Irland Tag 8: 20.08.16: Rückflug ins sonnige Deutschland

Heute komm ich schon zum Abschlusstag unserer Irlandreise. Gestern hab ich sie auch mehr oder weniger noch mal eher rückblickend betrachtet.

Wir sind ziemlich früh aufgestanden, haben die restlichen Sachen gepackt und dann gefrühstückt. Um 8 Uhr sollten wir schon am Busbahnhof sein.

Eigentlich sollte uns jetzt Paddy wieder zum Flughafen bringen, weil Brandon eigentlich Urlaub hatte. Aber Paddy hat Brandon gefragt ob er uns nicht fahren wolle, weil er sich mit uns so gut verstanden hatte und von unserer Gruppe so begeistert war. Also hat er seinen Urlaubstag aufgegeben obwohl sein Sohn, der in Australien oder Amerika (glaub es war Australien) da war und hat uns ein letztes Mal gefahren. Er selbst wohnt nicht in Dingle sondern in Trelee, wo wir auch durchgefahren sind. Den Namen find ich so süß. Er übernachtete dann eine Nacht in Dublin und fuhr am nächsten Morgen mit der nächsten Reisegruppe zurück.

Zunächst hielten wir aber in Cashel und das war ziemlich interessant, weil es gerade in der Stunde wo wir da waren nicht regnete. Kurz bevor wir ankamen hörte es auf und gerade als wir wieder losfuhren fing es wieder an. Das fand Brandon auch sehr faszinierend und hatte er so offenbar noch nicht gehabt. An der Raststätte vorher hat es in Strömen geregnet und wir hatten schon überlegt den Besichtigungsstopp Cashel auszulassen. Aber das klappte dann ja doch alles recht gut.

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Unterwegs von Cashel nach Dublin war das Wetter dann wieder halbwegs in Ordnung.

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Endlich am Flughafen angekommen mussten wir erst mal wieder das Gepäck abgeben und durch die Passkontrolle. Wir vertrieben uns dann im Wartebereich die restliche Zeit und stigen schließlich ins Flugzeug. Der Flug ging wieder sehr schnell um und war sehr ruhig.

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Wir sind sicher in Düsserdorf gelandet und da war erst mal alles wieder seltsam. Der Flughafen wirkte im Gegensatz zu dem von Dublin riesig und plötzlich sprachen alle wieder deutsch. Der von der Passkontrolle auch. Die Anzeigen waren wieder auf deutsch und dennoch guckte ich erst mal noch gewohnheitsmäßig auf das englische darunter. Es war einfach merkwürdig.

Es dauerte eine Weile bis das Rollband unsere Koffer austreckte und dann gingen wir zu unserem Bus. Auch das war seltsam. Plötzlich gab es wieder Rechtsverkehr und wir konnten wieder auf der richtigen Seite des Busses einsteigen. Aber es wirkte auch hier alles eng und groß im Gegensatz zu Irland und alles ziemlich dicht bewaldet.

Die Rückfahrt dauerte etwa zweieinhalb bis drei Stunden mit einer kurzen Pause. Es war auch seltsam, dass unsere „Leiterin“ den Busfahrer plötzlich wieder mit „Herr“ ansprach und nicht beim Vornamen. Die Musik im Bus mochte ich auch noch nicht wieder wirklich hören. War aus dem Radio. Sie ist so anders und irgendwie wirkte sie stumpfer als die irische Musik. Es passte einfach nicht ganz.

Gegen 12, viertel nach 12 kamen wir dann wieder im Nachbarort an und dort verlief sich alles recht schnell. Alle waren müde und wollten nach Hause. Aber es war eine schöne Reise mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen. Irland war so ganz anders als alles was ich bisher kannte. Mit Italien war ich aus persönlichen Gründen ja schon halbwegs vertraut, aber mit Irland hatte ich bisher nicht ganz so viel am Hut.

Bisher ungesagtes zum Schluss:

Der Gospelchor hatte ein Bandmaskottchen, was immer und überall dabei war. Ausser am Donnerstag. Am Mittwoch war es nämlich mit Wandern und ist nass geworden und in die Whats App Gruppe von Irland wurde dann geschrieben, dass es am Donnerstag nicht mitkönne, weil es Bronchitis hat.

Laut meiner Schwester ist Killarney die Stadt, in der zahlreiche Cecilia Ahern -Romane spielen. Tatsächlich soll die Stadt selbst aber gar nicht so besonders sein. Aber sie grenzt halt direkt an den Killarney Nationalpark. Wir sind nur durch die Stadt durchgefahren, haben aber nicht gehalten.

In den Pubs wird bis 9 Uhr gegessen und erst ab halb 10 spielt die Life Band oder noch später.

Auf der Damentoilette im Dingle – Pub haben sich viele verewigt. Die ganzen Wände sind voll geschrieben. Dort trifft sich echt die Welt. Von London bis Michigan, Nebraska oder Holland. Da ist so ziemlich alles dabei.

Es gibt in Dingle einen Werkzeugladen, wo tagsüber Werkzeuge usw. verkauft werden und abends wird alles an die Seite geräumt und zum Pub gemacht. Aber die Werkzeuge hängen noch an den Wänden. Das stört die da aber gar nicht. Ein anderer Laden macht das auch noch, aber ich weiß nicht mehr was für einer.

