Jeden Tag Aktiv 1 Geschichten schreiben

Ich möchte wieder mehr Beiträge auf dem Blog machen, damit wieder mehr Betrieb ist. Allerdings bin ich so einfallslos. Deswegen dachte ich, ich schreibe jeden Tag einen Beitrag zu einem Thema, das mich beschäftigt. Auch ihr dürft euch natürlich daran beteiligen.  Entweder mit einem Kommentar oder Verlinkung und eigenen Beitrag. Ob ich das durchhalte weiß ich noch nicht, aber ich versuche es.

Tag 1:

Stellt euch vor, ihr könntet Geschichten schreiben. (auch wenn ihr es nicht könnt). Worüber würdet ihr gerne schreiben wollen? Was für Personen kämen drin vor?

He, he, ich schreibe ja tatsächlich.

Ich glaub ich würde noch mal gern die Zauberfeen schreiben mit den selben Charaktere (Leinar, Mianna, Cameron, Tiljan, John und co.) wie jetzt und auch der Elfen- und Feenversion. Ich war sehr traurig als ich die Geschichte beendet hatte.

Mal unabhängig von der Aufgabe: Schreibt ihr selbst und wenn nicht, wieso nicht? Würdet ihr es gern können?

 

Was fällt euch so dazu ein? Ich bin gespannt.

 

 

 

 

Mittwochshelden #02.12.15 # Ihr schreibt eigene Geschichten oder habt Geschichten gelesen, die nicht veröffentlicht wurden oder Fanfiction? Wer sind darin eure Top 3 Helden

oh, ich liebe das heutige Thema. Das ist doch eins für alle Schreiberlinge, oder?

Ich weiß, man soll sich nicht zu sehr selbst loben, aber ich hab da schon einige tolle Charaktere entworfen in „Die Zauberfeen“. Eine Top 3 ist da schon fast zu wenig.

1.) Leinar

Leinar ist für mich ein absoult toller Junge. Ruhig, etwas schüchtern und er hat einen heftigen Verlust erlitten. Aber er ist immer wieder augestanden und bodenständig. Ich mag Leinar so gern. Natürlich muss er für mich an erster Stelle kommen.

2.) Mianna

auch sie ist eine tolle Heldin. Ich mag ihre Natürlichkeit und wie sie sich um ihre Freunde sorgt und auch sie ist immer auf den Teppich geblieben. Mir ist Mianna eine sympatische Heldin. Aber ich als Erfinderin von Mianna muss das ja auch irgendwie sagen, oder?

3.) Cameron, Tiljan, John

Hier kann ich mich echt nicht entscheiden. Cameron ist einfach toll. So ruhig und anständig und immer für alle da. Er ist einer meiner absoluten Lieblinge.

Tiljan dagegen ist witzig und dennoch weiß er worauf es ankommt. Er ist schräg angezogen, aber ihn stört nicht was andere darüber sagen. Tiljan mag ich auch super gern.

John kommt in Teil 1 ja nur am Ende vor, also will ich noch nicht so viel über ihn verraten. Aber er wird euch noch wieder begegnen. So viel kann ich versprechen. Da mein Vorbild für ihn John aus The Tomorrow People war (Dass der Name der selbe ist, ist reiner Zufall. Am Ende von Teil 1 wusste ich das noch nicht, muss ich ihn einfach klasse finden).

 

Habt ihr auch solche Helden aus euren eigenen Geschichten oder falls ihr die Zauberfeen gelesen habt, vielleicht besondere Helden aus meiner Geschichte? Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen.

Kapitel 66 Ungläubigkeit

Leinar

Wie konnten Brüder sich dermaßen hassen? Wobei ich mich da vermutlich korrigieren musste. Tiljan hasste Tedren wohl nicht, aber Tedren Tiljan. Ich konnte mir nicht vorstellen meinen Bruder jemals so zu hassen, würde er noch leben. Das wäre einfach schrecklich.
Tedren mochte ich überhaupt nicht, aber das war kein Wunder. Wie konnte er glauben, dass sich Lilien und Corentin ohne Cam nicht ineinander verliebt hätten? Diese beiden gehörten einfach zusammen. Das sah doch jedes Kind.
Worüber hatten Tedren und Feena da eigentlich geredet. Ich konnte doch gar nicht ihr Sohn sein. Sie mussten einen anderen Leinar meinen, auch wenn das eher unwahrscheinlich war. Tedren konnte niemals mein Vater sein. Mion hatte sich lange Zeit daneben benommen, aber nur, weil er um meine Mutter getrauert hatte. Er war mir definitiv wesentlich lieber als Tedren. Mion war mein Vater und kein anderer.
Wie sollte Tiljan denn jetzt gewinnen? Er hatte sicherlich einiges auf dem Kasten, aber konnte er Tedren das Wasser reichen? Ich glaubte es nicht.

