Writing Friday 5/ 21: Das etwas andere Verrückte Labyrinth

Heute bin ich mal wieder beim Writing Friday dabei und habe wieder eine Geschichte für euch.

  • Das etwas andere Spielbrett – Du landest als kleine Spielfigur auf dem Spielbrett deiner Wahl (Monopoly, Mensch ärgere dich nicht etc.) erzähle uns von diesem Abenteuer.

Das Labyrinth, dass mich empfing fand ich gruselig. Ich hatte keine Ahnung wie ich hier rein geraten war. Und erst recht wusste ich nicht, wie ich hier wieder rauskommen sollte. Zunächst mal blieb es ein ganz normales Labyrinth. Allerdings begannen sich irgendwann die Wege an zu verschieben. Ich rannte, aber ich verirrte mich nur noch mehr. Doch plötzlich veränderte sich wieder etwas. Ein Gegenstand blinkte plötzlich vor mir auf und verschwand wieder. Es sah aus wie ein Schlüssel. Dann sprach eine Stimme zu mir.
„Finde die Gegenstände nacheinander und dann zeigen wir dir den Weg raus. Schiebe mit den Karten um dir einen Weg frei zu machen.“
Ähm, was? Das klang ja wie beim verrückten Labyrinth. Moment mal, war ich etwa im verrückten Labyrinth? Das war doch verrückt.
Allerdings war ich tatsächlich nur von grünen Wänden umgeben und wusste nicht, wie ich sonst rauskommen sollte. Also blieb mir wohl nichts anderes übrig als einen Versuch zu starten. Aber wie sollte ich die Wege frei schieben?
Doch dann lief ich einfach los. Ich musste den Schlüssel finden. Doch irgendwann stoß ich wieder vor eine Mauer. Ich seufzte. Und was jetzt?
Plötzlich erschien eine Karte vor mir. Die sah tatsächlich aus wie die vom Verrückten Labyrinth. Ich nahm sie und versuchte sie in die Hecke zu schieben. Es funktionierte tatsächlich. Die Hecke bahnte mir einen Weg. Und dort auf einem Podest sah ich den ersten Gegenstand für mich. Den Schlüssel.
Doch dann kam ein Mann und nahm sich den Schlüssel. Warum hatte er ihn mir geklaut? Und dann ging mir auf, dass ich wohl doch im Verrückten Labyrinth stecken musste. Ich hatte einen Gegner und den musste ich besiegen. Dann los.
Ich lief weiter und verfolgte meinen Rivalen. Wer war er und warum war er mein Gegner? Wer hatte uns hier her geschickt? Vielleicht konnten wir zusammen arbeiten und so das Spiel überlisten.
Doch ich holte ihn nicht ein. Statt dessen erschien ein neuer Gegenstand in der Luft. Es war ein Schwert und das würde ich mir holen. Ganz sicher. Ich lief los. Die Wege waren frei. Ich brauchte gar nichts zu schieben. Offenbar musste man hier nur wirklich schieben, wenn es Hindernisse gab. Ich schnappte mir das Schwert auch der Junge hinderte mich nicht daran. Das Schwert war klein, aber es fühlte sich echt an. Wie ein richtiges Schwert. Ich steckte es ein. So suchte ich eine Weile weiter meine Gegenstände. Ich bekam noch den Ring und die Karte. Die Karte war lebendig und zeigte die versteckten Wege. Sehr praktisch. Dem Jungen begegnete ich erstmal nicht mehr.
Doch das nächste Symbol auf meiner Liste war das Gespenst. Ich schluckte. Das konnte ja heiter werden. Sicher war das ein lebendiges Gespenst. Ich sah auf meiner Karte auf und es war tatsächlich da. Aber es war am Rand des Spielfelds. Konnte es heraus geschoben werden? Was, wenn der Junge das andere Gespenst hatte, dass gleich daneben lag?
Ich rannte los und versuchte möglichst ohne Wände durchzukommen, aber ganz funktionierte das nicht. Und dann prallte ich mit dem Jungen zusammen. Den zeigte mir meine Karte dummerweise nicht an. Es haute uns beide um und so lagen wir erst mal im Gras. Uff.
Der Junge rappelte sich zuerst wieder auf und zog mich dann mit hoch. Er versuchte mir erst gar nicht meine Gegenstände zu klauen.
„Danke“, sagte ich.
„Du bist also auch hier gefangen?“, fragte der Junge mich.
„Sieht so aus“, seufzte ich.
„Vielleicht sollten wir uns gegenseitig unterstützten“, überlegte er.
„Wie meinst du das?“, fragte ich ihn.
Doch bevor er antworten konnte tat sich wieder was im Labyrinth. Die Mauern verschoben sich und rissen uns auseinander. Wir waren wohl doch Gegner. Immerhin war das im richtigen Spiel auch so.
Also lief ich weiter. Ich sammelte noch ein paar Gegenstände. Allerdings begegneten mir nicht nur Gegenstände. Ich hatte auch einen Kampf mit einer Spinne und eine Eule flatterte um mich herum. Doch irgendwann sah ich einfach keine Dinge mehr. Hatten wir alle Karten gesammelt?
Zumindest kamen wir irgendwie zu einem Platz mit Feldern wie beim Spielfeld. Dort waren alle Figuren aus dem Spiel abgebildet. Die, die ich gesammelt hatte waren auf meiner Seite und die des anderen Jungen auf seiner. Und dann wurden in der Mitte die Zahlen unserer Karten angezeigt. Offenbar hatten wir Gleichstand erzielt.
Dann hörten wir eine Stimme um uns herum.
„Ihr habt es geschafft und genau gleich viele Karten gesammelt. Ihr kommt beide frei.“
Und somit erwachte ich aus meinem Traum. Nur ein Traum? Uff. Was hatte ich denn für Träume? Aber ich war erleichtert. Das war doch schon sehr schräg gewesen.

