Rosemary Clement-Moore – Dahin ist aller Glanz

Dahin ist aller Glanz

„Du wusstest nichts über Bluesone Hill, als du hier angekommen bist.“
„Hatten wir uns nicht darauf geeinigt,
dass ich eine Tageskarte für den Bus der Ahnungslosen habe?“

Meine Meinung:

Es war der zweite Versuch mit diesem Buch. Beim ersten Mal bin ich nicht über die ersten etwa dreizig Seiten hinausgekommen. Diesmal konnte ich es aber beenden.

Leider war es immer noch nicht meins. So richtig warm wurde ich damit auch diesmal nicht.

Trotzdem gab es einige Dinge, die ich sehr gern mochte wie das kleine süße Städchen, wo gefühlt jeder jeden kennt. Es war so liebevoll beschrieben und auch die meisten Bewohner fand ich interessant oder mochte ich.

Das Grundthema mit den Geistern und der Vergangenheit mochte ich, aber nicht wie Sylvie darüber dachte. Das hätte besser sein können.

Mit Sylvie wurde ich sowieso nicht ganz warm. Klar hatte sie einen schweren Schicksalsschlag erlitten, aber deswegen muss man sich doch nicht so gehen lassen. Das haben andere schließlich auch. Und selbst wenn, hätte es irgenwann innerhalb des Buches eine Entwicklung geben müssen, die ich nicht sah. Ständig war sie bockick, launisch, schlecht gelaunt und wollte immer ihren Willen durchsetzen.

Rhys mochte ich eigentlich ganz gern, aber dass er alles so lange vor Sylvie verschwiegen hat fand ich nicht so gut. Manchmal fand ich ihn auch komisch, aber eigentlich war er ganz cool.

Shawn wurde mir verhunzt obwohl ich ihn Anfangs sehr gern mochte. Das fand ich schade.

Addie ging mir oft ziemlich auf den Keks, aber auch sie hatte gute Seiten an sich.

Clara, Mr. Young, Rhys Vater und den Priester mochte ich alle sehr gern. Auch die Beschreibung von Mr. Young als Weihnachtsmann. Die waren sehr lieb.

Paula fand ich teilweise etwas schwierig, aber eigentlich war sie doch eine ganz liebe.

Was ich auch nicht so toll fand war, dass Gigi, der Hund so wichtig genommen wurde. Gefühlt das halbe Buch handelte von ihr. Das fand ich schon extrem. Das ist doch kein Hundebuch. Das kann man mal neben einfließenlassen, aber doch nicht in fast jedem Nebensatz.

Der Magieanteil war wieder interessant. Trotzdem gefiel mir die Lösung am Ende nicht.

Hannahs Geschichte find ich auch noch ziemlich interessant. Ich mag solche alten Geschichten einfach.

Allen in allem wurde ich mit dem Buch nicht ganz warm. Es hatte viel  Potential, aber meiner Meinung nach legte die Autorin viel zu viel Wert darauf den Leser wissen zu lassen wie kaputt Sylvie doch ist seit sie nicht mehr tanzen kann und auf den Hund, aber weniger auf das Wesentliche. Das fand ich schade.

Bewertung: 3,5/5 Punkte

GemeinsamLesen 27: mit Dahin ist aller Glanz

Heute ist wieder Zeit für GemeinsamLesen bei Schnulzen-Bücher.

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Dahin ist aller Glanz von Rosemary Clement-Moore und bin auf S. 269.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Nachdem Shawn nach Hause gegangen war, ließ ich Gigi noch ein paar Minuten herumrennen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Beim ersten mal hab ich es nach recht wenigen Sieten abgebrochen. Jetzt läuft es besser, aber ich hab immer noch Schwierigkeiten mit Sylvie und das Gefühl, dass ungefähr 200 Seiten gefühlt von an die 500 von dem Hund handelt, was ich etwas unpassend find, da das nicht im Vordergrund stehen sollte. Aber Shawn und Rhys mag ich ganz gern. Besonders Shan. Manches find ich ganz interessant, aber wenn es zu Sylvie-lastig wird schalte ich auch oft ab.

4. Man sympathisiert oder verschießt sich in Serien schnell in den Antagonisten, wie sieht es bei dir in Büchern aus? Bösewicht hui oder pfui?
(von Grinsemietz)
Eine ähnliche Frage gab es schon mal. Ich weiß nur nicht mehr ob es hier war oder bei der Montagsfrage.
Manche Bösewichte find ich recht interessant und gut gemacht wie zum Beispiel mein Lieblingsbeispiel aus Harry Potter Voldemort. Seine Geschichte ist interessant und durchaus nachvollziehbar. Mehr oder weniger halt. Andere „gute“ Beispiele sind auch Mab und Oberon aus Julie Kagawas Plötzlich Fee, auch wenn Oberon nur so halb böse ist, aber auch nicht wirklich nett. Selbst Titania hat da was.
Anders ist es bei Talons Lilith. Auch von Julie Kagawa. Sie find ich oft einfach nur nervig und anstrengend. Aber sie gehört schon dazu. Oder sonst fällt mir gerade noch Morpheus bei Tintenherz ein. Der hat überhaupt keinen Stil und ist einfach nur armseelig.Aber auch er gehört irgendwie dazu.
Wenn eine Geschichte dahinter steckt find ich Bösewichte also oft recht interessant. Anders ist es, wenn man einfach nur böse ist um des bösen Willens oder Personen einfach nur hasst, weil sie da sind. Das find ich eher anstrengend und unnötig. Im Prinzip kommt es also immer auf den Bösewicht selbst an und wie er dargestellt ist.