Lance und Shailene Teil 2.2.: Das Dornröschenmuseum

Und schon gibts den 2. Teil unserer Geschichte:

Zuletzt bei Lance und Shailene:

Lance und Shailene besuchten das Dornröschenmuseum. Allerdings wachte diese dabei auf und jetzt wissen sie nicht, was sie mit ihr machen sollen.

Lance und Shailene Teil 3.2. Das Dornröschenmuseum

„Was machen wir jetzt?“, fragte ich Lans während Dornröschen sich aufrapelte. „Ich hoffe du hast wieder so tolle Ideen.
„Wir wenden uns an die Empfangsdame“, schlug Lance vor.
„Kommen wir da überhaupt wieder raus?“, fragte ich und zeigte auf besagten Samtvorhang. „Hat die Frau nicht was von einem Rundgang gesagt?“
Bevor Lance antworten konnte fragte Dornröschen, die mittlerweile saß. „Was soll das? Wo bin ich? Wer seid ihr? Wo sind meine Eltern?“
„Bist du eine Schauspielerin?“, fragte ich hoffnungsvoll.
„Was soll das sein?“, fragte sie verwirrt zurück.
Wenn sie eine Schauspielerin war, war sie auf jeden Fall verdammt gut.
„Was ist das letzte, woran du dich erinnern kannst?“, fragte Lance sie.
„Das war diese Spindel mit der ich mich gestochen hatte. Dabei sollte ich mich mein Leben lang vor Spindeln fernhalten. Eine Fee hatte genau das vorausgesagt. Und dann sollte ich hundert Jahre schlafen. Allerdings sah der Ort wo ich eingeschlafen war anders aus als der hier. Habe ich geschlafen?“
„Lance, hol mal das Museumspersonal. Vielleicht können die entscheiden, was mit ihr gemacht werden soll. Sie hat offensichtlich Amnesie. Vielleicht hat sie sich den Kopf angeschlagen.“
„Und wenn das wirklich Dornröschen ist? Wer weiß, was sie mit ihr machen“, meinte Lance besorgt.
„Dir ist schon klar, dass Dornröschen ein Märchen ist und wir hier in keinem Märchen sind?“ So blauäugig konnte er doch gar nicht sein. „Sie ist vermutlich nur eine Schauspielerin oder so. Und das sollten wir mit dem Personal besprechen.“
„Was ist Personal?“, fragte Dornröschen.
Ich verdrehte die Augen, aber Lance antwortete ihr trotzdem.
„Personal ist der Oberbegriff für Leute, die hier arbeiten. Mitarbeiter. Er dachte nach und dann blitzten seine Augen auf. Ihm war etwas eingefallen. Jetzt war ich aber gespannt. „So wie eure Stallburschen oder Küchenmädchen.“
„Mitarbeier“, wiederholte Dornröschen noch mal als wolle sie ausprobieren wie das Wort klingt. „Also arbeiten hier auch Stallburschen und Küchenmädchen? Bist du ein Stallbursche und du ein Küchenmädchen?“ Sie sah uns nacheinander an. „Wo bin ich überhaupt?“
„Äh, nein. Nicht ganz. Küchenmädchen vielleicht, aber du solltest das lieber nicht zu genau nehmen. „Das waren nur Beispiele dafür um dir näher zu bringen, was Mitarbeiter sind.
Dornröschen sah dennoch verwirrt aus. Hatte wohl nicht so gut geklappt.
Während Lnace weiter mit Dornröschenn diskutierte probierte ich asu ob wir durch den Vorhang wieder zurück kamen, aber natürlich war da jetzt eine Wand. Na toll. Also ging ich zu den beiden zurück. Um Lance zu unterbrechen zog ich an seinem T-Shirt.
„Was ist?“, fragte er nur als er aufsah.
„Da kommen wir nicht raus“, klärte ich ihn auf. „Wir müssen den Rundgang machen.“
„Dann sollten wir besser damit anfangen.“
„Komm, Dornröschen. Besichtigen wir dein zu Hause.“

Schon im nächsten Zimmer war ich wieder hin und weg. Hier befand sich eine Art Bibliothek mit wirklich vielen Büchern. Allerdings machte mich das skeptisch. Woher sollten die vom Museum wissen, was es für Bücher bei Dornröschen gab? Der Hingucker waren die Seiten in den Vitrinen. In der Mitte des Raumes war ein riesiges Dornröschenbuch aufgeschlagen. Das Bild zeigte Dornröschen mit der Spindel. Ich sah von Dornröschen zu dem Buch und wieder zurück. Das Mädchen in dem Buch sah dem vor mir unglaublich ähnlich.
Auch Dornröschen beugte sich über das Buch und ihre Augen wurden immer größer.
„Das bin ich“, staunte sie. „Wieso bin ich in einem Buch?“
„Tja, weißt du, ähm …“ Lance hatte keine Ahnung wie er es erklären sollte und sah mich hilfesuchend an.
Ich seufzte nur. „Gehen wir lieber weiter.“
„Warum bin ich in dem Buch?“, ließ Dornröschen aber nicht locker.
„Sagt dir der Begriff Märchen was?“, fragte ich sie als wir den nächsten Raum betraten. Es war der Ballsaal indem Dornröschen vermutlich mit ihrem Prinzen getanzt hatte.
Dornröschen schüttelte mit dem Kopf. „Ich weiß nicht. So richtig nicht.“
„Märchen sind erfundene Geschichten mit meist unschönen Ausgang. Deine Geschichte ist so ein Märchen. Deswegen sieht das Mädchen im Buch dir so ähnlich.“
Puh, jetzt fing ich schon selbst an zu reden als stünde Dornröschen wirklich vor mir.
„Aber ich bin hier. Ich bin nicht erfunden“, begehrte Dornröschen auf.
„Und genau deswegen müssen wir das mit dem Personal klären“, erklärte ich.
„Mit dem Küchenmädchen?“, fragte Dornröschen verwirrt.
„Äh, nicht ganz.“
Ich hätte das Dornröschenschloss gerne ganz und in aller Ausführlichkeit erkundet. Doch da nun Dornröschen bei uns war entschieden wir uns in aller Eile zum Ausgang zu gelangen. Deswegen nahm ich die weiteren Räume gar nicht mehr so wahr.
Allerdings war der Ausgang gar nicht so wie wir ihn erwartet hatten. Wir kamen auf eine Wiese, die an einen Schlossgarten erinnerte. Und tatsächlich befand sich in der Mitte eine Miniaturausgabe vom Dornröschenschloss und drumherum war die Dornenhecke. Am Ende der Wiese war das Drehkreuz zum Ausgang.
„Lance, kann es sein, dass wir gar nicht mehr zum Museum kommen?“ Jedenfalls nicht zur Anmeldung.
„Sieht so aus“, meinte auch er. „Wir scheinen gleich zum Parkplatz zu kommen.“
„Und wie sollen wir dann glaubwürdig aufklären, dass wir sie im Dornröschenzimmer gefunden haben?“, fragte ich nicht gerade begeistert und warf Dornröschen einen Blick zu.
„Vielleicht gar nicht“, überlegte Lance. „Was wäre denn, wenn wir sie einfach mit nach Hause nehmen?“
„Ist das dein Ernst?“, fragte ich nun doch etwas schrill. „Wir nehmen eine fremde Frau, die wir irgendwo gefunden haben einfach so mit? Sie bräuchte Papiere, eine Krankenkassenkarte, Geld …“
„Es wäre mit ein bisschen Arbeit verbunden“, stimmte Lance mir zu. „aber das würden wir schon hinkriegen. Dafür bekommen wir Dornröschen.“
Er sah mich so hoffnungsvoll an, dass es weh tat. Na toll. Ganz toll, Lance. Aber hatten wir überhaupt eine Wahl? Keiner würde uns glauben und wir konnten sie ja schlecht zurückbringen.
„Also gut. Aber das ist nur eine Übergangslösung“, forderte ich.
„Natürlich.“ Lance strahlte wie ein Honigkuchenpferd.“
„Na, komm, Dornröschen. Wir bringen dich nach Hause.“
Dornröschchen riss sich vom Anblick des Minaturschlosses los und folgte uns. „Was stimmt nicht mit meinem Kleid?“
Na toll. War ja klar, dass gerade  das an unserem Gespräch bei ihr hängen geblieben war. Das konnte ja heiter werden …

Fortsetzung folgt …

Und schon wieder ein Teil fertig. Einer vom Dornröschenschloss kommt noch. Dann bleibe ich bei Lance und Shailene, aber es geht mit den anderen Aufgaben weiter.

Na, was meint ihr?

Writing Friday: Lance und Shailene Teil 2.1.: Das Dornröschenmusum

Heute gibts einenen weiteren Teil von Writing Friday und bei mir gehts weiter mit Lance und Shailene. Ich habe heute das Dornröschen-thema gewählt. Insgesamt werden es drei Tage. Den nächsten Teil gibts Sonntag. Den dritten dann am Mittwoch. Ich hoffe ich bin bis dahin fertig mit abschreiben. Allerdings gehts auch danach noch weiter mit Lance und Shailene.