Kapitel 65 Brüder

Ganz egal was du tust
Und ganz egal, was du anfängst.
Lass sie einfach labern
Lass sie denken, was sie wolln.
Denn es zählt nur, dass Du weißt
worauf es Dir ankommt
Und was dein Gewissen erträgt.

Pur – Ganz egal

Dummerweise kam der nächste Angriff auf den Lebenssee mitten in der Nacht. Am Abend hatte ich den Eingeweihten von meinem Gespräch mit Miron erzählt. Selbst Cam hab ich es später erzählt, als ich ihn allein antraf. Ich fragte ihn auch, ob es stimmte, was Miron mir gesagt hatte. Er gestand mir, dass es ihm im Herzen wehgetan hatte, gegen Alrick kämpfen zu müssen. Schließlich war auch er ein Freund von ihm. Er hatte sogar noch versucht, es ihm auszureden. Ich hätte von Cam gern mehr über den Kampf zwischen den Sternen und Zwergen von damals erfahren, aber ich wusste, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür war. Es gab Wichtigeres zu besprechen.
Leinar hatte sich übrigens darüber be-schwert, dass Miron ihn meinen flatternden Freund genannt hatte. Ich fand die Bezeich-nung eigentlich ganz passend, aber das sagte ich ihm natürlich nicht.
Jedenfalls wurden wir in dieser Nacht von einem Angriff geweckt. Zuerst wusste ich nicht, was los war. Dann hörten wir die Schreie der Wächter des Sees. Erst waren wir total erstarrt und dann wurden wir panisch. Wir liefen alle aus der Höhle und zum See hinüber. Dort sahen wir das Chaos. Einige Wächter lagen tot am Boden und einige Stel-len des Sees waren leer. Dort brannten keine Kerzen mehr. Irgendwie mussten Tedren und Felicitas den Schutzwall durchbrochen haben. Ich konnte mir nicht vorstellen wie, aber Miron hatte mich vor Tedrens Macht gewarnt.
„Mia, Leinar! Zu mir. Linnie, Lunar! Sucht Felicitas und schaltet sie aus. Corentin, Lilien! Bitte seid so nett und räumt die Leichen in die Höhle. Fia, kannst du mit deinen Söhnen nach den Kerzen auf dem See gucken?“, erteilte Feena ihre Befehle. Dann fiel ihr Blick auf Cameron und ihr Gesicht verfinsterte sich. „Was machst du hier, Cam? Du solltest sofort zurück in die Höhle gehen.“
„Auf keinen Fall.“ Cameron blieb stur. „Was soll ich da machen? Totenwache halten?“
„Du könntest versuchen Tiljan zu kontak-tieren. Er muss unbedingt herkommen. Viel-leicht kann er seinen Bruder ja noch zur Ver-nunft bringen, auch wenn ich nicht wirklich dran glaube. Ich habe im Schloss Sternenglanz versteckt mit dem er herkommen kann.“ Den Rest konnte ich nicht hören. Ich vermutete sie erzählte ihm in Gedanken, wo der Sternen-glanz versteckt war. Lunar und Linnie waren gerade erst aufgebrochen und deswegen konn-te sie es noch. „Bitte, Cam! Das ist wichtig.“
„Also gut“, gab er schließlich nach und ver-schwand genervt Richtung Höhle.
„Na endlich! Leinar, verwandle bitte dich und Mia in Glühwürmchen und folgt mir.“ Leinar fasste mich an der Hand und tat es.
Feena ging voran und wir flatterten leuch-tend hinterher. Als Glühwürmchen verwandelt zu sein fühlte sich anders an als sonst. Die Welt war viel größer und ich fühlte jede von Leinars Bewegungen viel stärker. Ich sah auch schärfer, obwohl ich auch als Fee schon ziemlich gut sah. Die Gerüche wirkten ebenfalls intensiver. Ich fühlte Leinar mit jeder Faser meines Körpers und ich fühlte, wie stark meine Magie war und wie stark seine. Ein Glühwürmchen zu sein fühlte sich seltsam an. Ob Leinar sich wohl auch so vorkam oder war er es einfach schon zu gewohnt sich in ein Glühwürmchen zu verwandeln?
Wir folgten Feena den Pfad am See entlang und bemerkten nichts Ungewöhnliches. Waren die Angreifer etwa schon weg? Anscheinend nicht. Denn nach einer ganzen Weile erschien Tedren einfach so vor uns.
„Tedren. Wie schön dich zu sehen. Es ist lange her“, begrüßte Feena ihn viel zu höflich. Eher wie einen alten Freund als einen Feind.
„Feena. Was für eine Überraschung und dann auch noch allein“, grinste Tedren fies. Er schien mich und Leinar nicht zu bemerken. So war es ja auch gedacht.
„Ich habe keine Angst vor dir“, stellte Feena klar. „Ich bin mächtig und das weißt du auch.“
„Ja ich weiß, dass du mächtig bist, aber ich bin mächtiger. Du kannst dich doch bestimmt noch an unser letztes Treffen erinnern, oder? Kurz vor der Pest war das und kurz vor dem geheimen Krieg zwischen den Sternen und den Zwergen. Du hast ein paar Fähigkeiten von dir auf mich übertragen und im Laufe der Jahre hab ich noch einige hinzugewonnen. Ein Vorteil ist auch, dass ich alle Fähigkeiten derer benutzen kann, die ich einmal lebend berührt hab“, prahlte er. Er klang so verdammt stolz.
Wovon redete er da? Was war zwischen Feena und ihm denn passiert? Wenn er wirklich diese Fähigkeit mit dem Berühren besaß, durfte er mich und besser auch Leinar niemals anfassen.
„Wenn du meinst.“ Feena klang bitter. „Aber das was du jetzt machst ist dumm, Ted-ren. Hör auf damit. Oder hat dir das zwischen uns nie was bedeutet?“
Ich kam nicht mehr wirklich mit. Was war zwischen den beiden gewesen?
„Doch Fee, es hat mir was bedeutet, aber manche Dinge sind wichtiger als das.“
„Wichtiger als Liebe?“, fragte Feena fast verzweifelt.
Liebe? Was war hier los? Das wurde ja immer verwirrender. Leinar wurde unruhig. Mit unserer Glühwürmchen Verbindung spürte ich das mehr als deutlich.
„Wichtiger als unsere Verbindung. Ich hab nur eine Frau je geliebt und das war Djana“, korrigierte Tedren sie kalt.
