Die Sache mit dem Rentier Teil 4

Und hier kommt nun der 4. Teil.

Die Sache mit dem Rentier Teil 4

Am nächsten Morgen wachte ich wieder erfrischt auf. Allerdings brauchte ich erst mal dringend eine Dusche und neue Sachen auch. Also stand ich auf und ging ins Bad. Als ich erholt und frisch mit einem Duschtuch um die Hüften wieder rauskam ging es mir gleich besser. Meine Haare waren noch feucht als es plötzlich an der Tür klopfte.
„Ähm, einen Moment bitte“, rief ich erschrocken.
„Ich bin es Chrissi“, ertönte es hinter der Tür.
„Ähm, eigentlich ist es gerade schlecht“, rief ich zurück.
Doch das interessierte Chrissi nicht. Sie riss die Tür trotzdem einfach auf. Ich hatte nicht mal Zeit auch nur daran mich anziehen zu wollen. Chrissi dachte auch nicht mal daran wegzusehen. Stattdessen starrte sie mich unverholen an. Nicht gerade schicklich für ein Christkind. Moment mal? War sie denn das Christkind? Das hatte niemand so genau gesagt.
„Ähm, ich … ich wollte mich gerade anziehen“, stammelte ich verlegen.
„Entschuldige“, sagte sie, starrte aber weiter.
„Wenn du dich umdrehen könntest oder gehen könntest?“, bat ich sie und fügte dann noch hinzu. „Wolltest du was bestimmtes?“
Sie drehte sich um. „Ähm, ich dachte, da noch Zeit ist, könnten wir vielleicht spazieren gehen.“ Jetzt wirkte auch sie etwas verlegen.
„Ja, klingt gut. Wenn wir wirklich noch so viel Zeit haben.“
„Okay, ich warte dann draußen.“ Offenbar hatte sie doch etwas Anstand.
In Windeseile zog ich mich an. Ich wählte einfach Sachen aus dem Schrank. Eine Jeans und einen roten Pullover. Meine Haare machte ich noch trocken und dann konnte ich endlich mein Zimmer verlassen. Chrissi lehnte an der Wand und wartete.
„Fertig?“, fragte sie mich.
„Ja“, nickte ich.
Und dann gingen wir ohne ein weiteres Wort raus in die Winterwelt.
„Siehst du heute mehr als gestern?“, fragte Chrissi mich hoffnungsvoll.
Ich sah mich auf dem Hof um. Es sah erstmal noch genauso aus wie gestern. Das war gut, oder? Aber war da noch mehr? Was sollte da denn sein? Wenn ich das nur wüsste.
„Momentan nicht“, gestand ich ihr frustriert.
„Das macht nichts“, versicherte sie mir. „Das wird schon.“
Und dann gingen wir über den Hof. Er war auch schon eindrucksvoll, ohne dass ich alles sah. Und sehr weihnachtlich. Die Tannenbäume waren geschmückt. Moment, sie waren geschmückt? Das waren sie doch gestern noch nicht, oder?
„Vielleicht ist da doch etwas“, bemerkte ich nun.
„So?“ Chrissi sah mich neugierig an.
„Da ist Weihnachtsschmuck an den Bäumen“, berichtete ich.
Jetzt lächelte Chrissi. „Stimmt.“
„Das ist gut, oder?“, fragte ich.
„Ja, das ist gut.“ Sie strahlte mich an. Und dann gingen wir weiter und unterhielten uns dabei. Ich mochte Chrissi. Sie war so fröhlich. Doch dann mussten wir rein zum Frühstück. Die Pflicht rief. Allerdings war es eine schöne Pflicht, denn das Frühstück war durchaus lecker. Hier war einfach alles lecker. Leider dauerte das Frühstück heute nicht allzu lang. Santa war heute mürrischer Stimmung. Wusste der Himmel warum. Er war ein ziemlich mürrischer Weihnachstmann und drängte zum Aufbruch. Wir begaben uns wieder nach draußen. Eine Veränderung hatte ich ja schon erkannt.
„Ich kann jetzt den Weihnachtsbaumschmuck sehen“, verkündete ich stolz.
„Du warst schon heute morgen draußen?“, brummte er nur.
„Ja, mit Chrissi“, nickte ich.
„Oh“, machte er nur. „Na dann. Was siehst du denn für Schmuck am Baum?“
