Writing Friday 07.12.21: Glitzernder Schnee

Heute kommt wieder eine Geschichte mit Ideen aus dem Writing Friday zum Thema Schnee.

  • Beschreibe Schnee ohne die Wörter: Weiss, nass und kalt.

Gefrorenes Wasser fiel die Erde herab und verzauberte die Welt. Wenn die Sonne schien wirkte es wie abertausende winzig, kleine Kristalle, die schön glitzerten. Ich liebte diese Zeit. Man baute Iglos, formte Bälle und bewarf andere damit und machte Spaziergänge im winterlichen Glanz. Gerade wenn die Sonne scheint macht es besonders Spass dann draußen zu sein. Die gefrorene Masse kann auch pulverförmig sein und man kann in sie einsinken. Man kann Fußspuren von Tierchen darin erkennen, und wenn die Masse kommt, fällt sie vom Himmel. Die meisten Menschen freuten sich darüber. Ich auch. Die Kinder liebten es dann Schlitten zu fahren und auch manchen Erwachsenen machte das Spass. Man rollte sie zu Kugeln zusammen und formte Figuren daraus.
In den Bergen kann die Masse aber auch gefährlich werden. Zum Beispiel, wenn sie als Lawine herunter kommt. Das hat schon vielen das Leben gekostet. Und wenn man über Nacht draußen ist oder zu leicht angezogen kann man darin auch erfrieren. Die Flocken, die vom Himmel fallen sehen wunderschön aus und besonders an Weihnachchten hat es seinen ganz besonderen Glanz. Die Flocken können auch in Graupel runter kommen oder mit Regen vermischt sein. Doch wenn richtige Flocken runter kommen kann der Niederschlag auch richtig schön sein. Allerdings wird es oft wieder schäbig, wenn es taut.
Anfang des Jahres gabs ziemlich viel davon und die ganze Welt genoss den Niederschlag oder auch nicht. In den Bergen liegt dann besonders viel davon. Auch der Wald sieht dann immer wunderschön aus, wenn die Kristalldecke ihren Zauber entfalten. Auch gefrorene Seen haben dann ihren Zauber.
Durch die Sonne und die helle Masse kann es mal ganz schön hell werden und blenden.
Die Flocken können dick oder dünn werden und je nachdem verschieden aussehen. Aus kleinen Ästen können Figuren werden und die Welt sieht plötzlich ganz anders aus. Zauberhaft und magisch.
Vom Flocken fallende Himmel sind vielseitig und haben die verschiedenste Wirkungen auf die Welt oder die Menschen. Jeder empfindet es anders und doch bleibt der Zauber für manche immer erhalten.

Ende

Und was meint ihr? Eine kleine Schneereise, auch ohne den Begriff Schnee.

 

Writing Friday: 06.12.21 Nikolaus hat Husten

Heute gibts eine weitere Geschichte für die Adventszeit, aber liest selbst. Angelehnt sind die Ideen wieder von den Aufgaben vom Writing Friday.

Nikolaus hat Husten

Was sollte ich denn jetzt machen? Mit dem Husten konnte ich unmöglich arbeiten. Das war so bescheuert. Dabei war doch morgen der 6. Dezember und die Kinder warteten auf den Nikolaus. Was sollte ich denn jetzt machen? Ich überlegte hin und her, aber mir fiel nur Unsinn ein. Das lag sicherlich daran, dass ich krank im Bett lag.
Seufzend griff ich nach meinem Handy und rief meine beste Weihnachtselfe Tinka an. Gleich nach dem ersten Klingeln nahm sie ab.
„Nikolaus, was gibts?“, fragte sie geradeheraus. Das schätzte ich auch an ihr. Sie kam immer gleich auf den Punkt.
„Ich bin krank“, stöhnte ich. „Ich kann morgen nicht arbeiten.“
„Oh, nein. Und was jetzt“, beschwerte sie sich sogleich. „Du kannst doch nicht ausgerechnet am Nikolaustag krank sein.“
„Ich hab mir das auch nicht ausgesucht“, entgegnete ich. „Immerhin hab ich morgen Geburtstag. Schon vergessen?“
„Schon gut. Freudig wirst du da jetzt bestimmt nicht sein. Das kann ich schon verstehen. Und was machen wir jetzt?“
„Wir haben doch den neuen Auszubildenden. Diesen Niklas. Soll der dass machen“, beschloss ich unzufrieden.
„Was, den willst du los schicken?“, fragte Tinka entsetzt. „Der kann nicht mal Süßigkeiten von Mandarinen unterscheiden. Die Auszubildenden heutzutage taugen einfach nichts mehr.“
„Und was dann?“, fragte ich müde.
„Vielleicht sollte ich das machen“, überlegte Tinka. „Ich kann es auf jeden Fall besser als dieser Niklas. Er hatte eine 4 in Nikolausarbeit. Ich eine eins mit Sternchen.“
„Okay, von mir aus, aber du musst aussehen wie ich“, erinnerte sie Nikolaus.

Tinka

Also ruhte sich mein Chef wieder aus und ich übernahm am 06. Dezember seine Arbeit. Ich zog sein Niklausgewand über, setzte mir seine Nikolausmütze über und fuhr mit dem Schlitten rasant die Erde hinab. Ich fuhr von Haus zu Haus und beglückte die Kinder mit Geschenken und Leckereien. Ich wusste genau welches Haus ich besuchen musste und hinterließ weder Spuren noch Dreck. Ich befüllte Socken und hinterließ überall Weihnachtsduft. Das klang erst mal alles ganz leicht, aber es war doch alles komplizierter als es aussah. Nicht umsonst durfte nur der Chef selbst diese Arbeit erledigen. Ansonsten gäbe es eine Katastrophe mit Verwechslungen und die Menschen würden an den Nikolaus zweifeln. Deswegen ließ er sich auch nur ganz selten blicken. Eigentlich hatte ja sein Bruder, der Weihnachtsmann die größere Aufgabe, aber auch der Nikolaus war durchaus wichtig in der Weihnachtswelt. Hoffentlich konnte mein Chef die Aufgabe nächstes Jahr dann wieder selbst erledigen. Unser Auszubildender musste nämlich erst mal noch viel lernen.

Writing Friday 05.12.21 Der Weihnachts-Deko-Laden

Heute gibts erneut eine Weihnachtsgeschichte mit abgeleiteten Ideen von Writing Friday.

  • Eine Weihnachtskugel, erzählt aus ihrem Alltag im Deko-Geschäft.

okay, eine Weihnachtskugel ist es jetzt nicht direkt, aber egal.

