Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

Den nächsten Teil von die kleine Spielzeugfigur habe ich schon am 25.11. geschrieben, aber ich bin noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Das liegt daran, dass ich zunächst den nächsten Teil von das alte Herrenhaus auf dem Blog vorschreiben wollte und damit bin ich erst gestern Abend fertig geworden, weil ich daran etwa 6 Tage gar nicht geschrieben habe. Aber heute komme ich mal zu der kleinen Spielzeugfigur. Es geht also weiter.

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Was bisher geschah:

Dennis und Ronja hatten mit Ronjas Unterstützung weiter am Musikprojekt gearbeitet. Dann war Dennis mit Ronja in ein Cafe gegangen. Sie wusste jetzt von Sim und fand ihn faszinierend.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 10

Das Treffen mit Ronja war besser als erwartet. Ich war noch ganz aufgekratzt als ich nach Hause kam. Meine Eltern waren noch nicht da und so verzog ich mich auf mein Zimmer. Sim packte ich aus meiner Tasche und er konnte sich endlich frei bewegen.
„Dennis hatte ein Date, ein Date, ein Date!“, summte er vergnügt vor sich hin.
„Psst, leise“, zischte ich und es war kein Date. Es war ein Treffen unter Freunden.“
Sim beachtete meinen Einwand gar nicht. Er schien ganz aufgeregt zu sein. „Ich mag sie. Sie weiß von mir und findet mich faszinierend. Können wir sie mit zu den Rebellen nehmen?“
„Ich weiß nicht. Vielleicht“, sagte ich, setzte mich dann an den Schreibtisch und packte meine Hausaufgaben aus. Sim hüpfte zu mir auf den Schreibtisch und sah mich missbilligend an. „Sie könnte uns helfen und eine Unterstützung sein“, fand er.
„Vielleicht sollten wir erst mal Zeit lassen, damit sie sich an dich gewöhnen kann und dann sehen wir weiter“, schlug ich pragmatisch vor.
„Na gut“, gab Sim da nach und starrte mich unverwandt an. Ich rollte mit den Augen. „Ich muss Hausaufgaben machen, Sim. Ich bin heute spät dran damit. Läuft nicht gerade irgendwas super spannendes auf Kika oder so?“
„Blöde Hausfaufgaben. Verderben einem den ganzen Spass“, brummelte Sim. „Na gut. Dann mach eben Kika an. Vielleicht läuft ja Robin Hood oder Yakari.“
Also schaltete ich den Fernseher an und zwar so leise wie möglich, ohne dass Sim meckerte. So war er zufrieden.
Ich versuchte mich dagegen auf meine Hausaufgaben zu konzentrieren, aber meine Gedanken schweiften immer wieder zu Ronja ab. Ich freute mich schon auf die nächste Musikstunde. Als ich endlich fertig war, war das Sandmännchen lange vorbei. Sim schlief tief und fest auf meinem Sofa. Er musste ziemlich fertig gewesen sein. Ich schaltete den Fernseher aus, nahm mir Sim und packte ihn in die Schublade. Aber ich ließ einen Spalt offen. Dann packte ich meine Schulsachen für morgen und ging schließlich nach unten. Meine Eltern und meine Schwester waren schon da und meine Schwester deckte den Tisch. Ich half ihr.
Beim Abendessen erzählten wir uns über den Tag. Ich erzählte ihnen von fast allem ausser von Ronja. Meine Schwester war wie immer die Heldin des Tages mit ihren ewigen guten Noten. Mein Zeugnis war nicht schlecht, aber an sie kam ich nie heran.
„Was habt ihr für das Wochenende geplant?“, fragte meine Mutter uns.
„Ich will mit Lani ins Kino. Das ist schon seit Ewigkeiten geplant.“
„Und ich wollte vielleicht auf die Insel. Mir gefällt es dort“, erzählte ich.
„Wollen wir nicht mal wieder was zusammen unternehmen? Nur wir vier?“, schlug meine Mutter strahlend vor.
„Dann aber am Sonntag“, beharrte meine Schwester.
Ich nickte nur. Sim würe ich auf keinen Fall mitnehmen. Sollte ich ihn einfach zu Hause lassen? Keine gute Idee. Vielleicht konnte Ronja ihn ja nehmen. Sie war doch so begeistert von ihm. Dann könnten die beiden sich anfreunden. Die Idee gefiel mir immer besser.
Nach dem Essen ging ich wieder nach oben. Ich las noch etwas in meinem Buch und ging dann auch ins Bett schlafen. Vorher sah ich noch nach Sim in seiner Schublade. Er schlief noch tief und fest. Also ließ ich ihn und schlief selbst auch ein.