„Aber was ist mit Leinar? Er ist unser Sohn!“ Feena schien völlig vergessen zu haben, dass wir noch da waren.
Wieso sollte Leinar der Sohn der beiden sein? Er war doch Mion und Keenas Sohn. Außerdem ist war er erst nach der Pest geboren worden. Leinar zuckte heftig zusammen, als er diese Behauptung hörte und ich drückte seine Hand fester um ihn daran zu erinnern, dass ich bei ihm war. Dass er nicht allein war.
„Leinar ist nicht mein Sohn, er ist deiner“, wiedersprach Tedren ihr. „Er war nie wirklich mein Sohn.“
Feena seufzte. „Das ist traurig. Ich hatte geglaubt, es hätte dir etwas bedeutet.“
„Genug geredet. Endlich ist der Tag der Abrechnung gekommen. Wo ist Cam?“ Tedren sah genervt aus.
„Glaubst du wirklich wir bringen ihn hierher?“, fragte Feena ihn verächtlich. Offenbar hatte sie ihre Gefühle für Tedren augenblicklich vergessen oder hinten angestellt. Wie auch immer die aussahen. Davon wollte ich mir lieber gar kein Bild machen.
„Statt ihm bin ich hier“, erklang eine mir mittlerweile sehr vertraute Stimme. „Es ist lange her, Bruder!“ Tiljan stand nun neben Feena. Ich hatte ihn gar nicht kommen hören.
„Tiljan! Du hast dich überhaupt nicht verändert.“ Tedren zeigte wieder sein fieses Grinsen und betrachtete seinen Bruder abschätzend. „Willst du wirklich gegen mich kämpfen?“
„Wenn es sein muss. Sauer genug bin ich jedenfalls. Du verbreitest Lügen. Meine Frau ist also tot, ja? Das müsste ich ja wohl wissen, meinst du nicht? Wie kommst du dazu? Wie konntest du überhaupt überleben?“
Woher wusste Tiljan das mit Laja? Hatte Cam ihm davon erzählt?
„Es gibt einige Überlebende der Pest, nicht nur mich“, erinnerte Tedren seinen Bruder.
„Stimmt“, gab Tiljan zu. „aber du bist der einzige tot Geglaubte. Du bist einfach unterge-taucht, statt dich bei deiner Familie zu mel-den.“ Nun sah Tiljan Tedren böse und anklagend an. Ich hatte Tiljan noch nie so erlebt. Er machte mir fast irgendwie Angst. „Wo warst du?“
„Erst bei den Zwergen. Sie haben mich mit Freuden aufgenommen und gesund gepflegt. Ich war wirklich dem Tode nahe, aber ich konnte aus dem Elfenland fliehen. Später kam ich unbemerkt zurück und schloss mich Ma-jenna und Felicitas an.“
„Und hast alle im Stich gelassen“, warf Til-jan ihm vor. „Du warst ihr König.“
Auch ich konnte kaum glauben, was ich da hörte. Wie konnte man so herzlos sein?
„Und genau deswegen musste ich fliehen. Um eines Tages wieder zu euch als euer König kommen zu können“, sagte Tedren in einem Tonfall, als würde er das einem kleinen Schuljungen erklären.
„Du bist kein König mehr. Die Welt hat sich seit damals mehr als verändert. Wir haben ein neues Königspaar“, klärte Tiljan seinen Bruder auf. Er klang fast genauso herablassend wie sein Bruder. So kannte ich ihn gar nicht.
„Dann werde ich dieses neue Königspaar wohl töten müssen“, erklärte Tedren, als wäre das nur eine weitere lästige Angelegenheit. Nun war es an mir zusammen zu zucken und Leinar drückte meine Hand. Tedren musste unbedingt beseitigt werden.
„Wohl kaum“, höhnte auch Tiljan als hätte er meine Gedanken gelesen.
„Wie wäre es, wenn ich dir ein Angebot mache, Till? Ein Duell auf Leben und Tod. So wie damals bei Majenna und Ronar. Dann bist du mich für immer los“, schlug Tedren vor.
„Und was ist, wenn ich verliere?“, erkun-digte sich Tiljan. Er ließ sich nichts anmerken, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es ihm behagte seinen Bruder töten zu müssen. Familie war immerhin Familie, egal wer dazu gehörte.
„Dann gehört das Königreich mir und alle sind meine Untertanen.“ Oh nein. Tiljan würde sich nicht auf das Angebot einlassen, oder?
„Wann bist du so böse geworden, dass du bereit bist deinen eigenen Bruder zu töten?“, fragte Tiljan ihn bitter.
„Dank deinem Freund Cam dafür. Wäre er nicht gewesen, hätte Corentin den Weg gewählt, den ich mir für ihn gewünscht habe mit einer vernünftigen adeligen Elfe an seiner Seite.“
„Das ist Irrsinn, Tedren. Corentin hätte niemals eine andere geliebt als Lilien. Und sie ist zwar nur zur Hälfte eine Elfe, aber adelig, anständig und auch zur Hälfte ein Stern. Cam war mal dein Freund, Tedren. Ich versteh dich einfach nicht mehr.“ Tiljan wirkte immer verzweifelter. Er schien sich zu wünschen, Tedren würde wie durch ein Wunder seine Meinung ändern.
„Eben! Sie ist ein Stern. Unsere Völker hät-ten sich niemals verbinden dürfen. Auch daran ist dein Freund Cam gewissermaßen Schuld. Selbst die Zwerge haben das irgendwann be-griffen. Was meinst du wieso sie sonst gegen die Sterne gekämpft hätten?“
„Du hast sie dazu getrieben?“, riet Tiljan. „Mittlerweile wundert mich wirklich gar nichts mehr.“
„Also, bist du nun bereit zu dem Duell, o-der nicht? Denn wenn nicht, werde ich vielleicht alle anderen angreifen müssen. Ansonsten könnte ich die Meisten verschonen.“ Das glaubte Tiljan doch nicht wirklich, oder?
„Aber Cam wirst du nicht verschonen?“, vermutete Tiljan missmutig.
„Nein, und das Königspaar auch nicht“, bestätigte Tedren ohne Mitleid in der Stimme.
Tiljan warf mir und Leinar einen entschuldigenden Blick zu. Dann beschloss er: „Mir gefällt das nicht, aber mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben. Also kämpfen wir.“
Oh nein. Das durfte nicht wahr sein. Wenn Tedren nicht in dem Duell starb, würde ich ihn töten müssen oder am besten schon während des Duells. Doch ich betete, dass Tiljan überlebte. Wir brauchten ihn doch. Genauso wie Cam.