Der Weihnachts-Deko-Laden

Weihnachten ist bei mir eine ganz besondere Zeit. Hier ist einfach alles so herrlich geschmückt. Und es ist viel mehr los als sonst. Neben den normalen Dekorationen, die bei mir angeboten werden gibt es nun auch noch Christbaumkugeln, Weihnachtsschmuck, Engel, Nikoläuser, kleine Tannenbäume, Krippen und vielerlei anderen Dekokram. Ich kann immer wieder nur strahlen, wenn ich sehe wie schön ich zu Weihnachten dekoriert bin.
Morgens, wenn die Chefin reinkommt wird als erstes die Weihnachtsbeleuchtung angemacht und alles erstrahlt. Dann überprüft sie noch mal die Kasse und räumt ein bisschen auf oder um. Dann wird geöffnet und die ersten Gäste kommen rein. Sie stöbern durch den laden, unterhalten sich, zeigen aufgeregt auf die Dekoration und überlegen, was sie mitnehmen wollen.
Eines Tages kam ein traurig aussehender Junge hier her. Es war kurz vor Weihnachten und er sah sich im Laden um. Mich hätte sehr seine Geschichte interessiert, aber irgendwie wollte ich ihm eine Freude bereiten. So stupste ich immer mal wieder Sachen heraus, die ihm gefallen könnte. Hier ein paar Handschuhe, da eine Weihnachtsfigur, da einen Minischlitten oder gar eine Weihnachtskugel. Er wirkte verwundert, sah sich aber die Sachen an. Und da schlich sich wirklich ein Lächeln auf sein Gesicht. Und tatsächlich entschied er sich für den Schlitten. Mit leuchtenden Augen ging er raus in die Winterlandschaft, die ich aus dem Fenster sah. Und so beobachtete ich auch andere Kinder und auch Erwachsene. Die Menschen freuten sich über die Sachen, die sie bei uns kauften. Gerade auch zu Weihnachten. Sie kauften Geschenke oder Dinge, die sie für sich wollten. Das liebte ich so. Besonders zu dieser Zeit.
So lief das Adventsgeschäft wie am Schnürchen. Selbst an Weihnachten kamen noch Kunden auf den letzten Drücker hereinspaziert.
Auch die Mitarbeiter waren zufrieden und arbeiteten gerne hier.
Am Abend wurden die Kasse gemacht, alles abgesichert und abgeschlossen und das Personal ging. Doch dann gings hier im Laden erst richtig ab. Die Weihnachtsdekoration – und nur diese Dekoration – fing an lebendig zu werden. Die Engel fingen an zu schnattern und durch den Raum zu fliegen. Die Weihnachtswichtel fingen an zu putzen und die Weihnachtsfiguren packten Geschenke für die Mitarbeiter ein. Die Tannenbäume leuchteten bunt und wackelten hin und her und die Musik ging wieder an. Es war fast Partystimmung und es wurde gelacht und getanzt.
Kurz vor Arbeitsbeginn sprangen alle wieder auf ihren Platz und blieben ruhig bis zum nächsten Ladenschluss. So ging das bis Weihnachten. Nach Weihnachten kam die Weihnachtsdeko wieder raus und es kehrte Ruhe in den Laden. Auch Nachts. Deswegen freute ich mich jedes Jahr aufs neue auf Weihnachten. Da kam Leben in die Bude, wenn es sonst still war. Licht in der Dunkelheit und das war einfach schön.

ENDE

 

Und, was meint ihr?

 

Writing Friday: 04.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 4

Und nun gibts den nächsten Teil vom Weihnachtsdorf. Hier gibts die Aktion dazu. Klick

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: nass, kalt, Pferde, klitzeklein, rot

 

