Die Welt bei Nacht Teil 9

Und hier kommt ein neuer Teil von der Nacht.

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Die Welt bei Nacht Teil 9

Luisa

Nach dem Frühstück ließ Norina uns alleine und Niklas führte mich in die Bibliothek. Sie war riesig und als Bücherwurm liebte ich sie sofort. Für mich war das der einzig helle Ort in dieser dunklen Nacht.
„Liest du gerne?“, fragte er neugierig während er mich in eine gemütliche Ecke führte. Wir setzten uns in die Sessel. Es schien fast als könnte ich die Bücher flüstern hören.
„Ich lese für mein Leben gerne“, antwortete ich.
„Dann haben wir was gemeinsam“, stellte er fest. „Ich habe schon immer gerne gelesen.“
„Du wolltest mir alles erzählen“, erinnerte ich ihn.
„Richtig. Das wollte ich. Alles, was ich weiß“ Er seufzte kurz und sammelte sich dann. Ihm schien eine Erinnerung eingefallen zu sein. „Als ich hierherkam war ich auch erst verwirrt. Mich hat keiner angeleitet. Ich habe jeden Tag in der Bibliothek verbracht und den ganzen Tag gelesen. Schlauer wurde ich trotzdem nicht. Schließlich erkundete ich ein wenig die Gegend. So entdeckte ich den Ort. Dort traf ich auf einen alten Mann. Er wirkte älter als die Zeit selbst. Er sah mich und bat mich in sein Haus. Dort erklärte er mir alles. Er erklärte mir, dass ich nun der Prinz der Dunkelheit sei. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeuten sollte. So wirklich weiß ich das immer noch nicht. Er sagte mir ich sei hier, weil ich in meiner Welt gestorben sei. Doch so richtig tot war ich eigentlich nicht. Das sagte ich ihm auch. Er bestätigte es, aber erklärte es würde noch dauern bis ich in meine Welt zurückkonnte. Und selbst dann konnte ich nicht für immer bleiben. Ich brauchte ziemlich lange um das zu verstehen. Nun ging ich jeden Tag zu dem Mann und wir unterhielten uns stundenlang. Irgendwann konnte ich halbwegs akzeptieren wie mein Leben jetzt aussah. Ich gewöhnte mich daran.“ Er machte wieder eine Pause und sah mich direkt an. „Wir sind Nachtkinder. Wir kommen nicht direkt nach unseren Tod hierher, aber die Menschen sehen es so. Es gibt nur wenige bei denen es anders ist.“
„Norina“, murmelte ich.
„Ja“, betätigte er.
„Aber du hast gesagt ich kann zurück. Wenn ich mich erinnere, was passiert ist“, sagte ich dann.
„Weil du in der Zeit geboren bist. Du bist jünger als ich. „Ich kann dir ein Leben erst dann wieder ermöglichen, wenn du dich erinnerst. Ich dagegen kann nie mehr zurück.“
Ich konnte nicht erkennen ob er das bereute oder nicht.
„Und wie kann ich mich erinenrn?“, fragte ich.
„Da gibt es mehere Fatkoren. Mit Hilfe von Magie der manchmal reicht auch nur ein Traum aus. Vielleicht sollten wir erstmal schauen woran du dich erinnerst.“
„Okay. Das klingt gut. Jetzt waren wir auf dem richtigen Weg. Keine Ahnung. Als ich hier auftauchte war Neujahr. So viel weiß ich. Ich weiß nicht mal wirklich, was ich an Silvester gemacht habe. Ich glaube ich war alleine, aber wieso war ich dann in einem Auto? Am Tag davor war ich mit meiner besten Freundin unterwegs.
Wir wollten eigentlich Silvester zuammen verbringen, aber ihr ist etwas dazwischen gekommen. Ich weiß nicht mehr was.
Und das frustierte mich noch mehr. Das konnte doch nicht sein. Ich musste mich doch erinnern.
„Okay. Das ist doch schon was. Vielleicht ist deine Freundin von Bedeutung, weil du dich an sie erinnerst. Das ist mehr als zu ewarten war. Daran können wir arbeiten, denke ich.“ Niklas wirkte im Gegensatz zu mir zufrieden.
„Es ist viel zu wenig“, beschwerte ich mich.
„Nein, es ist gut“, wiedersprach er. „Das Gehirn ist eine komplexe Sache. Ich hatte nicht erwartet, dass du dich sofort an alles erinnerst.“