Das Dornröschenmuseum

Wir bleiben noch ein bisschen in der Welt von Lance und Shailene, denn irgendwie gefallen mir die beiden ziemlich gut und für Dornröschen habe ich schon eine Idee. Der einzige Makel ist, dass das noch nicht aus der Sicht von Dornröschen ist, aber vielleicht kommt das im 3. Teil.

Das Dornröschenmuseum

Lance und ich saßen an einem Sonntag am Küchentisch und Lance las wieder in seiner heißgeliebten Zeitung. Fryfys Morgenblatt. Auf einmal bekam er dieses Leuchten in seinen Augen, dass ich nur zu gut kannte. Innerlich seufzte ich schon auf.
“Hey, Shailene. Guck mal. Hier steht was von einem Dornröschenmuseum. Wollen wir da nicht mal hin?“
“Ein Dornröschenmuseum? Wie alt sind wir? Fünf?“, fragte ich und rollte mit den Augen.
„Ach, komm schon Shai“, lockte er mich mal wieder. „Das wird lustig. Hast du gewusst, dass Dornröschen drei Brüder hatte? Drillinge. Dorne, Roser und Chen.“
„Wo hast du das denn her?“, fragte ich ihn und runzelte die Stirn. „Soweit ich weiß war Dornröschen ein Einzelkind.“
„Spielverderber!“, maulte Lance aus Spass. „Manchmal fehlt dir einfach die Fantasie. Mit drei Brüdern wäre das doch viel cooler.“
„Wenn du meinst.“ Lance hatte eindeutig zu viel Fantasie. Manchmal erinnerte er mich sehr an ein kleines Kind.
„Also, was ist jetzt mit diesem Dornröschenmuseum? Hier steht es ist in einem Schloss.“
Ich seufzte. „Von mir aus. Wenigstens scheint heute die Sonne.“
„Juhu!“, jubelte er und klang dabei tastsächlich wie ein kleines Kind. Wieso hatte ich mich noch mal in ihn verliebt? Ach ja. Er hatte immer den richtigen Riecher. Also, so schlimm konnte das doch gar nicht werden, oder?
Tja, wenn ich gewusst hätte ….

Als wir ankamen mussten wir erstmal einen Parkplatz suchen. War es etwa so voll hier?
„Die wollen alle ins Schwimmbad nebenan“, versicherte Lance mir. „Im Museum ist es nicht so voll.“
Sein Wort in Gottes Ohr. Wieso war eigentlich neben einem Dornröschenmuseum ein Schwimmbad?
Wie auch immer. Lance bezahlte die Tickets. Die Frau an der Kasse trug ein altmodisches Kostüm, dass wohl zu Cinderellas Zeit passen sollte. Es war türkis und mit Palietten besetzt. Die Eintrittskarten waren pink.
Aber die Eingangshalle sah schon sehr eindrucksvoll aus. So hatte es im Dornröschenschloss sicher wirklich mal ausgesehen. Auch von außen war es wunderschön gewesen mit den weißen Erkern und Türmen.
„Der Rundgang beginnt hinter dem Vorhang da drüben“, erklärte sie uns. „Folgt einfach den Pfeilen.“
Besagter Vorhang war samtrot und wirkte edel. Wir verschwanden dahinter.
„Wie viel hat der Eintritt gekostet?“, fragte ich Lance, aber er schüttelte nur mit dem Kopf.
Tatsächlich lag auf einem monströsen Himmelbett eine wunderschöne Frau, die nicht aus dieser Zeit stammte. Zumindest wirkte es so.
„Ach, das ist nur Dornröschen“, winkte ich ab. „Die schläft bestimmt die ganze Zeit und wacht nicht auf. Komm weiter.“
„Aber das ist Dornröschen! Das ist das interessanteste Zimmer. Sie sieht so echt aus, findest du nicht?“, wiedersprach mir Lance.
„Lass uns lieber weitergehen, Lance. Hier gibts noch so viel zu sehen.“
Dornröschen sah wirklich sehr echt aus. Ob das eine Schauspielerin war?
Doch natürlich hörte Lance wieder nicht auf mich. Im Gegenteil. Er entdeckte die Spindel. Ja, genau. Die Spindel, die Dornröschen den 100-jährigen Schlaf eingebracht hatte.
„Lance, leg die wieder hin.“ Mein Ton klang fast panisch.
„Aber wieso denn?“, fragte Lance blauäugig. „Das ist doch die Spindel.“
„Ich weiß. Ich kenne das Märchen. Also leg sie einfach wieder hin, okay?“
„Ach , wieso denn?“, fragte Lance erneut. „Das ist doch nur eine Spindel. Auch wenn sie verdammt echt aussieht. Das muss ich schon zugeben.“
Und dann passierte es. War ja klar. Er stach sich mit der Spindel. Wenn das jemand schaffte, dann mein leichtsinniger Freund Lance.
„Lance, wenn du gleich in einen hundertjährigen Schlaf fällst lass ich dich hier einfach liegen. Ich schwöre es.“
„Ach, was“, winkte er ab. „Das ist doch nur ein Märchen. Wobei. Mir wird gerade etwas komisch.“
„Lance!“, fuhr ich ihn entsetzt an.
„War nur ein Scherz, war nur ein Scherz“, winkte er sofort ab.
„Das ist nicht witzig.“
„Machst du dir etwa Sorgen um mich?“, neckte er mich, legte die Spindel weg und kam auf mich zu. Plötzlich war er mir viel zu nahe. Selbst heute noch raubte mir seine Nähe den Atem.
„War das eine ernst zu nehmende Frage?“, wollte ich betont locker wissen.
Natürlich durchschaute er mich.
„Du machst dir auf jeden Fall Sorgen um mich.“  Sein Grinsen wurde immer breiter. „Es blutet nicht mal. Nicht mal ein Kratzer. Ich habe nur so getan als ob.“
„Lance, verdammt!“ Doch was immer ich sagen wollte. Ich kam nicht dazu. Wir wurden unterbrochen.
„Wo bin ich? Was ist passiert? Wo sind meine Eltern?“
Es war die Stimme eines verwirrten Mädchens. Eine Stimme, die eigentlich nicht sprechen dürfte sondern schlafen sollte. Dornröschens Stimme.
Wir drehten uns zu ihr um und starrten sie an. Ich krallte meine Finger in Lance T-Shirt.
„Lance, wir haben Dornröschen an der Backe. Was machen wir jetzt?“
„Dornröschen?“, fragte das Mädchen im Prinzessinnenkleid, dass fast noch ein Kind war. „Bin ich das?“
Na toll. Dornröschen mit Amnesie. Das war ja noch besser. Ich würde Lance umbringen. Zumindest, wenn wir Dornröschen losgeworden waren.

Fortsetzung folgt …

So, das war der erste Dornröschenteil. Ich denke es wird 2 – 3 Teile werden. Vermutlich 3. Vielleicht wird der letzte Teil dann auch aus Dornröschens Sicht sein,  aber so passte es gerade so gut zu Lance und Shailene.

Der nächste Teil kommt übrigens Sonntag raus.

Und, was sagt ihr so?

Die Welt bei Nacht Teil 3

Und hier kommt die Nachtfortführung. Mal sehen was ihr sagt.

Hier gehts zu den anderen Teilen:

Teil 1
Teil 2

Nacht Teil 3

Ich war bei Niklas geblieben. Natürlich war ich das, denn er sollte Recht behalten. Wenn man einmal in seiner Welt war wollte man nicht wieder zurück. Ich war der Nacht verfallen und ließ meine Welt hinter mich. Auch wenn ich das erst länger noch nicht wusste.
Dafür lernte ich eine neue Welt kennen. Zunächst einmal führte er mich durch sein Schloss. Es war riesig und leuchtete in der Nacht unter sternenklaren Himmel. Die Sterne funkelten am Schloss entlang. Es sah wunderschön aus.
Von innen war das Schloss hell und einladend. Ich verliebte mich sofort darin. Es erinnerte mich an ein Märchenschloss.
Nach und nach zeigte er mir die dunkle Nachtwelt. Es gab so viele Wunder hier und ich entdeckte sie nach und nach. Den leuchtenden Regen gab es natürlich auch hier und auch die Glühwürmchen waren ein fester Bestandteil der Nacht. Das Reh und der Vogel auch, aber eben auch noch vieles anderes.
“Am Anfang sieht alles gleich aus“, erklärte er. „Aber nach und nach erkennt man den Unterschied. Die Sterne sind natürlich immer da, aber der Mond steht hier immer woanders. Manchmal sind es sogar zwei Monde. An manchen Stellen ist es heller als an anderen und manchmal schimmert es einfach in der Luft.“
“Bist du schon lange hier?“, fragte ich ihn nur.
“Schon sehr lange“, antwortete er. „und meistens war ich alleine.“
“Das ist traurig. Aber du hast von anderen Menschen erzählt, die diese Welt besucht haben, aber nicht mehr zurück kommen“, erinnerte ich mich.
“Das stimmt“, bestätigte er. „Aber sie bleiben selten bei mir. Es gibt noch viele andere Orte hier. Manche finden sie ansprechender.“<