Wir bereiteten uns darauf vor die Geschenke in den Häusern der Menschendörfer zu verteilen. Zuerst war es noch nass, aber dann fing es plötzlich an zu schneien. Ich freute mich, denn Schnee an Weihnachten war magisch und genau die richtige Zeit dafür. Während wir die Geschenke auf den Schlitten luden fiel der Schnee immer dichter. Ich freute mich und Ruben schüttelte nur mit dem Kopf.
„Was ist?“, fragte ich ihn. „Ich liebe Schnee.“
„Na, dann bist du hier ja genau richtig“, fand er. „Hier gibts jede Menge Schnee.“
„Na hoffentlich“, entgegnete ich.
Noch mal schüttelte er den Kopf und meinte: „Also ich hasse es ja, wenn es kalt ist, aber das ist Ansichtssache.“
„Wie? Du wohnst hier, aber du hasst die Kälte?“
„Tja, man kann nicht alles haben“, antwortete er nur.
Ich grinste vor mich hin. Das gefiel mir irgendwie. Nicht alles war nur schwarz oder weiß.
„Und jetzt?“, fragte ich nur.
„Na, der Schlitten zieht sich nicht von alleine, oder?“, bemerkte er.
Und so führte er mich um das Dorf rum zu den Ställen. Dort waren einige Tiere, die ich nicht erwartet hätte. Zum Beispiel gab es in einer Ecke Gänse und in einer anderen Enten. Außerdem fand ich Pferdeähnliche Tiere, die aber keine Rentiere waren. Sie erinnerten mich eher an Zebras. Ich starrte sie nur an.
„Was ist das?“, fragte ich nur.
„Nicht, was. Eher wer ist das?“, korrigierte er mich.
„Und wer ist das?“, änderte ich meine Frage um.
„Susi und Strolch, unsere Schlittenzieher“, antwortete er stolz.
Ich starrte ihn erneut nur irritiert an.
„Aber das ist doch gar nicht weihnachtlich.“
Er lachte in sich hinein und ich musterte ihn verdutzt.
„Ach, wart es ab. Du wirst dich wundern.“
Und dann öffnete er die Boxen von Susi und Strolch. Die Zebras flitzten heraus und schlugen sofort die Richtung zum Ende des Stalls ein. Ruben hielt sie nicht auf sondern wir folgten ihnen einfach.
Sie fanden alleine ihren Weg zum Schlitten. Vermutlich kannten sie ihn auswendig. Auch beim Anhängen mussten wir nicht helfen. Sie brauchten den Schlitten nur zu berühren und schon waren sie eins mit ihm. Ich staunte nicht schlecht.
„Magie“, flüsterte mir Ruben ins Ohr, der mir plötzlich sehr nahe war.
Ich grinste. Ob er wirklich daran glaubte? Vielleicht hatte er mittlerweile genug gesehen um es zu tun.
„Darf ich bitten?“, fragte er schließlich und hielt mir seine Hand hin um mir auf den Schlitten zu helfen.
„Gerne.“ Ich nahm seine Hand und stieg auf. Dann folgte er mir auf die andere Seite.
Er sagte: „Ho, ho, ho“ und dann gings los. Dann hoben wir ab und der Schlitten flog. Wir flogen in die Nacht hinein und wurden immer schneller.
„Ernsthaft? Das ist der Startschuss damit die Tiere in die Lüfte fliegen?“, fragte ich nur lachend.
„Warum? Was ist daran auszusetzen? Susi und Strolch hören drauf.“
Ich beschloss das einfach unkommentiert zu lassen und genoss lieber die Schlittenfahrt. Wir waren mittlerweile hoch oben am Himmel und die Sterne kamen immer näher. Das war irgendwie verrückt. Aber es war auch richtig toll. Und dann waren wir im … Weltall? Zumindest sah ich die Erde von oben. Das war der Wahnsinn.
„Wie ist das möglich?“, fragte ich beeindruckt.
„Wie ist das möglich?“, fragte er mich.
„Das hier. Das wir einfach so ins Weltall fliegen“, erklärte ich.
Er grinste nur verschlagen. „Wieder so ein Weihnachtsding und Magie.“
Ich schüttelte nur mit dem Kopf. „Verrückt.“
Aber trotzdem war es einfach toll. Langsam ließen wir die Sterne hinter und und drangen in die Erdathmosphäre ein. Es war ein komisches Gefühl, aber auch kaum greifbar, da Susi und Strolch so schnell waren. Die Welt unter uns wirkte so klitzeklein. Wirklich beeindruckend. Und dann ging es immer schneller die Erde herab.
Ich sah schon rot. Ob die Tiere wirklich genau dort landen würden, wo wir es wollten. Wo wollten wir eigentlich landen?
„Woher wissen die Tiere wo sie landen müssen und in welchen Land und so?“, fragte ich Ruben deswegen.
„Hm. Sie wissen es einfach. Es ist ihnen sozusagen angeboren. Sonst wären sie keine Weihnachtstiere“, erklärte er.
„Hm, okay.“ Angeboren. Was auch immer.
Und dann kamen wir der Erde immer näher, aber elegant und geschmeidig. Als wüssten die Tiere genau was sie taten und das war vermutlich auch so. Und dann setzten wir auf einer Wiese auf. Es war dunkel, die Sterne leuchteten am Himmel und der Schnee war bestimmt knöcheltief.
„Sehr weihnachtlich“, kommentierte ich grinsend.
„Ja, nicht wahr? Das ist der Weihnachtszauber.“
Ich lächelte und so verteilten wir die Geschenke von Haus zu Haus. Manchmal gings durch die Tür, manchmal durchs Fenster und manchmal auch durch den Kamin. Es machte richtig Spass. Erst mal freute ich mich die ganzen weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer zu sehen und auch die Geschenke zu verteilen hatte seinen Reiz. Aber es kostete auch ziemlich viel Zeit. Doch die nahmen wir uns gerne.
Wir waren die ganze Nacht unterwegs. Wir fuhren von Ort zu Ort. Oder besser gesagt wir flogen. Manchmal lag Schnee und manchmal nicht. Die Kinder schliefen alle und die Eltern waren ebenfalls ins Bett gegangen oder wach oben in ihren Zimmern oder unterwegs. Aber wir beschenkten nicht nur Familien. Auch alleinstehende und Studenten bekamen was ab. Zu Weihnachten sollte jedem eine Freude gemacht werden.
Doch schließlich flogen wir ins Weihnachtsdorf zurück. Es war früh am Morgen als wir dort ankamen. Wir waren ziemlich erschöpft und legten uns erst mal hin. Am Mittag würden wir uns mit den Dorfbewohnern treffen. Dann wollten auch wir die Weihnachtstage feiern. Ich hatte längst beschlossen hier zu bleiben. Ich wollte dieses Weihnachtsdorf und ich wollte Ruben näher kennen lernen. Also blieb ich. Weihnachten für Weihnachten packte ich Geschenke ein und verteilte sie zusammen mit Ruben. Es bereitete mir Freude. Hier gehörte ich hin. Das war meine Welt und so wollte ich leben.

Ende

Na, was meint ihr?

Writing Friday: 03.12.21 Entführt in die Weihnachtswelt Teil 3

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wieder mit einer Fortsetzung meiner Geschichte.

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Grau ist meine Lieblingsfarbe, denn…“ beginnt.

