Writing Friday 6: Charlie, der Hase

Endlich komme ich mal zum Writing Friday. Meine Geschichte ist kurz, aber ich kam einfach nicht zum Abschreiben.

Charlie, der Hase

Natürlich hätte man längst wissen können, dass Maja nicht die Wahrheit sagte, aber es war mir nicht leicht gefallen das zu glauben. Sie hatte diese einzige Gabe den Leuten ihre Geschichten so zu verkaufen, dass man ihr einfach glauben musste. Doch als sie mir erzählte sie habe ihr Kuscheltier nicht mit ins Bett genommen glaubte ich ihr. Meine Kleine war bereits 12 Jahre alt, aber von ihren Kuscheltieren konnte sie sich einfach nicht lösen. Sie liebte sie einfach zu sehr. Als ich nun herausfand, dass sie ihren Schlappohrenhasen Charlie mit ins Bett genommen hatte musste ich schmunzeln. Diesen weißen Hasen liebte sie ganz besonders und würde ihn niemals hergeben. Ich ließ sie gewähren, aber wenn sie ihn mit 15 immer noch mit ins Bett nahm würde ich ein ernstes Wort mit ihr reden müssen. Doch wenn ich jetzt so darüber nachdachte hatten Maja und Charlie ja auch eine lange gemeinsame Vergangenheit.  Sie hatte ihn überall mit hingenommen und ihn nie aus den Augen gelassen. Sie war schon immer vernarrt in ihn gewesen. Deswegen möchte ich euch nun ein paar Geschichten über die beiden erzählen …

 

Ich heiße zwar nicht Maja, aber hatte wirklich mal so einen Hasen namens Charlie. Und ich habe ihn wirklich geliebt. Er war eins meiner absoluten Kuscheltiere. Mein weißer Hase Charlie, aber ich glaub ich hatte ihn nicht überall dabei.

So, das war meine kleine Geschichte zu diesem Thema. Und was sagt ihr?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

So und endlich komme ich mal dazu die kleine Spielzeugfigur mal wieder abzutippen. Geschrieben hatte ich es bereits am 17.12. Abgeschrieben am 23.12. und gepostet heute.

Was bisher geschah:

Dennis ging mit Sim nach Hause und machte seine Hausaufgaben während Sim Kika guckte. Als Sim schlief ging Dennis runter zu seiner Familie zum Abendbrot. Seine Mutter schlug vor mal wieder was zusammen zu unternehmen. Dennis überlegte Sim in dieser Zeit Ronja zu überlassen. Jetzt ging Dennis ohne Sim zur Schule, weil der zu Hause bleiben wollte.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 1040:

Es war seltsam ohne Sim in die Schule zu gehen. Er war jetzt all die Tage immer bei mir gewesen. Jetzt fehlte mir irgendwie was.
Als ich in der Schule ankam empfing mich Ronja bereits.
„Gehts deinem kleinen Freund gut?“, fragte sie flüsternd.
„Ja, keine Sorge. Aber er wollte heute zu Hause bleiben“, entgegnete ich. „Ich habe ihn gelassen.“
Ronja nickte nur. „Okay.“
„Kann ich dich um einen Gefallen bitten?“, fragte ich sie dann.
„Klar“, stimmte sie sofort zu.
„Kannst du Sim am Sonntag nehmen?“, fragte ich sie dann.
„Klar“, meinte sie begeistert während wir auf die Schule zugingen. Es sah nach Regen aus. „Das wird bestimmt lustig. Und was macht ihr am Samstag?“
„Ich wollte mit Sim auf die Insel“, erzählte ich ihr. „Dort gibt es eine Art Rebellenarmee von Spielzeugfiguren. Sim und ich haben sie neulich entdeckt.“
„Cool. Noch mehr lebende Spielzeugfiguren?“, freute sie sich. Kann ich mitkommen?“
Ich zuckte mit den Achseln. „Wieso nicht? Aber ich muss dich warnen. Die Rebellen sind mir nicht gerade freundlich gesinnt. Ich weiß nicht wie sie auf dich reagieren werden.“
„Kein Problem. Damit komme ich klar.“ Dann gongte es und Ronja fragte noch. „Ich muss jetzt los. Sehen wir uns in den Pausen?“
„Klar!“, strahlte ich und ging in das Schulgebäude rein.

Schule ohne Sim war wirklich seltsam. Merkwürdig wie sehr ich mich an den kleinen Kerl gewöhnt hatte. Ständig wollte ich in meiner Tasche nachsehen ob es ihm gut ging bis mir wieder einfiel, dass er gar nicht da war.
Ich war seltsam abgelenkt und konnte mich nicht konzentrieren. Auch meinen Freunden fiel das auf, aber sie sprachen mich Gott sei Dank nicht darauf an.
In den Pausen traf ich mich mit Ronja und wir unterhielten uns über Sim. Ronja wollte alles wissen, was es zu wissen gab, aber so viel wusste ich ja gar nicht. Sim war da recht schweigsam. Aber ich erzählte ihr von seiner Fernsehsucht und dass er in meiner Schublade schlief und sich bei mir wohl fühlte.
Schließlich gingen wir zu anderen Themen über. Ronja erzählte davon, dass es ihr Traum war einen eigenen Spielzeugladen zu eröffnen, weil sie Spielzeug schon immer geliebt hatte. Ich gestand ihr, dass ich gar nicht wusste, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte. Wir unterhielten uns die ganzen Pausen über und so ging der Tag schnell um.