In der Nacht träumte ich von Sim und Ronja. Wir waren eine Familie und Sim unser Kind. Ronja und ich lebten zusammen in einem Haus und waren glücklich. Es war ein schöner Traum, aber irgendwie surreal. Ich war noch viel zu jung um sowas zu träumen.
Am nächsten Morgen wachte ich wie gerädert auf, aber mit einem Lächeln im Gesicht. Ich hörte Sim in seiner Schublade gähnen und öffnete sie ganz.
„Morgen Sportsfreund. Zeit für einen neuen Tag“, begrüßte ich ihn.
„Ich bin müde. Kann ich nicht noch schlafen?“, bettelte Sim.
„Ich dachte du wolltest so unbedingt mit in die Schule“, wunderte ich mich.
„Einen Tag kann ich schon mal verpassen. Das schadet mir nicht“, behauptete er.
Mir war nicht wohl bei dem Gedanken ihn alleine hier zu lassen. „Wirst du auch keine Dummheiten machen?“
„Vielleicht werde ich mal wieder die Nachbarskinder besuchen“, entgegnete er.
Das war eigentlich keine richtige Antwort auf meine Frage. Also druckste ich drum rum. „Ich weiß nicht.“
„Na los. Mach dich schon fertig für die Schule. Du hast heute kein Musik. Also kannst du mich ruhig hierlassen.“ Sim schloss demonstrativ wieder seine Augen.
Ich seufzte. Mir blieb wohl keine andere Wahl. Also stand ich auf, machte mich fertig für die Schule und ließ Sim zurück. Wohl war mir allerdings nicht dabei.

Fortsetzung folgt ….

So, wieder einen Teil geschafft. Mal sehen wann ich zum nächsten komme und wie es weiter geht. Es wird langsam.

Wie findet ihr es?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Und auch ein weiter Teil meiner Spielzeugfigur braucht nur noch abgeschrieben zu werden. Fertig ist er schon.

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Was bisher geschah:

Sim und Dennis hatten heraus gefunden, dass es noch weitere Spielzeugfiguren gab, die lebendig waren und rebellierten. Zu Hause hatte Dennis Schaulaufgaben gemacht, während Sim Robin Hood im TV anguckte.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Am Morgen musste ich früh wieder raus. Als ich wach wurde schlief mein kleiner Freund noch tief und fest in seiner Schublade. Ich rüttelte ihn wach. Simm murrte, machte sich aber bereit.
Ich machte mich fertig für die Schule. Heute war ein schöner Sommertag. Ich trug über meinem kurzen Hemd eine Jake und steckte Sim in die Tasche. Nachdem ich mein Essen in meiner Schultasche verstaut hatte ging ich zum Schulbus. Dort traf ich auf meine beiden Freunde. Sim kam mir in meiner Tasche recht ruhig vor. Er zappelte nicht mal. Vielleicht war er wieder eingeschlafen. Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt.
„Kennt ihr schon dieses neue Videospiel? Man kann Spielzeugfiguren zusammenschrauben und wieder auseinander nehmen. Soll voll Spass machen“, bemerkte Lex.
Es zuckte kaum merklich in meiner Tasche. Also doch nicht eingeschlafen. Zu früh gefreut. Armer Kerl. Wäre vielleicht besser für ihn gewesen, er hätte geschlafen.
„Ne, hab ich noch nicht gehört“, verneinte Tom. „Klingteher langweilig. Scheint was für Kinder zu sein.“
„Nein, überhaupt nicht“, widersprach Lex ihm. „Die können sich auch gegenseitig bekriegen.“
Wieder kam ein Zucken aus meiner Tasche.
„Man, ist doch öde. Ich schließe mich Tom an. Dafür sind wir zu alt.“
„Ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst“, prophezeite Lex uns.
Als der Bus kam ließ ich mich etwas zurück fallen und flüsterte meiner Tasche zu: „Keine Angst. Dich baut niemand zusamen oder auseinander.“
Daraufhin wurde es in meiner Tasche wieder ruhiger und sie hörte auf zu zappeln. Ich war erleichtert. Für den heutigen Schultag konnte ich eine verstörte Spielzeugfigur nicht gebrauchen.

