Weihnachtsstorys 22.12.2021 Engelsflüstern

Und nun noch eine Story. Zwei Kommen noch. Allerdings sind die ein wenig anders.

Wobei es heute wohl eher wieder ein Gedicht wird.

Engellein im Himmelchen,
auf die Erde herab segeln,
Es ist jetzt Weihnachten,
da die Engel besonders fröhlich sind,
denn sie dürfen verteilen Geschenke.

Engellein im Himmelchen,
kommt auf die Erde hinab,
Es weihnachtet sehr,
seid bereit dafür,
um die Menschenkinder zu beglücken.

Engelchen im Himmelchen,
bringt den Weihnachtsglanz auf die Erde,
bringt den Zauber und die Geschenke,
bringt die Fröhlichkeit in die Welt.
macht das Fest zu dem, was es ist.

Engelchen im Himmelchen,
Die Erde ist bereit.
Sie feiern Weihnachten und bringen die Liebe weit und breit,
Sie bringen Geschenke und den Weihnachtsglanz,
Auf ein fröhliches Weihnachstfest.

Und was meint ihr?

Weihnachtsstorys: 11.12.21 Weihnachten liegt in der Luft

Und wieder gibts eine Geschichte von mir. Erneut über Weihnachten natürlich.

Ich ging durch den Tannenwald, der im tiefen Schnee lag. Die Sonne glitzerte und die Tannen rochen so schön. Irgendwo roch ich Plätzchenduft. Das verwirrte mich dann doch. Plätzchen mitten im Wald, wo sonst nichts war? Das war seltsam. Soweit ich mich erinnern konnte war hier weit und breit nichts. Doch je tiefer ich in den Wald hineinging desto stärker wurde der Plätzchenduft. Schließlich roch ich Zimt und Tannen und einfach Weihnachten. Sehen konnte ich allerdings noch nichts.
Wo kam dieser Geruch bloß her?
Ich suchte weiter und weiter, aber ich entdeckte nichts. Seltsam. Hier musste doch irgendwas sein. Und dann sah ich es. Den dampfenden Rauch, der über die Bäume aufstieg. Vielleicht von einem Backofen oder Kessel? Ich ging noch tiefer in den Wald hinein. Und bald wurde es vor mir immer roter wie bei einem Sonnenuntergang. Und schließlich schien ich mitten in der untergehenden Sonne zu stehen. Und mittendrin flogen Engel und überall dampfte es. Sie bemerkten mich erst gar nicht sondern buken einfach weiter. Doch dann wurde ich von einem Engel entdeckt.
„Ah, sie ist da“, verkündete der wunderschöne Engel mit heller Stimme. Sofort wurde ich von allen Engeln umringt.
„Unsere neue Bäckerin ist eingetroffen. Juhu“, jubelten sie, während ich sie verwirrt ansah.
Dann erklärten sie mir, dass nur die neue Bäckerin – also ich – den Weihnachtsduft riechen konnte und den Weg durch den Wald zu ihnen finden würde. Uns so lehrten sie mich die Kunst des Engelsbacken und erklärten mir, dass die Farben des Sonnenuntergangs im Dezember meistens von ihrer Bäckerei herkam. Denn bis Weihnachten hatten sie immer viel zu tun. Aber nicht immer konnten die Menschen das rot auch sehen.  Nur, wenn der Himmel es so wollte. Ich war begeistert und wollte unbedingt ein Teil dieser Engelsgemeinschaft sein. Und so unterzog ich mich den Engelsprüfungen. Zunächst musste ich natürlich meine Backkünste unter Beweis stellen, dann frugen sie mich nach Weihnachtstraditionen ab und schließlich musste ich sämtliche Engelsnamen aufsagen, die mir einfielen. Ich bestand die Prüfungen und war nun eine Engelbäckerin und war hellauf begeistert davon. Jetzt liebte ich Weihnachten nur noch umso mehr. Denn der Weihnachtsduft lag einfach immer in der Luft.

ENDE

Und, was meint ihr?

Viola Shipman – Engelsfunken

Story: 1 ++

Katie ist Dekoratieurin für Festtagsanlässe. Sie selbst möchte dieses Jahr allerdings kein Weihnachten feiern. Allerdings dekoriert sie für ihren Kunden Chad sein Haus. Kann sie den Weihnachtsglauben zurück bekommen?

