Britta Sabbag – Herzriss

Britta Sabbag Herzriss

„Machs doch wie das Wetter“,
mischte sich Flocke mampfend ein,
„dem ist auch egal, was die Leute sagen!“

Meine Meinung:

Story: 2 –

Sanny erlebt mit Bassist Greg ihre erste große Liebe. Doch als der einen Plattenvertrag angeboten bekommt, ist klar, dass die Band damit vor einer echten Zerreißprobe steht. Auch Sanny kommen Zweifel: Hat ihre Liebe zu Greg eine Zukunft, wenn er vielleicht schon bald das Leben eines Popstars führt? Gleichzeitig lassen sich Sannys Eltern scheiden, und Sanny merkt, dass ihre Kindheit zwar irgendwie vorbei ist, aber das Erwachsensein noch nicht richtig angefangen hat. Und mitten in diesem Gefühlschaos stellt sie dann auch noch fest, dass die Freundschaft zu Schlagzeuger Lex ein paar ganz bestimmte Punkte überschreitet … Die Fortsetzung von Stolperherz – ein Roman voller Musik, über die Liebe und die Zerrissenheit

Quelle: Amazon.de

Auch hier musste ich erst wieder kopieren, denn ich wusste nicht so genau was ich eigentlich über die Story sagen sollte. Diese Klappentext ist zumindest nicht irreführend, sondern trifft es ziemlich genau. Viel mehr passiert aber auch nicht. Ich war auch schon allein wegen dem Klappentext skeptisch.

Lieblingskapitel: 2

Ich hatte keins. Ganz einfach. Mir war das einfach viel zu viel Drama. Das Buch war praktisch eine einzige Dramaqueen. Anders kann man es schon fast nicht mehr sagen.

Charaktere: 2 –

Sanny: 2 –

Ich mochte sie in 1 noch ganz gern, auch wenn ich sie nicht immer verstanden hab. Hier fand ich sie ziemlich unreif und furchtbar kindisch. Ihre Aktionen hätten echt Menschen in Gefahr bringen können. Aber da wurde ja nur drüber gelacht und sie bekam nicht mal ne Strafe sondern ist einfach so davon gekommen. Das konnte ich irgendwie überhaupt nicht ernst nehmen. Jemanden Chlor ins Shampoo zu tun ist nicht gerade toll und wenn dieser jemand dann sogar noch dagegen allärgisch ist noch weniger. Aber darüber wurde ja nur verständnisvoll gelacht und es gab überhaupt keine Konsequenzen.
Ausserdem kenne ich mich mit Herzfehlern ziemlich gut aus und konnte Sanny in dem Fall kein Stück nachvollziehen. Weder mit ihrer überängstlichen Art noch damit, dass sie die Krankheit anscheinend überhaupt nicht wirklich ernst nahm. Bestenfalls fand sie sie lästig. Sie zog Dinge ab, die für sie lebensgefährlich werden konnten. Hauptsache sie hatte Spass. Das fand ich in Teil 1 auch schon grenzwertig, aber hier merkte ich es auch wieder. Da konnte ich sie echt überhaupt nicht verstehen. Soll sie doch froh sein, dass sie ne Chance zu einer Op hat. Andere haben nicht so viel Glück.
Oft kam es mir so vor als würde eine 13-jährige erzählen und keine 16-jährige und wenn sie dann noch jemand als erwachsen bezeichnet, kann ich das nicht wirklich ernst nehmen. Nur weil jemand gut in der Schule ist, ist er oder sie noch lange nicht erwachsen. Und Sanny ist definitiv mehr als nur weit davon entfernt es zu sein.

Greg: 1 –

Tja, was soll ich zu Greg sagen, ausser dass die Musik ihn ausmacht. Ansonsten scheint ihm fast alles egal zu sein. Er macht einfach was er will. Ich könnte ihn noch verstehen, wenn er mit den anderen geredet hätte. Aber einfach so alles im Alleingang machen ist doch daneben. Immerhin ging es eigentlich um die Band. Und sonst wurde er kaum beschrieben oder kam kaum zum Zug. Also kann ich eigentlich nicht viel mit ihm anfangen. Den super tollen Typ sehe ich jetzt jedenfalls nicht in ihm. Eher ein ganz normaler Typ. Da wird ja selbst Tobi mehr erwähnt.

