Schreibklick Januar: Jahresuhr: Die ewige Wiese

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich die Januargeschichte für Schreibklick noch gar nicht hatte. Also hab ich das am 30. mal noch geschrieben und am 31. abgeschrieben.

Die ewige Wiese:

Am Silvesterabend saß ich mit meiner Familie am Frühstück. Meine Eltern Louise und Tim, meine Schwester Lana und ich. Ich hieß übrigens Marie und gehörte zu unserer verrückten Truppe. Wir waren noch nie ganz normal gewesen.
„Hach, das Jahr ist schon wieder so schnell umgegangen“, stöhnte Lana.
„Und kein vernünftiger Sommer“, stimmte mein Vater mit ein. „Ich vermisse den Sommer.“
„Du warst für zwei Wochen auf Malle“, erinnerte meine Mutter ihn. „Das war doch Sommer pur.“
„Aber ich meinte den Sommer hier“, bemerkte mein Vater. „Ich will auf meinem Liegestuhl vor meinem Haus in meiner Sonne liegen.“ Er seufzte tief.
„Ach, du hast eine eigene Sonne?“, fragte meine Mutter ihn. Er quittierte das nur mit einem Augenrollen.
Wir schwiegen alle und schauten auf die Uhr an der Wohnzimmerwand über dem Sofa. Es war keine normale Uhr.  Sie zeigte nicht die Uhrzeit sondern die Tage im Jahr. Sozusagen eine Jahresuhr. Sie war eine besondere Uhr. Eine magische Uhr. Und natürlich stand sie heute auf den letzten Tag des Jahres.
„Morgen geht alles wieder von vorne los“, sagte mein Vater.
„Ach, Tim!“ Meine Mutter lächelte. „So schlimm ist das doch gar nicht. Das Jahr wird auch wieder schnell rumgehen.“
„So kann man es auch sehen.“ Jetzt verdrehte Lana die Augen. Dann wandte sie sich an mich. „Komm Marie, lassen wir die alten Herrschaften mal alleine.“ Sie stand auf und ich tat es ihr nach.
„Wo wollt ihr hin?“, fragte meine Mutter.
„Zu Dominik“, antwortete Lana. „Er hat bestimmt wieder jede Menge Böller gekauft. Mal sehen was er dieses Jahr ausgesucht hat.“
„Viel Spass!“, wünschten uns unsere Eltern.
Dominik war Lanas ziemlich blonder ziemlich gutaussehender Freund. Blonde Haare, Skaterboy. Aber er war nett. Vielleicht war ja auch sein Kumpel Louis da. Der war nämlich echt süß.
Aber wir sollten Dominik nie erreichen. Wäre ja auch zu langweilig gewesen für unsere Verhältnisse. Auf den Weg zu Dominik hörten wir einen Silvesterböller ganz in der Nähe. Er musste auf unsere Jahresuhr Einfluss genommen haben, denn plötzlich waren wir nicht mehr auf der Straße sondern auf einer grünen Wiese.
„Oh nein! Das darf doch nicht wahr sein. Jedes Jahr das selbe Dilemma! Immer verpassen wir Silvester. Irgendwann schmeiße ich diese blöde Jahresuhr aus dem Fenster. Wo sind wir diesmal?“, meckerte Lana drauf los.
„Keine Ahnung. Frag mich mal was leichteres. Ich sah mich um, aber ausser der Wiese war da nichts. Das war so eine Sache mit der Jahresuhr. Sie brachte uns dazu zwischen Zeit und Raum zu springen. Sie hatte offenbar was gegen Silvester. Jedes mal sprangen wir zu Silvester. Diese Wiese gehörte definitiv nicht in unsere Welt.
„Das letzte mal waren es Vampire. Weißt du noch? Vampire! Die waren so richtig gruselig“, wütete sie weiter.
Wir standen auf. „Na komm, wir sollten uns umsehen.“ Ich hatte gelernt gar nicht auf ihre Wutanfälle zu reagieren.
„Was ist das für eine Wiese?“, fragte Lana nun skeptisch.
„Keine Ahnung. Woher soll ich das wissen?“
Je weiter wir liefen desto mehr Wiese breitete sich vor uns auf. Es hörte einfach nicht auf. Doch zumindest kam jetzt ein Haus in Sicht. Na wenigstens etwas.
„Na komm!“, trieb ich sie an.
Lanas Schritte wurden immer schneller und das Haus kam immer näher. Die Hütte wirkte irgendwie fehl am Platz. Alsgehöre es nicht hierhin. Schließlich klopften wir an die Tür.  Es dauerte ein wenig, aber dann öffnete uns ein großer, dunkelhaariger Mann mit einem weißen Hemd und einer schwarzen Jeans.
Als er uns entdeckte strahlte er uns freundlich an. „Oh, die nächsen Gäste. Wie schön. Seid willkommen.“
„Äh, wo sind wir hier überhaupt?“, fragte Lana nur.
„Das hier ist mein zu Hause und ich wohne auf der ewigen Wiese. Ich hatte schon lange keine Gäste mehr.“
„Du wohnst alleine hier?“, fragte ich überrascht.
„Ja“, nickte er. Ich mag die Einsamkeit. Die Wiese ist viel interessanter als es den Anschein hat. Man muss nur das richtige Auge haben. Besonders die Tiere sind hier sehr freundlich.“
Wir folgten dem Mann ins Haus. Es wirkte überraschend einladend. Hell, freundlich und gemütlich.
„Nun, meine lieben Silvesterspringer. Jetzt seid ihr bei mir gelandet. Ich habe schon von euch gehört“, erzählte er uns. Wir setzten uns in die Sessel und er bot uns Gläser mit einer rosa Flüssigkeit an.
„Silvesterspringer?“, fragte Lana während ich fragte: „Was haben Sie gehört?“
„Ihr springt nur an Silvester, wenn es böllert und könnt es nicht kontrollieren“, antwortete er.
„Stimmt“, gab ich zu.
„Nun, ich könnte euch beibringen es zu kontrollieren, aber ihr müsstet eine Weile hierblbeiben um die magische Wiese besser zu verstehen“, bot er uns an.
Lana und ich sahen uns skeptisch an, aber er merkte unseren Blick.
„Oh, keine Sorge. Eure Eltern werden nichts davon bemerken“, versicherte er uns.
„Woher haben Sie das Wissen um uns das beizubringen?“, wollte ich wissen.
„Ich war selbst ein Springer, aber ich habe aufgehört. Es gefällt mir hier.“
„Also, es könnte ja nicht schaden“, überlegte Lana zögernd.
„Wir können es ja ausprobieren“, lenkte nun auch ich ein.
„Sehr schön. Dann werden wir viel Zeit miteinander verbringen. Ich bin Doon. Noch mal willkommen.“
Wir stellten uns ebenfalls vor und blieben eine Weile bei ihm um das Springen zu lernen. Wir lernten viel und das meiste half uns sehr, aber Silvester hatten wir trotzdem verpasst. Vielleicht im nächsten Jahr.