„Da sind lauter Kugeln und Lametta“, erzählte ich. „Und mehrere Lichterketten. Blinkende Lichterketten.“
„Das hört sich gut an“, meinte er nur. „Du machst Fortschritte.“ Er fing an sich in Bewegung zu setzen und so wanderten wir durch die Schneelandschaft.
„Wir entstanden alle nur dadurch, dass die Menschen an uns glauben“, begann er zu erzählen. „Da sie glaubten existieren wir. Chrissi, Las, die Rentiere und alles andere. Irgendwann entstand die Legende wie Weihnachten Geschenke zu den Kindern kamen und plötzlich hatten wir allerhand zu tun. Das konnten wir niemals alleine schaffen. Also brauchten wir Schüler. Jedes Jahr kamen fünf Stück, aber sie mussten in einem bestimmten Alter sein. Doch seit Jahren hatte ich keinen Schüler mehr. Du bist der erste. Deswegen bin ich so skeptisch. Du machst dich gut. Ich bin das Problem.“
„Ähm. Kein Problem. So schlimm war es nicht. Für mich ist das auch alles seltsam“, sagte ich.
„Ja, ich weiß. Der Anfang war für jeden Schüler schwer. Dafür bin ich ja eigentlich da. Ich sollte es dir leichter machen. Du bist mein Schüler. Aber ich habe es dir nur schwerer gemacht.“
„Schon in Ordnung“, sagte ich und meinte es auch so.
„Aber das wird sich jetzt ändern“, bemerkte er. „Ich werde dir helfen hier zurecht zu kommen. Du wirst lernen zu glauben. Du fängst jetzt schon an.“
„Das klingt gut“, fand ich. „Für mich ist diese Welt nämlich meistens sehr merkwürdig.“
„Das kann ich mir vorstellen. Du hast ganz anders in der Menschenwelt gelebt. Wir leben hier ganz anders. Du hast sicher viele Fragen. Also frag.“
Das war eine schöne Aufforderung, denn ich hatte wirklich genug Fragen.
„Ist es hier immer dunkel?“, fragte ich.
„Leider ja. Fast immer. Außer am Weihnachtsmorgen. Da wird es auch mal hell. Weihnachten ist für die Dunkelheit gemacht, was?“
Ich seufzte nur. Ewige Dunkelheit. Na super.
Santa deutete meinen Blick richtig. „Keine Sorge. Du wirst dich dran gewöhnen. Es ist nicht so schlimm. Eigentlich ist die Dunkeleit sehr schön. Da kann so viel leuchten.“
Ja, na klar. Na dann war es natürlich eine ganz einfache Kiste.
Ach so. Ich konnte ja Fragen. Hatte ich noch mehr Fragen?
„Den Ablauf kenne ich ja in etwa, aber wie ist es hier an Weihnachten?“, wollte ich nun wissen.
„An Weihnachten ist hier allerhand los. Das kannst du dir sicher vorstellen. Aber auch schon Wochen vor Weihnachten ist viel zu tun. Eigentlich ist hier immer viel zu tun. Deswegen brauche ich Unterstützung.“
„Das kann ich mir vorstellen.“
Und so wanderten wir noch eine Weile weiter durch den Schnee. Es war so friedlich und ich fand es richtig schön. Ich dachte über Santas Worte nach. Ich konnte ihn verstehen.
Und so gingen wir zurück zum Haus. Ich wollte mehr von diesem winterlichen Dorf sehen. Ich wollte von allem mehr. Aber ich musste wohl abwarten. Ich glaubte noch nicht richtig. Das hatte ich jetzt eingesehen. Aber ich konnte nichts erzwingen. Mein Herz hielt mit meinem Verstand noch nicht mit oder umgekehrt. Da musste ich wohl Geduld haben.
Schließlich standen wir wieder vor dem Haus. Mittagessen stand an. Ich nahm die Zeit hier gar nicht wahr. Sie verging wie im Flug. Ich war viel zu beschäftigt um das wirklich wahr zu nehmen. Zumindest bisher. Vielleicht wurde es ja irgendwann ruhiger. Wer wusste das schon? Aber am Anfang sicher nicht. Jetzt waren wir im Haus und gingen ins Esszimmer. Das Essen stand schon auf dem Tisch. Auch Chrissi saß schon daran, aber Las fehlte noch. Also setzten wir uns dazu.