Ende

Und was meint ihr?

Writing Friday 4/21: Das Computer – Date

Heute gibts tatsächlich noch mal eine Geschichte von mir. Ich habe wirklich noch mal was fertig bekommen.

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: Flirten, Lächeln, durchschaut, grossartig, hibbelig

Das Computer-Date

Mir war langweilig. Ich saß am PC und wusste nichts mit mir anzufangen. Und so suchte ich Dating-Portale durch. Sowas machte ich eigentlich nie. Ich musste schon sehr verzweifelt sein. ich sah mir die Typen  auf der Seite an. Einige davon sahen gar nicht so schlecht aus. Ich sah mir die, die mir gefielen, genauer an. Einer stach mir besonders ins Auge. Er hatte blauschwarzes Haar und strahlend blaue Augen.
Ich schrieb ihn an. Er antwortete recht schnell. Wir schrieben hin und her und das Flirten fiel uns leicht. Es passte einfach von Anfang an. Allerdings sahen wir uns zunächst Monate lang nicht. Wir schrieben nur. Aber es war intensiv und ausführlich.
Aber irgendwas war an ihm auch seltsam. Er wirkte als wäre er nicht von dieser Welt. Ich konnte es nicht genau benennen. Es war als fühle ich ihn durch den Computer. Als würde ich sein Lächeln sehen und spüren wie er mich berührte. Dabei sah ich ihn nicht mal.
Aber es hatte was besonderes an sich. Irgendwie war es intimer. Aber auch ein wenig gruselig. Doch ich schrieb weiterhin mit ihm. Es machte einfach zu viel Spass.
Irgendwann schlug er ein Treffen vor. Das verunsicherte mich nun doch. Ich fühlte mich durchschaut. Ich wusste selbst nicht, warum. Eigentlich wollte ich das ja. Aber ich war auch nervös. Ich würde ihn wirklich treffen. Das drang jetzt erst zu mir durch. Aber mich verwirrte etwas, dass wir keinen Treffpunkt vereinbart hatten. Wie sollten wir uns dann treffen?

Als es so weit war, war ich immer noch nicht schlauer. Ich blieb einfach zu Hause und war frustriert. Was für eine Pleite. Doch dann hörte ich auf einmal etwas in meinem Büro. Merkwürdig. Da war doch keiner. Also ging ich nachsehen. Und da stand er direkt vor mir. Mein Online-Date. Mit offenen Mund starrte ich ihn an. Ich wusste nicht, ob es großartig war, dass er hier war, oder gruselig.
„Was machst du hier?“, fragte ich ihn.
„Wir hatten doch ein Date“, erwiderte er nur verwirrt. „Ich bin Julian.“
„Ich weiß, wer du bist“, erwiderte ich. „Aber eigentlich dachte ich, du kommst durch die Tür. Es war abgeschlossen. Du kanntest nicht mal meine Adresse.“
„Oh, ach so.“ Er wirkte wirklich überrascht. „Ich bin durch den Computer gekommen.“
Ich starrte ihn an, als sei er ein Auto. Er seufzte.
„Wirklich. Ich zeig es dir.“
Und somit schlüpfte er durch den Computer und kam wieder heraus. Ich konnte das gar nicht glauben.
„Wie hast du das gemacht?“, fragte ich ihn und wurde ganz hibbelig. Das war doch nicht normal. Deswegen fügte ich noch ein: „Was bist du?“ hinterher.
„Ich habe es irgendwie mit Technik“, antwortete er. „Die hat mich schon immer magisch angezogen. Irgendwann habe ich damit rum experimentiert. Irgendwie bin ich dabei darauf gestoßen in den Computer rein zu krabbeln. Das ist schon ziemlich cool. Aber ich mache es nicht so oft.“
Ich starrte ihn nur an. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, hätte ich es nicht geglaubt. Aber so war es wahr. Er konnte durch Computer wandeln.
„Und jetzt? Wie stellst du dir das vor?“, fragte ich nur, weil ich nicht wusste, was ich sonst sagen sollte.
„Keine Ahnung. Das musst du entscheiden. Möchtest du noch ein Date mit mir oder nicht?“, fragte er nur.
Ich seufzte tief. Eigentlich kannte ich die Antwort bereits. Deswegen stimmte ich einem Date zu. Ich lernte ihn besser kennen. Ihn und seine komische Fähigkeit. Wir zogen zusammen und bastelten zusammen daran weiter. Es war schon ziemlich cool. Er hatte einfach was. Aber was noch wichtiger war: Wir waren zusammen glücklich und es passte zwischen uns. Ein Computer Date, dass mein Leben verändert hatte. Wie passend.

