Writing Friday – Ein Blick in die Zukunft

Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Zeitreise ist so eine Sache. Man weiß nicht wohin man gelangt. Wir aus der Gegenwart wissen nicht viel über diese Welten.  Wir haben in der Vergangenheit fast alles erforscht, was geht. Doch in die Zukunft ist kaum einer gereist. Deswegen bin ich gespannt, was mich erwartet.
Wie reise ich eigentlich durch die Zeit? Gute Frage.  Es ist eine Art Uhr. Nur dass sie nicht die Zeit anzeigt. Man kann sie einstellen. Ich stelle meine Uhr also auf den 05.05.2819. Der Zeiger drehte sich wahnsinnig schnell um sich selbst. Ich selbst blieb aber stehen. Ich blieb einfach da wo ich war. Dennoch veränderte sich etwas. Der Wald, war nicht mehr der, der ich kannte. Hier gab es keinen Wald um genau zu sein. Hier war gar nichts. Nicht mal Wiese. Okay, ich schaffte das. Natürlich gab es in der Zukunft Dinge, die ich sonst nicht kannte. Ich ging einfach los. So anders konnte es hier gar nicht sein, oder? Also ging ich einfach den Weg, den ich gekommen war. Nur dass es hier auch anders aussah. Es gab gar keinen richtigen Weg. Nur Feld. Also blieb mir nichts anderes als darüber zu laufen. Ich hatte keine Ahnung wo dieser nicht vorhandene Weg hinführte. Es dauerte eine Weile bis sich wieder etwas tat. Dann kam ich auf einen Weg. Es war nicht direkt eine Straße, kam dem aber sehr nahe. Zumindest waren hier schon mal Menschen zu sehen. Allerdings sahen sie seltsam aus. Nicht direkt wie Roboter oder Androiden, aber doch so ähnlich. Zumindest hatten sie was metallisches an sich. So wirklich beschreiben konnte ich es nicht. Manchmal war es nur ein Arm oder eine Hand, dann wieder Teile im Gesicht oder ähnliches. Aber hier war ich außen vor. Nicht sie.
Aber ich wurde nicht wirklich beachtet. Vielleicht waren sie an Besucher aus verschiedenen Zeiten gewöhnt. Also ging ich einfach weiter. Schließlich kamen immer mehr Menschen. Vielleicht kamen wir in die Nähe einer Stadt. Ich musste das wohl abwarten.
Es dauerte wieder eine Weile bis sich erneut etwas tat. Dann schlengelte sich ein neuer Weg vor meiner Nase herum. Ich folgte ihm und war damit nicht alleine. Langsam kamen die ersten Gebäude in Sicht. Sie wirkten seltsam. Gar nicht so modern wie ich dachte. Sie sahen eher aus wie Höhlen. Anders konnte ich sie nicht beschreiben. Sie standen am Wegrand, was irgendwie verloren wirkte. Außerdem waren sie sehr klein. Wie sollten da Menschen reinpassen?
Verwirrt ging ich weiter. Was war das für eine komische Welt? Höhlen hatte ich in der Zukunft aber nicht erwartet. Schließlich kam ich in eine Art Stadt. Aber auch hier sah es nicht aus wie erwartet. Sondern eher einfach. Zu einfach. War ich in eine falsche Zeit geschlüpft?
Schließlich kam ich an eine Schranke. Dort saßen zwei der seltsamen Menschen vor und hielten mich auf. Fragend sah ich sie an.
„Können Sie sich ausweisen?“, fragte der eine mit einer Roboterstimme.
Verdammt. Hatte ich meinen Ausweis mitgenommen? Hoffentlich. Ich kramte in meinen Taschen herum. Und dann fand ich mein Tablet. Darauf musste auch mein Ausweis sein. In freudiger Erwartung wollte ich ihn anschalten, aber der Akku war leer. War ja klar.
Mein Gegenüber hatte aber längst verstanden.
„Sie haben einen digitalen Ausweis? Dann ist er ganz schnell abrufbar.“ Er drückte auf ein paar Knöpfe in seinem Arm und nickte mir dann zu. „Alles klar. Sie können durch.“
Und so ging ich weiter. Und dann kam ich in die Stadt. Und die war der Wahnsinn. Sie war gar nicht so voll wie ich es mir vorgestellt hatte. Eher leer und kleiner. Und auch noch recht altmodisch. Irgendwie fehlte hier jegliche Technik. Da hatte ich was ganz anderes erwartet. Es wirkte geradezu einfach. Die Leute waren schlicht angezogen und ihre Häuser ebenso schlicht. Ich sah mich verwundert um. Es erinnerte mich eher an das Mittelalter. Ich suchte nach etwas wie einer Kneipe oder so. Diese Mischung hier verwirrte mich.
Und dann sah ich sie. Ein Mädchen so einfach wie es nur gehen konnte. Blonde lange Haare, rundes Gesicht, füllige Figur, aber wunderschön. Ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Wenn es Frauen wie sie hier gab wollte ich diese Welt vielleicht nie mehr verlassen. Das könnte ein Problem werden. Ich konnte sicher nicht auf Dauer hier bleiben.
Und dann sah sie mich an. Sie lächelte und ich lächelte zurück.  Und da war es spätestens um mich geschehen. Sie war einfach entzückend. Ich näherte mich ihr vorsichtig. Sie richtetete ihren Blick weiter auf mich. Ich kam weiter auf sie zu bis ich vor ihr stand.
„Hallo“, begrüßte ich sie schlicht.
„Hallo“, sagte sie auch.
„Bin ich hier richtig in der Zukunft?“, fragte ich sie. „Ich habe eher das Gefühl ich bin in der Vergangenheit. Mal abgesehen von dem Metall, was manche am Körper hatten.“
„Kommt darauf an aus welcher Zeit du kommst“, meinte sie nur.
„Aus dem Jahr 2018“, erklärte ich.
„Dann ist es definitiv die Zukunft“, erklärte sie.
„Sie sieht so anders aus als ich sie mir vorgestellt habe“, gab ich zu.
„Sieht sie das nicht immer?“, fragte sie nur.
„Vermutlich“, stimmte ich ihr zu.
„Komm mit mir. Dann zeige ich dir die wirkliche Zukunft“, bot sie mir an.
Und so ging ich mit ihr und sie hielt ihr Versprechen. Ich lernte eine Welt kennen wie ich sie mir nie erträumt hätte. Ich kam nie wieder nach 2018 zurück. 2819 war viel interessanter und entspannter.