Sim

Juhu, endlich allein zu Hause. Es war toll mit Dennis zusammen zu hängen und die Schule zu besuchen, aber ich hatte auch gerne meine Ruhe. Schon vor einiger Zeit hatte ich gehört, dass wirklich alle Bewohner aus dem Haus verschwunden waren und ich tatsächlich allein war.
Aber was sollte ich tun? Stundenlang ferhsehen? Weiterschlafen? Das klang alles nicht so verlockend, aber was dann? Für eine Spielzeugfigur war Dennis Zimmer nicht gerade verlockend. Sollte ich vielleicht wirklich die Nachbarskinder besuchen? Aber das Fenster stand nicht auf Kippe. Ich kam nicht hinaus. Blöd gelaufen.
Da fiel mein Blick auf ein paar Buntsstifte auf Dennis Schreibtisch. Sie waren riesig und erinnerten mich entfernt an Gewähre, aber vielleicht konnte ich damit ja wirklich was anfangen. Also hüpfte ich auf Dennis Schreibtisch und zog an den Monsterbissen. Schließlich hatte ich es geschafft alle auf den Boden zu rollen. Jetzt brauchte ich nur noch ein Blatt Papier und eine Unterlage. Ich wollte nicht, dass Dennis durchdrehte, wenn er kam und mich vor Wut rausschmiss, weil ich seinen Boden ruiniert hatte. Schließlich hatte ich alles zusammen und legte es bereit. Doch was sollte ich mit diesen Stiften malen? Sie waren wirklich riesig. Zögernd versuchte ich einen blauen Stift anzuheben, aber es schien unmöglich zu sein. Verflucht! Wieso waren die Dinger auch so groß? Und was jetzt? Hatte Dennis keine kleinen Stifte?
Schließlich hüpfte ich noch mal auf Dennis Schreibtisch um nachzusehen und fand einen kleineren Bleistift. Etwas langweilig so einfarbig, aber es musste gehen. Und so begann ich zu malen. Ich malte Dennis, Ronja und mich auf einer Blumenwiese. Glücklich und zufrieden. Ich malte stundenlang bis ich wieder eine Tür hörte, aber Dennis konnte das eigentlich noch nicht sein. Oh, oh. Ich musste leise sein. Am besten ich versteckte mich lieber in meiner Schublade falls doch jemand hier rein kam. Ich war sowieso vom vielen malen ein wenig müde geworden. Ein wenig Schlaf konnte da sicher nicht schaden. Also kletterte ich wieder in meine Schublade und wanderte ins Land der Träume. Vielleicht konnte ich dort bleiben bis Dennis zurück kam.

Fortsetzung folgt …

So ein weiterer Teil ist geschrieben. Mal sehen wann der nächste Kommt. Was sagt ihr hierzu?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 9

Auch mit der Spielzeugfigur möchte ich mich mal wieder beschäftigen. Ich habe das alles viel zu lange schleifen lassen.

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Was bisher geschah:

Dennis hatte Sim in der Schule in seinem Schrank gelassen, was Sim furchtbare Angst gemacht hatte. Vorher erzählte Lex was über Spielzeugfigurenvideospiele. Jetzt stand der Musikunterricht kurz bevor.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 9

Sim hockte wohlbehalten in meiner Tasche. Ich war froh, dass es ihm gut ging. Ich hatte immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn im Schrank vergessen hatte. Das würde mir nie wieder passieren. Nicht nach seiner panischen Reaktion. Nie wieder.
Ich betrat den Musikraum mit einem mulmigen Gefühl. Ronja und ich sollten zusammen arbeiten. Sie saß schon an unserem Tisch und warf mir ein Lächeln zu als ich reinkam.
„Hey!“, begrüßte ich sie als ich mich zu ihr setzte.
„Hey, wo wollen wir anfangen?“, grüßte sie mich zurück.
„Gute Frage. Was meinst du?“ Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung.
Wir setzten uns an das Klavier und drückten auf ein paar Tasten. Wie auf Kommando summte Sim dazu. Ronja nickte und grinste. Mittlerweile war der ganze Klassenraum von Musik erfüllt, da auch andere Klassenkameraden mit dem Projekt begonnen hatten.
„Wir könnten die Musik noch etwas verändern, findest du nicht?“, schlug ROnja vor und spielte ein paar Tasten in einer anderen Reihenfolge.
Ich nickte begeistert. „Klingt super.“
„Summ mal dazu“, forderte sie mich auf.
Sim summte im perfekten Takt dazu und Ronjas Lächeln wurde breiter. Ich korrigierte Noten und war schon sehr zufrieden mit unseren Fortschritten. Wir arbeiteten eine Weile konzentriert weiter. Der Song, den wir spielten klang immer melodischer. Ich war begeistert. Auch Ronja wirkte zufrieden und das gefiel mir.

Nach der Stune hatten wir Schulschluss. Ronja und ich verließen zusammen den Klassenraum. Ich war nervös. Ich wollte Zeit mit ihr verbringen, aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das anstellen sollte. Ich hatte keine Erfahrung mit Mädchen. In meiner Tasche raschelte es als wollte Sim mich anstupsen. Ich zuckte zusammen. Hoffentlich hatte Ronja das nicht bemerkt.
„Also, das lief doch gut, oder?“, fragte Ronja schließlich.
„Ja, unsere Meldodie hört sich super an“, stimmte ich ihr zu.
„Wir sind zwar noch nicht fertig, aber es war schon mal  nicht schlecht.“ Sie grinste wieder.
Schließlich nahm ich all meinen Mut zusammen. „Hast du heute schon was vor?“
Sie blieb stehen und musterte mich interessiert. „Wieso?“
„Ich dachte wir könnten vielleicht einen Kaffe zusammen trinken gehen oder einen Kakao oder einen Tee.“ Ich biss mir auf die Lippen, weil ich mir so dämlich vorkam. Ich glaubte aus meiner Tasche ein leises Rascheln zu hören.
Zu meiner Überraschung antwortete sie: „Sehr gern. Eine heiße Schokolade wäre schön.“
Ich konnte mein Glück kaum fassen. Sie wollte wirklich? Gemeinsam gingen wir zum Strand. Dort gab es ein kleines gemütliches Cafe. Wir konnten draußen sitzen. Wir redeten unterwegs nicht viel, aber es war trotzdem nicht unangenehm.
Gleich nachdem wir uns gesetzt hatten kam eine Kellnerin und fragte uns nach unseren Getränkewünschen. Wir bestellten und die Kellnerin verschwand wieder. Dann waren wir mehr oder weniger allein.
Es war schönstes Sommerwetter. Es war warm, die Sonne schien und die Möwen kreischten. Der Himmel strahlte in einem kräftigen blau über uns. Es war perfekt.
Aber worüber sollten wir uns jetzt unterhalten? Ich war kein großer Fan von Small-Talk. Zum Glück übernahm den Part. „Also, erzähl mal von dieser Spielzeugfigur?“
Völlig überrumpelt sah ich sie an: „Was?“
„Dein ruckelnder Schrank. Das war doch bestimmt diese Spielzeugfigur, oder?“, fragte sie.
„Woher weißt du von meinem Schrank?“, fragte ich verdutzt.
„Du kannst es mir ruhig sagen“, ermutigte sie mich. „Ich weiß von der Spielzeugfigur.“
„Woher?“, fragte ich völlig versteinert. Oh Mist, jetzt hatte ich mich verraten.
„Ist das wichtig?“, wollte sie wissen. Sie klang nur neugierig.
„Ja klar“, antwortete ich irritiert.
„Ich habe ihn einmal gesehen als du dich unbeobachtet fühltest. Du hast mit ihm geredet“, erzählte sie.
Ich schluckte hart.
„Es ist okay“, versicherte sie mir. „Diese Spielzeugfigur ist etwas besonderes. Das habe ich gleich gemerkt.“
Ich starrte sie nur an und sie fragte mich: „Darf ich sie sehen?“
Es fiel mir schwer mich aus meiner Starre zu lösen. Aber jetzt hatte ich auch nicht mehr viel zu verlieren. Ich holte Sim vorsichtig aus der Tasche und zeigte ihn Ronja. Er blieb starr, weil wir in der Öffentlichkeit waren.
„Faszinierend“, fand sie und stupste Sim an, woraufhin er natürlich zusammen zucken musste. Ich schnappte ihn mir und steckte ihn zurück in meine Tasche. Ich wollte nicht, dass er wie ein Objekt behandelt wurde.
„Wo hast du ihn her?“, fragte Ronja weiterhin neugierig.
Also erzählte ich ihr wie Sim auf meiner Fensterbank landete und was wir bisher zusammen erlebt hatten. Ich redete sehr lange und Ronja lachte viel. Ich hatte das Gefühl, dass es ganz gut lief.