Fortsetzung folgt …

Und das war der nächste Teil. Was sagt ihr dazu?

Schreibklick: Weihnachtsspecial: Die Wunschliste

Beim Schreibklick gibts diesmal eine Zusatzaufgabe und die möchte ich jetzt Anfang Dezember wo gerade Schnee liegt auch gerne abtippen. Sie kommt dann aber natürlich erst am 24.12.

Das Thema lautete UNTERM Weihnachtsbaum

Und das ist meine Geschichte dazu:

Die Wunschliste:

Das Christkind kam schon wieder nächsten Monat und ich hatte noch keinen Wunschzettel vorbereitet. Was sollte dieses Jahr für mich unterm Weihnachtsbaum liegen? Ich wünschte mir immer das Selbe. Spielzeug, schöne Kleider, Prinzessinnenschuhe. Aber was war, wenn die Wünsche mal in eine andere Richtung gingen und da hatte ich schon eine Idee. War war, wenn ich meinen Wunschzettel dieses Jahr in Form eines Scrapbooks machen würde? Für jeden Wunsch eine Seite. Würde das Christkind sich freuen, wenn es mal keine lange Wunschliste sah?
Also fuhr ich mit dem Rad in die Stadt und kaufte die entsprechenden Sachen, die ich dafür brauchte. Zu Hause setzte ich mich auf den Boden und fing an zu basteln. Auf die erste Seite klebte ich eine Sternschnuppe als Wunsch. Eine schöne gelbe klebte ich in das Buch. Drum herum malte ich einen nachtblauen Himmel. Die Sternschnuppe sollte für all meine nichtmateriellen Wünsche stehen.
Die behielt ich allerdings lieber für mich. Allerdings schrieb ich mit Goldstift dabei wofür der Wunsch stehen sollte.
Auf die zweite Seite malte ich einen Weihnachtbaum und daneben kamen natürlich die Geschenke. Das sollte dafür stehen, dass ich mir ganz viele tolle Geschenke wünschte. Die wünschte ich mir sowieso immer. Ich liebte Geschenke. Ich gab mir ganz viel Mühe für diese Seite damit das Christkind merkte wie viel mir dieser Wunsch bedeutete.
Auf der nächsten Seite wurden meine Wünsche schon etwas spezieller. Ich klebte Cover von Büchern darauf, die ich mir wünschte. Ich liebte Bücher. Dazu schrieb ich Zitate, die ich toll fand. Als ich gerade das lezte Cover auf die Seite klebte kam meine Mutter in mein Zimmer und betrachtete wie ich da Mitten in den Bastelsachen saß.
„Was machst du da?“, fragte sie verwirrt.
„Ich bastel ein Scrapbook für das Christkind damit es weiß, was ich mir wünsche und die richtigen Weihachtsgeschenke unterm Weihanchtsbaum liegen“, erzählte ich.
„Scrapboook?“ Offenbar usste meine Mutter nichts damit anzufangen.
„Ja, ich dachte mir, wenn das Christkind immer nur diese langen Weihnachtswunschzettel kriegt wird es auf Dauer langweilig. Wieso nicht mal kreativ sein?
„Darf ich mal sehen?“, fragte sie neugierig geworden.
„Ich bin noch nicht fertig“, erklärte ich streng.
„Nur ein kleiner Blick“, bettelte sie.
„Nein.“ Ich blieb stur.
„Aber wenn es fertig ist, ja?“, hakte sie nach.
Vielleicht.“ Ich wollte keine Versprechen machen. Immerhin machte ich dieses Buch ja für das Christkind und nicht für sie.
„Na gut. Dann lass ich dich mal wieder allein.“ Und schon war sie wieder weg. Mütter! Sowas von neugierig. Schlimmer als wir Kinder.
Die nächste Seite wurde vollgepackt mit DVDs. Natürlich solche, die ich mir wünschte. Darum malte ich die Seite mit Herzchen voll.
Das waren jetzt auch schon ein paar Seiten, die ich fertig hatte. Die wichtigsten Geschenke hatte ich verewigt. Auf der nächsten Seite schrieb ich noch einen Brief an das Christkind.

Liebes Christkind,

ich hoffe dir gefällt dieses Scrapbook. Du hast bestimmt schon wieder so viele Listen geschenkt bekommen, dass sie dir zum Halse raus hängen, aber hast du je ein Scrapbook bekommen? Ich hoffe natürlich, dass ich viele tolle Geschenke zu Weihnachten bekomme, aber auch, dass du ein bisschen Zeit an den Feiertagen für dich hast. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf dieses Fest. Du machst es zu etwas einzigartigen. Da kann der Osterhase mit seinen Eiern einfach nicht mithalten. Was macht der eigentlich so zu Weihnachten? Anbei lege ich dir als Anerkennnung für deinen Besuch bei mir zu Hause noch eine kleine Leckerei.