Entführt in das Weihnachtsdorf Teil 3

Grau ist meine Lieblingsfarbe, denn als ich aus Rubens Haus trat war es das erste, was ich sah. Es war recht nebelig im Ort. Damit hatte ich nicht gerechnet. Weihnachten und Nebel verband ich nicht unbedingt miteinander.
Ich blieb stehen und wusste nicht wohin mit mir. Das hier war doch kein Weihnachtsdorf. Wo war der Schnee und der Weihnachtliche Glanz?
Als Ruben merkte, dass ich ihm nicht folgte drehte er sich zu mir um.
„Was ist los?“, fragte er mich verwirrt.
„Wo ist der Schnee?“, fragte ich nur ungerührt.
Er lachte nur rau.
„Schnee, wieso denn Schnee?“
„Na, ja. Das hier ist doch ein Weihnachtsdorf, oder?“, hakte ich noch mal nun schon etwas unsicherer nach. „Da habe ich mit Schnee gerechnet.“
Er seufzte nur tief.
„Ach, so. Jetzt verstehe ich. Ich habe vielleicht einen falschen Eindruck erweckt. Das hier ist ein Dorf, in dem es etwas Weihnachtsmagie gibt“, versuchte er zu erklären. „Den Nebel können wir auch nicht weg zaubern. Aber ich versichere dir, dass der Schnee kommen wird.“
„Ähm, okay.“
Und dann folgte ich ihm einfach weiter. Erst mal sah es aus wie ein gewöhnliches Dorf. Aber der Schein trügte. Es war überhaupt nicht gewöhnlich. Überall standen Weihnachtsstände wie auf einem Markt. Allerdings waren es keine, die man auf dem Weihnachtsmarkt finden würde. Es wurde eher etwas hergestellt.
„Das sind Weihnachtsgeschenke, die bei uns bestellt werden“, erklärte Ruben mir. „Wir stellen sie her. Alles Handarbeit. Dann bringen wir sie in die Häuser. Also schon recht Weihnachtsmann- oder Christkind-nah, aber eben nicht ganz.“
Okay, das ließ ich mal so stehen.
Und dann führte er mich über den Markt. Es gab so viel zu sehen. Was hier alles hergestellt wurde war der Wahnsinn. Es gab alles über Spielzeug bis hin zu Büchern, CDs, Bastelkram, Kleidung, Bilder und vieles mehr. Und natürlich auch viele Weihnachtssachen. Es wurde gehammert, gesägt, gemalt und gestopft und vieles mehr. Ich war wirklich beeindruckt.
„Wow.“
„Ja, das ist unsere kleine, aber feine Werkstatt“, grinste Ruben. „Hier ist richtig viel los. Wir arbeiten rund um die Uhr und so schaffen wir es rechtzeitig zu Weihnachten alles fertig zu haben.“
„Und wofür brauchtet ihr dann diese Magie?“, fragte ich immer noch etwas verwirrt.
„Vorher war hier alles tot“, erklärte er. „Ich habe die Magie zurück geholt. Ohne Magie geht gar nichts.“
Okay, wenn er meinte. Aber Hauptsache war doch es lief alles. Und das tat es.
„Und was ist deine Aufgabe dabei?“, wollte ich nun wissen.
„Ich sorge dafür, dass die Magie wieder kommt, wenn sie verloren geht“, antwortete er. „Und ich helfe hier und da mal aus. Eigentlich bin ich Junge für alles.“
„Hey, Ruben. Du bist wieder zurück und warst erfolgreich. Wie schön“, sprach ihn nun ein kleiner Knirps an.
„Ja, Drysten“, antwortete Ruben. „Ich habe es geschafft.“
„Das ist toll.“ Drysten strahlte Ruben an. „Endlich können wir weiter machen.“
„Ja, stimmt. Darf ich dir Maggie vorstellen?“, fragte Ruben ihn dann.
„Hallo, Maggie. Ich bin Drysten.“ Er gab mir die Hand. Dann wandte er sich auch schon wieder an Ruben. „Ich verzieh mich mal wieder. Du weißt ja, wenn wir nur dumm rumstehen meckert Claus ziemlich schnell.“
„Okay, wir sehen uns dann“, verabschiedete sich Ruben von ihm.
„Wer war das?“, fragte ich sofort neugierig.
„Er arbeitet hier auch mit“, erklärte Ruben. „Er ist einer der fleißigen Helfer.“
Interessante Helfer. Und so führte Ruben mich weiter im Weihnachtsdorf, das keines war, rum. Es war einfach zauberhaft. So viel Weihnachten. Denn weihnachtlich war es wirklich trotz des Nebels. Es war alles schön dekoriert und es gab einen funkelnden Weihnachtsbaum.
„Und jetzt?“, fragte ich Ruben.
„Jetzt zeig ich dir, was ich mache, wenn ich hier bin“, erklärte er.
Da war ich aber wirklich mal gespannt. Die Frage hatte ich mir ja sowieso schon gestellt. Und so begleitete ich ihn wieder. Er führte mich nun von den Ständen weg. Jetzt war ich aber erst Recht neugierig was er machte.
Er führte mich in eine Lagerhalle. Ich konnte mich nur staunend umsehen. In einer Ecke waren viele eingepackte Geschenke gestapelt. In einer anderen Ecke wurden Geschenke eingepackt.
„Wow“, entfuhr es mir und Ruben grinste.
„Das ist unsere Einpackswerkstatt. Ich packe gerne Geschenke ein“, erklärte er mir.
„Geschenke einpacken, ja?“ Ich grinste vor mich hin. „Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.“
„Magst du mir helfen?“, fragte er mich und sah mich dabei wirklich süß an.
„Auf jeden Fall“, antwortete ich begeistert.
Und so packten wir eine Weile lang einfach nur Geschenke ein. Das machte richtig Spass. Ich entspannte mich richtig dabei. Ständig kamen neue Geschenke hinzu, die wir einzupacken hatten. So verging der Nachmittag ziemlich schnell. Zwischendurch unterhielt ich mich mit ein paar Helfern. Es war eine richtig tolle Zeit, aber jede Zeit ging irgendwann vorbei.

Schließlich befand ich mich erneut in Rubens Wohnzimmer wieder. Wir setzten uns in die Sessel und er machte uns Tee.
„Möchtest du hierbleiben?“, fragte er mich.
„Ähm … Puh. Ich weiß nicht.“ Unsicher sah ich ihn an. „Muss ich das jetzt entscheiden?“
„Nein, natürlich nicht. Lass dir Zeit. Schau dich um. Ich dachte nur du fühlst dich hier wohl.“
Ich nickte. Das konnte ich auf jeden Fall tun. Und so blieb ich erst mal bei Ruben. Ich sah mir das Dorf an, half bei der Arbeit mit und freute mich auf dies Weihnachtsfeeling. Ich freundete mich mit Bewohnern an und lebte mich ein. Ich bereitete mich mit ihnen zusammen auf Weihnachten vor. Und ich blieb. Und so begann die Weihnachtsnacht.

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?

Writing Friday 02.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 2

Und hier kommt die zweite Geschichte einer Fortsetzung zur ersten. Auch hier ist wieder die Aufgabe aus dieser Aktion geholt:  Writing Friday.

  • Welchen Zauberspruch könntest du jetzt am meisten gebrauchen? Was würde dieser in deinem Leben verändern?