Eigene Zusammenfassung

Charaktere: 1 +(+)

Katie: 1 +(+)

Ich mochte sie schon ziemlich gerne. Sie war eine Liebe und sehr fürsorglich. Sie war auch echt lieb zu Coop und Chad. Das mochte ich. Auch das mit der Weihnachtsdekoration fand ich ziemlich cool. Sie hatte was.

Chad: 1 ++

Den mochte ich ja schon unheimlich gerne. Er war schon ein echt lieber. Sehr süß und einfühlsam. Allerdings kann ich gar nicht so viel zu ihm sagen.

Cooper: 1 ++

Den fand ich auch sehr niedlich. Sehr süß und lieb. Er hatte schon was.

Claire: 1 (+)

Sie mochte ich auch ganz gern, kam aber wenig vor. Sie wirkte aber ein wenig quierlig.

Magnus: 1 (+)

Den mochte ich auch ganz gerne. Er kam zwar auch wenig vor, wirkte aber auch sehr sympathisch.

Tyler: 1 (-)

Auch andere Nebencharaktere fand ich gut, aber sie kamen halt wenig vor.

Pärchen/ Liebesgeschichte: 1 +

Katie und Chad.: 1 +

Die mochte ich ganz gerne zusammen und sie wirkten wirklich süß. Leider ging das irgendwie ein wenig unter und da kam nicht so wirklich was.

Besondere Ideen: 1 ++

Das war ja das weihnachtliche mit den Engeln dabei. Das mochte ich auch ziemlich gerne. Das war schon süß gemacht. Leider kam dadurch anderes zu kurz.

Parallelen: 1 +(+)

Die gibts ja zu anderen Weihnachtsbüchern. Das hier fand ich schon sehr süß, wenn auch zu kurz.

Rührungsfaktor: 1 +(+)

Der war auf jeden Fall vorhanden. Das war schon eine süße Geschichte, auch wenn man etwas mehr hätte rausholen können.

Störfaktor: 1 +

Ich fand das Buch viel zu dünn. So kam die Geschichte zu kurz. Sonst war es sehr süß. Nur die Liebesgeschichte kam zu kurz. Das hätte man ausbauen können und in einer Sache fehlten mir die Hintergründe.

Auflösung: 1 +(+)

Da hätte ich mir etwas mehr erhofft. Gerade auch bei der Liebesgeschichte. Aber auch ein paar Hintergründe mehr hätte ich  mir noch gewünscht.

Fazit: 1 +(+)

Ich mochte das Buch ziemlich gerne. Es war sehr schön weihnachtlich und auch sehr gefühlvoll. Ein bisschen kurz kam die Liebesgeschichte und eine Sache zum Hintergrund. Aber ich mochte die Charaktere und es kam auf jeden Fall Weihnachtsgefühle auf. Es war nur zu kurz.

Bewertung: 4,5/5 Punkte

Etüde 15.01.-2020: Gedankenstränge

abc.etüden 2020 37+38 | 365tageasatzaday

Hier gibts noch eine Etüde, denn die Wörter mag ich irgendwie.

Idee
engelhaft
vergraben.

Es war Herbst. Die Jahreszeit der bunten Blätter. Die Jahreszeit der Gemütlichkeit und im Herbst kamen auch immer meine neuen Ideen. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Meistens über Fantasywesen.

Diesmal waren Engel in mein Visier geraten. Ich liebte alles, was engelhaft war. Vielleicht Weihnachtsengel oder war das noch zu früh? Aber Engel hatten viel Potential und man konnte viel daraus machen.

Sie waren alle irgendwie in meinem Gehirn vergraben. Da war ich mir ganz sicher. Ich musste sie nur heraus holen. Und so schaute ich, was da so versteckt war. Ich schrieb einfach los.

Es waren einmal zwei Engel, die verirrten sich in den Herbst. Sie waren verwirrt, weil überall Laub lag und es gar nicht so kalt war. Eigentlich sollten sie doch erst im Winter auf die Erde kommen. Aber dann sahen sie das schöne bunte Laub auch endlich mal aus der Nähe und nicht nur von oben. Das sah so wunderschön aus. Vielleicht konnten sie ja den Weihnachtsmann überreden hier bleiben zu dürfen oder die Geschenke schon im Herbst zu verteilen.

Sie wollten im Herbst bleiben, denn hier war es so schön. Aber jetzt mussten sie erstmal gucken, dass sie wieder in den Himmel kamen. Und dann kam das Gespräch mit dem Weihnachtsmann.

Ende

Und, was meint ihr?

