Writing Friday: Lance und Shailene Teil 10

Heute gibts endlich einen neuen Teil von Lance und Shailene. Ich bin doch mal fertig geworden.

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Lance und Shailene Teil 10

Shailene

Schreibe aus der Sicht eines Hexenbesens.

Während Dornröschchen unterwegs war verkroch sich Clarissa in ihrem Zimmer. So waren Lance und ich endlich mal alleine.
„Puh, ganz schön viel los hier“, stöhnte ich.
„Ach, komm. Das liebst du doch“, neckte er mich. Ich rollte mit den Augen.
„Ich habe auch gerne mal meine Ruhe“, behauptete ich.
Aber Lance hatte recht. Ich hatte sowohl Dornröschen als auch Clarissa gerne um mich.
Als ich gerade mal ein bisschen abschalten wollte klingelte es an der Tür. Ich machte auf, aber seltsamerweise war da niemand. Doch als ich auf den Boden sah, entdeckte ich ein langes Paket.
„Lance, hast du was bestellt?“, rief ich in die Küche.
Er kam strahlend angelaufen. „Ah, der Besen ist endlich da.“
„Besen?“, fragte ich verwirrt. „Was für ein Besen?“
„Na, den Besen für Clarissa natürlich“, erklärte er als sei das das Selbstverständlichste von der Welt, trug ihn rein und legte ihn auf den Tisch ab. Dann begann er ihn sorgfältig, fast schon liebevoll, auszupacken.
„Lance, wieso hast du Clarissa einen Besen besorgt?“, fragte ich vorsichtig.
„Na, Hexen brauchen doch einen Besen“, fand er. „Du weißt schon. Wie in Harry Potter.“
„Ähm, du weißt aber schon, dass Clarissa eine Zeitreisende ist und keine Hexe?“, erinnerte ich ihn.
Er sah ernsthaft verwirrt aus. „Willst du damit andeuten, dass sie ihn eigentlich gar nicht braucht?“ Ganz kurz wirkte er wirklich verloren, aber dann hellte sich sein Gesicht auf.
“Egal. Nicht so wichtig. Dann behalte ich ihn eben selbst.“
Gott bewahre!
Lance hatte den Besen mittlerweile ganz ausgepackt und sobald das letzte Stück Papier abgefallen war erwachte der Besen buchstäblich zum Leben.
“Oh, mein Gott. Wo bin ich denn hier gelandet?“ Er drehte sich einmal um sich selbst. „Ich gehöre in die Freiheit. Sofern ihr keine Hexen oder Zauberer seit entlasst mich aus diesem Zimmer.“
Selbst Lance starrte den Besen wie verdattert an. Na, toll. Jetzt hatten wir auch noch einen sprechenden Hexenbesen an der Backe.
“Du kannst sprechen?“ Endlich fand Lance seine Sprache wieder.
“Natürlich kann ich sprechen“, regte sich der Besen sofort auf. „Ich bin ein magischer Besen. Könnt ihr also vielleicht das Fenster öffnen, damit ich ins Freie kann?“
“Aber ich habe dich gekauft“, wandte Lance hitzig ein. „Du gehörst mir.“
“Junge, ich gehöre niemanden. Nur mir selbst“, machte der Besen ihm klar.
“Lance, vielleicht ist es besser, wenn wir ihn fliegen lassen“, schlug ich vor. „Hier können wir wenig mit ihm anfangen.“
“Wenigstens eine mit Verstand“, meinte der Besen anerkennend. „Du solltest auf sie hören, Kumpel.“
„Und wo willst du dann hin? Auf den Mond?“, fragte Lance, der es für das selbstverständlichste auf der Welt hielt mit einem Besen zu reden.
„Ne, viel zu langweilig“, erklärte der Besen. „Da war ich schon. Nur Krater. Ich will in die Berge. Die sollen schön sein. Wenn du willst kannst du ja mitfliegen. Ich lasse Menschen zwar nicht gerne auf mir reiten, aber bei dir würde ich eine Ausnahme machen.“
Lance schien zwiegespalten, schüttelte dann aber mit dem Kopf. „Ich kann nicht. Ich habe hier mein Leben.“
„Tja, dann musst du mich wohl doch ziehen lassen“, bemerkte der Besen.
„Ich habe da vielleicht den richtigen Ort für dich“, schlug Lance ihm vor. „Hier in der Nähe gibt es einen Hexenberg. „Da könnte ich dich hinbringen.“
Mein nerdiger Freund schien etwas enttäuscht zu sein, sah aber offenbar ein, dass er diesen Besen nicht behalten konnte. Ich beschloss ihm eine Miniausgabe vom Nimbus 2000 zu kaufen. Der sprach wenigstens nicht.
Der Besen schien zu überlegen. „Hexenberg klingt gut. Bei Hexen und Zauberern fühle ich mich wohl. Die sind so kreativ. Ich sehe ja ziemlich viel von der Welt, da ich viel rumfliegen kann, aber trotzdem führe ich ein eher einsames Leben. Vielleicht tut es mir ganz gut unter Leute zu sein.
Und so wurden wir den sprechenden Besen wieder los. Der hätte sonst auch einfach zu viel Chaos verursacht.