Fortsetzung folgt …

So und ein weiterer Teil meiner Spielzeugfigur ist auch geschrieben. Endlich komme ich mal ein Stück voran. Wie findet ihr es?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 6

Es wird Zeit für einen weiteren Teil meiner Spielzeugfigur. Der letzte ist viel zu lange her.

Ihr erinnert euch?

Zuletzt waren Dennis und Sim auf einer Insel angekommen. Zunächst hatten sie nur gechillt, aber dann waren sie auf einen Kirmes aufmerksam geworden und jetzt wollte Sim da unbedingt hin. Und Dennis ging mit Sim zum Kirmes.

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Die kleine Spielzeugfigur (Teil 6)

Der Kirmes war bunt und fröhlich. Niemand würde hier auf mich achten. Also ließ ich Sim ein bisschen aus meiner Tasche gucken. Es war laut hier und viel los. Menschen jeglicher Altagsklassen hatten sich hier eingfunden. Kinder, die sich auf den Clown und die Achterbahn freuten, Jugendliche, die je alle möglichen Beschäftigungen nachgingen. Junge Frauen und Männer, die sich interessiert umsahen, ältere Damen und Herren, die einfach nur über den Kirmes schländerten und Omis und Opis, die mit ihren Enkelkindern Zeit verbrachten. Sim streckte sich so weit aus meiner Tasche heraus, damit er so viel wie möglich sehen konnte. Ich ließ ihn gewähren.
Ich ging einmal alle Gänge des Kirmes entlang und Sim kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ständig hüpfte er aufgeregt in meiner Tasche herum. Mehr als einmal bremste ich ihn, damit er nicht doch zu auffällig wurde.
Wir kamen an einen Platz wo Sims Freunde aufgereiht an einem Stand standen. Spielzeugfiguren. Sim wurde noch aufgeregter, wenn das überhaupt geht.
„Meine Familie“, flüsterte er.
„Tscht …“, zischte ich ihm zu. „Das ist nicht deine Familie. Das sind nur Spielzeugfiguren.“
„Eben. Meine Familie“, beharrte Sim stur. „Erinnere dich. Ich bin eigentlich auch nur eine Spielzeugfigur.“
„Nein“, beharrte ich dagegegen und sah zu, dass ich von der Stelle verschwand, damit Sim nicht auf dumme Ideen kam und sich mit Pinocchio oder so zusammen tat.
„Können wir Karusell fahren?“, fragte Sim mich schließlich.
„Nein, dazu bin ich zu alt“, antwortete ich.
„Riesenrad?“, fragte er hoffnungsvoll.
„Ich hab Höhenangst“, versuchte ich mich rauszureden.
„Ach komm schon, Dennis. Das kannst du mir nicht antun“, versuchte Sim mich zu ködern.
Also gab ich nach. Das mit der Höhenangst war ja sowieso vorgetäuscht und was konnte es schon schaden mit Sim Riesenrad zu fahren.
„Na gut, aber dann musst du dich wieder verstecken. Dort sind wir  nicht mehr unter so vielen Leuten wie hier“, gab ich schließlich nach.
„Okay“, willigte er sofort ein.
Also begab ich mich mit Sim in meiner Tasche auf den Weg zur Achterbahn und kaufte dort Karten. Ich stieg ein und suchte mir einen Platz als ich an der Reihe war.
Sobald es losging war Sim nicht mehr zu bremsen. Neben mir saß keiner und er schlüpfte aus meiner Tasche und hüpfte wild auf und ab. Ich musste ihn packen und in meine Jacke verstauen, damit er nicht doch noch bemerkt wurde. Er versuchte sich zu währen, aber ich hielt ihn fest als ginge es um mein Leben.
Ich war froh als die Fahrt vorbei war, während mein kleiner Freund eher enttäuscht wirkte.
Schließlich schlenderten wir noch in das Zelt, wo es einen Zirkus gab und setzte mich an einen Platz in der Arena. Plötzlich tippte mich jemand an der Schulter. Ich war froh, dass Sim in seiner Tasche steckte. Verwirrt blickte ich mich um: „Ja?“
Plötzlich kletterte ein Spielzeugsoldat von meiner Schulter auf meine Hand, aber er sah anders aus als Sim. Verwirrt sah ich mich um ob es jemand gemerkt hat, aber alle warteten gespannt auf die Vorstellung. Ich fühlte sofort Sims aufgeregte Präsenz in meiner Tasche.
Der andere Soldat deutete Richtung Ausgang. Also folgte ich ihm. Lief er hier einfach so rum, ohne dass er wahrgenommen wurde? Wie war das möglich?
Ich folgte also dem Soldat, auch wenn es in der Menge schwierig war ihn im Auge zu behalten. Doch schließlich führte er mich über eine Wiese in ein Zelt mit noch mehr Spielzeugsoldaten.