„Ansprechender als dieses Schloss?“, staunte ich.
“Oh, ja“, meinte er nur nickend. „Du hast die leuchtenden Sümpfe noch nicht gesehen oder die fallenden Berge.“
“Fallende Berge?“, fragte ich verblüfft. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen.
Aber er hatte sie mir gezeigt. Mittlerweile konnte ich es mir vorstellen. Die leuchtenden Sümpfe waren eine magisch erhellte Stelle. Sümpfe waren es eigentlich nicht wirklich, aber sie wurden so genannt. Es war mehr eine Wiese. Sie leuchteten, weil sie vom Mond sehr hell erstrahlt wurden.
Die fallenden Berge waren schon merkwürdiger. Sie waren etwas schief und es sah wirklich aus als würden sie einfach vom Himmel fallen, was ziemlich verrückt war. Aber das Schloss war immer noch mein liebster Ort.
Ich hatte mit Niklas zusammen viele solcher Orte besucht. Sie waren allesamt zauberhaft. Die Welt bei Nacht hatte viel zu bieten.
Aber am liebsten mochte ich meine eigene kleine Ecke im Garten des Schlosses. Hier war es Tag und ein kleiner Bach floss über die Wiese auf der bunte Blumen blühten. Niklas und ich saßen hier oft und unterhielten uns einfach nur. So auch heute. Ich war jetzt vier Wochen hier. Allerdings kam es mir viel länger vor.
“Gefällt es dir hier?“ Er fragte mich täglich nach meinem Wohlergehen.
“Ja, es ist richtig toll hier. Manchmal vermisse ich den Tag, aber diese Stelle lässt mich das oft vergessen.“
“Willst du zurück?“, war seine nächste Frage.
Das war eine schwierige Frage. Ich liebte diese Welt und auch Niklas hatte ich mittlerweile in mein Herz geschlossen. Er war ein liebevoller und fürsorglicher Mann, der immer um mein Wohlergehen umsorgt war.
Aber machte eine kleine Ecke Tag das wirklich alles wett? Ich würde ein ganzes Leben hinter mir lassen. War es das wirklich wert? Was war wichtiger?
Das konnte ich nicht mit Sicherheit sagen.
“Muss ich die Frage jetzt beantworten?“, fragte ich vorsichtig. Ich wusste, dass ich ihn damit wahrscheinlich verletzte, aber ich konnte es nicht ändern.
“Nein“, antwortete er mir. An seiner Stimme konnte ich nicht wirklich feststellen, was er empfand.
“Wie lange habe ich Zeit bis ich mich entscheiden muss?“, fragte ich.
“Ein Jahr“, antwortete er.
“Wenn ich mich entschieden habe sage ich dir auf jeden Fall Bescheid“, versprach ich und er nickte. Momentan konnte ich nicht mehr für ihn tun.

Fortsetzung folgt …

Und was meint ihr?

 

Der Herbstmensch Teil 5: Das Ende

Ich habe vor langer Zeit mal angefangen den Herbstmensch zu schreiben. Genau gesagt habe ich hier auf dem Blog vor etwa 3 Jahren damit begonnen. Jetzt habe ich die Geschichte abgeschlossen. Da ich mich nicht mehr so richtig in die Geschichte reinfinden konnte, vielleicht etwas schnell, aber immerhin.

Hier gehts erst mal zu den vorherigen Teilen:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

Und hier kommt der aktuelle und letzte Teil:

Teil 5

Akt 5: 5. Treffen

 

Die Besichtigung des Schlosses war einfach traurmhaft. Ein wenig hatte ich ja schon beim ersten Besuch gesehen, aber längst nicht alles. Das merkte ich erst jetzt.
Es gab eine Art Gartenterasse, die noch zum Schlossgebäude gehörte. Sie war ganz der Herbst. Bunte Blumen und Bäume zierten sich durch die Reihen und Laub verteilte sich überall auf dem Boden. Es sah unglaublich aus. Mitten drin stand eine Bank und es wirkte, als sei man direkt in einem Herbstwald gelandet.
„Wow, ist das wunderschön“, schwärmte ich.
„Hier kommt Jan oft her. Besonders, wenn er im Winter aufwacht um Energie zu tanken“, erklärt Floh mir. „Du darfst dich gern jederzeit hier aufhalten, wenn der Platz dir gefällt. Jan würde es bestimmt gefallen.“
„Danke“, sagte ich bewegt.
„Schon gut. Lass uns lieber weiter gehen.“ Oho, das Eichhörnchen konnte wohl nicht mit Komplimenten umgehen.
Also führte es mich aus dem Herbstgarten raus in das braunorange Schloss und durch unzählige Gänge und Räume. Eins prächtiger als das andere. So etwas hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen.
Glänzende Räume, strahlende Liegewiesen und der reine Herbst überall. Wenn ich hier leben würde, würde ich dann nie mehr den Sommer sehen und nie mehr den Winter oder den Frühling? Immer nur Herbst? Wollte ich denn eigentlich hier leben?

Es vergingen einige Tage bis ich Jan das nächste mal sah. Er wirkte verschlafen und wie frisch aus dem Bett gekommen, aber er trug jetzt eine grüne Hose und einen orangen Pullover. Wir setzten uns in den Herbstgarten. Ich freute mich ihn zu sehen. Ohne ihn war es einsam hier gewesen.
Er wirkte etwas weniger blass, aber immer noch blass genug, dass ich mir Sorgen machte.
„Wie geht es dir?“, fragte ich ihn, nachdem wir uns auf die Bank in der Mitte des Gartens gesetzt hatten.
„Ganz gut. Ich bin nur müde. Ich denke aber, dass ich es schaffen werde heute wach zu bleiben. Wie hast du dich eingelebt?“
Sein Haar war noch verwuschelt, was ihn jünger wirken ließ.
„Ganz gut, aber ich fühle mich einsam. Niemand ist hier. Nur ab und zu Floh“, gestand ich ihm.
„Das tut mir Leid. Ich wäre ja gern die ganze Zeit hier, aber der Herbst ist vorbei …“ Er wirkte sehr zerknirscht.
„Das muss es ja. Du bist ja jetzt da.“ Er sollte sich keine Sorgen um mich machen. Ich kam schon klar. Er sollte sich erholen, damit er sobald er konnte, wieder stark war.
„Ja, jetzt. Aber wer weiß wie lange“, sagte er nur bedauernd.
„Mach dir keine Gedanken“, versuchte ich ihn zu beruhigen und nahm seine Hand in meine. „Hauptsache ich bin sicher und meine Familie auch.“
„Du kannst dich mit allem beschäftigen, was du willst. Wir haben eine riesige Bibliothek und Videothek und Computer. Du darfst alles benutzen“, bot er mir großzügig an.
„Das ist lieb von dir“, bedankte ich mich bei ihm, aber wir wussten beide, dass nichts von dem seine Gesellschaft ersetzten konnte.
Wir schwiegen verlegen und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.
„Wird das in Zukunft immer so sein?“, fragte ich ihn bedrückt.
„Mit mir? Hm, vielleicht nicht. Wenn du an meiner Seite wärst, wäre ich auch in den anderen Jahreszeiten stärker. Aber dafür müsstest du dich für mich entscheiden und erst nachdem wir geheiratet hätten, wäre das Band zwischen uns vollständig“, erklärte er mir und schien sich dabei unwohl zu fühlen.
„Das heißt, ich müsste dich auf jeden Fall heiraten?“, hakte ich nach. Ich tat es nicht gern, denn er wusste genauso gut wie ich, dass das ein heikles Thema zwischen uns war.
„Ja, wir könnten uns Zeit lassen, aber …“ Er sprach nicht weiter und das musste er auch nicht. Ich wusste, was er sagen wollte. Es würde ihn vermutlich eher schwächen als stärken.„Ja, ich weiß nicht was ich tun soll“, gestand ich ihm. Ich will dich kennen lernen, aber ich weiß nicht, ob ich es durchstehe, hier zu leben.“
„Ich kann dich verstehen“, erwiderte er traurig. „Du musst dich auch nicht sofort entscheiden. Ich kann warten.“
„Aber für dich steht fest, was du willst?“ Ich wusste nicht, was er sich wirklich wünschte.
„Ich glaube, ich habe gar keine andere Wahl. Es ist meine Bestimmung, aber ja. Auch wenn es anders wäre, würde ich mir nichts anderes wünschen.“
„Das ist aber irgendwie traurig. Man sollte immer eine Wahl haben“, fand ich.
Er nickte nur, sagte aber nichts dazu.

