch bestimmt noch Avin vergessen, oder?“

Corly: „Oh, Avin! Natürlich. Aus deiner Geschichte. Der Wissenshüter war auch eine echt tolle Idee von mir.“

Darleen: „Was hast du denn für 2018 für deine Geschichten geplant?“

Corly: „Ich möchte natürlich weiter an der neuen Inselgeschichte und dem zweiten Prinzenteil schreiben. Da bin ich jeweils noch recht am Anfang. Dann werde ich das Herrenhaus, die Spielzeugfigur und Legoland weiterschreiben. Die Zauberfeen und die Rittergilde möchte ich weiterhin korrigieren. Ein langwidriger Prozess. Und natürlich werde ich die magischen Welten weiter abschreiben. Allerdings komme ich gerade gar nicht dazu. Neue Geschichten, die zu Fortsetzungen werden können vermeide ich gerade eher.“

Darleen: „Klingt nach einem guten Plan. Wenn du wieder Tipps brauchst bin ich gerne für dich da.“

Corly: „Gerne, aber jetzt solltest du zurück in deine Geschichte gehen. Dylan vermisst dich bestimmt schon.“

Darleen: „Ach, der kommt auch mal ohne mich klar, aber du hast Recht. Ich sollte nach Hause. War schön mal wieder mit dir zu plaudern.“

Corly: „Fand ich auch.“

Beide standen auf und umarmten sich.

Corly: „Grüß deine Freunde von mir.“

Darleen: „Mach ich.“

Nachtrag 23.01.18

Statt Darleen kam heute Aemilian zu Besuch. Darüber freute sich Darleen ganz besonders. Er strahlte und umarmte Corly zur Begrüßung. Sie setzten sich und unterhielten sich.

Corly: „Wie schön, dass du da bist. Wie gehts dir und was machen die Geister?“

Aemilian: „Uns gehts gut. Die Geister sind super gut drauf. Besser denn je.“

Corly: „Das ist doch toll. Sicher hat Darleen von unserem letzten Treffen berichtet.“

Aemilian: „Ja, Lucy hat sowas erzählt. Bist du mit dem Schreiben und Korrigieren voran gekommen?“

Corly: „Mit dem Schreiben schon. Das Schreiben auf dem DIN A 5 Block läuft super. Mit den Bloggeschichten und dem Korrigieren und Abschreiben hinke ich ziemlich hinterher.“

Aemilian: „Wieso denn? Ist so viel los bei dir?“

Corly: „Auch. Und ich sitze schon ewig an meinen Jahresstatistiken und komme nicht voran. Ständig kommen wöchentliche Beiträge dazu oder andere Dinge. Am 10.12. habe ich zuletzt korrigiert und abgeschrieben und zu den Bloggeschichten komme ich gerade auchnicht wirklich.“

Aemilian: „Ach, lass dich nicht stressen. Das wird schon. Die Listen sind ja vor allem für dich.“

Corly: „Da hast du wohl recht. Ich kann es eh nicht ändern.“

Aemilian: „Hast du denn noch was neues angefangen? Das wolltest du ja eigentlich nicht mehr.“

Corly: „Leider ja. Aber ich freu mich auf die Geschichte. Es gibt eine Aktion wo das Thema nächtlicher Wolkenzauber heißt. Da konnte ich einfach nicht anders als anfangen zu schreiben.“

Aemilian: „Na, das ist ja auch wirklich was für dich.“

Corly: „Ganz genau. Deswegen konnte ich auch nicht anders.“

Aemilian: „Ich finde es schön, dass du immer weiter schreibst. Deine Kreativität hat mich erschaffen.“

Corly: „Ich schreibe auch wirklich gerne.“

Aemilian und Corly unterhielten sich noch weiter, aber hier will ich das Interview mal abkürzen sonst wird es zu lang.

Und was sagt ihr zu der Idee. Mir fiel nicht wirklich was zu dem Wort ein und ich wollte keine Fortsetzung. Also war das eine gute Alternative.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

So und endlich komme ich mal dazu die kleine Spielzeugfigur mal wieder abzutippen. Geschrieben hatte ich es bereits am 17.12. Abgeschrieben am 23.12. und gepostet heute.