Flocke: 1

Mochte ich am Anfang noch ganz gern, aber nachdem er Sannys Mist ohne zu zögern mitmachte zweifelte ich echt an seiner Zurechnungsfähigkeit. Er war so schon kein normaler Charakter, aber ab da konnte ich ihn nicht mehr ganz ernst nehmen. Und ab da gefiel er mir auch nicht mehr so.

Kira: 1

War ganz okay, aber teilweise zu albern. Mädels, die über alles mögliche kichern, egal was, sind einfach nicht ganz meins. Aber sie war ne gute Freundin. Das fand ich toll an ihr.

Michelle: 2 –

In eins hatte sie eine super Entwicklung gemacht. Da sah man hier nicht viel von. Kindisch, Albern, typisch Shoppingqueen. Und Zickenterror. Das gefiel mir überhaupt nicht und das plötzliche Ende mit Flocke auch nicht.

Lex: 1 +

Mochte ich noch mit am liebsten. Im Gegensatz zu Greg hatte er wenigstens einen Charakter und andere Vorlieben als nur die Musik. Ich find es echt schade wie Sanny über ihn dachte und auch das hab ich nicht verstanden. Lex war hier eindeutig mein Liebling.

Sannys Eltern: 2 –

Auch ihre Eltern benahmen sich furchtbar kindisch. Vor allem vor ihrer Tochter. Sie hätten auch vorher schon mal überlegen können wie das mit Sanny am besten ist statt das vor ihr zu klären. Und dass Sanny nach der Chloraktion gar keinen Ärger bekam konnte ich auch nicht ernst nehmen. Das war wirklich schon echt fies und die Aktion war auch noch sinnlos und hab sie von Anfang an nicht verstanden. Das war einfach total daneben. Diese Eltern waren alles andere als Eltern.

Nina 1

Am Anfang fand ich sie ziemlich sympatisch und konnte Sanny gar nicht verstehen in Bezug auf sie. Sie konnte ihr wohl kaum für alles die Schuld zuschieben. Schließlich klappte es mit ihren Eltern schon vor Nina nicht mehr. Und ihre Aktion war sowas von daneben. Aber hier hab ich Nina auch nicht verstanden. Sanny war noch nie besonders nett zu ihr und das war einfach total daneben und Nina lacht sich nur darüber kaputt und kann sie sogar noch verstehen obwohl sie mit einer Chlorallagie im Krankenhaus liegt. Wer will denn sowas ernst nehmen? Ich konnte es jedenfalls nicht.

Pärchen und Liebesbeziehungen: 2 –

Hm, was soll ich dazu groß sagen. Greg und Sanny konnten mich einfach nicht überzeugen. Da ist Sanny mit dem tollsten Typ der Schule zusammen, was schon mehr als unwahrscheinlich ist, und das ist trotzdem nicht genug? Und was haben die eigentlich genau anderes gemacht ausser sich zu küssen? Sanny sprach ja sogar von Kusszeiten! Mir kam das zu oberflächlich rüber und mir wurde nicht ganz klar wieso sie sich so viel bedeuteten. Greg interessierte sich nur für seine Musik und Sanny bekam Lex nicht aus dem Kopf und ihr gefiel überhaupt nicht, wenn Greg sich um anderes kümmerte als um sie. Selbst wenn er sie vorher vorwarnte. Ich konnte mit den beiden nur wenig anfangen.

Kira und Schleicher fand ich ganz okay, aber zu blass und nebensächlich. Hätten mich aber wohl mehr interessiert als Sanny und Greg.

Michelle und Tobi konnte ich gar nicht nachvollziehen wieso es nicht geklappt hat. Die passten ins eins ziemlich gut zusammen. Flocke und Michelle konnte ich mir dagegen gar nicht vorstellen. Das passte auch einfach nicht zu Michelle.

Erzählperspektive: 2

Die Geschichte wurde aus Sannys Sicht erzählt und das kam mir doch ziemlich unreif, kindisch und naiv rüber. Irgendwie kam ich mir wie gesagt vor als würde eine 13-jährige erzählen und keine 16-jährige.