Kapitel 53 Tiljans Visionen

Oh man diese Woche war auch so viel los, dass ich gar nicht dazu gekommen bin Kapitel zu posten.

Irgendwie irgendwo irgendwann
Im Sturz durch Zeit und Raum
erwacht aus einem Traum
nur ein kurzer Augenblick
dann kehrt die Nacht zurück
irgendwie fängt irgendwann
irgendwo die Zukunft an
ich warte nicht mehr lang

Nena – Irgendwie irgendwo irgendwann

Ich befürchtete ein Gespräch von Eltern zu Freund und darauf hatte ich absolut keinen Nerv, aber zu meiner Überraschung und meinem Glück hatte mein Vater etwas ganz anderes im Sinn.
„Ich möchte, dass ihr auf dieser Mission vorsichtig seid. Wir wissen nicht, wie gefährlich es wird und vermutlich kann ich euch nicht die ganze Zeit im Auge behalten“, warnte er uns besorgt und musterte uns ausgiebig. Ich fühlte mich irgendwie nackt, als könnte er durch uns hindurchsehen.
„Mach dir keine Sorgen um uns, Dad. Wir haben ein paar recht nützliche Fähigkeiten, versuchte ich Lunar zu beruhigen, auch wenn ich nicht wusste, ob uns das hierbei auch wirk-lich half. Aber mein Vater musste bei der Mis-sion voll konzentriert sein.
„Wir möchten trotzdem, dass ihr aufeinander Acht gebt. Besonders wenn wir es nicht können“, bat Lunar uns hartnäckig.
„Das ist doch selbstverständlich“, versi-cherte Leinar ihm schnell. Offenbar war ihm dieses Gespräch unangenehm. Das konnte ich verstehen. Er wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Lunar nickte zufrieden. „Freut mich zu hören, denn es ist auch absolut notwendig.“
„Lunar, jetzt lass die beiden schon gehen.“ Linnie legte ihrem Mann ihre kleine Hand auf die Schulter und sah ihn mit einem Blick zur Tür an.
„Na gut, wir sehen uns dann bald, schätze ich“, verabschiedete er sich widerwillig von uns und wir verließen erleichtert den Raum.