Ende

So, das war mein kleiner Einblick zu Beobachteten. Was meint ihr so?

GemeinsamLesen 145: Mit Das Mädchen mit dem Edelweiß

Heute beginne ich wieder mit GemeinsamLesen:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell dieses Buch und bin auf S. 179.

 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Ich bin völlig erschöpft, als Benjamin und ich in Wales ankommen.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich komme sehr gut voran. Die Charkatere sind nichts besonderes und wirklich warm werde ich nicht mit ihnen, aber ich komme gut voran. Es ist gut zu lesen und ich find die Geschichte dahinter interessant.

4. Weihnachten ist vorbei, was gab es bei euch unterm Baum?

Vorbei? Wohl eher nicht. Heute krieg ich noch ein Buch. Es sind noch fast zwei Tage Weihnachten.

Bisher lagen diese Bücher unter dem Baum.
Anne Freytag – Der Mund voll ungesgter Dinge.

Lucy Inglis – Worte für die Ewigkeit

Katie Cotugno – So geht Liebe

Kayoru – Schicksalhafte Liebe

Diese Bücher standen auch alle auf meiner Wunschliste. Also von daher …

Und wie würdet ihr die Lücken heute füllen?

Was ich mir von Büchern wünsche

Ich habe einen interessanten Beitrag bei Chaoskingdom gelesen.

Sie lässt sich darüber aus, was sie sich von Büchern wünscht. Ich möchte jetzt meinen eigenen Beitrag dazu schreiben, da ja bekanntlich jeder andere Sachen hat, die ihm wichtig sind.

Hier sind also meine Wünsche:

Besondere Ideen

Ich möchte besondere Ideen haben. Nicht zu alltägliches Lesen. Alltägliches haben wir jeden Tag vor uns. Ich möchte irgendwas, was nicht so gängig ist. Das kann verschiedenes sein wie ein Fußballstar, um den es sich dreht, eine besondere Krankheit oder sowas in der Art.

Keine megazickigen Charkatere

Am besten kriegen sie noch alles, was sie wollen und werden von allen angeschmachtet. Das überzeugt mich nur noch selten. Meist nervt es mich eher. Bitte lasst diese weiblichen Nervensägen weg.

Jungs sollen bitte Gefühle zeigen dürfen

Mädchen dürfen kratzen, beißen, schlagen und was weiß ich alles und das ist völlig in Ordnung. Sie dürfen total überreagieren und es ist völlig in Orndung. Aber wenn Jungs dann mal ausfallender werden ohne, dass sie wirklich jemanden schaden werden sie gleich total runter gemacht und sollen sich jedes mal entschuldigen. Bitte lasst den Jungs auch ihre Gefühle. Es gibt nicht nur die harten Kerle sondern auch die gefühlvollen, sensiblen. Wieso dürfen die ihre Wut nicht genau so zeigen wie Mäden? Das find ich nur fair.

Paare nicht erst zum Schluss zusammen kommen lassen

Eigentlich hat man in Büchern selten wirklich was von Paaren. Meistens sind sie gar nicht richtig zusammen oder werden immer wieder getrennt und kommen erst zum Schluss zusammen. Wieso lasst ihr sie nicht einfach mal wirklich zusammen sein? Das fände ich sehr schön. Dieses ewige hin und her brauche ich nicht immer.

Charaktere nicht immer erst herausfinden lassen was sie sind, wenn es schon fast zu spät ist

Das find ich wirklich eher nervig. Ständig müssen Charaktere erst fast sterben oder irgendwie verletzt werden bis sie mal kapieren, dass sie magische Fähgikeiten haben. Wieso kann man ihnen das nicht mal von Anfang an erklären und dann lernern sie damit umzugehen? Was wäre so schlimm daran?

Nicht zu klischeeüberladen

Ich habe nichts gegen Klischees. Viele mag ich sogar, aber bitte stopft die Bücher nicht so damit voll. Ein Buch, wo es nur von Klischees wimmelt, nervt mich eher nur noch.

Hm, länger wird diese Liste wohl nicht. Von daher lasse ich sie erst mal so und werde sie jetzt abschicken. Wie ist das bei euch?

Ich erlebe fiktive Welten und lerne fiktive Menschen/Wesen kennen

Ich habe bei Anna einen Beitrag gelesen, der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Nämlich die Bücher mal aus dem Standpunkt zu sehen, wenn man wirklich dabei war. Und das in etwas übertriebenen Sinne.

Das hier wäre dann meine ( kleine) Geschichte dazu:

Allein meine Kindheit begann da schon ziemlich gruselig. Mal im Ernst? Wieso stehen alle Mädchen auf diese schnökeligen Prinzen? Das kann doch nichts gutes geben. Ich habe es immer wieder erlebt. Diese Mädchen, die in Prinzen verliebt waren, ist meist bevor alles gut wurde ziemlich viel Schlimmes passiert. Ein Mädchen musste für ihre Stiefmutter Dienstbotenarbeiten wie Boden schrubben nehmen, weil diese so gehässig war und sie nicht mochte. Ich meine mal im Ernst: Wer tut denn sowas? Das Mädchen hat seinen Vater verloren. Da sollte die Stiefmutter doch für sie da sein und sie nicht so mies behandeln. Armes Ding. Vielleicht war sie mit ihrem Prinzen besser dran. Es war unschön mitanzusehen wie sie gedemütigt wurde.