„Was meinst du denn wie lange das dauern wird?“, wollte ich von ihm wissen. Ich wollte nach Hause.
„Das weiß ich nicht“, gab er zu. „Das kommt drauf an wie komplex deine Erinnerungen noch in deinem Gehirn sind.
„Wir versuchen es erstmal so. Wenn das nichts bringt nehmen wir uns die anderen Methoden vor.“
„Und wenn das auch nichts bringt? Wie willst du denn mein Gedächtnis anregen?“
Es war nicht seine Schuld, dass ich hier war. Das sagte ich mir immer wieder. Ihn hatte es viel schlechter getroffen. Er konnte gar nicht mehr von hier weg. Nicht wirklich.
„Vielleicht sollten wir spazieren gehen und uns unterhalten. Manchmal hilft das schon“, schlug er vor.
Ich blieb skeptisch. „Aber hier ist es dunkel. Da finde ich wohl kaum Inspiration.“
„Die dunkle Welt hat mehr zu bieten als du glaubst“, erwiederte er ruhig.
„Na gut. Versuchen wir es“, gab ich schließlich nach. Was blieb mir auch anderes übrig?
Als wir draußen waren musste ich feststellen, dass er recht hatte. Die Luft tat mir gut und ich atmete tief ein. Wir gingen ein wenig durch den Schlossgarten. Viele der Blumen leuchteten. Der Mond schien ebenfalls am Himmel.
Niklas konnte meinen Blick vermutlich nicht richtig sehen, aber er hatte meine Reaktion gemerkt und grinste deswegen.
„Die Monde hier sind so eine Sache. Sie sind nicht wie in eurer Welt“, erklärte er.
„Habe ich bemerkt“, staunte ich. Den Blick hatte ich immer noch auf den Mond gerichtet, der da doppelt am Himmel schien.
„Also, wie war dein Leben?“, fragte er geradeheraus.
„Ach, nichts ungewöhnliches“, winkte ich ab. Endlich wand ich meinen Blick von dem seltsamen Mond ab und sah Niklas an. Sein Gesicht leuchtete im Schein der Blumen und des Mondes. „Ich habe eben gelebt. Ich bin in die Schule gegangen, ins Kino und so. Was man eben so macht.“
„Und du hattest eine Familie“, ergänzte er und klang dabei irgendwie traurig.
„Ja“, bestätigte ich. „Nachdem mein Bruder gestor …“ So konnte ich das nicht machen. Wenn ich meinem Bruder glauben konnte saß er gerade neben mir. „Nachdem wir dachten du seist tot hat Mama ihr bestes gegeben um mir ein gutes Leben zu bieten. Und das hatte ich. Das hatte ich wirklich.“
Er schwieg daraufhin eine ganze Weile. Mir wurde langsam unbehaglich zu Mute.
„Tut mir leid“, sagte ich schließlich.
„Welche Filme magst du am liebsten?“, ohne auf meine Entshuldigung zu reagieren.
„Harry Potter, Liebe braucht keine Ferien, Ziemlich beste Freunde“ zählte ich auf. „Kennst du sie?“
Er schüttelte mit dem Kopf. „Ich war nur ganz selten im Kino. Nur manchmal, wenn ich ganz viel Sehnsucht nach dem richtigen Leben hatte.“
Natürlich. Ich blöde Kuh. Was hatte ich denn bitte erwartet? Ich unterdrückte ein erneutes „Tut mir leid.“
Er schien mein Unwohlsein zu bemerken, denn er kapierte sofort. „Ich bin nicht der Meckertyp. Ich nehme es wie es kommt. Und diese Welt ist einfach unglaublich. Sie hat so viel zu bieten. Ich war noch jung als ich hierherkam. Ich war länger hier als in der anderen Welt. Hier ist mein zu Hause, aber …“
„Aber irgendwie vermisst du das andere Leben trotzdem“, führte ich seinen Satz fort. „Das ist okay. Ich kann dich verstehen. Mir würde es nicht anders gehen.“
„Ja, vielleicht hast du Recht“, meinte sie zustimmend.
„Du scheinst ein gutes Leben gehabt zu haben“, stellte er fest.
„Ja, und ich will es zurückhaben“, sagte ich.
„Das kann ich verstehen.“
Und dann wirkte er irgendwie traurig. Verständlicher Weise. Ich genoss unser Gespräch sogar. Ich fing an Niklas zu mögen. Leider brachte unser Ausflug nicht die gewünschte Erinnerung zurück. Vielleicht strengte ich mich nicht genug an oder ich ging es falsch an. Jedenfalls hatte ich keinen Erfolg. Was war mit mir passiert? Ich gehörte nicht hierher. So viel wusste ich.