Entführt in ins Weihnachtsdorf Teil 2

Fragend sah ich ihn an.
„Ich brauche einen Zauberspruch“, erklärte er mir. „Und den kann mir der Kürbismensch Louis besorgen.“
„Und wie?“, fragte ich, weil ich das Gefühl hatte überhaupt nichts zu verstehen.
Ernsthaft? Der Kerl hieß Louis? Irgendwie passte das.
„Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht genau. Ich weiß auch meistens gar nicht welche Zaubersprüche ich brauche, aber er findet irgendwie immer den richtigen“, antwortete er.
„Das macht irgendwie keinen Sinn“, bemerkte ich trocken. Aber hier machte sowieso gar nichts einen Sinn.
Er grinste mich an. „Ja, oder? Aber es ist meine Realität und es ist wahr.  Und du glaubst mir. Das sehe ich dir an.“
Er hatte Recht. Ich glaubte ihm. Aber nur, weil ich den Kürbismenschen mit eigenen Augen gesehen hatte.
„Das heißt aber nicht, dass es nicht unlogisch ist“, beharrte ich.
„Ja, stimmt“, seufzte er. „Das hab ich auch nicht behauptet. Okay, hab nur ich das Gefühl, dass wir uns hier im Kreis drehen?“
„Du hast Recht. Tut mir leid.“
„Schon in Ordnung. Ich kann verstehen, dass das etwas viel für dich ist. Lass uns einfach noch mal von vorne anfangen, okay?“, schlug er vor. Als ich nickte streckte er mir seine Hand aus und ich sah seine schlanken Finger vor mir. „Mein Name ist Ruben und ich habe mit Magie zu tun.“
Ich grinste vor mich hin. War er süß.
„Hi, ich bin Maggie und ich bin durch Zufall hier her gekommen“, antwortete ich keck.
Er grinste verschlagen. „Ach, so ist das. Hast du Lust ein wenig Magie kennen zu lernen?“
„Warum nicht“, sagte ich in Erwartung dessen, was da jetzt auf mich zukommen mochte.
Und so zog mich Ruben in ein unsichtbares Loch und plötzlich waren wir in einer völlig anderen Welt. Vor uns stand der Kürbismann, Louis.
„Ah, da seid ihr ja“, bemerkte er nur ohne irgendwie überrascht zu wirken.
„Hast du was für mich?“, fragte Ruben ihn.
„Was glaubst du denn?“, fragte er zurück. „Folgt mir.“
Und so folgten wir Louis. Er ging ziemlich schnell voran. Ich fragte mich, was mich als nächstes erwartete. Aber ich sollte es sicher bald erfahren.
Und ich sollte recht behalten. Wir kamen zu einem kleinen See. Er schimmerte blau und das Glitzern der Sonne begleitete ihn.
„Was machen wir hier?“, fragte ich die beiden.
„Das hier ist nicht irgendein See“, erklärte Ruben mir. „Es ist ein verzauberter See. Wenn ich da rein springe erfüllt er mir jeden Wunsch.“
„Und genau das brauchst du jetzt“, ergänzte Louis.
„Warum?“, fragte ich, weil ich es immer noch nicht verstand.
„Ich bin in einer besonderen Situation“, erklärte er. „In meinem Land ist eine Not ausgebrochen und ich muss dringend helfen.
Bald ist Weihnachten und wir werden es dieses Jahr nicht mit den Geschenken schaffen. Deswegen brauche ich einen Wunsch.“
„Ähm, okay.“ Das fand ich jetzt doch etwas strange. „Was bist du? So eine Art Weihnachtsmann?“
„Den Weihnachtsmann gibts nicht. Oder das Christkind oder was weiß ich“, meinte er schockierend. „Wir sind alles Weihnachtselfen, die zusammen arbeiten.“
„Erzähl das bloß nicht den Kindern dieser Welt“, bemerkte ich nur.
Er grinste nur. „Hm, vielleicht lieber nicht.“
„Also willst du mir sagen, dass du in eine Art Weihnachtsdorf lebst?“, hakte ich noch mal nach.
„Sowas in der Art und doch nicht ganz“, stimmte er mir zu.
„Nimmst du sie mit dorthin?“, fragte Louis ihn.
„Erst mal steige ich in den See“, antwortete er. „Danke Louis.“
Und dann zog er sein T-Shirt und seine Hose aus. Und dann sprang er in den See. Minutenlang tauchte er unter und ich wurde langsam nervös. Doch Louis sah ganz und gar nicht nervös aus sondern eher entspannt.
„Müsste er nicht langsam wieder auftauchen?“, fragte ich nervös.
„Das wird er“, versicherte Louis mir zuversichtlich. „Aber Wünsche brauchen seine Zeit.“
Was auch immer das heißen mochte. Also warteten wir weiter. Und dann tat sich plötzlich etwas. Es blubberte auf dem Wasser und Louis lächelte zufrieden.
„Ah, es funktioniert. Der Wunsch breitet sich aus.“
Und dann spürte ich es. Der Wunsch breitete sich wirklich aus. Ich spürte das Beben in der Erde und die Welle, die über mich hinweg ging. Plötzlich lag der Geruch von Weihnachten in der Luft. Dann tauchte Ruben plötzlich auf der Oberfläche auf. Er war klatschnass, aber ziemlich lebendig und er strahlte. Dann kam er aus dem Wasser und die Tropfen regneten an ihm herab. Ich konnte ihn nur anstarren.
„Na, zufrieden?“, fragte Louis nur.
„Und ob. Vielen Dank.“ Ruben strahlte noch immer. „Weihnachten ist gerettet.“
„Immer zu Diensten. Na, ich bin dann jetzt mal weg. Du brauchst mich ja jetzt nicht mehr. Den Rest schaffst du auch alleine.“
Ruben nickte ihm zu und dann verschwand er.
„Und was jetzt?“, fragte ich Ruben verwirrt.
„Hast du Lust mich ins Weihnachtsdorf zu begleiten?“, fragte er mich und klang dabei hoffnungsvoll.
„Ja, gerne“, sagte ich nur und war total neugierig auf dieses besondere Land.
Und so nahm Ruben meine Hand. Was ich nicht erwartet hatte war, dass wir wieder in den See sprangen. Ich erwartete zu ertrinken, aber ich hätte mehr Vertrauen in Ruben haben sollen. Wir wurden nicht nass sondern fielen in ein tiefes Loch. Es ging immer tiefer und natürlich hatte ich erst weiterhin Bedenken. Aber schließlich fielen wir aus dem Loch heraus und landeten in einer staubigen Röhre und schließlich auf einem Teppich. Unversehrt, aber dreckig. Als ich mich wieder erholt hatte sah ich mich um und sah wodurch wir gefallen waren.
„Ernsthaft? Ein Kamin?“, fragte ich entgeistert.
„Warum denn? Das ist der Eingang zu meiner Wohnung.“
Ruben zuckte nur mit den Achseln als wäre das das natürlichste der Welt. Und dann sah ich mich noch mal um.
Wir waren in einem recht großen Raum, aber der war vollgestopft. Hier gab es allen möglichen Weihnachtskram. Kristbaumkugeln, Dekoration, Lichter und andere Dinge.
„Was ist das hier? Eine Abstellkammer?“, fragte ich verwirrt.
„Glaubst du ich lande so in meinem Wohnzimmer?“, fragte er zurück. „Ich habe in jedem Raum einen Kamin.“
Ah, ja. Natürlich. Was auch sonst?
„Na, komm. Ich zeig dir den Rest“, bot er mir an und da sagte ich nicht nein.
Und so folgte ich ihn aus dieser Abstellkammer heraus. Es folgte ein wirklich gemütlich eingerichtet Wohnzimmer. Es war sehr geräumig und als erstes entdeckte ich tatsächlich den Kamin. Er war groß und nahm den Raum ziemlich ein. Außerdem gab es ein grünes Sofa und Lichterketten. Außerdem gab es an einer Wand einen Flachbildschirm und ziemlich viel Weihnachtsdeko.
Aber am beeindruckensten war die Terassentür. Das waren richtig große Fenster, wo man gut nach draußen gucken konnte. Davor war  Wald und man hatte viel Privatsphäre. Das könnte mir auch gefallen.
„Schön, oder?“, fragte er ziemlich zufrieden.
„Ja, auf jeden Fall“, bestätigte ich. „Sehr ruhig.“
„Wart erst ab. Das wirst du draußen anders sehen“, prophezeite er mir. „Möchtest du es dir ansehen?“
„Ja, klar“, antwortete er mich und so führte er mich nach draußen. Und da konnte ich nur staunen.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

Writing Friday 01.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 1

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wieder mit einer Fortsetzung. Gut, es ist nicht Freitag, aber ich versuche die Aufgaben nachzuholen und bis zum 24. immer Geschichten zu schreiben. Ob das jeden Tag funktioniert und alles aus dieser Welt ist weiß ich noch nicht, aber ein paar Teile hab ich schon zusammen. Also viel Spass.

