Montagsfrage 82: Klischees in Büchern

Heute gibts wieder die Montagsfrage und ich bin mal wieder mit dabei.

Die Montagsfrage #73 — Welche Klischees haben für euch wirklich ausgedient?

Da gibts sicher einige und die Frage ist auch sicher nicht mehr neu.

Mädchen darf alles, wenn Junge sich beschwert, gibts Zickenkrieg

Das find ich ätztend. Mädchen darf rumzicken bis zum geht nicht mehr und trietzen und fies sein. Aber wehe Junge währt sich mal. Dann ist es gleich Drama pur. Als dürften Jungs nie was sagen. Das geht mir auf den Keks. Jungs haben genauso Gefühle wie Mädchen. Das ist nichts anderes.

Junge und Mädchen müssen das ganze Buch über getrennt werden

Das ist ein altbekanntes Klischee. Lasst das Pärchen bloß nicht zusammen sein. Lieber so viele Missverständnisse wie möglich. Sonst könnte das ja zu uninteressant werden. Das ist nichts für mich. Ich will was von dem Pärchen haben.

Das Mauerblümchen kriegt den Mädchenschwarm

Alla Bella und Edward. Die unscheinbare verschreckte, oft sogar unbeliebte kriegt den Mädchenschwarm, den alle wollen. Das kommt auch häufig vor. Es stört mich nicht direkt, aber es ist schon sehr auffällig und wird oft übertrieben.

Sicher gibts noch viel mehr, aber ich belasse es mal dabei. Wie ist das bei euch so?

 

Etüden 5 – 2020: Der rote Sonnenuntergang

Heute gibts wieder die Etüden und die Wortspende gibts sogar von mir. Hier kommt meine Geschichte.

abc.etüden 2020 10+11 | 365tageasatzaday

Sonnenuntergang
warm
fliegen.

Der rote Sonnenuntergang

Es war warm. Der Sommer war da und alle Leute waren draußen. Ich liebte diese Zeit, denn ich war selbst gerne draußen. Am liebsten aber Abends bei Sonnenuntergang. Das war die romantischste Zeit des Abends. Ich verbrachte sie auch gerne alleine.

Und als ich diesmal auf der Wiese saß und den Sonnenuntergang beobachtete, schweiften meine Gedanken ab. Es war warm und ich krempelte meine Ärmel hoch. Ich sah die Vögel fliegen und die Mücken tanzen. Es war ein Bild der vollkommenen Entspannung.

Und dann ging die Sonne unter und der Himmel blutete. Ich zog diesen Anblick in mich auf und schoss wie immer ein paar Fotos. Doch dann veränderte sich etwas. Jemand kam aus dem Sonnenuntergang heraus getreten. Ich sah verwirrt zu der Gestalt, die langsam näher kam. Es war ein Junge so schön wie die Sonne selbst.

„Wer bist du?“, fragte ich ihn.
„Ich bin der Sonnenuntergang“, antwortete er schlicht.
Verwirrt sah ich ihn an und fragte: „Was?“
„Komm mit, ich zeige es dir“, versprach er mir und hielt mir seine Hand hin. Und so nahm ich sie und er führte mich in die Tiefen des Sonnenunterganges. Und seitdem lebte ich im Sonnenuntergang und genau dort gehörte ich hin. Hier war ich glücklich und frei. So sollte es sein. So war mein Leben genau richtig. Immer der Sonne entgegen.

Ende

Und was meint ihr?

Writing Friday: Der Libellenjunge

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Gänsehaut, Libelle, rundherum, aufgeschrieben, 5 Jahre