Ende

Juhu, gerade noch geschafft. Die Geschichte für Januar. Was sagt ihr dazu?

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr!

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Corlys Themenwoche 88.1.: Begriffe: Fenster

Und schon wieder beginnt eine neue Themenwoche. Meine Begriffwoche.

Montag: Was fällt euch alles zum Begriff „Fenster“ ein?

Ein offenes Fenster
Ein geschlossenes Fenster
Durch ein Fenster gucken
Fensterscheibe
Licht durchs Fenster scheinen
Fensterklinke

und vieles mehr.  Aber ich will euch ja auch noch Möglichkeiten lassen.

Die nächsten Fragen:

Dienstag: Was fällt euch alles zum Begriff „Collage“ ein?
Mittwoch: Was fälllt euch alles zum Begriff „Schnee“ ein?
Donnerstag: Was fällt euch zum Begriff „Sonne“ ein?
Freitag: Was fällt euch alles zum Begriff „Schlaf“ ein?
Samstag: Was fällt euch alles zum Begriffe „Bloggen“ ein?
Sonntag: Was fällt euch alles zum Begriff „Ende“ ein?

Schreibklick: Weihnachtsspecial: Die Wunschliste

Beim Schreibklick gibts diesmal eine Zusatzaufgabe und die möchte ich jetzt Anfang Dezember wo gerade Schnee liegt auch gerne abtippen. Sie kommt dann aber natürlich erst am 24.12.

Das Thema lautete UNTERM Weihnachtsbaum

Und das ist meine Geschichte dazu:

Die Wunschliste:

Das Christkind kam schon wieder nächsten Monat und ich hatte noch keinen Wunschzettel vorbereitet. Was sollte dieses Jahr für mich unterm Weihnachtsbaum liegen? Ich wünschte mir immer das Selbe. Spielzeug, schöne Kleider, Prinzessinnenschuhe. Aber was war, wenn die Wünsche mal in eine andere Richtung gingen und da hatte ich schon eine Idee. War war, wenn ich meinen Wunschzettel dieses Jahr in Form eines Scrapbooks machen würde? Für jeden Wunsch eine Seite. Würde das Christkind sich freuen, wenn es mal keine lange Wunschliste sah?
Also fuhr ich mit dem Rad in die Stadt und kaufte die entsprechenden Sachen, die ich dafür brauchte. Zu Hause setzte ich mich auf den Boden und fing an zu basteln. Auf die erste Seite klebte ich eine Sternschnuppe als Wunsch. Eine schöne gelbe klebte ich in das Buch. Drum herum malte ich einen nachtblauen Himmel. Die Sternschnuppe sollte für all meine nichtmateriellen Wünsche stehen.
Die behielt ich allerdings lieber für mich. Allerdings schrieb ich mit Goldstift dabei wofür der Wunsch stehen sollte.
Auf die zweite Seite malte ich einen Weihnachtbaum und daneben kamen natürlich die Geschenke. Das sollte dafür stehen, dass ich mir ganz viele tolle Geschenke wünschte. Die wünschte ich mir sowieso immer. Ich liebte Geschenke. Ich gab mir ganz viel Mühe für diese Seite damit das Christkind merkte wie viel mir dieser Wunsch bedeutete.
Auf der nächsten Seite wurden meine Wünsche schon etwas spezieller. Ich klebte Cover von Büchern darauf, die ich mir wünschte. Ich liebte Bücher. Dazu schrieb ich Zitate, die ich toll fand. Als ich gerade das lezte Cover auf die Seite klebte kam meine Mutter in mein Zimmer und betrachtete wie ich da Mitten in den Bastelsachen saß.
„Was machst du da?“, fragte sie verwirrt.
„Ich bastel ein Scrapbook für das Christkind damit es weiß, was ich mir wünsche und die richtigen Weihachtsgeschenke unterm Weihanchtsbaum liegen“, erzählte ich.
„Scrapboook?“ Offenbar usste meine Mutter nichts damit anzufangen.
„Ja, ich dachte mir, wenn das Christkind immer nur diese langen Weihnachtswunschzettel kriegt wird es auf Dauer langweilig. Wieso nicht mal kreativ sein?
„Darf ich mal sehen?“, fragte sie neugierig geworden.
„Ich bin noch nicht fertig“, erklärte ich streng.
„Nur ein kleiner Blick“, bettelte sie.
„Nein.“ Ich blieb stur.
„Aber wenn es fertig ist, ja?“, hakte sie nach.
Vielleicht.“ Ich wollte keine Versprechen machen. Immerhin machte ich dieses Buch ja für das Christkind und nicht für sie.
„Na gut. Dann lass ich dich mal wieder allein.“ Und schon war sie wieder weg. Mütter! Sowas von neugierig. Schlimmer als wir Kinder.
Die nächste Seite wurde vollgepackt mit DVDs. Natürlich solche, die ich mir wünschte. Darum malte ich die Seite mit Herzchen voll.
Das waren jetzt auch schon ein paar Seiten, die ich fertig hatte. Die wichtigsten Geschenke hatte ich verewigt. Auf der nächsten Seite schrieb ich noch einen Brief an das Christkind.

