Story-Samstag 10: Der Spiegel zum Eislandschaft Teil 1

Endlich komme ich mal dazu was zu dem Story-Samstag zu schreiben. Das Thema war so spannend, aber ich konnte meine Ideen wegen der Grippe nicht aufschreiben. Gerade mal eine Seite habe ich geschafft, aber ich befürchte ja eher, dass es ein Zweiteiler wird. Mal sehen … Das Thema hat einfach zu viel Potential, dass es schade wäre es abzukürzen.

storysamstag
Der Spiegel zur Eislandschaft Teil 1

“Hey! Hey, du da! Hey, ich rede mit dir!“, rief eine Stimme quer durch mein Zimmer.Ich fur aus dem Schlaf hoch. Woher war diese Stimme gekommen? Träumte ich noch?
“Hey! Ich bin hier! Ich habe nicht ewig Zeit!“, machte sich besagte Stimme erneut bemerkbar.
Mein Blick wanderte durch mein Zimmer und blieb an meinem Spiegel hängen. Den wunderschönen Spiegel, den ich auf dem Flohmarkt aufgegabelt hatte. Er war mir sofort ins Auge gestochen, weil er mit lauter Schneeflocken verziert war. Seitdem hing er an meiner Wand und ich sah jeden Morgen mein Gesicht darin. Gesprochen hatte der Spiegel allerdings noch nie mit mir. Natürlich nicht. Spiegel konnten schließlich nicht sprechen. Doch als ich nun verschlafen wie ich war vor den Spiegel trat sah ich nicht mein Gesicht darin sondern das eines Wesens. Ich las viel Fantasy und liebte Märchen. Deswegen könnte ich schwören, dass ich in meinem Spiegel einen Kobold sah.
Ich versuchte ihn wegzublinzeln. Bestimmt träumte ich noch. Es gab weder Kobolde noch sprechende Spiegel.
Dennoch fragte ich ihn: „Wer bist du?“
“Ich bin Lork. Der persönliche Diener von Prinz Teirran“, antwortete der Kobold gelassen.
“Wer ist Prinz Teirran?“, wollte ich verwirrt wissen. „Kann ich nicht einfach aus diesem Traum aufwachen?“
“Der Prinz von der Eislandschaft. Der beste Prinz von ganz Elisiess. Die anderen kann man vergessen. Alles Weicheier“, ewiederte der Kobold stolz ohne auf meine letzte Bemerkung einzugehen.
“Und was hat das alles mit mir zu tun?“ Wieso wachte ich nicht auf? Nervende Kobolde waren nicht gerade mein Lieblingstraum.
“Du gehörst natürlich zu ihm. Der Spiegel hat dich erwählt. Also wirst du eine Prinzessin werden“,verkündete er.
“Sicher nicht in diesem Leben“, murmelte ich. „Kann ich jetzt bitte einfach aufwachen? Das ist doch total verrückt.“
“Du träumst nicht. Ich bin wirklich hier. Also, kommst du jetzt mit?“ Lork wirkte langsam genervt von mir.
“Wohin?“, fragte ich verwirrt.
“Zu Prinz Teirran natürlich.“ Lork verdrehte die Augen.
“Ja, klar“, höhnte ich. „Ich dachte, das hatten wir schon. Wie soll das überhaupt gehen?“
“So“, grinste der Kobold spitzbübisch und blitzschnell fuhr sein Arm aus dem Spiegel und schnappte sich mich und zog mich mit rein.
“Hey!“, beschwerte ich mich noch und dann fing sich schon alles an zu drehen und wirbelte herum bis ich im Schlafanzug mitten im Schnee lag. Na, toll, das war ja super. Wurde ich überhaupt gefragt ob ich das wollte?
“Du hast mich entführt“, fuhr ich den Kobold an. Immerhin fror ich nicht.
„Ich dachte, du träumst und weigerst dich zu glauben, dass du wach bist. Dann zählt das doch wohl nicht“, konterte der Kobold spitzbübisch. Na, der hatte nerven.
„Dann hast du mich eben im Traum entführt“, erwiederte ich. „Besser macht es das jetzt auch nicht.“
„Jetzt bist du sowieso einmal hier. Also hör auf zu meckern. Folg mir lieber. Es ist nicht weit.“
„Mit Barfuß und in Schlafanzug?“, fragte ich entsetzt. „Soll ich erfrieren?“
„Frierst du etwa?“, fragte er mich.
„Äh, nein“, gab ich wiederwillig zu.
„Na, siehst du. Problem gelöst. Du gehörts eben hierher.“ Lork schien zufrieden und ohne auf eine Antwort meinerseits zu antworten ging er voraus.
Da ich sowieso schon mal hier war, wie er ja so schön erwähnt hatte, konnte ich mich auch genauso gut umsehen. Ich hatte sowieso nichts besseres zu tun ausser dem Kobold hinterherzulaufen.
Hier war alles voller Schnee und Eis, aber der lag nicht einfach nur langweilig herum sondern daraus waren lauter Eisskulpturen gebildet und den ein oder anderen Schneemann sah ich aus. Der Anblick lohnte sich schon. Das musste ich zugeben.
Ich hätte mich ja sofort verlaufen, aber Lork führte mich durch die Landschaft als kenne er sich bestens aus, was vermutlich auch der Fall war. Nach einer Weile sah ich in der Ferne etwas, das ein Palast hätte sein können. Es wirkte ziemlich verschnörkelt und mit vielen Ecken und Winkeln. Gerade ließ sich die Sonne blicken und verzauberte die Landschaft in eine glitzernde Masse.
„Ah, Garrold lässt sich doch noch dazu herab uns Sonne vorbei zu schicken. Wie nett“, meinte Lork gerade. „Das tut er jede Woche höchstens für ein paar Stunden mal. Geizkragen.“
„Wer ist Garrold?“, fragte ich. Ich hasste es, dass der Kobold annahm ich müsse schon alles wissen.
„Der Sonnenheer. Herrscher über alle Sonnen. Er verschimmt geradezu im Sonnenlicht, aber uns anderen gibt er kaum was ab. Verbrennen soll er. Ihr könnt froh sein, dass er wenigstens die Güte hat, die Sonne auf die Erde scheinen zu lassen.“ Offenbar hielt Lork nicht viel vom Sonnenheer. Na denn. Ich war froh über das bisschen Sonne. Ich würde mich bestimmt nicht beschweren.
Langsam kam der Palast immer näher und wirkte somit auch immer größer. Ausserdem wurde ich immer nervöser.
„Äh, Lork. Was machen wir, wenn wir dort ankommen, falls das unser Ziel ist?“, fragte ich den Kobold deswegen.
Er warf mir einen skeptischen Blick zu: „Erst mal würde ich sagen du gehst duschen und ziehst dich um. Danach wirst du natürlich Teirran kennen lernen.“
„Es gibt eine Dusche im Eispalast?“, fragte ich erstaunt.
„Nicht so wie du es dir vorstellst“, lachte er und das hörte sich gar nicht gut an.
Und dann kamen wir den Eispalast immer näher. Schließlich betraten wir ihn und und Lork führte mich auf mein Zimmer. Der Eispalast wirkte von innen nicht weniger beeindruckend als von außen. Lork ließ mich allein und holte ein Dienstmädchen, dass mir helfen sollte. Das wurde ja immer besser. Wo war ich hier nur gelandet? Ich ahnte böses ….

Fortsetzung folgt ….

Fortsetzung: Klick

Tja, es ist wieder passiert. Ein Fortsetzungsteil. Aber hier gings einfach nicht ohne. Das Thema hat einfach zu viel Potential. Selber Schuld.

Story – Samstag 9: Helfende Tiere

Huh, Tante Tex Anforderung ist heute ganz schön groß. Das mit den Tieren mag ja noch zu schaffen sein, aber das mit der naiven Aliencrew? Mal sehen, was ich da zaubern kann …

