Endstand: Stolperherz

Tja, und jetzt kommt auch gleich der Endstand dieses Buches. Mir hat das Buch super gefallen und gerade auch das Ende fand ich sehr emotional. Nun ist doch Greg mein Liebling, aber auch den anderen kann ich nicht böse sein und sie haben sich ja immerhin entschuldigt. Das rechne ich ihnen hoch an. Das Buch hatte schon was und ich liebe es nun doch. Es war ja eher so ein Spontanbuch, aber ein schönes Spontanbuch.

Hier ist nun meine Rezi: Stolperherz

Buchzitate: Stolperherz

Uff, das sind jetzt auch ganz schön viele geworden und ich hätte noch mehr gehabt.

1.) Marie Antionette (9 %, S. 24)

„Wie gehts meinem Liebling denn, hm?“, fragte er und ich wurde das Gefühl nicht los, dass auch er sich grüne Bubble-Tea-Kugeln vorstellen musste. Als er schluckte, wirkte sein Blick auf eine fast amüsante Weise gequält.“So ähnlich wie Marie Antionette“, antwortete ich und ergänzte in Gedanken.“ … auf ihrer Fart zu Guillotine.“
„Aha. Ist das eine Freundin von dir?“, fragte Paps mich geistesabewesend.

2.) Niederländisch (10 %, S. 27)

Immer, wenn Paps sehr emotional war, sprach er niederländisch, so auch jetzt. „Ik hou van je!“
Er sprach wirklich gutes Deutsch, ausser dass er so seine Schwierigkeiten mit Ü und U hatte, und dabei das Rührei zum Ruhrei machte, dafür aber das so genannte Rührgebiet erfand.

3.) Toasts (13 %, S. 32)

Ich starrte die Toastscheiben auf meinem Teller an: Warum hatte noch nie jemand festgestellt, dass Toasts nicht vollkommen quadratisch sind, sondern vielmehr rechteckig, besonders, wenn sie getoastet wurden?

4.) Im Kopf fliegen (17 %, S. 41)

Ich kannte mich aus im Kompensieren, hatte ich es doch quasi erfunden, in dem ich mindestens ein Buch in der Woche las, um meinem stinklangweiligen Leben zu entfliehen und all das zu erleben, was mein eigenes Dasein nicht hergab. Lesen gab mir die Möglichkeit, im Kopf zu fliegen.

5.) Ohren wie ein Luchs (23 %, S. 51)

Jetzt ergriff Greg das Wort. „Wir haben nicht viele Songs mit Noten. Wir spielen mehr nach Gehör.“
„Macht nix“, winkte Flocke ab, „ich hab Ohren wie ein Luchs, wenns donnert.“

6.) Tommy und Annika (25 %m S. 55)

Allerdings hatten selbst Tommy und Annika es geschafft, ihren Eltern zu verklickern, dass sie mit Pippi Langstrumpf abhauen mussten. Wie, daran konnte ich mich ärgerlicherweise nicht mehr erinnern. Aber wenn so was selbst ein paar Achtjährige mit Mittescheitel hinbekamen, sollte ich das wohl auch schaffen.

7.)  Dem Herzen folgen (26 %, S. 56)

In den unzähligen Büchern, die ich immer gelesen hatte, hieß es immer, man solle seinem Herzen folgen, was ich für totalen Mist hielt. Denn dann würde die ganze Welt stilltehen: Jeder zweite Junge in unserer Schule würde seine komplette Zeit damit verbringen, Kiras Lächeln zu bewundern, während der Rest mit Michelles Dekolltee beschäftigt wäre. Ich würde Greg dabei beobachten, wie er sich die Haare hinters Ohr strich oder gedankenverloren ins Nichts starrte. Und meine Mutter würde den ganzen Tag nur noch Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel zerschnipseln. Aber an diesem aktuellen Fall konnte es sein, dass da doch was dran war. Ich folgte meinem angeknacksten Herzen, welches mir sagte, dass ich diese Unternehmung machen musste, dass es einen Sinn hatte.

8.) Niemals Angst haben (26 %, S. 57)

„Tu immer das, wovor du dich am meisten fürchtest, kleine Sanny“, hatte Großtante Lilo damals mit ihrer gewohnt sanften Stimme gesagt, „dann wirst du niemals Angst haben.“

9.)  Pinocchio (44 %, S. 95)

In diesem Moment erinnerte Flocke mich an Pinocchio, als der erfuhr, dass er niemals ein richtiger Junge sein wird. Er tat mir ehrlich Leid. Ich wusste, wie sehr Flocke an den Traum glaubte, einmal fester Bestandteil einer Band zu sein. Und Crystal war nun mal nicht nur irgendeine Band, sondern die Band.