„Was ist hier los?“, fragte ich verwirrt. Sim schlüpfte sofort aus meiner Tasche und sah sich staunend um.
„Wir haben dich entdeckt. Hast du unseren Kameraden entführt?“, fragte der, der mich hier hingebracht hatte streng. Er hatte perfekt den Soldatenton drauf.
Mir blieb der Mund offen stehen: „Was?“
Doch der Soldat wandte sich schon an Sim und ignorierte mich völlig. „Wurdest du entführt?“, wiederholte er seine Frage.
Sim schüttelte heftig seinen Kopf. „Nein, ich bin freiwillig bei Dennis. Er ist sehr gut zu mir. Ich war vorher bei Kindern, aber da wurde es mir zu langweilig. Dennis Leben ist viel interessanter.“
„Na vielen Dank auch“, meinte ich ironisch, grinste aber.
„Aber die Menschen sind nie gut zu uns“, behauptete der kleine Soldat. „Sie werfen uns weg wie Müll und schubsen uns ständig rum. Das müssen wir uns nicht bieten lassen.“
„Dennis ist anders“, beharrte Sim und Zuneigung zu dem kleinen Spielzeugsoldaten breitete in mir aus. Es war klasse wie er mich verteidigte. Auch wenn ich sicher keine Angst vor einer Spielzeugsoldatenarmee hatte.
Der Soldat musterte mich kritisch, schien aber doch zu bemerken, dass von mir keine Gefahr ausging.
„Na gut. Fürs erste will ich das glauben“, nickte er dann, betrachtete mich aber weiterhin nachdenklich.
„Wer seid ihr und was macht ihr hier?“, wollte ich nun wissen. „Warum könnt ihr hier so frei herumlaufen und niemand sieht euch?“
„Wir sind die Rebellen der Spielzeugsoldaten“ erklärte er völlig ernst.
Mir klappte der Mund auf. Deswegen redete Sim weiter. Er plapperte aufgeregt drauf los.
„Ich wusste immer, dass es mehr von uns gibt. Das wusste ich einfach. Hab ich das nicht gerade noch gesagt?“
Er drehte sich zu mir um und ich nickte nur.
„Seht ihr! Ich wusste es“, schloss Sim mit einem strahlenden Lächeln seine Behauptung erneut ab.
„Vielleicht sollten wir uns erst mal vorstellen“, überlegte der Soldat dann. „Ich bin Ann und das sind meine Freunde Lean und Tel. Er zeigte auf die Soldaten neben ihm. „Den Rest meiner Rebellen werdet ihr noch im Laufe der Zeit kennen lernen.“
„Was soll das heißen?“, fragte ich verwirrt. Ich hatte endlich meine Stimme wieder gefunden.
„Ich würde mich freuen, wenn ihr öfter her kommen würdet“, sagte er. „Wenn Sim wirklich bei dir wohnen bleiben will, solltet ihr uns besuchen kommen. Dann können wir euch nach einer Kennenlernphase nach und nach mehr über uns und unsere Pläne erzählen und die Fragen beantworten, die du gestellt hast“, erklärte Ann.
„Ja, das fänd ich auch gut“, stimmte ich schließlich zu.
„Gut, dann soll es das für heute sein. Ich werde schon merken, wenn ihr das nächste mal kommt. Ihr seid entlassen“, verabschiedete sich Ann plötzlich von uns.
„Ähm, gut. Sim, komm mit.“ Ich musste ihn schon an mich ziehen und ihn in meine Tasche stopfen, damit ich ihn mitnehmen konnte. So aufgeregt war er. Er verabschiedete sich von seinen neuen Freunden und dann verließen wir das Zelt. Sim war noch ganz hin und weg von seiner neuen Entdeckung, während ich mich langsam wieder Richtung Schiff auf machte. Für heute reichte es mir. Meine Welt wurde eindeutig verrückt. Mit Sim kam ich ja noch klar, aber eine ganze Armee Sims? Keine Ahnung, was ich davon halten sollte …

Fortsetzung folgt …

Okay, das ist jetzt lang geworden und das mit dem Soldaten war nicht geplant, aber ich find es irgendwie cool.

Was sagt ihr zu diesem Teil?

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 4)

Es wird mal wieder Zeit, dass ich an meiner Bloggeschichte weiter schreibe. Es ist sogar schon wieder 10 Tage her, dass ich an das alte Herrenhaus geschrieben habe, aber heute beschäftige ich mich erst mal mit der Spielzeugfigur.

Ihr erinnert euch?

Zuletzt hatte Dennis Musik und Sim war dabei. Er hat gesummt und Ronja fand das ganz toll und dachte Dennis wäre das. So kamen sie sich etwas näher und in den nächsten Musikstunden sollen Ronja und Dennis an dem Stück weiterarbeiten und Sim soll ihm helfen.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 4