Aber das war noch nicht genug Schrecken in meiner Kindheit. Ich habe auch miterlebt wie ein Mädchen sich freiwillig in die Gefangenschaft einer vefeindeten Sippe begab, weil ihr Vater ihren besten Freund entführte. Kann man sowas nicht friedlicher regeln? Mal ganz ehrlich. Das sind erwachsene Menschen und die benehmen sich so unerwachsen und undiplomatisch. Und die Kinder geraten zwischen die Fronten. Schlimm ist das.

Irgendwann in meiner Jugend lernte ich dann einen Zauberer kennen. Der wusste Anfangs gar nicht, dass er ein Zauberer war, aber in seiner Schule fühlte er sich ziemlich wohl. Nur diesen einen komischen Lehrer hasste er und so einen blöden Jungen aus seinem Jahrgang auch. Immer wieder geriet er in Schwirigkeiten und wollte immer alles selber machen wollte (zusammen mit seinen Freunden) statt die Erwachsenen lassen machen. Was für ein dummer Junge! Und fast jedes Jahr musste er am Ende gegen einen bösen Zauberer kämpfen. Dabei hatte er ziemlich viel Glück, aber oft wurde es echt brenzlich? Mal ehrlich? Wieso begibt man sich freiwillig in Gefahr? Das ist doch dumm, oder? Ich bekam jedes Mal einen Herzinfakt dabei. Ich stand ja direkt daneben. Aber sie haben einen echt coolen Sport bei dem man fliegen kann. Wobei der auch nicht ganz ungefährlich ist, aber irgendwie cool.

Spätestens ab 2009 wurde es ganz übel bei mir. Mal ehrlich. Da kommt ein neues Mädchen in die Schule und sie verliebt sich in das gefährlichste Wesen, was es da gibt. Einen Vampir. Mal ehrlich. Da packt man sich doch an den Kopf. Zugegeben der Vampir ist ziemlich heiß und glitzert so schön, aber er muss das Mädchen auch ständig vor sich selbst schützen und muss sich ständig zurückrufen damit er nicht zu weit geht und sie in Gefahr bringen. Aber eigentlich hätte sie mit ihrem Vampir ganz glücklich sein können, der er war mehr oder weniger recht harmlos. Doch sie musste unbedingt noch Gefühle zu einem Werwolf entwickeln. Als würde der Vampir nicht schon reichen. Aber natürlich war ihr der Vampir nicht genug. Sie wollte jetzt auch noch diesen komischen Werwolf und verlangte von den beiden Jungs, dass sie freundlich zueinander waren und ihr die Entscheidungen überließen. Mal ehrlich? Wie egoistisch muss man sein? Weiß sie eigentlich was sie den beiden Jungs damit antut. Sie sind es, die darunter zu leiden haben, aber Hauptsache das Mädchen bekommt, was sie will. Immer diese egoistischen Weiber, die ich kennen lernen musste. Und überhaupt. Wieso tun die Jungs sich das überhaupt immer wieder an? Die könnten doch Jede haben? So toll war sie auch wieder nicht. Ich stand dabei, habe mir das angesehen und immer nur wieder mit dem Kopf geschüttelt. Also hätte ich zwischen Werwolf und Vampir wählen müssen, ich hätte den Vampir gewählt. Ganz eindeutig. Wieso sie so unentschlossen war hab ich einfach nicht verstanden. Sie hatte doch schon alles, was sie wollte. Wieso müssen diese Weiber immer so anspruchsvoll sein?

Und als wäre das noch nicht genug habe ich 2010 erlebt wie Unsterbliche sich unter uns gedrängt haben. Der eine war ganz süß, aber sein Mädchen musste ja unbedingt so misstrauisch sein. Sie wollte alles immer ganz genau wissen und benahm sich wie so ein kleines Mädchen. Viel schlimmer war diese furchtbare Unsterbliche, die in ihren Freund verliebt war und glaubte er gehöre ihr. Vermutlich hat sie auch noch geglaubt die ganze Welt gehöre hier. Sie wollte das Mädchen unbedingt beseitigen und hat dabei nichts anbrennen lassen. Ganz ehrlich? Wieso können sich die Teeanger heutzutage nicht mehr in normale Menschen verlieben? Dann hätten sie diese ganzen Probleme mit Vampiren und Unsterblichen nicht.

2011 habe ich dann einen Jungen kennen gelernt, der mit einem Drachen befreundet war. Er wurde von ziemlich vielen Leuten gesucht wegen dem Drachen. Aber dann lernte er dieses Mädchen kennen und übte sich in seiner Magie und im Schwertkampf und sowas. Er flog auch mit dem Drachen durch die Lüfte. Später legte er sich mit ziemlich fiesen Feinden an, aber da seine Macht bereits stärker geworden war, hatte er wenigstens einigermaßen was entgegenzusetzen. Wieso begeben sich diese dummen Jugendliche eigentlich immer so gerne in Gefahr? Scheint eine Art Krankheit oder so zu sein.

2012 wurde es dann richtig schlimm. Da war so ein Mädchen, die für ihre Schwester in eine Arena gab wo sich Jugendliche und Kinder gegeneinander bis auf den Tod bekämpfte. Nur einer konnte übrig bleiben. Wer denkt sich denn sowas grausames aus? Das kann ja gar nicht gut gehen. Allerdings hatte das Mädchen ziemlich Glück und Sympatieträger, sodass sie recht heil zusammen mit einem Jungen aus der Arena wieder rauskam. Aber mit dem Zwischenmenschlichen hatte sie es nicht so. Wie oft habe ich ihr zugeschrien, dass sie den armen Jungen nicht so benutzen soll, aber sie wollte ja nicht auf mich hören. Wenn man danach keine Psychologische Betreuung braucht weiß ich auch nicht. Das war ziemlich krank was da abging und ich konnte kaum glauben, was ich sah. Mehr als einmal wäre ich wegen meiner Nerven fast zusammen gebrochen. Das war einfach nur furchtbar. In diese Welt möchte ich niemals wieder zurück kehren. Die ist mir viel zu grausam. Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Wer tut sich denn sowas bitte an? Und wer lässt Kinder und Jugendliche die Fehler von Erwachsene ausbaden? Und dann auch noch auf die übelste Weise. Das ist doch einfach nur krank. Vermutlich brauchen die einfach alle mal eine Psychologische Therapie oder gehören sofort ins Gefängnis. Was weiß ich. Ich habe mich ja einfach nur gefürchtet und den Jungen angehimmelt. Das Mädchen hatte ihn gar nicht verdient.

