Die besten 5 am Donnerstag: Dinge im Herbst

Heute gehts rund um den Herbst und das fand ich nicht so ganz leicht, denn so viel besonderes im Allgemeinen verbinde ich gar nicht so direkt mit dem Herbst, was ich auch so richtig toll find. Eher kleine andere Dinge.

Die besten 5 im Herbst

Bunte Blätter

Ich liebe die bunten Bäume und Blätter im Herbst. Es sieht so schön aus und macht auch so tolle Fotos. Ich liebe das.

Weihnachten naht

Ich liebe ja auch Weihnachten. Und wenn der Herbst da ist ist auch Weihnachten nicht mehr weit weg. Die Vorfreude steigt und es kommt schon so ein leises Weihnachtsgefühl. Das finde ich toll.

Nebel

Ich mag ja auch den Nebel, wenn er über dem Land hängt. Das ist zwar nicht so schön beim Auto fahren, wenn er richtig dicht ist, aber er sieht toll aus und auch da gibts tolle Bilder.

Letzte warme Tage

Zumindest war es früher so, dass es im Herbst die letzen warmen Tage gibt. Es wird noch mal warm bevor der Winter kommt. Das mag ich schon sehr gerne. Allerdings geht das heutzutage schon oft noch in den November oder gar Dezember mit rein.

Sonnenuntergänge sind eher

Ich gehe ja genre zu den Sonnenuntergängen und fotografiere. Das mag ich total gern. Allerdings ist das im Sommer immer so spät. Da komm ich meist nicht zu. Besonders in der Woche. Im Herbst ist es wieder früher und ich kann eher mal noch einen Spaziergang dabei machen.

Und was sind die schönsten Dinge für euch im Herbst?

Etüden 21: Der Blätterjunge

Heute gibts wieder die Etüden und ich bin wieder mit dabei.

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Unbehaustheit
schwermütig
haschen.

Der Blätterjunge

Ich stand vor einem leeren Brunnen. Als ich hineinsah fühlte ich etwas Unbehausheit in mir. Irgendwas schimmerte darin. Ein seltsames Licht. Was war das bloß? Ich konnte nichts genaueres feststellen. Auf einmal kam etwas aus dem Brunnen herausgeschossen. Ich sah ihm hinterher. War das ein Blatt?

Es wirbelte durch die Luft und schien gar nicht mehr aufzuhören. Dann kamen noch mehr Blätter aus dem Brunnen. Verwirrt und fasziniert folgte ich dem Wirbel. Die Blätter wurden immer schneller. Und dann wurden die Blätter dichter. Sie wurden jetzt schwermütig.

Und dann hielten sie Mitten in der Luft an. Sie wurden dunkler und dunkler. Und dann stand da plötzlich ein Mann. Er hatte rote Haare und sanfte grüne Augen und starrte mich an.

„Wer bist du?“, fragte ich verwirrt.
„Ich bin der Herbst“, antwortete er.
„Der Herbst?“, fragte ich verwirrt zurück.
„Ja, ich komme um dich zu holen.“
„Mich zu holen?“, wiederholte ich skeptisch. „Wieso?“
„Ja, du bist mein Wintermädchen. Du gehörst zu mir“, antwortete er.

Und so begleitete ich den Herbst als Wintermädchen in sein Schloss und blieb bei ihm. Wir lebten glücklich dort. Ich war der Ausgleich für den Herbst. Er hatte mich schon lange gesucht und doch gefunden. Ich liebte es einen Blick auf ihn zu haschen und sei es nur für kurz, denn er war sehr beschäftigt und ich oft alleine. Doch ich war glücklich bei ihm zu sein, denn dort gehörte ich hin. Für immer und ewig.

Ende

Irgendwie wollte mir zu den nicht gerade einfachen Wörtern nichts richtiges einfallen und somit ist das beiweg gekommen. Was meint ihr?

Etüde 17: Blätterwirbel

Irgendwie bin ich heute noch zu nichts groß gekommen, da ich mich mit vielen anderen beschäftigt habe, aber nicht mit meinen eigentlichen Beiträgen. Es gibt aber wieder Etüden für diese Woche und ich bin wieder mit dabei.

abc.etüden 2019 38+39 | 365tageasatzaday

Irgendwie wurde ich jetzt inspiriert durch den aktuellen Beitrag zur Etüdeneröffnung.