Nach der Pause hatten wir noch zwei Stunden, die recht gut verliefen. Sim verhielt sich ruhig und ich konnte mich gut auf den Unterricht konzentrieren. Als wir am Nachmittag endlich Schulschulss hatten war ich erleichtert. Ich wollte nachsehen, ob Sim okay ist. Die ganze Zeit hatte ich mich das nicht getraut.
Jetzt war ich im Schulbus auf der Fahrt nach Hause und dachte an die ganzen Hausaufgaben, die ich auf hatte. Als der Bus hielt stiegen wir aus und verabschiedeten uns. Ich ging sofort auf unser Haus zu. Ich zog meinen Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür. Mein Weg führte in die Küche. Meine Mutter war sowieso noch nicht da. Sofort holte ich Sim aus meiner Tasche. Offenbar hatte er geschlafen.
„Alles in Ordnung mit dir?“, fragte ich besorgt.
Er sah mich benommen an und fragte nur: „Was ist denn los?“
„Offenbar habe ich dich geweckt“, informierte ich ihn grinsend.
„Und wieso? Ich hatte gerade so einen schönen Traum“, murrte er.
„Ich war besorgt. Ich wusste nicht, dass du schläfst.“ Etwas verschämt sah ich ihn an, doch da wurde sein Blick sofort weicher.
„Schon in Ordnung. Konntest du ja nicht wissen.“
„Danke für das Summen in Musik.“ Ich schenkte ihm ein Lächeln. „Könntest du das die nächsten Male auch für mich tun.“
„Wegen diesem Mädchen?“, fragte er und zwinkerte mir frech zu.
„Du bist ganz schön schlau, weißt du das?“, bemerkte ich nur und wusste nicht, ob mir das nun gefiel oder nicht.
„Ja, das war ich schon immer“, sagte er nur wenig bescheiden.
„Also, würdest du es tun?“, fragte ich erneut.
„Klar, summen macht Spass“, antwortete er nur und freute sich offenbar schon darauf.
„Klasse“, freute ich mich, machte mir eine Schüssel Kornflakes, schnappte mir Sim und ging mit ihm nach oben.
Dort verdrückte ich meine Schüssel Kornflakes während Sim auf der Fensterbank hockte und nach draußen sah.
„Was gibts da draußen zu sehen?“, fragte ich meinen kleinen Freund.
„Nichts, aber da gehts zu meinen alten Freunden. Ein wenig vermisse ich sie.“ Er klang etwas traurig.
„Willst du sie besuchen gehen?“, schlug ich ihm vor. „Ich muss sowieso erst Hausaufgaben machen.“
„Nein, besser nicht. Dann würde ich nur in Versuchung kommen zu bleiben und ich weiß wie das endet“, behauptete er und wandte sich stattdessen wieder mir zu. „Die Kinder von nebenan mussten auch Hausaufgaben machen. Soll ich dir helfen?“
„Lieber nicht. Sei mir nicht böse, aber die Kinder von nebenan haben ein anderes Schulniveau als ich“, versuchte ich ihn sanft abzuwehren.
„Macht nichts. Ich kann sowieso nicht lesen und schreiben. Kannst du mir das beibringen?“, Eifrig sah er mich an und mich musste lachen.
„Kannst du denn überhaupt einen Stift anpacken?“, fragte ich zweifelnd und betrachtete die kleinen Hände der Spielzeugfigur.
„Ich könnte mein Gewähr nehmen und damit auf deiner Tastatur rumtippen“, schlug er vor und zeigte auf meinen Lap Top.
„Ähm, besser nicht. Wir finden schon was. Lass mich erst meine Hausaufgaben machen“, bat ich ihn. Wie brachte man jemanden lesen und schreiben bei? Ich war kein Lehrer.
„Na gut“, nickte Sim zustimmend und setzte sich wieder auf die Fensterbank.
Also schaltete ich meinen Lap Top an und machte mit dessen Hilfe meine Hausaufgaben. Als ich fertig war musterte mich Sim wieder neugierig.
„Und was jetzt?“, fragte er.
„Lass uns erst mal rausgehen, okay“, lockte ich ihn um ihn abzulenken. Meine Mutter würde erst am Abend heimkehren.
„Muss ich dann wieder in deinen Rucksack?“, fragte er und sah mich nicht gerade begeistert an.
„Zumindest in meiner Tasche.“ Ich sah ihn entschuldigend an. „Es tut mir leid, aber das muss sein. Andererseits gehen wir ans Meer und den Blick wirst du lieben.“
„Ist das diese blaue Masse, die ich schon mal im Fernseher der Kinder gesehen habe?“, fragte Sim mich verwirrt.
„Kann sein. Komm mit. Dann wirst du es genau wissen“, lockte ich ihn weiter.
„Na gut“, sagte er dann. „Wenn ich mal aus deiner Tasche rausgucken darf:“
Na toll. Der kleine fing schon an mit mir zu verhandeln. „Ja, klar. Sonst würde ich dich ja nicht mitnehmen.“
„Oh, toll. Dann bin ich gespannt auf dieses Meer“, freute er sich.
„Na dann los“, grinste ich, räumte meine Schulsachen weg, packte ein Handtuch, Trinken und ein Buch ein und steckte ihn in meine Tasche.
Dann ging ich nach unten, zog mich an und schrieb meiner Mutter einen Zettel, dass ich am Meer war. Anschließend verließ ich das Haus, schloss ab und machte mich zusammen mit Sim auf den Weg zur besagten blauen Masse, die sich Meer nannte. Mit Sim würde das sicher sehr abenteuerlich werden, aber ich hatte ihm versprochen, dass er hinaus gucken durfte und mein Versprechen würde ich halten. Sicher fand ich eine abgelegene Stelle, wo das möglich war. Hoffentlich liebte Sim das Meer genauso sehr wie ich. Dann könnte ich mit ihm öfter dorthin. Ich wollte ihn nicht zu lange bei mir zu Hause allein lassen. Wer wusste schon so genau, was er da anstellen würde? Dann hatte ich ihn lieber bei mir.

Fortetzung folgt …

Das war dieser Teil der Reihe. Und was sagt ihr dazu?

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 3)

Und nun gehts weiter mit meiner Spielzeugfigur. Wird mal wieder Zeit.

Ihr erinnert euch?

Letztes Mal begleitete Sim Dennis zur Schule. Er steckte erst in seinem Rucksack und dann in seiner Jackentasche. Dennis traf sich mit seinen Freunden und Sim war neugierig auf die Welt da draußen.

Jetzt gehts weiter mit der Schule. Was Sim da wohl alles anstellt.

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Die kleine Spielzeugfigur (Teil 3)

