Extra Etüden: Die wandelnde Brücke

Heute gibts wieder Extraetüden und ich bin mit dabei.

Extraetüden 27.19 | 365tageasatzaday

Ich stolperte da in diese Welt, die nicht so war, wie ich sie kannte. Sie wirkte fast etwas gruselig. Alles fing damit an, dass ich nach einer Lokation für meinen Geburtstag suchte. Und da war ich zu dieser Brücke gekommen. Ich hatte sie noch nie gesehen. Da ich mir schon so viele andere Orte angeguckt hatten, die mir nicht passend erschienen, sah ich mir eben aus reiner Verzweiflungstat diese Brücke an.

Sie war ziemlich anders als alles, was ich je gesehen hatte. Auf der einen Seite der Brücke sah es nach Halloween aus. Auf der anderen ging es in Weihnachten über. Das fand ich schon ziemlich ambivalent. Allerdings hatte es auch irgendwie was. Ich ließ mich dazu hingeben die Brücke näher zu erkunden.

Auf mich wirkte es wie der Schaplatz eines Romans. Vielleicht aus dem Horrorgenre. Es war doch sehr variabel. Auf der einen Seite befanden sich Geister, Kürbisse, Vampire und gruselige Feen. Auf der anderen Seiten erfreuen sich Schneemänner, Weihnachstmänner und Wichtel über den Winter. Wo auf der einen Seite die Blätter fielen, da lag auf der anderen Seite Schnee.

Ich dachte darüber nach. War das eine mögliche Lokation für meinen Geburtstag oder würden mich meine Freunde dann auslachen? Allerdings liebte ich diese Lokation schon jetzt. Für mich war sie perfekt. Wieso sollte ich mir da Sorgen um die anderen machen. Wenn man an Halloween Geburtstag hatte brauchte man auch eine Halloweenlokation.

Ich lächelte glücklich vor mich hin und nahm mir vor meiner besten Freundin die Brücke zu zeigen. Doch als ich das nächste mal zu der Stelle kam war sie verschwunden. Stattdessen war dort jetzt eine Wiese und purer Sommer. Was war mit meiner Brücke passiert oder war sie nur für mich sichtbar, weil andere etwas anderes sahen? Ich würde das mal austesten.

So, das war sie meine Geschichte zu den Extraetüden. Was meint ihr?