Was bisher geschah:

Dennis ging mit Sim nach Hause und machte seine Hausaufgaben während Sim Kika guckte. Als Sim schlief ging Dennis runter zu seiner Familie zum Abendbrot. Seine Mutter schlug vor mal wieder was zusammen zu unternehmen. Dennis überlegte Sim in dieser Zeit Ronja zu überlassen. Jetzt ging Dennis ohne Sim zur Schule, weil der zu Hause bleiben wollte.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 1040:

Es war seltsam ohne Sim in die Schule zu gehen. Er war jetzt all die Tage immer bei mir gewesen. Jetzt fehlte mir irgendwie was.
Als ich in der Schule ankam empfing mich Ronja bereits.
„Gehts deinem kleinen Freund gut?“, fragte sie flüsternd.
„Ja, keine Sorge. Aber er wollte heute zu Hause bleiben“, entgegnete ich. „Ich habe ihn gelassen.“
Ronja nickte nur. „Okay.“
„Kann ich dich um einen Gefallen bitten?“, fragte ich sie dann.
„Klar“, stimmte sie sofort zu.
„Kannst du Sim am Sonntag nehmen?“, fragte ich sie dann.
„Klar“, meinte sie begeistert während wir auf die Schule zugingen. Es sah nach Regen aus. „Das wird bestimmt lustig. Und was macht ihr am Samstag?“
„Ich wollte mit Sim auf die Insel“, erzählte ich ihr. „Dort gibt es eine Art Rebellenarmee von Spielzeugfiguren. Sim und ich haben sie neulich entdeckt.“
„Cool. Noch mehr lebende Spielzeugfiguren?“, freute sie sich. Kann ich mitkommen?“
Ich zuckte mit den Achseln. „Wieso nicht? Aber ich muss dich warnen. Die Rebellen sind mir nicht gerade freundlich gesinnt. Ich weiß nicht wie sie auf dich reagieren werden.“
„Kein Problem. Damit komme ich klar.“ Dann gongte es und Ronja fragte noch. „Ich muss jetzt los. Sehen wir uns in den Pausen?“
„Klar!“, strahlte ich und ging in das Schulgebäude rein.

Schule ohne Sim war wirklich seltsam. Merkwürdig wie sehr ich mich an den kleinen Kerl gewöhnt hatte. Ständig wollte ich in meiner Tasche nachsehen ob es ihm gut ging bis mir wieder einfiel, dass er gar nicht da war.
Ich war seltsam abgelenkt und konnte mich nicht konzentrieren. Auch meinen Freunden fiel das auf, aber sie sprachen mich Gott sei Dank nicht darauf an.
In den Pausen traf ich mich mit Ronja und wir unterhielten uns über Sim. Ronja wollte alles wissen, was es zu wissen gab, aber so viel wusste ich ja gar nicht. Sim war da recht schweigsam. Aber ich erzählte ihr von seiner Fernsehsucht und dass er in meiner Schublade schlief und sich bei mir wohl fühlte.
Schließlich gingen wir zu anderen Themen über. Ronja erzählte davon, dass es ihr Traum war einen eigenen Spielzeugladen zu eröffnen, weil sie Spielzeug schon immer geliebt hatte. Ich gestand ihr, dass ich gar nicht wusste, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte. Wir unterhielten uns die ganzen Pausen über und so ging der Tag schnell um.

Sim

Juhu, endlich allein zu Hause. Es war toll mit Dennis zusammen zu hängen und die Schule zu besuchen, aber ich hatte auch gerne meine Ruhe. Schon vor einiger Zeit hatte ich gehört, dass wirklich alle Bewohner aus dem Haus verschwunden waren und ich tatsächlich allein war.
Aber was sollte ich tun? Stundenlang ferhsehen? Weiterschlafen? Das klang alles nicht so verlockend, aber was dann? Für eine Spielzeugfigur war Dennis Zimmer nicht gerade verlockend. Sollte ich vielleicht wirklich die Nachbarskinder besuchen? Aber das Fenster stand nicht auf Kippe. Ich kam nicht hinaus. Blöd gelaufen.
Da fiel mein Blick auf ein paar Buntsstifte auf Dennis Schreibtisch. Sie waren riesig und erinnerten mich entfernt an Gewähre, aber vielleicht konnte ich damit ja wirklich was anfangen. Also hüpfte ich auf Dennis Schreibtisch und zog an den Monsterbissen. Schließlich hatte ich es geschafft alle auf den Boden zu rollen. Jetzt brauchte ich nur noch ein Blatt Papier und eine Unterlage. Ich wollte nicht, dass Dennis durchdrehte, wenn er kam und mich vor Wut rausschmiss, weil ich seinen Boden ruiniert hatte. Schließlich hatte ich alles zusammen und legte es bereit. Doch was sollte ich mit diesen Stiften malen? Sie waren wirklich riesig. Zögernd versuchte ich einen blauen Stift anzuheben, aber es schien unmöglich zu sein. Verflucht! Wieso waren die Dinger auch so groß? Und was jetzt? Hatte Dennis keine kleinen Stifte?
Schließlich hüpfte ich noch mal auf Dennis Schreibtisch um nachzusehen und fand einen kleineren Bleistift. Etwas langweilig so einfarbig, aber es musste gehen. Und so begann ich zu malen. Ich malte Dennis, Ronja und mich auf einer Blumenwiese. Glücklich und zufrieden. Ich malte stundenlang bis ich wieder eine Tür hörte, aber Dennis konnte das eigentlich noch nicht sein. Oh, oh. Ich musste leise sein. Am besten ich versteckte mich lieber in meiner Schublade falls doch jemand hier rein kam. Ich war sowieso vom vielen malen ein wenig müde geworden. Ein wenig Schlaf konnte da sicher nicht schaden. Also kletterte ich wieder in meine Schublade und wanderte ins Land der Träume. Vielleicht konnte ich dort bleiben bis Dennis zurück kam.