10.) Ganzkörperthrombosenstrumpf (47 %, S. 100)

„Ich glaube, das ist nicht so ganz meins“, murmelte ich unter einem leichten Baumwollkleid im Farbton Nude hervor, dessen Reißverschluss nicht aufging und das deswegen auf links gedreht nun an den Schultern und Kopf festhing. Ein Blick in den Spiegel bestätigte: Ich aus wie ein riesiger Ganzkörperthrombosenstrumpf aus.

11.) Etuiekleid (47 %, S. 101)

„Das ist besser“, sagte sie und übergab der Verkäuferin den Thrombosenstrumpf, der sich Etuikleid schimpfte. „Du wirst sie alle umhauen“, schwärmte sie und es klang wirklich nach echter Begeisterung.

12.) Das gelbe Kleid (47 %, S. 101)

Vor allem das gelbe Kleid passte zu mir, oder ich zu ihm. Es war, als hätte man mich ausgegraben und in einen Sonnenstrahl gesetz, im ersten Moment war ich mir selbst ganz fremd gewesen. Doch nach anfänglicher Skepsis fühlte ich mich ganz und gar wohl darin, und ich fand sogar, dass die roten Chucks suepr dazu harmonierten, auch wenn der Look zugegebenermaßen ein wenig gewöhnungsbedürftig war.

13.) Bargeldschrumpfen (48 %, S. 101)

Das hier war ein neues Kapitel im Leben der Sanny Tabor, beschloss ich, was war dagegen schon ein läppisches Bargeldschrumpfen?

14.) Aussehen (48 %, S. 102)

Dass die wunderschöne Kira ein Problem mit ihrem Aussehen haben konnte, hatte ich nun wirklich nicht vermutet. Aber es stimmte wohl: Die Dinge, die einen Menschen ausmachten, waren von außen nicht zu erkennen. Genau das war es ja, was das Leben so schwer machte.

15.) Fest für Sommersprossen (48 %, S. 103)

Wir bestellten zwei Eiskaffees mit extra Sahne und Schokostreußeln und hielten unsere Gesichter in die Sonne. es würde ein Fest für meine Sommersprossen werden, ich spürte sie förmlich sprießen, aber in diesem Moment war mir das schlichtweg egal.

16.) Mit der Sonne um die Wette (49 %, S. 104)

„Ich bin jedenfalls froh, dass du mitgekommen bist“, sagte Kira jetzt. Sie hatte ihre flache Hand zum Schirm über ihre Stirn geformt und strahlte mic über das ganze Gesicht mit der Sonne um die Wette an. Ich lächelte zurück.

17.) Zitronenfalter (49 %, S. 104)

„Alter! Ein Zitronenfalter! Sanny sieht aus wie in Zitronenfalter!“

18.) Peinlicher Fragekatalog Teil 2 (50 %, S. 105)

„Siehst gut aus, Red“, sagte er. Und das klang noch nicht mal so, als würde er einen Witz machen.
„Findest du?“, fragte ich vorsichtig nach. Sofort hätte ich mich selbst schlagen können. Wie dämlich und überflüssig war diese Frage bitte?!
„Ja. Auch wenn die Kombi mit den Chucks etwas, ich sag mal, außergewöhnlich ist.“
„Außergewöhlich?“
Peinlicher Fragenkatalog Teil 2, dachte ich, oh Mann!

19.) Organge 50 % (S. 105)

„Rot und Gelb harmoniert eigentlich ganz gut“, erklärte ich verlegen und suchte beim Reden nach Worten, „schließlich ergibt es orange.“
Oh Gott! Ich sollte mir den Mund zukleben, es kamen nur peinliche Sachen raus, die überhaupt keinen Sinn ergaben! Warum bloß kriegte ich in Gregs Anwesenheit kein vernünftiges Wort über die Lippen?
Greg lachte: „Ah ja. Also mir gefällt es jedenfalls. Du siehst … gut aus. Anders, aber gut. Steht dir, Red.“
Jetzt war mein Kopf wahrhaftig orange und meine Theorie ging tatsächlich auf.

20.)Lächeln und Tee (57 %, S. 121)

„Lächeln ist der külzeste (kürzeste) Weg zwischen Menschen“, sagte Ning.
„Das ist so freundlich“, bedankte sich Kira, „danke auch noch mal für den Tee. Er war vorzüglich.“
„Er war ekelhaft“, giftete Michelle von der Seite.

