Wochenrückblick 11

Heute gibts wieder diese Aktion und ich bin mit dabei.

Geärgert ….. nervige Sachen …, wenn ich zu müde war
Gedacht…. schon wieder eine Woche rum.
Gefreut: ……. mal wieder länger wirklich meine Ruhe zu haben.
Gefühlt…. zu müde um was zu machen.
Gegessen: …… Kartoffelsalat und so.
Gehört:  ….. Geräusche von draußen.
Gekauft:  …… Feuchttücher, Süßigkeiten, Gutschein
Gelacht……….. ??? Sicher irgendwo
Gelesen:  ….  Kelly Moran – Kissing in the Rain
Gelitten … bewusst fällt mir nichts ein, aber sicher irgendwo.
Geplant: …… heute Geburtstagskaffeetrinken meiner Schwester, morgen ein Termin.
Gesehen: ……… Downton Abbey: Staffel 3 Folge 7 + 8, Bumblebee
Gespielt … nichts dabei
Getan:  ….. sortiert, geputzt und anderen Kram.
Getroffen:  …. Dorfmitbewohner
Getrunken: …… Wasser
Geweint ……… nö.
Gewundert …. ach, die Zeit vergeht. Bald ist schon wieder Weihnachten.

 

Und wie würdet ihr heute antworten?

Ilka Hauk–Bad Boy Christmas

Story: 1 +(+)

Valerie liest Julian auf der Straße auf als er einen Unfall hatte. Sie fragt ihn ob er ihr Fake-Freund wird, da sie einen Freund mit nach Hause bringen wollte. Der hatte sie aber kurz vorher sitzen lassen. Doch schon nach kurzer Zeit zweifelt Valerie daran, ob sie die richtige Entscheidung getroffen  hat.

Eigene Zusammenfassung

Charaktere: 1 `(+)

Valerie: 1 +

Ich mochte sie schon wirklich gerne. Sie war gefühlvoll und machte sich Gedanken um ihre Mitmenschen. Es war toll wie sie mit ihrer Familie und mit Julian umging.  Allerdings bremste sie die Story auch etwas aus und wirkte etwas prüde. Sie tat mir aber auch leid wegen Jeff und den anderen Kerlen. Sie hatte schon was. Ich hätte sie mir nur manchmal offener gewünscht.

Julian: 1 ++

Ich mochte ihn so gerne. Ich fand es toll, was er alles für Valerie tat. Er ging auch so toll mit den Leuten um, auch mit Valeries Familienmitgliedern. Und mir gefiel auch, dass seine Gedanken so tiefgrünnig waren. Und es war auch toll wie er zu Valerie hielt und sie verteidigte. Er war mir zwar etwas gewollt: Oh, nein bl0ß keine Beziehung.. Aber er war auch überraschend gefühlvoll und echt. Mir hat er wirklich gut gefallen.

Lindsay: 1 (+)

Sie mochte ich auch ganz gerne. Sie wirkte zwar auch etwas oberflächlich, aber auch lieb. Sie war schon fröhlich, aber auch etwas eigen. Sie passte aber zu der bunten Familie.

Luke: 1 +

Den mochte ich auch ziemlich gerne. Er wirkte wirklcih auch angenehm und sympatisch. Er tat mir auch leid wegen seinem Liebeskummer. Und es war toll wie Julian mit ihm sprach und er bei dem Schmücken half.

Erin: 1 ++

Die fand ich ja auch sehr niedlich. Sie war auch so toll auf Julian eingestellt und ich fand ihre Art einfach süß.

Millie – Oma 1 +(+)

Die kam wenig vor, war aber schön genial. Hatte mir schon gedacht dass sie es durchschaut. Ihre Sprüche und leicht schräge, coole Art möchte ich aber.

Martha: 1 +

Martha mochte ich auch sehr gerne. Sie war schon eine Liebe. Es war toll wie sie sich um ihre Familie kümmerte und sie hegte und pflegte.

Phil: 1 (+)

Er wirkte auch sympatisch. Er kam aber auch weniger vor. Aber es war toll wie er Julian gleich half und auch wie er zu seiner Familie stand.

Andrew: 1 (+)

Der wirkte auch ganz sympatisch. Zu ihm kann ich aber nicht wirklich viel sagen. Er kam nur wenig vor.

Handerson – Opa: 1 +

Der wirkte auf mich auch sehr sympathisch. Ich mochte auch seine ruhige Art und wie er mit anderen umging und die Dinge sah. Er hätte schon was.

Jeff: 1(-)

Er kam jetzt nicht so viel vor, aber er war mir auch nicht so sympathisch und das am Ende von ihm fand ich auch nicht so toll.

Madison: 1(+)

Man bekam sie ja nie aktiv mit, aber sie wirkte ganz lieb und sympathisch. Ich mochte sie, kann aber wenig zu ihr sagen.

Jack – Tatto Heini Julian: 1 (+)

Er wurde ja nur Mal erwähnt. Wirklich was kann ich zu ihm nicht sagen, aber er wirkte sympathisch.

Jon – bester Freund Julian: 1(+)

Der wurde auch nur erwähnt. Er wirkte sympathisch, aber so viel kann ich auch nicht über ihn sagen.

Matt: 1 +

Der war ha auch ganz süß. Er kam wenig vor, aber kleine Kinder sind fast immer süß.

Joe: 1 (+)

Joe wirkte auch ganz sympatisch. Er wurde auch nur erwähnt. Wirklich viel kann ich über ihn nicht sagen.

Nancy: 2 –

Die war mir auch nicht so sympatisch. Sie war einfach so gehässig und zickig. Aber Gott sei Dank kam sie damit nicht durch. Deswegen störte es nicht so.

Josh: 1 +

Ihn mochte ich ja auch noch ganz gerne. Ich fand es auch gut, dass er nicht unbedingt zu seiner Schwester hielt sondern noch darüber lachte, dass ihr die Stirn geboten wurde.

Pete: 1 (+)

Der war auch ganz kurz nur da. Er wirkte aber ganz sympatisch. Nur kann ich nur wenig zu ihm sagen.

Morris: 1 (+)

Der kam ebenfalls nur kurz vor, wirkte aber ebenfalls sympatisch.  Aber ich kann auch nicht so viel über ihn sagen.

Mike und Ken: 1 +

Die kamen wenig vor, wirkten aber sympatisch. Aber ich kann nicht so viel zu ihnen sagen.

Pärchen/ Liebesgeschichten: 1 +(+)

Julian und Valerie fand ich schon ziemlich süß zusammen. Sie harmonierten von Anfang an gut zusammen. Valerie war zwar etwas prüde, aber auch lieb und fürsorglich. Und Julian war sowieso klasse. Was er für Valerie alles tat und wie er sich einfügte war schon toll. Ich mochte die beiden.