Besondere Ideen: 1 +

Definitiv der Herzfehler von Sanny. Alles andere war austauschbar. Leider kam es oft nicht so gut rüber wegen der Art wie Sanny damit umging. Hätte mir ihrerseits oft mehr Reife gewünscht. Aber ich mag die Idee nach wie vor.

Rührungsfaktor: 2 –

Gerührt war ich hier leider nicht wirklich. Mir war das alles viel zu viel Drama. Etwas weniger hätte dem Buch sicher nicht geschadet.

Parralelen: 2 –

War halt die Fortseztung von Stolperherz. War aber viel dramahaltiger und uninteressanter. Sonst hab ich von der Autorin noch nichts gelesen.

Störfaktor: 2 –

Sannys Unreifheit und das ganze Drama. Das Buch war eine einzige Dramagequeen und das gefiel mir gar nicht.

Auflösung: 2 –

Die ganze Auflösung haute mich jetzt auch nicht vom Hocker. Das mit Greg und Sanny blieb offen. Auch alles andere. Die einzige Lösung die es gab war das mit der OP.

Fazit: 2 –

Ein durchaus interessantes Thema, das aber durch Sannys Unreifheit fast völlig unterging und negativ hingestgellt wurde. Das gefiel mir gar nicht. Auch die Band kam gar nicht mehr aus sich raus. Alle spielten nur für sich allein. Die Gemeinschaft interessierte gar nicht mehr. Und die Liebesgeschichten gingen vor allem in die Brüche. Sanny erlaubte sich so manch grenzwertige Aktion, kam aber immer ungeschoren davon. Nein, dieser Teil hat mich auch eher enttäuscht.

Bewertung in Punkten: 3/5 Punkten

Endstand: Stolperherz

Tja, und jetzt kommt auch gleich der Endstand dieses Buches. Mir hat das Buch super gefallen und gerade auch das Ende fand ich sehr emotional. Nun ist doch Greg mein Liebling, aber auch den anderen kann ich nicht böse sein und sie haben sich ja immerhin entschuldigt. Das rechne ich ihnen hoch an. Das Buch hatte schon was und ich liebe es nun doch. Es war ja eher so ein Spontanbuch, aber ein schönes Spontanbuch.

Hier ist nun meine Rezi: Stolperherz

Start/ Fortsetzung: Britta Sabbag – Stolperherz

Huch, vielleicht sollte ich mal langsam anfangen von diesen Buch in mein Lesetagebuch zu schreiben. Immerhin werde ich es vermutlich heute oder morgen beenden.

Stolperherz

Ich mag es eigentlich ganz gern. Es ist eine süße Geschichte. Der Hauptcharakter ist zwar vielleicht etwas unerfahren und sehr kindlich oder teenagerhaft, aber eigentlich mag ich sie.

Am interessantesten find ich ja, dass es sich um eine Herzpatentin handelt. Wobei sie da ziemlich kindisch ist was ihre Krankheit angeht.

Was ich von den Jungs halten soll weiß ich immer noch nicht, aber Lex und Tobi mag ich inzwischen eigentlich ganz gern. Auch Kira mag ich ganz gern. Nur Michelle geht einfach überhaupt nicht.

Interessant find ich auch, dass sie Städte besuchen, die ich eigentlich fast alle kenne.

Ich denke es ist ein süßes Buch für zwischendurch, aber nicht ganz der Knaller. Mal sehen wie es ausgeht.

Buchzitate: Stolperherz

Uff, das sind jetzt auch ganz schön viele geworden und ich hätte noch mehr gehabt.

1.) Marie Antionette (9 %, S. 24)

„Wie gehts meinem Liebling denn, hm?“, fragte er und ich wurde das Gefühl nicht los, dass auch er sich grüne Bubble-Tea-Kugeln vorstellen musste. Als er schluckte, wirkte sein Blick auf eine fast amüsante Weise gequält.“So ähnlich wie Marie Antionette“, antwortete ich und ergänzte in Gedanken.“ … auf ihrer Fart zu Guillotine.“
„Aha. Ist das eine Freundin von dir?“, fragte Paps mich geistesabewesend.