Liebe Grüße
Deine Rosie

Ich schrieb diese Seite rot und mikt meiner schönsten Schönschrift. Außerdem malte ich noch mal einen Weihnachtsbaum mit Geschenken dazu. Ich war sehr zufrieden mit dieser Seite.

Die nächste Seite bekam noch ein paar größere Wünsche aufgeklebt. Ein Handy, dass längst überfällig war. All meine Freundinnen hatten schon eines. Allerdings glaubten die auch nicht mehr an das Christkind. Selbst Schuld. Dann noch ein Tablet, was ich mir wirklich sehr wünschte und hoffte, dass ich es bekam. Ich rahmte diesen Wunsch auch ein um zu zeigen wie wichtig er mir war.
Eine vernünftige Musikanlage damit ich endlich vernünftig Musik hören konnte. Ich verzierte diese Seite mit Blumen und Girlanden.
Mir war klar, dass ich nicht alles zu Weihnachten bekommen würde. Aber es war einfach mal was anderes. Ich saß den ganzen Nachmittag daran.
Als es fertig war zeigte ich es tatsächlich meiner Familie und sie waren ganz begeistert von dem Scrapbook.
„Das ist toll“, freute sich meine Mutter.
„Da hast du dir wirklich viel Arbeit gemacht“, lobte mein Vater.
Ich grinste.
Jetzt musste ich nur noch auf Weihnachten warten und hoffen, dass sich die Arbeit auch gelohnt hatte. Ich freute mich so sehr auf das Fest.

Ende

Und das wars schon wieder mit meiner Geschichte. Was sagt ihr nun dazu?

Corlys Themenwoche 86.6. Weihnachten: Früher und heute?

Und schon geht die Weihnachtswoche wieder zum Wochenende hin. Übermorgen ist schon Weihnachten und ich bin immer noch nicht in Stimmung.

Samstag: Wie habt ihr früher Weihnachten gefeiert als ihr noch Kinder wart? Gab es da Unterschiede?

Ja, ein bisschen schon. Wir waren zwar schon immer Heiligabend unter uns, den 1. Tag bei der Seite meiner Mutter und den 2. bei der Seite meines Vaters (wobei es ganz früher vielleicht auch mal vertauscht war oder so).

Aber Weihnachten als Kind ist einfach was ganz anderes. Besonders den ersten und zweiten Tag. Wir haben damals als Kinder bei beiden Seiten Bescherung gemacht. Auch heute machen wir das noch bei der Seite meiner Mutter, da die Kids  meiner Schwester da sind, meine Großeltern sind noch da und mein jüngster Cousin ist erst 17. Also war das schon immer so. Auch bevor die Kids da waren. Als der Große geboren wurde war mein jüngster Cousin nämlich erst 10. Das witzige ist, dass die zwei auch noch auf einem Tag Geburtstag haben. Das muss man erst mal hinkriegen.

Wie auch immer. Bei der Seite meines Vaters sind schon alle älter. Da gibts keine Bescherung mehr. Da sind mittlerweile auch alle über 20, aber es ist trotzdem schön einfach mit der Familie zu feiern.

Aber als Kind war das Gefühl für Weihnachten noch anders. Selbst als Jugendliche. Als Kind hat man noch an das Christkind geglaubt und war so aufgeregt wegen der Geschenke und hat auf die Musik oder auf das Glöckchen gewartet, dass ankündigte, dass das Christkind jetzt da war. Als Jugendliche habe ich zu Weihnachten immer noch in der Kirche gedient und man musste deswegen recht früh da sein. Da kam auch meistens mehr Weihnachtsstimmung auf.

Aber es ändert sich halt alles.

Und wie ist das bei euch so?

Die nächsten Fragen:

Sonntag: Was war das schönste Weihnachten an das ihr euch erinnern könnt

 

Corlys Themenwoche 87.2.: Weihnachten: Woran habt ihr geglaubt?

Und schon wieder ist es so weit für einen neuen Themenwochenbeitrag zur Weihnachtswoche.

und das ist die neue Frage:

Dienstag: An was habt ihr früher geglaubt? Christkind etc. und wie war das für euch?

Hierzulande haben wir an das Christkind geglaubt. Bei uns kam immer das Christkind. Bei den Kids meiner Schwester jetzt auch.