Besondere Ideen: 1 +(+)

Das waren diese ganzen weihnachtlichen Ideen. Die mochte ich auch ziemlich gerne. Da waren schon gute Sachen dabei wie das Zimmer schmücken, die Sache mit dem Christbaumkugeln, die ganzen bräuche usw. Aber auch valeries Heimatranch war schon ein besonderes Feeling.

Parallelen: 1 +

Weihnachtsbücher habe ich ja nun schon viele gelesen und da war das hier schon ziemlich gut. Sympathisch und schön weihnachtlich. Es gibt zwar noch Luft nach oben, aber es gibt auch wesentlich schlechtere Weihnachtsbücher.

Störfaktor: 1 +

Das war gar nicht so viel. Manchmal war es vielleicht etwas zu gewollt. Bloß keine Beziehung. Nancy und Jeff hätte ich auch nicht gebraucht. Aber sie störten auch nicht groß. Valerie war teilweise etwas prüde und bremste die Geschichte manchmal etwas aus. Aber so richtig stört es auch nicht. Es war wirklich nicht viel.

Auflösung: 1 +

Die mochte ich gerne. Sie war auch noch mal ganz romantisch. Allerdings hätte ich mir auch noch mal etwas mehr von Julian und Valerie erhofft. Das mit Jeff fand ich etwas unnötig. Man hätte es auch weglassen können.

Fazit: 1 +(+)

Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne. Julian und Valerie harmonierten aber auch gut zusammen. Vor allem Julian fand ich einfach klasse.  Aber auch Valerie mochte ich gerne und ihre Geschichte war süß. Auch die ganzen Weihnachtbräuche und Ideen fand ich toll. Valeries Familie mochte ich auch total gerne. Valerie wohnte gemütlich und die Geschichte war schon toll und schön weihnachtlich. Mir hat sie gefallen.

Bewertung: 5/5 Punkte

Die Sache mit dem Rentier Teil 2

Und hier kommt schon der zweite Teil.

Die Sache mit dem Rentier Teil 2

Ich kam also bei den Weihnachtsleuten nicht so gut an. Trotzdem nahmen sie mich bei sich auf und gaben mir ein Zimmer. Ich war endlich allein. Allerdings war auch das Zimmer nichts besonders. Ein bisschen enttäuscht war ich schon. Dennoch war ich froh über ein Bett in das ich mich kuscheln konnte. Ich schlief sofort ein und dann träumte ich.
Ich träumte merkwürdige Sachen vom Weihnachtsdorf. Vor dem Haus waren viele Weihnachtsbäume aufgestellt. Dazwischen hindurch liefen die Rentiere und klingelten mit ihren Glocken. Darüber flogen die Engel. Es sah wahrhaft weihnachtlich aus. Sah so das Weihnachtsdorf wirklich aus? Wieso konnte ich es nicht im Wachzustand sehen? Es sah so wunderschön aus. Ich wollte es auch sehen. Ich wollte hierbleiben. Was war das denn für ein Traum?
Schweißgebadet wachte ich am nächsten Morgen auf. Was hatte ich noch mal geträumt? Ich konnte mich nicht mehr erinnern. Das war frustrierend, weil ich wusste, dass es ein schöner Traum war.
Wo war ich eigenltich? Ich lag in einem fremden Bett. So viel wusste ich. Aber was machte ich hier? Am besten ich stand auf um das heraus zu finden. Also rappelte ich mich hoch, ging ins Bad und machte mich fertig. Dann verließ ich mein Zimmer.
Auf dem Gang begegnete ich niemanden. Mittlerweile dämmerte mir aber wo ich war. Hier hing Weihnachtsdko im Gang herum. Hing die da gestern schon? Aber immerhin wusste ich wieder wo ich war. In dem Weihnachtsdorf. Ich hatte offenbar nicht geträumt. Es war wirklich wahr, dass ich auf einem Rehntier namens Rudi geflogen bin. Oh man. Ich dachte wirklich das sei nur ein Traum gewesen.
Fehlanzeige.
Deswegen ging ich ins Wohnzimmer. Den einzigen Ort, den ich von gestern her kannte. Allerdings machte ich mich damit nicht gerade beliebt. Alle sahen mich an. Alle waren da. Santa, Las und das Christkind und noch einige andere. Na toll. Mal wieder ins Fettnäppfchen getreten.
„Ähm, Guten morgen“, begrüßte ich die Sippschaft. Sie starrten mich alle nur an.
Es war Las, der mich schließlich angrinste. „Guten Morgen. Setzt dich doch.“
„Danke.“
„Hier bei uns gibts feste Zeiten“, donnerte Santa gleich los. „Frühstück um halb 8, Mittag um 12, Abendbrot um 18 Uhr. Morgens ist von 9 – 11 Unterricht, Nachmittags von 13 – 17 Uhr. Abend sitzen wir meist noch in Gesellschaft zusammen bis etwa 22 Uhr.“
„Santa, lass dem Jungen doch etwas Zeit. Er ist gerade erst angekommen“, mahnte Las ihn.
Santa schwieg daraufhin. Ich mampfte nur an dem Brot, dass ich mir gerade geschmiert hatte.
Chrissi sah mich lange an. Dann lächelte sie. „Aber Veränderungen gibt es schon.“
„Was meinst du?“, fragte ich sie.
„Waren die Bilder an der Wand gestern schon da?“, fragte sie mich zurück.
„Vermutlich nicht“, räumte ich ein.
„Nein“, stimmte sie mir zu.
„Und was bedeutet das?“, fragte ich sie.
„Sag du es mir“, forderte sie.