2.) Niederländisch (10 %, S. 27)

Immer, wenn Paps sehr emotional war, sprach er niederländisch, so auch jetzt. „Ik hou van je!“
Er sprach wirklich gutes Deutsch, ausser dass er so seine Schwierigkeiten mit Ü und U hatte, und dabei das Rührei zum Ruhrei machte, dafür aber das so genannte Rührgebiet erfand.

3.) Toasts (13 %, S. 32)

Ich starrte die Toastscheiben auf meinem Teller an: Warum hatte noch nie jemand festgestellt, dass Toasts nicht vollkommen quadratisch sind, sondern vielmehr rechteckig, besonders, wenn sie getoastet wurden?

4.) Im Kopf fliegen (17 %, S. 41)

Ich kannte mich aus im Kompensieren, hatte ich es doch quasi erfunden, in dem ich mindestens ein Buch in der Woche las, um meinem stinklangweiligen Leben zu entfliehen und all das zu erleben, was mein eigenes Dasein nicht hergab. Lesen gab mir die Möglichkeit, im Kopf zu fliegen.

5.) Ohren wie ein Luchs (23 %, S. 51)

Jetzt ergriff Greg das Wort. „Wir haben nicht viele Songs mit Noten. Wir spielen mehr nach Gehör.“
„Macht nix“, winkte Flocke ab, „ich hab Ohren wie ein Luchs, wenns donnert.“

6.) Tommy und Annika (25 %m S. 55)

Allerdings hatten selbst Tommy und Annika es geschafft, ihren Eltern zu verklickern, dass sie mit Pippi Langstrumpf abhauen mussten. Wie, daran konnte ich mich ärgerlicherweise nicht mehr erinnern. Aber wenn so was selbst ein paar Achtjährige mit Mittescheitel hinbekamen, sollte ich das wohl auch schaffen.

7.)  Dem Herzen folgen (26 %, S. 56)

In den unzähligen Büchern, die ich immer gelesen hatte, hieß es immer, man solle seinem Herzen folgen, was ich für totalen Mist hielt. Denn dann würde die ganze Welt stilltehen: Jeder zweite Junge in unserer Schule würde seine komplette Zeit damit verbringen, Kiras Lächeln zu bewundern, während der Rest mit Michelles Dekolltee beschäftigt wäre. Ich würde Greg dabei beobachten, wie er sich die Haare hinters Ohr strich oder gedankenverloren ins Nichts starrte. Und meine Mutter würde den ganzen Tag nur noch Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel zerschnipseln. Aber an diesem aktuellen Fall konnte es sein, dass da doch was dran war. Ich folgte meinem angeknacksten Herzen, welches mir sagte, dass ich diese Unternehmung machen musste, dass es einen Sinn hatte.

8.) Niemals Angst haben (26 %, S. 57)

„Tu immer das, wovor du dich am meisten fürchtest, kleine Sanny“, hatte Großtante Lilo damals mit ihrer gewohnt sanften Stimme gesagt, „dann wirst du niemals Angst haben.“

9.)  Pinocchio (44 %, S. 95)

In diesem Moment erinnerte Flocke mich an Pinocchio, als der erfuhr, dass er niemals ein richtiger Junge sein wird. Er tat mir ehrlich Leid. Ich wusste, wie sehr Flocke an den Traum glaubte, einmal fester Bestandteil einer Band zu sein. Und Crystal war nun mal nicht nur irgendeine Band, sondern die Band.

10.) Ganzkörperthrombosenstrumpf (47 %, S. 100)

„Ich glaube, das ist nicht so ganz meins“, murmelte ich unter einem leichten Baumwollkleid im Farbton Nude hervor, dessen Reißverschluss nicht aufging und das deswegen auf links gedreht nun an den Schultern und Kopf festhing. Ein Blick in den Spiegel bestätigte: Ich aus wie ein riesiger Ganzkörperthrombosenstrumpf aus.

11.) Etuiekleid (47 %, S. 101)

„Das ist besser“, sagte sie und übergab der Verkäuferin den Thrombosenstrumpf, der sich Etuikleid schimpfte. „Du wirst sie alle umhauen“, schwärmte sie und es klang wirklich nach echter Begeisterung.