Eine helle Sommerwiese breitete sich vor mir aus. Ich legte mich auf eine Decke und genoss die Sonne. Es war so schön hier. Ich liebte diese Zeit, wenn es ruhig war und ich erholen konnte. Das bereitete mir eine Gänsehaut.
Ich holte mein Buch aus der Tasche und fragte mich ob ich nicht zu entspannt zum Lesen war. Doch dann klappte ich es auf und versank in der Geschichte. Es ging um einen Jungen, der das Mädchen seiner Träume fand und es dann wieder verlor. Ich mochte den Jungen so sehr.
Plötzlich sah ich eine Libelle vor meinem Auge. Fasziniert betrachtete ich sie. Sie hatte kleine, zerbrechliche Flügel. Sie waren von einem sanften hellblau und sie zirpte. Es sah aus als wäre ein Flügel angeknackst.
„Oh, was ist denn mit dir passiert?“, fragte ich. Die Libelle setzte sich auf meinen Arm und fühlte sich ganz zart an. Es kribbelte ein wenig dort, wo sie saß. Und dann flog sie weg. Ich sah auf meinem Arm und bemerkte leichte, blaue Linien darauf.
Und dann stand plötzlich ein Junge vor mir. Verwundert starrte ich ihn an.
Er sah so unwirklich aus. Mit seinen blauen Haaren und dem wohlgeformten Körper wirkte er wie aus einer anderen Welt. Er sah mich die ganze Zeit nur an und ich starrte zurück.
„Hallo“, versuchte ich zaghaft eine Unterhaltung aufzubauen.
Er starrte mich nur weiterhin an.
„Wer bist du?“, fragte ich weiter.
Er reagierte immer noch nicht.
Ich seufzte frustriert. Wer war er?
Und dann kam er auf mich zu. Mir stockte der Atem. Plötzlich war er so nah. Er berührte mein Mal und nun drangen Bilder in mich ein. Ich sah ihn wie er mich schon länger beobachtete. Er zeigte mir wie ich auf der Wiese saß und las. Das machte ich so oft wie möglich. Und dann kam mir die Erkenntnis.
„Du bist die Libelle.“ Es war keine Frage sondern eine Feststellung.
Der Junge zeigte mir ein weiteres Bild von mir. Ich sah die Libelle. Die Szene war erst vor kurzen passiert. Ich hatte die Libelle entdeckt. Ich lächelte ihn an und dann nahm er meine Hand.
Und dann war ich plötzlich an einem anderen Ort. Ich stand auf einer Wiese. Um mich herum schwirrten Libellen. Neben mir stand der Junge und lächelte mir zu.
„Hi, ich bin Sam“, stellte er sich mir vor. „Und wie heißt du?“
„Sina“, antwortete ich überrascht. „Wo sind wir hier?“
„In meiner Welt“, antwortete er. „Eine besondere Welt.“
„Was bedeutet das?“, fragte ich.
„Komm, ich zeig es dir“, sagte er nur. Und dann liefen wir über die Wiese. Ich rannte wie ich nie zuvor gerannt war. Die Libellen folgten uns und überall, wo sie lang flogen, blühten bunte Blumen. Ich lachte und fühlte mich frei.
Der Junge beobachtete mich. Er warf mir ständig Blicke zu.
Als wir wieder bei unserem Ausgangspunkt angekommen waren, lachte ich.
„Das war toll“, fand ich.
„Und genau das ist meine Welt“, versuchte er zu erklären. „Hier ist alles möglich.“
Nun wurde ich traurig. „Aber ich gehöre nicht hierher.“
„Du könntest jederzeit wieder kommen“, schlug er hoffnungsvoll vor.
Dem stimmte ich zu. Das wollte ich unbedingt. Und so kam ich fast jeden Tag hier her. So oft wie möglich. Ich erlebte jeden Tag diese Magie voller Möglichkeiten.
An einem Tag wanderten wir durch die Berge und an einem anderen saßen wir an einem See und genossen die warme Sonne auf unseren Gesichtern. Mal reisten wir durch ferne Länder und mal wanderten wir durch die heiße Wüste. Ich erlebte viel mit Sam an meiner Seite. Rundherum waren es tolle Erlebnisse.
Doch irgendwann tauchte Sam nicht auf und ich blieb alleine. Ich kam immer noch jeden Tag zu der Wiese, aber Sam blieb verschwunden. Ich hatte Notizen für ihn aufgeschrieben, falls er doch noch kam, doch es tat sich nichts. Ich wurde einsam und zog mich in mich zurück. Doch dann lernte ich plötzlich einen Jungen kennen. Einen echten Jungen. Er erinnerte mich in vielerlei Hinsicht an Sam. Ich lebte glücklich, wenn auch kinderlos. Manchmal glaubte ich auf seinem Arm ein Schimmern zu erkennen. Es wirkte wie die Farben einer Libelle. Ein Lächeln huschte dann auf mein Gesicht, auch wenn wir nie darüber sprachen. Aber ich war mir sicher. Mein Mann war der Libellenjunge von vor fünf Jahren, und das machte mich glücklich.
Selbst in unserem Garten sammelten sich die Liebellen und er ging jeden Tag zu ihnen. Er war mein Leben und meine Freude. Für immer.

Ende

So, eine weitere Geschichte ist geschrieben. Was meint ihr?

Blogparade: Kettengeschichte

Hey, ihr Schreiberlinge. Macht ihr mit bei meiner Blogparade Geschichte?

Mal eine ganz andere Blogparade?

Ich dachte mir ich geb einen Satz vor, dann noch einen mit Lücken und dann führt ihr die Sätze weiter. Jeder schreibt einen Satz und einen Lückensatz und dann kommt der nächste dran.

Tut es im Kommentar oder auf eurem Block und verlinkt ihn mit meinem Beitrag. So entsteht dann sowas wie eine Kettengeschichte. Ich werde natürlich teilweise auch noch mitschreiben und mir durchlesen was ihr geschrieben habt. Mal sehen was bei rauskommt.

An einem lauen Sommerabend stand ich am rauschenden Meer und sah diesen Jungen auf mich zukommen (aus dem Wasser!)

Seine _______ Augen sahen aus wie salzige Sterne und seine wunderschöne helle Haut ___ .

Jetzt seit ihr dran meinen Satz auszufüllen und die Geschichte fortzusetzen. Ich hoffe echt ihr habt Lust dazu. Nicht, dass das wieder so eine Beitragsleiche wird.