Fortsetzung folgt …

Lance und Shailene Teil 8: Dornröschens Vogel

Und jetzt kommt schon der nächste Teil von Lance und Shailene. Hätte ich ja gar nicht gedacht, dass ich den diese Wochen noch schaffe. Auch hier kommt eine alte Aufgabe vom Writing Friday.

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Lance und Shailene Teil 8 Dornröschens Vogel

Achtung: hier wird es leicht düsterer

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt „Dieser kunterbunte Vogel konnte nicht anders als ….“

Shailene

Dieser kunterbunte Vogel konnte nicht anders als gegen unsere Fensterscheibe zu fliegen. Ich hatte sihn schon während unseren Erzählungen bemerkt, aber geflissentlich ignoriert, weil ich so von Clarissas Geschichte gefangen war. Wir hatten alle an ihren Lippen gehangen und jetzt war es muchsmäuschenstill im Raum.
Lance fing sich als erster wieder. „Aber wieso habt ihr überhaupt im Untergrund gelebt und wovor seit ihr geflohen?“
„Ich komme aus einer ganz anderen Zeit und es ist schwer zu erklären“, fand Clarissa. „Wir leben in einer düsteren Zukunft. Tyrannische Herrscher, die alle Geschwister ausrotten wollen. Tristan hatte seine Schwester schon verloren. Jetzt war es nur eine Frage der Zeit bis Jack oder ich an der Reihe waren. Vermutlich eher ich, weil ich die Jüngere war. Jack hatte gute Chancen jetzt zu überleben, doch vermutlich würde man sie in Arbeitslager schicken und das wäre sein sicherer Tot. Dante ist Einzelkind und es hat sich herausgestellt, dass er ein Spion der Regierung war. Er hatte eine Weile unter uns gelebt.“
„Das ist schrecklich“, rief ich entsetzt. „Oh, mein Gott, Clarissa. Was für eine grausame Welt.“
„Ich weiß, aber so sah mein Leben aus. Wir mussten uns immer verstecken und immer auf der Hut sein. Es gab nur noch so wenige Geschwisterpaare.“
„Und dein Bruder und dein Freund sind noch da?“, fragte ich sie bedrückt.
Sie nickte. „Freiwillig hätte ich sie niemals verlassen. Das wussten sie.“
„Deine Welt ist zwar seltsam, aber dein Tristan erinnert mich an meinen Carter“, seufzte Dornröschen nun.
Lance und ich warfen uns einen ratlosen Blick zu und dann fiel mein Blick wieder auf den komischen Vogel. Er flog immer noch gegen die Scheibe.
„Was will der nur?“, seufzte ich genervt.
„Ich glaube der will rein“, bemerkte Lance und sah mich fast ängstlich an.
„Oh, nein, Lance. Vergiss es“, machte ich ihm sofort klar. „Wir nehmen nicht auch noch einen Vogel auf. Unter keinen Umständen.“