Ich fand das als Kind immer toll. Zu warten bis man endlich ins Wohnzimmer darf und zu gucken ob das Christkind da war. Das war einfach aufregend. Und dann die tollen Geschenke unterm Christbaum mit leuchtenden Kinderaugen. Das war doch noch was ganz anderes als jetzt. Ich seh es jetzt auch wieder bei den Kids meiner Schwester. Daran zu glauben ist doch noch was ganz anderes.

Und wie ist das bei euch so?

Die nächsten Fragen:

Mittwoch: Was für Weihnachtsfilme mögt ihr am liebsten?
Donnerstag: Was für Weihnachtslieder mögt ihr besonders?
Freitag: Gehört für euch der Kirchengang zu Weihachten? Wenn ja wieso oder wenn nein wieso nicht?
Samstag: Wie habt ihr früher Weihnachten gefeiert als ihr noch Kinder wart? Gab es da Unterschiede?
Sonntag: Was war das schönste Weihnachten an das ihr euch erinnern könnt

 

Schreibklick 8 Dezember: Die Stille Straße

Diese Geschichte habe ich schon Anfang November geschrieben, bin aber erst Ende November dazu gekommen sie abzuschreiben, aber sie ist ja auch erst für den 01.12. geplant.

De stille Straße

Ich ging durch die Straßen, die recht belebt waren. Der Dezember hing in der Luft mit all seinem Nebel. Auch Weihnachtsbeleuchtung war schon wieder weit verbreitet. Ich kam gerade von der Schule und war auf dem Heimweg. Ich kannte diese Gegend in- und auswendig.
Doch auf einmal gelang ich in eine Straße, wo überhaupt nichts los war. Dunkel und nebelig lag sie dort. Hier war es mucksmäuschenstill. Kein Geräusch aus den anderen Straßen drang hierher. Ich wunderte mich darüber was das für eine seltsame Straße war. Der Nebel wurde immer dichter bis er schließlich ganz verschwand. Es war geradezu unheimlich ruhig. Und plötzlich erschien hier ein Farbfleck und dort ein Farbfleck. Blau, rot, grün, gelb, bunt. Immer abwechselnd wie in Zeitlupe. Die Farben hüllten mich ein. Alles um mich herum war plötzlich bunt und wurde dann wieder schwarz. Und dann erschien dort ein blauer Regenschleier, der keinerlei Geräusche machte. Bewundernd sah ich ihn mir an und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Ich fragte mich was das hier war.
Plötzlich ertönten Stimmen in der stillen Straße. Erst nur vereinzelnt, dann immer lauter. Viele Stimmen. Sie redeten alle durcheinander bis es wieder ruhiger wurde.
Verwirrt sah ich mich um. Niemand war hier. Ich war allein. Was passierte hier gerade? War ich in einer anderen Welt? Aber das war absurd. Sowas gab es doch nicht.
Die stille Straße veränderte sich schon wieder. Jetzt flogen viele bunte Schmetterlinge an mir vorbei in allen Farben, die es gab. Das war sehr schön anzusehen.
Dann war es plötzlich wieder still. Es war auch wieder dunkel. Und dann schien die stille Straße im weihnachtlichen Glanz. Überall waren Lichter. Weihnachtsbäume mit Schnee bedeckt standen wahllos herum im Glanz von Weihnachten eben. Weihnachtselfen liefen durch die Straßen, Weihnachtsmänner und Christkinder verteilteilten Geschenke und die Rentiere zogen einen Schlitten. Ich hielt einen Weihnachtselfen an und sprach ihn an. „Hey, weißt du was mit dieser Straße los ist. Sie ist komsich.“
„Diese Straße zeigt dir die großen und kleinen Wunder, deine kühnsten Träume und Wünsche. Du hast sie gefunden und du siehst dein Herz von innen. Hier kannst du alles sehen was unklar ist. Wenn jemand anders hier wäre würde die stille Straße auch anders aussehen.“
„Aber was macht ihr dann hier?“, wunderte ich mich.
„Es ist Weihnachten“, antwortete er schlicht. „Wünsch dir was und es wird in Erfüllung gehen.“
Was sollte ich mir bloß wünschen? Hier schien alles möglich zu sein. Aber mein Unterbewusstsein hatte sich schon längst entschieden. Und da stand er plötzlich. Gut aussehend wie immer und mit einem Lächeln im Gesicht. Vielleicht war er kein Traummann im allgemeinen Sinne, aber für mich war er das schon. Er war meine zweite Hälfte. Der, der mich vervollständigte.
„Du hier?“, wunderte ich mich.
„Hey, Clea. Wo sind wir hier?“, fragte er nur.
„Es ist eine Art Ort der Wünsche“, erklärte ich.
Seine Augen leuchteten auf. „Darf ich mir auch was wünschen?“
„Ich glaub schon“, antwortete ich unsicher. Jetzt waren wir ja beide hier.
Er schloss ganz fest die Augen und als er sie wieder öffnete lag Frieden in seinem Blick.
„Was hast du dir gewünscht?“, wollte ich neugierig wissen.
Er strahlte und antwortete: „Wirst du gleich wissen.“
Und dann fielen tausend Sternenschnuppen vom Himmel herab und die dunkle Straße wirkte wie im Weltall.
„Weihnachtssterne“, murmelte er.
„Wow, das ist ja schön“, staunte ich und starrte die Sterne und Sternschnuppen am Himmel an.
„Ja“, antwortete er schlicht und sah mir dann in die Augen, sodass ich erschauderte.“
„Ist Weihnachten nicht ein schönes Fest?“, fragte er.
„Doch auf jeden Fall“, antwortete ich. „Das beste von allen.“
Und so hatte mir die Straße meine Weihnachtswünsche erfüllt. Ein schönes Weihnachtsfest mit den Menschen, die mir am liebsten waren. Doch was war, wenn ich diese Straße wieder verließ? Würde ich mich dann immer noch so gut fühlen? Ich probierte es aus und verließ die stille Straße. Kehrte zurück in meine Welt und da stand er plötzlich auch vor mir. Mein Traummann aus der stillen Straße.
„Hey, wie geht es dir?“, fragte er mich lächelnd.
„Chris!“, rief ich, fiel in seine Arme und diese Umarmung tat so gut. Chris war wieder da. Endlich. Die stille Straße hatte mir meine Wünsche erfüllt. Sie war eine tolle Straße, diese stille Straße.