„Keine Ahnung. Ich habe von diesem Dorf geträumt. Es sah anders aus als jetzt“, gestand ich.
Jetzt sah Chrissi Santa an als wollte sie sagen: Hab ich dir doch gesagt. Jetzt wurde auch der wieder lebhafter und musterte mich genauer.
„Schildere mir von dem Traum“, forderte er.
Also erzählte ich ihnen, was ich gesehen hatte. Von dem Weihnachtsdorf, wie es wirklich aussah mit all seiner Schönheit.
Jetzt lächelte Santa sogar. „Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung. Probier doch mal das Zimtbrot. Vielleicht hilft es deiner Vorstellungskraft deinen Glauben anzuregen.“
Okay, das war schräg, aber vom Zimtbrot war ich nicht abgeneigt. Also nahm ich mir eins. Ich strich mir Butter und ein wenig milden Käse darauf. Es war lecker. Auch der Saft, den ich trank war lecker. Apfelzimtsaft.
Als alle das Mahl beendet hatten, gab Santa den Aufbruchsbefehl. Alle standen gleichzeitig aus. Ausser ich, der sich nicht auskannte.
Chrissi half mir aus. „Wir werden jetzt alle noch mal jeder was für sich machen. Um neun Treffen wir uns dann draußen vor der Tür.“
„Ähm, gut.“ Wenn meine Uhr richtig ging war es jetzt viertel vor neun. Da lohnte es sich nicht mehr wirklich was zu machen. Aber ich wusste auch nicht, wo ich für die viertel Stunde noch hin sollte. Also sah ich mir die Weihnachtsbilder an der Wand im Flur an. Sie waren wirklich alle sehr weihnachtlich. Die meisten zeigten Tannenbäume. Aber auf manchen waren auch Rentiere zu sehen. Oder das Weihnachtsdorf in all ihrer Pracht. Das war immerhin etwas, oder?
Dann begab ich mich nach draußen vor die Tür und wartete auf das, was da kommen mochte. Erst mal tat sich gar nichts. Doch schließlich kam Santa hinaus.
„Ah, wenigstens bist du pünktlich“, bemerkte er nur. „Also gut. Zuerst mal musst du an uns glauben. Das ist kein einfacher Schritt. Der Glaube ist so eine Sache. Man kann ihn nicht erzwingen, aber ich kann dir dabei helfen.“
„Und wie?“, wollte ich wissen.
„Rudi kennst du ja bereits. Du konntest ihn mühelos sehen. Eigentlich sehen ihn Menschen nicht. Das heißt ein bisschen Glaube steckt auch in dir. Hier sind noch andere Rentiere. Sie stehen in diesem Moment auf dem Gelände herum. Siehst du wo?“
Ich strengte mich an. Wirklich. Aber ich sah nichts. Unsichtbare Rentiere? Ich hatte gedacht, ich würde Rudi sehen wie jeder andere auch. Doch da hinten im Wald? War da nicht ein Schmemen? Da hatte ich definitiv was gesehen.
„Ich glaube da hinten ist etwas“, teilte ich dem Weihnachtsmann mit.
„Ah, das klingt doch gut. Ru, kommst du bitte heraus?“
Und dann sah ich ein Rentier und noch eins und noch eins und noch eins. Eine ganze Reihe von Rentieren. Es waren so viele.
„Ich sehe sie“, staunte ich.
„Das ist gut. Sehr schön“, freute sich Santa neben mir. „Das ist ein Anfang.“
Dann sammelten sich die Rentiere um uns. Wie im Kreis. Fasziniert beobachtete ich sie. Sie scharrten sich um uns.
„Sie mögen dich“, stellte der Weihnachstmann fest.
Ich lächelte. Ich mochte die Rentiere und Rudi erkannte ich sofort.
„Hallo Fremder“, begrüßte Rudi mich.
„Hallo Rudi. Schön dich zu sehen“, grüßte ich zurück.
„Schön, schön“, unterbrach uns Santa. „Aber siehst du auch die Tannenbäume um uns herum?“
Sah ich die Tannenbäume? Ich war mir nicht sicher. Sollte es nicht einfach sein Tannenbäume zu sehen? Es waren doch nur Tannenbäume? Fehlanzeige. Die Rentiere waren einfacher gewesen. Was war an diesen Tannenbäumen so besonderes? Aber ich schaffte es nicht. Wieso sah ich die Tannenbäume nicht.
„Du willst es zu sehr“, erklärte Rudi mir. „Denk an deinen Traum. Was hast du da gesehen?“
Und das klappte irgendwie. Plötzlich sah ich die Tannenbäume. Sie standen genau dort, wo sie in meinem Traum gewesen waren. Ich lächelte, weil es mir gelungen war.
Auch Santa schien mit mir zufrieden zu sein. Er lächelte. „Doch kein hoffnungsloser Fall, was?“
„Also wirklich, Santa. Was glaubst du denn, wen ich mitbringe? Ich weiß schon, was ich tue“, regte sich Rudi auf.
„Ja, ja. Schon gut. Wir werden sehen. Das ist erst der Anfang. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“
„Immer so mürrisch der gute Herr Weihnachtsmann“, äußerte sich ein anderes Rentier.
„Na ja, was soll man sonst machen, wenn man so lange lebt wie ich“, meinte er  nur. „Ich denke jetzt widmen wir uns aber erst mal den theoretischen Teil. Hier können wir morgen weiter machen.“
Uff, das war ja so gar nicht meins, aber ich folgte dem Weihnachtsmann brav wieder ins Haus und auch hier hatte sich schon wieder etwas verändert.