 

30 Day Challange Tag: 10: Buch aus deinem Lieblingsgenre

Bei der 30 Day Challange bin ich auch wieder mit dabei heute.

Ein Buch aus Deinem Lieblingsgenre

das sollte leicht sein, oder? Aber da muss ich mich erst mal für ein Lieblingsgenre entscheiden. Aber irgendwie bleibe ich immer wieder bei Fantasy hängen.

Cynthia Hand – Unerathly

Ich fand die Reihe total toll. Ich mochte aber auch die Engelsversion total. Aber auch die Charaktere waren toll. Mir hat das wie gesagt alles einfach sehr gut gefallen.

Und welches Buch habt ihr heute gewählt?

Lucifer: Staffel 3 Folge 21

Gestern habe ich wieder Lucifer gesehen.

Lucifer ging mir sowas von auf die Nerven. Der kapiert einfach nicht, was Chloe wichtig ist. Da kann er machen, was er will. Seine ganzen Aktionen waren ziemlich daneben.

Dass Dan auf Lucifers Seite stand fand ich aber auch seltsam. Aber er war ja noch nie ein Fan von Pierce.

Pierce fand ich eigentlich süß. Allerdings wusste ich auch nicht ob er es wirklich ernst meint oder nicht. Charlet dreht ja richtig am Rad. Gut, dass Pierce sie abgewiesen hat. Das war ja völlig durchgeknallt.

Maze geht für mich auch echt gar nicht mehr. Die denkt nur noch an sich und geht dafür über Leichen.

Das Ende war dann doch etwas überraschend mit Kain. Ich hätte auch mit einer anderen Antwort von Chloe gerechnet.

Blogparade 1: Beobachtungen: Eine Welt unter mir

So, mein Text zu der Blgparade ist fertig, aber es sind doch etwa 160 Wörter mehr geworden als angegeben. Ich hoffe das macht nichts.

Die Welt unter mir

Ich stehe am Rand der Welt und sehe nach unten. Der Anblick ist wunderschön und traurig zu gleich. Ich beobachtete die Miniaturwelt, die sich mir da bietet. Ich blicke auf blaue Seen, auf grüne Wiesen, auf hohe Berge und auf Schnee. Ich sehe Nacht und Tag und Wolken und Sonne und Regen und Blitze. Ich höre den Donner. Aber ich sehe auch Donner und Leid und Schrecken und Krieg. Es ist eine faszinierende Welt, die ich kaum erfassen kann. Ich fühle mich klein und unbeduetend. Ein Zuschauer, der von niemanden wahrgenommen wird.
Diese Welt ist so unglaublich groß. Wie kann eine einzige Welt so groß sein? Wie kann es so viele Menschen geben? Ich schhüttelte nur mit dem Kopf. Man hatte mir davon erzählt, aber ich will es mit eigenen Augen sehen. Deswegen habe ich den Antrag gestellt einen Blick auf die Welt der Menschen werfen zu dürfen. Aber ich bemerke, dass die bloße Beobachtung nicht reicht. Ich will dort sein. Ich will dort beobachten, aber das wird man mir nicht erlauben. Also bleibe ich wo ich bin. Wo ich den Blick auf eine ganze Welt richte. Eine Welt in der alles möglich ist mit tausend verschiedenen Sprachen. Atemberaubend.
Plötzlich tritt er neben mich und sieht mich an.
„Die Welt hat schon was, nicht wahr?“, fragte er.
„Ja, sie ist faszinierend“, bestätige ich.
„Du würdest sie gerne aus der Nähe sehen, oder?“, fragt er.
Ich nicke nur. Bringt ja doch nichts das zu verbergen. Er merkt es sofort.
„Die Erde ist ein faszinierender Plant. Perfekt um sie zu beobachten. Es gibt Menschen, die das All besuchen um zu forschen und sowas. Wir haben hier einen unvergleichbaren Aussichtspunkt. Sowas können sich die Menschen überhaupt nicht vorstellen. Sie würden vieles für so einen Aussichtspunkt geben und trotzdem noch normal atmen zu können.“
„Ich atme ja nicht“, erwiedere ich.
„Stimmt. Da ist was dran“, meinte er. „Aber die da unten tun es und deswegen würdest du auffallen.“
Da hat er Recht. Ich weiß das alles, aber die Sehnsucht bleibt. Und dann sehe ich es. Etwas, dass in eine menschliche Welt nicht gehört. So faszinierend sie auch ist. Ihm ist es auch aufgefallen.
„Was ist so faszinierend an der Welt der Menschen ausser die Pflanzen?“, frage ich.
„Die Lebewesen selbst“, antwortet er. „Die Natur kann noch so schön sein. Nichts ist faszinierender als die Menschen. Sie sind so vielseitig und komplex. Alleine ihere Körper.“
Vielleicht hat er recht. Ohne die Lebewesen wäre die Erde nur ein Planet wie jeder andere. Eine Wildnis und Verwüstung, aber die Menschen sorgen dafür, dass er bewohnbar bleibt. Und dennoch verstehe ich es nicht ganz.
„Aber wir haben doch auch einen Planten und wir haben doch auch ein Gehirn“, wende ich ein.
„Ja, aber ihrer ist einzigartig. Wir sind in deren Augen sogenannte Ausserirdische. Eine Bedrohung wie sie es nennen würden. Auch wenn wir eigentlich Engel sind und im Himmel wohnen“, erklärt er.
„Ausserirdische?“, wunderte ich mich. „Das ist doch verrückt.“
„Das würden die über uns auch sagen“, sagt er nur.
Da hat er wohl recht. Wie würden die Menschen uns wohl sehen, wenn sie von uns wüssten? Ich will vorerst Beobachter bleiben. Vielleicht werde ich die Erde ja eines Tages ja wirklich besuchen, aber noch ist es nicht so weit.