In der Schule trafen wir auf Ronja und Feline. Feline hing gleich wie eine Klette an Lex und für den Rest des Tages brauchten wir nicht mehr mit ihm rechnen. Also gesellten wir uns zu Ronja, damit sie nicht so allein war.
„Hey, wie gehts?“, fragte ich sie nervös.
„Gut, und dir?“, fragte sie mich zurück und lächelte mich an.
„Auch gut.“ Sehr einfallsreich.
„Ich muss jetzt los. Wir sehen uns in Musik.“ Und schon war sie weg.
„Du solltest dringend an deiner Kommunikation arbeiten“, rief TOm mir lachend zu und klopfte mir auf die Schuler. Ich biss die Zähne zusammen.
Wir betraten das Schulgebäude. Um diese Zeit waren die Gänge alle ziemlich voll. Ich ging zu meinen Spind und tauschte ein paar Bücher ein. Außerdem packte ich meine Jacke in den Schrank. Erst als ich schon fast im Klassenzimmer war, fiel mir wieder ein, dass Sim ja in meiner Jackentasche steckte. Oh nein, hoffentlich machte er keinen Blödsinn.
Die ganzen zwei Schulstunden Mathe rutschte ich unruhig auf meinem Stuhl herum. Ich war in Mathe  nie eine Leuchte gewesen, aber heute konnte ich mich gar nicht konzentriren. Wenn ich Glück hatte schlief Sim in meinem Schrank. Wenn ich Pech hatte verbreitete er das reinste Chaos.
Ich war der Erste, der nach dem Leuten auf den Beinen war. Ich flitzte so schnell wie möglich zu meinem Spint. Ein Mädchen stand zwei Spindtüren von meinem entfernt und sah mich verwirrt an. „Was ist denn da mit deiner Tür los? Die klappert wie verrückt.“
„Keine Ahnung. Ich sehe mir das gleich mal an“, versprach ich dem Mädchen und schenkte ihr ein Lächeln. Sie schnappte sich ihre restlichen Sachen und verschwand. Ich wartete bis der Flur leer war und öffnete dann vorsichtig meinen Schrank.
Ich entdeckte einen total verängstigten Sim und rings um ihn herrschte wie erwartet Chaos. Meine Jacke lag wer weiß wo.
„Tut mir Leid, Sim. Ich habe wirklich vergessen, dass du in meiner Jacke bist. Ich wollte dich nicht in meinem Spind einschließen. Bist du böse auf mich?“, flüsterte ich.
„Ich hatte solche Angst. Ich dachte, ich komme nie wieder raus“, schluchzte Sim so leise wie möglich und kuschelte sich an mich.
„Schon gut. Irgendwann hätte ich dich schon befreit. Tut mir wirklich leid. Du musst jetzt wieder leise sein, okay?“
Sim kuschelte sich kurz an mich, dann nickte er und wurde wieder ruhig. Ich wechselte noch mal meine Bücher und steckte Sim nach ordentlicher Vorwarnung in meine Hosentasche. Er rührte sich nicht und ich schob mein Hemd darüber.
Dann schloss ich meinen Spint und musste zur nächsten Stunde. Sim ließ ich nicht mehr aus den Augen. Der kleine Kerl war mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hatte einen Schock bekommen, als ich bemerkte, dass ich ihn in meinen Spint vergessen hatte, aber jetzzt war alles gut. Ihm ging es gut.
Bis zur Musikstunde war ich nicht ganz bei der Sache. Meine Gedanken waren die ganze Zeit bei Sim, aber dann kam der Musikunterricht und mein gemeinsames Projekt mit Ronja begann heute. Ich war schon ganz gespannt. Hoffentlich würde mich mein kleiner Freund nach meine Aktion immer noch unterstützen. Ich konnte es ihm schlecht verübeln, wenn nicht. Armer Kerl. Er musste heute schon einige Schrecken verdauen. Hoffentlich wurde der Tag noch besser für ihn …

Fortsetzung folgt …

Wieder ein Teil fertig. Der arme Sim. Diesmal hatte er nichts zu lachen …

Was sagt ihr zu diesem Teil?