storysamstag

Helfende Tiere

Fast alle Menschen sind von seltsamen Wesen aus einem fremdem Planeten in die Enge getrieben worden und in Lagerhallen zusammen getrieben worden. Leider haben die Aliens eine Rasse von ganz besonderen Menschen vergessen. Jene, die sich in Tiere verwandeln können, aber auch jederzeit Mensch sein können. Gestaltenwandler. Die bösen Wesen haben keine Ahnung, dass wir existieren. Wir leben fernab im Wald, doch bald ist unsere Zeit gekommen und wir werden die Wesen vertreiben und die Erde und die Menschheit retten.
Mein Name ist Kel und zusammen mit meiner Gefährtin Tesi kann ich fast alles schaffen. Ich selbst kann mich in einen Eichhhörnchen verwandeln. Bei Tesi ist das anders. Sie kann sich in verschiedene Tiere verwandeln. Ihre Lieblingsgestalt ist ein kleines Küken. Tesi sagt immer zu mir, dass die so ungefährlich aussehen und deswegen niemand ahnt wie gefährlich sie wirklich ist. Das könnte unser Vorteil sein. Es ist zwar eher selten, dass Küken und Eichhörnchen zusammen gesehen werden, aber das wissen diese dummen Wesen ja nicht. Vielleicht wissen sie nicht mal was Tiere sind. Jedenfalls haben sie uns bisher nicht beachtet, wenn wir ihnen auf der Straße begegneten. Was können ein Eichhörnchen und ein Küken denn schon groß ausrichten?
Wenn wir in der Stadt untewegs sind sind wir also Kel, das Eichhörnchen und Tesi, das Küken, aber wenn wir im Wald sind verwandeln wir uns oft in unsere eigentliche Gestalt als Mensch zurück. Sowie jetzt gerade. Die komischen Wesen vermeiden den Wald. Er macht ihnen Angst. Ihr Pech und unser Glück.
Tesi und ich sind also in unserer schönen Hütte tief im Wald und ziehen uns gerade wieder an. Hier im Wald können wir wir selbst sein, aber auch nur hier im Wald.
„Also, wie sieht der Plan aus?“, fragt Tesi gerade und macht sich in der geräumigen Küche zu schaffen. „Ist Levin schon zurück?“
„Ich glaube nicht“, antworte ich als ich mir den Pullover überziehe. „Ich glaub er ist immer noch mit Annie unterwegs.“ Levin ist ein Wolf und Annie ein Reh. Na ja, zumindest wenn sie nicht im Wald sind. Sie wollten die andere Seite der Stadt überprüfen.
„Hast du gesehen wie diese miesen Wesen die Menschen halten? Wie Tiere im Käfig. Abgemagert sehen sie aus. Einfach schrecklich“, regte sich Tesi auf. Sie regte sich jedes mal auf, wenn wir in der Stadt waren. „Wir müssen endlich etwas tun.“ Auch das war ihr Standartspruch.
„Du musst Geduld haben. Noch ein paar Tage. Dann befreien wir die Menschen endlich“, versuchte ich sie zu beruhigen und half ihr beim Gemüse schneiden, was sie schon aus dem Gefrierschrank geholt hat. Da wir uns in Tiere verwandeln konnten liebten wir Gemüse, aßen aber bestimmt kein Fleisch. Dann würden wir ja unsere Freunde essen. Das ging mal gar nicht.
„Das sagst du jedes Mal“, beschwerte sich Tesi und schnitt noch energischer das Gemüse, dass sie in einer Pfanne braten wollte.
„Hey“, sagte ich nur und nahm ihr das Messer sanft aus der Hand. Dann drehte ich sie um und zog sie soweit in meine Arme, dass ich sie noch ansehen konnte. „Jetzt ist es wirklich bald soweit. Unser Plan ist so gut wie ausgearbeitet. Sobald Levin und Annie zurück sind besprechen wir den Rest und in ein paar Tagen gehts dann los. Versprochen.“
Sie schmiegte sich an sich und seufzte traurig: „Aber Sunny hat vielleicht keine paar Tage mehr.“
Sunny war eine menschliche Freundin von uns, die sie gefangen nommen hatten. Wir wussten genau wo sie war, denn als Tiere konnte sich fast überall hin. Besonders wenn Tesi sich bereit erklärte sich in eine Maus zu verwandeln. Das tat sie nicht so gern, denn Mäuse werden zu oft gejagt, aber für Sunny machte sie eine Ausnahme.
„Ich hoffe, du hast Recht.“ Dann löste sich Tesi von mir und schnitt weiter ihr Gemüse, aber nicht mehr ganz so energisch wie zuvor. Also half ich ihr wieder.

Levin und Annie kamen erst spät in der Nacht wieder zurück. Wir hatten schon längst unser gebrantenes Gemüse gegessen und unseren Tomatensaft getrunken, aber wir konnten noch nicht schlafen. Deswegen blieben wir noch unten. Levin hatte sich zurück verwandelt in den Menschen, der er war, aber Annie war nicht bei ihm.
Tesi sprang sofort auf und fragte entsetzt: „Was ist passiert?“
„Sie sind uns bis kurz vor den Wald gefolgt. Annie liegt verletzt vor der Hütte. Sie haben sie angegriffen“, berichtete Levin hektisch.
„Heißt das wir sind hier nicht mehr sicher?“, wollte Tesi beunruhigt wissen.
„Ich weiß es nicht. Aber wir müssen etwas für Annie tun“, sagte Levin und klang fast panisch.
„In Ordnung“, nickte ich. „Am besten wir holen Siemen hinzu.“ Simon war unser Heiler. Er war ein Hund, wenn er kein Mensch war und hatte irgendwie eine ganz besondere Beziehung zu den anderen Tieren.
Siemen kam in aller Eile zu uns rüber als er von Annie hörte. Er trug eine Salbe auf ihre Wunde. Diese Salben bereitete er selbst zu und die Zutaten dafür fand er alle hier im Wald. „Sie sollte aber über Nacht draußen bleiben. Einer von euch sollte bei ihr bleiben. Morgen gehts ihr dann besser.“
„Okay, ich werde draußen schlafen“, meldete sich Levin natürlich gleich dafür und gleich als er aus der Tür war verwandelte er sich in den Wolf zurück.
„Wir sollten auch schlafen gehen. Vor morgen kriegen wir sowieso keine Antworten“. Sanft zog ich Tesi mit mir, die wiederstrebend nickte.

Am nächsten Morgen konnte Annie sich schon wieder verwandeln und wir redeten über den gestrigen Abend. Levin und Annie erzählten noch mal wie nah uns die seltsamen Wesen bereits gekommen waren.
„Wir müssen sofort die Tiere zusammenrufen und den Angriff starten“, fand ich.
„Aber wissen wir denn genug?“, fragte Annie.
„Haben wir eine andere Wahl?“, konterte ich.
„Er hat recht“, stimmte Levin mir zu. „Lass uns die Tiere zusammenrufen.
Also trafen wir Gestaltenwandler uns alle in unserer Menschenform in der Waldlichtung in der Mitte des Waldes.
„Wir müssen die komischen Wesen, die unser Reich stürzen. Ohne die Menschen kann diese Welt nicht leben. Ohne die Menschen werden auch wir bald vergehen. Zum Teil sind wir selbst Menschen. Heute ist der Tag gekommen an dem wir die Lagerhallen stürmen“, drängte Levins Stimme in die Menge.
Unsere Freunde jubelten im großen Stil und somit war es entschieden. Wir verwandelten uns in Tiere zurück und stürmten auf die Stadt zu.
Die komischen Wesen, die um den Lagerräumen herum Wache standen sahen uns kommen und da wir so viele Tiere waren und so schnell auf sie zukamen sprangen sie sofort an die Seite und jagten davon. Unser erster Triumpf. Ich verwandelte mich schnell in einen Menschen zurück und öffnete das Tor, dass nicht verschlossen war. Offensichtlich dachten unsere Feinde sie bräuchten keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen. Dann schnappte ich mir einen Kittel, der rum lag und warf ihn mir über um meine Blöße zu bedecken und die Tiere trampelten die restlichen Feinde nieder. Die Wölfe und Rehe öffneten mit ihren scharfen Krallen die Käfige und die Menschen strömten erleichtert heraus. Das taten auch andere Tiere an anderen Lagerhallen und so befreiten wir die Menschen und die komischen Feinde wurden in die Flucht geschlagen. Mit uns Tieren hatten sie nicht gerechnet.
„Juhu, wir haben es geschafft!“, jubelte Tesi.
Abends feierten wir ein großes Fest und feierten unseren Sieg.

Sorry, dass das jetzt so abgekürzt ist, aber ich wollte auf keinen Fall schon wieder einen Mehrteiler schreiben. Sonst wäre das hier viel länger geworden.

Das war es schon wieder vom Story – Samstag. Ich bin gespannt auf eure Geschichten.

Story – Samstag 8: Träume von der Zukunft

Bevor es mit meinen Jahresrückblicken weiter geht widme ich mich erst mal dem Story-Samstag. Da sollen wir ja was über Vorsätze schreiben. Mal sehen was mir so einfällt.

Träume von der  Zukunft

Die drei Kinder Julian, Tya, Kim und Luke waren die allerbesten Freunde. Sie waren erst acht Jahre alt, aber jedes Jahr zu Silvester sahen sie sich Dinner for one an und überlegten was sie nächstes Jahr so alles machen wollten. Dieses Jahr war das allerdings ein wenig anders. Dieses Jahr  nahmen sie sich vor wie sie sein wollten, wenn sie groß waren.
Julian erklärte seinen Freunden: „Ich möchte mal Astronaut werden und mit dem Raumschiff ins All fliegen.“
Tya fand das albern, erklärte aber: „Ich möchte Autorin werden und mein eigenes Buch schreiben.“
„Worum soll es gehen?“, wollte Kim neugierig wissen, die den Vorsatz toll fand.
„Um uns und unsere magischen Abenteuer“, erklärte Tya voller Überzeugung.
„Klingt gut“, fand Kim und die Jungs verdrehten die Augen.
„Und was ist mit dir Kim?“, fragte Julian nun.
Kim war zwar erst acht Jahre alt fand aber Liebesgeschichten richtig romantisch. Deswegen antwortete sie: „Ich möchte verliebt sein.“
Die Jungs schüttelten nur mit dem Kopf. Wie albern!
„Und ich möchte auf jeden Fall Polizist werden und ein eigenes Haus haben“, erklärte Luke stolz. Das wunderte die Freunde nicht, denn Lukes Vater war Polizist und mit acht fand man diesen Beruf sowieso oft cool.
„Ich wette, wenn wir in zehn Jahren auf unsere Wünsche zurückblicken lachen wir darüber“, bemerkte Tya nachdenklich. „Ich glaub Erwachsene denken nicht wie wir.“
„Vielleicht sollten wir unsere Wünsche aufschreiben“, überlegte Julian nun.
Gesagt, getan. Sie schrieben ihre Wünsche auf und verstauten sie in eine Kiste. Julian packte sie in seinem Zimmer in ein loses Dielenbrett. Nun warteten sie auf das Feuerwerk, dass sie an Silvster besonders liebten.