Ende

So, das wars schon wieder von mir. Was sagt ihr zu meiner Dezembergeschichte?

Leselaunen 32: Mit Aprilynne Pikes Elfenglanz

Wieder mal gibts kurz vor Weihnachten Leselaunen von mir.

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Aktuelles Buch:

Ich lese gerade dieses Buch:

Elfenglanz

Der vierte Teil der Reihe. Endlich kann ich sie abschließen.

Momentane Lesestimmung

Obwohl das Buch nicht ganz meins ist wie erwartet ist sie doch ganz gut. Ich komme besser damit voran als erwartet und vielleicht schaff ich danach ja noch ein Buch. Wird sich zeigen.

Zitat der Woche:

hab ich diesmal eigentlich nicht.

Und sonst so?

Ich bin schon wieder erkältet. Diesmal anders. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich das Weihnachten los bin, da ich es ja schon vorher hatte. Momentan gehts, aber hab auch schon die ein oder andere Schmerztablette deswegen genommen. Ich werde es einfach nicht los.

Samstag kommt das Christkind. Irgendwie hab ich es im Kopf, bin aber noch gar nicht so drauf eingestellt. Mal sehen … Bin gespannt wie Weihnachten so wird. Soll ja wieder warm werden.

Sonst schreibe und blogge ich viel. Komme kaum zu was anderes hab ich das Gefühl und das die Weihnachtsfeiertage über auch weniger.

Ausserem hab ich diesen Monat einige Weihnachtsgeschichten geschrieben und auch an meiner eigentlichen Bloggeschichte weiter geschrieben, die gerade pausiert. Schaut doch einfach mal in miener Schreibwerkstatt vorbei.

Das wars auch schon wieder von mir. Ich wünsch euch schon mal schöne Weihnachtsfeiertage und falls es nächste Woche keine Leselaunen gibt auch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Story Samstag 7 Weihnachtswünsche + Liesa wartet aufs Christkind

Tante Tex hat eine neue Herausforderung für uns. Mal sehen, was sich da machen lässt.

Was weihnachtliches will sie also erneut haben.

Weihnachtswünsche

Weihnachtszeit. Die schönste Zeit im Jahr. Finde zumindest ich. Aber ich weiß, dass viele Leute froh sind, wenn es vorbei ist. Das kann ich mir kaum vorstellen. Leute, die kein Weihnachten mögen. Damals in Ostpreußen war das doch bestimmt ein Highlight nach all dem Schlimmen, was sie dort erlebt haben. All die Armut und Verwüstung. Da war Weihnachten doch bestimmt eine tolle Abwechslung. Ich jedenfalls bin froh, dass ich damals nicht dort gelebt habe.

