Das 7. Wort 2017: Wald: Verloren im Märchenwald

Das 7. Wort ist da und heißt Wald. Ich bin wieder mit dabei und hier ist meine Geschichte dazu.

Verloren im Märchenwald

Ich streife fast jeden Tag durch den Wald. Besonders im Sommer ist hier immer jede Menge los. Der Wald gibt mir die Ruhe, die ich nach der Hektik des Tages brauche. Hier kann ich sein wer ich möchte, unabhängig von dem, wer ich bin. Der Wald und ich, wir verstehen uns einfach.
Heute wirkt der Wald besonders mystisch. Die Sonne strahlt durch die Bäume und gibt einen fantastischen Glanz ab. Ich gehe also mal wieder durch den Wald und lasse die Sonne auf mein Gesicht strahlen. Ich lächele und gehe gedankenverloren weiter.
Plötzlich erscheint vor mir ein Märchenpfad im wahrsten Sinne des Wortes. Richtige Märchenfiguren also. Nicht dieser Märchenpfad mit den Bildern und Figuren. Plötzlich stehe ich wirklich vor Schneewittchen, die gerade angeregt mit Dornröschen diskutiert. Mich bemerken sie erst mal gar nicht.
“Wieso muss hier immer alles so kompliziert sein? Hat Rumpelstielßchen schon wieder Die Schöne enführt?“, seufzte Schneewittchen genervt.
“Ja, er scheint sie zu mögen. Ich bin mir nicht sicher, ob man überhaupt von entführen reden kann. Ich glaube sie ist freiwillig mitgegangen“, überlegte Dornröschen nun.
“Das kann ich mir kaum vorstellen. Sympatisch ist er ja nicht gerade“, bermekte Schneewittchen abfällig.
“Ach komm, Schneewittchen. Sei doch nicht so“, rügte Dornröschen sie. „Er ist doch gar nicht so schlimm und die Schöne hatte schon immer einen extravaganten Geschmack.“ Dornröschen zwinkerte Schneewittchen keck zu.
“Stimmt auch wieder.“ Schneewittchen nickte vor sich hin. „Stimmt es eigentlich, dass Aschenputtel endlich ihren Prinzen bekommen hat?“
“Ja, hab ich auch gehhört. Wurde ja auch endlich mal Zeit. Das hat ja ewig gedauert. Die furchtbaren Stiefschwestern sollen sie die ganze Zeit tyrannisiert haben.“ Dornröschen lächelt nun.
“Ja, die haben echt verdient, was sie bekommen haben. Wir müssen Aschenputtel mal wieder besuchen.“ Nun fällt Schneewittchens Blick auf mich und sie starrt mich einfach nur an. Auch Dornröschen entdeckt mich dann.
“Hallo, wer bist du denn? Bist du neu hier?“, begrüßte sie mich freundlich. Auch hier waren wir im Wald. Dennoch war mein Outfit nicht gerade klassisch Märchenweltstil.
“Ja, ich bin geflüchtet und irgendwie hier gelandet“, antwortete ich unsicher.
“Kommst du aus dem fernen Moorland?“, fragte Schneewittchen und musterte mich ungeniert.
“Nein“, antwortete ich perplex. Redete ich wirklich gerade mit Märchenfiguren?
„Dann kommst du vielleicht aus dem Seeland. Da soll es so schön sein?“, schwärmte Dornröschen.
“Nein“, antwortete ich erneut.
“Vielleicht weiß sie nicht wo sie herkommt?“, überlegte Scheewittchen nun an Dornröschen gewandt.
“Ich weiß schon, wo ich herkomme, aber das ist weit weg und vermutlich würde mir eh keiner glauben“, gestand ich nun. Außerdem wusste ich nicht wie ich zurück kommen konnte.
“Versuch es doch einfach“, forderte mich Schneewittchen heraus. „Glaub mir. Wir haben hier schon so viel erlebt. Da kann uns so schnell nichts mehr schocken.“
“Ich komme aus einer anderen Welt und war im Wald und plötzlich landete ich hier“, erklärte ich also.
Und da standen Dornröschen und Schneewittchen und starrten mich nur an.
“Okay, das hatte ich jetzt nicht erwartet“, gestand Schneewittchen. „Ist wohl doch ein größeres Problem. Wen können wir da bloß ins Vertrauen ziehen um dir zu helfen?“
“Fragt doch einfach mich“, sagte da eine piepsige samtige Stimme und plötzlich flatterte eine winzig kleine gelbe Fee zu uns.
“Oh, nein. Tinker. Was machst du denn hier?“, stöhnte Dornröschen.
“Ich wohne hier. Ich bin immer hier“, antwortete sie und flatterte aufgeregt hin und her.
Dornröschen schüttelte nur genervt mit dem Kopf.
„Ähm, danke Tinker, aber wir kommen schon klar“, versuchte auch Schneewittchen sie abzuwimmeln.
„Ich kann wirklich helfen“, beharrte Tinker aber dennoch.
„Vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht“, lenkte Dornröschen nun ein. „Wenn wir nicht weiter wissen könnte sie nützlich sein.“
„Na schön. Wir sollten zum Schloss gehen“, beschloss Schneewittchen dann. „Vielleicht können sie dir da helfen.“
Ich nickte und wir zogen gemeinsam los.

