Marah Woolf – MondSilberLicht Band 1

Mondsilberlihct

Ich trank den Tee, den Amelie mir hinstellte.
Während ich die Tasse ausspülte, sah ich aus dem Fenster.
MeinHerz machte einen kleinen Sprung,
als ich Calum den Weg zum Haus kommen sah.
Er war zu früh.
“Oh, oh”, meinte Amelie neben mir,
“da kann es noch jemand nicht abwarten.”
Sie grinste schelmisch. “Viel Spass euch beiden.”

Meine Meinung

Der Anfang war vielversprechend, aber so ganz konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.

Emma gefiel mir am Anfang noch recht gut, aber sie wurde zunehmend anstrengend und wenn es nicht nach ihr ging war sie schnell beleidigt oder sauer. Das hat mich dann doch irgendwann genervt. Das hätte nicht sein müssen. Auch war sie manchmal furchtbar naiv und kopflos. Sie wirkte oft wie ein liebeskrankes Kind, dass an nichts anderes denken konnte als an ihre Bedürfnisse. Alles andere war ihr egal. Mit einer anderen Umsetzung hätte das ja romantisch sein können, aber so leider nicht immer.

Calum mochte ich ja wirklich gern. Oft war er wirklich sehr liebevoll und fürsorglich. Aber manchmal erinnerte mich sein Verhalten doch sehr stark am Anfang und zwischendurch an Edward aus Biss. Wegen der angeblichen Abneigung gegenüber Emma. Ich mag zwar solche Vergleiche nicht, aber das fiel hier schon extrem auf.

Amelie, Peter, Bree, Sophie und Jamie mochte ich alle sehr gern. Besonders Peter und Amelie. Peter hatte irgendwie das gewisse etwas an sich und ich fand es schön, dass er nicht als bildschön bezeichnet wurde, aber trotzdem super lieb war. Bei Amelie hab ich nicht verstanden, warum die Autorin die Beziehung zwischen Aiden und ihr jetzt so verändern musste. Vor allem, weil es danach nicht noch mal Thema war. Das hätte nicht sein müssen.

Wen ich erst mochte, aber dann nicht mehr so waren Dr. Erickson und Ethan. Besonders Ethan fand ich ganz schlimm. Statt mal vernünftig mit Emma zu reden bestimmt er einfach über ihren Kopf hinweg, weil er glaubt bei ihr ist es genauso wie bei ihrer Mutter. Gut, dass Bree ihn da noch umstimmen konnte. Aber er hatte da auf jeden Fall einige Sympatiepunkte verloren.

Mit Elin als Bösewicht konnte ich gar nichts anfangen. Der handelte für mich völlig planlos und ging mir eher auf die Nerven. Ein Bösewicht völlig ohne Stil. Hat mich nicht überzeugt. Besonders das Ende mit ihm fand ich schlimm. Da hat seine Mutter ganze Arbeit geleistet.

Ares mochte ich sehr gern. Deswegen fand ich auch das Ende mit ihm sehr traurig.

Wieso muss es eigentlich in jedem Buch eine Valerie geben? Einfach nur nervig. Vor allem weil sie hier eh nur den Zweck hatte, dass Emma eifersüchtig wurde. Ansonsten hatte sie keinerlei Funktion. Da hab ich Calum auch nicht ganz verstanden. Sie hat ihm ja nicht mal was bedeutet.

Die Ideen waren teilweise eigentlich sehr gut. Besonders gefallen hat mir das mit den Walen am Anfang und die vielen verschiedenen Fantasywesen fand ich toll. Besonders die Feen, Elfen und Vampire. Schade, dass da nicht näher drauf eingegangen wurde. Auch Sophies Buchhandlung und das Klassenzelten fand ich toll.

Nicht so gut fand ich aber wieder, dass es über die Hälfte des Buches oder besser gesagt fast das ganze Buch über fast nur darum ging ob Calum und Emma jetzt zusammen sein können oder nicht. Ich mag es ja lieber, wenn es dann noch Nebenhandlungen gibt oder in irgendeiner anderen Form davon abgelenkt werden konnte, so dass das nicht so als Hauptthema wirkt. Ein kleiner Teil ist okay, aber irgendwann werde ich müde es zu lesen.

Das Ende hat mir dann leider nicht mehr so zugesagt. Irgendwie fand ich das alles ziemlich schade. KP wie es jetzt weiter gehten soll mit den beiden. Auch was Elin und Ares betrifft war ich am Ende nicht so begeistert.

Die volle Punktzahl bekommt es nicht, denn über nett kam es einfach nicht hinaus.

Es wird wohl etwas länger dauern bis ich mich mit Teil 2 beschäftigen werde. Momentan gibt es einfach zu viele andere Bücher, die mich mehr interessieren.

Bewertung: 4/5 Punkte