Fortsetzung folgt …

Schreibklick Die Sache mit dem Rentier Teil 1

Und noch eine Geschichte wartet auf mich. Sogar mehrere. Das hier wird eine weihnachtliche Schreibklick Geschichte.

Die Sache mit dem Rentier Teil 1

Tja, die Sache mit dem Rentier. Das war so. Ich war auf der Straße unterwegs. Na ja. Natürlich keine richtige Straße. Da fahren ja Autos. Eher ein Feldweg. Ich war zu Fuß unterwegs. Versteht sich. Und es lag Schnee. So richtig viel Schnee. Ich stapfte dadurch, weil es mir einfach Spass machte. Ich liebte den Winter. Ich liebte den Schnee. Und ich liebte solche Spaziergänge. Manche hielten mich verrückt deswegen. Manche hassten die Kälte. Ich nicht.
Aber was ich bei meinem Spaziergang entdeckte. Das werdet ihr mir nicht glauben. Da stand plötzlich ein Rentier vor mir. Ein waschechtes Rentier. Ich traute meinen Augen nicht. Es starrte mich an, starrte mich an, starrte mich an und dann sprach es.
„Du bist der erste, den ich dieses Jahr zu Gesicht bekomme. Deswegen hast du drei Wünsche frei. Also was wünscht du dir?“ Abwartend sah es mich an.
„Äh“, war das einzige, was ich rausbrachte.
„Du musst schon etwas präzieser werden“, ermunterte mich das Rentier.
Na toll. Sehr hilfreich.
Was sollte ich mir wünschen? Was wünschte man sich, wenn man drei Wünsche frei hatte? Gerade stand ich total auf dem Schlauch.
„Soll ich dir vielleicht behilflich sein?“, bot das Rentier mir an.
„Ähm, ja?“, sagte ich zögerlich.
„Du könntest dir wünschen das Weihnachtsland zu bereisen. Du könntest dir auch einfach wünschen den Weihnachtsmann zu treffen. Oder vielleicht magst du Weihnachtslieder? Oder was ganz unweihnachtliches? Süßigkeiten vielleicht? Eine schöne Reise? Oder ein Abenteuer erleben?“, zählte das Rentier auf.
Ähm. Ich war völlig überfordert. Schließlich fragte ich: „Darf ich auf dir reiten?“
„Na klar“, freute sich das Rentier über meinen Wunsch. „Steig auf.“
Und so stieg ich auf das Rentier. Es war ein albener Wunsch. Das war mir klar. Aber eigentlich wollte ich mir gerade nichts anderes wünschen. Es war doch Weihnachtszeit. Da sollte man vor allem anderen was schenken. Und das Fliegen auf dem Rentier war echt toll. Es war schnell und windig und seine Glocken raschelten. Und es ging hoch hinaus.
„Wo möchtest du hin?“, fragte mich das Rentier.
„Ähm, ist dieses Weihnachtsland weit weg?“, fragte ich nur.
„So weit wie du willst“, antwortete es.
Na das klang doch mal gut. „Dann dahin.“
Also flog das Rentier los und ich genoss es die Welt hinter mir zu lassen. Wir flogen in die Nacht hinein und dem Himmel entgegen. Und dann wurde es immer schneller und schneller. Wir flogen sehr lange. Zumindest kam es mir so vor. Und dann kam ein Planet in Sicht. Es konnte nur ein Planet sein. Aber er wirkte nicht rund. Er wirkte als sei er einfach da. Und dann flog das Rentier nicht mehr. Es lief durch den Schnee. Und obwohl es durch den Schnee lief hinterließ es keine Spuren. Schließlich blieb es vor einem großen einladenden Haus stehen. Davor standen zwei Männer. Außer dem Haus, den zwei Männern und dem Rentier sah ich nichts. Für ein Weihnachtsdorf wirkte es hier ganz schön kahl. Selbst die zwei Männer wirkten fast normal. Wären da nicht der lange weiße Bart und die weißen Haare des einen Mannes. Auch der andere hatte weiße Haare.
„Wen hast du denn da mitgebracht, Rudi?“, fragte der mit dem langen Bart das Rentier. War ja klar, dass es Rudi hieß.
„Ähm, ja. Wie heißt du noch gleich?“, fragte Rudi mich.
„Robin“, antwortete ich.
„Das ist Robin. Er ist der erste, der mir begegnet ist“, erklärte Robin.
„Aber er glaubt nicht“, bemängelte der Mann.
„Hast du das erwartet?“, fragte Rudi nur. „Mach ihn zu deinem neuen Schüler. Dann wird er glauben.“
„Was?“, fragt ich nur.
„Oh, habe ich das nicht erwähnt?“, fragte Rudi bedeppert. „Wenn du mich begleitest wirst du Sanstas neuer Schüler.“
„Ach, Rudi“, seufzte Santa. „Das vergisst du jedes mal.“
„Das ist übrigens Santa“, stellte der Mann neben ihn den Mann mit dem Bart vor. „Ich bin Nicholas oder auch Las.“
„Ah. Ja. Äh, hallo“, sagte ich.
Santa sah nur Rudi fragend an. „Also, ich weiß nicht.“
„Komm schon. Gib dir einen Ruck“, meinte Rudi.
„Möchtest du denn mein Schüler sein?“, fragte Santa mich jetzt.
„Was heißt das denn genau?“, wollte ich erst wissen.
„Man, du wirst der Schüler vom Weihnachtsmann“, meinte Rudi nur. „Ist doch klar.“
„Rudi sei doch nicht so“, schalt Las ihn.
„Es ist schwierig zu erklären“, sagte Santa nur. „aber im Grunde hat Rudi recht. Du wirst der Schüler vom Weihnachtsmann. Also von mir.“
„Muss ich das sofort entscheiden?“, fragte ich mal wieder etwas überfordert.
„Nein, du kannst auch hier übernachten. Dann können wir auch genauer drüber reden“, bot Santa an. „Das fände ich sogar besser.
„Das hört sich doch gut an“, fand ich. Dann hatte ich etwas Zeit.
Wir gingen also in das Haus. Es wirkte auch wie ein ganz normales Haus. Klar es war schon etwas weihnachtlich gehalten, aber sonst. Wir wurden ins Wohnzimmer geführt. Dort sah es sehr gemütlich aus. Am auffälligsten war der große reich geschmückte Weihnachtsbaum in der Ecke gegenüber vom Fenster. Er war verziert mit glitzernden Lametta, schönen Figuren aus Holz und gebastelten Sternen. Natürlich waren auch Lichterketten angebracht, die eingeschaltet waren. Ansonsten stand neben dem Baum ein alter dunkler Wohnzimmerschrank. In ihm stand die ein oder andere Kerze. In der Mitte stand ein großer Tisch mit vielen Stühlen. Ein Sofa sah ich nicht. War wohl doch eher ein Esszimmer.
„Setzen wir uns“, forderte Santa uns auf. „Wo ist denn eigentlich Chrissi? Sie sollte bei uns sein.“
„Ich gucke mal nach“, bot Las an und schon war er weg und ich war mit dem sogenannten Weihnachtsmann allein. Er musterte mich mit wachen Augen.
„Wir sollten uns wirklich setzten“, fand er nun wieder und so setzen wir uns gegenüber. „Also, dann erzähl mir mal von dir.“
Oh, Gott. Wie ich solche Fragen hasste. Mein Leben war nicht sonderlich spannend. Was sollte ich erzählen?
„Ja, also eigentlich ist mein Leben ganz normal“, begann ich zu erzählen. „Ich bin zur Schule gegangen, arbeite jetzt und lebe mein Leben.“ Noch belangloser gings wohl kaum.
Der Weihnachtsmann starrte mich nur an und brachte mich so in Verlegenheit.
„Ähm, also. Ich bin Versicherungsvertreter. Nicht besonders spannend.“
Der Weihnachtsmann seufzte nur. Ich glaubte ihn „Zu alt“, murmeln zu hören.
Dann kam Las glücklicherweise mit Chrissi wieder. Es stellte sich heraus, dass sie ein Kind war. Ein Engelskind. Mit weißen Kleid und blonden Kringellöckchen. Ich starrte sie nur an.
„Ist das der Neue?“, fragte sie während Las und sie sich setzten.
„Ja, ist er.“ Der Weihnachtsmann klang nicht gerade glücklich.
Chrissi musterte mich eingehend. „Ist er nicht ein bisschen alt? Wie alt bist du?“
„Ähm 21“, antwortete ich.
„Das ist doch viel zu alt“, beschwerte sich das Christkind. Wir nehmen nur Schüler unter 20!“
„Sag das mal Rudi“, bemerkte Santa nur. „Und dazu ist er noch Versicherungsvertreter.“
„Das geht ja mal gar nicht“, meinte Chrissi und wirkte schon gar nicht mehr so engelhaft.
„Hey, ich mag Schnee“, verteidigte ich mich.
Alle starrten mich an. Na toll. Man konnte es ja mal versuchen.
„Und was ist mit Weihnachten?“, fragte Santa nun.
„Ähm, ja. Es ist ein tolles Fest“, antwortete ich.
„Hast du ans Christkind geglaubt?“, fragte Chrissi.
„Oder an den Weihnachtsmann?“, ergänzte Santa.
„Früher als Kind schon“, antwortete ich.
Wieder starrten mich alle an. Ich war ein hoffnungsloser Fall. Das wusste ich selbst.

Fortsetzung folgt ….