Fortsetzung folgt …

So ein weiterer Teil ist geschrieben. Mal sehen wann der nächste Kommt. Was sagt ihr hierzu?

Schreibklick Januar: Jahresuhr: Die ewige Wiese

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich die Januargeschichte für Schreibklick noch gar nicht hatte. Also hab ich das am 30. mal noch geschrieben und am 31. abgeschrieben.

Die ewige Wiese:

Am Silvesterabend saß ich mit meiner Familie am Frühstück. Meine Eltern Louise und Tim, meine Schwester Lana und ich. Ich hieß übrigens Marie und gehörte zu unserer verrückten Truppe. Wir waren noch nie ganz normal gewesen.
„Hach, das Jahr ist schon wieder so schnell umgegangen“, stöhnte Lana.
„Und kein vernünftiger Sommer“, stimmte mein Vater mit ein. „Ich vermisse den Sommer.“
„Du warst für zwei Wochen auf Malle“, erinnerte meine Mutter ihn. „Das war doch Sommer pur.“
„Aber ich meinte den Sommer hier“, bemerkte mein Vater. „Ich will auf meinem Liegestuhl vor meinem Haus in meiner Sonne liegen.“ Er seufzte tief.
„Ach, du hast eine eigene Sonne?“, fragte meine Mutter ihn. Er quittierte das nur mit einem Augenrollen.
Wir schwiegen alle und schauten auf die Uhr an der Wohnzimmerwand über dem Sofa. Es war keine normale Uhr.  Sie zeigte nicht die Uhrzeit sondern die Tage im Jahr. Sozusagen eine Jahresuhr. Sie war eine besondere Uhr. Eine magische Uhr. Und natürlich stand sie heute auf den letzten Tag des Jahres.
„Morgen geht alles wieder von vorne los“, sagte mein Vater.
„Ach, Tim!“ Meine Mutter lächelte. „So schlimm ist das doch gar nicht. Das Jahr wird auch wieder schnell rumgehen.“
„So kann man es auch sehen.“ Jetzt verdrehte Lana die Augen. Dann wandte sie sich an mich. „Komm Marie, lassen wir die alten Herrschaften mal alleine.“ Sie stand auf und ich tat es ihr nach.
„Wo wollt ihr hin?“, fragte meine Mutter.
„Zu Dominik“, antwortete Lana. „Er hat bestimmt wieder jede Menge Böller gekauft. Mal sehen was er dieses Jahr ausgesucht hat.“
„Viel Spass!“, wünschten uns unsere Eltern.
Dominik war Lanas ziemlich blonder ziemlich gutaussehender Freund. Blonde Haare, Skaterboy. Aber er war nett. Vielleicht war ja auch sein Kumpel Louis da. Der war nämlich echt süß.
Aber wir sollten Dominik nie erreichen. Wäre ja auch zu langweilig gewesen für unsere Verhältnisse. Auf den Weg zu Dominik hörten wir einen Silvesterböller ganz in der Nähe. Er musste auf unsere Jahresuhr Einfluss genommen haben, denn plötzlich waren wir nicht mehr auf der Straße sondern auf einer grünen Wiese.
„Oh nein! Das darf doch nicht wahr sein. Jedes Jahr das selbe Dilemma! Immer verpassen wir Silvester. Irgendwann schmeiße ich diese blöde Jahresuhr aus dem Fenster. Wo sind wir diesmal?“, meckerte Lana drauf los.
„Keine Ahnung. Frag mich mal was leichteres. Ich sah mich um, aber ausser der Wiese war da nichts. Das war so eine Sache mit der Jahresuhr. Sie brachte uns dazu zwischen Zeit und Raum zu springen. Sie hatte offenbar was gegen Silvester. Jedes mal sprangen wir zu Silvester. Diese Wiese gehörte definitiv nicht in unsere Welt.
„Das letzte mal waren es Vampire. Weißt du noch? Vampire! Die waren so richtig gruselig“, wütete sie weiter.
Wir standen auf. „Na komm, wir sollten uns umsehen.“ Ich hatte gelernt gar nicht auf ihre Wutanfälle zu reagieren.
„Was ist das für eine Wiese?“, fragte Lana nun skeptisch.