12.) Das gelbe Kleid (47 %, S. 101)

Vor allem das gelbe Kleid passte zu mir, oder ich zu ihm. Es war, als hätte man mich ausgegraben und in einen Sonnenstrahl gesetz, im ersten Moment war ich mir selbst ganz fremd gewesen. Doch nach anfänglicher Skepsis fühlte ich mich ganz und gar wohl darin, und ich fand sogar, dass die roten Chucks suepr dazu harmonierten, auch wenn der Look zugegebenermaßen ein wenig gewöhnungsbedürftig war.

13.) Bargeldschrumpfen (48 %, S. 101)

Das hier war ein neues Kapitel im Leben der Sanny Tabor, beschloss ich, was war dagegen schon ein läppisches Bargeldschrumpfen?

14.) Aussehen (48 %, S. 102)

Dass die wunderschöne Kira ein Problem mit ihrem Aussehen haben konnte, hatte ich nun wirklich nicht vermutet. Aber es stimmte wohl: Die Dinge, die einen Menschen ausmachten, waren von außen nicht zu erkennen. Genau das war es ja, was das Leben so schwer machte.

15.) Fest für Sommersprossen (48 %, S. 103)

Wir bestellten zwei Eiskaffees mit extra Sahne und Schokostreußeln und hielten unsere Gesichter in die Sonne. es würde ein Fest für meine Sommersprossen werden, ich spürte sie förmlich sprießen, aber in diesem Moment war mir das schlichtweg egal.

16.) Mit der Sonne um die Wette (49 %, S. 104)

„Ich bin jedenfalls froh, dass du mitgekommen bist“, sagte Kira jetzt. Sie hatte ihre flache Hand zum Schirm über ihre Stirn geformt und strahlte mic über das ganze Gesicht mit der Sonne um die Wette an. Ich lächelte zurück.

17.) Zitronenfalter (49 %, S. 104)

„Alter! Ein Zitronenfalter! Sanny sieht aus wie in Zitronenfalter!“

18.) Peinlicher Fragekatalog Teil 2 (50 %, S. 105)

„Siehst gut aus, Red“, sagte er. Und das klang noch nicht mal so, als würde er einen Witz machen.
„Findest du?“, fragte ich vorsichtig nach. Sofort hätte ich mich selbst schlagen können. Wie dämlich und überflüssig war diese Frage bitte?!
„Ja. Auch wenn die Kombi mit den Chucks etwas, ich sag mal, außergewöhnlich ist.“
„Außergewöhlich?“
Peinlicher Fragenkatalog Teil 2, dachte ich, oh Mann!

19.) Organge 50 % (S. 105)

„Rot und Gelb harmoniert eigentlich ganz gut“, erklärte ich verlegen und suchte beim Reden nach Worten, „schließlich ergibt es orange.“
Oh Gott! Ich sollte mir den Mund zukleben, es kamen nur peinliche Sachen raus, die überhaupt keinen Sinn ergaben! Warum bloß kriegte ich in Gregs Anwesenheit kein vernünftiges Wort über die Lippen?
Greg lachte: „Ah ja. Also mir gefällt es jedenfalls. Du siehst … gut aus. Anders, aber gut. Steht dir, Red.“
Jetzt war mein Kopf wahrhaftig orange und meine Theorie ging tatsächlich auf.

20.)Lächeln und Tee (57 %, S. 121)

„Lächeln ist der külzeste (kürzeste) Weg zwischen Menschen“, sagte Ning.
„Das ist so freundlich“, bedankte sich Kira, „danke auch noch mal für den Tee. Er war vorzüglich.“
„Er war ekelhaft“, giftete Michelle von der Seite.

21.) Glitter, Glimmer & Co. (58 %, S. 122)

Auf der anderen Seite war ich noch nie der Gold-Typ gewesen mit Glitter, Glimmer & Co. konnte ich nichts anfangen. Also blieb mir nichts übrig, als doch einen Kommentar zu wagen. „Ja, dank Michelles herzlicher Art gab es sogar noch leckeren Tee, neben der schnellen Hilfe und dem Sonderpreis-Essen. Ning mochte sie anscheinend ganz besonders gern.“

22.) Tomatenkopf (58 %, S. 122)

Nur Lex sah mich skeptisch an, so, als müsse er noch davon überzeugt werden, dass Michelle wirklich nett sein könnte. Ich lächelte ihn an und versuchte dabei, nicht sofort einen Tomatenkopf zu kriegen.
„Das hast du super gemacht“, flüsterte er mir zu, und schwupps!, da war er, der Tomatenkopf.