Ende

Das war meine kleine Geschichte zur Beobachtung. Fiel mir gerade so spontan ein.

die besten 5 am Donnerstag104: Fabelwesen in Bücher

Heute gibts wieder mit den besten 5 und mit dem Thema hatte ich schon gerechnet.

ERGOthek #123: Die 5 BESTEN Fabelwesen aus Büchern

Das ist so schwer, da es da bei mir viel vielseitiger ist als in Filmen und Serien.

Pan/ Elfenmeer/ Sommerlicht/ Plötzlich Fee/ HDR – Elfen/ Feen

Feen war schon immer meine liebsten Fantasywesen. Ich finde sie oft so edel und rein, aber sie können auch gefährlich sein und sind Meister der Magie.

Bin Hexen, wünscht mir Glück/ Bitter & Sweet/ Harry Potter  – Hexen

Harry Potter habe ich bewusst mal eher ausgelassen. Da könnte ich vermutlich schon allein eine Top Ten von Zauberwesen finden. Zauberer, Hippogreife usw. Aber bei dem Hauptthema musste ich sie aber trotzdem erwähnen. Richtig gut fand ich sie aber auch in den anderen oben genannten Büchern.

Unearthly – Engel

Engel find ich schon schön, aber wenige Versionen können mich überzeugen. In Unerathly find ich sie aber richtig gut. Das ist eines meiner Lieblingsbücher.

Talon/ Eragon – Drachen

Auch Drachen find ich durchaus faszinierend. Schon Saphira aus Evernight hatte was. Aber richtig gut hat mir die Version aus Talon gefallen als Drachenwandler, auch wenn mich das Buch selbst nicht immer überzeugen konnte.

Vampire – Biss/ Evernight

Vampire sind nicht mehr so meins, mag ich aber trotzdem noch ganz gern und besonders in dieser Version von Biss haben sie mir doch gut gefallen. Das war faszinierend.

Hab mich doch noch auf 5 einigen können. Welches sind eure 5?

Die Sache mit dem Rentier Teil 2

Und hier kommt schon der zweite Teil.