Liebes Christkind,

ich hoffe dir gefällt dieses Scrapbook. Du hast bestimmt schon wieder so viele Listen geschenkt bekommen, dass sie dir zum Halse raus hängen, aber hast du je ein Scrapbook bekommen? Ich hoffe natürlich, dass ich viele tolle Geschenke zu Weihnachten bekomme, aber auch, dass du ein bisschen Zeit an den Feiertagen für dich hast. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf dieses Fest. Du machst es zu etwas einzigartigen. Da kann der Osterhase mit seinen Eiern einfach nicht mithalten. Was macht der eigentlich so zu Weihnachten? Anbei lege ich dir als Anerkennnung für deinen Besuch bei mir zu Hause noch eine kleine Leckerei.

Liebe Grüße
Deine Rosie

Ich schrieb diese Seite rot und mikt meiner schönsten Schönschrift. Außerdem malte ich noch mal einen Weihnachtsbaum mit Geschenken dazu. Ich war sehr zufrieden mit dieser Seite.

Die nächste Seite bekam noch ein paar größere Wünsche aufgeklebt. Ein Handy, dass längst überfällig war. All meine Freundinnen hatten schon eines. Allerdings glaubten die auch nicht mehr an das Christkind. Selbst Schuld. Dann noch ein Tablet, was ich mir wirklich sehr wünschte und hoffte, dass ich es bekam. Ich rahmte diesen Wunsch auch ein um zu zeigen wie wichtig er mir war.
Eine vernünftige Musikanlage damit ich endlich vernünftig Musik hören konnte. Ich verzierte diese Seite mit Blumen und Girlanden.
Mir war klar, dass ich nicht alles zu Weihnachten bekommen würde. Aber es war einfach mal was anderes. Ich saß den ganzen Nachmittag daran.
Als es fertig war zeigte ich es tatsächlich meiner Familie und sie waren ganz begeistert von dem Scrapbook.
„Das ist toll“, freute sich meine Mutter.
„Da hast du dir wirklich viel Arbeit gemacht“, lobte mein Vater.
Ich grinste.
Jetzt musste ich nur noch auf Weihnachten warten und hoffen, dass sich die Arbeit auch gelohnt hatte. Ich freute mich so sehr auf das Fest.

Ende

Und das wars schon wieder mit meiner Geschichte. Was sagt ihr nun dazu?

Weihnachten im Storyland

Am 01.12. geschrieben, am 02.12. abgeschrieben, jetzt gepostet. Eine verrückte Idee von mir meine Geschichten zusammen zu fügen.

Aber Achtung: Spoiler-Gefahr, insbesondere Zwecks Pärchen usw.

Weihnachten in Storyland (Oder meat und Greats zwischen Corlys Charaktere)