23.) Schrottplatz (58 %, S. 122)

„Hi, Kinners“, begrüßte Günne uns und reichte jedem die Hand. „Ist mir ein totales inneres Blumenpflücken und so, euch heute Nacht auf meinem Schrottplatz zu beherbergen.“

24.) Supel-Fleak (58 %, S. 122)

„Ja, danke noch mal“, sagte Tobi, „Michelle hat nur Gutes von Ning und Ihnen erzählt.“
Günni sah Michelle lachend an. „Ja, von euch habe ich auch schon gehört, allen voran vom Supel-Fleak.“
Ich sah verschämt zu Boden, während Günni mir die Hand schüttelte. „Nicht so schüchtern“, sagte er, „ning hat gesagt, dass er nur wegen dir so nett war. Ein ziemlich lautes Mädchen soll auch dabei gewesen sein, dsa er am liebsten hochkant aus dem Laden geworfen hätte.“
Michelle sah Günni giftig an und Tobi zog eine rechte Augenbraue hoch.
„Na, wenn das so ist“, sagte Tobi, „danken wir mal kollektiv unserer Red hier. Ist ja immer für Überraschungen gut, die Kleine.“
Jetzt sah Michelle so aus, als habe sie gerade auf eine Kakerlake gebissen udn ich freute mich still und heimlich in mich hinein.

25.) Nie und nimmer (59 %, S. 124)

„Hör mal, Flocke“, begann ich und überlegte dabei, wie man jemanden eine Abfuhr erteilte, die zweifelsohne eindeutig war und keinen Raum für Interpretationen ließ, aber nicht zu schmerzhaft ausfiel.
„In diesem Leben“, begann ich, „auf diesem Planeten hier, und auch auf allen anderen, auf allen Sternen, in allen Galaxien, im gesamten Universum zu jeder Zeit, ebenso in allen Paralleluniversen, in der Matrix und auch in jeder anderen Zeit, im Hier und jetzt, in der Zukunft und auch in einem oder jedem anderen Leben, wenn es denn eines gibt, Flocke“, ich atmete tief durch, „wird es keinen Kuss geben. Nie und nimmer. Verstehst du das?“
Flocke sah mich nachdenklich an. „Sicher nicht in einem anderen Leben? Ich meine, egal, wie viele?“
„Auch in keinem anderen Leben“, bestätigte ich“, egal wie viele es auch immer sein mögen.“
Flocke seufzte: „Das ist hart. Aber wenn wir vielleicht Teekanne und Teesieb wären, oder noch besser Lolli und Stiel, Mega und Perls, Pasta und Tomatensoße, Cornflakes und Milch …“
„Selbst wenn ich als Klobürste wiedergeboren werde“, ergänzte ich, „Und du die Kloschüssel bist. Auch dann nicht. Nie.“
„Okay, jetzt ist mir ernsthaft übel“, sagte Flocke, „diesmal werde ich mehr als vier Stunden deprimiert sein.“ Mit diesen Worten schälte er sich für seine Verhältnisse ziemlich schnell aus den Untiefen des Sofas und verschwand.

26.) Sowas wie „Danke!“ (60 %, 125)

„Haste ja ganz, ganz toll ausgesucht!“, blökte Michelle mich von der Seite an, aber Greg stoppte sie. „Sei du lieber still. Wenns nach dir gegangen wäre, hätten wir jetzt gar nichts. Konnte ja keiner wissen. Und besser als nichts ist es auf jeden Fall.“
Ich wollte sowas wie „Danke!“ sagen, brachte aber nur ein leises Krächzen heraus.

27.) Dem schönsten Mann dieses Planeten (61 %, S. 217)

Ich saß neben Greg, dem schönsten Mann dieses Planeten, mitten in der Nacht und ganz alleine in einem Auto. Zwischen uns passte kaum ein Blatt Papier, so nnah war er. Wenn ich wollte, könnte ich die wiederspenstige Locke, die ihm in die Stirn gefallen war, später wegstreichen, wenn er eingeschlafen war. Ich könnte ihn die ganze Nacht ansehen, denn der Mond schien wie eine große Taschenlampe in das Fahrercocpit.