Und da ich jetzt einfach alles zu Ende bringen will, kommt alles in einen Teil.

Akt 6. : 6. Treffen

Jan wachte immer mal wieder zwischendurch auf, aber nie sehr lange. Wir unterhielten uns über unsere Interessen und Neigungen und lernten uns besser kennen. Er lachte viel und er machte gerne lange Spaziergänge. Er trank gerne abends Rotwein und aß herbstliche Gerichte oder Früchte von Bäumen. Aber er hatte auch ungewöhnliche Neigungen. Kurz bevor er in einen weiteren Schlaf sank leuchtete seine Haut so golden wie seine Haut, als würde sie ihn wärmen. Wenn er erwachte, war sie so dunkel wie die Nacht, und bekam erst langsam wieder Farbe. Er redete sehr vornehm und manchmal altmodisch, auch wenn er es ihrzuliebe anders versuchte hörte sie es doch immer wieder heraus. Wenn er dann wach war, sprach er recht langsam, als wäre er immer noch müde und er blieb nie mehr als ein paar Stunden auf. Doch der Frühling nahte und obwohl es nicht seine Jahreszeit war, wurde er wieder etwas stärker.
Die meiste Zeit verbrachte ich in der Bibliothek und las oder hörte Musik. Nur wenn Jan erwachte ging ich mit ihm ein wenig spazieren und wir unterhielten uns weiter über Musik, Lieblingssachen und vielen mehr. Die Zeit verstrich und der Frühling erblühte. Flo ließ sich nicht mehr blicken. Dafür tauchte eines Tages Fine wieder auf. Sie kam einfach durchs Fenster in die Bibliothek geflogen.
“Hey, einsames Mädchen. Wie geht’s?“, fragte sie.
“Ganz gut, aber ich bin wirklich einsam. Wird Jan noch lange so einen Rhythmus zwischen Wachen und schlafen haben?“, fragte ich. „Übrigens heiße ich Marleen.“
“Es wird noch ein bisschen so gehen. Hattest du trotzdem Zeit ihn ein bisschen kennen zu lernen?“, erklärte Fine.
“Etwas, aber nicht genug. Nicht annährend.“ Ich wusste, dass ich traurig klang.
Fine nickte verständnisvoll. Falls Schmetterlinge nicken konnten. „Wenn Herbst ist, könnt ihr auch wieder etwas in deiner Welt machen. Zum Beispiel ins Kino gehen. Er liebt diese Dinger einfach. Ich schleiche mich selbst manchmal rein“, erzählte Fine munter. Ich starrte sie ungläubig an.
“Kino?“
“Natürlich. Auch wir kennen ein paar Vorzüge deiner Welt. Selbst ich als Schmetterling“, nickte sie.
Ich schüttelte nur mit dem Kopf. Verrückte Welt.
Und dann hörte ich die Tür hinter uns. Jan kam herein. Er wirkte etwas frischer und wacher.
“Dachte ich mir doch, dass es Fine war, die ich in meinem Kopf rumstöbern spürte“, nickte Jan und legte mir wie selbstverständlich eine Hand auf meine Schulter.
„Jemand muss dich ja mal frisch machen. Du verschläfst ja alles“, empörte sich Fine.
Jan sagte nichts, sondern grinste nur. Dann setzte er mich neben mich auf das Sofa.
“Ich geh dann mal“, sagte Fine nur und ohne ein weiteres Wort ließ sie uns allein. Ich schüttelte verwirrt den Kopf.
“Hey“, lächelte Jan mich an.
“Hey!“, gab ich zurück.
“Geht’s dir wieder besser?“, fragte ich und betrachtete ihn besorgt. Er sah blass aus, aber immer noch gut. Sein goldenes Haar war heute besonders struppelig und er trug Jeans und ein braunes T-Shirt und wirkte fast normal.
“Zumindest besser“, antwortete er. „Ein Spaziergang würde mir vermutlich gut tun.“
“Bist du denn fitt genug dafür? Es dauert noch bis Herbst.“ Ich wollte nicht, dass er gleich wieder tagelang durchschlief.
“Klar! Der Winter ist vorbei. Der schwächt mich am meisten. Danach bin ich wieder fitter. Auch wenn ich mehr Schlaf brauche als im Herbst“, erklärte er überzeugend.
“Gut, dann lass uns gehen“, bot ich ihm an, auch wenn ich immer noch nicht ganz überzeugt war, dass das wirklich das beste für ihn war.Er nahm meine Hand und führte mich so nach draußen. Hier im Herbstbereich versuchte sich der Herbst immer noch etwas durchzusätzen, aber das gelang ihm nur kläglich. Viel mehr wirkte er verwelkt und ausgestorben.
Offenbar tat der Wald ihm tatsächlich gut, denn er bekam wieder etwas mehr Farbe.
„Wie ist es dir in meiner Schlafenszeit so ergangen?“, wollte er von mir wissen.
“Ruhig. Hier war nichts los. Ich hab viel gelesen“, gestand ich ihm.
Er grinste schelmisch. „Das wird jetzt sicher wieder etwas anders werden.“
“Wenn du meinst.“ Ich zuckte mit den Schultern.
“Lass uns hier lang gehen“, riet er mir und führte mich auf einen Waldpfad links von uns, der tatsächlich immer noch recht herbstlich wirkte.
“Wow“, hauchte ich. „Hat der Wald unterschiedliche Epochen?“
“Sowas in der Art“, nickte er. „In machen Gebieten setzt sich der Winter oder der Frühling besser durch als in anderen. Ich gehe immer in die, wo der Herbst noch recht stark ist, wenn ich mich wieder fitt genug fühle. Das baut mich auf.“
Dieser Weg war wunderschön. Golden erstrahlt von der Sonne und das Herbstlaub lag auf dem Weg. Es raschelte unter meinen Füßen. Wir gingen gemütlich nebeneinander her und fühlten uns wohl.
“Ich find deine Welt durchaus interessant“, teilte ich ihm mit. „Sie hat was und der Herbst ist durchaus eine schöne Jahreszeit und hat seine Vorteile.“
“Das stimmt“, nickte er. „Das hat sie durchaus.“ Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
“Führst du mich ein wenig rum?“, fragte ich hoffnungsvoll.
“Aber gerne“, freute er sich über mein Interresse.
Und so gingen wir weiter durch den Wald. Je tiefer wir gingen, desto goldener wurde er und desto mehr blühte Jan auf. Das freute mich sehr.
“Du musst bei der Winterfee wirklich aufpassen“, warnte er mich. „Sie ist tückisch und gerissen. Sie würde alles tun, damit ich nie wieder aufwache. Die Sommerfee ist harmlos. Sie ist eine Liebe. Der kannst du trauen. Der Frühlingsjunge ist auch in Ordnung. Nur manchmal etwas zu schüchtern um hervozukommen. Ihn wirst du vielleicht gar nicht sehen.“
“Okay, gut zu wissen.“ Das beruhigte mich etwas. Jetzt wusste ich, worauf ich achten musste. Zumindest bei den Herrschern der Jahreszeiten. „Gibt es noch was, was ich wissen müsste?“
Er überlegte kurz. „Du solltest nie alleine in den Wald gehen. Auch nicht in den Herbstwald. Der Wald ist allgemein gefährlich.“
“Okay, das werde ich mir merken“, versprach ich.
Dann gingen wir langsam weiter. Je weiter wir in den Wald kamen, desto goldener wurde Jans Haut. Der Wald tankte ihn auf und er wirkte schon viel gesünder. Das freute mich. Ich hatte mir Sorgen um ihn gemacht.
Als wir wieder bei der Terasse ankamen wirkte er schon gleich viel fitter. Er lächelte auch wieder mehr. Er war wieder mehr der alte Jan, den ich kennen gelernt hatte.
“Und was machen wir jetzt?“, wollte ich wissen.
“Hast du schon was gegessen?“, wollte er wissen.
“Nein“, antwortete ich.
“Dann pass mal auf“, grinste er nur und führte uns wieder rein.
Er führte mich in den Speisesaal. Es war eigentlich nur ein kleiner Raum. Aber auch er wirkte sehr herbstlich. Ein paar Tische standen im Raum verteilt, die Vorhänge waren in einem sanften braun und die Fensterbänke waren mit Herbstdeko versehen. Dekoigel, Tannenzapfen, Kastanien und sowas. Es sah wirklich schön aus.
An einer Wand war ein Buffet hergerichtet worden, an denen es jede Menge Leckereien gab. Ich sah mir die Sachen erst mal genauer an.
“Die Kastanien sind gut“, empfahl er mir. „Und die Kürbissuppe.“
Ich betrachtete die Esskastanien. Sie schienen geröstet zu sein und so nahm ich sie. Außerdem nahm sie ein paar von den grünen Blätter, die mit Tomate oder Gurke belegt waren und ein Stück Brot. Zum Trinken wählte ich Apfelsaft.
Auch Jan nahm sich was zu Essen und dann setzten wir uns an einen der liebevoll gedeckten Tischen. Hier gab es ebenfalls etwas Dekoration. Sträucher und Eicheln im Herbststil. Was sonst?
“Und?“, fragte er mich und musterte mich eingehend, als ich die Esskastanien in den Mund steckte.
“Die sind gut“, gab ich zu.
Er lächelte mich an. „Ich wusste es.“
“Du hast nur darauf gewartet, dass ich das sage, oder?“, fragte ich ihn.
“Aber klar“, grinste er.
Ich freute mich, dass er so gut gelaunt war. Er hatte so lange geschlafen. Immer und immer wieder. Jetzt wirkte er fast ausgelassen.
“Es ist schön, dass du wieder munter bist“, fand ich.
“Es ist schön, dass du bei mir bist“, fand er.
Jetzt lächelte ich ihn an. Bei ihm fühlte ich mich doch wirklich wohl.
Wir aßen auf und dann führte er mich noch mal durchs Schloss. In einigen Bereichen war ich schon gewesen, aber nicht in allen. Die Bibliothek kannte ich natürlich schon. Auch die Terasse. Aber einige Räume kannte ich auch noch nicht. Zum Beispiel den Fernsehnraum. Den hatte ich bisher vermieden. Er war groß und gemütlich, aber auch hell. Die Wände waren weiß, aber mit Filmpostern verziert. Ich sah sie mir genauer an. Sie schienen alle von älteren Filmen zu sein. Manche waren sogar in schwarz weiß gehalten. Sie passten so gut in diesen Raum.
“Die sind echt toll“, fand ich lächelnd.
“Ja, nicht wahr? Sie sind mein ganzer Stolz.“ Und so klang er auch.
Ich lachte. „Filmposter?“
“Hey, das sind echte Klassiker. Die gibt’s so gar nicht mehr“, meinte er beleidigt.
“Ich sag ja schon gar nichts mehr“, grinste ich.
Dann führte er mich weiter durch die Räume. Es waren undenldich viele. Große Räume, kleine Räume, helle Räume, dunkle Räume. Aber der, in dem wir jetzt standen, gefiel mir besonders gut. Er wirkte so herbstlich und passte so gut zu Jan. Es war eine Art Wohlfühllounge. In den Farben orange, gelb und grün gehalten. Überall waren Kissen zersträut worden. Ich legte mich sofort in das Kissenmeer hinein.
„Ich liebe diesen Raum“, schwärmte ich.
“Er ist toll, oder?“ Jan strahlte mich an.
“Auf jeden Fall“, stimmte ich ihm zu.
„Wann werde ich wieder nach Hause können?“, fragte ich ihn plötzlich. Ich wusste selbst nicht, woher das kam.
„Hab noch ein bisschen Geduld“, bat er mich. „Ich fühle mich schon etwas besser, aber ich brauche noch etwas, um wieder aufzutanken. Ich möchte dich nur ungern allein dorthin lassen.“
“Okay, aber ich hoffe, es dauert nicht mehr lange. Ich vermisse sie.“
“Ich werde mir Mühe geben“, versprach er.
“Gut.“ Das musste reichen. Vorerst.
“Und was machen wir in der Zwischenzeit?“, wollte ich wissen.
“Ich werde noch ein bisschen schlafen müssen. Du kannst gerne deine Zeit hier verbringen wie du möchtest.“
Er schlief ein paar weitere Tage. Ich verbrachte diese Tage lesend auf der Terasse, in der Bibliothek oder bei ihm am Bett, um ihn zu beobachten. Schließlich aber wachte er wieder auf.