Eine Weihnachtsparty stand in unserer magischen Welt an. Corly hatte uns Leben eingehaucht und jeder hatte seine eigene Geschichte zu erzählen. Jetzt kamen wir alle zusammen um Weihnachten zu feiern. Manche von uns kennt man schon und die anderen eben nicht.
Ich selbst heiße Darleen und war aus Corlys Geschichte rund um die magischen Welten. Dort erlebte ich viele Abenteuer und für Corly war es nicht immer leicht uns zufrieden zu stellen. Meine Freunde waren natürlich ebenfalls anwesend. Allen voran Dylan, dann Amelian und Nele, Erik und Elina, Avin und Lucy, Lailas, Karlie und Lien und die großen Zess (Sie haben die Form eines großen Zehs, sind aber sonst menschlich und können auch sprechen und Ranger und Soon sind irgendwie putzig). Vielleicht drückte sich sogar Fidi in irgendeiner Ecke rum. Bei Drachen konnte man das nie so genau wissen.
Doch Corly schrieb dieses Jahr noch andere weiterführende Geschichten. Sim, Dennis und Ronja waren aus der Welt der kleinen Spielzeugfigur mit dabei. Moritz, Luisa, Colin und Richard waren aus der Vergangeneheit gerissen worden und aus der Geschichte Das alte Herrenhaus. Und Kenny, Pippa, Pane und Clara? (Corly kann sich gerade nicht so an ihren Namen erinnern) stammten aus dem Legoland. Beinahe vergessen hätte Corly noch ihre heißgeliebten Prinzen Mika und Nicholas (Nico) sowie Alexa. Ehrlich, Corly! Wie konntest du die nur vergessen? Du liebst doch Prinzen.
Heute waren wir alle hier versammelt und feierten also in unserem Herrenhaus von unseren magischen Welten Weihnachten. In einem großen Speisesaal hatten wir Platz zum Tanzen, aber das war noch nicht alles. Wir hatten Tische aufgestellt, wo wir alle dran saßen. Das ganze Herrenhaus war festlich geschmückt und es lief Weihnachtsmusik. Es war einfach himmlisch. Ich saß zwischen Dylan und meinem Bruder Lien und war glücklich und zufrieden.
„Hast du dir so dein Weihnachten vorgestellt?“, fragte mich Dylan gerade lächelnd.
„So ähnlich“, bestätigte ich ihm und genoss mein Essen. „Vielleicht nicht ganz so wie es ist, aber es ist trotzdem toll.“
„Findest du diese Legomenschen nicht auch seltsam?“, wollte er dann von mir wissen. „Die sind so winzig.“
„Ich finde sie irgendwie ulkig. Außerdem überleg mal was die über unseren großen Zess sagen würden. Ich glaube sie haben Angst vor ihnen, weil Ranger und Soon sie einfach platthüpfen könnten.“ Ich grinste leicht.
„Sowas würden die beiden nie tun“, entrüstete sich Dylan.
„Nein, aber das wissen die ja nicht.“ Ich zwinkerte ihm zu.
Jetzt mischte sich auch Lien in unser Gespräch ein. „Ich finde diesen Sim viel seltsamer. Ich habe in der Welt der Träume viel erlebt, aber das ist echt die Krönung.“
„Er ist aber auch nicht viel anders als diese Legomenschen“, überlegte Dylan nun.
„Und dann schau dir diese Leute an, die behaupten, sie hätten die Vergangenheit besucht. Moritz und Luisa, richtig? Die kommen mir mehr als merkwürdig vor“, fand jetzt auch Aemilian, der neben Dylan saß.
„Wir sind schon eine komische Gesellschaft“, stimmte ich ihm zu. „Aber diese Prinzen finde ich ja irgendwie süß.“
„Du meinst Nico und Mika?“, schnaubte Dylan. „Ich bitte dich. Hast du vergessen, dass ich auch ein Prinz bin?“
Ich lachte nur und sagte dann. „Wie auch immer. „Corly hat uns dieses Jahr alle erfunden. Deswegen sind wir jetzt hier alle vereint.“
„Das stimmt doch gar nicht. Einge von uns stammen schon vom letzten Jahr. Du zum Beispiel, Darleen“, erinnerte mich Elina, die gegenüber von mir saß und neben Erik.
„Ach, immer diese Kleinigkeiten“, winkte ich ab. „Ich existiere nur einfach schon länger.“
„Du warst der Start in unserer Geschichte, Darleen“, erwiederte Dylan stolz. „Kannst du dich noch an unsere Anfangszeit erinnern?“ Er strahlte mich an.
„Und ob. Und ich nehme es Corly immer noch übel, dass sie es uns am Anfang so schwer machte.“ Ich seufzte tief.
„Das hat es aber auch spannender gemacht“, fand Lien grinsend.
„Wie ihr meint“, gab ich schließlich auf.
Unser Festmahl dauerte lange und ich unterhielt mich mit unseren Freunden. Ich genoss den Frieden und die gute Stimmung. Schließlich löste sich das Essen auf. Wir standen auf und lernten teilweise auch Corlys anderen Charakteren kennen. Ich unterhielt mich mit Moritz über sein Leben in der Vergangenheit, ich fragte Pippa nach dem Legoland aus, ich wollte von Dennis wissen wie es war mit einer Spielzeugfigur zusammen zu lesen und mit Prinz Mika unterhielt ich mich über sein wunderschönes Schloss.
Aber ich unterhielt mich auch mit meinen Freunden. Sie sahen alle so glücklich aus. Avin und Nele saßen aneinandergekuschelt dort und genossen ihre Zweisamkeit. Lucy und Aemilian spielten mit Ranger und Soon Romme. Erik und Elina hatten nur Augen für sich und Karlie und Lien unterhielten sich über Bücher. Dylan und ich kuschelten uns ebenfalls aneinander und ich war froh ihn bei mir zu haben.
Dann ging es an das Geschenke auspacken. Wir hatten gewichtelt. Dabei konnte nichts gutes raus kommen. Wir waren alle viel zu verschieden. Als ich mein Geschenk öffnete hatte ich auch gleich den Salat. Man hatte mir doch tatsächlich eine kleine Spielzeugfigur geschenkt, die Sim ziemlich ähnlich sah, aber eben nicht lebendig war. Ich musterte sie skeptisch.
Dylan war es nicht wesentlich besser ergangen. Er hatte einen seltsam altmodischen Hut bekommen. Sicher von einem der Vergangenheitsleuten. Es war nur gemein, dass er ihm auch noch super stand.
„Wir müssen Corly unbedingt sagen, dass wir nächtes Jahr nicht mehr wichteln wollen“, brummte Dylan neben mir und grinste.
„Wieso? Der Hut steht dir doch gut.“
„Er ist scheußlich.“ Mein Freund verzog das Gesicht.
„Wer weiß wer nächtes Jahr alles so dabei ist und wen Corly nächtes Jahr noch so alles erfindet“, überlegte ich.
„So gut wie wir können diese Charaktere gar nicht sein“, erwiederte er. „Mit uns können die nie im Leben mithalten.“
„Dein Wort in Gottes Ohr“, murmelte ich.
Tumult brach am Eingang des Saaltores auf. Neue, uneingeladene Gäste kamen hinzu. Sie stammten aus eine von Corlys älteren Federn, aber sie hatte sich auch um sie dieses Jahr gekümmert in Form von Buchberichtigungen. Die Rede war von Leinar, Mianna, Cameron, Corentin und Lilien aus Die Zauberfeen und die Rittergilde. Ich war schon immer auf Tiljan gespannt gewesen. Er war genauso schräg wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Lailas flog sofort zu ihm und unterhielt sich mit ihm. Tiljan war sein Held seid Corly uns zum ersten mal von ihm erzählt hatte. Dylan warf ihm neidische Blicke zu. Er hatte Tiljan schon immer bewundert.
„So hatte ich mir Leinar nicht vorgestellt“, flüsterte mir Dylan dann zu. „Er ist doch der mit der Lederjacke, oder?“
„Ich glaube schon.“ Auch ich hatte mir Leinar anders vorgestellt. Irgendwie lieber. „Ist John gar nicht dabei?“
„Der konnte bestimmt nicht weg. Der ist doch der König. Der hat andere Pflichten“, erinnerte Dylan mich.
„Schade“, fand ich. John hätte ich gern kennen gelernt.
Da kamen plötzlich Mianna und Leinar zu uns. „Hey, ihr seid bestimmt Dylan und Darleen, oder? Die Hauptcharkatere aus Corlys neuer Geschichte.“
„Na ja. Wir sind eine der Hauptcharakteren“, erklärte ich nur. „Von unseren Freunden hat fast jeder seinen eigenen Part.“
„Ich weiß. So ähnlich war es bei uns auch“, nickte Mianna. „Corly hat mir mal was von euch vorgelesen. Da ging es um Aemilian. Sie wollte wissen ob sie die Stelle so lassen kann.“ Mianna klang sehr stolz. Ob ich irgendwann Corly auch ein paar Tipps zu Charakteren geben würde?
„Ihr habt doch auch so einen Wissenshüter, oder?“, meldete sich jetzt Leinar zu Wort. „Wo ist der denn? Ich würde ihn gerne mal kennen lernen. Ich habe Corly ein paar Tipps zu ihm gegeben.“
„Avin, ja klar. Er genießt gerade seine Zweisamkeit mit Nele“, war Dylans Antwort.
„Der Wasserfrau?“, fragte Leinar misstrauisch.
„Ja genau. Komm, ich stell ihn dir vor.“ Und so zog Dylan mit Leinar ab und ich blieb mit Mianna allein.
„Wollen wir uns nicht setzen?“, bot Mianna mir an, was ich annahm. Gerade lief zum gefühlten hundersten mal von Wham – Last Christmas. Langsam nervte es.
Und so kam es, dass Mianna und ich uns ziemlich zerquatschten. Wir unterhielten uns viel über Leinar und Dylan, unsere Welten, Corlys vielen Ideen, darüber, dass wir dankbar dafür waren, dass Corly uns ins Leben gerufen hatte und über vieles anderes. Mianna und ich waren schon verschieden, aber wir hatten auch Gemeinsamkeiten. Ich erzählte ihr von unseren Geistern und sie mir von dem Lebenssee. Und so feierten Corlys wichtigsten Hauptcharaktere zusammen Weihnachten und freundeten sich an. Es wurde ein schönes gemütliches Weihnachtsfest unter Freunden bis tief in die Nacht hinein. Wir hatten Spass und Freude und es war einfach nur schön.
Da es aber das Fest der Liebe war kuschelte ich mich am Ende einfach an Dylan und genoss seine Nähe. Da hatte Corly mal was richtig gemacht. Dylan und ich gehörten zusammen. Für immer. Für uns beiden und alle Liebenden war Weihnachten gemacht und für noch so viel mehr Personengruppen. Ich liebte Weihnachten.