„Keine Ahnung. Woher soll ich das wissen?“
Je weiter wir liefen desto mehr Wiese breitete sich vor uns auf. Es hörte einfach nicht auf. Doch zumindest kam jetzt ein Haus in Sicht. Na wenigstens etwas.
„Na komm!“, trieb ich sie an.
Lanas Schritte wurden immer schneller und das Haus kam immer näher. Die Hütte wirkte irgendwie fehl am Platz. Alsgehöre es nicht hierhin. Schließlich klopften wir an die Tür.  Es dauerte ein wenig, aber dann öffnete uns ein großer, dunkelhaariger Mann mit einem weißen Hemd und einer schwarzen Jeans.
Als er uns entdeckte strahlte er uns freundlich an. „Oh, die nächsen Gäste. Wie schön. Seid willkommen.“
„Äh, wo sind wir hier überhaupt?“, fragte Lana nur.
„Das hier ist mein zu Hause und ich wohne auf der ewigen Wiese. Ich hatte schon lange keine Gäste mehr.“
„Du wohnst alleine hier?“, fragte ich überrascht.
„Ja“, nickte er. Ich mag die Einsamkeit. Die Wiese ist viel interessanter als es den Anschein hat. Man muss nur das richtige Auge haben. Besonders die Tiere sind hier sehr freundlich.“
Wir folgten dem Mann ins Haus. Es wirkte überraschend einladend. Hell, freundlich und gemütlich.
„Nun, meine lieben Silvesterspringer. Jetzt seid ihr bei mir gelandet. Ich habe schon von euch gehört“, erzählte er uns. Wir setzten uns in die Sessel und er bot uns Gläser mit einer rosa Flüssigkeit an.
„Silvesterspringer?“, fragte Lana während ich fragte: „Was haben Sie gehört?“
„Ihr springt nur an Silvester, wenn es böllert und könnt es nicht kontrollieren“, antwortete er.
„Stimmt“, gab ich zu.
„Nun, ich könnte euch beibringen es zu kontrollieren, aber ihr müsstet eine Weile hierblbeiben um die magische Wiese besser zu verstehen“, bot er uns an.
Lana und ich sahen uns skeptisch an, aber er merkte unseren Blick.
„Oh, keine Sorge. Eure Eltern werden nichts davon bemerken“, versicherte er uns.
„Woher haben Sie das Wissen um uns das beizubringen?“, wollte ich wissen.
„Ich war selbst ein Springer, aber ich habe aufgehört. Es gefällt mir hier.“
„Also, es könnte ja nicht schaden“, überlegte Lana zögernd.
„Wir können es ja ausprobieren“, lenkte nun auch ich ein.
„Sehr schön. Dann werden wir viel Zeit miteinander verbringen. Ich bin Doon. Noch mal willkommen.“
Wir stellten uns ebenfalls vor und blieben eine Weile bei ihm um das Springen zu lernen. Wir lernten viel und das meiste half uns sehr, aber Silvester hatten wir trotzdem verpasst. Vielleicht im nächsten Jahr.

Ende

Juhu, gerade noch geschafft. Die Geschichte für Januar. Was sagt ihr dazu?

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr!

Corlys Themenwoche 88.1.: Begriffe: Fenster

Und schon wieder beginnt eine neue Themenwoche. Meine Begriffwoche.

Montag: Was fällt euch alles zum Begriff „Fenster“ ein?

Ein offenes Fenster
Ein geschlossenes Fenster
Durch ein Fenster gucken
Fensterscheibe
Licht durchs Fenster scheinen
Fensterklinke

und vieles mehr.  Aber ich will euch ja auch noch Möglichkeiten lassen.

Die nächsten Fragen:

Dienstag: Was fällt euch alles zum Begriff „Collage“ ein?
Mittwoch: Was fälllt euch alles zum Begriff „Schnee“ ein?
Donnerstag: Was fällt euch zum Begriff „Sonne“ ein?
Freitag: Was fällt euch alles zum Begriff „Schlaf“ ein?
Samstag: Was fällt euch alles zum Begriffe „Bloggen“ ein?
Sonntag: Was fällt euch alles zum Begriff „Ende“ ein?