10 Jahre später:

Kim ging mit Tya zusammen über die grüne Wiese. Es war Sommer und hier war ihr Lieblingsplatz. Sie trafen sich hier immer mit Julian und Luke. Ihre Eltern hatten sich mittlerweile heftig gestritten, doch die vier Freunde von früher waren nach wie vor unzertrennlich. Sie wohnten jetzt nicht mehr bei ihren Eltern sondern im Studentenwohnheim in einer größeren Stadt. Tya studierte Germanistik, Julian etwas technisches (die genaue Bezeichnung konnte sie sich nie merken) und Luke ging wie zu erwarten gewesen war auf die Polizeiakademie.
Kim selbst beobachtete gerade Julian wie er zu ihrer Wiese geschlendert kam. Er hatte den Kinderspeck abgelegt, den er mit acht Jahren noch hatte, und sehr drahtig geworden. Er sah gut aus mit seinen blonden Haaren, den grünen Augen und dem sanften Gesicht. Er trug lässige Jeans und ein blaues T-Shirt. Kim hatte Julian schon immer am liebsten gemocht, aber in den letzten Jahren hatte sich etwas verändert. Ihre Gefühle für ihn waren tiefer geworden. Für Julian war sie aber offenbar nach wie vor nur eine gute Freundin gewesen.
Als auch Luke schließlich eingetroffen war holte Julian eine alte Kiste aus seinem Rucksack.
„Du hast sie immer noch?“, staunte Kim.
„Klar!“, nickte Julian stolz. Er wirkte fast wieder wie ein Kind. Das hatte sie schon öfter bemerkt.
„Das ist doch albern“, fand Luke augenrollend. „Da waren wir acht.“
„Ich find es spannend. Mach sie auf“, forderte Tya Julian aufgeregt auf.
Julian öffnete die Dose und hielt den ersten Zettel hoch. Er gehörte ihm selbst. „Oh, ich wollte Astronaud werden. Hat wohl eher nicht geklappt.“ Er klang ein bisschen traurig, was mir leid tat, doch dann hellte sich sein Blick wieder auf. „Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe.“
Dann zog er Tyas Zettel raus und meinte: „Hm, Autorin bist du noch nicht.“
„Es dauert halt nur etwas länger, aber ich habe schon viel geschrieben und auch über Elfen“, hielt sie dagegen. Tya hatte wirklich schon viel geschrieben und ich hatte viel davon gelesen. Es waren gute fantastische Geschichten, die sie da schrieb.
„Tja, Lukes Zettel brauchen wir wohl gar nicht öffnen“, verkündete Julian dann. „Wir wissen alle, dass er der Überflieger in der Akademie ist und sein Ziel fast erreicht hat. Wir sind stolz auf dich, Luke.“
„Ich auch auf mich“, nickte er grinsend. Luke war schon immer besonders selbstbewusst gewesen.
„Und Kim?“ Julian sah mir tief in die Augen und mein Herz schlug mir bis zum Hals. „An deinen Wunsch kann ich mich noch genau erinnern.“
Kim wünschte, er würde sie nicht so intensiv ansehen, aber wenigstens las er ihren albernen Wunsch nicht laut vor. Stattdessen fragte er etwas viel heikleres: „Hat es geklappt?“
„Ich weiß nicht genau“, stammelte sie verlegen, konnte den Blick aber nicht von ihm wenden. Um seinen Mund herum bildete sich sein süßes Lächeln. Er wirkte als könnte er ihr bis in die Seele blicken.
„Wir werden sehen“, murmelte er und packte die Zettel wieder in die Dose. „Fasznierende Sache diese Vorsätze. Das war damals eine gute Idee es aufzuschreiben.“
„Aber was hat es denn gebracht?“, fragte Luke. „Auch ohne diese Vorsätze wäre etwas aus uns geworden.
„Ja, aber vielleicht wären sie in eine andere Richtung gegangen“, hielt Julien dagegen.
Daraufhin schwiegen wir und meine Gedanken drifteten ab. Diese Wiese hatte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf uns gehabt. Sie lag ausserhalb der Stadt und es wirkte fast ländlich. Sie erinnerte uns an unsere Heimat. Während ich noch darüber nachdachte veränderte sich plötzlich etwas. Die Wiese schimmerte und mit ihr Julian und ich und ehe wir uns versahen waren unsere Freunde weg und es waren nur noch wir beide übrig.
„Was ist passiert?“, fragte ich Julian verwirrt, der genauso gelassen aussah wie vorher.
„Du würdest es mir sowieso nicht glauben, wenn ich es dir erklären würde“, sagte Julian nur und klang fast traurig.
„Julian …“ Ich ließ seinen Namen in der Luft klingen. Er wusste doch, dass er mir vertrauen konnte, oder? „Wieso sollte ich dir nicht glauben? Wie lange sind wir jetzt miteinander befreundet? Du weißt, dass ich dir glaube.“
„Na gut …“ Zögernd begann er zu erzählen. „Kannst du dich noch daran erinnern, dass ich mir mit acht Jahren gewünscht habe Astronaut zu werden? Ich habe es gerade vorgelesen.“
„Natürlich erinnere ich mich“, erwiederte ich augenrollend. „Es hat nicht geklappt.“
„Na ja, eigentlich hat es geklappt. Nur anders als ich es mir vorgestellt hatte“, gab er verlegen zu.
„Wie meinst du das?“, fragte ich leicht verwirrt.
„Ich war auf dem Mond, aber nicht als Astronaut. Ich … Ich wurde dort hingebeamt“, erklärte er mir.
„Julian …?“, fragte ich leicht zögernd und verwirrt. Was meinte er damit bloß. Etwas ratlos sah ich ihn an.
„Es stimmt, was ich sah. Ich war auf dem Mond. Es ist mehr oder weniger meine Heimat. Ich bin ein Mondkind, aber mit drei Jahren zu den Menschen auf die Erde geschickt worden. Heute bin ich ihr Botschafter. Ich weiß, es hört sich verrückt an, aber so ist es. Der Mond ist wunderschön. Von dort aus sieht man die Sterne viel besser.“ Verträumt und hoffnungsvoll sah er mich an. Ich wagte nicht irgendetwas zu sagen. Ich wollte ihn nicht verletzen, aber es fiel mir schwer das zu glauben.
„Du hast doch eben gesehen, was mit der Wiese und unseren Freunden passiert ist, oder?“, fragte Julian mich nun. Offenbar bemerkte er, dass ich ihm nicht glaubte.
„Ja“, hauchte ich unsicher.
„Das war ich. Das ist Mondmagie. Meine Magie. Guck, ich zeig dir was.“ Plötzlich strahlte er und dann zeigte er mir seine Magie tatsächlich. Ein wunderschöner Schmetterling kam wie aus dem Nichts auf seine Hand. Er war sehr bunt. Er blieb ungewöhnlich still und schimmerte leicht.
„Ein Mondflügel“, erklärte Julian und setzte das kleine Tier auf meine Hand. Staunend sah ich ihn an. Dann drang erst durch, was er zu mir gesagt hatte.
„Du warst wirklich auf dem Mond?“, fragte ich ihn.
„Ja“, nickte er. „Und so weit von dir entfernt ist mir etwas klar geworden.“
„Was denn?“, fragte ich neugierig.
„Ich möchte nicht mehr ohne dich sein“, erklärte er mir.
Das erstaunte mich wirklich. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber bevor ich seine Worte realisieren konnte war er mir schon so nah, dass sein Gesicht meines fast berührte. Dann lagen seine Lippen auf meinen und er küsste mich. Und wie. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Konnte das wirklich wahr sein. Aber als er sich leicht von mir löste lächelte er mich glücklich an und ich schmiegte sich in seine Arme.
„Julian …“ Mehr brachte ich nicht zustande.
Er hielt mich ganz fest und meinte: „Dein Vorsatz sollte doch auch erfüllt werden und ich bin froh, dass ich dir das ermöglichen kann.“
„Julian …“, wiederholte ich und schmiegte mich in seine Arme. „Seit wann weißt du, dass ich so für dich empfinde?“
„Eine Weile“, sagte er wage und dann genossen wir einfach unsere Zweisamkeit. Die Frage war nur wann er auf dem Mond gewesen war und wann er seine Magie entdeckt hatte und natürlich seine Gefühle für mich. Da waren noch so viele Fragen offen, auf die ich gerne eine Antwort hätte, aber das hatte Zeit. Im Moment waren nur Julian und ich wichtig.

Ui, das ist jetzt wirklich lang geworden, aber ich wollte es vermeiden schon wieder einen Mehrteiler zu schreiben. Ich hoffe die Länge stört euch nicht. Ich mag die Idee ja irgendwie. Julian und Kim find ich süß zusammen. Hach, hätte schon wieder Potential für eine Fortsetzung, aber nein. Da ist noch viel zu viel offen.

Was sagt ihr zu meiner Geschichte?

Story Samstag 7 Weihnachtswünsche + Liesa wartet aufs Christkind

Tante Tex hat eine neue Herausforderung für uns. Mal sehen, was sich da machen lässt.