Am Donnerstagabend nachdem der Sänger aufgehört hatte zu singen, haben unsere Deutschen ein bisschen musikalisch den Dingle-Pub unterhalten. Ein paar junge Irinnen wollten dann wissen was sie gesungen hatten. Meine Cousine erklärte ihnen das und meine beiden Cousinen gingen dann noch mit ihnen auf eine andere Party in einen Pub, der länger geöffnet hatte. Normalerweise schließen die Pubs in Dingle um etwa halb 1. Nur dieser hat eine Lizens länger zu öffnen. Eine davon war die Tochter vom Besitzer des Dingle Pubs. Sie kellnerte auch dort. Jedenfalls kamen meine Cousinen dann erst um etwa 3 Uhr nach Hause und meinten das wäre die beste Party ihres Lebens gewesen.

Und das ist dann auch endlich das Ende meiner Reise. Es hat mir Spass gemacht euch davon zu berichten.

Tag 1: 13.08.16 Flug ins grüne Irland

Hier ist nun mein erster Tagesbericht über meine Irlandfahrt.

Erstmal eine kleine Hintergrundinformation: Wir fuhren in einer Reisegruppe vom Gospelchor meiner Mutter aus, aber es kamen auch noch ein paar Leute aus der Umgebung sowie sieben Leute aus einem Chor aus Düsseldorf mit. Zu den Personen zählten auch zwei Cousinen von mir, zwei Onkels und eine Tante.

Der Bus startete um 6 Uhr Morgens vom Nachbarort aus. Sie war etwa zweieinhalb Stunden lang und es war wohl das erste Mal seit langem, dass ich mal wieder einen Sonnenaufgang sah. Ich bin kein Langschläfer, aber so früh steh ich dann doch nicht auf. Normalerweise.

Wir starteten vom Flughafen Düsseldorf aus und gaben zunächst unsere Koffer ab. Dann machten wir uns zunächst auf den Weg zu den Kontrollen. Ich fand sie jetzt nicht besonders geschärft. War nicht viel anders als damals nach Italien. Als wir die dann hinter uns hatten, hatten wir noch einige Zeit bis wir ins Flugzeug konnten, die wir aber gut überbrücken konnten mit unserer Vorfreude auf Irland usw.

Die Sicht im Flugzeug war teilweise bewölkt, aber teilweise konnten wir auch ganz gut sehen. Zum Beispiel eine Strandlinie. Es ist doch immer wieder interessant sich die Sicht von oben anzusehen.

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Am Flughafen von Dublin warteten wir zunächst auf unsere Koffer. Dann versammelten wir uns in Der Haupthalle, wo unser Busfahrer Paddy auf uns wartete mit einem Schild mit dem Namen des Chors in der Hand. Er führte uns zum Busbahnhof zu seinem Bus und dort luden wir dann die Koffer ein.

Paddy hatte einen sehr rasanten Fahrstil muss ich mal sagen. Es wurde sehr holperig. Dementsprechend sieht auch der Bericht aus, den ich dort im Bus geschrieben hab.

Den ersten Zwischenstopp legten wir in Clonmacnoise ein. Die Geschichte könnt ihr hier nachlesen: Clonmacnoise. Ich kann das leider nicht so wieder lesen, aber es ist recht interessant gewesen. Es dauerte etwas bis ich mir dieses Wort merken konnte.

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Um etwa 20 Uhr kamen wir dann in Dingle an. Dem Ort wo wir eine Woche lang gewohnt haben.

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Nachdem wir uns ein bisschen eingerichtet hatten kamen wir das erste mal auf den Geschmack des Pub Lebens in Irland. Das war echt der Wahnsinn was da los war und wie gut die Stimmung war mit Life-Musik 7 Tage die Woche und jedes Mal eine andere Band oder ein anderer Musiker.

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Was ich so von diesem Tag mitgenommen hab:

Es gibt noch Stromleitungen in Irland.

Die Pubs erinnern an die Kneipen aus den 90ern.

Es gibt keine Züge in Irland.

Wenn man etwa fünf Stunden durch Irland fährt sieht man kaum was anderes als grün. Es gibt nur wenige kleinere Orte und immer mal wieder vereinzelte Häuser. Was die als Stadt bezeichnen würde bei uns nicht mal als Kleinstadt durchgehen.

Irgendwann wirkt die Gegend nur noch eintönig. Grün eben.

Es gibt kaum wirkliche Wälder in Irland. Nur vereinzelte Baumgruppen oder Bäume.

Da wo wir herkamen gab es keine richtigen Obstbäume und nur ein Kartoffelfeld.

Das Publeben ist in Dingle (vermutlich in ganz Irland) echt unglaublich. Das kann man bei uns so gar nicht mehr finden. Wir waren alle total begeistert.

Irland ist ein sehr freundliches, sicheres Fläckchen.

Die meisten Bewohner Irlands leben eigentlich in Dublin. Der Flughafen in Dublin wirkte aber auf mich recht klein.

Es gibt kaum wirkliche Hochhäuser in Irland. Da wirkt alles so klein.

Irland heizt überwiegend mit Torf, nicht mit Holz.

Auf dem Land leben vermutlich mehr Tiere als Menschen.

Es gibt mehr Rinder als Schafe in Irland.

Fazit: Der erste Tag war ein toller Tag mit guter Stimmung und einem tollen Abschlussabend.