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: blutig, ängstlich, Konfetti, Kürbissuppe, Ohnmacht

Es war Oktober und die Zeit des Winters war gekommen. Zumindest für uns. Der erste Schnee war da. Ich ging im Wald spazieren und genoss die klare Winterluft. Der Schnee knisterte unter meinen Füßen und ich liebte diese Zeit. Ich ging eine ganze Weile spazieren, tief in den Wald hinein. Die ganze winterliche Pracht lag vor mir. Es war ruhig. So ruhig.
Doch dann stolperte ich und verletzte mich an einem Ast. Mein Finger wurde blutig. Ich leckte meinen Finger ab und ärgerte mich, dass ich kein Pflaster dabei hatte. Aber es war keine schlimme Wunde. Also ging ich einfach weiter.
Doch bei dem Schnee sah alles gleich auch. Ich hatte das Gefühl mich zum ersten mal in meinem Leben hier verlaufen zu haben. Das sah nicht gut für mich aus. Ich war nicht besonders ängstlich, aber gerade bekam ich etwas Panik. Das machte mir mehr Angst als alles andere:
Ich lief eine Weile ziellos umher. Aber ich hatte das Gefühl eher tiefer in den Wald zu geraten. Wie kam ich hier bloß wieder raus?
Plötzlich kam ich zu einer Lichtung. Etwas kam mir hier seltsam vor. Ein Leuchten kam aus den Bäumen, dass fast magisch wirkte. Ich ging näher heran. Doch es wirkte als wären die Bäume immer noch genau da wo sie vorher waren. Genau wie das Leuchten. Und dann sah das Leuchten eher aus wie Konfetti, wie nicht von dieser Welt.
Als ich schließlich auf die Lichtung kam saß ein Junge im Gras. Ich musste dreimal hinsehen bis ich es glauben konnte. Er saß da so entspannt. Das irritierte mich. Was mich aber noch mehr irritierte war, dass er vor einem Feuer saß und in irgendwas rührte. Ich überlegte ob ich näher gehen sollte oder schreiend davon laufen sollte, aber die Neugier war größer.
Ich ging zu ihm. Er sah erst auf als ich direkt bei ihm war. Was da in dem Topf brutschelte sah aus wie Kürbissuppe. Verwirrt sah ich ihn an.
„Was ist das?“
„Wer bist du?“, fragte er zurück.
Wir starrten uns nur an. Dann seufzte er tief.
„Willst du dich nicht zu mir setzen? Ich koche Suppe.“
Zögernd kam ich zumindest näher. Ich war mir zwar nicht sicher, weil ich ihn kaum kannte, aber ich war neugierig. Ich würde schon nicht gleich in Ohnmacht fallen.
„Ich bin eher der skeptische Typ“, erklärte ich ihm. „Ich kenne dich doch gar nicht. Das kann alles sein.“ Ich zeigte auf die Suppe.
„Sie ist nicht giftig oder so“, sagte er. Und um mich zu überzeugen schöpfte er etwas auf die Kelle und schlürfte sie selbst. Also setzte ich mich zu ihm. Ich sah ihm eine Weile zu. Dann gab er mir eine kleine Schale und einen kleinen Löffel. Ich probierte und es war super lecker.
„Hm, die ist gut“, schwärmte ich. Sie war wirklich lecker.
„Was ist da drin?“, fragte ich ihn.
„Geheimrezept“, antwortete er verschwörerisch. Mehr sagte er nicht und ich seufzte tief.
„Schmeckt nach Kürbis“, sagte ich nach einer Weile.
„Hm“, machte er nur und ich rollte mit den Augen. Die Suppe schien noch nicht fertig zu sein. Er rührte weiter und rührte. Verwirrt sah ich ihm zu. Dann dampfte es auf einmal grün aus dem Topf. Der Dampf wurde immer stärker. Und dann sah ich im Dampf kleine Männchen. Ich guckte noch mal und guckte noch mal und konnte es immer noch nicht glauben. Die Männchen waren immer noch da.
„Was zum …“, fragte ich, kam aber nicht weiter. Denn dann kam eines der Männchen aus der Suppe gehüpft. Plötzlich stand es da, ganz klein und kürbismäßig.
„Wer hat mich gerufen?“, fragte es erbost. Er sah uns an als hätten wir ein Verbrechen begangen.
„Ich“, antwortete mein Gegenüber. „Ich habe dich gerufen.“
Der kleine Mann drehte sich zu der Stimme um.
„Ach so. Klar“, sagte er als wäre das keine Seltenheit. „Wer auch sonst. Was ist es diesmal?“
Er lächelte verschmitzt. „Das weißt du doch.“
„Schon wieder?“, fragte das Männchen erneut und rollte mit den Augen.
„Was glaubst du denn?“, fragte er nur.
„Worum geht es genau?“, fragte ich verwirrt. Ich blickte da einfach nicht durch. Was war hier los?
„Wer ist denn das?“, fragte der kleine Kürbiskerl skeptisch.
„Das ist jetzt nicht wichtig“, antwortete der Junge. „Kannst du es oder nicht?“
„Das weißt du doch“, antwortete er.
Und bevor ich nachfragen konnte, was er denn kann verschwand das Männchen plötzlich wieder. Verwirrt sah ich ihm hinterher.
„Was war das?“, fragte ich den Jungen. „Und wer bist du?“
„Äh, das ist nicht so leicht zu beantworten“, meinte der Junge fast verlegen. „Du würdest mir wohl auch nicht glauben.“
„Versuch es doch“, forderte ich ihn auf.
Er warf mir einen skeptischen Blick zu. Dann nickte er vor sich hin.
„Na gut. Du hast es so gewollt“, stimmte er mir zu. „Hier auf die Lichtung kommt sonst niemand. Es ist eine magische Lichtung. Und ich rufe jedes Mal den Kürbiszwerg herbei, wenn ich hier bin. Er ist ein besonderer Kerl. Er mag Kürbisse und isst sie. Dadurch wird er so orange. Jedenfalls hat er nur Magie in sich, wenn er Kürbisse verspeist. Das ist etwas seltsam, aber auch cool. Und dadurch hat er mir schon sehr viel geholfen.“ Er machte eine kurze Pause indem ich das ganze sacken lassen konnte. Hätte ich den Mann nicht selbst gesehen, hätte ich ihm vermutlich nicht geglaubt. Auch jetzt fiel mir das immer noch schwer. Aber ich hatte es mit eigenen Augen gesehen.
„Okay, und weiter?“, fragte ich deswegen.
Er warf mir einen überraschten Blick zu. Dann nickte er.
„Er kann Dinge bewirken, die sonst keiner kann. Und diesmal brauche ich ihn wirklich. Ich habe da nämlich ein klitzekleines Problem.“
„Das klingt mysteriös“, fand ich.
„Mag, sein, aber es ist so“, antwortete er nur.
„Was für ein Problem hast du denn?“, fragte ich ihn.
„Vielleicht sollten wir uns erst mal vorstellen“, wich er mir verlegen aus. „Ich bin Ruben.“
„Maggie“, antwortete ich.
Ruben. Das passte zu ihm. Er sah genauso verwegen aus wie ich mir einen Ruben vorstellte.
„Freut mich dich kennen zu lernen, Maggie“, sagte er und wirkte dabei sehr charmant.  „Also, wie bist du hier her gekommen?“
Jetzt wollte er also reden? Das konnte er haben.
„Ich hab mich verlaufen und bin zufällig hergekommen“, antwortete ich.
„Verlaufen. Hm“, machte er nachdenklich. „Okay.“
„Ja, das ist mir noch nie passiert.“
„Vielleicht sollte es dann so sein“, überlegte Ruben. „Nun, denn. Dann wollen wir mal.“