2013 waren da dann solche Mädchen, die sich um einen Prinzen mehr oder weniger prügelten. Es war eine Art Casting. Nur ein Mädchen war halbwegs vernünftig, weil sie in dieses Casting nur so reingestolpert war. Aber sie war nicht so sehr auf den Prinzen aus wie alle anderen. Dachte sie zuminest zunächst. Später hat sie sich wohl eher mitgeprügelt. Also auch nicht besser als die anderen Mädchen. Wenigstens war dieser Prinz es wert. Aber da kommen Kindheitspsychoten von den damaligen Prinzen wieder hoch. Aber wenigstens blieb es hier etwas ruhiger, auch wenn die Gefahr nicht ganz ausblieb. Und dieses Mädchen, dass ich beobachtete war ziemlich rebellisch. Die brachte sich immer wieder Ärger ein und wurde nicht gerade gut aufgenommen, aber sie konnte sich durchsetzen.

2014 bin ich in eine so komische Welt geraten wo die Leute in einer virtuellen Welt lebten. Die trafen sich nicht persönlich sondern an Computern und blieben überwiegend in ihrem Haus. Dennoch gab es auch welche, die sich gegen dieses System weigerte und ein Mädchen schloss sich irgendwann denen an. Sie versuchte das System zu stürzen obwohl ihr Vater der Drahtzieher war, aber da war dieser Junge, der sie sehr faszinierte. Eine ziemlich kranke Welt. Nur vom Computer sitzen? Mit Menschen über eine Maschine kommunizieren? Nein, danke. Da würde ich auch rebellieren.

2015 war es auch nicht viel besser. Ich geriet in eine ziemlich grausame Welt wo Menschen wie Tiere an der Leine geführt wurden und als Geburtsmaschinen missbraucht wurden. Arme Menschen. Viele wurden echt brutal behandelt. Das Mädchen, dass ich kennen lernte hatte Glück und rebellierte, aber bevor sie fliehen konnte aus diesem System musste sie auch ziemlich schlimme Dinge mit ansehen. Gott sei Dank entkam das Mädchen dieser Welt. Allerdings wurde sie in ihrem Unterschlupf zunächst auch nicht freundlich behandelt. Wieso müssen die Menschen heutzutage dann alle so brutal und fies sein?

Letztes Jahr bin ich schon wieder Drachen begegnet und die waren auch ziemlich fies. Das Mädchen, dass ich kennen lernte konnte sich in einen Drachen verwandeln und gehörte zu der Sippschaft dieser miesen Drachen. Aber ihr gefiel das System nicht und sie sagte sich los. Alleridings wurde sie dann verfolgt (sogar von ihrem dummen eigenen Bruder), weil die Drachen niemanden duldeten, der anders dachte als sie. Die wurden immer ausgelöscht. Fanataische Welt. Ach ja, und dann waren da noch diese Krieger, die so blöd waren und gegen die Drachen kämpften. Ganz ehrlich? Dazu muss man doch schon ganz schön lebensmüde sein. Was sollen die Menschen schon gegen Drachen ausrichten? Seltsamerweise waren sie so gut ausgebildet und gedrillt, dass sie doch ziemlich erfolgreich waren. Aber dieser eine Krieger wich dann irgendwann von seinen Überzeugungen ab und arbeitete für die Drachen (wegen dem Drachenmädchen) und nun wurde er von seinen Leuten gesucht und auf ihn wartete der Tod. Verrückte Welt ist das. Sowas muss man mit erleben. Also ehrlich? Da wird man doch total traumatisiert.

Und dieses Jahr wurde ich mit Hexen konfrontriert. Aber nicht nur mit Hexen sondern da war eine Schule mit verschiedenartigen Zauberwesen, die verschiedene Begabungen hatten. Werwölfe waren auch dabei und Vampire ebenfalls. Da war so ein dummes Mädchen, dass sich ständig selbst in Gefahr brachte und somit auch andere. Da war so ein nerviger Kobold, der sie einfach nicht in Ruhe ließ, aber sich dann doch als ganz hilfreich herausstellte. Und dann war da noch ihr Vampirfreund (schon wieder ein Vampir!), der sich selbst quälte (auch nichts neues mehr!) und sich erst mal überhaupt nicht mehr blicken ließ. Mal ehrlich? Was haben die alle für ein Problem? Ich versteh das nicht.

Mal sehen, was mich die nächsten Jahre noch erwartet. Vermutlich noch mehr Schrecken mit komischen Wesen und fiesen Systemen, aber ich bin ja immer wieder selbst Schuld, dass ich mich da so reinmanöviere. Von daher. Wobei teilweise ja auch hin und wieder echt süße Liebe dabei war, die ich hautnah miterleben durfte, aber leider auch ziemlich falsche Liebe.

Tz, tz. Diese Menschen. Man weiß nie was einen als nächstes erwartet. J

In diesem Sinne freue ich mich auf viele weitere schöne Lesestunden mit viel Abwechslung.

Habt ihr alle Bücher erkannt?

Corly

Samstags ausser der Reihe 7: Negative Klischees in Büchern

Gestern hab ich sogar mein Samstag ausser der Reihe verpasst. Tut mir Leid, aber ich war fast den ganzen Tag unterwegs und hatte Abends kaum noch Lust zu bloggen bei dem schönen Wetter und vordartieren schaff ich momentan auch selten. Ich hoffe es wird bald wieder besser, aber vermutlich erst im Oktober ein bisschen.