Wir betraten das Schulgebäude und auf den Schulgängen war wie immer viel los. Ich drängte mich mit meinen Freunden vorwärts. Während ich mit Tom in die Deutschstunde ging, verschwanden Ronja und Feline in den Klassenraum nebenan. Wir setzten uns an unsere Plätze als auch schon unsere Lehrerin kam. Frau Rösler.
Sie schrieb kein Diktat. Wir sollten Aufgaben aus dem Buch lösen. Ich machte mich also an meine Aufgaben, kam aber nicht besonders weit. Plötzlich fing es in meiner Tasche wie wild an zu zappeln. Ich kaschierte es indem ich so tat als sei mir schlecht und meldete mich.
„Ja, Dennis?“, fragte Frau Rösler mich.
„Darf ich mal rausgehen? Ich muss auf die Toilette“, bat ich sie.
Frau Rösler musterte mich skeptisch, ließ mich aber gehen. Ich stürmte praktisch aus der Klasse. Erleichtert sah ich mich auf dem Gang um und verschwand Richtung Toilette. Als ich mich versicherte, dass ich allein war, holte ich Sim aus meiner Jacke, der mich betroffen ansah.
„Was ist denn los mit dir?“, fuhr ich ihn an. „Ich habe dir doch gesagt, du sollst dich ruhig verhalten.“
„Tschuldige“, sagte er zerknirscht. „Ich wollte auch ruhig sein. Ganz ehrlich. Aber ich bekam eine Panikattacke. Plötzlich wurde alles ganz eng.“ Er sah mich aus seinen Kulleraugen traurig an.
„Na, gut. Dieses eine mal lasse ich dir durchgehen, weil das alles noch neu für dich ist. Aber wenn das noch mal passiert musst du wieder in den Rucksack, verstanden?“, schimpfte ich sanft mit ihm.
„Ja, ja, ja. Ich bin jetzt ganz brav“, versprach er mir und hüpfte wild auf und ab.
„Dann ab jetzt in die Tasche. Ich muss jetzt wieder in den Unterricht zurück“, wies ich ihn an und ließ ihn gerade noch rechtzeitig verschwinden bevor die Tür aufging. Ich verließ die Toilette und machte mich wieder auf den Weg zur Klasse.
„Alles in Ordnung bei dir?“, flüsterte Tom mir zu als ich mich wieder setzte. Ich nickte nur.
Wir machten weiter unsere Stillarbeit und zum Glück blieb Sim auch ruhig. Irgendwie tat er mir ja auch Leid. Es war bestimmt nicht schön da so eingequetscht zu sein. Aber er hatte es ja nicht anders gewollt.
Nach deutsch hatten wir fünf Minuten Pause, mussten uns aber beeilen zu unserem Musikraum zu kommen. Dennoch nahm sich Tom die Zeit um zu fragen: „Was war denn eben mit dir los?“
„Mir war ein bisschen übel. Ich brauchte kurz frische Luft. Dann ging es wieder“, erklärte ich und wusste selbst wie seltsam das klang. Glücklicherweise sagte Tom nichts dazu.
In Musik sollten wir am Keabord arbeiten. Das mochte ich eigentlich sehr gern. Ich probierte verschiedene Töne aus und vermischte sie miteinander. Frau Jimini kam zu mir und lobte mich: „Das klingt aber toll. Mach weiter so. Ich bin gespannt, was dir noch so einfällt.“
Ich schenkte ihr ein Lächeln und machte weiter. Plötzlich summte es aus meiner Tasche. Ich seufzte. Verdammt Sim. Ich stupste ihn an zum Zeichen, dass er ruhig sein sollte. Er summte weiter. Was sollte ich jetzt machen. Noch hörte keiner etwas, aber das würde wohl nicht lange so bleiben. Noch einmal stupste ich ihn an und er verstummte. Dann fing er wieder an zu summen. Ich seufzte erneut. Was sollte ich bloß mit Sim machen? Das nächste Mal musste ich ihn zu Hause lassen. So ging das nicht.
Dumerweise hatte ich diese Stunde mit Feline und Ronja. Als Sim das nächste mal summte kam Sonja zu mir ans Keabord.
„Das klingt aber schön. Was summst du denn da?“, fragte sie fast verträumt.
„Weiß nicht. Ist mir so eingefallen“, wich ich ihr aus und tat so als würde ich zu der Melodie summen.
„Es passt irgendwie dazu“, fand sie. Offenbar bemerkte sie zu meinem Glück nicht, dass das Summen nicht von mir kam.
„Findest du?“, fragte ich überrascht.
„Ja, unbedingt. Darf ich?“ Sie zeigte auf meine Bank und wollte offenbar mit mir zusammen spielen. Ich nickte nur sprachlos.
„Summst du wieder und wir spielen gemeinsam?“, fragte sie mich fast schüchtern.
„Gern“, nickte ich und hoffte, dass Sim das gehört hatte und wieder summte. Er konnte ja schließlich auch mal was für mich tun.
Aber ich brauchte mir gar keine Sorgen machen. Sobald wir zu spielen anfingen summte er wieder und so Spielten Ronja und ich zusammen.
Wieder kam unsere  Lehrerin zu uns und lobte sie. „Au ja! Gemeinschaftsprojekt. Da habt ihr mich auf eine Idee gebracht. Alle mal herhören! Nächste Woche tut ihr euch zu zweit oder mit mehreren zusammen und denkt euch an Instrumenten Melodien und Text aus.  Ich freu mich schon drauf.“
Die meisten stöhnten nur, aber ich freute mich auch. Vor allem als Ronja mich fragte: „Wollen wir das zusammen versuchen. So wie jetzt. Es scheint ja ganz gut zu klappen. Wir könnten weiter an der Melodie arbeiten.“
„Gerne“, strahlte ich glücklich. Das hieß zwar, dass ich Sim weiterhin mit zur Schule bringen musste, aber zu diesen Bedingungen tat ich das gern. Ich hoffte nur, er machte mit.
„Toll“, strahlte auch Ronja und als es zur Pause klingelte, ging sie zurück an ihren Platz. Wir sammelten die Sachen ein und ich verließ fröhlich den Raum. Ich war wirklich froh, dass jetzt Pause war. Schon die ersten zwei Stunden mit Sim waren anstrengend. Aber die Musikstunde hatte ich wirklich genossen und das hatte ich größtenteils ihm zu verdanken.
Als wir rausgingen klopfte Tom mir auf die Schulter. „Du scheinst ja wirklich Fortschritte bei ihr zu machen, Mann. Das ist toll. Allerdings habe ich dich gar nicht so musikalisch in Erinnerung.“
„Ich hatte heute einfach einen guten Tag.“ Ich zuckte nur mit den Schultern und lächelte vor mir hin. Wir setzten uns auf den Schulhof auf die Bänke und genossen die ersten warmen Sonnenstrahlen. Es dauerte nicht lange und Lex und die Mädels kamen dazu.

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr zu diesem Teil? Für Dennis war es ja teilweise etwas anstrengend, aber in Musik war es dann ja doch nicht so schlimm wie er dachte.

Corlys Themenwoche 49.4.: Spiele: Lieblingsspiel/zeug als Kind?

Ein neuer Tag für meine Themenwoche steht an und ich habe natürlich auch wie immer eine neue Frage für euch vorbereitet.