ENDE

Und was meint ihr?

Writing Friday: Der Wetterfrosch

Vielleicht ist der Text nicht so interessant geschrieben, aber ich wollte euch wenigstens eure Ideen präsentieren. Denn mir kamen da so einige verrückte Ideen beim Writing Friday.

Wettervorhersage fürs Wochenende.

Erst mal bleibt es das ganze Wochenende so dunkel wie in der Nacht. Aber dabei passieren merkwürdige, seltene Dinge.

Freitag gegen Mittag kommt ein Sternenregen auf uns zu. Aber nicht in Form von Sternschnuppen sondern so wie wir sie am Himmel sehen.  Ganz langsam und gleichmäßig.

Am Abend leuchten dann lauter Regenbögen am Himmel. Das gabs so noch nie. Sie leuchten am Himmel und sorgen für Aufregen. Also nicht verpassen.

Samstag kommen neue, irre Sachen auf uns zu. In der Dunkelheit scheint Mittags dennoch die Sonne. Ja, tatsächlich. Total verrückt, aber wahr. Allerdings wird es dann auch brühend heiß.

Abends kommen dann Blüten vom Himmel geflogen. Wie Schnee. Alles wird weiß. Ein Blumenmeer.

Am Sonntag beruhigt sich das Wetter etwas. Allerdings wirkt es da als würden die Planeten näher kommen. Nur keine Angst. Es ist nur ein Schauspiel.

Und danach beruhigt sich das Wetter wieder. Die Nacht vergeht und die Sonne wird ein paar Tage lang scheinen. Wir können uns wieder von den Erlebnissen erholen. Also bleibt am besten zu Hause und beobachtet den Himmel.

Und was meint ihr?

Writing Friday 1 2021: Januar: Die Winterwichtel Teil 2

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

Hier gehts zu Teil 1: Klick

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das…” beginnt.

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das es noch kälter wurde. Dabei war es schon so eiskalt, dass ich mich nicht mal raus traute. Minus 20 Grad. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Was war hier los?
Die Schneeflocken peckten an der Scheibe und draußen gefror alles. Bald konnte man gar nicht mehr raus.
Gut, dass ich für Wochen einen Vorrat im Haus hatte.
So konnte sie sich mit einem guten Buch auf die Couch vor dem Kamin kuscheln. Das machte ich sowieso total gerne. Das Buch war auch total spannend und ich versank darin. Es ging um Wichtel und um den Winter und ich fand Fantasy-Geschichten einfach toll.
Ruckzuck hatte ich 100 Seiten durch. Ich brauchte dringend erst mal eine Pause. Das Feuer ging sowieso langsam aus. Also holte ich aus dem Keller neues Holz und füllte es nach.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Verdutzt blieb ich sitzen, da ich so wenig damit gerechnet hatte. Allerdings klingelte es nun erneut.
Also stand ich auf und ging zur Tür. Ich öffnete sie zögerlich. Doch da war nichts. Sie wollte gerade die Tür wieder schließen als sie aufgeregte Stimmen hörte. Ich sah nach unten und entdeckte zwei ulkige Kerle vor mir. Das war doch sicher nur ein Traum. Sowas gabs gar nicht wirklich.
„Willst du uns noch länger anstarren oder bittest du uns rein?“, fragte einer der beiden kleinen Kerle.
Der seufzte nur tief. „Nicht schon wieder. Bittest du uns vielleicht erst mal rein?“
Ich brauchte gar nichts zu tun. Die Wichtel ließen sich einfach selbst rein. Also schloss ich die Tür hinter mir und folgte ihnen ins Wohnzimmer.
„Wer seit ihr und was wollt ihr hier?“, fragte ich sie immer noch verwirrt.
„Wir sind Wichtel“, erklärte mir der kleinere, als wäre ich total dumm. „Mehr brauchst du nicht zu wissen.“
„Und was wollt ihr hier?“, fragte ich dennoch noch mal nach.
„Du hast uns gerufen“, erklärte der Sprecher.
„Ich habe was?“ Irritiert sah ich sie an. „Ich habe euch bestimmt nicht gerufen.“
„Doch, sonst wären wir nicht hier.“ Der Wichtel sah sich suchend um und sah dann mein Buch. „Das da. Damit hast du uns gerufen.“
„Ich habe nur gelesen“, entgegnete ich.
„Und uns damit gerufen“, erklärte der Wichtel bestimmt.
„Aber ich weiß nicht mal wieso ihr hier seit“, wiederholte ich noch mal.
„Magst du den Winter?“, fragte der Wichtel nun. Mittlerweile saß ich wieder auf meinem Sofa und sie auf einem Sessel.
Ich brauchte nicht groß zu überlegen. „Ja, schon. Aber es ist viel zu kalt. Die Welt gefriert.“
„Aber die Welt braucht den Winter“, erklärte der Wichtel. „Immer nur Sommer tut ihr nicht gut. Da wird alles zu trocken.“
„Das stimmt, aber bei diesen Temperaturen friert man total“, fand ich. „Das kann doch auch nicht gesund sein.“
„Also möchtest du wärmeres Wetter?“, fragte er Wichtel zweifelnd.
„Zumindest wärmer“, nickte ich. „Ausgeglichener.“
Der Wichtel seufzte nur. „Immer das Selbe. Einer will Schnee, einer nicht. Also schön. Dann weiß ich ja jetzt, was meine Aufgabe ist. Auch wenn ich eigentlich ein Winterwichtel bin und kein Sommerwichtel.“
Und so verwandelten sich die beiden Wichtel vor meinen Augen in Sonnenstrahlen. Sie flogen aus dem Fenster heraus als wäre es unsichtbar. Und so wurde die Nacht von hellen Lichtstrahlen erhellt. Der Schnee schmolz und dennoch kam der Winter jedes Jahr wieder. Die Winter kamen und gingen, aber wir hatten auch wieder richtigen Sommer. Die Wichtel sah ich nie wieder. Vielleicht war es ja doch nur ein Traum gewesen. Doch das Wetter wurde wieder besser und beständiger. Mehr wie früher und ich merkte die Veränderung jeden Tag.