Samstags ausser der Reihe

Klischees in Büchern ist ja immer wieder ein Thema und auch immer wieder mit dabei. Hier mal zehn, die mir gar nicht liegen.

Zickige/kalte weibliche Charaktere:
Es gibt so viele zickige weibliche Charaktere, die so selbstsüchtig sind oder überhaupt nicht beziehungsfähig und die kriegen immer die besten Kerle ab. Das ist was was ich immer tierisch blöd find und ich frag mich auch wie realistisch das ist. Lassen sich Männer wirklich so viel von denen gefallen und laufen ihnen dann auch noch hinterher, nur weil sie vielleicht gut aussehen? Das wäre doch schon wirklich armseelig, oder?

Und auch solche, die überhaupt keine wirklichen Gefühle zeigen kriegen immer die besten Kerle ab. Da ist es wohl egal, dass sie eigentlich nur ein kalter Klotz sind, aber sie sonst kaum was auf dem Kasten haben und schon gar nicht beziehungstauglich sind. Sowas mag ich einfach gar nicht und das wird immer mehr. Diese Möchtegern-Liebesgeschichten, die eigentlich gar keine sind.

Drama pur

Überall müssen Probleme rausgesaugt werden. Da kommt ein Problem nach dem nächsten und nichts läuft richtig. Hallo? Es gibt auch schöne Bücher ohne Probleme. Da muss nicht schon ein Buch damit beginnen, dass der Charakter gleich am Anfang total am Boden zerstört ist und sein Leben total kaputt ist. Sowas nervt mich nur noch und sowas will ich auch gar nicht lesen und kann mich selten überzeugen.

Machosboys

Typen, die nur eifersüchtig sind und ständig bestimmen wollen was die Frau macht und mit wem sie rumhängen. Sich halt total ekelhaft machomäßig benehmen. Nach dem Motto: Ich bin der King. Das mag ich auch gar nichts.

Mädels, die lieber ihre eigenen Schlüsse ziehen als mal mit dem Partner darüber zu reden

Ich mag es überhaupt nicht, dass wenn Missverständnisse entstehen, die eigentlich total harmlos sind, total hochgepuscht werden und die Mädels machen ein super Drama raus, der Typ habe sie ja belogen und sie schlimmstens betrogen und sie würden ja nie wieder mit ihnen reden wollen und dann klärt sich alles, der Typ verzeiht ihr sofort und versteht sie natürlich und alles ist wieder gut. Auch Mädels können Typen mal erklären lassen. Aber die sind ja sofort ihre schlimmsten Feinde.

Dreiecksbeziehungen

Manche mag ich wirklich, aber viele hätte ich auch gar nicht gebraucht. Zum Beispiel Panem, Talon, Twilight usw. Das macht die Liebesgeschichte oft einfach nur kaputt und vor allem zerstört es die eigentliche bedingungslose Liebe. Besonders in Twilight. Das find ich sehr schade.

Eltern

Entweder haben die Charkatere erst gar keine Eltern oder gerade die Mütter benehmen sich eher wie Freundinnen und das Verhältnis ist sehr locker, aber wehe die Tochter macht mal was, was ihr nicht passt. Dann gibts gleich die härtesten Strafen und meist ist es dann die Partnerwahl, die stört. Oft passt das wirklich nicht in die Geschichte oder stört einfach nur. Wobei ersteres noch recht okay ist.

Charaktere, die sich eigentlich nicht mögen, aber trotzdem lieben

Wisst ihr was ich meine? Sie streiten sich ständig, geraten nur aneinander, aber eigentlich können sie gar nicht ohneeinnader und landen doch später zusammen im Bett. Hauptsache Spass. Der Charakter spielt dabei keine Rolle. Sowas geht gar nicht.

Wahnsinnig gutaussehende Männer und Frauen

Stört mich eigentlich gar nicht immer, aber manchmal ist es echt übertrieben. Die bösen (und damit mein ich nicht Vampire, sondern vor allem Zicken usw.) sehen immer obertoll aus und total beliebt und die eigentlich lieben total unbeliebt. Bei den Männern ist es in etwa umgekehrt. Manchmal passt es, aber meistens eher nicht.

Simon bzw. Streber

Ist euch schon mal aufgefallen, dass viele Streber mit Brille den Namen Simon tragen? Mir schon. City of Bones und Ocenas Rose sind nur zwei Beispiele davon. Teilweise gehen mir diese Streber auf die nerven. Meist sind sie Mathegenies und die sind dann auch oft recht spießig (also die Streber, nicht unbedingt die Simons). Manchmal find ich es passend, manchmal nicht.

Schwule beste Freunde

Eigentlich find ich das jetzt schlimm, aber das ist jetzt schon auffällig. Viele Mädels, die nicht so selbstbewusst sind haben schwule beste Freunde, die sie aufheitern und natürlich immer auf ihr Zimmer dürfen, weil sie ungefährlich sind. Aber irgendwelche Probleme müssen dann natürlich doch immer auch zwischen der besten Freundschaft stehen. Und sei es nur lächerliche Eifersucht.

 

Und was fällt euch zu dem Thema noch so ein?

Coverparade: Mädchen/Jungs

Die Coverparade bei Tarlucy geht weiter.

Mädchen/ Junge ist heute das Thema.

Böse Mädchen leben ewigTote Jungs küsst man nicht

Da kann ich gleich zwei aus der gleichen Reihe nehmen.

Der Herbstmensch Teil 1 Die erste Reise

Ich hab mir überlegt, dass ich eine Geschichte zum Thema Herbst schreiben möchte. Hier hab ich am Wochenende nun schon mal ein bisschen was verpasst. Ich denke ich werde es in mehreren Teilen schreiben. Mal sehen, wann ich das nächste mal dazu komme. Vermutlich am Wochenende. Ich lag letzte Woche mal Abends im Bett und da viel mir die Idee dazu ein. Jetzt bin ich gespannt, was ihr zu meinem ersten Entwurf sagt. Was gefällt euch, was nicht? Wie findet ihr es überhaupt und welche Ideen gefallen euch besonders? Der heutige Text entspricht etwas über drei Wordseiten.

