Hubertus Rufledt – Alisik 1 Herbst

Story: 1 +

Alisik ist tot. Sie bleibt auf einem Friedhof zurück. Dort sind auch noch andere ihrer Art. Sie helfen ihr sich in ihr neues totes Dasein einzuleben. Doch dann kommt Ruben auf den Friedhof und das ändert alles …

Eigene Zusammenfassung

Charkatere: 1 +(+)

Alisik: 1 +

Ich mochte sie sehr gern und sie tat mir leid. Sie musste erst mal damit klar kommen, was ihr passierte. Sie entwickelte sich.

Ruben: 1 ++

Den mochte ich sehr gern und er tat mir so leid. Sein Schicksal war schon heftig, aber eigentlich ist es ja gut, dass er einfach weiter macht.

Frings: 1 ++

Der war mein persönlicher Liebling.  Er war so lustig und hatte einfach was.

Ottie: 1 +

Die fand ich auch sehr süß. Sie war schon eine Liebe.

Der General: 1 +

Den mochte ich auch ganz gern, aber er kam weniger vor.

Sichel-Michel: 1

Den fand ich auch ganz interessant. Er hatte schon was.

Andere Charaktere: 1

Die waren auch ganz okay, aber nicht so bedeutungsvoll.

Pärchen/Liebesgeschichte: 1 ++

Ich fand Ruben und Alisik ganz süß zusammen, auch wenn da noch nicht viel war.

Besondere Ideen: 1 +++

Comics lese ich ja generell eigentlich nicht. Also ist das an sich schon mal besonderes. Dieses Bilder lesen das hat schon was. Und die Bilder waren auch noch wunderschön und bunt. Außerdem ist auch die Story an sich mal wieder was anderes und etwas schräg.

Erzählperspektive: 1 +

Meistens wird von Alisik erzählt. Manchmal aber auch von anderen. Das gefiel mir ganz gut.

Rührungsfaktor: 1 ++

Der war auf jeden Fall da, denn die Geschichte war sehr süß.

Störfaktor: 1

Es war einfach zu kurz. Plötzlich war es vorbei.

Auflösung: 1 (+)

Die war ziemlich mittendrin. Deswegen kann ich dazu gar nicht so viel sagen.

Fazit: 1 +(+)

Ich fand den Comic ziemlich süß. Die Thematik gefiel mir auch gut. Es war ein bisschen schräg und skurril, aber es hatte auch einfach was. Außerdem waren die Bilder einfach so wunderschön und auch noch farbig. Doch, der Comic war schon gut und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter lesen.

Bewertung: 5/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Wenn ihr auf Comics steht und das Thema euch anspricht versucht es ruhig hiermit.

Zwölftes Wort: Mittlerweile: Weihnachten in Island bei Tim und Elida (Teil 2)

Das zwölfte Wort ist

Da kannst du mal sehen was du angerichtet hast, Tarlucy 🙂 🙂 🙂

Statt an meiner Geschichte auf dem Block zu konzentrieren hab ich nämlich zweieinhalb Seiten von dieser Geschichte vorgeschrieben und ich muss sagen: Sie hat schon wieder viel zu viel Potential. Brr … Leider werde ich aber auch noch ein wenig rumgooglen müssen.

Weihnachten in Island bei Tim und Elida (Teil 2)

(Achtung! Ich weiß nicht ob das mit der Sache mit dem Frühstück stimmt. Hab da nur mal ein Bild gesehen, was mich dazu inspiriert hat. Es ist aber eher meine eigene Interpretation. Keine Ahnung, ob man das in Island wirklich so macht).

24. Dezember

Ich erwachte am frühen Morgen. Es war noch dunkel. Erst sieben Uhr. Im Winter war es in Island nicht so lange hell wie bei uns in Deutschland. Die Sonne ging erst zwischen 11 und 12 Uhr auf und am Nachmittag um zwischen vier und halb fünf wieder unter. (Quelle). Dafür war es aber auch im Sommer recht lange hell und nur für ein paar Stunden dunkel.
Als ich mich angezogen hatte und gewaschen hatte ging ich runter. Elida hatte schon einen Korb zusammen gepackt. Es wirkte wie bei einem Picknick.
„Essen wir denn nicht hier?“, wunderte ich mich.
„Wir brechen mittlerweile so früh auf, dass wir lieber am Grab unserer Toten frühstücken“, erzählte Elida mir knapp während sie die letzten Sachen zusammen packte.
„Ihr esst am Grab?“, wunderte ich mich.
„Das tun natürlich nicht alle Isländer. Manche kommen auch nur wegen der Lichter her, aber bei uns auf dem Friedhof hat sich das so eingebürgert.“
„Und du sagst unser Christkind sei seltsam“, murmelte ich. „Das ist irgendwie gruselig.“
„Nicht wirklich“, wehrte Elida meine Kritik ab. „Wir haben uns wohl schon zu sehr daran gewöhnt. Aber du wirst den Zauber unseres Brauches ja selbst sehen.“
„Lasst uns endlich aufbrechen“, fand Tim. „Wir sind spät dran.“
„Bist du warm genug angezogen?“, fragte mich meine Tante besorgt. „Es ist heute morgen sehr kalt draußen.“
„Ja“, nickte ich. Tatsächlich hatte ich an eine Strumpfhose und ein Unterziehshirt gedacht und darüber zog ich meinen warmen Mantel an und trug meinen Wickelschal um den Hals.
„Mütze fehlt“, fand Elida und leihte mir ihre. Sie selbst trug eine Art Monsterstirnband. Dann ging es auch schon los. Der Friedhof lag zwei Ortsschaften weiter. In der Nachtg hatte es geschneit und so zierte weißer Puderzucker die Straßen.
Auf dem Friedhof angekommen brachte ich nur ein heiseres „Wow“ zustande. Schon der halbe Friedhof war voller Lichter. Einige wurden noch angesteckt oder angeschlossen. Die Kreuze leuchteten meist in einem sanften gelb, aber auch hier und da war ein rot zu sehen und einmal sogar ein blauer Lichtschein.
„Oh nein, der Gunnar steht ja auf diese blauen Lichter. Das hatte ich fast vergessen“, stöhnte Tim genervt.
„Das vergisst du jedes Jahr“, erinnerte ihn Elida liebevoll. „Ich find das nicht schlimm und ich bin eine einheimische Isländerin.“
„Ich mag die einfach nicht, diese blauen Lichter“, sagte Tim entschieden.
Wir gingen ans Grab von Elidas Eltern. Sie waren beide schon tot. Sie hatten ein schlichtes Kreuz bekommen mit einer Eingravierung auf isländisch dabei.
„Was steht da?“, fragte ich. Ich brauchte nicht zu flüstern. Heute sprachen hier alle laut.
Hier ruhen Ryka und Baltasar in ewiger Liebe und ewigen Frieden„, las Elida mir vor.
„Das klingt schön“, fand ich. Elida nicke nur und fing an eine Decke neben das Grab auszubreiten. Sie hatte eine Stelle gefunden, die der Schnee noch nicht erreicht hatte und die Decke war dick genug um nicht gleich durchzuweichen. Außerdem packte sie ihren Korb aus. Ich fragte sie: „Waren deine Eltern beide Isländer?“
„Nein. Meien Mutter war Litaurin. Sie kam früh hierher um die Geschichte Islands besser zu verstehen. Ihre Mutter war nämlich Litauerin. Dabei lernte sie meinen Vater kennen“, erzählte Elida.