Ende

Und was meint ihr?

 

Writing Friday 2021 1: Die Winterwichtel Teil 1

heute gibts wieder eine Geschichte zum Writing Friday und ich bin mit dabei.

Schreibe eine Geschichte und lass folgende Wörter mit einfliessen: Schnee, herrlich, kristallklar, aufgeregt, Wollmütze

Die Winterwichtel

In diesen Tagen war ich gerne draußen. Ich ging gerne in unserem winterlich verschneiten Ort spazieren. Hier war die Luft so herrlich klar, wenn es klirrend kalt war und draußen Schnee lag. Der Ort wirkte dann immer so magisch und gerade im Wald war es einfach wunderbar. Der Schnee lag schwer auf den Bäumen und jeder Ast hatte schwer zu tragen. Aber das beste war, dass in der Mitte ein See mit Wasser war, dass so kristallklar wie die Luft um mich herum war. Auch wenn er momentan eingefroren war. Doch irgendwas schimmerte darin. Ich beugte mich näher rüber, doch ich konnte es nur schemenhaft erkennen.
Was geschah da drinnen? Wie konnte da drin überhaupt jemand sein? Ich konnte mir darauf keinen Reim machen. Doch die Lichter verschwanden nicht. Sie bewegten sich im Kreis. Und während ich auf den See starte brach das Eis. Die Lichter schwirrten heraus und umherwirbelten sie. Dann wurden aus ihren winzige Wesen, die sie an Schmetterlinge und doch auch gleichzeitig an Schneeflocken erinnerten. Und dann wurden sie zu Wesen, die wie kleine Wichtel aussahen.
„Wer seit ihr?“, fragte sie die ulkigen Wesen.
„Wer bist du?“, fragten sie zurück. „Du hast uns doch gerufen.“
„Ich habe was?“ Ich verstand kein Wort mehr.
„Du hast uns gerufen. Wer uns sieht ruft uns“, erklärte der Wichtel.
Der andere Wichtel stupste aufgeregt seinen Kumpel an und der erste seufzte und rollte mit den Augen.
„Na, schön. Wir sind Winterwichtel“, erklärte er.
Ich sah ihn nach wie vor verständnislos an. Also erklärte er ohne Aufforderung: „Wir kommen von weit her. Aus der Winterwelt im Norden. Aber nicht im Menschennorden. Wir haben unseren eigenen Norden. Auch nicht die Weihnachtswelt. Einfach die Winterwelt. Wir sind dafür da, dass der Winter erhalten bleibt.“
„Aber wieso sollte ich euch rufen?“, fragte ich und verstand es immer noch nicht.
„Das weiß ich auch nicht. Sag du es mir.“ Er zog an seiner Wollmütze von der anschließend Schnee rieselte.
„Hier ist alles in Ordnung. Wie du siehst liegt hier viel Schnee“, erzählte ich ihm.
„Und in dem Rest der Welt?“, fragte er.
Ich dachte darüber nach. Ich konnte nicht glauben, was mir hier passierte. Sowas passierte sonst nur im Märchen. Aber er hatte Recht. Es gab natürlich nicht überall Schnee.
„Nein, nicht auf der ganzen Welt“, gab ich also zu. „Es wird immer weniger.“
„Und deswegen sind wir vermutlich hier“, stellte der Wichtel fest.
„Und was wollt ihr jetzt machen?“, erkundigte ich mich. „Wie wollt ihr das Wetter ändern?“
„Wir sind Winterwichtel. Lass uns mal machen.“ Die beiden Kerlchen strahlten mich an.
Und dann legten sie los. Sie wurden zu Schneeflocken, die sich überall vermehrten. Es schneite ziemlich dicht und ich versuchte die Flocken aufzufangen. Die Wichtel sah ich danach nie wieder, aber es gab dann kein Jahr mehr ohne Schnee. Die Wichtel hatten unsere Welt verändert. Sie hatten sie verschönert. Es schneite jetzt überall auf der Welt. Ich freute mich darüber. So konnte der Winter immer sein.