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und freu mich über jeden Kommentar.

 

Der Herbst ist da. Spürt ihr es auch?

Es ist Herbst. Die Sonne scheint durch die Bäume und ich bin im Wald. Der Wald hat mich schon immer angezogen. Ich bin gern und oft hier. Einsam. Das ist das Wort, was mir hierzu einfällt. Im Wald kann ich allein und kann nachdenken. Hier stören mich nur die Vögel, die ihre wunderschönen Lieder zwitschern. Wobei mich das gar nicht stört. Ich liebte das. Bald ziehen sie alledings schon wieder weiter in ihr Winterquartier.
Ich hatte mir einen besonderen Platz in meinem Wald gesucht. Eine kleine Lichtung mit einer grünen Fläche, auf die ich mich setzte, um zu lesen und die Ruhe zu genießen. Das war mein Ding.
Und dann kam er plötzlich aus dem Wald. Ein wunderschöner Junge, der aussah, als wäre er in Blätter gehüllt. Er wirkte wie der Herbst selbst. Braunrote halblange Haare, sein Gesicht kantig und sein Hals wirkte wie ein Baumstamm an einem Menschen. Seine Augen waren von einem leuchtenden grün und er war groß und schlacksig. Seine Haut wirkte blass und er trug einen grünes T-Shirt und eine rote Hose. Seine Beine waren so dünn, dass es fast ein Pflanzenstil hätte sein können. Na ja. Aber nur fast.
Er hatte mich noch nicht entdeckt. Etwas im Himmel hatte seine Aufmerksamkeit erregt, aber was? Was könnte ihn mehr interessieren als das Mädchen hier unten auf der Wiese? Also ich. Ich blickte selbst nach oben, sah aber nur Vögel, die nach Süden zogen. Der Sommer war nun wohl endgültig vorrüber.
Dann wandte er sich von den Vögeln ab und sah mir direkt ins Gesicht. Selbst aus der Ferne konnte ich seine Schönheit sehen. Seine Haare leuchteten in der Sonne und wehtem in der kühlen Herbstbriese. Er war wirklich sehr schön und kam auch noch auf mich zu. Oh mein Gott. Wer war dieser Mann? Ich hatte ihn noch nie gesehen.
Er blieb direkt vor mir stehen. Wir sagten beide überhaupt nichts. Er musterte mich gründlich und ich fühlte mich nackt, obwohl ich durchaus Kleidung trug. Dann grinste er übers ganze Gesicht und es schien, als wäre er die goldene Sonne selbst, vermischt mit einem ganzen Sternenhimmel.
„Wer bist du?“, fragte er mit einer pfeiffenden Stimme, die sich anhörte wie ein heftiger Herbststurm.
„Das gleiche könnte ich dich fragen“, sagte ich und sah ihm standhaft in die Augen.
Er lächelte wieder und gleich kam die Sonne wieder. Wenn er damit aufhörte, bildeten sich lange Schatten.
„Du hast Recht. Ich bin einfach nur neugierig. Du kommst mir einfach so bekannt vor.“ Er stand nun direkt vor mir und ich konnte den Herbstduft an ihm riechen. Ein bisschen eine Mischung aus Regen und Gras.
„Ich kenne dich aber nicht“, erklärte ich bestimmt. Ich hatte ihn noch nie gesehen.
„Ich weiß, aber das ändert nichts daran, dass du mir bekannt vorkommst“, sagte er nur.
„Machts du das mit allen Mädchen so?“, fragte ich.
„Was mache ich denn?“, fragte er zurück.
„Diese Masche mit: „Ich kenne dich.“
„Hm, nein. Eigentlich nicht. Ich treff nicht so viele Mädchen.“
Das wiederum konnte ich mir nun so gar nicht vorstellen. Er war doch ein totaler Mädchenschwarm.
„Okay“, sagteich nur gedehnt.
„Zu Hause bin ich ziemlich allein. Das Schloss ist riesig und es sind viele Leute dort, aber ich fühl mich trotzdem eingeängt.“ Okay. Wieso gestand er mir das jetzt?
„Schloss?“, hakte ich nach, als ich dieses Wörtchen heraushörte.
„Das Schloss im Herbstland“, erklärte er. „Blättertraum heißt es.“
Ja klar. Wer war der Typ? War er einer Psychatrie entflohen? Aber so wirkte er gar nicht.
„Und du bist der König davon, oder wie?“ Er merkte nicht, dass ich das ironisch meinte und beantwortete meine Frage.
„Eigentlich bin ich der Herbstprinz. Das Blätterschloss ist mein zu Hause.“
„Aha“, war alles, was mir dazu einfiel.
„Du gehörst auch dahin, weißt du“, bemerkte er dann plötzlich.
„Ja natürlich. In dein Herbstland? Woher willst du das wissen? Du kennst mich doch gar nicht.“ Ich wehrte mich heftig gegen diese seltsame Aussage von ihm.
„Ja, in mein Herbstland. Ich weiß es, weil es eine Legende gibt. Die besagt, dass der zukünftige Herbstprinz ein besonderes Mädchen in der Welt der Menschen findet und sie mit zu sich nimmt“, erzählte er und klang dabei total gelassen und selbstbewusst. Ich hatte nicht vor mit ihm zu gehen, aber ich fand ihn durchaus interessant, gut aussehend und ich wollte ihn gerne näher kennen lernen.
„Na toll“, kommentierte ich das nur und er seufzte frustriert.
„Ich würde dir gerne was zeigen. Dazu müsstest du mich begleiten, aber ich bring dich wieder zurück, versprochen“ Er sah mich abwartend an, doch ich war misstraurisch. Was wollte er mir zeigen? Ich kannte ihn doch gar nicht. Er dagegen schien meine Unsicherheit zu spüren und rief daher einfach nur: „Fine!“
Ein Schmetterling kam herbeigeflatter. Er war wunderschön und in regenbogenfarben. Mit der dünnsten piepsigsten Stimme, die ich je gehört hatte, antwortete er: „Ja, Herr.“
„Ich hab dir doch gesagt, dass du mich nicht Herr nennen sollst. Jan ist mir lieber“, wies er den Schmetterling zurecht.
Moment! Der Schmetterling hatte gerade gesprochen, oder? Das war doch nicht möglich. Wie hatte er das gemacht? Halluzinierte ich? Doch da sprach der Schmetterling schon wieder.
„Ja, in Ordnung. Jan. Also, was gibt’s?“
“Die Dame möchte uns in unser Land begleiten. Kannst du uns helfen?“, fragte er sie.
„Moment mal, ich habe nicht zugestimmt“, protestierte ich etwas lahm.
„Es ist ein einmaliges Angebot“, erklärte er mir sachlich.
„Du wirst es nicht bereuen. Es ist so traumhaft. Glaub mir. Und du kannst ja wieder zurück“, versuchte nun auch der sprechende Schmetterling mich zu überreden.