Jetzt ging Dornröschchen zum Fenster und sah sich den Vogel genauer an. „Ich glaube er ist verletzt. Hey, vielleicht ist er eigentlich ein Mensch und verwandelt sich zurück.“
Ich rollte genervt mit den Augen. Unser Dornröschchen hatte eindeutig zu viele Märchenfilme gesehen. Vor allem mit der Serie Once upon a time.
„Sowas gibt’s bei uns nicht, Dornröschchen. Vögel verwandeln sich nicht einfach in Prinzen“, erklärte ich ihr sanft.
„Aber wenn er verletzt ist müssen wir ihn aufnehmen“, warf Lance ein, ging zum Fenster und öffnete es. Na toll.
Dornröschchen nahm den Vogel sofort hoch und küsste ihn probehalber auf den Kopf. Es passierte zwar nichts, aber sie war trotzdem begeistert und sang für ihn. Das wurde ja immer besser.
Natürlich behielten wir den Vogel. Dornröschchen hatte ihn längst ins Herz geschlossen und nannte ihn Pip. Doch ich bestand darauf den Käfig in ihr Zimmer zu stellen. Schließlich wollte sie den Vogel haben. Das machte ihr allerdings gar nichts aus. Auch Clarissa war skeptisch wegen dem Vogel.
„Werde ich jetzt jeden Morgen von diesem Vogel geweckt?“, fragte sie wenig begeistert.
„Wenn du Pech hast schon“, bestätigte ich ihr ihre Vermutung.
„Dornröschen ist schon eine seltsame Märchenfigur, oder?“, wollte Clarissa dann von mir wissen. Eine, die aus ihrem Märchen gepurzelt ist. Sie liebt Märchenserien, aber erkennt Robin Hood nicht. Und jetzt taucht auch noch dieser komische Vogel auf.“
Das hatte sie wirklich gut zusammen gefasst.
„Gibts in deiner Welt Märchen?“, fragte ich sie nun, da ihr Dornröschens Welt offenbar etwas sagte.
„Ja, aber nur online. Bevor ich hierher kam habe ich noch nie ein echtes Buch gesehen. Wir hörten davon, aber wir haben den Gerüchten nie geglaubt.“
„Tja, jetzt weißt du, dass es sie gibt“, sagte ich. „Alles, was wir hier haben kannst du gerne lesen.“
„Das wäre schön. In ein paar habe ich schon mal einen Blick reingeworfen“, entgegnete mir das junge Mädchen glücklich.

Fortsetzung folgt …

Was meint ihr?

Lance und Shailene Teil 7: Verloren in der Zukunft

Es ist endich so weit. Ein neuer Teil von Lance und Shailene ist fertig. Es hat etwas gedauert. Auch weil ich einen Datenverlust hatte und weniger Zeit, aber jetzt ist er da.

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Lance und Shailene Teil 1 – 6: Klick

Es ist eine alte Writing Friday Aufgabe, aber als ich sie geschrieben habe war sie aktuell.

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt: „Jack griff nach seinem Schwert und zögerte dennoch, denn …“ beginnt