Und das ist meine Frage für euch:

Was war euer Lieblingsspiel/ Lieblingsspielzeug als Kind?

Gar nicht so einfach. Zumindest Lieblingsspiele. Lieblingsspielzeug kann ich sofort beantworten.

Ich liebte Kuscheltiere. Gerade auch meinen Hasen Charlie. Weiß und mit Schlappohren. Einfach nur süß und kuschelig. Aber auch Bären habe ich total geliebt als Kind.

Aber auch meine Puppe Ina fand ich einfach klasse. Eine ganz süße. Ich habe sie geliebt. Sie existiert wie meine Kuscheltiere heute noch und meine kleine Nichte spielt jetzt noch mit ihr. Eine ganz einfache Puppe, die nicht kann, aber ich habe sie geliebt.

Der Hase ist Charlie. Mittlerweile abgenutzer, besonders an der Nase, aber sie lebt noch. Das andere ist Ina. Aber die Haare sind nicht mehr so glänzend und nach all den Jahren ist sie natürlich auch mitgenommener.

Und Spiele. Da muss ich erst mal überlegen. Ich habe glaub ich gern mit Murmeln gespielt. Wir hatten auch eine Murmelbahn. Das war toll. Auch mit Domino habe ich gern gespielt. Und Duplo und Lego zum Bauen.

Aber das sind nicht wirklich Spiele in dem Sinne.

Ich sage jetzt einfach Kniffel und Sagaland. Das habe ich bestimmt auch als Kind gespielt. Sonst fällt mir gerade wirklich nichts ein.

Die nächsten Fragen:

Freitag: Spielt ihr Spiele am PC/Internet und wenn ja welche und wie gefallen sie euch?
Samstag: Habt ihr Spiele auf der Playstation, Wii, etc. gespielt oder spielt ihr sie und wie gefallen sie euch?

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 2)

Dann will ich mich mal wieder um meine Spielzeugfigur kümmern.

Ihr erinnert euch noch?

Beim letzten Mal bekam Dennis Besuch von einer kleinen Spielzeugfigur mit einem Gewähr in der Hand. Die Figur Sim kam vom Haus nebenan, aber dort wurde es ihm zu lästig. Bei Dennis allerdings wollte er bleiben und richtete sich dort häuslich ein.

Hier gehts übrigens zum ersten Teil: Klick

Jetzt kommt die Fortsetzung dazu.

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 2)

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Schule war angesagt. Sim schlummerte noch friedlich in seiner Schublade vor sich hin. Er hatte sich total auf das Bett gefreut und mir immer wieder versichert wie himmlisch er es fand so ein weiches Bett zu haben.
Ich ließ ihn schlafen und ging ins Bad. Dort machte ich mich fertig und zog mich um.
Als ich wieder in mein Zimmer kam war Sim putzmunter und sah mich erwartungsvoll an. „Was liegt an, Kumpel?“
Ich seufzte tief und erklärte schließlich: „Ich muss in die Schule.“
„Oh, das wird bestimmt total lustig. Darf ich mitkommen?“ Sim hüpfte fröhlich auf und ab und wirkte sogleich richtig lebendig.
„Ich bin nicht sicher, ob es dir gefallen wird. Es wird total langweilig und du müsstest sowieso die meiste Zeit in meinem Rucksack bleiben“, versuchte ich ihn abzuwimmeln.
„Och, bitte, bitte, bitte. Alles ist besser als hier nur abzuhängen und darauf zu warten, dass du wiederkommst. Bitte nimm mich mit“, bettelte Sim so ergiebig, dass ich schließlich nachgab.
„Dann ab jetzt in den Rucksak und sei leise“, forderte ich Sim auf. Meine Schulsachen für heute waren bereits dort drin und Sim gehorchte mir sofort und sprang rein. Ich schloss den Rucksack. Dann ging ich nach unten.
Als ich in die Küche kam, fragte Mama mich wie immer: „Bist du fertig, Dennis? Hast du alles?“
„Natürlich“, sagte ich nur und küsste sie auf die Wange. Sie gab mir die Butterbrotsdose und die Trinkflasche und eine Banane, die ich in den Rucksack steckte. Es war aber nicht das Fach, wo Sim drinseckte. Ich legte sie trotzdem vorsichtig rein. Dann zog ich Schuhe und Jacke in der Gardrobe an, rief ein „Tschüss, Mama!“ und verließ das Haus.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle zappelte mein Rucksack wild rum. Ich öffnete ihn und fragte Sim leise: „Was ist da drin los? Bleib still. Zappelnde Rucksäcke sind nicht gerade gewöhnlich.“
„Es ist so eng hier. Ich fühle mich eingequetscht“, jammerte Sim.
„Du hast es so gewollt. Ich habe dich gewarnt, dass du nicht rauskannst“, erinnerte ich ihn unnachgibig.
„Bitte, kann ich mich nicht in deiner Jacke verstecken?“, bat er flehend mit niedlichen Hundeblick.
„Bist du dann ruhig?“, fragte ich ihn streng.
„Ja, ganz bestimmt.“ Sim nickte lebhaft. Ich schnappte ihn mir und packte ihn in meine große Jackentasche. Ich ließ den Reißverschluss etwas auf, damit er Luft bekam. Dann ging ich wirklich zur Bushaltestelle.
Tom und Lex waren schon da. Sie waren zwei meiner besten Freunde aus der Wohnsiedlung. Wir begrüßten uns mit Handschlag und unterhielten uns dann. Sim blieb ganz ruhig in meiner Tasche. Ob er wohl lauschte?
Tom erzählte, dass er gestern mit seinem Vater angeln war. Das tat er fast jeden Sonntag mit ihm. Er liebte das Angeln. Lex war mit seiner Freundin unterwegs gewesen. Evelyn. Sie war eine ganz hübsche und noch dazu sympatisch. Er hatte einen Volltreffer gelandet. Sie waren erst Eis essen und dann im Kino. Lex war schon immer ein Gentelman gewesen und hatte ihr natürlich alles bezahlt. Und ich? Tja, ich hatte eine Spielzeugfigur kennen gelernt, aber das konnte ich ihnen wohl schlecht sagen. Also erzählte ich, dass ich mit meinen Eltern im Garten gesessen hatten und wir gegrillt hatten. Das stimmte ja auch.
Wir fuhren mit dem Bus. Ich merkte, dass Sim ein Stück den Kopf raushielt um was sehen zu können. Ich saß am Fenster neben Tom und hoffte, dass es niemand bemerkte. Sim sah sich neugierig um und ich merkte, dass er froh war, der Dunkelheit meiner Jackentasche ein wenig entkommen zu können.
Als der Bus aber vor einem großen Gebäude, dass sich meine Schule nannte hielt steckte ich ihn sanft wieder in meine Tasche. Ohne zu nörgeln ließ er es geschehen. Ich stieg mit meinen Freunden zusammen aus. An der Bushaltestelle stoßenEvelyn mit ihren Freundinnen Ronja und Feline zu uns. Evelyn schmiss sich Lex sofort an den Hals. Er erwiderte ihre Umarmung genauso stürmisch.
Tom und ich seilten uns von den anderen ab. Doch Ronja und Feline folgten uns natürlich. Das taten sie immer. Insgeheim freute mich das. Ich mochte Ronja sehr.
„Was glaubst du, lässt die Rösler uns heute einen Test schreiben?“, erkundigte sich Tom bei mir.
„Keine Ahnung. Bei der ist alles möglich.“ Ich zuckte mit den Achseln.
„Ich glaube nicht. Wir haben schon letzte Woche einen Test geschrieben. Die kann uns doch nicht mit Testen überhäufen“, mischte sich die dunkelhaarige Feline ein. Sie pustete ihren Ponny aus der Stirn. Manchmal war sie einfach nur naiv.
Tom war offenbar der selben Ansicht. „Das ist der doch egal. Die liebt ihre Teste.“
Plötzlich hustete es aus meiner Tasche.
„Was war denn das?“, fragte Tom mich verwirrt.
Ich hustete demonstrativ noch mal. „Ich glaube, ich habe mich verschluckt.“
„Möchtest du Wasser haben?“, bot Ronja mir fürsorglich an.
„Nein danke, geht schon“, winkte ich ab und hoffte, dass Sim nicht noch mal husten würde.
Na super, die Schule hatte noch nicht mal angefangen und Sim hatte mich schon in Verlegenheit gebracht. Das konnte ja heiter werden.
„Lasst uns reingehen. Es klingelt gleich“, bemerkte Tom und damit hatte er Recht. Es war kurz vor neun. Also gingen wir auf das Gebäude zu und ich stellte mich auf einen anstrengenden Schualltag vor. Diesmal meine ich nicht nur den normalen sondern auch auf einen mit Sim. Ich hatte ja keine Ahnung, wie anstrengend es wirklich wurde. Sonst hätte ich das Gebäude vermutlich nie betreten.