Was weihnachtliches will sie also erneut haben.

Weihnachtswünsche

Weihnachtszeit. Die schönste Zeit im Jahr. Finde zumindest ich. Aber ich weiß, dass viele Leute froh sind, wenn es vorbei ist. Das kann ich mir kaum vorstellen. Leute, die kein Weihnachten mögen. Damals in Ostpreußen war das doch bestimmt ein Highlight nach all dem Schlimmen, was sie dort erlebt haben. All die Armut und Verwüstung. Da war Weihnachten doch bestimmt eine tolle Abwechslung. Ich jedenfalls bin froh, dass ich damals nicht dort gelebt habe.

Heutzutage sind viele Menschen so auf sich fixiert und ihr Leben und all den Stress, dass sie nicht mal Weihnachten mehr genießen können. Da muss sich doch was ändern, oder? Wie kann man diesen Leuten Weihnachten wieder näher bringen? Wie kann man ihnen die Liebe und die Freude wieder näher bringen? Vor allem die Freude an Weihnachte, denn eigentlich ist es ein so wunderschönes Fest.

Vielleicht sollte man ihn einen schönen Film mit einem wundervollen Drehort zeigen? Vielleicht Weihnachten am Strand oder in einem kleineren Land wie Island zum Beispiel. Ich hab gehört die sollen da eine ganz tolle Weihnachtstradition haben. Irgenwas mit einem Meer von Lichtern. Haben sie vielleicht sogar zu anderen Zeiten Weihnachten als wir? In manchen Ländern ist das ja so. Da haben bestimmt auch die Ressegeure einen tollen Drehmoment.

Vielleicht wäre auch eine magische Weihnachtsgeschichte schön in denen es nicht nur um langweilige Vertreter oder sowas geht. Sowas richtig tolles für Erwachsene. Damit kann man einige bestimmt locken. Vielleicht sollten die Leute wieder mehr über sowas schreiben als über Leute, die sich nicht mögen oder ständig nur zanken. Was wirklich romantisches. Das könnte mir gefallen.

Einfach mal ein paar Tage frei nehmen würde vielleicht auch helfen. Abschalten, rauskommen. Keine Revision vornehmen und keine Konferenzen halten. Einfach nur Weihnachten feiern mit Freunden und Familien und das Fest genießen. Sich auf das Fest einlassen und sich auf das Fest freuen. Vielleicht einfach mal in den Urlaub fahren.

So könnten die Leute Weihnachten wieder mehr mögen. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Und zum Einstieg hier eine kleine Geschichte zum Weihnachtsabend als Vorgeschmack auf all die magischen Weihnachtsgeschichten, die bald geschrieben werden, und Weihnachtsfilme, die gedreht werden.

Lisas und das Christkind:

Ich bin 6 Jahre alt. Heiligabend wird unser Wohnzimmer immer abgeschlossen, aber leider wird regelmäßig vergessen die Vorhänge auch runter zu ziehen. So sitze ich jedes Jahr an Heiligabend etwa zwei Stunden vor dem Wohnzimmerfenster in einer Hecke und warte darauf, dass das Christkind kommt. Leider verpasse ich es immer. Das ärgert mich schon, denn ich würde das echte Christkind wirklich gerne mal sehen.

Heute allerdings passiert etwas anderes, etwas spannendes. Plötzlich erscheinen aus dem Nachbarsgarten, wo nicht mal Kinder sind aus dem Nichts Kobolde und Elfen. Ich beochachte sie und rutsche weiter in die Hecke hinein. Ich bin ganz aufgeregt. Noch nie habe ich echte Kobolde und Elfen gesehen, obwohl ich immer an sie geglaubt habe.

Vor Aufregung falle ich fast aus der Hecke, aber ich versuche ruhig zu bleiben. Sonst verschwinden die kleinen magischen Wesen vielleicht wieder. Das will ich auf keinen Fall riskieren, denn ich beobachte sie ja schließlich.

Gerade sehen sie sich um ob sie ja auch niemand sieht. Sind sie dumm. Wieso haben sie sich nicht unsichtbar gemacht. Das können sie doch bestimmt. Aber vielleicht glauben sie ja, dass um diese Zeit niemand in einer Hecke sitzt um auf das Christkind zu warten. Na ja, so schönes Wetter ist auch nicht. Es schneit und es ist kalt. Der Schnee liegt schon meterhoch. Ich friere, aber ich will sehen, was diese Elfen und Kobolde vorhaben.

Die Elfen schleichen zu unserem Haus. Zu uns? Was wollen sie denn da? Das Christkind soll doch kommen. Ich warte auf das Christkind. Aber die Elfen betreten unseren Garten während die Kobolde den Weg bewachen. Aha, Spione also. Verstehe.

Die Elfen jedenfalls sind jetzt doch in unser Haus geschlichen. Obwohl unser Haus sonst immer abgeschlossen ist (ich hab mir einen Schlüssel stibitzt), ist es heute offen. Neugierig schleiche ich den kleinen Wesen hinterher. Sie wollen doch wohl nicht etwa das Christkind verjagen! Das geht auf gar keinen Fall und das werde ich verhindern.

Die Elfen schleichen über den Flur in das leere Wohnzimmer. Ich spähe neugierig hinein. Unter dem Christbaum liegen noch keine Geschenke. Na nu, was ist denn das? Hab ich das Christkind etwa in diesem Jahr noch gar nicht verpasst? Hat sich mein Warten endlich mal ausgezahlt? Das wäre ja toll!

Die Elfen jedenfalls stehen unschlüssig herum und zünden schließlich die Kerzen von unserem Christbaum an. Echte Kerzen, nicht solcher LED-Kram. Ich bin zwar erst 6 Jahre alt, aber ich kriege schon eine Menge mit und weiß sehr viel!

Als alle Kerzen brennen (und es sind viele Kerzen an unserem Baum. Meine Mama will, dass der Baum immer richtig schön leuchtet) kommt das Christkind aus dem Nichts in den Raum. So wie vorher die Elfen in den Garten unserer Nachbarn. Es sieht wunderschön aus und super engelhaft. Mit Kringellöckchen und einem langen wunderschönen weißen Kleid. Es wirkt so rein und genau wie ich es mir immer vorgestellt hab. Ich habe endlich das Christkind gesehen!

Allerdings ziehe ich mich erst mal wieder etwas zurück damit sie mich nicht merken. Ich will sie ja nicht verjagen sondern beobachten. Sie flüstern jetzt mit einander.

„Seid ihr sicher, dass euch niemand gesehen hat und wir hier ungestört sind?“, fragte das Christkind mit engelsgleicher Stimme die Elfen.
„Ja“, piepsten sie. „Die Mutter ist noch bis zur Christmesse mit Plätzchen backen beschäftigt, der Vater ist im Wald und hackt Holz für das Kaminzimmer. Die kleine Lisa ist irgendwo im Ort und wird so schnell auch nicht wieder kommen. Zumindest glauben wir das.“
„Ihr glaubt das?“, zischte das Christkind los. „Ihr habt es also nicht überprüft?“

Hey, was war denn da los? Ein Christkind ist lieb und freundlich. Wieso fährt es die armen Elfen so böse an. Das passt aber nicht zu meiner Vorstellung vom Christkind. Es soll wieder lieb sein.

„Sie wird uns nicht unterbrechen“, beharrten die Elfen. Na, dann musste ich ich dafür Sorgen, dass das wirklich nicht passierte.
„Na schön. Habt ihr die Geschenke dabei?“, fragte das Christkind dann etwas freundlicher. Fast lieblich.
„Na sicher“, piepste die kleinste der Elfen und zauberte aus dem nichts die Geschenke herbei. Kleine Päckchen und große Päckchen in verschiedenen Formen und Farben stapelten sich liebevoll selbst unter den Baum.
„Das wird die Familie sicher freuen. Sie sollen ja immerhin noch weiter jahrelang an mich glauben und auch nicht aufhören, wenn sie erwachsen sind.“ Das Christkind war zufrieden mit ihren Gaben.
„Verzaubert die Kerzen sodass sie angehen sobald die Familie das Wohnzimmer betritt und sorgt für die Musik“, wies das Christkind die Elfen an und verschwand dann wieder aus dem Raum.
Die Elfen aber eilten geschäftigt hin und her und ich verzog mich lieber schnell bevor sie mich doch noch entdeckten. Ich freute mich schon wahnsinnig auf den Abend, denn dann würde ich endlich erfahren, was das Christkind uns so liebevoll eingepackt hatten.

Als ich das Haus verließ waren auch die Kobolde verschwunden, aber der Glanz der Weihnacht blieb und als es zu dämmern begann machten wir uns auf in die Christmesse. Überall waren so viele schöne Lichter wie das zu Weihnachten nun mal so war, aber ich konnte nur noch an das Christkind und ihre Elfen denken. Wie wunderchön es war. Ob ich es im nächsten Jahr wieder sah?