Fortsetzung folgt ….

Und was sagt ihr?

Writing Friday 5/ 21: Das etwas andere Verrückte Labyrinth

Heute bin ich mal wieder beim Writing Friday dabei und habe wieder eine Geschichte für euch.

  • Das etwas andere Spielbrett – Du landest als kleine Spielfigur auf dem Spielbrett deiner Wahl (Monopoly, Mensch ärgere dich nicht etc.) erzähle uns von diesem Abenteuer.

Das Labyrinth, dass mich empfing fand ich gruselig. Ich hatte keine Ahnung wie ich hier rein geraten war. Und erst recht wusste ich nicht, wie ich hier wieder rauskommen sollte. Zunächst mal blieb es ein ganz normales Labyrinth. Allerdings begannen sich irgendwann die Wege an zu verschieben. Ich rannte, aber ich verirrte mich nur noch mehr. Doch plötzlich veränderte sich wieder etwas. Ein Gegenstand blinkte plötzlich vor mir auf und verschwand wieder. Es sah aus wie ein Schlüssel. Dann sprach eine Stimme zu mir.
„Finde die Gegenstände nacheinander und dann zeigen wir dir den Weg raus. Schiebe mit den Karten um dir einen Weg frei zu machen.“
Ähm, was? Das klang ja wie beim verrückten Labyrinth. Moment mal, war ich etwa im verrückten Labyrinth? Das war doch verrückt.
Allerdings war ich tatsächlich nur von grünen Wänden umgeben und wusste nicht, wie ich sonst rauskommen sollte. Also blieb mir wohl nichts anderes übrig als einen Versuch zu starten. Aber wie sollte ich die Wege frei schieben?
Doch dann lief ich einfach los. Ich musste den Schlüssel finden. Doch irgendwann stoß ich wieder vor eine Mauer. Ich seufzte. Und was jetzt?
Plötzlich erschien eine Karte vor mir. Die sah tatsächlich aus wie die vom Verrückten Labyrinth. Ich nahm sie und versuchte sie in die Hecke zu schieben. Es funktionierte tatsächlich. Die Hecke bahnte mir einen Weg. Und dort auf einem Podest sah ich den ersten Gegenstand für mich. Den Schlüssel.
Doch dann kam ein Mann und nahm sich den Schlüssel. Warum hatte er ihn mir geklaut? Und dann ging mir auf, dass ich wohl doch im Verrückten Labyrinth stecken musste. Ich hatte einen Gegner und den musste ich besiegen. Dann los.
Ich lief weiter und verfolgte meinen Rivalen. Wer war er und warum war er mein Gegner? Wer hatte uns hier her geschickt? Vielleicht konnten wir zusammen arbeiten und so das Spiel überlisten.
Doch ich holte ihn nicht ein. Statt dessen erschien ein neuer Gegenstand in der Luft. Es war ein Schwert und das würde ich mir holen. Ganz sicher. Ich lief los. Die Wege waren frei. Ich brauchte gar nichts zu schieben. Offenbar musste man hier nur wirklich schieben, wenn es Hindernisse gab. Ich schnappte mir das Schwert auch der Junge hinderte mich nicht daran. Das Schwert war klein, aber es fühlte sich echt an. Wie ein richtiges Schwert. Ich steckte es ein. So suchte ich eine Weile weiter meine Gegenstände. Ich bekam noch den Ring und die Karte. Die Karte war lebendig und zeigte die versteckten Wege. Sehr praktisch. Dem Jungen begegnete ich erstmal nicht mehr.
Doch das nächste Symbol auf meiner Liste war das Gespenst. Ich schluckte. Das konnte ja heiter werden. Sicher war das ein lebendiges Gespenst. Ich sah auf meiner Karte auf und es war tatsächlich da. Aber es war am Rand des Spielfelds. Konnte es heraus geschoben werden? Was, wenn der Junge das andere Gespenst hatte, dass gleich daneben lag?
Ich rannte los und versuchte möglichst ohne Wände durchzukommen, aber ganz funktionierte das nicht. Und dann prallte ich mit dem Jungen zusammen. Den zeigte mir meine Karte dummerweise nicht an. Es haute uns beide um und so lagen wir erst mal im Gras. Uff.
Der Junge rappelte sich zuerst wieder auf und zog mich dann mit hoch. Er versuchte mir erst gar nicht meine Gegenstände zu klauen.
„Danke“, sagte ich.
„Du bist also auch hier gefangen?“, fragte der Junge mich.
„Sieht so aus“, seufzte ich.
„Vielleicht sollten wir uns gegenseitig unterstützten“, überlegte er.
„Wie meinst du das?“, fragte ich ihn.
Doch bevor er antworten konnte tat sich wieder was im Labyrinth. Die Mauern verschoben sich und rissen uns auseinander. Wir waren wohl doch Gegner. Immerhin war das im richtigen Spiel auch so.
Also lief ich weiter. Ich sammelte noch ein paar Gegenstände. Allerdings begegneten mir nicht nur Gegenstände. Ich hatte auch einen Kampf mit einer Spinne und eine Eule flatterte um mich herum. Doch irgendwann sah ich einfach keine Dinge mehr. Hatten wir alle Karten gesammelt?
Zumindest kamen wir irgendwie zu einem Platz mit Feldern wie beim Spielfeld. Dort waren alle Figuren aus dem Spiel abgebildet. Die, die ich gesammelt hatte waren auf meiner Seite und die des anderen Jungen auf seiner. Und dann wurden in der Mitte die Zahlen unserer Karten angezeigt. Offenbar hatten wir Gleichstand erzielt.
Dann hörten wir eine Stimme um uns herum.
„Ihr habt es geschafft und genau gleich viele Karten gesammelt. Ihr kommt beide frei.“
Und somit erwachte ich aus meinem Traum. Nur ein Traum? Uff. Was hatte ich denn für Träume? Aber ich war erleichtert. Das war doch schon sehr schräg gewesen.