Roman  variabel.entlassen.

Ich las in meinem Roman als ich die Geräusche zum ersten Mal hörte. Ein Knistern und Knarschen? Was war das? Verwirrt blickte ich mich im Raum um, aber da war nichts. Doch das Knistern blieb.

Es hörte sich ein wenig an wie Blätterrascheln. Die Geräusche dabei klangen recht varibel. Aber es schienen Blätter zu sein. Und dann wurden sie immer deutlicher und wirbelten um mich herum. Sie wurden immer schneller. Es waren bunte Blätter wie beim Herbst. Ich lachte und versuchte sie zu fassen.

Dann blieben sie mitten in der Luft stehen. Ich hielt den Atem an und sah zu ihnen. Schließlich zogen mich die Blätter in sich ein und ich wurde eins mit ihnen. Sie hatten mich aus dem Leben entlassen, aber dafür bekam ich ein neues.

Ende

Und das ist meine zweite Etüde. Sie war erst anders geplant, aber diese hier finde ich auch sehr gut. Was meint ihr?

Writing Friday 10: Toter Baum

Eine Geschichte vom Writing Friday möchte ich jetzt doch noch erzählen. Also fange ich mal an.

Ach, ich weiß nicht, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass meine Blätter fallen. Es ist einerseits gut und einerseits schlecht. Gut, weil ich so leichter bin und nicht so viel tragen muss. Schlecht, weil mir etwas fehlt. Meine Blätter gehören zu mir wie die Luft zum Atmen. Und im Winter ohne Blätter fühle ich mich tot.
Der Frühling ist toll. Da ist alles so schön grün um mich herum. Meine Blätter fangen auch an zu blühen und ich wache nach einem langen Winter auf. Ich kann mir meine Umgebung immer wieder ansehen. Die Leute kommen wieder zu uns in den Wald. Ich höre endlich wieder Stimmen. Es wird wieder laut. Freude und Lachen ist um uns herum. Ja, der Frühling ist toll.
Der Sommer ist manchmal unerträglich. So heiß und ich habe das Gefühl zu ertrinken. Ich bin froh, wenn es dann wieder regnet. Regen tut mir gut. Das weckt meinen steifen Glieder auf.
Und dann kommt bekanntlich der Herbst. Da freuen sich die Menschen über all unsere bunten Blätter. Aber es waren meine Blätter und die waren wie Kinder von mir. Sie fehlen mir, wenn sie nicht da sind. Es ist so leblos ohne sie. Niemand erzählt mir im Winter Geschichten um mich zu unterhalten. Es ist leise. Kein Flüstern ist zu hören.
Blätterlos gehe ich in den Winter. Mal ehrlich! Wer hat sich das denn einfallen lassen? Im Winter frieren, weil keine Blätter da sind? Oh, ne. Im Winter fühle ich mich so kahl. So leer. Gerade im Winter brauchte ich doch was, was mich schützte. Und da ist nichts da. Der Winter war so kalt und leblos für uns Bäume. Keine Blätter und eisige Kälte. Den Winter mochte ich nicht.
Die meiste Zeit des Jahres hatten wir unsere Blätter ja. Gott sei Dank. Da waren wir vollständig. Nur am Ende des Herbstes und im Winter nicht. Das war die härteste Zeit für uns Bäume. Den Schnee mussten wir auch noch tragen. Er war kalt und eisig. Der Winter war die härteste Zeit. Ich mochte es, wenn alle Blätter an mir waren.
Manche Bäume flüsterten vom Meer. Ich würde gerne mal das Meer sehen, aber ich stand immer nur in diesem Wald. Ewig das Gleiche. Keiner schien mich zu beachten. Ich war zu klein. Zu unbedeutend. Kleiner als die anderen Bäume. Aber wenn meine Blätter voll blühen habe ich mehr Blätter als alle anderen. Darauf war ich stolz.  Dann war ich größer als alle anderen Bäume. Das war toll. Das Leben eines Baumes war nicht immer leicht. Aber es war ein gutes Leben. Und es war ein langes Leben. Als Baum wurde man alt. Ich will mich nicht beklagen. Aber ich liebe meine Blätter und ich freue mich, wennn sie im Frühjahr wieder blühen.

Und was sagt ihr? Wieder nur eine kurze Geschichte.