Und hat meine Geschichte funktioniert? Freut ihr euch jetzt auf Weihnachten, auf die Familie oder den Urlaub und vielleicht hat das Christkind ja auch an euch gedacht. Aber wenn nicht könnt ihr Weihnachten ja trotzdem genießen. Das Christkind und seine Elfen würde es bestimmt freuen. Ab Neujahr könnt ihr dann ja wieder zum Alltag zurück kehren …

Ich wünsche all meinen Lesern ein schönes Weihnachtsfest (auch wenn es noch eine Woche dauert bis dahin)

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Story-Samstag 6: Weihnachtschaos bei Familie Fusselig

Owei, Tante Tex will heute beim Story-Samstag Weihnachten sabbotieren. Na dann … Dabei hab ich doch gerade so schöne Weihnachtsgeschichten geschrieben …

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Weihnachtschaos bei Familie Fusselig

23. Dezember

Bei Familie Fusselig lief alles drunter und drüber. Mutter Fusselig backte und kochte fast den ganzen Tag über, Vater Fusselig spielte den Weihnachtsmann und holte die letzten Geschenke. Hoffentlich bekam er sie noch. Die Zwillinge Sam und Amy, 14 Jahre alt, hatten keine Lust auf Weihnachten und verbrachten die meiste Zeit auf ihrem Zimmer und die kleinen Kinder Robin, 7 und Alisa, 4 Jahre alt freuten sich schon unglaublich auf Heiligabend.
Mutter Fusselig war froh, als sie endlich mit den letzten Plätzchen fertig war. Robin und Alisa hatten die ganze Zeit Teig genascht und waren mit Bauchschmerzen ins Bett gegangen. Sam und Amy waren überhaupt nicht aus ihren Zimmern gekommen sondern hatten einfach die ganze Zeit total laut die Weihnachtsmusik im Wohnzimmer mit Hardrock – oder Technomusik übertönt sodass Vater fusselig das Baum Schmücken öfter unterbrechen musste, damit er sie anschreien konnte, dass sie die Musik leiser stellen sollten. Als er schließlich den ganzen Baum geschmückt hatte, probierte er die Lichterkette aus. Oh Schreck! Sie funktionierte nicht.
„Lia, komm mal schnell her“, rief er seine Frau, die schnell in das Wohnzimmer kam.
„Was ist denn los?“, fragte Mama Fusselig allamiert.
„Die Lichterkette funktioniert nicht“, gestand Papa Fusselig ihr panisch.
„Hast du sie denn nicht vorm Schmücken getestet?“, fragte Mama Fusselig entsetzt.
„Hab ich wohl vergessen“, gab er kleinlaut zu.
„Dann frag bei den Nachbarn nach. Wenn sie keine haben müssen wir das Wohnzimmer eben schon heute morgen abschließen. Dann musst du noch mal eine kaufen“, wies Mama Fusselig ihren Mann an, immer eine Lösung parat.
Plötzlich tauchte die kleine Amy in der Tür auf und zupfte ihre Mutter an der Bluse herum.
„Amy, du solltest doch längst im Bett sein“, wies Mama Fusselig ihre Tochter zurecht. Dann bemerkte sie ihre Tränen und sie kniete sich vor sie hin: „Was ist denn los?“
„Das Christkind hat meinen Wunschzettel gar nicht geholt. Er liegt immer noch auf meiner Fensterbank. Bekomme ich dieses Jahr gar keine Geschenke?“, fragte sie unter Tränen.
Oh Schreck! Hatte Papa Fusselig etwa vergessen ihn vor ein paar Tagen wegzunehmen.
„Natürlich bekommst du Geschenke, Schatz. Vermutlich hat das Christkind auf deinen Zettel geguckt und sich das gemerkt, was draufsteht. Es hat es wohl einfach nur vergessen mitzunehmen“, beruhigte Mama Fusselig die Kleine.
Erleichtert nickte das Mädchen ernergisch: „Ja, so muss es sein.“
„Und jetzt geh wieder schlafen. Du wirst sehen. Morgen früh ist dein Wunschzettel bestimmt weg“, tröstete Mama Fusselig und sie lief mit ihren Puschen an den Füßen und dem Plüschteddy im Arm wieder in ihr Zimmer.
Mama Fusselig wartete besorgt bis die Zimmertür hinter ihrer Tochter zufiel und fragte Papa Fusselig: „Hast du Amys Weihnachtsgeschenke schon besorgt?“
„Ähm, ich dachte, das wolltest du machen?“, fragte Papa Fusselig verlegen.
„Hergott noch mal, das wird ja immer besser. Also du fährst morgen sofort noch mal los, holst eine Lichterkette und Amys Weihnachtsgeschenke und das in Windelseile“, wies Mama Fusselig ihn an.
Seufzend fügte Papa Fusselig sich seinem Schicksal. Wie er den Weihnachtstrubel in der Stadt hasste. Aber dagegen konnte er wohl nichts machen. Das Christkind konnte wohl kaum die Weihnachtsgeschenke seiner kleinen Tochter vergessen.
Höchst angespannt schliefen die Fusseligs am diesen Abend ein in der Hoffnung Weihnachten noch retten zu können.

24. Dezember

Am Morgen war das Wohnzimmer schon verschlossen und Papa Fusselig in Windeseile aufgebrochen um die restlichen Sachen zu besorgen. Im Einkaufszentrum herrschte rege Betriebsamkeit. Alle, die auf den letzten Drücker noch Sachen zu erledigen hatten, hatten es aufgesucht. Wie sollte er denn hier die richtigen Sachen finden?
Mama Fusselig stand schon wieder in der Küche um das Weihnachtsfrühstück vorzubereiten als Amy und Robin den Raum betraten.
„Mama, das Wohnzimmer ist schon abgeschlossen“, bemerkte Amy scharfsinnig. „Heißt das, dass das Christkind schon da war?“
Mama Fusselig fühlte sich etwas überfordert, aber sie erklärte ihrer Tochter ruhig: „Das weiß ich nicht, Schatz. Ich hab es schließlich nicht gesehen. Aber dein Wunschzettel ist doch jetzt weg, oder?“
„Ja“, strahlte das Mädchen. „Bestimmt war es schon da!“
„Geht noch ein bisschen in eure Zimmer und spielt bis ich hier fertig bin“, wies Mama Fusselig die beiden an.
Papa Fusselig kam gestresst mit einer neuen Lichterkette wieder und machte sich gleich an den Baum zu schaffen. Mama Fusselig hoffte, dass er den Baum ordentlich noch einmal abschmückte und dann wieder neu dekorierte. Sie selbst hatte keine Zeit sich zu kümmern. Sie musste jetzt das Mittagsessen zu bereiten. Aber ohwei, wieso roch es aus der Küche plötzlich so angebrannt? Schnell schaute sie in den Ofen und dort dampfte es ganz schön. Sie stellte ihn aus und öffnete ihn und aller Rauch kam heraus.
„Jim!“, reif Mama Fusselig also und Papa Fusselig kam herbeigeilt.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“, fragte er.
„Schnell, du musst einen neuen Braten besorgen. Meiner ist angebrannt“, erklärte Mama Fusselig ihm panisch.
„Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, fragte Papa Fusselig genervt. „Die Geschäfte schließen bald.“
„Dann beeil dich lieber“, riet Mama Fusselig ihm eilig.
Doch Papa Fusselig hatte in aller Eile vergessen das Wohnzimmer abzuschließen. Dies hatte Robin bemerkt und sah sich mit schreckensweiten Augen den Weihnachtsbaum an.
„Mama, das Christkind hat unseren Weihnachtsbaum demoliert“, rief er quer durchs Raum.
Amy kam vor ihr im Wohnzimmer an und erklärte Robin weise: „Aber Robin, das Christkind kann doch noch gar gewesen sein. Da liegen doch noch gar keine Geschenke unter dem Baum.“
„Aber wieso war die Tür dann abgeschlossen?“, fragte Robin verwirrt. Darauf wusste die kluge Amy auch keine Rat.
Mama Fusselig verscheuchte die Kinder eiligst aus dem Wohnzimmer und schickte sie auf ihre Zimmer. Dann besah sie sich das Baumunglück an und seufzte. Das konnte doch nicht wahr sein. Nicht, dass ihr Mann nicht nur vergessen hatte das Wohnzimmer wieder abzuschließen, der Tannebaum war eine einzige Katastrophe. Total schief mit zwei Lichterketten und der Weihnachtsbaum schien hoffnungsvoll überfüllt zu sein. Überall hingen Kugeln und Anhänger und der Baum sah aus, als würde er jeden Moment umfallen, aber darum konnte sich Mama Fusselig nicht auch noch kümmern. Sobald Papa Fusselig zurück war, musste sie den Braten neu braten.
Also wies sie Papa Fusselig an den Schaden so gut es ging zu beheben und ja nicht wieder zu vergessen den Raum wieder abzuschließen.
Der neue Braten wurde viel besser als der alte es gekonnt hätte und so wurde das Mittagessen zum vollen Erfolg. Danach räumte Mama Fusselig die Küche auf und Papa Fusselig verteilte die Geschenke um den Baum. Sie gingen zur Kirche, die ein tolles Krippenspiel und schöne Weihnachtsmusik zu bieten hatte.
Dann kamen sie wieder nach Hause und von innen klingelte schon das voreingestellte Glöckchen.
„Das Christkind war da!“, rief Amy aufgeregt und endlich wagten sich auch die Zwillinge aus ihrem Zimmer.
Mama Fusselig öffnete die Tür und sah einen wunderschönen Weihnachtsbaum vor sich, womit sie überhaupt nicht gerechnet hätte. Fragend sah sie Papa Fusselig an, doch der schüttelte mit dem Kopf und zuckte mit den Schultern.
„Das war das Christkind“, strahlte Amy glücklich. „Sie hat unseren Baum wieder schön gemacht.“
Mama Fusselig lachte und dann gings an Geschenke verteilen und auspacken. Als Amy ihr Geschenk sah, wurde sie weiß im Gesicht: „Was soll ich denn mit einem Star-Wars Jedi anfangen?“
Robin war ebenfalls nicht über sein Geschenk erfreut: „Wieso hab ich eine Puppe bekommen?“
Die Zwillinge sahen ebenfalls entgeistert in ihre Päckchen. Alisa brach sogar in Tränen aus: „Aber ich wollte doch das blaue Kleid haben? Was soll ich denn mit einem Teddy?“
Sam dagegen starrte seine rosa Ohrringe an: „Ich bin doch nicht schwul.“
Nur Mama Fusselig und Papa Fusselig sagten gar nichts, denn sie hatten überhaupt keine Geschenke untern Baum gefunden. Mama Fusselig sah Papa Fusselig äußerst böse an.
Robin bemerkte nüchtern: „Ich glaube, das Christkind hat unseren Baum gerettet, aber unsere Geschenke sarbotiert.“
„Tauscht doch einfach“, riet Mama Fusselig ihren Kindern.
„Aber das sind doch Geschenke vom Christkind“, rief Amy entsetzt. „Die kann man doch nicht einfach tauschen.
„Wenn du deinen Star-Wars-Jedi behalten willst, kein Problem. Ich will jedenfalls keine Puppe.“
„Das war bestimmt nur, weil mein Wunschzettel so spät abgeholt wurde“, weinte Amy traurig.
„Ach Kleine, vielleicht ist das Christkind einfach etwas überfordert gewesen dieses Jahr“, tröstete Mama Fusselig sie liebevoll.
Mit der Erklärung mussten sich alle Fusseligs zufrieden geben, aber ein überfordertet Christkind wollte nächstes Jahr niemand haben. Seufzend tauschten die Kinder untereinander ihre Geschenke. Selbst die kleine Amy ließ sich darauf ein. Einen Star-Wars Jedi wollte sie jedenfalls nicht haben. Sie wollte ihre gewünschte Puppe und den Plüschteddy.