Corlys Themenwoche 65.4.: Quer durch die Themenwoche: An was schreibt ihr aktuell?

Ein neuer Tag meiner Themenwoche ist angebrochen. Seid mit dabei und beantwortet mit mir die Frage:

Sorry, die Schauspieler krieg ich gerade nicht mehr auf die Reihe. Deswegen nehm ich heute das Schreiben dran.

30.7.: Schreiben: An was schreibt ihr aktuell?

An mehrerem.

1. Magische Welten Feuerwind

Das hab ich bisher nur auf dem Block und bin bei S. 63 angelangt. Es gehört zu der Reihe Magische Welten Himmelstür, wo Dylan und Darleen es mit Geister zu tun bekommen, aber auch mit anderen Fantasywesen.

2. Prinzengeschichte

Da bin ich auf S. 80. Hier lernt Alexa Nico kennen und kommt auf Umwege ins Königsschloss um zur Wahl der Prinzessin zu stehen. Allerdings für Mika. Mehr will ich gar nicht verraten. Ich schreib sie ebenfalls auf dem Blog. Sie ist übrigens bisher noch namenlos.

3. Das alte Herrenhaus

Hier hänge ich ja ewig dran, weil ich oft nicht weiter komme aus Zeitmangel, aber ich hoffe, dass ich sie trotzdem zu Ende bringen kann. Es geht um Jana, die durch die Zeit reist und dort Moritz kennen lernt.

4. Die kleine Spielzeugfigur

Auch hier hänge ich schon ewig her. Fast genauso lange wie am Herrenhaus. Es geht um Dennis, der in seinem Zimmer Besuch von der Spielzeugfigur Sim bekommt und mit ihm zusammen was erlebt.

Das sind meine aktuelle Projekte. Sonst gibts auch immer noch Storys von den Aktionen her, aber momentan hänge ich da auch etwas hinterher.

Und an was schreibt ihr so?

Zurückgeschaut 4: Juni 2017

Und auch zurückgeschaut gibts am Anfang des Monats natürlich wieder von mir. Ich bin gespannt was ich von euch so lese.

Neuzugänge:

Vier Bücher gabs im Juni dazu. Diese Schätzchen darf ich jetzt irgendwann lesen.

Ich lese aktuell:

Es gefällt mir ganz gut, aber teilweise ist es mir auch zu viel Stress. Das überschattet das schöne Irland etwas.

Ich lese was, was du nicht liest:

Momentan habe ich da kaum was anzubieten, da ich auch nicht viel habe, was  mir nicht so gefällt.

Monatshighlights, Flops, gelesen: Klickt hier: Buchrückblick Juni 2017

Rezensiert:

Rezensionen aus 2017: Klick

Bleibende Worte:

Auch hier habe ich wieder eher bleibende Eindrücke erhalten, die mich in eine neue Richtung lenkten und auf andere Gedanken brachten.

Kaffeerunde:

Es kamen die ein oder andere Aktionen hinzu auf meiner Lesewelt. Beschnuppern dürft ihr hier jetzt zum Beispiel den Follow-Friday und Fünf am Freitag.

Neues Design:

Meine Leswelt hat ein neues Design bekommen worauf ich sehr stolz bin. Ich muss noch einige Listen aktuallisieren, aber ich find das neue Design auch einfach übersichtlicher.

Bloggeburtstag:

Außerdem hatte ich Bloggeburtstag und mein Blog schreibt mittlerweile zwei Jahre lang in die Runde.

Bloggeschichten:

Meine Bloggeschichten gingen auch endlich mal weiter. Ich habe Fortsetzungen geschrieben:

Die kleine Spielzeugfigur Teil 7: Klick
Das alte Herrenhaus Teil 9: Klick

Privat war auch ein bisschen was los, aber das bleibt lieber privat.