Teil 7 Verloren in der Zukunft

Jack griff nach seinem Schewert und zögerte dann, denn er hatte ein zu gutes Herz. Er konnte es nicht tun. Er konnte niemanden verletzten. Nicht mal jemanden, der uns alle in Gefahr gebracht hatte.
Wir waren nämlich eine Untergrundorganisation in London. Dazu gehörten Tristan, Jack, Dante und ein paar andere Jugendliche. Und Dante hatte uns alle verraten. Als wir das merkten folgten wir ihn und fingen ihn ab um noch mehr Chaos zu bringen. Und jetzt waren wir hier außerhalb der Höhlen und hielten Dante gefangen. Doch was konnten wir tun?
„Wir müssen fliehen“, überlegte Jack. „Sonst schnappen sie uns auch.“
„Es ist nicht klug Dante am Leben zu lassen“, überlegte Tristan dann.
„Ich werde ihn nicht umbringen. Ich kann es nicht“, stellte Jack fest und ließ das Schwert sinken. Dann sah er mich an. „Tut mir leid.“
„Schon gut. Ich verstehe das“, versicherte ich ihm.
„Und was jetzt? Wo sollen wir hin?“, fragte Jack verzweifelt. Er sah Tristan fast flehend an. Als hätte er eine Lösung für alles.
Tristan dachte tatsächlich darüber nach. „Ich habe doch diese Zeitmaschine gebaut. Damit kann einer von uns durch die Zeit reisen, aber nicht mehr.“
„Funktioniert sie?“, fragte Jack besorgt.
„Ich habe sie noch nicht getestet, aber ich denke schon.“
Da sahen die beiden mich vielsagend an.
„Auf keinen Fall. Ich werde nicht durch die Zeit reisen. In welches Jahr wollt ihr mich überhaupt schicken?“
Tristan sah unsicher zu Dante, aber der war sicher immer noch k. o. Er würde nichts mitbekommen.
„2019.“ Tristan flüsterte dennoch.
„Bist du bekloppt?“, entfuhr es mir. Das ist das Jahr in dem alles Übel angefangen hat.“
„Ich weiß“, sagte Tristan. „aber weiter geht die Maschine nicht in die Zeit zurück und alles andere ist gefährlich.“
„Auf keinen Fall“, wiederholte ich entschlossen.
„Doch, du wirst es tun“, erklärte Jack mir eisern. „Für unsere Eltern. Dann bist wenigstens du in Sicherheit.“
Unzufrieden seufzte ich. „In Sicherheit. Ja klar. Ich will euch nicht alleine lassen.“
Jetzt kam Tristan zu mir, nahm mich in seine Arme und drückte mich an sich. „Clarissa, tu es wenigstens für mich. Es ist deine einzige Chance.“
Verdammt. Damit hatte er mich und das wusste er auch. Verzweifelt klammerte ich mich an ihn.
„Wo hast du die Maschine?“, fragte Jack leise.
„In einem Versteck ausserhalb der Stadt“, antwortete Tristan.
„Bring sie dahin und tu es“, bettelte Jack ihn an. „Ich bleibe bei Dante.
„Du willst bei Dante bleiben?“, fragte ich zweifelnd. „Und das soll gut gehen?“
„Ich bekomme das schon hin“, versicherte er mir. „Zur Not bluffe ich.“
„Jack!“, rief ich entsetzt. Mein naiver, dummer Bruder.
„Wichtig ist nur, dass du in Sicherheit bist.“ Jack sah mich eindringlich an.
„Und was ist mit euch? Man wird euch nicht einfach in Ruhe lassen“, protestierte ich.
„Wir kommen klar“, versicherte Jack mir. „Seit nur vorsichtig.“