Das Schloss war genauso wie ich mir ein Märchenschloss schon immer vorgestellt hatte. Edel und alt. Die goldenen Mauern umrahmten diesen Eindruck noch und die Brücke über den Fluss ebenfalls. Es sah wunderschön aus. Auch von innen änderte sich da nichts. Die alten Mauern und die wunderschönen Fliesen sowie die Bilder an den Wänden erzählten ihre ganz eigenen Geschichten. Die Bilder zeigten verschiedene Märchenfiguren und ihre Epochen.
Die zwei Märchenfiguren führten mich in einen großen Saal, wo schon einige Personen waren und auf dem Thron ganz vorne auf der Bühne zwei Menschen saßen. Wir gingen direkt auf sie zu und blieben vor ihnen stehen. Erwartungsvoll sah der Mann zu Schneewittchen.
„Wen hast du da mitgebracht, Schneewittchen?“, fragte er neugierig.
„Wir haben sie im Wald getroffen. Sie hat sich verlaufen“, erzählte diese.
„Wie heißt du?“, fragte der Mann mich.
„Alice“, antwortete ich.
„Ah“, machte es im Sal und die Märchenfiguren lächelten einander an. „Wir haben schon von Alice im Wunderland gehört. Dann wissen wir wo du hingehörst.“
„Nein“, stöhnte ich nur. „Ich heiße nicht El-liss sondern A-ließ“, korrigierte ich die Märchenwelt.
„Das Mädchen scheint echt verwirrt zu sein“, flüsterte eine Frau mittleren Alters in einem langen blauen Kleid. „Soll Alice nicht immer so verträumt sein?“
Eine andere Frau nickte. „Verträumt ist wohl das richtige Wort.“
„Ich bin aber nicht aus Alice im Wunderland. Ich bin überhaupt keine Märchenfigur“, brauste ich sofort auf.
„Märchenfigur? Was redest du da, Liebes?“, fragte die Frau neben dem Mann auf dem Thron während er fragte: „Was ist ein Märchen?“
„Das versuche ich euch schon seit Jahren zu sagen“, meldete sich nun Tinker zu Wort. „Wir sind alle aus Märchen. Das weiß ich seit ich dieses Märchenbuch gefunden habe. Ihr wisst schon. Ich bin aus Peter Pan.“ Dann zeigte sie nacheinander auf Schneewittchen und Dörnröschen. „Du aus Schneewittchen und du aus Dornröschen.“
„Nicht schon wieder“, stöhnte Dörnröschen.
„Aber sie hat recht“, verteidigte sich Tinker. „Ihr seid wirklich Märchenfiguren.“
