Bunt gemischtes Weihnachtsfest in Loreoll

Irgendwie hatte ich gedacht meine Figuren aus meinen aktuellen Weihnachtsmisch brauchen noch eine richtige Geschichte zu Heiligabend. Hier kommt sie.

Was das Ende angeht (und das über Ryk und Jana) muss ich sagen , dass es vielleicht Spoiler enthalten könnte. Es sind ja noch nicht alle Geschichten beendet. Aber ich bin mir noch nicht sicher. Wer weiß wie die Geschichten sich noch im Laufe des Schreibens verändern.

Also viel Spass beim Lesen von:

Bunt gemischte Weihnachten in Loreoll

Feststimmung kam in Loreoll auf. Lilien und Corentin (Rittergilde + Zauberfeen, Weihnachten in Loreoll) waren mit ihrer Familie und Freunden in der goldenen Burg eingetroffen. Hier sollte es eine Weihnachtsparty geben. Auch eingeladen wurden Chris, Nora und die Rentiere (Noras Abenteuer) sowie Ryk, Jana, Tim und Elisa (Weihnachten in Island), Nikolaus (Nikolaus mag Weihnachten), die Fusseligs (Weihnachtschaos bei Familie Fusselig) sowie Lisa, das Christkind und die Weihnachtselfen (Lisa und das Christkind) sodass es eine sehr bunte Mischung ergab.

Während Chris zusammen mit dem Christkind Weihnachtsgeschenke an alle verteilten setzten sie sich zunächstmal gemütlich zusammen um den Weihnachtsbaum. Sitzkissen waren bereit gelegt und jeder saß bequem. Die großen genossen ein Glas Wein und ließen ihre Geschenke blieben zunächst noch unberührt während die Kleinen bereits ihre Spielsachen auspackten.

Corentin und Lilien saßen aneinander gekuschelt da und beobachteten ihre drei Kinder. Tim und Elisa unerhielten sich angeregt mit dem Christkind über Weihnachtstraditionen. Nikolaus tanzte mit den Weihnachtselfen vom Christkind um den Baum. Die Eltern Fusseligs waren froh, dass dieses Jahr an Weihnachten alles so gut geklappt hatte und sie nicht den gleichen Stress hatten wie letztes Jahr. Tim, Elida, Jana und Ryk saßen nebeneinander und tauschten auch schon Geschenke aus (nicht alle kamen vom Weihnachtsmann). Corentin und Liliens Freunde und Familie unterhielten sich über die Ereingisse aus der Zauberwelt und Chris und Nora saßen nebeneinander da und Chris betrachtete die Kinder ganz verzückt beim Geschenke auspacken. Er hatte bisher immer nur die Geschenke verteilt, aber nie dabei zugesehen wie sehr es die Kinder erfreute. Jedenfalls nicht so aktiv.

Nora lehnte sich an ihn und sagte: “ Ich habe übrigens noch was für dich.“
Chris machte große Augen. „Aber ich bin es doch nicht, der beschenkt wird. Ich mache die Geschenke.“
„Das muss ja nicht immer so sein. Ich finde dieses Jahr hast du dir wirklich was verdient. Sieh doch wie die Kinder sich freuen“, wiedersprach Nora ihm.
„Ja, stimmt“, räumte er schließlich glücklich ein. Jetzt wusste er endlich, dass sich seine Arbeit wirklich auszahlte. Also fragte er Nora neugierig. „Was hast du denn für mich?“
Nora holte ein Päckchen hervor, dass unterm Baum geblieben war. Chris musterte es und machte es dann ganz sanft auf. Es wirkte als hätte er Angst das Geschenkpapier und die Schleife zu zerbrechen. War wohl sowas wie eine Berufskrankheit.
Als er die kleine silberne Weihnachtsmannfigur auspackte strahlte er Nora an als hätte sie ihm die Welt geschenkt. Er zog sie glücklich an sich und küsste sie leidenschaftlich.
Das hatte Renn gesehen und angewiedert sagte er zu den anderen Kindern: „Seht mal. Der Weihnachtsmann ist aber komisch. Der küsst sie ja.“
„Das ist doch irgendwie süß“, fand Lisa, die gerade ihre neue Puppe im Arm hielt und hin- und herwiegte. Das Geschenk hatte ihr das Christkind persönlich überreicht und sie war verdammt stolz darauf. Auch wenn sie inzwischen bereits sieben Jahre alt war.
„Find ich auch“, stimmte Corly ihr eifrig nickend zu.
„Ne, das ist ekelig“, fand aber auch Sam Fusselig.
„Ach, ihr habt eben keine Ahnung“, sagte seine Schwester nur augenrollend. „Das ist so romantisch.“
„Okay“, können wir bitte das Thema wechseln?“, bat Robin Fusselig sie. „Sonst wird mir schlecht.“
„Jungs.“ Corly schüttelte nur mit dem Kopf.
„Zeig mal bitte dein neues Skateboard“, bat Robin Sam zur Ablenkung. Das funktionierte und schon verfielen die zwei in eine angeregte Diskussion ob das Ding jetzt was taugte oder nicht.
Lisa, Alisa und Corly setzten sich zusammen und spielten mit Lisas Puppe, Alisas Teddy und Corlys Barbie. Das machte ihnen großen Spass.
Renn und Lim schlugen schließlich vor eine Runde Karten zu spielen wo Amy, Robin und Sam Fusselig sich gerne zugesellten.