Akt 7: 7. Treffen:

Als Jan das nächste mal erwachte, blieb er auch wach. Ich war froh darüber, denn jetzt blühte der Herbst wieder richtig auf. Auch Jan war viel besser drauf. Er lachte und machte Scherze. Wir gingen wieder hinaus und er blühte noch mal auf. Und dann machten wir uns auf den Weg in meine Welt. Ich freute mich total darauf. Ich würde meine Familie wieder sehen. Wir gingen also durch den herbstlichen Wald und der führte uns zurück in die Menschenwelt. Ich war plötzlich ganz hibbelig. Ich wollte jetzt ganz schnell weiter kommen.
Ich zog Jan mit mir und er lächelte. Hier kannte ich mich aus. Hier führte ich ihn. Er kam kaum hinterher. So schnell ging ich.
“Hey, warte doch mal“, rief er. „Der Herbst hat gerade mal begonnen. Ich bin noch schwach.“
Ich drehte mich um. Er war ein ganzes Stück hinter mir und ich hatte es nicht mal gemerkt. Ich blieb stehen.
“Puh“, meinte er, als er bei mir ankam. „Ich hasse diese Übergänge.“
“Ach, komm. Ich geh jetzt langsamer“, versprach ich. Und so gingen wir nebeinander her.
Doch ich konnte es kaum erwarten zu Hause zu sein. Und endlich war es so weit. Ich stand vor unserem Haus. Es sah aus wie immer und doch so ganz anders. Es hatte sich veändert und irgendwie auch nicht. Es war schwer zu erklären. Das Haus war natürlich genau wie immer. Aber ich sah es mit anderen Augen. Es wirkte irgendwie kleiner und gemütlicher. Im Baum hing wie immer braunes Lametta und vor der Tür stand ein Dekoigel. Ich lächelte. Das passte zu meiner Mutter.
“Komm“, sagte ich und ging zur Tür. Dann klingelte ich und wurde immer aufgeregter. Es dauerte eine Weile, bis sich etwas tat. Ich hörte etwas hinter der Tür. War das ein Hundebellen? Na, nu. Seit wann hatten wir denn einen Hund?
“Ruhig, Leska, ruhig“, hörte ich eine vertraute Stimme rufen. Meine Mutter.
Dann öffnete sich eine Tür und dahinter kam eine Frau zum Vorschein, die einen Hund an der Leine hielt. Erst sah sie mich verständnislos an, dann fragte sie verwirrt. Du?“
“Ich.“ Ich lächelte und wusste, dass ich nicht mehr ins Herbstland zurück kehren würde. Hier gehörte ich her, hier wollte ich bleiben, doch wie sollte ich das Jan erklären? Ich würde eine Möglichkeit finden. Erstmal gingen wir rein und folgten meiner Mutter in das Haus.

Ende

Cover Theme Day 49: Ein harter Gegenstand

Und schon gehts weiter mit dem Cover Theme Day. Ich bin natürlich wieder mit dabei.

Zeige das Cover, auf dem ein harter Gegenstand zu sehen ist“ 

Am ehesten würde mir das hier dazu einfallen:

Den ersten Teil fand ich besser. Dieser hier konnte mich nicht mehr so überzeugen, aber die Reihe war schon ganz gut.

Kennt ihr die Reihe und wenn ja wie fandet ihr sie? Was habt ihr heute gewählt?

Kiera Cass – Selection 5 Die Krone

Story: 1 +(+)

Eadlyn wird unter Druck gesetzt, da sie jetzt Aufgaben von ihrem Vater übernehmen muss und einen in ihren Reihen hat, der nur ihre eigenen Ziele verfolgt. Wird Eadlyn den Aufgaben gewachsen sein und für wen wird sie sich nun entscheiden?

Eigene Zusammenfassung

Charkatere: 1 +(+)

Eadlyn: 1 +(+)

Man könnte sie als unnahbar bezeichnen, aber sie ist innerhalb der Geschichte ganz schön aufgetaut. Sie ist wirklich sympatisch und hat ein gutes Herz. Sie scheut auch schweren Aufgaben und Entscheidungen nicht und hat es nicht immer leicht, aber sie versucht das Richtige zu tun.

Ahren: 1 +

Ahren kam hier leider nicht so viel vor. Er hielt sich sehr bedeckt, aber ich mag ihn weiterhin total gern. Aber er hat schon auch gefehlt.

Maxon: 1 +

Ihn mochte ich auch wieder sehr. Es ist toll wie er seine Familie unterstützt und tut was er kann.

America: 1 +

Sie kam nicht so viel vor, aber wenn machten ihre Auftritte Eindruck. Ich find es toll was sie aus ihrem Leben getan hat und wie sie im Schloss aufblüht im Kreise ihrer Familie.

Neena: 1 ++

Ich find sie einfach toll. Es ist großartig wie sie Eadlyn unterstützt und aufgestiegen ist. Sie ist eine tolle Hilfe.

Kile: 1 ++

Ich mochte ihn so gern und es war toll wie er Eadlyn dann doch unterstützte. Er hat das Herz am rechten Fleck und mir gefiel seine Einstellung am Ende. Er hat schon was.

Hale: 1 +

Hale war mir auch sehr sympatisch. Ich mochte seine Schneiderkünste auch sehr und wie er mit Eadlyn umging.

Henry: 1 ++

Er war einfach so goldig und immer so gut drauf. Auch lernte er so fleißig englisch und seine Backkünste mochte ich. Einfach ein Schatz.