„Papperlapapp! Ich glaube nicht an Märchen. Das ist doch albern. “ Der König hatte sich erhoben und sah aufgebracht zwischen Tinker und mir her. „Wenn wir Märchenfiguren sind wer bist du denn?“ Er schüttelte nur ungläubig mit dem Kopf und murmelte anschließend etwas, was klang wie: „Wo ist nur Kel, wenn man ihn braucht.“
„Du brauchst Kel nicht. Du kommst auch so zurecht“, wandte sich nun die Frau neben ihm an ihn, die die Königin sein musste.
„Ich bin ausserdem schon hier“, meldete sich dann eine Jungenstimme zu Wort. Wir drehten uns alle zu ihm um. Er war eine beeindruckende Märchenfigur und kam mir ausserdem bekannt vor. War er überhaupt aus einem Märchen?
„Hallo Alice. Ich wusste, dass du es bist, die kommt und mich rettet.“ Er strahlte mich an und plötzlich erkannte ich ihn. Das war Kelvin. Mein bester Freund Kelvin. Er war vor Ewigkeiten entführt worden und der Erste, der meinen Namen hier richtig aussprach. Nämlich deutsch und nicht englisch.
„Was machst du hier?“ Ich starrte ihn einfach nur an und konnte ihn nur anstarren, aber er zog mich nur in eine Umarmung.
„Dich mitnehmen“, antwortete er nur. Dann drehte ers ich zu Tinker um und fragte lächelnd: „Bereit?“
Diese nickte nur. Kel schnappte sich meine Hand, Tinker fasste ihn an und dann schwebten wir aus dem Saal durch die Fenster in den Himmel hinein und dann landeten wir plötzlich wieder zu Hause auf meinem Fenstersims.
Sprachlos starrte ich Kel an: „Wieso konntest du nicht allein zurück kommen?“
„Weil ich ohne dich nicht vollständig bin.“
Doch da unterbrach uns Tinker, die wütend mit ihren kleinen Füßen aufstampfte. „Diese blöden Märchenfiguren. Wieso sind sie bloß so engstirnig?“
„Reg dich ab Tinker. Das wird sich wohl nicht mehr ändern“, grinste Kel sie an.
„Ich bin froh, dass du wieder hier bist“, sagte Tinker schließlich.
„Und bin noch viel froher darüber“, schloss ich mich dem an.
„Froher? Gibts das Wort überhaupt?“ Kel kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus.
„Ach du“, sagte ich nur und lehnte ich an. Doch dann bedankte ich mich anständig bei Tinker und sagte: „Wir sollten jetzt den anderen mitteilen, dass du wieder da bist. Sie machen sich alle Sorgen um dich.“
„Okay, sagte er. Tinker flog davon und wir machten uns auf den Weg nach unten zu meinen Eltern. Seitdem hegten wir eine enge Freundschaft zu Tinker.