Heutzutage sind viele Menschen so auf sich fixiert und ihr Leben und all den Stress, dass sie nicht mal Weihnachten mehr genießen können. Da muss sich doch was ändern, oder? Wie kann man diesen Leuten Weihnachten wieder näher bringen? Wie kann man ihnen die Liebe und die Freude wieder näher bringen? Vor allem die Freude an Weihnachte, denn eigentlich ist es ein so wunderschönes Fest.

Vielleicht sollte man ihn einen schönen Film mit einem wundervollen Drehort zeigen? Vielleicht Weihnachten am Strand oder in einem kleineren Land wie Island zum Beispiel. Ich hab gehört die sollen da eine ganz tolle Weihnachtstradition haben. Irgenwas mit einem Meer von Lichtern. Haben sie vielleicht sogar zu anderen Zeiten Weihnachten als wir? In manchen Ländern ist das ja so. Da haben bestimmt auch die Ressegeure einen tollen Drehmoment.

Vielleicht wäre auch eine magische Weihnachtsgeschichte schön in denen es nicht nur um langweilige Vertreter oder sowas geht. Sowas richtig tolles für Erwachsene. Damit kann man einige bestimmt locken. Vielleicht sollten die Leute wieder mehr über sowas schreiben als über Leute, die sich nicht mögen oder ständig nur zanken. Was wirklich romantisches. Das könnte mir gefallen.

Einfach mal ein paar Tage frei nehmen würde vielleicht auch helfen. Abschalten, rauskommen. Keine Revision vornehmen und keine Konferenzen halten. Einfach nur Weihnachten feiern mit Freunden und Familien und das Fest genießen. Sich auf das Fest einlassen und sich auf das Fest freuen. Vielleicht einfach mal in den Urlaub fahren.

So könnten die Leute Weihnachten wieder mehr mögen. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Und zum Einstieg hier eine kleine Geschichte zum Weihnachtsabend als Vorgeschmack auf all die magischen Weihnachtsgeschichten, die bald geschrieben werden, und Weihnachtsfilme, die gedreht werden.

Lisas und das Christkind:

Ich bin 6 Jahre alt. Heiligabend wird unser Wohnzimmer immer abgeschlossen, aber leider wird regelmäßig vergessen die Vorhänge auch runter zu ziehen. So sitze ich jedes Jahr an Heiligabend etwa zwei Stunden vor dem Wohnzimmerfenster in einer Hecke und warte darauf, dass das Christkind kommt. Leider verpasse ich es immer. Das ärgert mich schon, denn ich würde das echte Christkind wirklich gerne mal sehen.

Heute allerdings passiert etwas anderes, etwas spannendes. Plötzlich erscheinen aus dem Nachbarsgarten, wo nicht mal Kinder sind aus dem Nichts Kobolde und Elfen. Ich beochachte sie und rutsche weiter in die Hecke hinein. Ich bin ganz aufgeregt. Noch nie habe ich echte Kobolde und Elfen gesehen, obwohl ich immer an sie geglaubt habe.

Vor Aufregung falle ich fast aus der Hecke, aber ich versuche ruhig zu bleiben. Sonst verschwinden die kleinen magischen Wesen vielleicht wieder. Das will ich auf keinen Fall riskieren, denn ich beobachte sie ja schließlich.

Gerade sehen sie sich um ob sie ja auch niemand sieht. Sind sie dumm. Wieso haben sie sich nicht unsichtbar gemacht. Das können sie doch bestimmt. Aber vielleicht glauben sie ja, dass um diese Zeit niemand in einer Hecke sitzt um auf das Christkind zu warten. Na ja, so schönes Wetter ist auch nicht. Es schneit und es ist kalt. Der Schnee liegt schon meterhoch. Ich friere, aber ich will sehen, was diese Elfen und Kobolde vorhaben.

Die Elfen schleichen zu unserem Haus. Zu uns? Was wollen sie denn da? Das Christkind soll doch kommen. Ich warte auf das Christkind. Aber die Elfen betreten unseren Garten während die Kobolde den Weg bewachen. Aha, Spione also. Verstehe.

Die Elfen jedenfalls sind jetzt doch in unser Haus geschlichen. Obwohl unser Haus sonst immer abgeschlossen ist (ich hab mir einen Schlüssel stibitzt), ist es heute offen. Neugierig schleiche ich den kleinen Wesen hinterher. Sie wollen doch wohl nicht etwa das Christkind verjagen! Das geht auf gar keinen Fall und das werde ich verhindern.