Die nächsten zwei Tage brauchten Leinar und ich nicht in den Unterricht. Wir sollten uns auf unsere Aufgabe konzentrieren. Den Extraunterricht bei Cameron nahm ich aber trotzdem wahr. Am zweiten Tag kam allerdings statt Cameron Tiljan in den Klassen-raum. Ich war ziemlich überrascht. Bei Tiljan hatte ich noch nie Unterricht gehabt. Er schüchterte mich irgendwie ein.
„Hi!“, begrüßte er mich fröhlich. „Cam kann leider nicht. Er hat mit den Vorbereitungen für die Mission zu tun. Ich hoffe es ist ok, wenn ich ihn vertrete.“
„Klar, kein Problem.“ Ich war gespannt, was ich bei Tiljan zu erwarten hatte.
„Gut. Morgen geht es los, was? Bist du aufgeregt?“, fragte er mich, während er sich auf einen Stuhl mir gegenüber an den Tisch setzte. Er sah mich abschätzend an und es war schwer seinen Blick zu deuten.
„Ja schon. Ich mache sowas immerhin nicht alle Tage“, gestand ich ihm. Eigentlich machte ich sowas nie.
„Nein, natürlich nicht. Aber es ist gar nicht so schlecht, dass du die Erfahrungen jetzt machst. Du wirst eines Tages Königin sein und ein ganzes Land regieren müssen. Nächstes Schuljahr bekommst du übrigens sowieso eine Unterrichtseinheit von Cameron bei mir. Königinnenunterricht.“
„Ok. Klingt sinnvoll“, fand ich. „Ich weiß aber ehrlich gesagt gar nicht, ob ich je dazu bereit sein werde, eines Tages Königin zu werden.“ Seit mein Vater das angesprochen hatte, machte ich mir darüber Gedanken. Momentan fühlte ich mich einfach zu jung für so einen enorme Verantwortung.
„Das ist verständlich, aber mit Hilfe meines Unterrichts wirst du es“, versprach er mir und klang sehr zuversichtlich.
„Na gut. Das wäre zumindest schön.“ Ich lächelte schüchtern.
„Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass du dann nicht allein sein wirst. Ich denke Leinar wird an deiner Seite sein.“ Auch da klang er ziemlich sicher. Und ich fragte mich wieso. Wie sollte er das wissen können?
Ich sagte nur „Hm.“ und wusste, dass ich nicht wirklich überzeugt klang.
„Soll ich dir erzählen, woher ich das weiß?“ Tiljan beobachtete mich aufmerksam. Jeman-den wie ihn hatte ich noch nie gesehen. Seine blauschwarzen Haare waren schon ziemlich ungewöhnlich für einen Elf, aber auch so war einfach nichts normal an ihm. Weder sein bunt kariertes Hemd (Zauberwesen bevorzugten meist eher schlichte Kleidung), noch seine weiße Jeans mit den Peacezeichen drauf (kein Elf würde je so was tragen) oder seine blau-schwarzen Augen, die manchmal sogar zu leuchten schienen und immer alles um sich herum durchleuchten. Auf mich wirkten sie etwas unheimlich.
„Klar!“, nickte ich interessiert.
„Ich hab Visionen. Ziemlich oft sogar. Die meisten betreffen die Zukunft, aber manche auch die Vergangenheit. Ich habe gesehen, wie du mit Leinar unser Land regierst, und du wirst eine gute Königin sein. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.“
Es überraschte mich, dass er so freizügig von seiner Fähigkeit sprach. Ich wusste nicht, was ich von diesen Visionen halten sollte, aber beruhigen tat mich das nur teilweise.
„Und hast du noch was gesehen in deinen Visionen, was mich betrifft?“, wollte ich wissen. Wenn wir schon mal dabei waren, konnte ich ja gleich noch mehr darüber in Erfahrung bringen.
„Ja schon, aber eigentlich darf ich nicht darüber reden. Aber ich möchte dir trotzdem einen Tipp geben. Pass gut auf Cameron auf. Er könnte bei der Mission schwer verletzt werden. Die Angreifer sind gefährlicher als ihr glaubt.“
„Was weißt du über die Angreifer?“, fragte ich nun. Seine Aussage beunruhigte mich zutiefst. Neben Leinar brauchte ich Cameron am meisten an meiner Seite.