21.) Glitter, Glimmer & Co. (58 %, S. 122)

Auf der anderen Seite war ich noch nie der Gold-Typ gewesen mit Glitter, Glimmer & Co. konnte ich nichts anfangen. Also blieb mir nichts übrig, als doch einen Kommentar zu wagen. „Ja, dank Michelles herzlicher Art gab es sogar noch leckeren Tee, neben der schnellen Hilfe und dem Sonderpreis-Essen. Ning mochte sie anscheinend ganz besonders gern.“

22.) Tomatenkopf (58 %, S. 122)

Nur Lex sah mich skeptisch an, so, als müsse er noch davon überzeugt werden, dass Michelle wirklich nett sein könnte. Ich lächelte ihn an und versuchte dabei, nicht sofort einen Tomatenkopf zu kriegen.
„Das hast du super gemacht“, flüsterte er mir zu, und schwupps!, da war er, der Tomatenkopf.

23.) Schrottplatz (58 %, S. 122)

„Hi, Kinners“, begrüßte Günne uns und reichte jedem die Hand. „Ist mir ein totales inneres Blumenpflücken und so, euch heute Nacht auf meinem Schrottplatz zu beherbergen.“

24.) Supel-Fleak (58 %, S. 122)

„Ja, danke noch mal“, sagte Tobi, „Michelle hat nur Gutes von Ning und Ihnen erzählt.“
Günni sah Michelle lachend an. „Ja, von euch habe ich auch schon gehört, allen voran vom Supel-Fleak.“
Ich sah verschämt zu Boden, während Günni mir die Hand schüttelte. „Nicht so schüchtern“, sagte er, „ning hat gesagt, dass er nur wegen dir so nett war. Ein ziemlich lautes Mädchen soll auch dabei gewesen sein, dsa er am liebsten hochkant aus dem Laden geworfen hätte.“
Michelle sah Günni giftig an und Tobi zog eine rechte Augenbraue hoch.
„Na, wenn das so ist“, sagte Tobi, „danken wir mal kollektiv unserer Red hier. Ist ja immer für Überraschungen gut, die Kleine.“
Jetzt sah Michelle so aus, als habe sie gerade auf eine Kakerlake gebissen udn ich freute mich still und heimlich in mich hinein.

25.) Nie und nimmer (59 %, S. 124)

„Hör mal, Flocke“, begann ich und überlegte dabei, wie man jemanden eine Abfuhr erteilte, die zweifelsohne eindeutig war und keinen Raum für Interpretationen ließ, aber nicht zu schmerzhaft ausfiel.
„In diesem Leben“, begann ich, „auf diesem Planeten hier, und auch auf allen anderen, auf allen Sternen, in allen Galaxien, im gesamten Universum zu jeder Zeit, ebenso in allen Paralleluniversen, in der Matrix und auch in jeder anderen Zeit, im Hier und jetzt, in der Zukunft und auch in einem oder jedem anderen Leben, wenn es denn eines gibt, Flocke“, ich atmete tief durch, „wird es keinen Kuss geben. Nie und nimmer. Verstehst du das?“
Flocke sah mich nachdenklich an. „Sicher nicht in einem anderen Leben? Ich meine, egal, wie viele?“
„Auch in keinem anderen Leben“, bestätigte ich“, egal wie viele es auch immer sein mögen.“
Flocke seufzte: „Das ist hart. Aber wenn wir vielleicht Teekanne und Teesieb wären, oder noch besser Lolli und Stiel, Mega und Perls, Pasta und Tomatensoße, Cornflakes und Milch …“
„Selbst wenn ich als Klobürste wiedergeboren werde“, ergänzte ich, „Und du die Kloschüssel bist. Auch dann nicht. Nie.“
„Okay, jetzt ist mir ernsthaft übel“, sagte Flocke, „diesmal werde ich mehr als vier Stunden deprimiert sein.“ Mit diesen Worten schälte er sich für seine Verhältnisse ziemlich schnell aus den Untiefen des Sofas und verschwand.

26.) Sowas wie „Danke!“ (60 %, 125)

„Haste ja ganz, ganz toll ausgesucht!“, blökte Michelle mich von der Seite an, aber Greg stoppte sie. „Sei du lieber still. Wenns nach dir gegangen wäre, hätten wir jetzt gar nichts. Konnte ja keiner wissen. Und besser als nichts ist es auf jeden Fall.“
Ich wollte sowas wie „Danke!“ sagen, brachte aber nur ein leises Krächzen heraus.

27.) Dem schönsten Mann dieses Planeten (61 %, S. 217)

Ich saß neben Greg, dem schönsten Mann dieses Planeten, mitten in der Nacht und ganz alleine in einem Auto. Zwischen uns passte kaum ein Blatt Papier, so nnah war er. Wenn ich wollte, könnte ich die wiederspenstige Locke, die ihm in die Stirn gefallen war, später wegstreichen, wenn er eingeschlafen war. Ich könnte ihn die ganze Nacht ansehen, denn der Mond schien wie eine große Taschenlampe in das Fahrercocpit.