Aber nun waren sie ja extra im Ballsaal für eine große Weihnachtsparty. Während die Kinder also spielten, hatten sich die Weihnachtselfen, das Christkind und die Rentiere sich auf der Bühne versammelt und sangen rhytmische Weihnachtslieder. Das Christkind hatte die schönste Stimme, die Weihnachtselfen jeder ein anderes Instrument und die Rentiere stimmen mit ihren Glöckchen in den Gesang mit ein. Ein Rentier sang sogar auch ziemlich gut.
Also zog Chris Nora hoch und sie tanzten eng umschlugen auf der Bühne. Lilien und Corentin sowie Tim und Elida taten es ihnen nach. Bald gesellten sich auch andere Gäste mit dazu und als die Kinder vom spielen genug hatten wollten sie unbedingt auch mittanzen. Sie hüpften durch die Pärchen und Freunde und hatten ganz viel Spass.

Ryk und Jana genossen ihre Zweisamkeit und waren die meiste Zeit für sich allein. Ryk erzählte Jana Geschichten über Island und Jana hörte meistens nur zu. Sie hielten sich in den Armen und wollten sich am liebsten nicht mehr loslassen. Die anderen ließen sie in Ruhe. Nur Lisa kam hin und wieder zu ihnen und zeigte ihnen ihre neue Puppe vom Christkind. Ryk und Jana genossen diesen Abend sehr, denn jeder Abend, den sie zusammen verbringen konnten war ein schöner Abend.

Als die Kinder schon längst ins Bett gebracht waren worden lief die Party immer noch wobei die Weihnachtselfen und das Christkind sowie der Nikolaus sich bald zurückzogen. Sie brauchten etwas Ruhe bevor sie sich auf das nächste Weihnachten vorbereiten mussten. Wäre Nora nicht gewesen hätte Chris sicherlich dasselbe getan, aber so blieb er an Noras Seite und genoss es unter Menschen zu sein und Weihnachten nicht nur im Weihnachtsdorf zu feiern.

Alle hatten an diesem Abend ganz viel Spass. Sie konnten nicht wissen, dass sie dabei beobachtet wurden. Von ihren Liebsten, die bereits von ihnen gegangen waren. Camerons Nike aus dem Sternenland, Janas verstorbene Oma aus Deutschland, Noras Mutter aus ihrer Heimat, Mutter Fusseligs Opa sowie Ryks Eltern. Sie freuten sich, dass ihre Liebsten so viel Spass hatten und auch wenn sie selbst längst fort waren doch immer noch lachen konnten. Sie lebten weiter und das war das wichtigste.