Ende

Na, was sagt ihr?

Writing Friday Dezember 4: Der Schlittenunfall

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wobei ich diesmal etwas spät dran bin

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass…” beginnt.

Sie fuhren rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass da vor ihnen irgendetwas war. Sie konnten nur nicht genau sehen was. Wir versuchten schlitternd zum Stehen zu kommen, doch es war zu spät. Wir rammten Jemanden. Wir kollidierten und fielen vom Schlitten. Sie fielen alle in den Schnee. Benommen durchdrang sie die Kälte wie ein Schock. Sie versuchte mich aufzurappeln. Ihr Freund half ihr. Sie stellten den Schlitten wieder auf.
Erst da entdeckten sie die Gestalt im Schnee. Sie hatte einen roten Umhang um und eine Jeans an. Es kam langsam Bewegung in ihn. Er rappelte sich auch auf und saß dann im Schnee. Wir machten große Augen. Er sah aus wie der Nikolaus persönlich.
Er beobachtete uns misstrauisch. Dann gab er sich einen Ruck. „Tut mir Leid. Ich habe nicht aufgepasst.“
„Schon gut. Wir waren zu schnell“, sagte Liam lächelnd.
Er reichte dem Nikolaus die Hand und zog ihn hoch.
„Danke. Ich hatte nicht mit anderen Schlittenfahrer gerechnet“, gab der Nikolaus zu.
„Wir auch nicht. Das hier ist ein sehr abgelegener Hang.“
„Ich muss dann auch weiter. Ich hab es eilig“, verabschiedete er sich schnell.
„Moment, bist du der Nikolaus?“, traute sie sich zu fragen.
Er sah mich verwundert an. „War das so einfach zu erkennen? Vielleicht sollte ich meine Tarnung verbessern.“
„Na, ja. Der Umhang ist ein Zeichen, aber sicher war ich mir nicht“, antwortete sie.
„Hmpf“, brummte der Nikolaus.
„Wohin warst du denn unterwegs?“, fragte nun auch Liam.
„Ins Dorf“, antwortete er. „Ich wollte die Geschenke abholen.“
„Ach so?“, Wir schauten ihn verwundert an. „Können wir dich begleiten?“
„Begleiten?“ Er sah uns verständnislos an. Offenbar schien ihm das völlig abwegig. Verwirrt sah er uns fragend an.
„Klar“, sagte Liam nur. „Wenn du uns lässt.“
Der Nikolaus vor uns überlegte hin und her. Dann stimmte er schließlich zu. Also fuhren wir zusammen mit unseren Schlitten den Berg runter. Dann gingen wir die Straße entlang zum Dorf. Dort wählte der Nikolaus die Poststation aus. Es stellte sich heraus, dass er dort seine Säcke mit Süßigkeiten verstaut hatte. Die holte er heraus und zog die Säcke hinter sich her. Es stellte sich heraus, dass hinter der Poststation ein großer Schlitten parkte auf den wir jetzt stiegen. Dann gings los und wir verteilten die Süßigkeiten in die Dörfer. Das war ein Spaß. Wir gingen von Haus zu Haus und sangen und verteilten Geschenke. Wir waren traurig als es Abend wurde und wir nach Hause mussten.
Wir verabschiedeten uns von dem Nikolaus und gingen nach Hause. Wir sahen den Nikolaus nie wieder, aber diesen besonderen Tag sollten wir nie vergessen. Diesen Tag vergaßen wir nie.

Ende

Und, was meint ihr?