Zur Fortzsetzung gibts jetzt gleich zwei Versionen. Sucht euch aus womit ihr weitermachen wollt.

von Stopfi:

Seine goldbraunen Augen […] helle Haut leuchtete. Sein Lächeln war unbeschreiblich. In dem Moment fuhr der Wind durch sein ______ Haar und er sah mich an und rief:”_____”

von Missi:

Seine braune Augen sahen aus wie salzige Sterne und seine wunderschöne helle Haut spiegelte die Sonne in winzigen Wassertröpfchen wieder, die, wie zufällig, auf seinem Körper klebten.
Seine _______ Haare waren klitschnass, doch ich war mir sicher, dass sie trocken ________ aussehen würden.

Ich mach das jetzt doch einfach mal weiter. Ich mag beide Ergänzungen. So kommen wir doch wieder auf einen Nenner oder? Jetzt können wir mit einer Version weiter machen.

Stopfi:

In dem Moment fuhr der Wind durch sein strubbeliges Haar und er sah mich an und rief: „Hallo!“
Ich war wie erstarrt, denn seine Erscheinung war so perfekt und wirkte irgendwie unnatürlich.

Missi:

Seine strubbeligen Haare waren klitschnass, doch ich war mir sicher, dass sie trocken perfekt aussehen würden.
Er sah mich an und rief: „Hallo!“, aber ich war wie erstarrt, denn seine Ernscheinung war so perfekt und wirkte irgendwie unnatürlich.

Wer war er und wo ___?

Tarlucys Ergänzung von Stopfi:

In dem Moment fuhr der Wind durch sein lockiges Haar und er sah mich an und rief: „Wer bist Du!“
Ich war wie erstarrt, denn seine Erscheinung war so perfekt und wirkte irgendwie unnatürlich.

Meine Ergänzung:

Er blickte mich interessiert an. Und in diesem Moment wurde mir klar – ich starrte ihn an und wurde ganz verlegen.

Irgendwie war etwas besonderes an ihm, ich konnte es mir selbst nicht erklären.

Tarlucys Lücken

Wenn er sich bewegte, wirkte es so geschmeidig und er machte mich einfach zu einem Trottel, der starrte und stotterte.

Tarlucys Vorgabe:

Seine glänzende Haut und sein schelmisches Lächeln liessen mich _____. Ich versuchte mich ____. (mein neuer Part mit meiner Ergänzung)

 

 

Gottwins Lückenfüllung bei Tarlucy:

Er blickte mich erwartungsvoll an. Und in diesem Moment wurde mir klar – ich starrte ihn an und fühlte mich verunsichert.

Oh Gott, meine Idee war wohl doch nicht so schlau wegen den vielen Doppelpost. Hätte nicht gedacht, dass es so kompliziert wird. Ich werde das dann auf jeden Fall noch mal alles zusammen zu den einzelnen zugehörigen Texten abschreiben.

Das Mädchen und der Junge

Es war einmal ein Mädchen, dass in der Welt der Feen lebte. Es sollte in eine Zauberschule in die Menschenwelt gehen und dort spezielle Magie lernen, die in der Feenwelt so nicht geschult wurde.

Das Mädchen verliebte sich in einen ruhigen, geheimnisvollen Jungen. Später stellte sich heraus, dass das Mädchen und der Junge enger mitieinander verbunden sind, als sie zunächst annahmen.

Das Mädchen lernte auch mehr über ihre Familie, denn das was sie einst annahm, war falsch. Ihre Familie war viel mehr als nur einfache Feen und auch sie war so viel mehr.

In der Schule fand das Mädchen auch Freunde. Und ihre Familie erweiterte sich ausserdem.

Doch auch eine Gefahr stand dem Mädchen bevor, die sie zusammen mit dem Jungen bewältigen sollte. Dabei halfen ihnen erwachsene Feen, Elfen und Sterne.

Der Junge hatte eine Familie, die ziemlich zerbrochen war. Er hatte einen schlimmen Verlust erlitten und deswegen kaum Jemanden an sich heran gelassen. Doch bei dem Mädchen war es irgendwie anders. Bei ihr fühlte er anders. Er fühlte sich endlich wieder lebendig.

Der Junge ging mehr auf andere zu und kapselte sich nicht mehr so ab. Er fand in dem Mädchen seine große Liebe. Und beide erfuhren mehr über den anderen.

Doch obwohl der Junge jetzt das Mädchen hatte, trauerte er immer noch sehr um den Menschen den er verloren hatte und der ihm viel bedeutete.

Ich hab überlegt, wie ich meine Charaktere beschreibe, ohne große Spoiler einzubringen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es fast unmöglich ist. Also hab ich gedacht, ich kann es vielleicht in Märchenform machen und muss so vielleicht gar nicht alle Namen nennen. Sondern erzähle so mit Hilfe der Charaktere auch gleich ein bisschen von meiner Geschichte. Mal sehen, wie das so funktioniert.