Nike beobachtete Cameron wo sie nur konnte. Sie vermisste ihn wahnsinnig, aber es war für ihn noch nicht Zeit zu gehen. Er hatte noch einiges vor sich.
Janas Oma fand es toll, dass Tim nicht ohne jemanden aus seiner Heimat Weihnachten feiern musste. Sie freute sich sehr, dass Jana bei ihm war. Zwar hatte er auch Elida, aber es war doch immer besser ein Stück Heimat bei sich zu haben.
Noras Mutter freute sich, dass ihre Tochter offenbar endlich jemanden gefunden hatte, der ihr wirklich was bedeute. Das es ausgerechnet der Weihnachtsmann war, hatte ja keiner ahnen können. Aber sicherlich würde es Nora mit ihm nie langweilig werden und sie war glücklich. Das reichte ihrer Mutter vollkommen aus.
Mutter Fusseligs Opa war froh, dass seine Enkelin endlich mal alles geregelt bekam und bei ihr nicht immer so viel Unordnung im Leben herrschte. Dieses Jahr schienen alle Fusseligs endlich mal glücklich zu sein.
Und Ryks Eltern hatten schon immer besorgt ihren Sohn vom Himmel aus betrachtet. Noch würde Rkys Leben mit Jana nicht so einfach sein, weil sie noch in Deutschland lebte, aber irgendwann würden sie sicher glücklich mit ihr werden und Ryks Eltern waren froh darüber, dass Ryk nun endlich jemanden gefunden hatte, den er liebte. Neben seinen Großeltern natürlich. Sie hatten sich darum gesorgt wie es ihm ergehen würde, wenn seine Großeltern auch noch sterben würde, aber jetzt hatte er ja Jana und ihre Familie. Das erleichterte sie sehr. Glücklich betrachteten sie ihren Sohn und Jana und konnten endlich wieder lächeln.

Was für ein glückliches Weihnachtsfest für alle Gäste. Manche waren immer noch nicht ganz glücklich, aber an diesem Abend machte das nichts. An diesem Abend hatten sie alle Spass und waren einfach nur froh einander zu haben, in der Gemeinschaft zu sein und gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das war alles, was zählte.

Auch die Bürger von Loreoll feierten ihr eigenes Weihnachtsfest, aber sie konnten die Weihnachtsstimmung vom goldenen Schloss bis zu ihren Häusern hören und spüren. Die Freude verströmte sich durch die ganze Region und alle feierten fröhlich Weihnachten.

In diesem Sinne: Wünsche ich all meinen Lesern noch mals frohe Weihnachten. Ich hoffe, meine kunterbunte Figurenmischung hat euch gefallen und ihr habt Lust auf die richtigen Geschichten bekommen, die ich verlinkt habe.

Eure Corly

Story-Samstag 5: Weihnachten in Loreoll

Bei Tex Story-Samstag gehts heute um die Weihnachtszeit und ich muss sagen, dass ich echt Bock hab zum heutigen Thema was zu  schreiben. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher was ich schreibe.

Ich tendiere zwischen einer Kindergeschichte und Weihnachten in einer meiner Welten.  Mal sehen, was es wird. Eine hatte ich ja schon mal beim-Story Samstag.

storysamstag

Weihnachten in Loreoll

(Achtung! Ist natürlich nach „Elfenstern die Rittergilde“, aber vor „Die Zauberfeen“)

Weihnachten war für mich die schönste Zeit im Jahr. Die schön geschmückten Tannenbäume, die Weihnachtsmärkte, die extra freie Zeit und einfach alles war so hübsch geschmückt. Die gemütlichen gemeinsamen Abende und die Musik gehörten natürlich auch dazu.

Hier in Loreoll war Weihnachten ja was ganz besonderes. Es war mein zweites Jahr zusammen mit Corentin im Schloss und wir wollten ein prachtvolles Fest geben im Kreise der Familie. Djana hatte einen Hang zum Schmücken, wie ich schon bei meiner Hochzeit festgestellte. Auch jetzt hatte sie es weder übertrieben noch zu wenig aufgehängt. Es war einfach perfekt. Tedren hätte das lieber seinen Dienstboten aufgegeben, aber Djana war stur. Sie liebte es einfach zu dekorieren.

Renn war bereits ein halbes Jahr alt und machte die Gegend unsicher. Mein Sohn ließ Djana ganz schön schwitzen, denn seine Lieblingsbeschäftigung in der Weihnachtszeit war all das Glitzerzeug von Djana wieder von den Bäumen zu reißen. Noch begeisteter war er dabei die Weihnachtsmänner, die als Dekoration dienten, umzuschmeißen und damit zu spielen. Aber Djana lachte dann nur und ließ ihm eine zeitlang seinen Spass. Sie vergötterte unseren Jungen. Er erinnerte sie daran, wie Corentin als Kind war.

In der Vorweihnachtszeit gingen Djana und ich mit Renn oft zum Weihnachtsmarkt in der Stadt. Tedren schickte uns immer mindestens drei Wachen mit, auch wenn wir ihm noch so oft sagten, dass wir die nicht brauchten. Er war immer noch frostig zu mir, aber auch er liebte Renn sehr. Der kleine Junge ließ ihn etwas weicher werden.