Ende

Juhu, geschafft. Erst fiel mir nicht so richtig was ein und dann ganz viel. Ich hoffe es gefällt euch.

 

Corlys Themenwoche: 52.4.: Wald, Pflanzen, Blumen: Welche Blumen mögt ihr nicht?

Und nun sind wir schon bei der vierten Frage zum Thema Wald, Blumen, Pflanzen. Ich habe natürlich auch heute eine neue Frage für euch.

Und das ist meine heutige Frage für euch:

Welche Blumen mögt ihr nicht so und wieso?

Schwierige Frage. So sehr beschäftige ich mich nicht mit Blumen. Ich glaub die mit üblen Geruch. Sonst müsste ich erst mal googlen.

Und welche Blumen mögt ihr nicht?

Die nächsten Fragen:

Freitag: Welche Pflanzen mögt ihr und wieso?
Samstag: Welche Pflanzen mögt ihr nicht und wieso?

Corlys Themenwoche 53.3.: Wald, Pflanzen, Blumen: Was magst du am Wald nicht so?

Der 3. Tag meiner Themenwoche ist angebrochen mit einer neue Frage zum Thema Wald, Blumen, Pflanzen.

Und meine heutige Frage lautet:

Was mögt ihr nicht so am Wald und wieso?

Der Wald kann auch recht gruselig sein. Ich würde nie alleine im Dunkeln reingehen. Das wäre mir dann doch zu viel des Guten, denke ich.

Dass die „Wege“ oft so uneben sind. Es ist schwieriger im Wald vorwärts zu kommen.

Gefährliche Tiere können im Wald sein. Besonders Nachts ist das wohl unschön. Aber allein begebe ich mich sowieso meist nur an den Waldrand.

Und was mögt ihr am Wald nicht so?

Die nächsten Fragen:

Donnerstag: Welche Blumen mögt ihr nicht so udn wieso?
Freitag: Welche Pflanzen mögt ihr und wieso?
Samstag: Welche Pflanzen mögt ihr nicht und wieso?

Corlys Themenwoche 52.1.: Wald/Blumen/Pflanzen: Was mögt ihr am Wald und wieso?

Eine neue Themenwoche steht an. Diese Woche mit dem Thema: Wald, Blumen und Pflanzen.

Und das ist meine erste Frage für euch:

Was mögt ihr am Wald und wieso?

Ich mag die Ruhe, die der Wald verströmt. Oft ist man abseits der Zivilisation und der Straßen.

Ich mag das Vögelzwitschern im Wald, dass von der Stille ablenkt und dennoch Ruhe mit sich bringt.

Ich mag es, wenn die Sonne durch den Wald hineinscheint. Das gibt dem Ganzen eine mystische Note.

Ich mag es durch das Laub zu gehen und das raschelt dann.

Der Wald hat schon einige besondere Eigenschaften, die es nirgendwo sonst gibt. Ich bin gern dort und mag einfach die Ruhe.

Und was mögt ihr so am Wald und wieso mögt ihr es. Macht mit bei meiner Themenwoche.

Die nächsten Fragen:

Dienstag: Was sind eure Lieblingsblumen und wieso?
Mittwoch: Was mögt ihr nicht so am Wald und wieso?
Donnerstag: Welche Blumen mögt ihr nicht so udn wieso?
Freitag: Welche Pflanzen mögt ihr und wieso?
Samstag: Welche Pflanzen mögt ihr nicht und wieso?

Story – Samstag 9: Helfende Tiere

Huh, Tante Tex Anforderung ist heute ganz schön groß. Das mit den Tieren mag ja noch zu schaffen sein, aber das mit der naiven Aliencrew? Mal sehen, was ich da zaubern kann …