Erik: 1 +(+)

Er war auch klasse. Wie er Eadlyn unterstützte und mit ihr umging und sich immer zurückhielt war toll.

Aspen: 1 +

Ihn mochte ich auch sehr gern. Es war toll wie er Eadlyn unterstützte und er hatte es auch nicht leicht.

Fox: 1 (+)

Eigentlich mochte ich ihn sehr gern, aber am Ende gefiel er mir nicht ganz so.

Ean: 1 (+)

Den mochte ich total gern, auch wenn er etwas blass wirkte.

Marid: 1 (+)

Eigentlich mochte ich ihn schon, aber nicht seine Absichten.

Kaden: 1 +

Ich find ihn sehr süß un klug. Er hat schon was.

Osten: 1 +

Auch ihn finde ich sehr süß. Er hat auf jeden Fall was.

Josie: 1

Die meiste Zeit fand ich sie anstrengend, aber später war sie gar nicht so übel.

Lady Brice: 1 +

Lady Brice war mir sehr sympatisch und es war toll wie sie Eadlyn unterstützte.

Camille: 1 +

Ich fand sie sehr sympatisch. So wie über sie erzählt wurde.

May: 1 +

Sie kam wenig vor, aber sie war sympatisch. Meistens wurde aber nur über sie erzählt.

Marlee: 1 +

Ich mochte sie schon immer sehr gern. Sie ist stark und sympatisch.

Lucy: 1 +

Sie kam wenig vor und hatte es nicht leicht, aber ich mochte sie.

Gavril: 1 +

Er war wie immer toll und moderierte die Sendung toll und unterstützte Eadlyn auch super.

Gunnar: 1 +

Ihn mochte ich sehr gern. Die Art wie er abreiste war sehr gut. Aber sonst war er eher blass.

Mark: 1 +

Er kam nie aktiv vor, wirkte aber sympatisch.

Sir Andrews: 1 –

Er war mir nicht so sympatisch, aber okay.

Sir Coddly: 2 –

Ihn fand ich eher unsympatisch und aufsässig.

Gerard: 1

Ich fand ihn okay, aber er kam selten vor.

Kota: 1 –

Er war mir immer noch unsymaptisch wie immer.

Burke: 2 –

Er kam nur namentlich vor, aber im ersten Teil war er mir unsympatisch.

Daphne: 1

Ich fand sie okay, aber sie kam auch nur namentlich vor.

Georgia: 1 (-)

Sie war mir nicht so sympatisch diesmal.

Eloise: 1

Ich fand sie okay, aber ihr fehlte Persönlichkeit.

Carrie: 1 +

Sie wurde nur erwähnt, wirkte aber sehr sympatisch.

Sharron: 1 –

Ich fand sie zu aufsässig, aber okay.

Bree: 1 –

Die war mir auch zu aufsässig. Sie redete von Sachen, von denen sie keine Ahnung hatte.

Ally: 1

Sie war okay und wollte nur für ihre Rechte einstehen, aber trotzdem …

Suzette: 1 –

Auch sie war mir zu aufsässig, aber okay.

Pärchen/ Liebesgeschichte: 1 +(+)

Ich fand die Liebesgeschichte hier sehr süß. Sie war zwar sehr verdeckt, aber dafür sehr berührend und auch die Nebenliebesgeschichten mochte ich.

Erzählperspektive: 1 +

Die Geschichte wird aus Eadlyns Sicht erzählt und das gefällt mir sehr gut, da ihre Gefühle so gut rüber kommen.

Rührungsfator: 1 ++

Der war auf jeden Fall vorhanden. Besonders auch am Ende ganz groß, aber auch zwischendrin. Es war einfach toll.

Besondere Ideen: 1 ++

Das ist ja, dass das Casting diesmal umgedreht ist und lauter Männer die Teilnehmer sind und das gefällt mir wirklich auch sehr gut.

Parallelen: 1 ++

Die kann ich zu den anderen Büchern stellen und da hat mir dieses hier schon sehr gut gefallen.

Störfaktor: 1 +

Das war gar nicht so viel. Die Liebe hätte etwas mehr sein können und manche Charaktere gefielen mir nicht so, aber sonst.

Auflösung: 1 ++

Die fand ich gut gemacht und auch noch mal ganz spannend. Sie hielt einige Überraschungen bereit.

Fazit: 1 ++

Mir gefiel das Buch aucn nach dem 2. Lesen wieder wirklich gut. Eadlyns Geschichte ist einfach gut gemacht und dass diesmal so die Männer die Teilnehmer sind finde ich wirklich gut. Das macht es interessanter. Die Männer sind überwiegend sympatisch und es sind ein paar richtig, richtig sympatische bei. Außerdem mag ich auch Eadlyns Familie und Vertraute sehr.

Bewertung: 5/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Wenn ihr Bücher dieser Art mögt lest diese Reihe unbeingt. Sie hat was.

Wetterumschwung Teil 2

Und schon kommt der zweite Teil zum Wetterumschwung. Damit ich nicht so hängen bleibe bei der Geschichte.

Wetterumschwung Teil 2

Prinz Robin und ich ritten durch die Wälder. Der Prinz ritt schnell als wolle er mich so schnell wie möglich loswerden. Der Ritt war schnell und wild. Ich musste zusehen, dass ich mich an ihm festhalten konnte damit ich nicht vom Pferd fiel. Aber ich beschwerte mich nicht. Hauptsache ich kam nach Hause.
Der Ritt dauerte gar nicht so lange. Da machte Robin plötzlich Halt. Wir stiegen vom Pferd ab und ich fragte Robin: „Wo sind wir hier?“
„An der Grenze. Da wolltest du doch hin“, erklärte er mir nur.
„Und was muss ich jetzt machen?“, fragte ich ihn. Ich hatte so gar keine Ahnung.
Robin seufzte wieder. „Weißt du das wirklich nicht?“
„Nein“, antwortete ich schlicht.
Robin ging zur Grenze, die ich nicht sehen konnte, und legte eine Hand in die Luft. „Du musst einfach durch gehen.“ Er zog seine Hand wieder raus und die war nun etwas schimmernd und grau.
„Was ist mit deiner Hand passiert?“, fragte ich besorgt und beäugte sie misstrauisch.
„Das ist ganz normal. Das vergeht gleich wieder“, winkte er lässig ab. „Für einigen von uns ist die Welt da draußen nichts.“
„Tut es weh?“, fragte ich.
„Nicht besonders.“
Ich glaubte ihm nicht und beobachtete ihn weiterhin skeptisch. Er erwiederte meinen Blick stur.
„Willst du jetzt nach Hause oder nicht?“, fragte er nur.
„Werde ich wieder hierher zurück kommen können?“, wollte ich unsicher wissen.
„Ich denke nicht. Du wirst dich erinnern, aber man kann nur einmal hierher kommen“, erklärte er.
Ich zögerte. Ich wollte nach Hause, aber wollte ich das hier wirklich aufgeben? Das hier war eine ganz neue Welt, die ich für mich entdecken konnte.
„Was ist los?“, fragte Robin und sah mich musternd an. Er bemerkte mein Zögern sofort.
„Ich bin nicht sicher. Wäre es möglich, dass ich noch ein wenig bleibe und mich hier ein wenig umsehe. Ich möchte diese Welt kennen lernen bevor ich gehe“, erklärte ich. Und irgendwie zog mich der Prinz neben mir auch an.
„Ich weiß nicht. Hier gibts nicht viel zu sehen. Bist du sicher?“, fragte er und wirkte gerade sehr nervös.
„Nicht wirklich, aber ich kann doch jeder Zeit hierher zurück kommen, oder?“
„Wahrscheinlich.“ Sicher klang er aber nicht. „Vielleicht sollten wir Mutter fragen.“
„Oder ich gehe einfach nach Hause,“ überlegte ich nun doch.
„Oder so, aber du solltest dich langsam mal entscheiden.“ Jetzt wurde er wieder ungeduldig.
„Ich sollte nach Hause gehen“, entschloss ich mich dann. Es war die beste Entscheidung. Ich gehörte nicht hierher. Er nickte nur und zeigte auf die unsichtbare Grenze.
Ich ging darauf zu und als ich ganz nah dran war, drehte ich mich um und winkte. Robin winkte zurück. Dann ging ich durch die Grenze. Es fühlte sich an als würde ich durch die Luft gehen, aber sonst veränderte sich nichts für mich. Aber als ich mich umdrehte war Robin verschwunden. Ich war wieder in meiner Welt. Eigentlich sollte ich glücklich sein, aber ich fühlte mich so komisch leer. Es fühlte sich falsch an. Ich wollte zurück gehen, aber wenn ich durch die Grenze ging kam nur der Wald wo ich jetzt war in Sicht. Es ging nicht. Traurig machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ich hoffte, dass ich eines Tages zurück in die fremde Welt konnte, denn ich hatte die falsche Entscheidung getroffen, aber würde diese Welt dann noch genauso sein wie jetzt? Ich konnte es nur hoffen. Solange würde ich hier zu Hause mein Leben leben. Aber diesen kurzen Ausflug in diese fremde einzigartige Welt würde ich nie vergessen. Es war einzigartig.