Ende

Diese Geschichte widme ich meinen Buchcharakteren und meinen Lesern aus diesem Jahr. Ich freu mich immer wieder auf eure Komentare und Meinungen und schreibe einfach unheimlich gerne. Die Geschichte von Dylan und Darleen und ihren Freunden hat noch fast gar keiner gelesen und die Prinzengeschichte wirklikch noch keiner.

Und wie gefällt euch dieses Crossover der Charaktere? Ich bin gespannt.

Schreibprojekte aus 2017:

Magische Welten

Teil 1: Himmelstür: aktuell Abschreiben am PC
Teil 2: Erdfall: Auf Block beendet
Teil 3: Wassserrad: Auf Block beendet
Teil 4: Feuerwand: gestern beendet

Die kleine Spielzeugfigur: Aktuell auf dem Blog
Das alte Herrenhaus: Aktuell auf dem Blog
Legoland: Aktuell auf dem Blog
Herbstchloss: Angefangen auf dem Blog
Annika und Tristan: Angefangen auf dem Block, werde ich aber vermutlich nicht fortführen

Prinzengeschichte:

Teil 1: Auf Block geschrieben
Teil 2: Aktuell auf Block

diverse Blogkurzgeschichten in meiner Schreibwerkstatt

Berichtigungen

Die Zauberfeen Teil 3
Die Rittergilde

Und das wars von dieser Übersicht. Ich hoffe dieser Schreibrückblick hat euch gefallen. Auf ein schönes nächstes Schreibjahr.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

Den nächsten Teil von die kleine Spielzeugfigur habe ich schon am 25.11. geschrieben, aber ich bin noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Das liegt daran, dass ich zunächst den nächsten Teil von das alte Herrenhaus auf dem Blog vorschreiben wollte und damit bin ich erst gestern Abend fertig geworden, weil ich daran etwa 6 Tage gar nicht geschrieben habe. Aber heute komme ich mal zu der kleinen Spielzeugfigur. Es geht also weiter.

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Was bisher geschah:

Dennis und Ronja hatten mit Ronjas Unterstützung weiter am Musikprojekt gearbeitet. Dann war Dennis mit Ronja in ein Cafe gegangen. Sie wusste jetzt von Sim und fand ihn faszinierend.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

Das Treffen mit Ronja war besser als erwartet. Ich war noch ganz aufgekratzt als ich nach Hause kam. Meine Eltern waren noch nicht da und so verzog ich mich auf mein Zimmer. Sim packte ich aus meiner Tasche und er konnte sich endlich frei bewegen.
„Dennis hatte ein Date, ein Date, ein Date!“, summte er vergnügt vor sich hin.
„Psst, leise“, zischte ich und es war kein Date. Es war ein Treffen unter Freunden.“
Sim beachtete meinen Einwand gar nicht. Er schien ganz aufgeregt zu sein. „Ich mag sie. Sie weiß von mir und findet mich faszinierend. Können wir sie mit zu den Rebellen nehmen?“
„Ich weiß nicht. Vielleicht“, sagte ich, setzte mich dann an den Schreibtisch und packte meine Hausaufgaben aus. Sim hüpfte zu mir auf den Schreibtisch und sah mich missbilligend an. „Sie könnte uns helfen und eine Unterstützung sein“, fand er.
„Vielleicht sollten wir erst mal Zeit lassen, damit sie sich an dich gewöhnen kann und dann sehen wir weiter“, schlug ich pragmatisch vor.
„Na gut“, gab Sim da nach und starrte mich unverwandt an. Ich rollte mit den Augen. „Ich muss Hausaufgaben machen, Sim. Ich bin heute spät dran damit. Läuft nicht gerade irgendwas super spannendes auf Kika oder so?“
„Blöde Hausfaufgaben. Verderben einem den ganzen Spass“, brummelte Sim. „Na gut. Dann mach eben Kika an. Vielleicht läuft ja Robin Hood oder Yakari.“
Also schaltete ich den Fernseher an und zwar so leise wie möglich, ohne dass Sim meckerte. So war er zufrieden.
Ich versuchte mich dagegen auf meine Hausaufgaben zu konzentrieren, aber meine Gedanken schweiften immer wieder zu Ronja ab. Ich freute mich schon auf die nächste Musikstunde. Als ich endlich fertig war, war das Sandmännchen lange vorbei. Sim schlief tief und fest auf meinem Sofa. Er musste ziemlich fertig gewesen sein. Ich schaltete den Fernseher aus, nahm mir Sim und packte ihn in die Schublade. Aber ich ließ einen Spalt offen. Dann packte ich meine Schulsachen für morgen und ging schließlich nach unten. Meine Eltern und meine Schwester waren schon da und meine Schwester deckte den Tisch. Ich half ihr.
Beim Abendessen erzählten wir uns über den Tag. Ich erzählte ihnen von fast allem ausser von Ronja. Meine Schwester war wie immer die Heldin des Tages mit ihren ewigen guten Noten. Mein Zeugnis war nicht schlecht, aber an sie kam ich nie heran.
„Was habt ihr für das Wochenende geplant?“, fragte meine Mutter uns.
„Ich will mit Lani ins Kino. Das ist schon seit Ewigkeiten geplant.“
„Und ich wollte vielleicht auf die Insel. Mir gefällt es dort“, erzählte ich.
„Wollen wir nicht mal wieder was zusammen unternehmen? Nur wir vier?“, schlug meine Mutter strahlend vor.
„Dann aber am Sonntag“, beharrte meine Schwester.
Ich nickte nur. Sim würe ich auf keinen Fall mitnehmen. Sollte ich ihn einfach zu Hause lassen? Keine gute Idee. Vielleicht konnte Ronja ihn ja nehmen. Sie war doch so begeistert von ihm. Dann könnten die beiden sich anfreunden. Die Idee gefiel mir immer besser.
Nach dem Essen ging ich wieder nach oben. Ich las noch etwas in meinem Buch und ging dann auch ins Bett schlafen. Vorher sah ich noch nach Sim in seiner Schublade. Er schlief noch tief und fest. Also ließ ich ihn und schlief selbst auch ein.