Und so rannte ich praktisch zu meinem Bruder und umarmte ihn heftig. Er drückte mich fest an sich.
„Ich habe dich lieb, kleine Schwester. Vergiss das nie.“
„Ich dich auch. Deswegen ertrage ich den Gedanken auch nicht dich nie wieder zu sehen.“
„Alles wird gut“, versprach Jack mir.
Dann zog Tristan mich sanft von ihm.
„Komm, wir sollten los bevor in der Stadt die Hölle losbricht.“
Und so löste ich mich schweren Herzens von Jack und warf ihm einen letzten Blick zu. Ich musste für immer ohne ihn leben.
Doch Tristan führte mich sicher aus der Stadt heraus. Es ging immer durch die Tunnel. Dort unten trauten sich nur noch wenige hin. Außerdem hätte Jack mich niemand anderen als Tristan anvertraut. Deswegen war es kein Wunder, dass wir sicher zu der Zeitmaschine kamen. Keine Ahnung wie Tristan es gemacht hatte, aber die Maschine befand sich in einem abgesicherten Raum.
Jetzt wurde es wohl Zeit sich auch von Tristan zu verabschieden. Das war noch schwerer als von Jack. Tristan hatte mir in den letzten Jahren so viel gegeben. So viel Zeit, Hoffnung und Freude und vor allem seine Liebe.
Bei dem Gedanken ohne ihn zu gehen bekam ich Panik. Tristan, ich kann das nicht. Ich kann dich nicht verlassen. Ich will das nicht. Ich liebe dich.“
Tristan versuchte wie immer tapfer zu sein. „Du schaffst das. Dann kannst wenigstens du leben. Ich würde es nicht ertragen, wenn du sterben müsstest. Bitte, Lissa. Für mich.
„Du bist ein Idiot, weißt du das?“ Ich versuchte nicht allzu bitter zu klingen. „Wieso schickst du nicht Jack weg? Wir hätten sein Leben retten können.“
„Wir drehen uns im Kreis“, erinnerte er mich sanft. „Bitte lass es. Es ist so schon schwer genug.“
Und so fielen wir uns in die Arme und ich drückte ihn so fest an mich wie ich konnte. Ich schluchtze an seiner Schulter. Eine Weile ließ er es geschehen. Dann schob er mich sanft von sich. Nur um mich im nächsten Moment an mich zu ziehen und zu küssen. Unsere Küsse wirkten so verzweifelt und leidenschaftlich.
„Ich liebe dich. Vergiss das nie“, flüsterte er mir ins Ohr.
„Ich liebe dich auch.“
Wir stahlen uns ein paar letzte Küsse und eine Umarmung. Dann schob er mich von sich.
„Bitte geh jetzt da rein“, bat er mich.
„Ich kann immer noch nicht fassen, dass du das tust. Du bist so ein verdammter Idiot.“
„Aber dann bin ich immerhin ein Idiot, der dich rettet“, erwiederte er.
Mir blieb wohl nichts anderes übrig als in die blöde Zeitmaschine zu steigen.
Von außen sah sie aus wie eines von unseren fliegenden Autos in silber. Innen gab es nur einen Sitz und ganz viele Knöpfe zum Drücken.
„Schnall dich an“, wies Tristan mich an. „Gib die Zahl 2019 ein. Den Rest erledige ich von draußen.“
Ich tippte die Zahl ein, doch ich bekam wieder Panik. Ich wollte das alles nicht. Doch bevor ich noch irgendwas sagen konnte schloss sich die Zeitmaschine und kam in Bewegung. Es ging los. Und so landete ich auf der Wiese des Kostümballs.
Verdammter Idiot. Ich vermisste Tristan und Jack jetzt schon.