Die Elfen schleichen über den Flur in das leere Wohnzimmer. Ich spähe neugierig hinein. Unter dem Christbaum liegen noch keine Geschenke. Na nu, was ist denn das? Hab ich das Christkind etwa in diesem Jahr noch gar nicht verpasst? Hat sich mein Warten endlich mal ausgezahlt? Das wäre ja toll!

Die Elfen jedenfalls stehen unschlüssig herum und zünden schließlich die Kerzen von unserem Christbaum an. Echte Kerzen, nicht solcher LED-Kram. Ich bin zwar erst 6 Jahre alt, aber ich kriege schon eine Menge mit und weiß sehr viel!

Als alle Kerzen brennen (und es sind viele Kerzen an unserem Baum. Meine Mama will, dass der Baum immer richtig schön leuchtet) kommt das Christkind aus dem Nichts in den Raum. So wie vorher die Elfen in den Garten unserer Nachbarn. Es sieht wunderschön aus und super engelhaft. Mit Kringellöckchen und einem langen wunderschönen weißen Kleid. Es wirkt so rein und genau wie ich es mir immer vorgestellt hab. Ich habe endlich das Christkind gesehen!

Allerdings ziehe ich mich erst mal wieder etwas zurück damit sie mich nicht merken. Ich will sie ja nicht verjagen sondern beobachten. Sie flüstern jetzt mit einander.

„Seid ihr sicher, dass euch niemand gesehen hat und wir hier ungestört sind?“, fragte das Christkind mit engelsgleicher Stimme die Elfen.
„Ja“, piepsten sie. „Die Mutter ist noch bis zur Christmesse mit Plätzchen backen beschäftigt, der Vater ist im Wald und hackt Holz für das Kaminzimmer. Die kleine Lisa ist irgendwo im Ort und wird so schnell auch nicht wieder kommen. Zumindest glauben wir das.“
„Ihr glaubt das?“, zischte das Christkind los. „Ihr habt es also nicht überprüft?“

Hey, was war denn da los? Ein Christkind ist lieb und freundlich. Wieso fährt es die armen Elfen so böse an. Das passt aber nicht zu meiner Vorstellung vom Christkind. Es soll wieder lieb sein.

„Sie wird uns nicht unterbrechen“, beharrten die Elfen. Na, dann musste ich ich dafür Sorgen, dass das wirklich nicht passierte.
„Na schön. Habt ihr die Geschenke dabei?“, fragte das Christkind dann etwas freundlicher. Fast lieblich.
„Na sicher“, piepste die kleinste der Elfen und zauberte aus dem nichts die Geschenke herbei. Kleine Päckchen und große Päckchen in verschiedenen Formen und Farben stapelten sich liebevoll selbst unter den Baum.
„Das wird die Familie sicher freuen. Sie sollen ja immerhin noch weiter jahrelang an mich glauben und auch nicht aufhören, wenn sie erwachsen sind.“ Das Christkind war zufrieden mit ihren Gaben.
„Verzaubert die Kerzen sodass sie angehen sobald die Familie das Wohnzimmer betritt und sorgt für die Musik“, wies das Christkind die Elfen an und verschwand dann wieder aus dem Raum.
Die Elfen aber eilten geschäftigt hin und her und ich verzog mich lieber schnell bevor sie mich doch noch entdeckten. Ich freute mich schon wahnsinnig auf den Abend, denn dann würde ich endlich erfahren, was das Christkind uns so liebevoll eingepackt hatten.

Als ich das Haus verließ waren auch die Kobolde verschwunden, aber der Glanz der Weihnacht blieb und als es zu dämmern begann machten wir uns auf in die Christmesse. Überall waren so viele schöne Lichter wie das zu Weihnachten nun mal so war, aber ich konnte nur noch an das Christkind und ihre Elfen denken. Wie wunderchön es war. Ob ich es im nächsten Jahr wieder sah?

Und hat meine Geschichte funktioniert? Freut ihr euch jetzt auf Weihnachten, auf die Familie oder den Urlaub und vielleicht hat das Christkind ja auch an euch gedacht. Aber wenn nicht könnt ihr Weihnachten ja trotzdem genießen. Das Christkind und seine Elfen würde es bestimmt freuen. Ab Neujahr könnt ihr dann ja wieder zum Alltag zurück kehren …

Ich wünsche all meinen Lesern ein schönes Weihnachtsfest (auch wenn es noch eine Woche dauert bis dahin)

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