Die Sache mit dem Rentier Teil 2

Ich kam also bei den Weihnachtsleuten nicht so gut an. Trotzdem nahmen sie mich bei sich auf und gaben mir ein Zimmer. Ich war endlich allein. Allerdings war auch das Zimmer nichts besonders. Ein bisschen enttäuscht war ich schon. Dennoch war ich froh über ein Bett in das ich mich kuscheln konnte. Ich schlief sofort ein und dann träumte ich.
Ich träumte merkwürdige Sachen vom Weihnachtsdorf. Vor dem Haus waren viele Weihnachtsbäume aufgestellt. Dazwischen hindurch liefen die Rentiere und klingelten mit ihren Glocken. Darüber flogen die Engel. Es sah wahrhaft weihnachtlich aus. Sah so das Weihnachtsdorf wirklich aus? Wieso konnte ich es nicht im Wachzustand sehen? Es sah so wunderschön aus. Ich wollte es auch sehen. Ich wollte hierbleiben. Was war das denn für ein Traum?
Schweißgebadet wachte ich am nächsten Morgen auf. Was hatte ich noch mal geträumt? Ich konnte mich nicht mehr erinnern. Das war frustrierend, weil ich wusste, dass es ein schöner Traum war.
Wo war ich eigenltich? Ich lag in einem fremden Bett. So viel wusste ich. Aber was machte ich hier? Am besten ich stand auf um das heraus zu finden. Also rappelte ich mich hoch, ging ins Bad und machte mich fertig. Dann verließ ich mein Zimmer.
Auf dem Gang begegnete ich niemanden. Mittlerweile dämmerte mir aber wo ich war. Hier hing Weihnachtsdko im Gang herum. Hing die da gestern schon? Aber immerhin wusste ich wieder wo ich war. In dem Weihnachtsdorf. Ich hatte offenbar nicht geträumt. Es war wirklich wahr, dass ich auf einem Rehntier namens Rudi geflogen bin. Oh man. Ich dachte wirklich das sei nur ein Traum gewesen.
Fehlanzeige.
Deswegen ging ich ins Wohnzimmer. Den einzigen Ort, den ich von gestern her kannte. Allerdings machte ich mich damit nicht gerade beliebt. Alle sahen mich an. Alle waren da. Santa, Las und das Christkind und noch einige andere. Na toll. Mal wieder ins Fettnäppfchen getreten.
„Ähm, Guten morgen“, begrüßte ich die Sippschaft. Sie starrten mich alle nur an.
Es war Las, der mich schließlich angrinste. „Guten Morgen. Setzt dich doch.“
„Danke.“
„Hier bei uns gibts feste Zeiten“, donnerte Santa gleich los. „Frühstück um halb 8, Mittag um 12, Abendbrot um 18 Uhr. Morgens ist von 9 – 11 Unterricht, Nachmittags von 13 – 17 Uhr. Abend sitzen wir meist noch in Gesellschaft zusammen bis etwa 22 Uhr.“
„Santa, lass dem Jungen doch etwas Zeit. Er ist gerade erst angekommen“, mahnte Las ihn.
Santa schwieg daraufhin. Ich mampfte nur an dem Brot, dass ich mir gerade geschmiert hatte.
Chrissi sah mich lange an. Dann lächelte sie. „Aber Veränderungen gibt es schon.“
„Was meinst du?“, fragte ich sie.
„Waren die Bilder an der Wand gestern schon da?“, fragte sie mich zurück.
„Vermutlich nicht“, räumte ich ein.
„Nein“, stimmte sie mir zu.
„Und was bedeutet das?“, fragte ich sie.
„Sag du es mir“, forderte sie.
„Keine Ahnung. Ich habe von diesem Dorf geträumt. Es sah anders aus als jetzt“, gestand ich.
Jetzt sah Chrissi Santa an als wollte sie sagen: Hab ich dir doch gesagt. Jetzt wurde auch der wieder lebhafter und musterte mich genauer.
„Schildere mir von dem Traum“, forderte er.
Also erzählte ich ihnen, was ich gesehen hatte. Von dem Weihnachtsdorf, wie es wirklich aussah mit all seiner Schönheit.
Jetzt lächelte Santa sogar. „Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung. Probier doch mal das Zimtbrot. Vielleicht hilft es deiner Vorstellungskraft deinen Glauben anzuregen.“
Okay, das war schräg, aber vom Zimtbrot war ich nicht abgeneigt. Also nahm ich mir eins. Ich strich mir Butter und ein wenig milden Käse darauf. Es war lecker. Auch der Saft, den ich trank war lecker. Apfelzimtsaft.
Als alle das Mahl beendet hatten, gab Santa den Aufbruchsbefehl. Alle standen gleichzeitig aus. Ausser ich, der sich nicht auskannte.
Chrissi half mir aus. „Wir werden jetzt alle noch mal jeder was für sich machen. Um neun Treffen wir uns dann draußen vor der Tür.“