In der Nacht träumte ich von Sim und Ronja. Wir waren eine Familie und Sim unser Kind. Ronja und ich lebten zusammen in einem Haus und waren glücklich. Es war ein schöner Traum, aber irgendwie surreal. Ich war noch viel zu jung um sowas zu träumen.
Am nächsten Morgen wachte ich wie gerädert auf, aber mit einem Lächeln im Gesicht. Ich hörte Sim in seiner Schublade gähnen und öffnete sie ganz.
„Morgen Sportsfreund. Zeit für einen neuen Tag“, begrüßte ich ihn.
„Ich bin müde. Kann ich nicht noch schlafen?“, bettelte Sim.
„Ich dachte du wolltest so unbedingt mit in die Schule“, wunderte ich mich.
„Einen Tag kann ich schon mal verpassen. Das schadet mir nicht“, behauptete er.
Mir war nicht wohl bei dem Gedanken ihn alleine hier zu lassen. „Wirst du auch keine Dummheiten machen?“
„Vielleicht werde ich mal wieder die Nachbarskinder besuchen“, entgegnete er.
Das war eigentlich keine richtige Antwort auf meine Frage. Also druckste ich drum rum. „Ich weiß nicht.“
„Na los. Mach dich schon fertig für die Schule. Du hast heute kein Musik. Also kannst du mich ruhig hierlassen.“ Sim schloss demonstrativ wieder seine Augen.
Ich seufzte. Mir blieb wohl keine andere Wahl. Also stand ich auf, machte mich fertig für die Schule und ließ Sim zurück. Wohl war mir allerdings nicht dabei.

Fortsetzung folgt ….

So, wieder einen Teil geschafft. Mal sehen wann ich zum nächsten komme und wie es weiter geht. Es wird langsam.

Wie findet ihr es?

Das alte Herrenhaus Teil 13

So, dann widme ich mich mal dem nächsten Teil meines Herrenhauses. Geschrieben habe ich diesen Teil bereits am 24.11., aber bisher bin ich noch nicht wieder dazu gekommen ihn abzuschreiben.

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Was bisher geschah:

Moritz bekam einen neuen Haarschnitt. Colin warnte mich, dass ich mir überlegen sollte wie es mit Moritz weiter ging. Moritz hatte das Gefühl, dass es falsch war mir zu folgen. Weil alles viel schwieriger war als er es sich vorgestellt hatte. Doch ich wollte ihn nicht wieder hergeben.