Ende

Und was meint ihr?

Writing Friday 4/21: Das Computer – Date

Heute gibts tatsächlich noch mal eine Geschichte von mir. Ich habe wirklich noch mal was fertig bekommen.

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: Flirten, Lächeln, durchschaut, grossartig, hibbelig

Das Computer-Date

Mir war langweilig. Ich saß am PC und wusste nichts mit mir anzufangen. Und so suchte ich Dating-Portale durch. Sowas machte ich eigentlich nie. Ich musste schon sehr verzweifelt sein. ich sah mir die Typen  auf der Seite an. Einige davon sahen gar nicht so schlecht aus. Ich sah mir die, die mir gefielen, genauer an. Einer stach mir besonders ins Auge. Er hatte blauschwarzes Haar und strahlend blaue Augen.
Ich schrieb ihn an. Er antwortete recht schnell. Wir schrieben hin und her und das Flirten fiel uns leicht. Es passte einfach von Anfang an. Allerdings sahen wir uns zunächst Monate lang nicht. Wir schrieben nur. Aber es war intensiv und ausführlich.
Aber irgendwas war an ihm auch seltsam. Er wirkte als wäre er nicht von dieser Welt. Ich konnte es nicht genau benennen. Es war als fühle ich ihn durch den Computer. Als würde ich sein Lächeln sehen und spüren wie er mich berührte. Dabei sah ich ihn nicht mal.
Aber es hatte was besonderes an sich. Irgendwie war es intimer. Aber auch ein wenig gruselig. Doch ich schrieb weiterhin mit ihm. Es machte einfach zu viel Spass.
Irgendwann schlug er ein Treffen vor. Das verunsicherte mich nun doch. Ich fühlte mich durchschaut. Ich wusste selbst nicht, warum. Eigentlich wollte ich das ja. Aber ich war auch nervös. Ich würde ihn wirklich treffen. Das drang jetzt erst zu mir durch. Aber mich verwirrte etwas, dass wir keinen Treffpunkt vereinbart hatten. Wie sollten wir uns dann treffen?

Als es so weit war, war ich immer noch nicht schlauer. Ich blieb einfach zu Hause und war frustriert. Was für eine Pleite. Doch dann hörte ich auf einmal etwas in meinem Büro. Merkwürdig. Da war doch keiner. Also ging ich nachsehen. Und da stand er direkt vor mir. Mein Online-Date. Mit offenen Mund starrte ich ihn an. Ich wusste nicht, ob es großartig war, dass er hier war, oder gruselig.
„Was machst du hier?“, fragte ich ihn.
„Wir hatten doch ein Date“, erwiderte er nur verwirrt. „Ich bin Julian.“
„Ich weiß, wer du bist“, erwiderte ich. „Aber eigentlich dachte ich, du kommst durch die Tür. Es war abgeschlossen. Du kanntest nicht mal meine Adresse.“
„Oh, ach so.“ Er wirkte wirklich überrascht. „Ich bin durch den Computer gekommen.“
Ich starrte ihn an, als sei er ein Auto. Er seufzte.
„Wirklich. Ich zeig es dir.“
Und somit schlüpfte er durch den Computer und kam wieder heraus. Ich konnte das gar nicht glauben.
„Wie hast du das gemacht?“, fragte ich ihn und wurde ganz hibbelig. Das war doch nicht normal. Deswegen fügte ich noch ein: „Was bist du?“ hinterher.
„Ich habe es irgendwie mit Technik“, antwortete er. „Die hat mich schon immer magisch angezogen. Irgendwann habe ich damit rum experimentiert. Irgendwie bin ich dabei darauf gestoßen in den Computer rein zu krabbeln. Das ist schon ziemlich cool. Aber ich mache es nicht so oft.“
Ich starrte ihn nur an. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, hätte ich es nicht geglaubt. Aber so war es wahr. Er konnte durch Computer wandeln.
„Und jetzt? Wie stellst du dir das vor?“, fragte ich nur, weil ich nicht wusste, was ich sonst sagen sollte.
„Keine Ahnung. Das musst du entscheiden. Möchtest du noch ein Date mit mir oder nicht?“, fragte er nur.
Ich seufzte tief. Eigentlich kannte ich die Antwort bereits. Deswegen stimmte ich einem Date zu. Ich lernte ihn besser kennen. Ihn und seine komische Fähigkeit. Wir zogen zusammen und bastelten zusammen daran weiter. Es war schon ziemlich cool. Er hatte einfach was. Aber was noch wichtiger war: Wir waren zusammen glücklich und es passte zwischen uns. Ein Computer Date, dass mein Leben verändert hatte. Wie passend.

ENDE

Und was meint ihr?

Writing Friday: Der Wetterfrosch

Vielleicht ist der Text nicht so interessant geschrieben, aber ich wollte euch wenigstens eure Ideen präsentieren. Denn mir kamen da so einige verrückte Ideen beim Writing Friday.

Wettervorhersage fürs Wochenende.

Erst mal bleibt es das ganze Wochenende so dunkel wie in der Nacht. Aber dabei passieren merkwürdige, seltene Dinge.

Freitag gegen Mittag kommt ein Sternenregen auf uns zu. Aber nicht in Form von Sternschnuppen sondern so wie wir sie am Himmel sehen.  Ganz langsam und gleichmäßig.

Am Abend leuchten dann lauter Regenbögen am Himmel. Das gabs so noch nie. Sie leuchten am Himmel und sorgen für Aufregen. Also nicht verpassen.

Samstag kommen neue, irre Sachen auf uns zu. In der Dunkelheit scheint Mittags dennoch die Sonne. Ja, tatsächlich. Total verrückt, aber wahr. Allerdings wird es dann auch brühend heiß.

Abends kommen dann Blüten vom Himmel geflogen. Wie Schnee. Alles wird weiß. Ein Blumenmeer.

Am Sonntag beruhigt sich das Wetter etwas. Allerdings wirkt es da als würden die Planeten näher kommen. Nur keine Angst. Es ist nur ein Schauspiel.

Und danach beruhigt sich das Wetter wieder. Die Nacht vergeht und die Sonne wird ein paar Tage lang scheinen. Wir können uns wieder von den Erlebnissen erholen. Also bleibt am besten zu Hause und beobachtet den Himmel.

Und was meint ihr?