Etüde 25/39: Das magische Korsett Teil 17

Und auch heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 10+11 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den vorherigen Teilen:

Teil 1 – 14: Klick
Teil 15: Klick
Teil 16: Klick

Zylinder
rau
blühen.

Das magische Korsett Teil 17.

Ich hatte keine Ahnung. Auf seinem Tisch lag ein Zylinder und er sah mich fast majestetisch an. Ich betrachtete ihn und er erwiderte meinen Blick vollkommen ruhig. Ich hatte keine Ahnung wer er war, aber wollte ich das wirklich wissen? Offenbar konnte er meine Zukunft beeinflussen und das war gruselig genug. Ob er mich auch zurück bringen konnte? Wollte ich das überhaupt? Momentan war ich einfach ziemlich verwirrt. Doch ich erinnerte mich daran, dass er von mir auf eine Antwort wartete.

„Ich habe keine Ahnung“, gestand ich ihm schließlich. „Deine Burg? Wer bist du überhaupt?“
Das würde mich wirklich mal interessieren. Er wirkte genau so rau wie diese Burg.
Er lachte und dieser Laut klang tief und locker. „Das ist eine wirklich gute Frage. Ich bin Lance. Das hat Trix euch bestimmt schon verkündet. Was er aber nicht weiß ist, dass ich aus der selben Welt komme wie du.“
„Ähm, was?“, fragte ich nun sehr verwirrt.
„Deine Welt. Du weißt schon. Die normale Welt“, erklärte er wegen meiner Verwirrtheit.
„Definiere normale Welt“, forderte ich ihn auf.
„Punkt für dich.“ Er grinste mich gewinnend an.

„Wovon redet ihr überhaupt?“, fragte Johan schließlich. Er wirkte mehr als verwirrt. Zurecht.
„Ich mache das schon“, sagte ich sofort. Auch wenn ich nicht wusste wie unsere was auch immer so erblühen sollte. Würde er mir dann noch vertrauen? War das überhaupt wichtig?
„Ich komme aus einer anderen Zeit“, erklärte ich ihm schließlich. „Ich bin eine Zeitreisende und ich denke du jetzt auch. Das hier ist eine andere Zeit als die aus der du stammst.“
Er sah mich erst an als sei ich verrückt geworden, aber dann nickte er schließlich doch.
„Ja, das macht Sinn. Auch wenn es irgendwie verstörend ist.“

Fortsetzung folgt ….

Etüde 24/38: Das magische Korsett Teil 16

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

abc.etüden 2022 08+09 | 365tageasatzaday

Hier gehts zu den anderen Teilen: Klick

Das magische Korsett Teil 16

Haut
feurig
schweben.

Die Burg wirkte groß und unheimlich, fast zu altmodisch um hier her zu passen. Auch drinnen gab es seltsamerweise keinerlei Technik. Trix führte uns durch lange Gänge und es war recht kalt hier. Ich fühlte mich nicht besonders wohl in meiner Haut. Wir gingen so verschlungene Wege, dass ich mich nicht wirklich zurecht fand. Ich würde mich wohl verlaufen, würde man mich zwingen alleine zurück zu finden. Doch schließlich gelangen wir in einen großen kalten Raum. Er war nicht so voll, aber es waren Leute hier.

Aber immerhin gab es einen großen Kamin in dem Raum. Es wirkte sehr feurig dort. Trix führte uns an den Ende des Raums, an dem sich ein langer Tisch befand. Und da auf dem Platz in der Mitte saß ein Mann, den ich kannte. Zumindest hatte ich ihn schon mal gesehen. Als ich mich entscheiden musste ob ich meine Reise weiter antrat oder zurück in meine Welt wollte. Was machte er hier?

Offenbar hatte er mich auch erkannt. Er musterte mich ausführlich und grinste dann. Er richtete sich auf bevor er mich ansprach.
„Oh, was für eine Freude euch wieder zu sehen“, grinste Lance. „Was vertreibt euch in meine Burg?“
Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er das längst wusste und hatte das Gefühl zu schweben.
„Wir sind durch Zufall hierher gekommen“, antwortete ich. „Was ist das hier denn für ein Ort?“
„Was glaubst du denn, was das für ein Ort ist?“, stellte er mir eine Gegenfrage.
Ich hatte keine Ahnung.

Fortsetzung folgt …

Und, was meint ihr?

Etüde 12/26: Das magische Korsett Teil 4

Und wieder gibts eine Etüde und ich bin mit dabei.

Picknickdecke
Verwegen
Recherchieren

abc.etüden 2021 23+24 | 365tageasatzaday

Das magische Korsett Teil 4

Ich war erstaunt als ich richtig in den Innenhof kam. Hier sah es gar nicht mehr so mittelalterlich aus. Hier gab es an jeder Ecke auf den Wiesen je eine Picknickdecke zu finden. Die Menschen saßen da drauf und lachten und unterhielten sich. Es war irgendwie ein bizarres Bild.

„Sie sehen überrascht aus? Sehen die Höfe Ihrer Burgen anders aus?“, fragte der fremde Mann neben mir und sah mich verwegen an.
„Doch, aber Picknicke sind bei uns nicht unbedingt gängig“, erklärte ich. Zumindest kannte ich das nicht von den Geschichtsbüchern her.
„Hier in der Gegend ist das normal, aber ich habe schon öfter von so seltsamen Bräuchen gehört. Kommen Sie. Gehen wir zu meinem Platz.“

Verwirrt ging ich ihm hinterher. Er hatte tatsächlich einen eigenen Picknickplatz. Wir setzten uns auf seine Decke und wir teilten uns sein Brot.

„Wie heißen Sie eigentlich?“, fragte ich ihn neugierig, denn ich war mir sicher, dass das hier ein verrückter Traum sein musste. Da konnte nichts schief gehen, oder?“
„Joseph William der II. aus Grenford“, stellte er sich vor. „Und ihr seid?“
„Lady Clementine aus Everworld“, stellte ich mich vor in der Hoffnung, dass es diesen Ort nicht wirklich gab.
„Freut mich Sie kennen zu lernen, Lady Clementine. Wirklich überaus erfreut.“
Offensichtlich nicht, denn er wirkte überhaupt nicht misstrauisch.
„Mich ebenfalls“, sagte ich und nahm mir vor zu Hause über ihn zu recherchieren. Vielleicht fand ich ja was über ihn im Internet. Wer wusste das schon so genau?

Fortsetzung folgt ….

Und, was meint ihr?