Und wie sieht euer Zurückgeschaut so aus?

Die kleine Spielzeugfigur Teil 5

Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Teil meiner Spielzeugfigur. Also los.

Ihr erinnert euch?

Dennis und Sim waren jetzt wieder zu Hause und Sim erzählte, dass er nicht schreiben kann. Jetzt wollten sie ans Meer und Sim würe es zum ersten mal richtig sehen.

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Die kleine Spielzeugfigur (Teil 5)

Der Weg zum Meer war nicht lang und ich ging ihn immer gern entlang. Hier war viel grün und weniger Straßen, denn bei uns lag es etwas abgelegen. Selbstverständlich mussten wir auch durch die Dünen durch und ich hätte Sim am liebsten alles gezeigt, aber da uns hier schon ein paar Leute begegneten war es besser ihn noch nicht heraus zu holen.
Ich liebte das Meer und mochte den Salzgeruch sehr. Die frische Luft tat hier immer wieder gut und manchmal lag ich einfach nur am Strand und las ein Buch. Ich mochte das natürliche hier. An unserem Meer gab es schon Touristen und auch Lokale, aber wir Einheimischen kannten die abgelegerenen Teile und die zog ich den Touristengebieten definitiv vor.
So kam es, dass ich an einen Strandteil war, wo ich eine Ecke für mich hatte und dort ließ ich Sim raus. Er sah sich staunend um.
„Wow, das sieht ja toll aus. So viel blau auf einem Raum. Was sind das für Dinger auf der blauen Masse?“, staunte er.
„Meinst du die Schiffe oder die Wassertiere. Möwen und Enten wohl hauptsächlich?“, fragte ich ihn amüsiert.
„Schiffe? Das sind schiffe. Ich meine diese großen Dinger da. Sie sehen toll aus. Irgendwie.“
Ich lachte. Seine Freude steckte an. „Schiffe fahren immer auf dem Meer. Sie sind für Meere gemacht.“
„Meere“, summte er vor sich hin. „Können wir mal mit so einem Schiff fahren?“
„Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, Sim. Du könntest vermutlich sowieso nicht aus deiner Tasche gucken. Da sind viel zu viele Leute“, warnte ich ihn.
„Ach bitte. Bitte, bitte, bitte. Ich würde so gerne mal mit einem Schiff fahren“, bettelte er und sah mich flehend an.
„Na schön“, gab ich nach. Wenigstens musste ich für Sim nicht bezahlen.
Also stand ich von meinem gemütlichen Platz wieder auf, steckte Sim in seine Tasche, warnte ihn leise zu sein, und ging zum Touristenteil des Strandes.
Ich sah auf die Zeiten, an denen die nächsten Schiffe starten würde und stellte fest, dass es noch etwa eine viertel Stunde dauerte. Die nächste fuhr zu der Insel in der Nähe. Die Fahrt war auch nicht so teuer. Das konnte ich mir leisten.
Da ich sowieso noch warten musste, holte ich mir ein Eis. Schokolade und Erdbeere. Meine Lieblingssorten.
Schließlich war es so weit und das Schiff legte an. Ich stieg mit ein und bezahlte mein Ticket. Da schönes Wetter war stellte ich mich nach draußen. Auf dem Schiff war es wirklich toll. Sim zappelte in der Tasche als wüsste er, dass wir jetzt auf dem Schiff waren.