storysamstag

Helfende Tiere

Fast alle Menschen sind von seltsamen Wesen aus einem fremdem Planeten in die Enge getrieben worden und in Lagerhallen zusammen getrieben worden. Leider haben die Aliens eine Rasse von ganz besonderen Menschen vergessen. Jene, die sich in Tiere verwandeln können, aber auch jederzeit Mensch sein können. Gestaltenwandler. Die bösen Wesen haben keine Ahnung, dass wir existieren. Wir leben fernab im Wald, doch bald ist unsere Zeit gekommen und wir werden die Wesen vertreiben und die Erde und die Menschheit retten.
Mein Name ist Kel und zusammen mit meiner Gefährtin Tesi kann ich fast alles schaffen. Ich selbst kann mich in einen Eichhhörnchen verwandeln. Bei Tesi ist das anders. Sie kann sich in verschiedene Tiere verwandeln. Ihre Lieblingsgestalt ist ein kleines Küken. Tesi sagt immer zu mir, dass die so ungefährlich aussehen und deswegen niemand ahnt wie gefährlich sie wirklich ist. Das könnte unser Vorteil sein. Es ist zwar eher selten, dass Küken und Eichhörnchen zusammen gesehen werden, aber das wissen diese dummen Wesen ja nicht. Vielleicht wissen sie nicht mal was Tiere sind. Jedenfalls haben sie uns bisher nicht beachtet, wenn wir ihnen auf der Straße begegneten. Was können ein Eichhörnchen und ein Küken denn schon groß ausrichten?
Wenn wir in der Stadt untewegs sind sind wir also Kel, das Eichhörnchen und Tesi, das Küken, aber wenn wir im Wald sind verwandeln wir uns oft in unsere eigentliche Gestalt als Mensch zurück. Sowie jetzt gerade. Die komischen Wesen vermeiden den Wald. Er macht ihnen Angst. Ihr Pech und unser Glück.
Tesi und ich sind also in unserer schönen Hütte tief im Wald und ziehen uns gerade wieder an. Hier im Wald können wir wir selbst sein, aber auch nur hier im Wald.
„Also, wie sieht der Plan aus?“, fragt Tesi gerade und macht sich in der geräumigen Küche zu schaffen. „Ist Levin schon zurück?“
„Ich glaube nicht“, antworte ich als ich mir den Pullover überziehe. „Ich glaub er ist immer noch mit Annie unterwegs.“ Levin ist ein Wolf und Annie ein Reh. Na ja, zumindest wenn sie nicht im Wald sind. Sie wollten die andere Seite der Stadt überprüfen.
„Hast du gesehen wie diese miesen Wesen die Menschen halten? Wie Tiere im Käfig. Abgemagert sehen sie aus. Einfach schrecklich“, regte sich Tesi auf. Sie regte sich jedes mal auf, wenn wir in der Stadt waren. „Wir müssen endlich etwas tun.“ Auch das war ihr Standartspruch.
„Du musst Geduld haben. Noch ein paar Tage. Dann befreien wir die Menschen endlich“, versuchte ich sie zu beruhigen und half ihr beim Gemüse schneiden, was sie schon aus dem Gefrierschrank geholt hat. Da wir uns in Tiere verwandeln konnten liebten wir Gemüse, aßen aber bestimmt kein Fleisch. Dann würden wir ja unsere Freunde essen. Das ging mal gar nicht.
„Das sagst du jedes Mal“, beschwerte sich Tesi und schnitt noch energischer das Gemüse, dass sie in einer Pfanne braten wollte.
„Hey“, sagte ich nur und nahm ihr das Messer sanft aus der Hand. Dann drehte ich sie um und zog sie soweit in meine Arme, dass ich sie noch ansehen konnte. „Jetzt ist es wirklich bald soweit. Unser Plan ist so gut wie ausgearbeitet. Sobald Levin und Annie zurück sind besprechen wir den Rest und in ein paar Tagen gehts dann los. Versprochen.“
Sie schmiegte sich an sich und seufzte traurig: „Aber Sunny hat vielleicht keine paar Tage mehr.“
Sunny war eine menschliche Freundin von uns, die sie gefangen nommen hatten. Wir wussten genau wo sie war, denn als Tiere konnte sich fast überall hin. Besonders wenn Tesi sich bereit erklärte sich in eine Maus zu verwandeln. Das tat sie nicht so gern, denn Mäuse werden zu oft gejagt, aber für Sunny machte sie eine Ausnahme.
„Ich hoffe, du hast Recht.“ Dann löste sich Tesi von mir und schnitt weiter ihr Gemüse, aber nicht mehr ganz so energisch wie zuvor. Also half ich ihr wieder.

