Writing Friday: Blue, Window, Bookless und Wardrope unter sich

Und wieder ist ein Writing Friday und ich bin mit dabei. Leider hab ich das am Freitag verschlafen, aber jetzt kommt es noch.

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Deine vier Wände unterhalten sich darüber, dass du nun so viel zu Hause bist. Über was plaudern sie? Schreibe einen kreativen Dialog. 

Wand 1: blaue Wand
Wand 2: Fensterwand
Wand 3: Bücherregalwand
Wand 4: Kleiderschrankwand:

Wand 2: He, Blue. Findest du es nicht auch blöd, dass Corly ständig zu Hause ist?

Wand 1: Ne, Window. Eigentlich find ich es ganz cool. So ist es nicht so langweilig.
Aber sie könnte etwas mehr TV gucken. Leider kann ich das immer nur im Spiegel von ihrem Kleiderschrank sehen, aber Dowonton Abbey fand ich neulich ziemlich cool.

Wand 3: Ach, was soll das denn mit dem TV? Bücher sind gefragt. Ich habe so viele tolle Bücher an meiner Wand, dass ich da immer wieder genug interessantes zu hören bekomme.

Wand 2: Ich auch und ich kann deine ganzen Bücher sehen, Bookless. Das ist so cool und so schön anzusehen.

Wand 1: Ach, ihr seid langweilig. Ich sehe eure Bücher auch, aber ich will TV gucken. Das ist viel interessanter. Da sieht man doch viel mehr.

Wand 3: Also, ich sehe tagsüber genug, wenn ich aus dem Fenster sehe. Zumindest wenn Corly die Blesses nicht so weit oben hat. Da sehe ich oft die Kinder im Garten und andere Menschen aus dem Dorf.

Wand 2: Sag, doch auch mal was, Wardrobe. Du bist so still. Wem stimmst du zu? Bücher oder TV?

Wand 4: Ach, ich liebe es, wenn Corly zu Hause ist. Dann ist sie öfter an ihrem Computer und ich kann perfekt beobachten was sie da macht und sie macht immer ganz interessante Sachen, sag ich euch. Aber das könnt ihr ja auch eigentlich alle sehen. Übrigens fänd ich es schön, wenn hier mehr Musik laufen würde. Es ist immer so ruhig bei ihr.

Wand  2: Nicht, wenn sie putzt. Dann hört sie Musik. Aber ja, mehr Musik könnte nicht schaden. Ihr Geschmack ist da ja ganz gut. Selbst wenn sie so viel da ist, ist es so ruhig hier, weil sie immer schreibt oder liest. Außer der Fernseher ist mal an.

Wand 2: Oder die Kinder ihrer Schwester sind zu Besuch. Dann ist es auch immer laut.

Wand 3: Oh, ja. Besonders bei der Kleinen.

Wand 4: Also, eigentlich haben wir es doch gut bei Corly. Sie hat nicht viel Besuch, aber wenn wer da ist, ist es interessant. Außerdem können wir ja auch mitlesen, was sie schreibt und liest.

Wand 1: Da hast du recht. Und Corly ist ja eigentlich immer recht viel zu Hause. Da ändert sich nicht so viel. Das sind wir gewöhnt.

Wand 3: Also Blue, du brauchst dich gar nicht zu beschweren. Es wird nie langweilig und hin und wieder bekommst du auch dein Fernsehen.

Wand 1: Ja, ist ja schon gut. Ich sag ja gar nichts. Wir hätten es schlimmer treffen können, oder?

Alle drei anderen Wände nicken zu stimmend und schreien: „Ja.“

Wand 1: Also sind wir alle weiter zufrieden und beobachten Corly. Das ist doch super. Da sind wir uns ja einig.

Ende

Und, was meint ihr?

Kapitel 6 Ausgefragt

Das Gespräch mit Robin war ganz interessant gewesen. Er hatte viel mit mir gemeinsam und war auch eher der ruhige Typ. Er hatte nur die Fragen von der Aufgabe gestellt. Darüber war ich ganz froh.
Die erste Frage war welchen Menschenname ich hatte. Neal. Dann wurde mich gefragt, was ich am liebsten in meiner Freizeit machte. Ich war viel draußen und ich erfand neue Wörter einer Geheimsprache, die ich mal erfunden hatte. Bei Robin war es Fußball. Er liebte diesen Sport offenbar.
Dann wurde nach Musik und magischen Talenten ge-fragt. Ich erzählte ihm, dass ich wenig Musik hörte, aber wenn dann Elfenbands. Hexenmusik war auch nicht schlecht. Wobei Hexen am liebsten Liebeslieder sangen oder Technomusik machten. Bei ihm war es Dance-Musik aus der Menschenwelt. Was die magischen Talente anging, hielt ich mich vage. Ich erzählte nur von meinem Schwertkampftalent. Robin erzählte was davon, dass er besonders begabt in magischen Sport war. Sonst sagte er auch nichts.
Mein magisches Lieblingstier war das Kaninchen. Es gab Kaninchen in unserer Welt, die die Farbe wechseln konnten, sobald sie unter Regenbögen standen. Und es waren wirklich leuchtende Farben. Robins war ein ganz normaler Fuchs aus der Menschenwelt. So ein richtiges magisches Lieblingstier hatte er wohl gar nicht.
Und wie ich mich in sechs Wörtern beschreiben wür-de? Solche Fragen hasste ich, aber ich beantwortete sie trotzdem. Ich war sanft, ruhig, nicht so gesellig, liebevoll, geheimnisvoll vielleicht und einsam. Robin erzählte mir dass, oft leicht aufgedreht war, oft amüsant, sehr interessiert in vielen Sachen, recht gut schulisch bedingt, eher der logische Typ und sportlich.
Ich beobachtete öfters wie Emma und Mianna sich unterhielten. Sie schienen vollauf ins Gespräch vertieft zu sein. Ich war ehrlich gesagt vor Mianna etwas geflohen. Ich hatte gespürt, dass sie mich gerne bei diesem Spiel kennengelernt hätte, aber ich war noch nicht bereit dafür gewesen. Ich war feige. Tja, typisch für mich.