Writing Friday Dezember 3: Weihnachten und Schnee

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Weihnachtskerzen, Schneesturm, grosse Freude, Zuckerguss, rote Stiefel

Weihnachten und Schnee

Zu Weihnachten brauchte man Schnee. So war es früher immer gewesen. So wollte ich es auch heute haben. Aber leider war das nicht mehr Gang und Gebe. So mussten die Weihnachtskerzen am Tannebaum leider ohne Schnee auskommen. Genau wie ich. Ich seufzte tief. Jedes Jahr das selbe. Schnee kam wenn erst nach Weihnachten.
Wie konnte man das bloß wieder wandeln?
Ich dachte über diese Frage lange nach. Eine Lösung für den Klimawandel gab es nicht. Also vorerst keine Sicht auf winterlichen Schneesturm oder Schneeballschlacht.
Ich dachte an die Winter aus meiner Kindheit zurück. Da war so viel Schnee, dass wir ständig schlitten gefahren waren. Das war so eine grosse Freude. Das hatte ich immer so gerne gemacht. Mit den anderen Kindern im Winter gespielt und mich tief im Schnee vergraben. Ich lächelte bei diesem Gedanken.
Und heute? Nur noch Regen oder es war viel zu warm. Das hielt mein Schneeherz kaum aus. Also, was konnte ich tun?
Genau. Ich buk Weihnachtsplätzchen und verzierte sie mit Zuckerguss. Ich verzierte sie mit Schneeflocken und Winterzauber. Ich lächelte. Ich liebte diese Kekse.
Eine Weile war ich nur damit beschäftigt und bekam nichts um mich herum mit. Ich buk und buk und buk und die Küche füllte sich. Doch als ich aufsah entdeckte ich den Schnee. Es schneite tatsächlich. Ungläubig starrte ich die dicken Flocken an.
Ich buk noch bis in den Abend hinein. Schließlich räumte ich die Küche auf. Total müde fiel ich ins Bett. Am nächsten Morgen wachte ich spät auf. Ich sah aus dem Fenster und vor mir breitete sich eine richtig weiße Welt aus. Staunend sah ich hinaus. Und dann kam ich plötzlich in Eile. Ich zog mich schnell warm an und schnappte mir im Flur meine rote Stiefel. Und dann lief ich in den Schnee hinaus und erfreute mich daran. War mein Weihnachtstraum am Ende doch wahr geworden? Ich würde es auf jeden Fall genießen.

Ende

 

Und, was sagt ihr?

Writing Friday: Dezember 2: Leseliste

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wobei dieser Beitrag doch später kam als gedacht und das erste ist jetzt schon gelesen.

  • Welche Bücher möchtest du im Dezember noch lesen? Stelle uns deine Leseliste kurz vor. 

Ich hab noch gar keine so richtige Leseliste und wenn weiß ich nicht ob es klappt. Kann auch was spontan dazwischen kommen.

Mehr werde ich vielleicht gar nicht schaffen. Vielleicht noch ein weiteres Weihnachtsbuch.

Tanja Janz – Dünenwinter und Lichterglanz

Das werde ich tatsächlich in einer Leserunde als erstes lesen. Ich bin schon gespannt, da ich zwei Weihnachtsbücher der Autorin mochte.

Laura Kneidl – Someone to Stay

Das würde ich auch gerne noch lesen. Dann ist die Reihe endlich abgeschlossen. Ich bin außerdem schon neugierig auf die Geschichte von Aliza und Lucien. Hoffentlich schaffe ich es da noch.

Kathinka Engel – Love is loud 

Da schleicht Corly schon ewig drum herum. Irgendwie ist sie nie in der richtigen Stimmung dafür.  Vielleicht schafft sie es ja noch im Dezember.

Britta Sabbag – Love Show

Und das letzte im Bunde würde ich auch noch gerne lesen. Es interessiert mich auch einfach vom Thema her. Mal schauen.

Und wie ist das bei euch so? Kennt ihr welche von mir und wie fandet ihr sie.

Writing Friday: Dezember 1: Rentier als Vertetung

Heute gibts mal wieder einen Writing Friday und ich bin mal wieder dabei.

  • Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona! Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Also echt, wo gibts denn sowas? Der Weihnachtsmann ist verhindert die Geschenke auszutragen. Jetzt muss ich mich um die Geschenke kümmern. Wie konnte er sich auch mit Corona anstecken? Er war doch die ganze Zeit hier. Oder hat er sich wieder heimlich verdrückt? Und wieso kann eigentlich nicht stattdessen das Christkind die Geschenke austeilen? Die kann das doch auch. Ich bin eigentlich nur der Fahrer.
Deswegen war ich auch dementsprechend nervös als ich jetzt abfahrbereit vor dem Schlitten stand. Immerhin war das Christkind gerade bei mir und gab mir noch ein paar Tipps. Ich hörte gut zu und versuchte mir alles zu merken. Dann ging es los. Ich fuhr mit dem Schlitten voller Geschenke hinter mir und meinen zwei Begleitern an und schon bald hob der Schlitten ab. Er war mit feinem Sternenglanz umzogen, damit uns keiner sehen konnte. Und dann nahm der Schlitten an Fahrt auf und stieg in den Himmel. Wir wurden immer schneller bis wir in den Sternen verschwanden. Ich liebte dieses Schlittenfliegen. Da fühlte ich mich frei und Teil eines großen ganzen.
Doch viel zu schnell mussten wir wieder landen. Wir kamen in ein verschneites, winterliches Dorf. Hier war ich schon gewesen. Hier kannte ich die Häuser mit den Kindern. Das eigentliche Problem war in die Häuser zu kommen. Der Weihnachtsmann hatte spezielle Weihnachtsmann Magie dafür. So wurde er kleiner und kam in den Kamin. Doch ich konnte das nicht. Warum auch immer. Ich musste einfach warten bis alle schliefen und hoffen, dass eine Garage oder so offen war. Ich wurde also vom Schlitten abgespannt und dann gings los.
Vorsichtig ging ich an das Haus ran. Waren alle Lichter aus? Schliefen alle? Nervös trabte ich um das Haus rum und sah mich um. Ich versuchte einen Eingang zu finden, aber es gab keinen. Wie in aller Welt sollte ich da reinkommen? Sollte ich schon beim ersten Haus versagen?
Dann hörte ich plötzlich die Stimme des Weihnachtsmannes in meinem Kopf.
„Benutze den Beutel. Aber nur wenig, sonst bleibt nicht genug.“
Welcher Beutel? Wo war denn bitte schön ein Beutel? Ich lief noch mal in Windelseile zum Schlitten zurück. Ich war schon viel zu lange hier. Ich wühlte und fand dann tatsächlich einen Beutel. Damit ging ich wieder zum Haus und schleppte auch gleich den Beutel mit den Geschenken hinter mir her. Er war so schwer und ich kam kaum voran. Ich war froh als ich es endlich zum Haus geschleppt hatte. Dann streute ich das Pulver vom Weihnachtsmann zur Tür. Endlich bekam ich sie auf und konnte rein. Doch das war auch nicht so leicht. Ich war nicht so gelenkig wie der Weihnachtsmann.
Irgendwann schaffte ich es aber doch. Es dauerte viel zu lange, aber schließlich lagen die Geschenke darunter. So schlängelte ich mich von Haus zu Haus.
Es wurde eine lange Nacht für mich. Als ich beim letzten Haus ankam war ich total erschöpft und müde. Es war aber alles dunkel. Kein Wunder. Es war ja auch schon spät. Hoffentlich ging das hier jetzt auch noch gut. Ich schlich mich an das Haus ran. Mein Pulver um reinzukommen war fast aufgebraucht. Ich streute den Rest auf die Tür. Ich bekam sie schwerer auf, aber es ging. Als ich endlich im Wohnzimmer war legte ich die Geschenke unter dem Baum. Als ich gerade zurück wollte stolperte ich und es rumste. Ich erstarrte und blieb ganz still stehen. Doch ich hatte die Bewohner trotzdem geweckt. Ich versuchte schnell zu entkommen, aber ich steckte irgendwie fest. Und dann sah ich das Kind. Entsetzt starrte ich es an. Es wirkte eher erschrocken. Schnell trat ich den Rückzug an und verließ in aller Eile das Haus. Ich stürzte auf den Schlitten zu und kaum war ich vorgespannt hob ich in der Luft ab. Ich konnte es kaum erwarten zurück im Weihnachtsdorf zu sein. Als ich landete war ich überglücklich. Ich war nicht der Weihnachtsmann, aber ich hatte es geschafft. Auch der Weihnachtsmann war zufrieden über meinen Bericht. Das Kind ließ ich natürlich weg. Nach meinen Geschenke verteilen konnten auch wir endlich Weihnachten genießen. Ich bekam zur Belohnung viel zu fressen und Musik. Das war doch toll. Ein erfolgreiches Weihnachtsfest trotz Corona.

Ende

Writing Friday: Magische Zeiten

Heute kann ich tatsächlich mal wieder eine Geschichte zu Writing Friday veröffentlichen. Das hat es lange nicht mehr gegeben.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Salbei, Aufmerksamkeit, etwas daneben, Hormone, ein Versuch