Das war viel einfacher als ich dachte nachdem ich erst mal eine Idee hatte …

Story-Samstag 5: Weihnachten in Loreoll

Bei Tex Story-Samstag gehts heute um die Weihnachtszeit und ich muss sagen, dass ich echt Bock hab zum heutigen Thema was zu  schreiben. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher was ich schreibe.

Ich tendiere zwischen einer Kindergeschichte und Weihnachten in einer meiner Welten.  Mal sehen, was es wird. Eine hatte ich ja schon mal beim-Story Samstag.

storysamstag

Weihnachten in Loreoll

(Achtung! Ist natürlich nach „Elfenstern die Rittergilde“, aber vor „Die Zauberfeen“)

Weihnachten war für mich die schönste Zeit im Jahr. Die schön geschmückten Tannenbäume, die Weihnachtsmärkte, die extra freie Zeit und einfach alles war so hübsch geschmückt. Die gemütlichen gemeinsamen Abende und die Musik gehörten natürlich auch dazu.

Hier in Loreoll war Weihnachten ja was ganz besonderes. Es war mein zweites Jahr zusammen mit Corentin im Schloss und wir wollten ein prachtvolles Fest geben im Kreise der Familie. Djana hatte einen Hang zum Schmücken, wie ich schon bei meiner Hochzeit festgestellte. Auch jetzt hatte sie es weder übertrieben noch zu wenig aufgehängt. Es war einfach perfekt. Tedren hätte das lieber seinen Dienstboten aufgegeben, aber Djana war stur. Sie liebte es einfach zu dekorieren.

Renn war bereits ein halbes Jahr alt und machte die Gegend unsicher. Mein Sohn ließ Djana ganz schön schwitzen, denn seine Lieblingsbeschäftigung in der Weihnachtszeit war all das Glitzerzeug von Djana wieder von den Bäumen zu reißen. Noch begeisteter war er dabei die Weihnachtsmänner, die als Dekoration dienten, umzuschmeißen und damit zu spielen. Aber Djana lachte dann nur und ließ ihm eine zeitlang seinen Spass. Sie vergötterte unseren Jungen. Er erinnerte sie daran, wie Corentin als Kind war.

In der Vorweihnachtszeit gingen Djana und ich mit Renn oft zum Weihnachtsmarkt in der Stadt. Tedren schickte uns immer mindestens drei Wachen mit, auch wenn wir ihm noch so oft sagten, dass wir die nicht brauchten. Er war immer noch frostig zu mir, aber auch er liebte Renn sehr. Der kleine Junge ließ ihn etwas weicher werden.

Heute trafen wir auf dem Weihnachtsmarkt zwei Ritterrinnen. Mathilda und Theodora. Die beiden Ritterinnen waren Freundinnen und hatten einst die Zwerge um Hilfe gerufen. Sie waren gute Freundinnen von Tedrens Bruder Tiljan.

„Hallo, ihr beiden“, begrüßte Mathilda sie. „Ist es nicht toll, endlich wieder die Weihnachtsmärkte besuchen zu können. Ich liebe diese Zeit.“
„Weihnachten ist wie jede andere Zeit. Daran ist rein gar nichts besonderes“, bemerkte Theodora grimmig.
Djana begrüßte die beiden freundlich: „Wie geht es euch?“
„Ach mal so, mal so. Du kennst das ja“, antwortete Mathilda nur unbestimmt. „Steffen ist viel unterwegs und ich bin oft allein.“
„Ich komme dich doch oft besuchen“, erinnerte Theodora ihre Freundin. Mathilda verdrehte nur die Augen. Djana und ich konnten uns denken, was sie dachte. Das war einfach nicht das selbe. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn Corentin ständig unterwegs wäre. Bisher war er immer bei mir gewesen.
„Dann ist dir der Weihnachtsmarkt doch bestimmt eine willkommene Ablenkung“, erwiederte Djana nun.
Renn quengelte in seinem Wagen. Er wollte raus, aber richtig gut laufen konnte er noch nicht. Deswegen nahm ich ihn aus den Kinderwagen und auf meinen Arm.
„Er ist so groß geworden“, lächelte Mathilda und nahm seine kleine Hand in ihre. „Kinder weren so schnell groß.“
„Ja, langsam fängt er an zu sprechen“, nickte ich stolz. Unser Sohn war einfach ein verdammt süßer kleiner Junge.
„Dada“, sagte Renn und zeigte auf einen Elch, der an einem Stand aufgebaut war.
„Ich geh am besten einfach weiter. Besucht uns doch an Weihnachten“, verabschiedete ich mich von den beiden Frauen. Fragend sahen sie Djana an.
„Das ist eine gute Idee. Uns würde es freuen. Tiljan kommt ebenfalls mit seiner Familie“, stimmte Djana mir zu.
Ich bekam nicht mehr mit, was die Frauen antworteten, denn ich ging zusammen mit meinem Sohn weiter über den Weihnachtsmarkt.

Die Adventszeit verging schnell. Renn beanspruchte meine ganze Zeit, und wenn er endlich schlief, kuschelten Corentin und ich uns gemütlich ans Feuer im Wohnzimmer. Der Weihnchtsmorgen brach schließlich an. Tiljan und seine Familie waren schon seit einer Woche bei uns und Mathilda und Theodora waren gestern zusammen mit Steffen und Alejandro angekommen. Corentin hatte viel Zeit mit seinem Onkel verbracht. Er hatte ihn sehr vermisst.

Abends deckten die Dienstbonten den leckersten Weihnachtsbraten auf den Tisch, den ich je gegessen hatte. Renn schlief gerade in seinem Kinderbettchen. Das viele Geschenke auspacken unterm Weihnachtsbaum hatte ihn müde werden lassen. Mein Vater Cameron saß selbstverständlich neben mir und auf meiner anderen Seite war Corentin. Ich fühlte mich pudelwohl und genoss dieses Weihnachtsfest sehr. Wie sollte es auch anders sein? Schließlich hatte ich meine Familie um mich. Die liebsten Menschen, die ich kannte. Es war das schönste aller Weihnachtsfeiern, die ich bisher mit Corentin verbracht hatte. Die vorherigen hatten wir uns nämlich im Wald verstecken müssen, da wir unsere Liebe zueinander geheim gehalten hatten. Ich lächelte bei dem Gedanken daran. Jetzt schien diese Zeit wie ein anderes Leben zu sein. Corentin war hier, mein Sohn war hier, meine Familie war hier. Wir waren ausgelassen und fröhlich, passend zur Weihnachstzeit.
So, das war eine Erzählung von Lilien. Sie war natürlich bereits mit Corentin verheiratet. Hat Spass gemacht. Mal sehen, was das nächste Thema dann sein wird.

Story – Samstag 4: Avin, der Wissenshüter (Einleitung zu meiner aktuellen Geschichte)

Auch beim Story-Samstag mach ich natürlich wieder mit. Mal sehen, was ich da zusammen gezaubert kriege.

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Oh, das ist ein schönes Wort. Da fällt mir bestimmt was zu ein. Erscheinung. Tolles Wort.

Avin, der Wissenshüter

(Eine Art Einleitung aus der Geschichte, an der ich aktuell schreibe. Leider hat sie noch keinen offiziellen Titel. Deswegen nenne ich sie noch Dylan und Darleen.)

