Strandwege Teil 9

Und nun kommt ein neuer Teil meiner Strandgeschichte.

Strandwege Teil 9

Den zweiten Leuchtturm besuchten wir auch noch und der war genauso schön wie der erste. Er stand verlassen am Rand einer Wiese. Janne erzählte mir, dass hier mal mehr Leute lebten, es jetzt aber ein verlassenes Gebiet war. Nur sein Licht leuchtete in der Nacht noch für die Boote.
„Und jetzt?“, fragte Janne als wir uns auf den Rückweg machten. „Möchtest du diese Bootstour machen?“
„Eigentlich möchte ich lieber in den Ort gehen. Ich würde mich gerne wärmen und dem Souvenierladen deiner Schwester einen Besuch abstatten. Da gibts jeden Tag ein Pixiebuch, wenn man etwas kauft.“
„Pixiebücher sind natürlich viel roamantischer als eine Bootstour“, neckte er mich.
„Ach, ich habe den ersten Teil schon gelesen und der hat mir gut gefallen. Ich habe das Gefühl, dass da auch ein Leuchtturm drin vorkommt.“
„Ich habe bereits alle Teile gelesen und kann bestätigen, dass ein Leuchtturm darin vorkommt“, teilte Janne mir mit.
„Du hast alle Teile gelesen?“, staunte ich.
„Da bist du beeindruckt, was? Aber was erwartest du? Meiner Schwester gehört der Laden.“
„Auch wieder wahr.“
Und so schlenderten wir in den Ort und dort wirkte gleich alles wieder viel weihnachtlicher. Ich war froh als wir Claras Laden betraten. Wärme schlug mir entgegen.
„Oh!“ Clara war überrascht. „Das mein Bruder diesen Laden betritt ist aber eine Seltenheit.“
„Ebenfalls Hallo“, meinte Janne unbeeindruckt. „Wir sind wegen der Pixiebücher gekommen.“
„Ach, wegen der Pixiebücher. Verstehe. Na dann. Geht doch einfach ins Hinterzimmer und zieht eure Jacken aus. Dann könnt ihr ein wenig bleiben“, schlug sie vor.
Also führte Janne mich ins Hinterzimmer. Es waren ein paar Kunden im Laden, sodass Clara noch beschäftigt war. Das Hinterzimmer war groß und gemütlich und voller Kartons. Außerdem gab es einen Schreibtischbereich. Wir entledigten uns Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe und ich zog auch noch meine Weste aus. Mit meiner Tasche gingen wir wieder in den Laden und sahen uns um.
„Also, was möchtest du denn haben? Jeden Tag eine Kleinigkeit, was?“, fragte er mich.
„Sowas in der Art. Von Deko kann man nie genug kriegen“, fand ich.
Aber noch stach mir nichts besonderes ins Auge. Es gab einfach viel zu viel hier. Auch Janne stöberte etwas herum. Ich guckte mal bei den Schlüsselanhängern. Vielleicht konnte ich meine Sammlung erweitern und tatsächlich fand ich einen mit einer kleinen Kuschelmöwe dran.
„Volltreffer!“, grinste ich zufrieden.
Janne kam agwöhnisch näher und musterte meine Wahl. Dann murmelte er nur etwas, das verdächtig nach „Frauen!“ klang.
Wir gesellten uns wieder zu Clara an die Verkaufsteheke und sie packte mir meinen Anhänger, nachdem ich ihn bezahlte, in eine kleine Tüte. Dann packte sie das Pixiebuch dazu und außerdem Schokolade.
„Bekomme ich auch Schokolade?“, fragte Janne gewinnend.
„Du hast nichts bezahlt“, blieb Clara hartnäckig.