Magische Zeiten

Der Oktober war angebrochen und so langsam kam die gemütliche Zeit auch zu uns. Ich wollte zum Markt und in die Apotheke um Salbei zu holen. Das brauchte ich ganz dringend für meinen aktuellen Zaubertrank. Salbei war ein regelmäßiger Bestandteil meiner Tränke. Ich war deswegen auch Dauergast in der Apotheke. Ruben kannte mich schon ziemlich gut. Als ich den Laden betrat kam er auch gleich aus dem Hinterzimmer her. Er sah so verdammt gut aus. Selbst in Arbeitskleidung. Seine dunklen Haare fielen ihm in die Stirn und sein Lächeln war entwaffnend. Er war einer der wenigen, der wusste, was ich wirklich mit den Zutaten tat. Ich vertraute ihm wie keinem anderen.
„Hallo Janina“, begrüße er mich. „Na, was möchtest du heute?“
„Hallo Ruben. Ich brauche Salbei und ein wenig Rosmarin.“, bestellte ich bei ihm.
„Salbei was sonst“, grinste Ruben. Er kannte meine Neigungen. Ich mochte es, wie seine Aufmerksamkeit nie nachließ. Er bereitete die Zutaten vor und reichte sie mir dann.
„Danke“, sagte ich und lächelte ihn an.
„Sehr gerne.“ Er lächelte zurück. „Und schon wieder jemanden verzaubert?“
Ich grinste nur. „Ich verzaubere keine Leute. Jedenfalls nicht so.“
„Ich weiß. Nimm mich einfach nicht so ernst.“
„Okay, ich sollte dann auch gehen“, verabschiedete ich langsam von ihm.
„Oh, ja klar. Komm einfach wieder, wenn du etwas neues brauchst. „Ich hoffe die Hormone spielen nicht wieder verrückt.“
Ich grinste bei seiner Andeutung. Neulich hatte ich etwas gezaubert. Danach hatten meine Hormone total verrückt gespielt. Und auch Ruben hatte das zu spüren bekommen.
Verlegen erwiderte ich seinen Blick. „Ich werde mir Mühe geben.“Also ging ich nach Hause. Mein Wohnhaus lag ziemlich am Rand der Stadt. Es lagen kaum Häuser darum herum und wenn dann mit Abstand. Das war auch gut so, denn ich experimentierte gerne mit meinen Zaubern. In meinem Haus herrschte meistens ein heilloses Durcheinander.
Mitten im Wohnzimmer stand mein Zauberkessel. Er brutschelte meistens vor sich hin. Momentan sah die Flüssigkeit darin braun, blau aus. Ich gab das Salbei dazu und es wurde grün. Genau so wie ich den Trank haben wollte. Er musste nur noch einen Tag ziehen, dann war er fertig.
Also widmete ich mich anderen Dingen zu. Ich las in dem neusten Zauberband und hörte nebenbei Musik. Ich war sehr vielseitig und freute mich auf Abwechslung.
Doch ich bemerkte, dass nach einiger Zeit etwas komisch wurde. Die Luft wurde irgendwie dünn. Es wurde stickig. Schnell rannte ich zu meinem Trank. Er sah nicht mehr grün aus sondern gelb. Ich wurde panisch. Was war da nur passiert und wie konnte ich es beheben? Vielleicht gab es nur ein Versuch.
Ich versuchte es mit einen erneuten Spruch. Es beruhigte sich etwas, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es etwas brachte. Und dann passierte etwas mit mir. Ich wurde in den Trank rein gezogen. Obwohl es heiß war verbrannte ich mich nicht. Ich wirbelte nur durch den Kessel. Es war etwas seltsam und fühlte sich unschön an. Und dann veränderte sich wieder etwas. Und schon wurde ich wieder ausgespuckt. Und plötzlich merkte ich, dass etwas anders war. Ich konnte plötzlich zaubern. Allerdings wusste ich nicht wie das funktionierte. Zunächst zerstörte ich auch die ein oder anderen Möbel. Glas splitterte durch die Gegend. Ich brauchte einige Zeit bis ich herausfand wie es funktionierte und mich wieder raus traute. Doch dann besuchte ich sofort Ruben.
Er war tatsächlich in der Apotheke. Und er war alleine. Er lächelte mich lächelnd an und fragte wissend: „Hat es funktioniert?“
„Was funktioniert?“, fragte ich verwirrt.
„Bist du jetzt auch magisch? Können wir zusammen sein?“, fragte er fast aufgeregt.
„Du bist magisch?“, wunderte ich mich.
Und dann erklärte er es mir. Er hatte als er mich kennen lernte immer meine Magie beobachtet. Er hatte gemerkt, dass ich wie er magische Veranlagungen hatte. Er hatte gehofft einen Weg zu finden wie wir uns vielleicht näher kommen könnten, wenn ich das wollte. Er vermutete, dass das durch seine Magie sonst nicht möglich war. Das mochte vielleicht seltsam klingen, aber ich fand es irgendwie süß.
„Oh, Ruben.“ Ich konnte nicht aufhören zu grinsen.
„Darf ich das als JA deuten?“, fragte er grinsend.
„Ja“, sagte ich und dann fielen wir uns in die Arme. Überglücklich gaben wir uns unseren ersten Kuss. Danach fing unser gemeinsames Leben an. Ein Leben voller Magie und Liebe. Ein Leben, dass mich jeden Tag erfüllte und ich leibte. Es war perfekt.

Ende