Forsetzung folgt …

Was meint ihr?

Alt Writing Friday: Die Welt bei Nacht Teil 2

Zehn Tage ist es her, dass ich den ersten Teil gepostet habe. Ich wollte schon längst diesen hier posten, aber ich war noch am 3. Teil abschreiben und bin ich auch immer noch. Aber hier ist jetzt Teil 2:

Hier findet ihr den ersten Teil: Teil 1

Die Grundidee für diesen 2. Teil stammt aus einer Januaraufgabe vom Writing Friday.

 

Luisa erwacht am Neujahrsmorgen und kann sich kaum an Silvester erinnern. Was ist passiert?

Luisa Heute

Teil 2

Ich wachte auf. Es war ein fremdes Bett, wo ich drin lag. Ich verstand nicht was passiert war. Wo war ich? Draußen wirkte es dunkel, aber es war Tag. Da war ich mir sicher. Heute war Neujahr, aber was ist an Silvester gewesen? Ich hatte gar nicht groß gefeiert. Ich hatte nur mit Freunden was gegessen. Verwirrt stand ich auf. Ich trug ein Nachthemd. Hatte ich es mir selbst angezogen? Das konnte ich mir kaum vorstellen. Jedenfalls konnte ich mich nicht mehr daran erinnern.
Ich sah mich im Zimmer um. Es sah schick aus. Einladend und alt. Nicht protzig, aber mit antiken Möbeln. Ich sah einen Schrank. Zu dem ging ich und ich sah mich dort um. Es hingen nur Kleider drin. Alle Farben waren dunkel. Ich wählte ein blaues aus. Es war hübsch mit Perlen und Fransen. Mein dunkles Haar ließ ich offen.
Kaum war ich fertig angezogen klopfte es an der Tür. Unsicher rief ich: „Ja?“
Die Tür wurde von dem schönsten Mädchen geöffnet, dass ich je gesehen hatte. Es hatte seidenblondes Haar und strahlend blaue Augen. Sie trug ein traumhaftes blaues Kleid mit Spitzen.
„Hi, es freut mich, dass du wach bist. Mein Name ist Norina. Niklas erwartet dich bereits.“
„Niklas?“, fragte ich verwirrt.
„Der Prinz der Nacht“, antwortete Norina als sei das das selbstverständlichste auf der Welt. „Wegen ihm bist du doch hier.“
„Ich weiß nicht wer das ist. Ich weiß nicht mal wie ich hierherkam“, gestand ich ihr.
„Nein. Natürlich nicht. Na komm. Am besten bringe ich dich zu Niklas. Er wird es dir erklären.“
Ich folgte ihr. Ich hatte kaum eine andere Wahl, aber ich fragte mich wie sie so ruhig sein konnte. Ich war innerlich total aufgewühlt.
Wir wanderten durch gefühlt tausend Gänge. Ich hätte den Weg zu meinem Zimmer wohl alleine nicht mehr gefunden. Alles an dem Schloss war edel und schön und in nachtblauen und leuchtenden Farben gehalten. Dann führte sie mich in einen riesigen Raum, der wohl als Wohnraum gelten sollte. Hier standen Sessel und Sofas querbeet herum. Der einzige Mensch im Raum stand allerdings am Fenster und war ein Mann. Ich konnte ihn nur von hinten sehen, aber er wirkte groß.
„Niklas, Luisa ist da“, kündigte Norina mich an.
Und dann drehte er sich um. Er war wunderschön mit kurzen schwarzen Haaren, blauen Augen und einem trainierten Körper. Er trug eine Jeans und ein weißes Hemd.
„Natürlich ist sie da.“ Er lächelte. „Hallo.“
„Hallo“, grüßte ich zurück. Ein Gefühl, dass ich ihn schon mal gesehen hatte kam über mich, aber ich wusste nicht woher es kam.
„Du erinnerst dich nicht, oder?“, fragte er nur.
Ich schüttelte mit dem Kopf.
„Nun, das war zu erwarten gewesen. Setz dich lieber. Ich bin dein Bruder. Norina, bleib ruhig. Bitte.“ Das alles sagte er in einem Atemzug. Auch dass Norina sich zurück ziehen wollte hatte er bemerkt. Seine Augen waren überall. Also setzten wir uns alle drei.
„Mein Bruder?“, wunderte ich mich. „Das kann nicht sein. „Mein Bruder ist gestorben als ich klein war.“
„Das hat man dir erzählt“, bestätigte er. „Aber ich bin nur in die Nacht gewechselt. Ich bin nie richtig gestorben.“
Das musste ich erst mal verarbeiten. Das konnte nicht sein.
„Aber wieso bin ich hier? Ich bin nicht tot. Ich bin nicht gestorben“, erinnerte ich mich dann plötzlich.
„Nein, aber du bist wie ich in die Nacht gewechselt. Du hattest einen Autounfall. Jetzt erinnerst du dich vielleicht nicht, aber das wird zurück kommen.“
Wenn er das sagte. Ich wusste nicht wieso ich ihm vertraute, aber ich tat es. Allerdings konnte ich das nicht wirklich verarbeiten. Deswegen lenkte ich vom Thema ab.
„Und was ist mit Norina“, fragte sie nur. „Ist sie auch in die Nacht gewechselt?“
„Nein.“ Er seufzte. Er merkte, dass ich das alles noch nicht glauben konnte. „Sie ist meine Gefährtin. Ich bin ihr zufällig begegnet. Mehr oder weniger.“
Was immer das heißen mochte.
„Und was bedeutet das für mich? Muss ich immer hier bleiben?“
„Das liegt an dir. Zunächst solltest du dich an dein Leben erinnern. Dann kannst du entscheiden ob du bleiben möchtest oder nicht.“
„Und wie soll das gehen?“, war meine nächste Frage.
„Ich helfe dir dabei“, bot er mir an.