„Eigentlich dürfte ich dir das auch gar nicht erzählen, aber wenigstens einer von euch sollte mehr darüber wissen. Zwei der Angreifer kennt Cameron. Es sind Elfen. Was mich aber beunruhigt ist, dass ein Zwerg dabei ist und wenn ich es richtig gesehen hab, ist es auch noch Alricks Sohn.“, erzählte Tiljan mir.
„Der Zwergenkönig Alrick?“, hakte ich überrascht nach. Das hatte ich überhaupt nicht erwartet.
„Genau der“, bestätigte Tiljan mir aber.
„Aber das ergibt keinen Sinn. Die Zwerge haben sich seit Ewigkeiten nicht mehr blicken lassen und ich hatte keine Ahnung, dass sie Krieg gegen uns führen“, wunderte ich mich verwirrt.
„Ja, genau. Aber ich vermute, dass im Zwergenreich irgendwas passiert ist, was Miron zu diesem Schritt veranlasst hat. Frag mich aber nicht was.“
Das gefiel mir alles ganz und gar nicht. „Hört sich nicht so gut an. Wieso sollte Cam eigentlich verletzt werden?“
„Die Angreifer haben eine Art Waffe ent-wickelt, die selbst den stärksten Elf töten kann. Wie sie auf Feen und Sterne reagiert weiß ich nicht, aber der Schutzzauber ist davon offensichtlich nicht betroffen.“
Das klang nun noch viel beunruhigender. Tiljans Visionen waren ziemlich nützlich und ich war vorbereitet, aber mir wäre es lieber gewesen, ich hätte das alles gar nicht gewusst. Jetzt machte ich mir nur noch viel mehr Sorgen.
„Und das hast du alles in deinen Visionen gesehen?“ Ich konnte mir das kaum vorstellen. Das waren doch recht viele Informationen auf einmal. Würden die auf mich prallen, würde ich sie vermutlich nicht mal auseinander halten können. Geschweige denn verstehen können.
„Ja und auch, dass du die Angreifer besiegen kannst“, ergänzte Tiljan.
„Ich?“, fragte ich erstaunt. „Wieso ausge-rechnet ich?“ Das hielt ich doch für unwahrscheinlich. Wie sollte ich das bitte anstellen? Doch auch darauf hatte er eine Antwort.
„Wegen deiner Feuermagie“, erkläre er.
„Aber ich kann doch gar nicht damit umge-hen“, protestierte ich.
„Mit Leinars Hilfe wirst du es können. Nur musst du es tun bevor Cameron verletzt wird.“ Er sah mich ernst an und das allein zeigte mir, wie knifflig die Sache mit Cameron war.
„Wie?“ Das war das Einzige, was aus meinem Mund herauspurzelte.
„Das wirst du spüren, wenn es so weit ist.“ Tiljan klang sehr geheimnisvoll. Ich wusste nicht, was ich mit dieser Aussage anfangen sollte.
„Na toll“, seufzte ich extra dramatisch. „Du bist mir ja eine große Hilfe!“
„Mehr kann ich dir dazu wirklich nicht sagen“, entschuldigte sich Tiljan und wirkte tatsächlich zerknirscht. „Du musst mir versprechen, dass du mit Niemanden über das redest, was ich dir erzählt hab.“
„Na gut, ich weiß nur nicht wie ich das hinkriegen soll.“
„Du wirst es hinbekommen, Mianna. Ich hab es in meiner Vision gesehen und die Visionen können nicht lügen.“
„Verändern sie sich denn?“
Er funkelte mich frustriert an. „Manchmal, aber wirklich nur sehr selten. Nur du kannst diese Mission erfolgreich abschließen.“
„Na super. Klingt doch sehr beruhigend.“ Noch eine Last mehr auf meinen Schultern. Als hätte ich nicht schon so genug davon.
„Du solltest jetzt gehen und dich ausruhen. Ich wünsche dir viel Glück“, beendete Tiljan abrupt unser Gespräch.
„Danke, das werde ich wohl gebrauchen. Danke, dass du mir das alles erzählt hast.“ Ich wunderte mich über den Abbruch von Tiljan aus, aber zwingen konnte ich ihn schließlich nicht, mir mehr zu verraten. Er hatte mir schon so viel erzählt und dafür war ich ihm dankbar.
Also verabschiedeten wir uns voneinander und ich verließ bedrückt den Klassenraum. Das Schwerste war mit Niemanden darüber reden zu dürfen. Nicht mal mit Leinar. Ich hatte nicht gern vor Leinar Geheimnisse.