Meine Entschlossenheit bröckelte nach und nach und schließlich gab ich ganz nach. „Also gut.“
Jan reichte mir seine Hand und ich nahm sie. Der Schmetterling setzte sich auf Jans Schulter. „Denk an den Herbst“, gab Jan mir noch einen hilfreichen Vorschlag und dann war der Wald schon um mich verschwunden und es war einfach überall bunt. Sogar in der Luft.
Ich sah mich um. Es roch nach Herbst. Regen und Wind. Und vor mir stand das gigantischste Schloss, dass ich jemals gesehehen hatte. Ein Blättermeer bedeckte es, dass wirkte, als würde es durch den Wind wehen. Das Schloss lag im Nebel, sodass es fast gespenstig wirkte und die Sonnenstrahlen schienen durch den Nebel. Darum herum war blauer Himmel mit Schleierwolken und die Luft war klar und kühl.
„Ist es nicht wunderschön?“, fragte Jan mich erfürchtig.
Ich nickte nur sprachlos.
„Möchtest du reingehen?“
Ich war mir da nicht so sicher und zögerte. Er schien erneut meine Unsicherheit zu spüren. Ein Igel huschte an uns vorbei, warf uns einen bösen Blick zu und verschwand blitzschnell im Blätterschloss. Fragend sah ich Jan an.
„Das war Nura. Er hat was gegen mich“, erklärte er mir nur.
„Igel sind eigensinnige Tiere. Entweder sie können andere Wesen und leiden oder nicht. Nura gehört zu der eigensinnigsten Sorte“, fügte Fine noch hinzu.
Ich schüttelte nur mit dem Kofp und murmelte: „Sprechende Tiere. Na dann.“ Jan hatte es wohl verstanden, denn er grinste.
„Jetzt lass uns aber endlich reingehen. Es wirkt frisch“, bemerkte Jan und sah mich mit funkelden Augen an. Ich nickte, war mir aber immer noch unsicher. Trotzdem folgte ich ihm.
Das Betterschloss wurde durch eine unsichtbare Tür betreten, doch es wirkte, als ginge man durch einen Vorhang. Innen war es … Ich fand keine Worte dafür. Oder besser gesagt kein anderes als herbstlich. Innen ragten Baumranken an den Wänden bis oben an den Decken. Sie waren erfüllt von bunten Blättern. Die Wände wirkten wie Wolkenhimmel und irgendwie lebendig. Die Wolken schienen wirklich weiter zu ziehen. Eigentlich fühlte es sich gar nicht an als sei ich drinnen. Der Gang, in dem wir uns befanden, wirkte vollkommen leer. Jan trat hinter mich.
„Hier steckt eine Menge Magie drinnen. Du wirst hier noch wahre Wunder erleben“, prophezeite er mir. „Das Schloss ist noch größer als du denkst. Ein wahres Labyrinth.“
„Na dann.“ Ohne mich zu fragen nahm er meine Hand und führte mich durch dieses faszinierende Schloss. Zuerst sah alles gleich aus. Die gleichen Gegenden, die gleichen Gänge, aber mit der Zeit veränderte sich was. Die Sonne durchflutete die Wände, es regnete ohne uns nass zu machen und Regenbögen bildeten sich an den Wänden. Es wirkte wunderschön.
Wir gingen lange durch dieses Labyrinth. Ich hatte das Gefühl, als würde es nie enden. Doch dann führte er mich in einen großen goldenen Raum mit viel Licht, einem Himmelbett aus Wolken, Schneeflocken, die aussahen wie Sterne und viel Herbstlaub drin.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich noch verwirrter.
„In meinem Zimmer“, antwortete er schlicht. Einfach so. Was machte ich hier? Warum hatte er mich mit hierher genommen?
„Keine Sorge. Ich erwarte nichts von dir. Eine Schlossbesichtigung enthaltet viele Orte und dieser hier ist mir am liebsten“, erklärte Jan als er meinen panischen Ausdruck gemerkt hatte.
„Mit Schneeflockensternen und Herbstlaub?“, fragte ich nur.
Er grinste. „Mir gefällt es.“ Erwartungsvoll sah er mich an.
„Ja, es ist ganz schön. Wieso ist das Schloss so leer? Außer uns hab ich hier Niemanden gesehen?“, fragte ich als nächtes.
„Oh, glaub mir. Es gibt viele Bewohner in diesem Schloss. Aber die meisten sind am liebsten allein unter sich und oft sind es auch einfach nur Tiere.“ Er beobachtete mich genau. Diese ganze Situation war sowas von verrückt. Ich war in einem fremden Land mit einem fremden Mann in einem fremden Schloss. Was hatte ich mir nur dabei gedacht?
„Ist das nicht einsam?“, fragte ich aber nur. Er tat mir irgendwie Leid.
„Nein, wir wollen es nicht anders und ich hab Fine als Gesellschaft. Das reicht mir“, sagte er.
Ich betrachtete zweifelnd den Schmetterling. Sie schien ihm treu ergeben zu sein, aber das war kein Ersatz für menschliche Beziehungen.
„Aber das Schloss ist so groß. Hier ist so viel Platz für Feiern oder ähnliches“, beharrte ich.
„Das ist es, aber hier ist ja nicht nur Platz für uns Herbstwesen. Es gibt auch einen eigenen Bereich für Sommer, Winter und Frühling. Den betreten wir aber nur selten.“
Jan hatte sich an die Wand gelehnt und das ließ ihn noch herbstlicher wirken. Als würde er eins mit der Wand werden. Nebel umgab ihn. Ich dagegen hatte mich auf sein Bett gesetzt. Er musterte mich forschend. Was dachte er wohl?
„So groß wirkt es nun auch wieder nicht“, war meine geistreiche Bemerkung, was ihm ein Grinsen entlockte.
„Was denkst du über unser Schloss?“ Er wandte den Blick die ganze Zeit nicht von mir ab, was ich nervös machte.
„Es ist schön, aber auch fremd. Es macht mich nervös, aber ich würde es gern auch neu entdecken.“ Die widersprüchlichsten Gefühle tauchten in mich ein.
„Möchtest du gern wiederkommen?“, bot er an.
„Wenn ich darf“, strahlte ich. Doch dann zögerte ich. Er schien es zu bemerken und versicherte mir: „Keine Verpflichtungen.“
Ich nickte erleichtert.
„Dann komm. Ich bring dich nach Hause. Das nächste Mal zeig ich dir was neues.“
Ich nickte und nahm seine Hand. Kurze Zeit später befand ich mich wieder auf meiner Lichtung. War das gerade alles wirklich passiert? Jan stand nämlich nicht mehr neben mir. Woher sollte ich wissen, wann ich das nächste mal ins Herbstschloss konnte? Ich musste wohl darüber nachdenken.