Heute trafen wir auf dem Weihnachtsmarkt zwei Ritterrinnen. Mathilda und Theodora. Die beiden Ritterinnen waren Freundinnen und hatten einst die Zwerge um Hilfe gerufen. Sie waren gute Freundinnen von Tedrens Bruder Tiljan.

„Hallo, ihr beiden“, begrüßte Mathilda sie. „Ist es nicht toll, endlich wieder die Weihnachtsmärkte besuchen zu können. Ich liebe diese Zeit.“
„Weihnachten ist wie jede andere Zeit. Daran ist rein gar nichts besonderes“, bemerkte Theodora grimmig.
Djana begrüßte die beiden freundlich: „Wie geht es euch?“
„Ach mal so, mal so. Du kennst das ja“, antwortete Mathilda nur unbestimmt. „Steffen ist viel unterwegs und ich bin oft allein.“
„Ich komme dich doch oft besuchen“, erinnerte Theodora ihre Freundin. Mathilda verdrehte nur die Augen. Djana und ich konnten uns denken, was sie dachte. Das war einfach nicht das selbe. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn Corentin ständig unterwegs wäre. Bisher war er immer bei mir gewesen.
„Dann ist dir der Weihnachtsmarkt doch bestimmt eine willkommene Ablenkung“, erwiederte Djana nun.
Renn quengelte in seinem Wagen. Er wollte raus, aber richtig gut laufen konnte er noch nicht. Deswegen nahm ich ihn aus den Kinderwagen und auf meinen Arm.
„Er ist so groß geworden“, lächelte Mathilda und nahm seine kleine Hand in ihre. „Kinder weren so schnell groß.“
„Ja, langsam fängt er an zu sprechen“, nickte ich stolz. Unser Sohn war einfach ein verdammt süßer kleiner Junge.
„Dada“, sagte Renn und zeigte auf einen Elch, der an einem Stand aufgebaut war.
„Ich geh am besten einfach weiter. Besucht uns doch an Weihnachten“, verabschiedete ich mich von den beiden Frauen. Fragend sahen sie Djana an.
„Das ist eine gute Idee. Uns würde es freuen. Tiljan kommt ebenfalls mit seiner Familie“, stimmte Djana mir zu.
Ich bekam nicht mehr mit, was die Frauen antworteten, denn ich ging zusammen mit meinem Sohn weiter über den Weihnachtsmarkt.

Die Adventszeit verging schnell. Renn beanspruchte meine ganze Zeit, und wenn er endlich schlief, kuschelten Corentin und ich uns gemütlich ans Feuer im Wohnzimmer. Der Weihnchtsmorgen brach schließlich an. Tiljan und seine Familie waren schon seit einer Woche bei uns und Mathilda und Theodora waren gestern zusammen mit Steffen und Alejandro angekommen. Corentin hatte viel Zeit mit seinem Onkel verbracht. Er hatte ihn sehr vermisst.

Abends deckten die Dienstbonten den leckersten Weihnachtsbraten auf den Tisch, den ich je gegessen hatte. Renn schlief gerade in seinem Kinderbettchen. Das viele Geschenke auspacken unterm Weihnachtsbaum hatte ihn müde werden lassen. Mein Vater Cameron saß selbstverständlich neben mir und auf meiner anderen Seite war Corentin. Ich fühlte mich pudelwohl und genoss dieses Weihnachtsfest sehr. Wie sollte es auch anders sein? Schließlich hatte ich meine Familie um mich. Die liebsten Menschen, die ich kannte. Es war das schönste aller Weihnachtsfeiern, die ich bisher mit Corentin verbracht hatte. Die vorherigen hatten wir uns nämlich im Wald verstecken müssen, da wir unsere Liebe zueinander geheim gehalten hatten. Ich lächelte bei dem Gedanken daran. Jetzt schien diese Zeit wie ein anderes Leben zu sein. Corentin war hier, mein Sohn war hier, meine Familie war hier. Wir waren ausgelassen und fröhlich, passend zur Weihnachstzeit.
So, das war eine Erzählung von Lilien. Sie war natürlich bereits mit Corentin verheiratet. Hat Spass gemacht. Mal sehen, was das nächste Thema dann sein wird.