Ende

jetzt habe ich es doch schon geschafft fertig zu schreiben. Ich wollte keine zu lange Pause dazwischen. Dann wäre es irgendwann wieder in Vergessenheit geraten.

Was meint ihr zu der Geschichte? Ich hätte sie natürlich auch noch verlängern können, aber genau das wollte ich vermeiden.

Schreibklick März: Wetterumschwung Teil 1

Da ich mich sowieso auf kaum etwas anderes konzentrieren kann werde ich mich jetzt mal um eine weitere Geschichte kümmern.

Sanfte Frühlingsbrise/ eisige Winde

Passt ja aktuell (17.03.18) perfekt.

An einem warmen Frühlingstag ging ich nach draußen spazieren. Ich brauchte die Ruhe, denn viele verschiedene Gedanken gingen mir durch den Kopf und drehten sich ständig im Kreis. Ich musste rauskommen und abschalten. Ich ging also gedankenverloren daher, doch plötzlich merkte ich, dass es nicht mehr warm war. Es wurde ziemlich eisig. Wo kam plötzlich der Wind her? Ich fröstelte und drehte mich um. Hinter mir hatte sich irgendwie die Gegend verändert. Da war alles weiß und der Wind wehte höllisch.  Ich drehte mich panisch wieder um und merkte, dass der Frühling um mich herum nicht mehr da war. Da war jetzt nur noch Schnee. Was war hier los?
Mir wurde plötzlich ganz kalt. Ich wollte die Wärme zurück. Was war hier bloß los? Da ich eh nicht zurück konnte ging ich weiter. Ich musste ins Warme. Sonst würde ich erfrieren. Als ich eine Weile gegangen war kam ein einzelner Reiter auf einem Pferd an mir vorbei. Er hielt an als er mich in meiner dünnen Kleidung sah und musterte mich ausgiebig. Danach fragte er: „Wer bist du und was machst du hier?“
„Ich habe mich verirrt und weiß nicht wohin ich soll.“ Er klang nicht besonders freundlich, aber auch nicht so wahnsinnig beänstigend. Dennoch machte er mir Angst. Ein bisschen zumindest.
„Das ist aber ziemlich leichtsinnig in dieser Kleidung draußen rumzulaufen bei dem Wetter“, klärte er mich lehrreich auf.
„Ich weiß. Ich wollte auch gar nicht so lange raus, aber dann habe ich mich verirrt“, erklärte ich nur. Ich zitterte immer mehr.
„Du musst ins Warme“, beschloss er schließlich. Endlich stieg er ab und half mir auf sein Pferd. Als ich oben war stieg er selbst wieder auf und saß vor mir. Wir ritten schweigend voran und ich war gespannt darauf wo er mich hinbrachte.
Mit einem Märchenschloss hätte ich natürlich niemals gerechnet. Aber genau dort brachte er mich hin. In ein Märchenschloss. Das war der Wahnsinn. Ich konnte nur starren und als mein Reiter in den Stallungen ankam und vom Pferd abstieg und mir half konnte ich immer nur weiter starren. Das entlockte ihm ein leichtes Grinsen. Etwas abwesend reichte er einem Stallburschen sein Pferd und führte mich dann zum Eingang des Schlosses.
„Also, wie heißt du?“, fragte er mich da unvermittelt.
„Rabea“, antwortete ich.
Er nickte nur und stellte sich dann vor: „Ich bin Prinz Robin.“
Ich blieb perplex stehen: „Moment mal, du bist ein Prinz?“
Er schnaubte nur. „Natürlich. Oder warum meinst du bringe ich dich zu einem Schloss?“
„Oh“, brachte ich daraufhin nur heraus und er rollte ganz unprinzenhaft mit den Augen.
Ich unterdrückte ein Seufzen. Wie verhielt man sich richtig vor einem waschechten Prinzen? Gabs da eine Anleitung für oder so? Ich war bisher jedenfalls noch nie einem begegnet.
Wir schwiegen wieder und er führte mich ins Schloss hinein. Das Schloss war von innen noch beeindruckender als von außen. Von außen war es schneeweiß und mit seinen vielen Erkern und Türmen wirkte es irgendwie romantisch. Von innen war es einfach nur wow. Die Wände wirkten wie aus Stein und uralt, aber es war nicht kalt. An den Wänden der noblen Eingangshalle hingen überall die ältesten Bilder der Welt.
„Beeindruckend nicht?“, fragte Robin und ich konnte nur nicken.
„Oh ja“, nickte ich.
Dann führte er mich weiter schweigend in die Halle. Ich sah mich weiter staunend um. Das Innere des Schlosses wurde immer schöner und beeindruckender. Ich war einfach nur überwältigt. Er führte mich in die oberste Etage in eines der Wohnräume. Es war größer als mein ganzes Elternhaus zusammen. Dann ging er zu dem riesigen Schrank, der in diesem Zimmer war. Er öffnete die Türen. Es zeigte sich mir ein riesiger begehbarer Kleiderschrank, der mich völlig überforderte.
„Du darfst dir gerne nehmen was du willst. Mach dich frisch und komm dann runter“, bot er mir an.
„Äh, ich kenne mich doch gar nicht aus. Ich weiß gar nicht wo ich hinsoll“, gab ich zu Bedenken und sah ihn unsicher an.
Er warf mir nur einen undeutbaren Blick zu und nickte. „Bist du fertig, wenn ich dich in einer halben Stunde wieder abhole?“
„Ja.“ Ich sah ihm fest in seine wunderschönen braunen Augen. Er erwiedete meinen Blick, nickte dann und verließ den Raum. Ich war allein. Endlich allein. Zunächst machte ich aber eine Besichtigungstour in den Kleiderschrank. Da war ich total überfordert. Hier hing so viel Kleidung. Wie sollte ich da wählen? Was war passend für ein Schloss? Ich wählte ein schlichtes blaues Tageskleid und süße weiße Sandalen. Dann steckte ich meine Haare etwas hoch. Schon klopfte es wieder an der Tür.
Der Prinz mir gegenüber nickte anerkennend und lächelte sogar ein wenig. Wir gingen runter und ich lernte die Hausdame kennen. Sie saß in einem roten Sessel in einem üppigen Wohnraum. Sie war eine wunderschöne Lady mit grauen sehr langen Haaren, einem lieblichen Gesicht, schönen blaue Augen und einem atemberaubenden rosefarbenden Tageskleid. Sie stellte sich mir als Lady Marisa vor.
„Was führt dich hierher, mein Mädchen?“, fragte die Dame.
„Ich habe mich verlaufen. Ich komme aus einer anderen Welt, die wärmer ist und plötzlich war ich hier“, erzählte ich.
„Ah, das passiert manchmal. Ich war selbst schon dort. Eine interessante Welt aus der du kommst“, nickte Lady Marisa verständnisvoll.
„Und wie komme ich wieder zurück?“ fragte ich sie.
„Robin wird dich bringen. Er kennt den Weg“, erklärte sie.
„Was?“ Robin sah Lady Marisa entsetzt an als könnte er nicht fassen, was er da gehört hatte.
„Du kennst den Weg und du kannst für ihre Sicherheit sorgen. Du bringst sie zurück.“ Lady Marisas Ton ließ keinen Wiederspruch dulden.
Der Prinz seufzte tief und fügte sich. Er war nicht zufrieden, aber er fügte sich ihr. Und deswegen waren der Prinz und ich schon bald wieder in den Stallungen und machten uns zum Aufbruch bereit. Ich würde nach Hause kommen …

Fortsetzung folgt ….

So, endlich bin ich fertig. Hat ja auch ewig gedauert. Wann ich zu der Fortsetzung komme steht allerdings in den Sternen …

Das Herbstschloss Teil 1

Dieses Schreibklick Thema mag ich sehr gern. Deswegen habe ich auch schon meine Geschichte dazu vorbereitet. Leider wird es wieder eine Fortsetzung.