„Ähm, gut.“ Wenn meine Uhr richtig ging war es jetzt viertel vor neun. Da lohnte es sich nicht mehr wirklich was zu machen. Aber ich wusste auch nicht, wo ich für die viertel Stunde noch hin sollte. Also sah ich mir die Weihnachtsbilder an der Wand im Flur an. Sie waren wirklich alle sehr weihnachtlich. Die meisten zeigten Tannenbäume. Aber auf manchen waren auch Rentiere zu sehen. Oder das Weihnachtsdorf in all ihrer Pracht. Das war immerhin etwas, oder?
Dann begab ich mich nach draußen vor die Tür und wartete auf das, was da kommen mochte. Erst mal tat sich gar nichts. Doch schließlich kam Santa hinaus.
„Ah, wenigstens bist du pünktlich“, bemerkte er nur. „Also gut. Zuerst mal musst du an uns glauben. Das ist kein einfacher Schritt. Der Glaube ist so eine Sache. Man kann ihn nicht erzwingen, aber ich kann dir dabei helfen.“
„Und wie?“, wollte ich wissen.
„Rudi kennst du ja bereits. Du konntest ihn mühelos sehen. Eigentlich sehen ihn Menschen nicht. Das heißt ein bisschen Glaube steckt auch in dir. Hier sind noch andere Rentiere. Sie stehen in diesem Moment auf dem Gelände herum. Siehst du wo?“
Ich strengte mich an. Wirklich. Aber ich sah nichts. Unsichtbare Rentiere? Ich hatte gedacht, ich würde Rudi sehen wie jeder andere auch. Doch da hinten im Wald? War da nicht ein Schmemen? Da hatte ich definitiv was gesehen.
„Ich glaube da hinten ist etwas“, teilte ich dem Weihnachtsmann mit.
„Ah, das klingt doch gut. Ru, kommst du bitte heraus?“
Und dann sah ich ein Rentier und noch eins und noch eins und noch eins. Eine ganze Reihe von Rentieren. Es waren so viele.
„Ich sehe sie“, staunte ich.
„Das ist gut. Sehr schön“, freute sich Santa neben mir. „Das ist ein Anfang.“
Dann sammelten sich die Rentiere um uns. Wie im Kreis. Fasziniert beobachtete ich sie. Sie scharrten sich um uns.
„Sie mögen dich“, stellte der Weihnachstmann fest.
Ich lächelte. Ich mochte die Rentiere und Rudi erkannte ich sofort.
„Hallo Fremder“, begrüßte Rudi mich.
„Hallo Rudi. Schön dich zu sehen“, grüßte ich zurück.
„Schön, schön“, unterbrach uns Santa. „Aber siehst du auch die Tannenbäume um uns herum?“
Sah ich die Tannenbäume? Ich war mir nicht sicher. Sollte es nicht einfach sein Tannenbäume zu sehen? Es waren doch nur Tannenbäume? Fehlanzeige. Die Rentiere waren einfacher gewesen. Was war an diesen Tannenbäumen so besonderes? Aber ich schaffte es nicht. Wieso sah ich die Tannenbäume nicht.
„Du willst es zu sehr“, erklärte Rudi mir. „Denk an deinen Traum. Was hast du da gesehen?“
Und das klappte irgendwie. Plötzlich sah ich die Tannenbäume. Sie standen genau dort, wo sie in meinem Traum gewesen waren. Ich lächelte, weil es mir gelungen war.
Auch Santa schien mit mir zufrieden zu sein. Er lächelte. „Doch kein hoffnungsloser Fall, was?“
„Also wirklich, Santa. Was glaubst du denn, wen ich mitbringe? Ich weiß schon, was ich tue“, regte sich Rudi auf.
„Ja, ja. Schon gut. Wir werden sehen. Das ist erst der Anfang. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“
„Immer so mürrisch der gute Herr Weihnachtsmann“, äußerte sich ein anderes Rentier.
„Na ja, was soll man sonst machen, wenn man so lange lebt wie ich“, meinte er  nur. „Ich denke jetzt widmen wir uns aber erst mal den theoretischen Teil. Hier können wir morgen weiter machen.“
Uff, das war ja so gar nicht meins, aber ich folgte dem Weihnachtsmann brav wieder ins Haus und auch hier hatte sich schon wieder etwas verändert.

Fortsetzung folgt …

Engel backen Plätzchen – Abendrotspaziergang

Heute kommt mal wieder ein Beitrag aus dem Leben. Ich war nämlich heute Abend noch spazieren und musste feststellen, dass die Engel schon wieder fleißig dabei sind Plätzchen für Weihnachten zu backen. Ich durfte mich an einem traufhaften Abendrot beglücken bei gefühlten 25 Grad gegen halb 8/ 8 Abends. Danach wurde es ganz schnell dunkel und 8 Uhr Abends fühlte sich bei der Wärme an wie 10 Uhr Abends wegen der Dunkelheit eben.

Und Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten.

So schön kann die Heimat im September sein. Der Spaziergang tat mir gut, auch wenn ich die Wärme für September ungewöhnlich fand.