Etüde 13/27: Das magische Korsett Teil 5

Heute gibts wieder eine Etüde und ich bin mit dabei.

Praline
herzhaft
wandern.

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Das magische Korsett Teil 5

Er öffnete seinen Picknickkorb und darin fanden sich allerlei Leckereien. Kuchen, Brot, Käse, Obst, die ein oder andere Praline, Getränke. Einfach alles mögliche. Er reichte mir Wasser und einen Kuchen, den ich nur zu gerne annahm. Ich war ausgehungert, denn ich hatte tatsächlich länger nichts mehr gegessen.

Eine Weile aßen wir nur, doch bald war seine Neugierde wieder geweckt. Er musterte mich erneut und wirkte immer noch etwas verwirrt.
„Sie sind also von weiter her? Wie darf ich mir das vorstellen?“
Was sollte ich ihm erzählen? Was konnte ich ihm erzählen? Innerlich lachte ich herzhaft. Das hatte ich mir wohl selbst zuzuschreiben. Es war klar, dass die Frage aufkam.

„Was wollen Sie denn wissen?“, fragte ich ausweichend.
„Alles“, antwortete er und schüttelte dann den Kopf. „Tut mir leid. ich sollte nicht so neugierig sein.“
„Nein, schon gut“, beruhigte ich ihn. Das war doch verständlich.
„Was haben Sie in Ihrer alten Heimat gemacht? Warum sind Sie hierher gekommen und wie? Mit der Kutsche?“, fragte er natürlich gleich die schwierigste Frage.
„Ich war wandern„, improvisierte ich. Auch wenn das in dieser Welt vielleicht eher ungewohnt war. „Ich war neugierig auf die Welt. In meiner Heimat hielt mich nichts.“
„Das kann ich gut verstehen. Hier gibt es viel zu sehen. Ich kann Ihnen einiges zeigen, wenn Sie wollen“, schlug er vor.
„Sehr, gerne“, freute ich mich und war schon sehr gespannt darauf, was es in dieser Welt zu sehen gab.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?



Etüde 12/26: Das magische Korsett Teil 4

Und wieder gibts eine Etüde und ich bin mit dabei.

Picknickdecke
Verwegen
Recherchieren

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Das magische Korsett Teil 4

Ich war erstaunt als ich richtig in den Innenhof kam. Hier sah es gar nicht mehr so mittelalterlich aus. Hier gab es an jeder Ecke auf den Wiesen je eine Picknickdecke zu finden. Die Menschen saßen da drauf und lachten und unterhielten sich. Es war irgendwie ein bizarres Bild.

„Sie sehen überrascht aus? Sehen die Höfe Ihrer Burgen anders aus?“, fragte der fremde Mann neben mir und sah mich verwegen an.
„Doch, aber Picknicke sind bei uns nicht unbedingt gängig“, erklärte ich. Zumindest kannte ich das nicht von den Geschichtsbüchern her.
„Hier in der Gegend ist das normal, aber ich habe schon öfter von so seltsamen Bräuchen gehört. Kommen Sie. Gehen wir zu meinem Platz.“

Verwirrt ging ich ihm hinterher. Er hatte tatsächlich einen eigenen Picknickplatz. Wir setzten uns auf seine Decke und wir teilten uns sein Brot.

„Wie heißen Sie eigentlich?“, fragte ich ihn neugierig, denn ich war mir sicher, dass das hier ein verrückter Traum sein musste. Da konnte nichts schief gehen, oder?“
„Joseph William der II. aus Grenford“, stellte er sich vor. „Und ihr seid?“
„Lady Clementine aus Everworld“, stellte ich mich vor in der Hoffnung, dass es diesen Ort nicht wirklich gab.
„Freut mich Sie kennen zu lernen, Lady Clementine. Wirklich überaus erfreut.“
Offensichtlich nicht, denn er wirkte überhaupt nicht misstrauisch.
„Mich ebenfalls“, sagte ich und nahm mir vor zu Hause über ihn zu recherchieren. Vielleicht fand ich ja was über ihn im Internet. Wer wusste das schon so genau?

Fortsetzung folgt ….

Und, was meint ihr?