Ich versuchte eine Ecke zu finden, die nicht so voll war. Schließlich ging ich unten an Deck. Dort war nicht viel los und ich setzte mich an einen freien Tisch ans Fenster, wo mir keiner gegenüber sitzen konnte. Ich holte Sim aus der Tasche und ließ ihn in meine Hand gleiten. Gleichzeitig versteckte ich ihn etwas mit meiner Hand. Man sah von hier aus nicht so gut wie von draußen, aber immerhin sah man etwas. Sim schien das auch gar nicht viel auszumachen. Er schien das zu lieben. Er blieb ganz ruhig und sagte gar nichts. Er guckte einfach nur aus dem Fenster.
Schließlich legte das Schiff an. Ich steckte Sim wieder in meine Tasche und verließ es. Ich wanderte den Hafen der Insel entlang und setzte mich auf eine Bank. Ich wartete darauf, dass das nächste Schiff kam. Ich genoss eine Weile die Sonne, die in mein Gesicht schien, aber dann wurde das Zappeln in der Tasche zu übermächtig. Sim war zu aufgeregt um still zu bleiben.
Seufzend suchte ich wieder eine abgelegende Ecke und holte ihn hinaus.
„Sim, sei still“, zischte ich dem kleinen Kerl zu.
„Aber das war so toll“, freute er sich strahlend. „Können wir das noch mal machen?“
„Wir müssen sogar. Sonst kommen wir nicht nach Hause“, erklärte ich ihm.
„Jippi, jippi, jippi!!!“, freute sich Sim weiter.
„Sim, sei leise“, wies ich ihn an. Eine Frau ging an mir vorüber. Sie wirkte schon etwas älter und sah mich befremdlich an. Sonst muss ich mich wieder in in die Tasche stecken.“
„Okay“, sagte er, wirkte aber nicht als täte ihm die Lautstärke leid. „Was ist das alles hier?“ Er sah sich neugieirig um, obwohl er eigentlich nicht viel sehen konnte.
„Was denn?“, flüsterte ich. „Hier ist nichts. Nur Sand, Dünen und Meer.“
„Aber dahinten ist noch etwas“, beharrte er und schließlich sah ich mich um.
Owei, das hatte ich ja gar nicht gemerkt. Plötzlich entdeckte ich weiter hinten am Strand eine Art Kirmes.
„Können wir da hingehen?“, fragte er auch sogleich. „Bitte, bitte, bitte!“
„Oh, nein. Bestimmt nicht. Auf gar keinen Fall“, wehrte ich seine Bitte sofort ab.
„Bitte, bitte, bitte. Ich kann auch hier rumschreien und alle werden auf uns aufmerksam. Willst du das?“ Er sah mich fast gerissen an.
„Na schön. Aber du kommst zurück in deine Tasche“, verlangte ich.
„Aber ich will sehen, was da los ist“, forderte er und wirkte richtig aufgeregt. „Bitte, bitte, bitte.“ Er zappelte die ganze Zeit in meiner Hand.
„Hör endlich auf mit diesem Bitte, bitte, bitte. Du machst mich wahnsinnig“, flüsterte ich, mussteaber trotzdem lachen.
„Also darf ich?“, fragte er mit leuchtenden Augen.
„Wir werden sehen.“ Ich wollte nichts versprechen, was ich nicht halten konnte. Also steckte ich Sim erst mal in seine Tasche, sagte ihm, dass er ruhig bleiben wollte und ging auf den Kirmes zu. Was hatte ich mir da nur eingebrockt?