Kapitel 14 Traurigkeit

Leinar

Hier neben Mianna zu liegen tat gut. Das brauchte ich jetzt. Ihre Nähe tat mir gut. Das Gespräch mit meinem Vater war hart gewesen. Er hatte gejammert, gebettelt und gefleht, aber ich wollte nicht nachgeben. Ich wollte ihn eigentlich gar nicht alleine lassen, doch ich brauchte mein eigenes Leben.
Auch wenn ich nie viel mit anderen Feen zu tun hatte, hatte ich jetzt doch die Hoffnung, dass sich das jetzt än-dern würde. Mit Miannas Hilfe wäre es möglich. Alleine hätte ich das nicht geschafft. Ich wollte mir noch nicht zu viele Hoffnungen machen, weil ich jetzt neben Mianna lag und Mianna sich an mich kuschelte. Es konnte ja sein, dass ihr das gar nicht so viel bedeutete wie mir. Mir bedeutete es nämlich eine Menge. Ich war einem Mädchen noch nie so nah gekommen wie ihr (jedenfalls keiner Freundin) und es fühlte sich etwas an wie ein Rausch oder wie ich mir die menschlichen Drogen vorstellte. Klar war es auch ungewohnt, aber vor allem war es einfach wunderschön. Sie roch nach einem Misch aus Lavendel und Vanille. Das gefiel mir. Ich mochte Vanille.
Ich wusste für sie wäre es besser, wenn ich mich von ihr fernhielt, aber ich wusste nicht, ob ich das schaffen würde. Vor allem nicht, wenn sie ständig auf mich zukam.
Ich fragte mich, was mein Vater wohl gerade tat, so allein und verloren. Irgendwie hatte ich das Gefühl für ihn da sein zu müssen, doch das war auch schon in den letzten Jahren schief gegangen. Ich war einfach nicht der Typ dafür. Also ließ ich es lieber. Wäre er doch nur noch da. Er hätte das viel besser gekonnt als ich

Das Mädchen und der Junge

Es war einmal ein Mädchen, dass in der Welt der Feen lebte. Es sollte in eine Zauberschule in die Menschenwelt gehen und dort spezielle Magie lernen, die in der Feenwelt so nicht geschult wurde.

Das Mädchen verliebte sich in einen ruhigen, geheimnisvollen Jungen. Später stellte sich heraus, dass das Mädchen und der Junge enger mitieinander verbunden sind, als sie zunächst annahmen.

Das Mädchen lernte auch mehr über ihre Familie, denn das was sie einst annahm, war falsch. Ihre Familie war viel mehr als nur einfache Feen und auch sie war so viel mehr.

In der Schule fand das Mädchen auch Freunde. Und ihre Familie erweiterte sich ausserdem.

Doch auch eine Gefahr stand dem Mädchen bevor, die sie zusammen mit dem Jungen bewältigen sollte. Dabei halfen ihnen erwachsene Feen, Elfen und Sterne.

Der Junge hatte eine Familie, die ziemlich zerbrochen war. Er hatte einen schlimmen Verlust erlitten und deswegen kaum Jemanden an sich heran gelassen. Doch bei dem Mädchen war es irgendwie anders. Bei ihr fühlte er anders. Er fühlte sich endlich wieder lebendig.

Der Junge ging mehr auf andere zu und kapselte sich nicht mehr so ab. Er fand in dem Mädchen seine große Liebe. Und beide erfuhren mehr über den anderen.

Doch obwohl der Junge jetzt das Mädchen hatte, trauerte er immer noch sehr um den Menschen den er verloren hatte und der ihm viel bedeutete.

Ich hab überlegt, wie ich meine Charaktere beschreibe, ohne große Spoiler einzubringen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es fast unmöglich ist. Also hab ich gedacht, ich kann es vielleicht in Märchenform machen und muss so vielleicht gar nicht alle Namen nennen. Sondern erzähle so mit Hilfe der Charaktere auch gleich ein bisschen von meiner Geschichte. Mal sehen, wie das so funktioniert.