Der erste Teil ist nun zu Ende, aber ich fand die Geschichte brauchte eine Fortsetzung. Deswegen habe ich auch den Teil schon länger geschrieben. In den nächsten Tagen werden die anderen Teile kommen. Was sagt ihr dazu?

Noras Abenteuer: Teil 9: Der Spaziergang

Endlich komme ich mal wieder zu Nora. Es ist schon fast peinlich, aber den letzten Teil habe ich am 7. Februar geschieben. Br …

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Noras Abenteuer: Teil 9 Der Spaziergang

Es war schön mit ihm allein zu sein. Ich fand es toll, dass er mir seine Welt zeigte, aber dabei waren wir fast nie allein. Jetzt gingen wir durch das Dorf spazieren und er führte mich in den Wald um das Dorf herum. Hier sah man zwar keine Sterne, aber ich genoss unsere Zweisamkeit.
Er nahm meine Hand in seine und händchenhaltenderweise spazierten wir durch den dunklen Wald.
„Ich bin gern hin und wieder hier. Es befreit meinen Geist und lässt mich ruhiger werden“, erzählte er mir mi Plauderton.
„Das kann ich verstehen“, lächelte ich. „Es ist so schön ruhig hier.“
„Ja, allerdings“, nickte er lebhaft. „Mein Job ist das ganze Jahr über stressig. Egal ob Weihnachten ist oder nicht. Da tut ein bisschen Ruhe etwas gut.“
„Hört sich an, als hättest du immer ganz schön viel zu tun“, überlegte ich vage.
„Ja, leider. Ein bisschen mehr Freizeit wäre schön. Aber die Arbeit macht Spass. Ich würde sie nicht aufgeben wollen.“ Gedankenverloren sah er in die Ferne. Ich konnte dort im Dunkeln nichts erkennen, aber er ja vielleicht.
„Komm mit“, forderte er mich auf und wartete gar nicht meine Antwort ab. Er zog mich einach mit sich.
Wir kamen auf eine breite Lichtung mit einem kleinen See dabei. Hier sahen wir die Sterne ganz deutlich. Zusammen setzten wir uns an den See. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.
Wir starrten eine Weile in die Sterne und genossen einfach nur die Zeit zusammen. Er griff das Thema wieder auf, dass wir zuvor abgebrochen hatten. Ich wusste, dass er sich eine Antwort von mir wünschte, aber ich war mir noch nicht sicher, wie sie ausfiel.
„Könntest du dir vorstellen, bei mir zu bleiben, wenn deine Familie nicht wäre?“, fragte er aber überraschend.
Die Frage war einfach, aber ich wollte sie ihm nicht geben. Meine Antwort würde ihn nur veletzten würde sie letztendlich doch negativ ausfallen.
„Du kannst es mir ruhig sagen“, munterte er mich auf. „Ich werde es verkraften. Egal, wie sie ausfällt.“
„Ja, könnte ich“, gestand ich schließlich.
Wie befürchtet schlich sich ein Grinsen über sein Gesicht. Ich seufzte. Genau das hatte ich nicht gewollt.
„Aber Chris, ich …“, wollte ich zurückrudern, doch er unterbrach mich sofort.
„Ich weiß. Ich hab doch gesagt, es ist in Ordnung. Nur das jetzt zählt.“ Und dann legte er sich auf die Wiese, zog mich auf sich und wir küssten uns. Sanft und zärtlich, aber bestimmt. Wenn ich doch nur nichts für ihn empfinden würde. Dann wäre die Entscheidung leichter. Aber so erwiederte ich seine Küsse leidenschaftlich.
Er strich mir die Haare aus dem Geischt, ganz sanft und zärtlich und als wir beide eine Pause brauchten, kuschelte ich mich an ihn.
Dann begann er plötzlich leise zu singen. Kein Weihnachtslied sondern ein schönes melodisches Lied, dass zu unserer Situation passte. Er überraschte mich immer wieder, aber es passte wirklich. Also schwieg ich nur und hörte ihm zu.
Irgendwann hörte er auf zu singen. War er eingschlafen. Ich richtete mich auf. Nein, er lächelte und sah mich gewinnend an.
„So könnte es immer sein, weißt du?“, fragte er mich lockend.
„Das ist gemein“, fand ich und stupste ihn neckend an.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht um dich kämpfen werde“, warnte er mich. „Und ich werde nicht fair kämpfen. Das siehst du ja.“
Okay, das hatte ich wohl verdient. Seine Worte machten es aber auch nicht gerade einfacher. Mein Herz hüpfte wie wild und wollte gar nicht mehr aufhören zu schreien: „Bleib, bitte bleib!“
„Ja, ich sehe es“, antwortete ich nur. Dann fragte ich, um das Thema zu wechseln: „Was ist mit dem Konzert? Wollen wir da nicht hin?“
„Wollen wir?“, fragte er nur zurück als wollte er mich testen. Er verunsicherte mich gerade. Der Weinachtsmann verunsicherte mich. Wie hatte es nur so weit kommen können?
Natürlich blieben wir einfach liegen und kuschelten uns enger aneinander. Er fühlte sich so gut an. Was sollte ich bloß machen. Doch schließlich gab ich auf.  Diese Nähe setzte mir zu sehr zu. Ich musste ihn auf Abstand halten, bis ich mich entschieden hatte. So schwer es auch werden würde.
„Wie wäre es, wenn wir dann weiter spazieren gehen?“, schlug ich also vor. „Ich würde gerne mehr von der Umgebung des Weihnachtsdorfes sehen.“
„Na gut.“ Er stand auf, zog mich hoch und schlenderten weiter durch den Wald. Wieder händchenhaltend. Er bestand darauf.
Hinter dem Wald war eine kleine Hütte. Eine Hütte fernab des Weihnachtsdorfes? Wo waren wir denn jetzt schon wieder?
„Wo sind wir?“, fragte ich deswegen.
„Noch so ein Geheimnis von mir“, sagte er geheimnistuerisch und führte mich in den Raum. Es war ein sehr gemütlicher Raum mit Sesseln, Kaminen, einem Sofa und einigen Büchern.
„Wow“, hauchte ich erstaund. Damit hätte ich gar nicht gerechnet.
„Das ist noch ein Rückzugsort. Den kenne wirklich nur ich. Du bist die erste, die ihn sehen darf.“ Er klang sehr stolz und sah mich abwartend an.
„Chris, ich …“ Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Es rührte mich, dass er mich hierher gebracht hatte und ich musste mir eingestehen, dass ich mich noch etwas mehr in ihn verliebte.
„Nicht. Lass. Sag einfach gar nichts.“ Er machte es sich auf einem Sessel am Kamin bequem und ich tat es ihm gleich.
„Du weißt schon längst, wie ich mich entscheiden werde, oder?“, fragte ich nur, denn tief im Inneren hatte ich meine Entscheidung längst gefällt.
„Ich hoffe es, aber wie soll ich das wissen? Auch ich kann keine Gedanken lesen.“
„Ich möchte meine Familie regelmäßig besuchen“, forderte ich. „Und ich will öfter mal auf der Erde vorbei gucken, aber ich will dich nicht verlieren. Natürlich bleibe ich bei dir.“
Er grinste übers ganze Gesicht. „Da bin ich aber froh.“ Er zog uns beide irgendwie auf den Boden vor dem Kamin und zog mich erneut in seine Umarmung. Dieses mal wurde die Umarmung intensiver und er wusste, dass ich von nun an ihm gehörte.