Fortsetzung folgt …

Corlys Themenwoche 68.3.: Familie: Geschwister?

Und schon gehts weiter mit meiner Themenwoche. Habt ihr eigentlich Ideen für ein Thema für nächste Woche? Ich habe glaub ich noch was notiert, aber für Themenvorschläge bin ich immer zu haben.

Mittwoch: Habt ihr Geschwister und wie viele? Versteht ihr euch?

Ja, ich habe eine große Schwester und wir verstehen uns gut und standen uns auch eigentlich immer schon recht nah.
Wir haben halt auch lange im selben Haushalt gewohnt und tun es seit Jahren auch wieder. Es gab aber auch eine Zeit wo wir beide nicht zu Hause gewohnt haben oder nur sie nicht zu Hause gewohnt hat. Da habe ich aber auch bei ihr mal Urlaub gemacht und sie kam wirklich auch oft nach Hause.

Das witzige ist, dass wir beide immer einen großen Bruder (oder zumindest einen Bruder) wollten und keiner von uns hat einen bekommen. Wie blöd. Aber wir Schwestern verstehen uns gut (wie Schwestern halt so sind). Das ist die Hauptsache. Es gab nie eine Zeit wo wir überhaupt keinen Kontakt zueinander hatten.

Und wie ist das bei euch so?

Die nächsten Fragen:

Donnerstag: Habt ihr eine große oder kleine Familie? Gefällt es euch so.
Freitag: Wen zählt ihr alles zu eurer Familie?
Samstag: Was ist euch wichtiger? Familie oder Freunde und wieso?

Bones: Staffel 4: Folge 8 + 9

Bones habe ich gestern auch wieder gesehen und fand die zwei Folgen sehr gut.

http://vignette2.wikia.nocookie.net/bones/images/e/e7/Bones-logo.jpg/revision/latest?cb=20120327150956&path-prefix=de

Letzte Woche fand ich es ja eher schwach. Diese Woche gefielen mir die Folgen wieder besser. Es war auch wieder persönlicher.

Die erste war mit der gruseligen Frau und die 2. mit Booth Bruder.

Angela htte mal was mit einer Frau und dann auch noch mal. Offenbar hat es aber ja nicht funktioniert. Ich hoffe ja, dass sie irgendwann wieder mit Hodgins zusammen kommt.

Der Fall mit der Autokunst und der Leiche war krass. Wie skrupellos muss man sein? Aber interessant gemacht.

Dann kam Booth Bruder ins Spiel. War ja richtig interessant. Ich fand es nur blöd, dass Bones ihn geküsst hat. Armer Booth. Das behagte ihm offenbar nicht. Aber Booth Bruder war ja offenbar auch nicht ohne und das hat Bones ja auch irgendwann erkannt. Übrigens fand ich es cool, dass er von Brandon Fehr verkörpert wurde.

Der Fall war ebenfalls krass und interessant.

Viel interessanter fand ich aber, dass Clark wieder da ist. Das find ich klasse. Ich mag den irgendwie.

Am besten fand ich aber wieder Sweets. Der hat es mir ja irgendwie angetan. Interessant wie er seiner Freundin sagte, dass sie unerwünscht sei, aber gute Taktik. Die war aber auch anstrengend.

Die ersten drei Wörter, die mir dazu einfallen:

Liebesbeziehungen, Offenbarungen, Familie

Lieblingscharaktere:

Angela
Bones

Booth
Sweets
Hodgins