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr zu diesem Teil? Wie findet ihr es?

 

Ideenbild 7 Die kleine Spielzeugfigur (Teil 1)

Ui, das neue Ideenbild hat es in sich. Fällt mir dazu wohl was ein?

https://i0.wp.com/lexasleben.de/wp-content/uploads/2017/02/2017-M%C3%A4rz-Ideenbild-1.jpg

Oh, ich galub da wächst eine Idee in mir …

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 1)

Ich saß an meinem Lap Top und tippte darauf rum. Irgendwas schulisches, was ich fertig machen musste. Was genau weiß ich nicht mehr. Irgendwann fiel mein Blick auf meine Fensterbank und ich traute meinen Augen nicht. Da stand eine Figur. Wie war die denn dahin gekommen? Eben war sie noch nicht da gewesen. Ich stand auf, ging zu meiner Fensterbank und starrte die Figur an. Und dann passierte etwas Unglaubliches. Die Figur starrte zurück. Ja, wirklich. Sie starrte. Verrückte Sache.
Vorsichtshalber tippte ich sie an um zu prüfen ob sie auch echt war. Aufgebracht fuhr mich die Figur an: „Hey, lass das gefälligst. Ich bin kein Ding mit dem du herumspielen kanns wie du willst.“
Entgeistert starrte ich die Figur an. Nun wurde ich völlig verrückt. Die Figur sprach mit mir?
„Ähm … Du kannst … sprechen?“, stotterte ich ungläubig.
„Natürlich kann ich sprechen. Ich bin ja schließlich nicht von gestern.“ Jetzt sah sie mich tatsächlich funkelnd und musternd an. Vielleicht auch ein bisschen abschätzend.
„Aber wo kommst du her? Du warst eben noch nicht da.“ Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich mit einer Spielzeugfigur sprach.
„Ach, vom Haus nebenan, aber da ist es so langweilig. Die Kinder wollen immer nur spielen, spielen, spielen. Einmal musste ich sogar in einem Puppenhaus schlafen? Kannst du dir das vorstellen? Sehe ich etwa aus wie eine Puppe?“ Entrüstet rümpfte die Figur die Nase und sah sich in meinem Zimmer um. Unwillkürlich fragte ich mich wie mein Zimmer auf eine Spielzeugfigur wirken musste.
„Du siehst eher aus wie eine sprechende Spielzeugfigur“, bemerkte ich vorsichtig.
„Vielen Dank“, erwiederte die Figur stolz. „Du scheinst wesentlich interessanter zu sein als diese langweiligen Kinder. Darf ich bleiben?“
„Ähm, weißt du. Wenn Kinder mit einer Spielzeugfigur reden ist das vielleicht noch normal, aber nicht bei Erwachsenen. Ich bin mir nicht sicher ob du bleiben kannst.“ Ich wartete auf die Reaktion der Figur, aber sie schwieg und musterte mich noch mal.
„Ähm, weißt du“, äffte mich die Figur perfekt nach. „Das weiß ich. Glaubst du, ich würde in der Öffentlichkeit mit dir reden? Ich würde dich nur gern begleiten. Vielleicht gibts da ja auch ein paar hübsche Mädels, wo du dir auch immer deine Zeit vertreibst.“
Na, das konnte ja heiter werden.
„Also, eigentlich ist es auch so, dass Leute in meinem Alter auch nicht mehr mit einer Spielzeugfigur durch die Gegend laufen. Das ist tatsächlich etwas für Kinder“, belehrte ich die kleine Figur.
„Ach komm schon, ich versteck mich auch“, versuchte sie mich zu überreden.
„Wie heißt du eigentlich?“, wollte ich jetzt wissen um ihn abzulenken.
„Heißen?“ Er sah mich nur verständnislos an.
„Na, ja. Du musst doch einen Namen haben. Wie soll ich dich ansprechen?“, half ich ihm auf die Sprünge.
„Ach so“, winkte er ab. „Colonnel Simon Noel Rubin Taylor Wegenatz“ Er sah mich stolz an.
So würde ich ihn ganz sicher nicht nennen. „Ist es okay, wenn ich dich Sim nenne?“
„Klar!“, strahlte Sim.
„Schön. Dann wäre das ja geklärt. Dann musterte ich meinen kleinen neuen Mitbewohner ausgiebig. Selbst für eine Spielfigur sah er merkwürdig aus. Ein bisschen wie ein Soldat mit Helm und Gewähr in der Hand. Ob man Sim das Gewehr abnehmen konnte? Aber ansonsten wirkte er recht sympatisch und lebhaft. Aber noch mal zurück zu dem Gewehr.
„Sim, könntest du das Gewähr ablegen. Das macht mir etwas Angst“, bat ich ihn sanft.