Fortsetzung folgt …

Wow, was ist denn hier passiert? Sie sollte sich in diesem Teil eigentlich noch nicht entscheiden. Das könnte auch theoretisch das Ende der Geschichte sein, aber mindestens einen Teil möchte ich noch schreiben.

 

Ideenbild 5 Januar: Vergessene Vergangenheit

So, endlich komme ich auch mal zum Ideenbild. Mal sehen, was mir dazu einfällt. Ich möchte ungern was neues anfangen, aber auch nicht unbedingt wieder was altes auffrischen, auch wenn ich noch drei Geschichten offen hab, die ich spätestens ab nächste Woche gerne weiterschreiben würde. Unter anderem ist da auch noch Noras Abenteuer, was durch ein Ideenbild aus dem letzten Jahr entstand.

Ich befürchte, das ist wieder lang geworden  …

Vergessene Vergangenheit

Kälte hat sich über unser Land gelegt. Bibbernde Kälte. Die Temperaturen sind gerade so kalt. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Wäre es da nicht schön in die Ferne zu fliegen? In den Süden? Oder lieber aus der Kälte das beste machen? Ich war mir noch unsicher.
Gerade suchte ich im schneebedeckten Wald, was übrig war und ich verwerten konnte. Leider war das nicht viel, denn im Winter wuchs nichts, aber die Eichhörnchen gaben mir öfter einen Teil ihrer Nüsse ab.
Ich wohnte schon lange im Wald und war hier sonst kaum einer Menschenseele begegnet. Da musste ich schon ins Dorf gehen und da das Dorf recht klein war, kannte ich alle Bewohner dort sehr gut. Nie kam jemand neues in das Dorf, denn es war zu unbedeutend für Reisende aus den fernen Umgebung.
Aber das war okay so. Ich war es gewohnt und die meiste Zeit war ich sowieso allein. Außerdem war ich auch lieber im Wald als im Dorf. Deswegen ging ich auch dort selten zum Einkaufen. Mir fehlte das Geld. Ich war nicht die volle Zeit in der Schule gewesen und verkaufte die Geschichten, die ich schrieb an eine Autorin, die im Dorf lebte und sie für mich mit Hilfe ihrer Lektoren und ihres Verlages veröffentlichte. Nicht in ihrem Namen sondern in meinem, aber niemand kannte mich als Autorin. Alle dachten, die Geschichten seien von ihr. Das wollte ich auch gar nicht anders. Sie waren viel zu persönlich um über sie zu sprechen.

Während ich gedankenverloren durch den Wald schlenderte – warm eingepackt wie immer – dachte ich daran, dass ich wohl nichts neues erleben würde, wenn ich hier nicht wegkommen würde. Ich war noch nie geflogen. Wie wäre es wohl in einem Flugzeug zu sitzen und die Wolken von oben zu begutachten, die Weite des Himmels ganz nah zu entdecken? Wie wäre es mal schnell irgendwo hinzureisen. In ein fernes Land? Doch ich wusste, dass das nicht meine Welt war. Ich wollte gar nicht wohin fliegen. Hier im Wald in der Hütte war meine Heimat. Hier fühlte ich mich wohl. Ich hatte es warm und kuschelig und mi fehlte nichts. Ich konnte mich nicht beklagen. Ich hatte es kuschelig.
Und dann sah ich ihn. Den geheimnisvollen Mann. Den wunderschönen Mann mit dem himmelblauen Umhang, den weißblonden strubbeligen Haaren und den eislbauen Augen. Er lief Barfuß durch den Schnee, aber es schien ihm nichts auszumachen. Seine Füße wirkten nicht gefroren und seine Augen glitzerten erfreut. Tatsächlich wanderte er durch den Schnee wie andere durchs gras. Als wäre es warm. Als wäre der Schnee seine Heimat. Er hatte breite Schultern und einen flachen Brustkorb, lange Beine und ein wunderschönes blasses Gesicht. Er sah aus wie der Winter persönlich. Seine Haare wirkten wie Eiszapfen. Er faszinierte mich.