Das alte Herrenhaus Teil 13

Am nächsten Morgen wachte ich einigermaßen erholt auf. Gott sei Dank war Wochenende. So musste ich wenigstens nicht in die Uni. Dann erinnerte ich mich wieder daran, dass Moritz nebenan war und lächelte in mich hinein.
Mein erster Blick galt wie jedem Morgen meinem Handy. Ich hatte neue WhatsApp Nachrichten. Die erste war von Colin, der ankündigte, dass er heute vorbei kommen wollte. Der zweite von meinem Bruder, der wissen wollte wieso er seit Tagen nichts von mir gehört hatte und die dritte war von meiner allerbesten Busenfreundin Sunny, die fragte ob ich noch lebe. Ich schrieb allen zurück, dann stand ich auf und zog Jeans und T-Shirt an. Barfuß ging ich ins Bad, putzte mir die Zähne und wusch mich. Dann erst sah ich nach Moritz. Meinem Gast, meinem Freund, meinen Vertrauten.
Er schlief immer noch tief und fest und sah dabei verdammt süß aus. Ich ließ ihn noch eine Weile schlafen und machte Frühstück. Ich kochte Tee, stellte Marmelade, Butter, Wurst, Nuttella und sowas auf den Tisch und toastete Toast. Dann ging ich erneut zu Moritz, beugte mich über ihn und küsste ihn auf die Wange. Er regte sich, wachte aber nicht auf. Also wiederholte ich meinen Kuss. Schlafend blinzelte er und sah mich dann schließlich an. Und dann lächelte er.
„Morgen. Schon Zeit um aufzustehen?“, fragte er müde.
„Na komm, du Schlafmütze.  Zeit aufzustehen“, neckte ich ihn. „Frühstück ist fertig.“
„Ach so. Das duftet hier so. Klingt verlockend.“ Gelenkig richtete er sich auf und torkelte erst mal ins Bad. Ich hatte ihm gestern Abend noch erklärt wie das wichtigste dort funktionierte. Währenddessen waren die ersen Toasts fertig, die ich auf zwei Teller legte. Einen für mich und einen für Moritz.
Als er wiederkam kam er auf mich zu und umarmte mich zunächst stürmisch. Dann küsste er mich. Er schmeckte so gut nach Minze. Automatisch lächelte ich. Zahnbürsten waren doch feine Erfindungen. Das fand auch mein Freund aus der Vergangenheit.
„Meine Zähne fühlen sich so sauber an wie nie“, strahlte er.
Ich grinste. „Schön, dass dir diese Erfindung gefällt.“
Dann setzten wir uns an den Tisch und er begutachtete die ersten Sachen. Einschließlich dem Nutella und dem Toast.
„Was ist das alles?“, fragte er verwirrt.
„Toast ist so etwas wie Weißbrot. Man kann es warm machen damit es knuspriger wird. Nuttella ist eine Art Schokoladencreme. Musst du unbedingt mal probieren. Butter wirst du ja kennen, auch wenn sie bei euch etwas anders war vom Geschmack her“, erklärte ich.
Vorsichtig bestrich er seinen Toast mit Nutella und ich tat es ihm nach. Doch ich wollte seinen ersten Biss auf keinen Fall verpassen. Erst wirkte er etwas skeptisch, aber dann schien er es geradezu zu verschlingen. Ich tat es ihm wieder nach. Als er aufgegessen hatte fragte er: „Und?“
„Diese Schokoladencreme ist köstlich“, stimmte er mir genießerisch zu.
Ich grinste zufrieden. „Sage ich doch.“
Dann aßen wir weiter und tranken unseren Tee. Als wir fertig waren fragte Moritz mich: „Was haben wir heute vor?“
„Ich dachte ich zeige dir für den Anfang ein bisschen was von der Stadt. Außerdem wollte Colin vorbeikommen und ich muss noch ein paar Besorgungen machen.“
„Klingt interessant“, fand er vorsichtig.
„Ich glaube es wird dir gefallen“, prophezeite ich ihm. Also machten wir uns fertig und die Besichtigungen begannen.

In der Stadt war der Lärm immer noch ungewohnt für Moritz. Er brauchte all seine Aufmerksamkeit um zurecht zu kommen. Die Menschenmengen der Neuzeit waren zu viel für ihn. Ich griff nach seiner Hand um ihm Sicherheit zu bieten.
„Du wirst dich dran gewöhnen“, flüsterte ich ihm zu.
„Wieso ist das alles so laut hier? Das ist ja kaum zu ertragen. Selbst ein Pistolenschuss wäre mir als Geräusch lieber. Der klingt wenigstens vertraut.“
Ich wollte lieber nicht wissen wie er das meinte. Eigentlich wollte ich ihm zuerst die Uni und dann das Einkaufszentrum zeigen, aber wenn es so abgeschreckt von der Lautstärke war, war die Bibliothek vielleicht doch die bessere Wahl.
„Das ist in meiner Welt normal. Wir sind hier in einer Großstadt. Da ist immer alles laut“, klärte ich ihn auf.
„Ich werde mich nie daran gewöhnen“, prophezeite er.
„Mag sein. Aber da musst du durch. Aber mit der Zeit wird es dir gefallen. Das verspreche ich dir.“
Moritz sah immer noch skeptisch aus. Ich führte ihn in die Stadt Richtung Bibliothek und hatte dennoch ein neues Ziel vor Augen. Ein Park würde ihm bestimmt gefallen. Doch zunächst erst mal die Bibliothek.
Ich war immer wieder beeindruckt von diesem riesigen Gebäude. Es war wunderschön, alt und einfach einzigartig.
„Was ist das da vor uns?“, staunte selbst Moritz.
„Die Bibliothek“, lächelte ich. „Komm, ich zeig sie dir.“
Und dann gingen wir Hand in Hand auf die Bibliothek zu. In Moritz Blick lag nichts anderes als kindliche Begeisterung und ich freute mich, dass ich ihm diesen Schatz zeigen konnte.

Fortsetzung folgt …

So endlich habe ich es abgeschrieben. Jetzt muss ich auch erst mal dringend off. Dann kann ich ja jetzt den nächsten Teil demnächst schreiben. Was sagt ihr zu diesem Teil?

Das 12. Wort Kitsch: Der Brautladen

So, das 12. Wort ist KITSCH und da ich sowieso mal was kitschiges wollte passte es irgendwie perfekt.

 