Fortsetzung folgt …

Dieser Teil ist jetzt vorbei, aber weitere Abenteuer mit Sim folgen natürlich. Was sagt ihr zu diesem Teil der Geschichte?

Corly und das Spielzeug

Sind wir nicht alle noch etwas Kind? Zumindest glaub ich das manchmal.

Meine Nichte ist am Freitag drei Jahre alt geworden und hat eine Puppe bekommen, die weinen, lachen, blabbern, schlafen usw. kann. Wenn sie richtiges Wasser zum Trinken kriegt, kommen sogar richtige Tränen. Mein kleiner Neffe (5) kümmert sich fast mehr um die Puppe als meine Nichte. Aber auch andere haben die erst mal schön betüddelt (meine Schwester, meine Mutter, meine Cousine (Patentante der Kleinen), die andere Patentante der Kleinen usw.

Ich hab ja länger als gewöhnlich mit solchen Dingen gespielt, aber mittlerweile bin ich nun wirklich aus dem Alter raus. Wobei ich schon sagen muss, dass es schön ist auch mal mit den Kleinen was zu machen. Zum Beispiel hab ich mal die Kuscheltiere der Kleinen alle mit ihr zusammen mit Namen versehen (hab ich früher auch immer gerne gemacht) usw.

Noch mal zu der Puppe. Sie atmet, aber seltsam. Es gab drei Kommentare zu der Puppe.

Nr. 1 (Meiner): Die hört sich an, als hätte sie Lungenprobleme
Nr. 2 (der von der Mutter meines Schwagers): Die hört sich an als hätte sie Asthmar.

Und meine Cousine hat es dann auf den Punkt gebracht.

Nr. 3 Die hört sich an wie Darth Vada!

Und das ist wirklich so. Das ist schon verrückt. Die Puppe hat den Namen Emma Marie gekriegt. Erst wollte sie, dass sie heißt wie sie selbst, aber das wollte meine Schwester nicht. (Ok, Marie ist auch ihr Zweitname, also von daher passt das schon). Und jetzt hat sie mehr oder weniger noch den dritten Namen Darthy (wegen Darth Vada) von uns bekommen.

Ja, da haben wir uns alle köstlich amüsiert.

So, jetzt aber mal zu mir selbst. Ich hab früher vor allem Kuscheltiere und Puppen geliebt. Meine Lieblinge waren da meine weißer Hase Charlie (er war so flauschig und hatte so schöne Schlappohren), mein Bär Brummi (der konnte wirklich brummen, ist aber mittlerweile heiser) und ein anderer Bär der weich war und braun (ich stand früher einfach total auf Bären). Die gibts auch alle wirklich noch, nur sehen die jetzt etwas mitgenommen aus. Ein Kuscheleichhörnchen hatte ich auch und das hab ich auch geliebt und eine Kuscheleule.
Und dann hab ich noch meine Puppe Ina vergöttert. Die gibts auch noch und mit der spielt jetzt auch meine kleine Nichte. Ihre Haare sind nicht mehr ganz so glänzend wie früher und ein Auge geht glaub ich nicht mehr richtig offen, aber sie ist immer noch da.

Und sonst hab ich viel mit Lego und Duplo gespielt (unser Duplo haben die Kinder teilweise auch noch) und später dann auch mit Belville.

Und mit Spritzen hab ich auch gerne gespielt. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich früher immer ins Krankenhaus und da hab ich immer Spritzen geschenkt bekommen. Meine Schwester hat auch noch welche von ihrem Job als Krankenschwester vor den Kindern und teilweise tüddelt meine Nichte damit auch rum.

Und dann hatte ich noch allen möglichen anderen Kram.

Wie ist das mit euch? Könnt ihr euch noch an eure Lieblingsspielsachen aus eurer Kindheit erinnern?