Fortseztung folgt …

 

Und was meint ihr?

Writing Friday: Der verlorene Hexenbesen

So, da ich mit Lance und Shailene noch nicht so weit bin gibts eben auch zu einem anderen Thema eine normale Geschichte ausserhalb. Das habe ich zwar bei Lance und Shailene auch genommen, aber hier kann ich es ja noch mal verwenden.

Der verlorene Hexenbesen

Schreibe eine Geschichte aus der Sicht eines Hexenbesens.

Könnt ihr euch vorstellen wie anstrengend das Leben eines Hexensbesens, also mein Leben. Tagein, tagaus befand ich mich in diesem vollgestopften Laden und keiner wollte mich haben. Ehrlich. Alles andere fanden sie cooler als mich. Bis dieses kleine Hexenmädchen in den Laden kam. Es fiel mir sofort auf, weil es sich so aufmerksam umsah. Sie war niedlich mit ihren langen hoten Haaren und dem bunten Kleid.
Sie sah sich zunächst ein bisschen Spielzeug an. Es gab hier auch Plüschtiere und Ketten. Aber das interessierte sie nicht weiter. Sie spazierte weiter durch den Laden und kam dabei direkt an mich vorbei. Zunächst entdeckte sie mich nicht, aber dann blieb ihr Blick an mir hängen. Ihre Augen begannen zu glänzen.
Aufgeregt lief sie zu ihrer Mutter. Man hörte sie durch den ganzen Laden.
„Mama, Mama. Darf ich den Besen dahinten haben?“, rief sie.
„Welchen Besen denn?“, wollte die Mutter wissen.
„Na, den da hinten in der Ecke“, meinte sie. Und dann führte das kleine Mädchen ihre Mutter zu mir. Ich freute mich einen Ast und hätte ich gekonnt, hätte ich sicher einen kleinen Tanz aufgeführt.
„Ach, Liz, das ist doch nur ein alter Besen. Was willst du denn damit?“, fragte ihre Mutter das Mädchen.
Das regte mich schon wieder auf. Ich war nicht nur ein alter Besen. Ich war so viel mehr als das. Ich war ein Hexenbesen. Ein richtiger Besen, der fliegen konnte. Das war etwas ganz anderes als diese Möchtegernbesen, die hier oft rumspukten.
„Aber Mama. Sie ihn dir doch mal an“, meinte jetzt auch Liz. „Er ist so schön. Darf ich ihn haben. Bitte, bitte, bitte.“
Die Mutter seufzte. „Aber hier gibt es doch so viel anderes Spielzeug. Willst du dich nicht noch mal umsehen?“
„Nein“, sagte sie trotzig. „Der Besen soll es sein.“
„Aber du bist doch noch viel zu klein dafür“, beharrte die Mutter weiter. „Du kannst noch gar nicht damit umgehen. Dann liegt er doch nur bei uns rum.“
Doch das Mädchen blieb hartnäckig und so bekam ich ein neues zu Hause. Zunächst lag ich tatsächlich nur rum, da das Mädchen noch gar nicht fliegen konnte. Doch sie kam mich jeden Tag besuchen und sprach mit mir. Und eines Tages war es so weit. Sie kam um mich zu fliegen und ab dann gab es keinen Halt mehr. Wir flogen jeden Tag zusammen hoch in die Lüfte und oft weit hinaus. Wir redeten miteinander und wurden die besten Freunde und so blieb es bis Liz alt wurde. Ich erlebte all ihre Höhen und Tiefen mit. Ich hatte ein gutes Leben und als Liz starb blieb ich an meinem Ort und wurde nie wieder benutzt. Mein Leben wurde wieder einsam, aber ich würde nie wieder jemanden erlauben mich zu fliegen. Und eines Tages konnte ich alleine fliegen und zog meine Kreise durch die Welt. Ich besuchte alle Orte und dann fand ich eine magische Welt, wo ich mich zu Hause fühlte. Das Dorf war voller Hexen und ich wurde liebend aufgenommen. Dort verbrachte ich mein restliches Leben als Hexenbesen.

Ende

So, das war nur mal so am Rande eine kleine Geschichte zum Hexenbesen. Was meint ihr?