Im Wald war es immer so schön ruhig. Die Vögel zwitscherten im Sommer ihr Lied und im Winter lockte die fast unberührte Schneedecke Wanderer an. Nur die kleinsten Tierpfötchen waren zu entdecken. Gerade war Sommer und ich lief barfuß durch den Wald. Leichtfüßig wie ich war hoppste ich sogar fast. Ich kannte den Wald in und auswendig, denn ich war darin zu Hause. Ich wohnte schon seit Jahren hier seit mein Wissen zu groß wurde, um wirklich zu meiner früheren Welt zu gehören. Hier am Rande diesen wunderschönen Waldes konnte ich mir viel besser noch mehr Wissen aneignen.

Ab und zu kam mich natürlich Darleen besuchen, hielt mich über die magische Welt in Kenntnis und ich berichtetet, was ich aus der Welt der Menschen erfuhr. Sie blieb oft bis abends oder gar über Nacht. Ich freute mich über ihre Besuche, denn Darleen war auch eine Freundin von mir und sie verstand in etwa wieso ich mich abkapselte.

Wenn ich allein war, versuchte ich mir überwiegend Wissen anzueigenen. Oft ging ich dafür in den Wald und lernte ihn kennen. Oder ich beschaffte mir Kenntnisse in der Menschenwelt, aber eigentlich war ich lieber fernab der vielen Menschen. Ich genoss die Ruhe und Einsamkeit.

Warum ich Wissen hüte? Das fragt ihr euch vielleicht. Na ja. Stellt ihr vor ihr müsst was unglaublich wichtiges herausfinden, habt wenig Zeit und müsstet erst alles in Büchern nachlesen? Wäre es dann nicht viel praktischer, es gäbe jemanden, den ihr alles, was ihr wissen wollt, fragen könnt? Oder wenn es um längst vergangene Zeiten geht ist es noch komplizierter. Aber dafür bin ich dann da.

Innerhalb der ersten Jahre meiner Ausbildung war ich bis auf wenige Tage allein. Weihnachten, mein Geburtstag oder Ostern waren Ausnahmen. Wobei wir diese Feste, ausser Weihnachten, gar nicht so feierten wie die Menschen. Aber in dieser Zeit öffnete ich jedes Buch, dass ich in die Finger bekam und ihr Wissen floss in mich hinein. Vielleicht stellt ihr euch vor, dass dies ja eine einfache Methode war und schnell ging, aber der irrt ihr euch gewaltig. Für jedes Buch brauchte ich etwa eine Woche um mit dem Wissen, dass mir zuteil wurde, klar zu kommen. So viel Wissen konnte man nicht so schnell nacheinander aufnehmen.

Doch auch ich wusste noch längst nicht alles. Ich wusste nichts von den Träumern oder von den Geistern. Davon hatte ich noch nie gehört. Manches Wissen blieb offenbar selbst mir verborgen. Zu dumm, wurde ich doch selbst zu einer geisterhaften Erscheinung. Darum zog ich mit Darleen, Dylan undn Lailas los. Ich wollte nicht auf ewig ein Geist bleiben. Irgendwie musste das rückgängig gemacht werden. Um mir dieses Wissen anzueignen, musste ich mein Heim verlassen. Ob ich je zurückkommen würde? Ob ich je wieder ich selbst werden konnte?

Tja, das müsst ihr schon in einer anderen Geschichte nachlesen …

Anmerkung:

Wow, wie ist das denn passiert? Wieso passt dieses Wort so gut zu der Geschichte, die ich aktuell schreibe? Das fiel mir ehrlich gesagt auch erst ein, als ich vom Wald schrieb. Somit wurde diese Geschichte mehr oder weniger zu einer Art Einleitung meiner aktuellen Geschichte. So könnt ihr schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf kriegen worum es in etwa geht. Wobei ich sagen muss, dass mein heutiger Erzähler Avin eigentlich nur eine Nebenperson ist. Er ist der Wissenshüter meiner Welt.

 

Hat wieder Spass gemacht zu sehen wohin mich dieses Wort führt.

Story Samstag 3 Lunars Erbe (Eine Kurzgeschichte von Die Zauberfeen)

Auch den Story – Samstag gibts wieder von mir. Ich mag es ja immer Kurzgeschichten zu meinen schon vorhandenen zu nehmen. Mal sehen ob mir da was einfällt.

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Lunars Erbe (Die Zauberfeen)

König zu sein war gar nicht so leicht. Ich hatte viele Leute, die mich immer wieder unterstützten. Doch ich mochte meine Arbeit und war gut darin. Dennoch machte es mir Angst. Was, wenn erneut ein Krieg ausbrach? Was, wenn es wieder Unruhen geben würde? Momentan herrschte Frieden und das Land blühte auf, aber wir wussten alle, dass das nicht so bleiben musste.
Lily machte mir immer wieder Mut. Sie half mir ungemein über meine Anfangszeit und sobald sie richtig bei mir wohnte, fühlte ich mich wohler in meiner Haut.
„Du schaffst das, John“, redete sie mir immer wieder gut zu. „Du bist gut darin und hast Freunde, die dich beschützen. Ich verstehe deine Sorgen, aber du musst dir wirklich keine Sorgen machen.“
Ich seufzte tief. „Ich möchte das Erbe, dass mir mein Vater hinterlassen hat richtig machen. Ich möchte, dass es so wird wie er es sich vorgestellt hat und auch meine eigene Note hinzufügen.“
„Aber das tust du doch bereits“, versicherte Lily mir. „Du tust es mehr als du denkst. Du bist einer der besten Könige, die unser Land je hatte.“
„Aber mein Vater war auch ein guter König“, hielt ich dagegen.
„Dein Vater war aber nicht perfekt. Auch er machte Fehler“, erinnerte Lily mich.
„Ich weiß, und ich bin einer davon.“ Ich wusste wie traurig ich darüber klang.
„Du bist kein Fehler. Im Gegenteil. Lunar hat dich genauso geliebt wie Miannna und Linnie hat dich absolut vergöttert. Du bist ein wunderbarer Mensch und du machst das großartig.“ Lily versuchte ich weiter aufzuheitern, aber ohne Erfolg.
„Ich weiß, dass es meine Entscheidung war König zu werden und Mianna vollkommen einverstanden damit war“, erinnerte ich mich. „Aber manchmal frage ich mich, ob Mianna nicht die bessere Königin gewesen wäre.“
„Hör sofort auf damit“, befahl Lily mir streng. „Muss ich dich wirklich daran erinnern, wer deine leibliche Mutter ist? Weißt du wer ihre Mutter ist? Du hast dir den Platz, den du jetzt hast verdient. Deine Mutter stammt von der ersten Fee überhaupt ab und dein Vater war sowieso König. Königlicher gehts fast nicht mehr.“
„Aber ich bin unehelich geboren. Mianna ist Linnies weibliche Kind.“ Ich wusste, dass ich hätte nachgeben sollen. Eigentlich war ich auch gar nicht so unsicher. Aber ich hatte in letzter Zeit viel nachgedacht.
„Verdammt John. Soll ich wirklich Mianna holen. Diskutier mal mit ihr darüber. Dann wirst du schon dazu stehen was du bist. Nämlich der rechtmäßige Thronerbe. Was ist wirklich los mit dir? So voller Zweifel kenn ich dich gar nicht.“
Ich hätte es mir denken können. Lily durchschaute mich, wie immer. Vor ihr konnte ich einfach nichts geheim halten.
„Ich glaub mir wird alles zu viel. Ich glaub, ich brech bald zusammen“, gestand ich ihr.
„Komm her“, sagte Lily nur und stand auf. Wir hatten uns bisher gegenüber gessen. Doch plötzlich war ich ihr ganz nah. Dann umarmte sie mich und ich lehnte mich an sie. Als wir uns wieder voneinander löste lächelte ich.
„Danke, das habe ich gebraucht.“
„Ich weiß, aber das war noch nicht alles.“ Sie legte meine Hand auf ihren Bauch und ich sah sie fragend  an.
„Spürst du das?“, wollte sie wissen.
„Was?“, fragte ich verwirt.
„John, wir können jetzt nicht nur an uns denken oder an unser Königreich. Wir müssen auch an das kleine Wesen in mir denken, dass vermutlich noch nich mal so groß wie ein Stecknadelkopf ist.
„Du bist schwanger?“ Voller Überraschung und Bewunderung strich ich ihr nun ohne Hilfe über ihren Bauch.
„Ja. Unser Erbe geht weiter und eines Tages wirst du den kleinen Mann oder die kleine Dame hier drin an deine Aufgaben heran führen.“ Sanft strich sie mir über die Wange.
Ich verzog das Gesicht. „Das Kleine hat keine Wahl über sein späteres Leben.“
„Aber sie wird im Königshof heranwachsen. Das wird unserem Kind die Sache erleichtern. Und ausserdem bekommt es von uns jede Unterstützung, was wir ihm geben können.“
„Ja, auf jeden Fall“, stimmte John mir zu. Wir bekamen ein Kind. Unser Erbe. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

Kleine Anmerkung von mir:

John und Lily sind zwei Charaktere aus meiner Geschichte die Zauberfeen und John wird tatsächlich König. Allerdings hab ich über Kinder damals glaub ich nichts geschrieben. Das war jetzt frei von mir erfunden gerade. Ich glaub in der Nachgeschichte, die ich nicht beendet hab könnte das erwähnt sein, aber ich bin mir gerade nicht mehr sicher was ich geschrieben habt.