Noch hatte er mich nicht entdeckt, weil ich mich hinter einen Baum versteckt hatte. So konnte ich ihn ungeniert beobachten. Ich beobachtete ihn jetzt schon seit Tagen ohne mich bemerkbar zu machen. Er schien ganz mit dem Winter versunken zu sein. Heute setzte er sich auf einen verschneiten Baumstamm und starrte durch die Äste hindurch und dann fing er an zu singen. Ich verstand die Worte nicht, aber sein Gesang ging unter die Haut.
Unwillkürlich kam ich hinter meinem Baum hervor und ging auf ihn zu. Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber ich konnte gar nicht anders. Es war wie ein Sog. Diese Musik hielt mich gefangen in einer Blase der Anziehung. Bewirkte er diese Anziehung? Hatte er mich schon seit Tagen bemerkt, aber nichts gesagt? So wie ich ihm nichts gesagt hatte? Wer war er, diese eisblaue faszinierende Mensch? War er überhaupt ein Mensch?
“Hallo Eisblume!“ nannte er mich. „Ich habe dich erwartet.“
“Ich bin nicht Eisblume“, wiedersprach ich ihm. „Ich heiße Tindra.“
“In diesem Leben, ja“, stimmte er mir zu. „Aber davor warst du die Elfe, die sich Eisblume nannte. Die Elfe, die mir gezeigt hat was es heißt der Winter zu sein.“
“Was soll das heißen? Daran könnte ich mich erinnern. Und was meinst du mit dem letzten Teil?“, fragte ich nur verwirrt. Ich setzte mich neben ihn auf den Baumstamm. Mir war kalt, aber es würde mich nicht unbringen.“
“Eisblume. Das ist dein wahrer Name. Auch wenn du jetzt Tindra heißt“, wiederholte er. „Natürlich erinnerst du dich nicht an dein anderes Leben. Das braucht Zeit. Deswegen hat jede Elfe, die wiedergeboren wurde einen Hüter. Deiner bin ich. Der Winter“, erklärte er mir. Das klang wie aus einem Fantasyroman. „Wobei ich glaube, dass du dich längst erinnerst.“
“Was meinst du damit?“, fragte ich nur.
“Deine Geschichten. Sie handeln alle von deinem früheren Leben. Ich habe sie alle gelesen nachdem Holly sie bei sich hatte.“ Er sah mich abwartend an und musterte mich ausgiebig. „Und du siehst Eisblume auch sehr ähnlich. Deine blaublonden Haare, dein liebliches Gesicht, deine grüne Augen.“ Er hielt kurz inne und schluckte hart. Offenbar plagten auch ihn längst vergessene Zeiten. „Selbst ich komme in deinen Geschichten vor.“
Und dann kam mir die Erkenntnis. Ich wusste, welche Figur er in meinen Geschichten meinte. „Aber … du kannst nicht Yule sein. Das ist unmöglich.“
“Wirklich? Früher nannte man mich auch nicht Yule sondern Schneelöwe.“ Ein schelmisches Grinsen glitt über sein Gesicht.
“Schneelöwe? Kannte ich dich damals auch?“ Ich wusste noch nicht, ob ich ihm glaubte, aber ich wollte mehr über ihn erfahren.
“Ja“, hauchte er. Fast flüsterte er nur. „Ja, du kanntest mich.“ Ein leises Zittern ging durch seinen Körper. Am Frieren lag das bestimmt nicht. Nicht, wenn er wirklich der Winter war, wie er behauptete. Dann fuhr sammelte er sich und fuhr fort: „Kannst du dich noch an die Geschichte von dem kleinen Hasen in „Erdprinzessin“ erinnern. Das Buch wurde als Kinderbuch verkauft und alle Kinder haben es geliebt. Den kleinen Hasen gibt es wirklich. Er gehörte dir und ist dir nie von der Seite gewichen. Neben mir war er dein treuster Freund. Er hieß Wick und hat sehr lange gelebt, aber als du von uns gingst wollte er einfach nicht mehr sein.“
Ein Schaudern ging nun auch durch meinen Körper. Natürlich erinnerte ich mich an den süßen Hasen. Er war bis heute meine Lieblinsgfigur. Aber es kann ihn unmöglich wirklich gegeben haben. Hätte ich mich nicht an ihn erinnern müssen?
“Ich bin mir nicht sicher ob ich dir glauben kann. All diese Sachen könntest du dir auch zusammengereimt haben“, wagte ich ihm zu gestehen.
“Dann lass es mich dir zeigen“, forderte er.
“Wie?“, fragte ich ihn nur.
“Nimm einfach meine Hand“, bat er mich sanft, aber bestimmt.
Zögernd folgte ich seinem Rat. Plötzlich befand ich mich an einem völlig anderen Ort in einer anderen Zeit. Wo war ich hier? Doch dann erkannte ich meine Heimat. Glitzernde Kristalle umgaben mich, eiserne Betten und glitzernder hoher Schnee. Ein Eisschloss wie aus einem meiner Geschichten. Ich glaube es war „Der Löwe und die Maus“ oder auch „Feenverfangen“. Ich war mir nicht ganz sicher. Und dann bekam ich meine Erinnerungen zurück. Alle zusammen. Das war einfach zu viel für mich. Vermutlich wäre ich zusammen gebrochen, wenn er mich nicht aufgefangen hätte. Aber seine Reaktionen waren unglaublich schnell und er würde nie zulassen, dass mir etwas geschah. Nicht er. Nicht Schneelöwe. Nicht Yule. Dazu bedeutete ich ihm zu viel und er bedeutete mir unglaublich viel. Er hatte recht gehabt. Ich hatte meine Erinnerungen in meinen Geschichten verarbeitet. Ich hatte sie nicht verdrängt, ich hatte nur nicht gewusst, dass es meine Erinnerungen waren, die ich da niederschrieb.
Und natürlich erinnerte ich mich vor allem an Yule. Eisblume und Schneelöwe waren beide Elfen gewesen, aber während Schneelöwe überlebt hatte, war Eisblume wiedergeboren worden. Die ganze Zeit hatte er darauf gewartet, dass Eisblume sich erinnern würde und er hatte gespürt, dass die Zeit bald gekommen war. Er hatte ihr nur einen kleinen Schubs geben müssen damit sie verstand. Das hatte ausgereicht. Eisblume und Schneelöwe waren beide Winterelfen im Winterreich von Ernadil gewesen. Schneelöwe war immer an ihrer Seite gewesen.
Ich war Eisblume und Yule Schneelöwe. Das wusste ich jetzt. Ausserdem wusste ich, was ich schon immer gespürt hatte. Schneelöwe war mein und ich sein. Wir fühlten so unglaublich viel füreinander und es tat mir so leid, dass Schneelöwe so lange auf mich hatte warten müssen. Das war bestimmt hart gewesen.
Nachdem sie sich erinnert hatten verschwanden die Eiskristalle und die Schneelandschaft vor mir und wir waren zurück im winterlichen Wald. Ich sah den Winterelfen neben mir an und hauchte nur völlig verwundert darüber, dass er überhaupt da war: „Yule.“
Ein Lächeln erschien auf seinem eisigen Gesicht und machte es noch schöner. Erleichtert sagte er: „Endlich erinnerst du dich!“
“Ja, ich erinnere mich an dich“, strahlte ich und dann fiel ich ihm in die Arme. Wir sprachen über unsere Vergangenheit, über das was passiert war und wie es zu dieser Erinnerung kam, wir sprachen über meine Geschichten und so unendlich viel mehr und ich wir wollten gar nicht mehr aufhören zu reden. Wir hatten viel zu viel Zeit verloren.

Eisblume und Schneelöwe waren wieder vereint und zusammen wollten sie weite Reisen machen. Yule und ich wollten weite Reisen machen. Vielleicht würde ich sogar mit einem Flugzeug fliegen. Jetzt, wo Yule wieder bei mir war schien mir alles möglich zu sein. Yule und ich, unzertrennlich für immer. Hauptsache zusammen. Ich lächelte und lehnte mich an Yule. Mir war überhaupt nicht mehr kalt im winterlichen Wald. Ich hatte die Eisblume in mir wieder gefunden und ich hatte meinen Schneelöwen wieder gefunden. Zwei Wesen, die für immer miteinander vereint waren. Eisblume und Schneelöwe. Ich wusste einfach, dass wir uns immer wieder finden würden, egal wie oft man uns voneinander trennte.

The Versatile Blogger Award 1

Ich wurde nominiert für diesen Award und natürlich mache ich gerne mit. Ist hier schließlich mein erstes Mal.

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Die Regeln sind:

  1. Danke dem Blogger der dich nominiert hat.
  2. Verrate sieben Fakten über dich
  3. Nominiere andere Blogger

7 Fakten über mich:

1. Ich schreibe selbst Geschichten:

Ihr könnt euch gerne in meiner Schreibwerkstatt umsehen da findet ihr jede Menge. Ganz besonders stolz bin ich auf meine Zauberfeen. Gerade arbeite ich an einem neuen Projekt über Geistert. Mal was anderes als das, was ich üblicherweise so schreibe. Erst mal behalte ich es mehr für mich und zwei meiner Testleser. Vielleicht veröffentliche ich es irgendwann auf Book-Rix oder schick es anderen Lesern per E-Mail. Noch ist es recht geheim.