Die Namen

Es gibt viel, was ich zu diesem Thema sagen könnte oder zu diesem Bereich. Heute beschäftige ich mich mit den Namen in meiner Geschichte.

Viele der Namen hab ich mir selbst ausgesucht. In meiner Welt ist es Sitte, dass die Feen die Namen, sobald sie in die Zauberschule kommen, ändern. Das hat keinen bestimmten Grund. Es ist einfach so. Deswegen erkläre ich es auch nicht weiter. Aber generell war die Idee dahinter, dass die Namen aus der Zauberwelt für Menschenohren manchmal vielleicht zu fremd klingen. Wobei meine Namen zum größten Teil nicht zu kompliziert sind und es bei uns Menschen vermutlich noch viel ausgefallenere Namen gibt. Aber es ist meine Welt und deswegen hab ich es so gemacht. Mir gefiel die Idee.

Besonders Städtenamen fielen mir immer schwer zu finden. Also aussergwöhnliche Namen, die es so nicht gibt. Vielleicht sind meine Namen nicht ganz so aussergewöhnlich, aber selten denk ich schon. Ich hab einfach ein paar Sätze gebildet und mit den Anfangsbuchstaben Wörter gebildet und das vielleicht mal etwas variiert. So kamen Tindemu, Bibasty, Landford, Raubit, Simheg und Zaall dabei raus. Tindemu gefällt mir besonders gut, wobei ich auch dabei an Timmendorf denken muss irgendwie, aber als ich auf Tindemu kam, war das nicht der Fall. Raubit gefällt mir ja auch sehr gut. Und Zaall klingt irgendwie ein wenig niederländisch. Aber mir gefiel deshalb auch diese Schreibweise so gut.