Wie würdet ihr das Baby von John und Lily nennen und wäre es bei euch ein Mädchen oder ein Junge?

Freu mich schon auf dem nächsten Story-Samstag. So kann ich meine Geschichten gewissermaßen fortführen.

Story-Samstag 2: Wortbausteine: Nikolaus mag Heiligabend

Ein interessantes Thema heute beim Story-Samstag. Sowas hab ich zuletzt in der Grundschule gemacht, aber da waren die Wörter etwas einfacher. Lag mir eigentlich schon.

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Ein bisschen weihnachtlich wirds heute beim Story-Samstag für mich.

Vom Nikolaus, der Heiligabend lieber mag als den Nikolaustag

Das Weihnachtsdorf war an Heiligabend voller Menschen. Nikolaus war sehr stolz auf sich. Die letzten Geschenke waren verteilt und bald würden sich die Kinder über sie hermachen. Eigentlich waren ja das Christkind und der Weihnachtsmann dafür verantwortlich, aber da das arme Ding hatte einen bösen Schnupfen und der Weihnachtsmann einfach nur noch müde war, sprang Nklolaus dieses Jahr ein. Er musste die Geschenke ja nur im Weihnachtsdorf verteilen. Alles andere übernahmen die Engel. Die konnten wenigstens fliegen.

Nikolaus mochte diesen ungewohnten Job. Er konnte verkleidet als richtiger Mensch im Weihnachtsdorf herumwandern. Hier war jede Menge los. In der Stadt war Markt. Die Erlöse davon wurden für die Stadt Karthago in Nordafrika gesammelt. Dort gab es ein Waisenhaus, dass das Geld dringend benötigte.

Ein Orchester spielte von der Stadttribüne aus weihnachtliche Musik und Nikolaus blieb eine Weile stehen um sie zu genießen. Er mochte auch diese Musik.

Er sah sich weiter auf dem Marktplatz um. Es gab so viele unterschiedliche Stände mit so vielen Leckereien oder weihnachtlichen Dekorationen. Vielleicht konnte er ja seiner guten Freundin, der Mondfrau Liss was mitbringen. Sie liebte weihnachtliche Dinge.

Während er stöberte gelangte er mitten in eine Umfrage über Assoziationen zu Weihnachten. Nikolaus stutzte. Solche Umfragen waren nicht sein Ding. Lieber ging er schnell weiter.

Er vertrieb sich die Zeit auf dem Markt bis die ersten Kinder mit dem Geschenke auspacken an der Reihe waren. Viele hatten gerade die Marktkirche verlassen und es wurde langsam dunkel. Die weihnachtlichen Lichter begannen zu leuchten. Langsam schlich er ihnen hinterher. Dann ging er von Haus zu Haus und beobachtete wie die Kinder Schlitten, Eisenbahnen, Puppen, Kleidung und viele andere schöne Dinge auspackten, und die Eltern eher Parfum, Bücher, Teleskopen, bunte Regenschirme und weitere Dinge, die sie interessierte. Sie alle strahlten und das machte Nikolaus glücklich. Wenigstens ein bisschen hatte er das zu verantworten. Auch wenn das meiste immer noch der Weihnachtsmann und das Christkind gemacht hatte.

Schnell merkte er, dass sein Tag am 6. Dezember noch was ganz anderes war als Weihnachten. Normalerweise war er Weihnachten schon wieder hoch über den Wolken im Weihnachtshaus und spielte mit der Mondfrau Karten. Alle Geschenke, die irgendwann in die Ecke landeten und nicht mehr benötigt wurden kamen zurück zum Weihnachtshaus und wurden wiederverwertet. So ählich wie Papier recyclet wurde. Manche hoben die Bewohner des Weihnachtshauses aber auf, weil sie sie selbst gebrauchen konnten. Nikolaus spielte jedenfalls gerne Karten.

Bisher hatte Nikolaus Weihnachten nur von oben aus den Wolken heraus miterlebt. Es hier unten selbst zu sehen war noch mal was ganz anderes. Er liebte es. Vielleicht konnte er den Weihnachtsmann ja überreden ihn öfter zu ünterstützen oder für das Christkind einzuspringen. Weihnachten war ihm viel lieber als der Nikolaustag. Doch das würde Knecht Ruprecht wohl kaum gefallen. Der bestand auf den Nikolaustag. Aber er hatte ja auch noch nicht den Zauber von Weihnachten erlebt. Deswegen konnte er da nicht mitreden.

So, ich bin schon wieder fertig. Als ich erst mal einen Anfang hatte war alles andere ein Kinderspiel.

Habt ihr auch Geschichten zu den Wortbausteinen? Dann guckt doch mal bei Tante Tex vorbei.

Story-Samstag 1 Der Schlüssel

Ich hab bei Tarlucy den Story-Samstag entdeckt und möchte mich auch mal dran versuchen. Das Thema Schlüssel find ich nämlich sehr interessant.

storysamstag

Schlüssel. Ein interessantes Wort. Ich muss da erst mal überlegen was genau ich schreiben will. Vermutlich was magisches, denn ich liebe Magie.

 

Der magische Schlüssel

Der Schlüssel, den ich in der Hand halte ist magischer Natur. Er ist golden und elegant und kreuzartig. Er ist wunderschön und glänzend und fühlt sich gut in meiner Hand an. Wenn ich diesen Schlüssel in das Schloss stecke werde ich zum ersten Mal die Unterwasserbibliothek meiner Mutter sehen. Ich bin so aufgeregt, weil sie so besonders ist. Diese Bibliothek.

Aber zurück zu meinem Schlüssel: Er ist auch noch verziert mit winzig kleinen Büchern drauf und mit Wassertropfen. Ein richtiger Hingucker.

Es ist so weit. Ich stecke den mir anvertrauten Schlüssel ins Schloss. Das weiße Tor teilt sich und ein Durchgang wird weiß beleuchtet. Ich ziehe den Schlüssel heraus, behalte ihn in meiner Hand und trete in den weißen Tunnel.

Und dann ist plötzlich alles nass. Der Tunnel ist verschwunden, aber ich kann unter Wasser atmen. Vor mir erstrecken sich überall Bücher. In der Luft, auf Regalen, auf dem Boden, im ganzen Raum. Manche von ihnen erzählen sich gegenseitig was. Sie flüstern sich Sätze zu. Ich schnappe Namen wie Frodo, Johanna, Samuel, Noah oder Hermine auf.

Das wundert mich, denn eigentlich sollten hier nur seltende Bücher sein. Hermine scheint allerdings aus Harry Potter zu sein, Johanna aus die Päpstin und Frodo aus Der Herr der Ringe. Diese Bücher sind eigentlich recht bekannt. Wo kommen sie also her?

Plötzlich spricht mein Schlüssel zu mir: „Die Bibliothek hat sich erweitert seit sie zum letzten Mal besucht wurde. Viele Bücher wurden hier gesichert. Sie wären sonst zerstört worden. Wir haben es möglich gemacht, dass auch diese Bücher hier überleben können. Nicht nur die, die unter Wasser entstanden sind. Doch nun ist die Welt wieder heil und die Bücher können wieder an die Oberfläche gelangen. Deine Aufgabe ist sie hier rauszuholen.“

Der Schlüssel hat eine angenehme Stimme. Weder weiblich noch männlich. Irgendwie kindlich. Ich sehe zu den Büchern und entdecke Harry Potter. Ich nehme es und blättere es durch. Trotz dem Wasser ist es trocken geblieben. Ich nehme ausserdem noch ein paar andere Bücher. Als ich voll bepackt bin spricht der Schlüssel wieder zu mir:

„Geh, bevor die Bücher Wasser aufschnappen. Der Schutz der Bücher, die du trägst, hält nicht mehr lange an. Du solltest dich beeilen.“

Also beeile ich mich. Der weiße Gang ist plötzlich wieder da. Ich betrete ihn. Das Tor bildet sich wieder vor meinen Augen und ich stecke den jetzt stummen Schlüssel wieder hinein. Dann verlasse ich die Unterwasser-Bibliothek mit meinen Büchern unter dem Arm. Ich werde bald wieder kommen um mehr zu holen. Den Schlüssel stecke ich in meine Hosentasche. Er glüht jetzt, aber das stört mich nicht. Ich gehe in unsere Bibliothek und sehe mir die Bücher genauer an. Ich habe Harry Potter, Der Herr der Ringe und andere Bücher gerettet. Die deren Namen mir zugeflüstert wurden befinden sich jetzt in meinen Armen. Ich fange an das erste Buch zu lesen und stecke stundenlang darin fest bis ich zum Abendessen gerufen werde. Den Schlüssel schiebe ich in eins der Bücher und die verstecke ich im Regal zwischen den anderen. Bald werde ich den Schlüssel wieder benutzen. Das spüre ich einfach.

Kleine Anmerkung:

Die Unterwasserbibliothek kommt in meiner Geschichte „Die Zauberfeen“ vor. Ich hab es hier etwas verändert um den Schlüssel einfügen zu können. In der Geschichte ist das mit der Unterwasserbibliothek also alles etwas anders.

Hat auf jeden Fall Spass gemacht. Ich liebe es ja zu schreiben. Freu mich schon aufs nächste Mal.