Etüden 6: Jenson und Janna Teil 3

Heute gibts wieder Etüden und ich bin wieder mit dabei.

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Teil 1
Teil 2

abc.etüden 2019 17+18 | 365tageasatzaday

Am nächsten Tag treffe ich Jesnon wieder. Er sieht tatsächlich gut aus. Natürlich tut er das. Wir gehen zusammen durch die Stadt. Seine Hände sehen rau aus. Vielleicht hat er damit Kartoffeln geschnitten oder sowas. Was für ein absurder Gedanke. Ich schiele zur Seite und im gleichen Moment sieht er zu mir rüber und lächelt. Sein Lächeln ist atemberaubend wie immer.

„Wieso hat es mit uns nicht geklappt?“, fragt er mich ganz ernst. “
„Weil ich mich nicht immer von dir bevormunden lassen wollte“, antworte ich. „Das war einer der Gründe, Jesnon. Aber es gab noch mehr. Du warst so sehr mit dir selbst und deinen ganz persönlichen Drogen beschäftigt, dass du mich gar nicht mehr beachtet hast. “
„Das stimmt, aber ich brauchte das Blut“, verteidigt er sich.
„Und jetzt ist das nicht mehr so?“, frage ich.
„Doch, aber die anzüglichen Blicke haben aufgehört und ich weiß jetzt, was wirklich wichtig ist“, sagte er.
Stimmt, die anzüglichen Blicke habe ich fast vergessen. Das war auch noch so eine Sache. Er sah immer anderen Frauen hinterher. Egal ob ich dabei war oder nicht.
„Und was ist mit dem Blut?“, will ich trotzdem noch wissen, weil es mich nicht los lässt.
„Ich kann nicht ohne dem Blut leben. Das weißt du.“ Entschuldigend sieht er mich an. Ja, das weiß ich. Er braucht das Blut zum Leben wegen der seltenen Krankheit, die er hat. Er trinkt jeden Morgen einen Liter Blut. Manchmal beißt er auch Menschen wie ein Vampir, aber falls er damit aufgehört hat konnte ich damit leben, oder? Das musste ich einfach, denn ich liebe ihn und ich will das mit uns.
„Na gut. Wir können es versuchen. Lass ich es mich nicht bereuen“, biete ich ihm an und sein Lächeln wird breiter. Auch ich lächele jetzt. Ich muss einfach.

Fortsetzung folgt …

So und weiter gehts mit Jenson und Janna. Was meint ihr zu diesen Teil? Es ist immer wieder interessant zu sehen wie die Wörter die Geschichte beeinflussen. Ich freu  mich auf nächstes mal.