Wir plauderten noch etwas und dann zogen wir uns wieder an und gingen raus.
„Wir könnten ja erst mal Mittag essen“, bemerkte er und so gingen wir in sein Lokal. Dort legten wir ebenfalls unsere Jacken im Hinterzimmer ab, setzten uns an einen Tisch und bestellten unser Essen.
Zuerst kamen die Getränke und so unterhielten wir uns bis das Essen kam.
„Also, wir können immer noch mit dem Boot fahren“, bot er mir an.
„Sind da bei diesen Temeperaturen nicht Eisschollen oder so?“, fragte ich argwöhnisch.
„Wir sind hier an der Nordsee und nicht in der Antarktis“, klärte er mich auf . „Bei solchen Temperaturen macht das hier noch nichts aus. Wir müssen nur auf Ebbe und Flut achten, aber keine Angst. Ich kenne den Gezeitenplan.“
„Na, dann bin ich ja beruhigt.“ Ich rollte mit den Augen.
„Alternativ hätte ich noch eine Wattwanderung im Angebot.“ Er zwinkerte mir zu.
„Na schön“, gab ich schließlich nach. „Dann eben die Bootsfahrt.“
„Du tust so als wäre das eine Bestrafung für dich“, beschwerte er sich.
„Ich will nur nicht efrieren“, teilte ich ihm mit.
„Keine Angst. Wirst du nicht. Da werde ich aufpassen“, versprach er mir.
Einige Minuten führten wir ein Blickduell. Dann gab ich endgültig nach. „Ist ja schon gut. Du hast gewonnen.“
„Du wirst es nicht bereuen“, versprach er mir.
„Ich werde dich danach daran erinnern.“
Als uns zum zweiten mal Getränke gebracht wurden meinte Timothy mit strahlenden Lächeln. „Ihr zwei seid so süß. Ihr müsst unbedingt zusammen kommen.“
„Sie ist eine Urlauberin und steht nicht so auf meine Küsse. Ich glaube, das wird nichts“, bemerkte Janne nur.
„Er hat mich als wir auf dem Leuchtturm waren gefragt ob er mich jetzt küssen muss damit es romantischer wird“, teilte ich Timothy mit.
„Oh, men Gott, Janne. Das geht ja gar nicht. Noch unromantischer gehts wirklich nicht. Brauchst du einen Kurs bei mir in Sachen Romantik?“ Es war fast schon zu süß wie entsetzt Timothy war. Ich musste richtig schmunzeln nd war gespannt darauf, was mein Gegenüber von sich geben würde.
„Lass mal stecken, Tim“, winkte dieser ab. „Ich krieg das schon alleine hin.“
Zweifelnd sah ich ihn an. „Na, da bin ich aber gespannt.“
„Ich habe nicht gesagt, dass ich es bei dir ausprobieren will. Du willst mich ja nicht küssen“, meinte er nur.
„Vielleicht sollte ich dir dann den Kurs in Romantik geben“, überlegte ich.
„Am besten wir beide zusammen“, mischte sich Timothy ein. Ich mochte den Typen jetzt schon.
Janne stöhnte. Dann wandte er sich an seinen Mitarbeiter. „Hast du nichts besseres zu tun als anderen Leuten Kurse in Romantik anzubieten? Zum Beispiel die Theke putzen, oder so?“
„Ich bin schon unterwegs“, meinte Timothy in besten Manieren und schwirrte davon.
„Ich mag deinen Mitarbeiter“, stellte ich fest. „Du solltest ihn als Mitarbeiter des Monats kühren oder so.“
„Bei nur zwei Mitarbeitern lohnt sich das nicht. Tim kann einem tierisch nerven, aber er ist schon okay“, sagte er nur.