Der Brautladen

Ich plante schon seit langen meine Hochzeit. Auch wenn mir noch der passende Partner fehlte. All meine Freundinnen hielten mich für verrückt. Besonders Davina musste darunter leiden, denn ich schleppte sie in jeden Brautladen mit, den ich finden konnte. Meine Zwillingsschwester ließ es über sich ergehen, verdrehte aber jedes mal die Augen.
„Wie wäre es denn, wenn du erst mal einen Partner findest?“, fragte sie mich jedes mal und sah mich dabei schräg an.
Meine Antwort war immer dieselbe. „Ich hatte einen Partner und der war perfekt.“
Davina seufzte nur: „Claire, Liebes. Er war alles andere als perfekt. Er hat dich für seinen Job sitzen lassen.“
„Er ist Verkäufer für Brautsachen und selbstständig. Er wollte immer schon Karriere machen. Das hat er nie verheimlicht“, verteidigte ich ihn wie immer.
„Trotzdem hat Lance dich verlassen“, beharrte Davina sturr. „Das ist nicht ehrenhaft. Gehst du deswegen in jeden Brautladen, den du finden kannst?“
Ich zuckte zusammen. Davina hatte mich schon immer zu gut gekannt. „Ich will meine Hochzeit nur schon mal planen. Zumindest grob.“
Und dann stand ich plötzlich vor meinem ultimativen Hochzeitskleid. Es hing in dem Schaufenster vor dem ich stand. Es war rose mit weitem Rock und Rüschchen. Es war mit blinkenden Pailetten besetzt. Es war aufdringlich und gleichzeitig schlicht und der pure Kitsch. Aber es musste unbedingt meins werden.
„Wir müssen da unbedingt rein“, verkündete ich meiner Schwester aufgegregt. Sie folgte mir schweigend. Das kannte sie von mir ja schon.
Wir betraten den Laden. Er war ungewöhnlich düster für einen Brautladen, aber das machte nichts. Ich sah mich um, aber es war niemand zu sehen.
„Hier ist keiner“, bemerkte Davina nur. „Und es ist so düster. Lass uns wieder gehen.“
„Hast du das Brautkleid im Schaufenster gesehen? Das ist mein Kleid. Unbedingt.“ Ich war ganz aufgeregt.
„Das hast du bei tausend anderen Kleidern auch schon gesagt“, erinnerte mich meine Schwester.
„Aber hier ist es anders“, behauptete ich. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass es mein Kleid ist.“
„Ich dachte ich hätte Stimmen gehört. Da wollte ich mal nachsehen ob ich Kundschaft habe“, ertönte plötzlich eine allzu vertraute Stimme, die mir durch Mark und Bein ging.
Auch Davina drehte sich zu der Stimme um. „Lance. Na, sieh mal einer an. Ist das dein Laden?“
„Ja, das ist mein Laden.“
„Boomt aber nicht gerade, oder?“, fragte Davina nur skeptisch. „Ziemlich düster hier.“
„Das lässt sich ändern. Ich habe eigentlich erst um zehn geöffnet.“ Und dann schaltete er das Lichte ein und mir und Davina fiel die Kinnlade herunter. Wie viel Licht doch verändern konnte. Der Laden war einfach nur ein Traum. Überall hingen Brautkleider wie in Schaufenstern und die waren alle nicht weiß. Ich sah blaue, gelbe, silberne, grüne und rote. Zwischen den Reihen war weißer Teppich gelegt und an den Wänden hingen Ringe oder Schleier oder Brautschmuck. Auch Schuhe entdeckte ich hier und da.
„Wow, Lance“, staunte dann auch Davina aufrichtig. „So viel Geschmack hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ein bisschen kitschig, aber hübsch.“
„Danke.“ Lance strahlte übers ganze Gesicht und musterte uns dann neugierig. Er sah immer noch verdammt gut aus mit seinem schwarzen Haar, den blauen Augen und dem schönen Gesicht. Sein Körper war schon immer sehr elegant gewesen. „Was treibt euch hier her? Braucht ihr Brautkleider?“
„Ich habe mich in das rosa Kleid im Schaufenster verliebt“, gestand ich ihm nun. „Aber dieses blaue ist auch toll.“
„Das rosa Kleid, ja“, murmelte er vor sich hin. „Es ist wahrlich ein Traum. Es würde dir ausgezeichnet stehen.“
„Bescheiden wie immer“, bemerkte Davina, doch Lance ignorierte sie gekonnt.
„Also bist du verlobt?“, fragte er mich. Ich konnte nicht heraushören ob ihn das enttäuschte.
„Nicht direkt“, mischte sich da wieder Davina ein. „Sie plant nur schon seit Jahren ihre Hochzeit.“
„Planst du denn gerne Hochzeiten?“ Lance schien wirklich interessiert zu sein.
„Nur ihre eigene“, war Davinas Kommentar dazu.
Oh, Gott. Ich musste unbedingt was sagen. Ich konnte nicht die ganze Zeit über meine Schwester reden lassen. Aber bevor ich dazu kam übernahm Lance schon wieder das Wort.
„Du könntest bei mir einsteigen“, schlug er vor. „Ich leite den Laden und du übernimmst Kunden für die Hochzeitsplanung.“
„Oh nein, Lance“ währte Davina sofort ab. „Das wird sie nicht tun.“
„Ich kann auch für  mich selbst sprechen, danke.“ Endlich hatte ich meine Stimme wieder gefunden. „Ich habe eigentlich einen Job, aber ich denke darüber nach.“
„Claire!“ Davinsas warnenden Ton konnte ich kaum überhören.
„Das ist meine Chance, Davina“, klärte ich sie auf. „Ich bräuchte nicht mehr meine eigene Hochzeit planen. Ich könnte andere planen.“
„Aber wir sprechen hier über eine Zusammenarbeit mit Lance“, erinnerte Davina mich. „Der, der dich wegen seinem Job verlassen hat. Schon vergessen?“
„Das tut mir auch echt total leid“, fing Lance gleich an sich zu entschuldigen. „Ich liebe meine Arbeit, aber ich vermisse dich in meinem Leben. Würdest du vielleicht mal wieder mit mir ausgehen?“
„Ach Gott, das kann nicht dein Ernst sein“, stöhnte Davina.
„Wenn ich hier anfange wird es nur um die Arbeit gehen“, machte ich ihm klar. Zumindest am Anfang. Ich musste erst mal sehen wie es läuft. „Du hast mich verletzt, Lance. Aber dieser Job würde mich schon reizen.“
„Alles klar. Bedinung akzeptiert. Das muss für den Anfang reichen“, willigte Lance überraschend schnell ein. „Wann kannst du anfangen?“
„Kriege ich denn keine Bedenkzeit“, fragte ich ihn.
„Dann sehe ich dich nie wieder, weil Davina dich solange bequatscht, dass du doch nicht annehmen wirst“, befürchtete er.
Da könnte er Recht haben. „Okay. Kann ich Montag anfangen?“ Heute war Freitag.
„Ausgezeichnet“, freute er sich und strahlte. Von Davina kam ein kollektives Stöhnen.
„Eine Bedingung habe ich noch“, stellte ich dann noch klar. „Wenn ich heirate will ich genauso ein Kleid wie das rosane im Schaufenster. Egal wen ich heirate.“
Er zuckte kurz zusammen, nickte aber. „Geht klar.“
„Gut, dann bis Montag. Ich freue mich.“
Und damit verließ ich mit einem guten Gefühl den Laden. Davina trabte neben mir her. Sie war nicht begeistert. Das wusste ich, aber ich musste es wenigstens versuchen  mit der Arbeit und mit Lance.

Ende

So, das war meine Geschichte zum Kitsch. Wie findet ihr sie?