Levin und Annie kamen erst spät in der Nacht wieder zurück. Wir hatten schon längst unser gebrantenes Gemüse gegessen und unseren Tomatensaft getrunken, aber wir konnten noch nicht schlafen. Deswegen blieben wir noch unten. Levin hatte sich zurück verwandelt in den Menschen, der er war, aber Annie war nicht bei ihm.
Tesi sprang sofort auf und fragte entsetzt: „Was ist passiert?“
„Sie sind uns bis kurz vor den Wald gefolgt. Annie liegt verletzt vor der Hütte. Sie haben sie angegriffen“, berichtete Levin hektisch.
„Heißt das wir sind hier nicht mehr sicher?“, wollte Tesi beunruhigt wissen.
„Ich weiß es nicht. Aber wir müssen etwas für Annie tun“, sagte Levin und klang fast panisch.
„In Ordnung“, nickte ich. „Am besten wir holen Siemen hinzu.“ Simon war unser Heiler. Er war ein Hund, wenn er kein Mensch war und hatte irgendwie eine ganz besondere Beziehung zu den anderen Tieren.
Siemen kam in aller Eile zu uns rüber als er von Annie hörte. Er trug eine Salbe auf ihre Wunde. Diese Salben bereitete er selbst zu und die Zutaten dafür fand er alle hier im Wald. „Sie sollte aber über Nacht draußen bleiben. Einer von euch sollte bei ihr bleiben. Morgen gehts ihr dann besser.“
„Okay, ich werde draußen schlafen“, meldete sich Levin natürlich gleich dafür und gleich als er aus der Tür war verwandelte er sich in den Wolf zurück.
„Wir sollten auch schlafen gehen. Vor morgen kriegen wir sowieso keine Antworten“. Sanft zog ich Tesi mit mir, die wiederstrebend nickte.

Am nächsten Morgen konnte Annie sich schon wieder verwandeln und wir redeten über den gestrigen Abend. Levin und Annie erzählten noch mal wie nah uns die seltsamen Wesen bereits gekommen waren.
„Wir müssen sofort die Tiere zusammenrufen und den Angriff starten“, fand ich.
„Aber wissen wir denn genug?“, fragte Annie.
„Haben wir eine andere Wahl?“, konterte ich.
„Er hat recht“, stimmte Levin mir zu. „Lass uns die Tiere zusammenrufen.
Also trafen wir Gestaltenwandler uns alle in unserer Menschenform in der Waldlichtung in der Mitte des Waldes.
„Wir müssen die komischen Wesen, die unser Reich stürzen. Ohne die Menschen kann diese Welt nicht leben. Ohne die Menschen werden auch wir bald vergehen. Zum Teil sind wir selbst Menschen. Heute ist der Tag gekommen an dem wir die Lagerhallen stürmen“, drängte Levins Stimme in die Menge.
Unsere Freunde jubelten im großen Stil und somit war es entschieden. Wir verwandelten uns in Tiere zurück und stürmten auf die Stadt zu.
Die komischen Wesen, die um den Lagerräumen herum Wache standen sahen uns kommen und da wir so viele Tiere waren und so schnell auf sie zukamen sprangen sie sofort an die Seite und jagten davon. Unser erster Triumpf. Ich verwandelte mich schnell in einen Menschen zurück und öffnete das Tor, dass nicht verschlossen war. Offensichtlich dachten unsere Feinde sie bräuchten keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen. Dann schnappte ich mir einen Kittel, der rum lag und warf ihn mir über um meine Blöße zu bedecken und die Tiere trampelten die restlichen Feinde nieder. Die Wölfe und Rehe öffneten mit ihren scharfen Krallen die Käfige und die Menschen strömten erleichtert heraus. Das taten auch andere Tiere an anderen Lagerhallen und so befreiten wir die Menschen und die komischen Feinde wurden in die Flucht geschlagen. Mit uns Tieren hatten sie nicht gerechnet.
„Juhu, wir haben es geschafft!“, jubelte Tesi.
Abends feierten wir ein großes Fest und feierten unseren Sieg.

Sorry, dass das jetzt so abgekürzt ist, aber ich wollte auf keinen Fall schon wieder einen Mehrteiler schreiben. Sonst wäre das hier viel länger geworden.

Das war es schon wieder vom Story – Samstag. Ich bin gespannt auf eure Geschichten.