„Es ist doch nur ein Spielzeuggewähr.“ Sim tat beleidigt.
„Du solltest eigentlich auch nur eine Spielzeugfigur sein“, argumentierte ich. „Ohne reden und so.“
„Na schön.“ Sim legte sein Minigewehr neben sich. Jetzt wirkte er schon ein bisschen weniger beunruhigend. Dann fragte er: „Also darf ich bei dir bleiben?“
„Werden die Kinder von nebenan dich nicht vermissen?“, fragte ich argwöhnisch.
„Ach, die haben so viel Spielzeug. Da fällt eins mehr oder weniger auch nicht auf“, winkte Sim lässig ab. „Und bei dir habe ich das Gefühl, dass ich viel weniger herumgeschubst werde. Schrecklich wie diese Biester mit ihrem Spielzeug umgehen. Als wäre es nicht wert. Wenn sie es nicht mehr wollen feffern sie uns einfach in die Ecke. Also wirklich. Du glaubst gar nicht wie viele blaue Flecke ich da schon bekommen habe. Dein Zimmer gefällt mir viel besser und in deinem Bett ist so viel Platz.“
„Oh nein, du wirst nicht in meinem Bett schlafen“, stellte ich bestimmt klar.
„Ach bitte, bitte, bitte.“ Er sah mich mit einem Hundeblick an.
„Ich werde dir ein eigenes bauen“, versprach ich ihm und war mir sicher, dass ich das noch bereuen würde.
„Also darf ich bleiben?“, strahlte Sim.
„Von mir aus“, gab ich schließlich nach. Ich hatte Mitleid mit dieser kleinen Figur. So weit war es schon mit mir gekommen. „Aber ich habe ein paar Bedinungen.“
„Schieß los!“ Sim war sofort Feuer und Flamme.
„Erstens redest du nicht, wenn andere dabei sind und du versteckst dich in meiner Tasche oder meinem Rucksack.“, war Bedingung Nummer eins.
„Aber da ist es so dunkel“, protestierte Sim gleich.
„Möchtest du wieder bei den Kindern sein und von ihnen herumgeschubst werden?“, fragte ich ihn nur.
„Na gut, ich sag nichts mehr. Was noch?“, gab er zerknirscht nach.
„Zweitens: Du bleibst in meinem Zimmer während ich im Haus unterwegs bin. Keine Ausflüge, keine Alleingänge“, forderte ich.
„Ich dachte du nimmst mich immer mit.“ Sim wirkte so traurig, dass er mir schon wieder Leid tat.
„Manchmal geht das vielleicht nicht“, erklärte ich ihm sanft. „Und dann zählt Bedigung Nummer zwei.“
„Okay. Und hast du noch mehr Bedingungen?“, fragte er mir Glubschaugen.
„Erst mal nur noch eine. Wenn ich ein Mädchen mit nach Hause bringe, verziehst du dich, ist das klar?“
„Aber das ist langweilig“, maulte er. „Und wo soll ich denn dann hin?“
„In meinen Nachtschrank oder in meinen Schrank oder wo immer sie dich nicht sieht.“ Da kam mir plötzlich eine Idee. Ich könnte für Sim ein Bett in meinem Nachtschrank herrichten.
„Na gut“, gab er wiederwillig nach. „Hauptsache ich darf bleiben. Darf ich dich noch was fragen?“
„Na klar“, nickte ich.
„Wie heißt du eigentlich?“
Ich lachte. „Ich bin Dennis. Ich mache dir einen Vorschlag. Ich gucke wie das mit uns beiden funktioniert und falls ich mit dir nicht klar komme steht es mir frei dich fort zu schicken.“
„Und welchen Vorteil habe ich davon, Dennis?“, fragte er nur. Verdammtes kleines schlaues Biest. „Wenn es funktioniert darfst du bleiben und dann nehme ich dich vielleicht auch mal auf Ausflügen mit.“
„Au ja“, strahlte Sim und freute sich riesig. Dann hüpfte er wild auf meiner Fensterbank hin und her und rief: „Ich darf bleiben, ich darf bleiben, ich darf bleiben.“
„Psst …“, zischte ich ihn energisch an. „Was, wenn dich einer hört. Ich wohne nicht alleine hier.“
„Dann sagst du das Radio war an“, meinte Sim und lachte weiter vor sich hin.
Na, das konnte ja wirklich heiter werden. Aber ich hatte den kleinen Kerl jetzt schon lieb geworden. Wie könnte ich ihn da wieder weg schicken?

Fortsetzung folgt …

Da ich selbst den kleinen Sim auch ins Herz geschlossen habe und eine weitere Bloggeschichte von mir bald beenden werde, möchte ich diese Geschichte gerne weiter verfolgen und sehen, was Dennis und Sim für Abenteuer erleben.

Was sagt ihr zu dieser Umsetzung des Ideenbildes? Eure Meinungen sind gerne gefragt.