Jedenfalls liebe ich das Schreiben und das hat mich eigentlich auch schon ein Leben lang begleitet.

2. Meine absolute Lieblingsautorin:

Ist mittlerweile Colleen Hoover. Ich liebe all ihre Bücher und auch wenn ich nicht immer alles ganz gut ging ist jedes Buch von ihr ein Highlight. Am liebsten mag ich „Zurück ins Leben geliebt“ und die „Hopelessreihe“ von ihr. Die sind beide so verdammt intensiv. Holder hätte ich ja am liebsten schon aus dem Buch gepflückt als ich es gelesen hab.

3. Prinzen und Prinzessinnen

Auf die stand ich schon früher und auch heute liebe ich dieses Thema noch immer. Irgendwie verbinde ich es auch mit Romantik und ich lese gern solche Geschichten. Meine liebste Buchgeschichte davon ist von Kiera Cass die Selectionreihe

4. Kino:

Ich war letztes Jahr nicht einmal im Kino. Echt traurig, oder? Ich wollte immer, aber ich geh nicht allein ins Kino und es hat sich nie was ergeben. Na ja, dann guck ich die eben auf DVD oder im Fernsehen. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind möchte ich auf alle Fälle noch gucken. Da bin ich ganz gespannt drauf. Vor allem wegen Eddie Redmayne.

5. Meine Moviewelt:

Ich habe einen Zweitblog namens Corlys Moviewelt. Da ist zwar beitragsmäßig nicht ganz so viel los wie hier, aber ich liebe ihn genauso. Es gibt auch einige Aktionen und ihr könnt alles über meine Film-und Serienwelt erfahren, denn ich bin definitiv seriensüchtig.

Hier gehts zu Corlys Moviewelt: Klick

6. Dorfleben Teil 1:

Ich wohne in einem kleinen Dorf (wirklich sehr klein, keine 100 Einwohner) und wir liegen etwa 500 Meter hoch. Aber obwohl es nur so klein ist, ist es zumindest bei Motorrradfahrern bekannt. Die lieben die Strecke nämlich und besonders den Aussichtspunkt. Deswegen gibts davon sogar eine Seite auf Wikipedia. Dabei kennen manche aus der Umgebung das Dorf nicht mal.

7. Dorfleben  Teil 2:

Ich bin um ein paar Ecken mit dem halben Dorf verwandt (es ist ja nicht so groß). Cousins und Cousinen von meinem Vater leben hier und zwei Geschwister ebenfalls. Und daneben auch noch eine Schwester meiner Mutter. Es ist also eher ein Familiendorf.

Und das wars schon wieder mit den sieben Fakten von mir. Ging ja schnell. Sieben sind nicht viel.

Ich tagge:

Tarlucy (Hach, ja. Muss mal wieder sein)
Stopfi
und Charlotte Cole

In der Hoffnung, dass ihr Lust drauf habt und noch nicht getaggt wurdet.

Corlys Themenwoche: 8.6. Dorfleben: Haus und Ruhe?

Ich weiß ja nicht ob ich heute online komme, deswegen dartier ich meine Themenwoche lieber vor. Wenn ich bis halb 3 nicht online war, werde ich jedenfalls nicht mehr kommen.

Heute möchte ich noch von euch wissen:

Wie wohnt ihr in eurem Dorf?

Ist es dort eher ruhig oder eher laut?
Habt ihr ein kleines oder großes Haus/ eine kleine oder große Wohnung?

Unser Dorf ist eigentlich sehr ruhig. Es sei denn es kommen am Wochenende bei guten Wetter die Motorräder. Aber gerade auch nachts ist es eigentlich herrlich ruhig. Wenn nicht gerade Sturm oder so was ist. Aber verkehrstechnisch halt. Das ist sehr angenehm.

Wir haben ein ziemlich großes Haus. Es ist das Haus meiner Großeltern. Mein Vater hat schon als kleiner Junge hier gelebt. Mittlerweile haben wir fast alles schon mal umgebaut. Es hat etwa 24 Räume drinnen wovon etwa 14 Räume wirklich bewohnt sind. Die anderen dienen als Abstellplatz oder ähnlichen Funktionen. Vielleicht hab ich sogar noch Räume vergessen. KP. Insgesamt sind wir akutell 7 Personen in unserem Haus.

Also, ja. Ich würd sagen wir haben ein großes Haus.

 

Und ihr so?

 

 

 

Corlys Themenwoche: 8.4. Dorfleben: Bekannte Leute im Dorf?

Auch meine Themenwoche geht mehr oder weniger ohne mich weiter mit Vordartierung.

Wie viele Leute kennt ihr in etwa aus eurem Dorf oder falls ihr in einer Stadt lebt aus eurer Straße?

Hier in unserem Dorf kenn ich wirklich fast jeden. Aus einem Haus eine Familie, die zugezogen ist nicht, aber sonst zumindest alle vom sehen, die meisten schon mein Leben lang persönlich. Mal abgesehen, dass das halbe Dorf sowieso um ein paar Ecken oder auch näher. Mein Nachname ist da auch keine Seltenheit. Eher andere sind die Ausnahmen. (Na ja, ganz so schlimm ist es auch nicht mehr).

Nur mal so als Beispiel wegen der Verwandtheit: Zwei meiner Tanten wohnen in unserem Dorf und ein Onkel aus der näheren Verwandtschaft.

Dann glaub ich noch zwei Cousinen meines Vaters und zwei Cousins wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Da kommt bei einem so kleinen Dorf schon einiges zusammen. Und bei euch so?

 

Corlys Themenwoche: 8.2. Dorfleben: Besonderes im Dorf?

Und weiter gehts auch mit meiner Themenwoche. Dem Dorfleben. Meine heutige Frage lautet:

Gibts in eurem Dorf irgendwas besonderes? Was, was andere nicht haben?

Obwohl unser Dorf so klein ist, ist es doch recht bekannt. Nicht überall, aber bei einigen. Wir sind die höchste Erhebung (etwa 500 m hoch) in unserem Gebiet und wir haben einen Fernmeldeturm und zwei weitere Sendetürme auf dem Berg. Da weiß man immer schon von weitem wo unser zu Hause ist. Man kann es schon vom weiten sehen. Ausserdem liegen wir auf der Grenze zu unserem Kreis und dem Nachbarkreis. Ausserdem gibts vom Berg aus eine tolle Aussicht bei guten Wetter. Wir wohnen unterhalb des Berges im gleichnahmigen Dorf.

Was hat euer Dorf so zu bieten?