Personennamen gibt es so viele, sodass ich mir einige dabei herauspicke. Und zwar: Corentin, Leinar, Mianna, Sophann, Tiljan, Cameron, Lilien, Tedren und Renn, Lim und Corly.  Das sind ja auch schon einige.

Corentin hab ich irgendwo mal gelesen und diesen Namen fand ich selten und er hat mir gut gefallen. So hab ich ihn als Hauptcharakter der Vorgeschichte gemacht. Corentin spreche ich Ko-ren-tien schnell hintereinander aus.

Ich wollte immer einen Neal. Den Namen mag ich irgendwie. Aber Neal klang nicht so schön für eine Fee. Also leitete ich aus dem Namen Neal den Namen Leinar ab und er klingt perfekt für meinen männlichen Hauptcharakter.

Bei Mianna ist es ähnlich wie bei Neal. Ich wollte eine Mia, aber auch das klang nicht nach einer Fee. Also machte ich aus Mia Mianna und Mianna find ich jetzt perfekt.

Auch bei  Sophann ist die Geschichte wie bei Leinar und Mianna. Aus Sophie wurde Sophann.

Tiljan ist eine Zusammensetzung aus Till und Jan. Dieser Name gefällt mir persönlich besonders gut. Er klingt einfach schön. So weich irgendwie.

Den Namen Cameron mochte ich irgendwie schon immer. In weiblicher wie in männlicher Form. Für meinen Charakter Cameron schien er perfekt zu sein.

Ich weiß gar nicht mehr wie ich auf Lilien gekommen bin, aber so heiße ich jetzt auch in vielen Foren, nur mit A. Deswegen bin ich jetzt auch bei der Fortsetzung immer ziemlich oft ins Stolpern geraten bei dem Namen und wollte ihn immer mit A schreiben, aber damals hatte ich mich für die Schreibweise mit E entschieden.

Auch wie ich auf Tedren gekommen bin, weiß ich nicht mehr genau. Vielleicht hab ich den Namen mal irgendwo gehört. Jedenfalls passt er zu seiner Rolle in meiner Geschichte gut.

Und zum Schluss sind da noch Renn, Corly und Lim. Die entstanden aus den Namen Corentin und Lilien. Renn aus dem Teil „Ren“ aus Corentins Namen, Corly als weibliche Abkürzung für Corentin und weil ich Corentin auch mal Cory genannt hab und das klingt ähnlich. Und Lim ist aus den Anfangsbuchstaben von Lilien enstanden. Ich mag die Kombi irgendwie. Besonders Renn gefällt mir richitg gut.

Sonst hab ich Namen gewählt, die passend für meine Geschichte klingen oder die, die ich mag wie Leonie, Robin und Emma zum Beispiel.

Irgendwie beschäftige ich mich schon mit Namen, seit ich Geschichten schreibe. Also seit meiner Jugend etwa. Die haben mich einfach schon immer fasziniert und ich gucke auch oft in Babygalerien oder Namenforen auf der Suche nach neuen Namen. Wobei die Babygalerien irgendwie nicht mehr so gut sortiert sind wie früher.

 

 

Die Legenden

Es waren einmal zwei Fürsten. Sie waren miteinander befreundet und lebten beide schon sehr lange.

Der erste Fürst hatte seine Königin verloren. Er liebte sie so sehr und sie fehlte ihm so sehr. Lange musste er vor seiner Tochter geheim halten, wer er wirklich war. Als sie es erfuhr, war sie glücklich, denn endlich war sie adelig und durfte mit dem Jungen zusammen sein, den sie liebte. Der Fürst unterrichtete nun zu Zeiten von dem Mädchen und dem Jungen an der Zauberschule in der Menschenwelt. Er war der Urgroßvater des Mädchens und gab ihm Privatunterricht.

Der zweite Fürst war witzig und hatte immer was zu scherzen. Auch er war jetzt Lehrer an der Zauberschule. Er war der Bruder des einstigen Königs der Zauberwelt und unterstützte das Mädchen, wo er nur konnte.

Eigentlich waren beide Fürsten Vorfahren von dem Mädchen und dem Jungen, denn der Großvater des Mädchens und der Großvater des Junges sind Brüder.

Es gibt natürlich auch noch andere Legenden, aber diese beiden hier hab ich auch als Legenden in meiner Geschichte bezeichnet.