Fortsetzung folgt …

So, und noch ein Teil ist fertig. Es wird, es wird. Was meint ihr?“

Strrandwege Teil 4

Und schon kommt der nächte Teil meiner Geschichte.

Strandwege Teil 4

Die Leuchttürme hatte ich nicht geschafft, aber ich hatte ja noch Zeit. Das Strandcafe hatte ich ebenfalls nicht entdeckt, aber die Empfhelung für Jannes Imbiss war klasse gewesen.
Schon als ich reinkam tönte mir Weihnachtsmusik entgegen. White Christmas und andere klassische Weihnachtslieder im ruhigen Ton. Die Wände waren kitschig weihnachtlich geschmückt und mit blauen Lichterketten dekoriert. In einer Ecke stand ein Holzweihnachtsmann, der eine rote Pudelmütze aufhatte. Ich trat an die Theke und der Mann davor fragte mich: „Was möchten Sie bestellen?“
Ich sah mir die Speisekarte an und bestellte: „Pommes mit Gnocchi und Frischkäse.“
„Eine gute Wahl“, bemerkte Tim anerkennend. „Und zu trinken?“
„Eine Fanta.“
„Gerne. Ich bringe es dann zu Ihrem Tisch.“ Und so suchte ich mir einen Tisch aus.
Allerdings hatte ich dann nichts anderes zu tun als hin und her zu gucken. Timothy brachte mir aber bald mein Getränk. Dann sah ich aus dem Fenster, aber da passierte nicht viel. Es fing aber zu schneien an und hörte auch sobald nicht auf. Bald darauf kam ein großer Mann mit seltsamen Outfit ins Lokal. Er sah sehr nass aus. Timothy bemerkte das auch.
„Oh, man Janne. Du musst dir wirklich mal angewöhnen hier nicht in dem Outfit reinzukommen. Du tropfst alles nass.“
„Das hier ist mein Lokal. Da kann ich machen was ich will“, gab der Mann zur Antwort.
Janne? Moment. Das war Janne? Stimmt. Die Klamotten hatte ich schon mal gesehen.
„Aber du musst es nicht säubern“, protestierte sein Mitarbeiter.
„Klappe Timothy“, brummte Janne und dann fiel sein Blick auf mich. „Ach, sie an. Die Urlauberin.“
„Ach, sieh an“, gab ich zurück. „Der Mann in der Regenjacke.“
„Sie haben mein Lokal gefunden?“, fragte er erstaunt.
„Ihre Schwester hat es mir empfohlen.“
„Kluge Frau.“ Dann wandte er sich wieder an Timothy. „Tim, kannst du mir einen Kaffee machen?“
„Nur, wenn du dich duscht und umziehst. Ich weiß genau, dass du in deinem Büro frische Kleidung hast. Auf die Stühle wollen sich nach dir noch Gäste setzen.“
„Na schön. Du gibts ja doch keine Ruhe“, gab Janne dann nach und mich bat er. „Nicht weglaufen.“
„Ich warte sowieso noch auf mein Essen.“
Er nickte und dann war er verschwunden.“
„Woher kennen Sie Janne?“, fragte Timothy mich. „Sie sind neu hier, oder?“
„Ich bin im Urlaub hier“, erklärte ich. „Ich bin gestern Abend erst angekommen und habe ihn heute Morgen am Strand getroffen.“
„Na, da haben Sie ja den richtigen getroffen“, grinste Timothy. „Wenn Sie nicht aufpassen überredet er sie schneller zu einer Wattwanderung als sie Janne sagen können. Die geht ewig lang und Janne wird Ihnen viel über Schlick, Algen und so ein Zeug erzählen.“
„Ich mag Wattwanderungen“, stellte ich klar. „Eine Private Führung wäre doch sicher interessant.“
„Sagen Sie nicht ich hätte Sie nicht gewarnt“, verlangte er und grinste.
Janne war noch nicht wieder da als mein Essen kam. Es war richtig lecker. Doch schließlich kam er doch und ich konnte kaum glauben, dass er es war. Seine Haare waren gestylt und er steckte in einem roten Pullover und einer Jeans. Dann setzte er sich neben mich.
Er bemerkte meinen Blick und grinste. „Ja, unglaublich, was? Das bin wirklich ich.“
„Wow, das ist mal eine Veränderung“, grinste ich.
„Ja, das sagen sie alle.“
Tim kam mit einem Kaffee und er musterte mich wieder. „Und wie schmeckt es Ihnen?“
„Außgezeichnet“, erwiederte ich.
„Ich hatte auch nichts anderes erwartet“, erklärte er zufrieden.
„Ein bisschen selbstgefällig sind sie aber schon, oder?“, fragte ich ihn mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Ich weiß nur, was ich verkaufe.“ Ich zuckte mit den Achseln.
„Sammeln Sie die Sachen eigentlich selbst?“, fragte ich nun interessiert.
„Manches davon“, gab er zu. „Besonders Pilze, aber auch Kräuter und so.“
„Hatte ich mir schon gedacht.“ Es passte einfach zu gut zu ihm.
„Und Sie? Wohnen Sie weit von hier entfernt?“, fragte er nun.
„Etwa zweieinhalb Stunden“, erzählte ich.
„Und konnten Sie sich mit Ihrer neuen Liebe vertraut machen?“
„Abselut“, erwiederte ich. „aber die Leuchttürme habe ich ausgelassen. Es war einfach zu kalt.“
„Wenn Sie mögen kann ich Sie dahin begleiten“, bot er mir an.
„Ehrlich?“, Ich war wirklich überrascht. „Das wäre toll.“
„Morgen Nachmittag?“, fragte er.
„Ich habe Zeit.“
„Super. Dann lassen Sie es uns so machen. Ich muss noch arbeiten. „Bis Morgen. Seinen Kaffee hatte er ausgetrunken und er nahm die Tasse mit nach hinten.
„Bis Morgen.“ Das war ja mal ein Abgang und wo trafen wir uns überhaupt? Na ja. Aber heute Abend war ja erst mal noch der Musikabend. Ich wollte noch ein wenig die Insel erkunden und mich dann frisch machen.
„Bis dann“, murmelte ich.

Fortsetzung folgt …

So, das war ein weiterer Teil. Ich fürchte das wird eher eine neue Bloggeschichte. Mal sehen. Was meint ihr?