(Anmerkung von mir: Litauen passte für mich so gut, weil ich da wenigstens schon mal gewesen bin)

„Oh! Da hat sie aber eine weite Reise gemacht“, bemerkte ich.
Elida sagte nichts weiter dazu sondern begann zusammen mit Tim die Kerzen anzuzünden und stellten sie ums Grab herum auf. Außerdem schalteten sie auf einen Knopf und Lichter am Kreuz erleuchteten. Es sah wunderschön aus.

Plötzlich fiel mein Blick auf das Nahcbarsgrab. Dort saß ein einsamer Junge umgeben von vielen Lichtern. Er war blond und breitschultrig und soweit ich das an dem spärlichen Licht sehen konnte sah er ziemlich gut aus.
„Wer ist das?“, fragte ich meine Tante flüsternd.
„Du meinst Ryk? Er kommt jedes Jahr alleine hierher. Seine Eltern sind gestorben als er noch ganz klein war. Er lebt bei seinen Großeltern, aber er wird bald volljährig“, erzählte sie mir.
„Aber sie feiern doch mit ihm zusammen Weihnachten, oder?“, wollte ich wissen. Er tat mir irgendwie leid.
„Ich kenne seine Großeltern nicht so gut, aber ich habe gehört, dass sie kaum noch aus dem Bett rauskommen. Er versorgt sie.“ Wir sprachen beide leise, damit er nicht mitbekam, dass wir über ihn redeten.
„Das ist aber traurig“, fand ich. Ich hatte wirklich Mitleid mit ihm. Niemand sollte so Weihnachten feiern. Also fragte ich meine Verwandten: „Könnt ihr ihn denn nicht einladen?“
„Das steht uns wohl kaum zu. Wer soll dann seine Großeltern verorgen? Ich glaube, das würde er auch gar nicht annehmen.“ Elida fühlte sich bei dem Gedanken sichtlich unwohl.
Ich seufzte traurig: „Kann ich mich mit ihm unterhalten?“
„Er kann kein Deutsch“, erwiederte Onkel Tim prompt.
„Das weißt du doch gar nicht. Vielleicht hatte er es als dritte Fremdsprache in der Schule. So wie unsere Emma“, wiedersprach Elida ihm.
„Emma hatte es nur, weil sie einen deutschen Vater hat“, erklärte Tim seiner Frau. „Du weißt doch selbst, dass gerade bei uns auf den Dörfern dritte Fremdsprachen nicht so beliebt ist.“
„Aber es könnte sein“, sagte Elida bestimmt.
„Du kannst es versuchen“, lenkte Tim schließlich ein.
„Aber erst sollten wir frühstücken“, beschloss Elida.
„Für mich bitte nur Tee“, bat ich. „Ich fürchte, ich kriege hier keinen Bissen runter. Ich frühstücke zu Hause.“
Elida sah mich missbilligend an, reichte mir aber die Tasse mit dem Weihnachtstee. Dann ging ich zu Ryk und begrüßte ihn mit einem isländischen „halló“.
Er sah mich überrascht an und ich fragte ihn: „Kannst du englisch oder deutsch?“
„Ein wenig von beidem“, nickte er auf englisch und so kamen wir ins Gespräch …

Fortsetzung folgt …

Anmerkungen:

owei, owei. Da hab ich doch gestern abend eigentlich schlafen gehen wollen und da kam die zündende Idee für die Friedhofsszene und ich schrieb gleich noch etwa zweieinhalb Seiten auf dem Blog und diese Idee hat auch noch richtig Potential.

Und das Problem ist die Weihnachtstradition von Island hat auch richtig Potential. Je mehr ich darüber lese desto besser gefällt sie mir.

Aber wie gesagt. Vieles ist einfach freie Interpretation. Im Internet ist ja auch nicht immer alles richtig und ich hab keine eigenen Erfahrungen zu Island.

Und was sagt ihr bisher so?