Herbstfarben: Das Herbstschloss Teil 1

Ich ging gerne im Herbst im Wald spazieren. Die Blätter waren so schön bunt und wenn die Sonne durch die Bäume schien wirkte das fast magisch. Ich liebte Magie. Deswegen las ich auch so viele Fantasybücher. Vor allem Geschichten über Hexen liebte ich. Es durfte auch schon mal gruselig werden. Aber nichts ging über Harry Potter, dem Zauberjungen, der als Halbmuggel in die magische Welt gelangte. Mein absolutes Hexenvorbild war die kluge Hermine. Ich fand sie schon immer klasse. Mein Traumberuf war es deswegen schon immer gewesen eine Hexe zu sein. Auch mit sechzehn Jahren hatte sich daran nichts geändert. Magie war mein Leben.
Allerdings verlangten meine Eltern seltsamerweise, dass ich einen richtigen Beruf studierte. Deswegen hatte ich den Bereich Historik gewählt. Da kommen Hexen wenigstens drin vor. Allerdings hatte ich bis zum Abi noch Zeit. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich viele Freunde hätte, aber ich war schon immer eher ein Einzelgänger. Meine Mitschüler fanden mich sonderbar.
Nur Leni Sophie hing gerne mit mir rum. Sie war selbst etwas sonderbar, zog sich immer schwarz an und schminkte ihre Lippen dunkellila. Sie war hübsch und die Jungs starrten ihr hinterher, aber sie interessierte sich für niemanden ausser Dustin, den anderen sonderbaren Jungen, er sich ähnlich kleidete wie sie und auch noch einen Pircing hatte. Ich musste zugeben, dass die beiden gut zusamen passten.
Ich ging also wie immer durch den herbstlichen Wald und wollte mich wie immer auf den hohen Baumstamm setzen, mein lilanes Notizbuch mit dem Einhorn drauf rausholen und weiter magische Geschichten schreiben. Hier im Wald konnte ich das immer am besten.
Doch heute sollte ich nicht bis zu dem hohlen Baumstamm kommen, denn als ich etwas tiefer in den Wald gelangte, wirbelten plötzlich die bunten Blätter in allen Herbstfarben auf und glitzerten sich im Kreis wirbelnd in der Sonne. Sie wurden immer schneller und plötzlich drehte ich mich mit ihnen, ohne es zu wollen. Ich wirbelte und wirbelte mit den Blättern im Kreis und wurde immer schneller. Plötzlich sah ich Dinge an mir vorbei ziehen. Mir begegneten im Herbstlaub ein strahlend weißes Pferd, ein einzelner heller Stern, eine dunkle Rose, ein paar Wesen, die wie Engel aussahen und viele anderer solcher Dinge. Dann verschwanden die Bilder und ich hörte stattdessen Musik. So schön hatte Musik noch nie geklungen. Als die Musik verklang wurde ich kurz traurig, aber ich wirbelte weiter bis die Blätter sich letzendlich beruhigten, immer langsamer wurden, mich wieder auf der Erde absetzten und dann langsam wieder auf den Boden fielen.
Mir war nicht schwindelig. Ich fühlte mich frei. Der Wald hatte sich nicht verändert, aber ich fühlte, dass etwas anders war. Er sah aus wie vorher, aber die Farben wirkten intensiver und vereinzelte Blätter wirbelten noch imer in der glitzernden Sonne herum. Dann hörte ich wieder die Musik und ich wusste, dass ich ihn ihre Richtung gehen musste.
Ich trat ein paar Schritte vorwärts und wurde dann immer sicherer. Das hier war immer noch mein Wald. Und dennoch wirkte er völlig fremd auf mich.
Die Musik wurde lauter und ich glaubte ein paar Wörter verstehen zu knönnen.

Einsames Herbstkind, sei Willkommen bei uns,
Fühle dich wohl und lerne deine Heimat kennen.
Einsames Herbstkind, sei Willkommen,
Erfreue dich an unserem Wald und erspüre unsere Wunder.
Sehe sie, verstehe sie, fühle sie.
Einsames Herbstkind, du bist jetzt zu Hause,
Finde uns.

Die Strophen wiederholten sich immer und immer wieder wie in Dauerschleife. Ich ging zielstrebig voran, blieb aber immer wieder stehen. Ich glaubte Schatten im Wald zu erkennen. Was hatte ich gesehen? Ein Tier, einen Menschen? War ich in Gefahr?
Doch ich begegnete niemanden. Ich ging tiefer in den Wald hinein und folgte immer noch der Musik als ich plötzlich Glockengeläut hörte. Schnell und voller als würde es direkt vom Himmel kommen. Ich versuchte den Ursprung der Glocken auszumachen, konnte aber nichts erkennen.
Schließlich trat ich auf eine Lichtung und traute meinen Augen kaum. Hier stand ein riesengroßes Schloss in allen Herbstfarben mitten im Wald. Es hatte Türme und Erkern und wirkte total romantisch. Aus dem Schloss klang die Musik und das Glockengeläut und die Herbstblätter wirbelten um das Schloss herum.
Zuerst dachte ich, ich sei allein, aber dann erschienen plötzlich Wesen auf der Wiese. Darunter war das weiße Pferd, dass ich schon im wirbelnden Kreis gesehen hatte. Aber auch viele andere Wesen, die wahrhaft magisch wirkten. Manche glichen Engeln, andere Wesen sahen Feen oder Elfen ähnlich und alle waren sie rein und vollkommen.
Die Menge teilte sich plötzlich und den Gang entlang, den sie bildeten, kam ein Junge auf mich zu. Schon vom weiten wirkte er wunderschön und sonderbar. Als er näher kam, erkannte ich, dass eine Hälfte seines dichten Haares feuerrot war und die andere sonnengelb. Seine Augen waren mintgrün und sein Gesicht ebenmäßig.  Er war kräftig gebaut, aber weder dick noch drahtig und er trug eine grüne, enge Hose und ein gelbes T-Shirt. Als er vor mir stand veränderte sich das Lied um uns herum:

Einsames Herbstkind, bist du endlich angekommen.
Einsames Herbstkind, bleib für immer.
Einsames Herbstkind, rette unsere Welt.
Einsames Herbstkind, bleib bei uns.

Dann verstummte das Lied ganz und der Junge schenkte mir ein Lächeln. Hallo Elena. Willkommen bei uns. Wir freuen uns, dass du da bist.“ Seine Stimme klang sanft und hell und einfach wunderschön.
„Woher kennst du meinen Namen?“, wunderte ich mich.
„Wir kennen die Namen unserer Besucher einfach“, erklärte er nur rätselthaft.
„Und wie heißt du?“, wollte ich nun von ihm wissen.
„Autumn“, antwortete er.
Na, das passte ja. Der Herbst.
„Na komm, lass uns reingehen. Du wirst erwaret.“ Autm nahm wie selbstverständlich meine Hand. Dieser Herbstjunge verwirrte mich, aber ich ließ mich von ihm in das Schloss führen. Seine Hand lag warm in meiner. Was mich da drinnen wohl erwartete? Was machte ich hier? Ich würde es wohl herausfinden müssen …

Fortsetzung folgt …

Auch diese Geschichte ist nun angefangen. Mal sehen wie sie weiter geht. Wie gefällt sie euch?

Start: Rhiannonn Thomas – Ewig Wenn Liebe erwacht

Erst mal braucht mein Lesetagebuch wieder Futter. Das letzte mal ist viel zu lange her.

Seelen habe ich ja jetzt beendet und es war auch zum vierten mal wieder gut.

Aktuell lese ich jetzt dieses Buch:

Achtung! Beitrag mit Spoilern zu genießen!

Obwohl ich schon bei Seelen gestern viel gelesen habe, habe ich hier auch noch mal etwa 90 S. geschafft und aktuell bin ich auf S. 106.

Ich mag die Geschichte total gern und es ist schön leicht zu lesen.

Die Geschichte ist interessant gestaltet und das Märchen von Dornröschen wird in veränderter Form schön mit eingewoben.

Die Welt an sich gefällt mir sehr gut. Es ist mittelalterlich angelehnt und hat doch ihre ganz eigene Welt.

Von den Charaktere her mag ich am liebsten bisher Aurora, Rodric und Tristan.

Aurora hat es nicht leicht und wird gleich in eine komplett fremde Welt geschmissen und es wird von ihr erwartet, dass sie das total toll findet. Ich kann ihre abneigenen Gefühle da gut verstehen. Auch wenn es mir um Rodric leid tut.

Rodric ist schüchtern und unsicher und gerade das mag ich so an ihm. Allerdings frag ich mich auch manchmal ob er wirklich den Mist glaubt, den seine Eltern ihm weismachen will und ob er das wirklich alles selber will. Er fühlt sich doch offenbar mehr als unwohl in seiner Haut. Aber er ist wirklich süß und ich mag ihn.

Tristan ging mir sofort mitten ins Herz. Er konnte sich mit seiner Art einfach sofort begeistern. Er ist gerade mein Liebling und ein richtig toller Typ. Ich hoffe da kommt noch mehr mit ihm.

Rodrics Eltern mag ich gar nicht, aber das ist wohl auch nicht Sinn der Sache. Wenigstens stört es nicht wirklich sondern passt in die Geschichte. Sie sind einfach so verdammt unsensibel und interessieren sich nur für sich selbst. Ich denke Aurora hat sie ziemlich gut eingeschätzt. Ich frag mich auch was ihnen das Recht gibt sie so zu behandeln wie sie es tun.

Aber die Geschichte ist wirklich interessant und scheint genau mein Ding zu sein. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht. Gerade auch mit Tristan, Aurora und Rodric. Bisher gefällt es mir sehr gut.

Habt ihr es schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?